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Panamera Sport Turismo in Paris Porsche probt den Kombi

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Porsche zeigt in Paris die Studie eines möglichen Panamera-Kombis.

Porschefahrer mit Platzbedarf brauchen bislang einen Cayenne. In Zukunft könnten sie eine Alternative haben. Der Autobauer aus Zuffenhausen präsentiert auf dem Pariser Autosalon die Studie des Panamera Sport Turismo - eine Mischung aus "Pampersbomber" und Sport-Kombi.

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Die Studie soll die Publikumsreaktionen testen.

Mit der Studie Panamera Sport Turismo gibt Porsche auf dem Pariser Salon (bis 14. Oktober) einen Ausblick auf eine mögliche Kombiversion seiner Oberklasselimousine. Das Konzeptfahrzeug trägt allerding keinen plumpen Koffer am Heck, sondern tritt als modisches Shooting Brake-Modell auf. Für angemessene Fahrleistungen bei möglichst geringem Verbrauch sorgt die nächste Generation des Hybridantriebs der Marke – erstmals mit Steckdosen-Anschluss.

Nicht nur technisch ist die Studie mehr als eine bloße Fingerübung. Dass eine Serienumsetzung nicht unwahrscheinlich ist, zeigt schon beim Design die enge Orientierung an der bekannten Limousine. Grünes Licht für die Produktion dürfte es aber erst bei gutem Feedback nach der Messepremiere geben.

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Den Antrieb besorgt ein Hybrid aus V8 und E-Motor.

Die Front und die Partie bis zur B-Säule gleichen dem normalen Panamera, erst dahinter gibt es deutliche Unterschiede. So fällt das Dach der Studie oberhalb des Fonds nicht so rasant ab wie beim Serienmodell, sondern geht deutlich sanfter in eine schräg stehende Heckklappe über. Bei den Abmessungen unterscheiden sich Serienfahrzeug und Studie kaum, allein das gestreckte Dach und die Heckklappe dürften aber für einen deutlichen Zuwachs an Laderaum sorgen. Der ist bei der Limousine mit 445 Litern zwar nicht eben klein, aber aufgrund des Dachschwungs eher flach.

Umsetzung wahrscheinlich

Der Innenraum der Studie orientiert sich mit der massiven Mittelkonsole ebenfalls an der Limousine, statt der häufig kritisierten Vielzahl an Knöpfchen gibt es jedoch berührungsempfindliche Bildschirme, die die jeweils benötigten Informationen nach Bedarf anzeigen. Gestartet wird ebenfalls per Touchscreen – wie gewohnt links vom Lenkrad.

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Statt Schaltern gibt es Touchscreens.

Ganz gleich wie die Kombi-Entscheidung ausgeht, der Antrieb der Studie dürfte so oder so ähnlich auf jeden Fall in Serie gehen. Unter der Haube arbeiten wie aus dem aktuellen Panamera Hybrid bekannt ein aufgeladener 3,0-Liter-V6-Benziner und ein Elektromotor im Verbund. Der Verbrenner kommt dabei auf 333 PS Leistung, das Hybridmodul auf 95 PS. Bei einer Zusammenarbeit stehen im günstigsten Fall bis zu 416 PS zur Verfügung – 36 PS mehr als in der aktuellen Version. Wichtiger als der Leistungszuwachs ist aber die neue Möglichkeit, an der Steckdose zu tanken. Die Reichweite im reinen Elektromodus soll dadurch auf 30 Kilometer steigen. Den Verbrauch auf 100 Kilometern gibt der Hersteller mit weniger als 3,5 Litern an. Der aktuelle Panamera Hybrid benötigt 7,1 Liter.

Was zusätzlich für eine Serienumsetzung der Studie spricht: Dynamische Kombis mit Shooting Brake-Heck sind aktuell schwer im Trend. In Paris ist bei Mercedes etwa der CLS Shooting Break zu sehen, McLaren plant eine Kombi-Version des Sportwagens MP4-12C und Ferrari hat mit dem FF bereits seit 2009 ein ähnliches Modell im Programm.

Quelle: n-tv.de, sp-x

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