Auto

Van-Kombi-Geländewagen-Mix Mercedes bringt die R-Klasse

Mercedes bereitet den Start der neuen R-Klasse vor. Wie der Autohersteller bestätigte, feiert die Serienfassung der zuletzt in Detroit gezeigten Studie "Vision R" Ende März auf der Auto Show in New York ihre Weltpremiere.

In den Handel kommt die neue Mischung aus Van, Kombi und Geländewagen, die Mercedes zum "Grand Sports Tourer" erklärt hat, im Sommer zunächst in den USA. Ein Vierteljahr später wird die R-Klasse dann auch in Deutschland verkauft.

Angeboten wird die neue Baureihe in zwei unterschiedlichen Formaten: als "kurze" R-Klasse mit 2,98 Metern Radstand und 4,92 Metern Gesamtlänge sowie als XL-Ausgabe mit einem auf 3,22 Meter gestreckten Radstand und 5,16 Metern Außenlänge. Die Höhe misst in beiden Fällen 1,65 und die Breite 1,92 Meter. Dabei wurde die Langversion für den US-Markt entwickelt, soll aber auch in Europa angeboten werden. Die kurze Ausgabe dagegen wird es in den USA gar nicht geben.

Innen bieten beide Versionen Platz für bis zu sechs Einzelsitze in drei Reihen. Dabei genießen die Passagiere in der Mitte der US-Ausgabe nach Werksangaben ähnlich viel Beinfreiheit wie in der gestreckten S-Klasse. Und zwischen zweiter und dritter Reihe soll der Platz auf dem Niveau einer normalen Limousine liegen. Zur Vergrößerung des Laderaums können alle vier Sitze zusammengeklappt werden. Dann entsteht eine ebene, 2,20 Meter lange Ladefläche, die Raum für mehr als 2.000 Liter Gepäck bietet und damit auch das T-Modell der E-Klasse übertreffen soll.

In den USA startet der Verkauf der R-Klasse nach Werksangaben mit zwei Benzin-Motoren: einem 3,5 Liter großen V6 mit 200 kW/272 PS und dem 5,0 Liter großen V8 mit 225 kW/306 PS. Sie beschleunigen den Sechssitzer in weniger als sieben Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde und ermöglichen eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. In Europa wird es im R 350 CDI auch den neuen V6-Diesel geben, der 165 kW/224 PS leistet, 510 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt und weniger als neun Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll.

Der Einsatz eines V8-Diesels ist nach Angaben aus der Entwicklungsmannschaft theoretisch möglich, und auch der auf der Detroit Motor Show in der S-Klasse präsentierte Hybrid-Antrieb soll unter die Karosserie passen. Ein Zwölfzylinder sei dagegen ebenso wenig ein Thema wie ein Modell mit vier Zylindern. Die Motoren treiben wie in der M-Klasse alle vier Räder an. Sie werden grundsätzlich mit einem siebenstufigen Automatikgetriebe gekoppelt.

Über Preise macht Mercedes derzeit noch keine Angaben. Doch soll das neue Modell oberhalb der E- aber unterhalb der S-Klasse positioniert werden, heißt es bei Mercedes. "Und dabei werden wir uns näher an der E- als an der S-Klasse bewegen".

Quelle: n-tv.de