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Extravagant wie es sich gehört fährt Frankreichs Kandidat, der DS 5 vor.
Extravagant wie es sich gehört fährt Frankreichs Kandidat, der DS 5 vor.
Sonntag, 14. Januar 2018

Fünf Alternativen: Premium-Mittelklasse aus dem Ausland

Mercedes C-Klasse oder BMW 3er? Deutsche Mittelklasse-Fahrzeuge aus der Premium-Liga sieht man hierzulande zuhauf auf der Straße. Wer etwas anderes fahren möchte, muss einen Wagen aus dem Ausland wählen. Hier sind fünf Vorschläge.

Südeuropäisches Temperament, skandinavische Eleganz oder britisches Understatement: Zwar beanspruchen deutsche Fabrikate in der Premium-Mittelklasse auf dem heimischen Markt auch den größten Anteil abgesetzter Fahrzeuge für sich, doch auch andere Länder haben in dieser Liga interessante Angebote.

Volvo V60

Verglichen mit den anderen Modellen von Volvo ist der V60 nicht mehr ganz taufrisch.
Verglichen mit den anderen Modellen von Volvo ist der V60 nicht mehr ganz taufrisch.

Langlebige und sichere Kombis mit zeitlosem Design kommen zum Beispiel seit jeher aus Schweden - mit dem V60, den es ab 32.100 Euro gibt, hat Volvo aber auch einen sportlichen Lademeister im Programm. Die gefällige, aber dennoch kantige Gestaltung des 4,64 Meter langen Fünftürers hat einen hohen Wiedererkennungswert, ebenso das Limousinen-Pendant S60, das bereits ab 30.500 Euro zu haben ist. Aber Achtung, der V60 dürfte in Kürze bei Technik und Design seinem großen Bruder dem V90 angepasst werden. Schließlich ist der sportliche Schwede in der jetzigen Form bereits seit 2010 mit leichten Modifikationen am Start. 

Typisch für Volvo ist neben dem penibel verarbeiteten Innenraum mit sehr guten Sitzen auch die umfangreiche Sicherheitsausstattung mit vielen Assistenzsystemen. Angetrieben wird der V60 von neuen 2,0-Liter-Vierzylinder-Motoren: von 120 PS bis 225 PS auf der Dieselseite und von 122 PS bis 306 PS bei den Benzinern, teils mit Allrad und Automatik kombinierbar. In der veredelten Version "Polestar" haben die Ingenieure sogar 367 PS aus den vier Zylindern gekitzelt, was dem Sportkombi zu einem Spurtwert von 4,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h verhilft. Allerdings steigt die Sportgranate dann auch gleich mit 70.170 Euro ein.

Alfa Romeo Giulia

Design und Sport will Alfa Romeo in der Giulia vereinen.
Design und Sport will Alfa Romeo in der Giulia vereinen.

Ganz in der Tradition der italienischen Marke paart die Alfa Romeo Giulia - die ab 37.600 Euro startet - rassiges Design mit dynamischem Hinterradantrieb und starken Motoren. Einstiegstriebwerk ist der 180 PS starke 2,2-Liter-Diesel, Top-Motor ein röhrender V6-Biturbo mit 510 PS. Darunter gibt es eine umfangreiche Auswahl an Vierzylinder-Benzinern und –Dieseln die teils mit Allradantrieb kombinierbar sind.

In der teuersten Variante "Quadrifoglio Verde", die hier mit 72.800 Euro veranschlagt wird, ist die 4,64 Meter lange Giulia mit Extras wie Xenonlicht, Brembo-Bremsen und Kohlefaser-Bauteilen für Dach und Motorhaube ausgestattet. Beim agilen Fahrverhalten orientiert sich die Limousine – unter anderem dank elektronisch geregeltem Fahrwerk, aktivem Frontspoiler und hochpräziser Servolenkung – selbstbewusst an den klassenbesten Sportlern. Das wird allerdings auch beim Preis deutlich.

Jaguar XE

Jaguar XE: Die Katze kann sich sehen lassen.
Jaguar XE: Die Katze kann sich sehen lassen.

Britisches Understatement genießt der Fahrer eines Jaguar XE  in den er ab 36.960 Euro einsteigen kann. Das Auto mit dem Katzenkopf-Emblem genießt immer noch einen gewissen Exoten-Faktor, den die 4,67 Meter lange Limousine aber nicht raushängen lässt. Mit großem Kühlergrill, weit nach unten gezogener, akzentuierter Motorhaube und grimmigem Scheinwerfer-Blick kann sie mit ihren süddeutschen Wettbewerbern optisch durchaus mithalten. Dank Alu-Leichtbau und elektromechanischer Lenkung lässt sich der Brite leichtfüßig bewegen. Angetrieben wird der XE von 2,0-Liter-Vierzylinder-Motoren aus der Ingenium-Motorenfamilie.

Einstiegstriebwerk ist der Turbobenziner mit 200 PS, Heckantrieb und 8-Stufen-Automatik sind Serie, Allradantrieb gibt es optional. Bei den Ottomotoren reicht das Leistungsspektrum bis 300 PS, die Bandbreite bei den Dieseln spannt sich von 163 PS bis 204 PS. Im sachlich-eleganten Innenraum fühlt sich auch der Vielfahrer wohl. Zum neuen Modelljahr hat der XE einen sogenannten Dual-View-Touchscreen in der Mittelkonsole erhalten, der Fahrer und Beifahrer ein jeweils eigenes Bild zeigt. Im Kofferraum mit 450 Litern ist ausreichend Platz, im Fond ist die Kopffreiheit auf Grund der coupéhaften Dachline allerdings eingeschränkt.

Lexus IS

Der Lexus IS fährt hierzulande als echter Exot.
Der Lexus IS fährt hierzulande als echter Exot.

Vom häufig zitierten zurückhaltenden japanischem Design kann beim Lexus IS nicht mehr die Rede sein: Die Mittelklasselimousine zählt mit ihrem groß dimensionierten Kühlergrill und aggressiver Linienführung zu den auffälligsten Autos im Segment – mit dem Facelift Anfang 2017 ist die Front mit neuen Voll-LED-Scheinwerfern noch einmal ausdrucksstärker geworden. Auch wenn das Platzangebot innen vergleichsweise beschränkt ausfällt, sorgt der Lexus mit umfangreicher Ausstattung und bester Verarbeitung für Wohlbefinden bei seinen Insassen.

Zudem hat er als einziges unter den hier vorgestellten Modellen eine Alternative zu den durstigen Ottomotoren zu bieten: Einen Hybridantrieb aus Vierzylinderbenziner und E-Motor mit 223 PS und einem im Datenblatt verbrieften Normverbrauch von 4,2 Litern. Die Preise für beide Motorvarianten sind nahezu gleich: Der Hybrid kostet 38.500 Euro, der Benziner mit 245 PS lediglich 100 Euro mehr.

DS 5

Extravagant wie es sich gehört fährt Frankreichs Kandidat, der DS 5 – den es ab 32.590 Euro gibt -, vor. Er diente sogar mal als präsidiale Staatskarosse. Das Mittelklasse-Modell der Citroen-Nobeltochter trägt seit dem Facelift 2015 das eigenständige DS-Logo im sechseckigen Kühlergrill und ist innen wie außen aufgewertet: Zum Beispiel mit Sieben-Zoll-Touchscreen (Konnektivität dank Mirrorlink), optionalem Nappa-Leder oder Xenon-Scheinwerfern.

Bei den Motoren bietet die Mittelklasse neben einem Benziner mit 165 PS auch Dieselaggregate von 120 PS bis 180 PS. Der 4,53 Meter lange DS dient mit verlängerbaren Beinauflagen, optionaler Massagefunktion und Kofferraumvolumen von 468 Litern besonders gut als Reiselimousine. Auch wenn es im Fond durch die abfallende Dachlinie je nach Größe der Passagiere durchaus eng werden kann.

Quelle: n-tv.de