Auto
Endlich gibt es auch für Motorradfahrer ein Notrufsystem.
Endlich gibt es auch für Motorradfahrer ein Notrufsystem.
Samstag, 27. April 2013

Neues Notruf-System für Motorradfahrer : Retter werden bei Unfall automatisch gerufen

Es gibt Dinge, die hätten längst erfunden sein müssen: Ein automatisches Notruf-System für das Motorrad zum Beispiel. Jetzt ist es da. Aber vor allem die Überwachung der Fahrbedingungen ist eine komplexe Angelegenheit.

Bei einem Unfall sind es oft Minuten, die über Leben oder Tod entscheiden. Löst ein System nach dem Crash automatisch den Notruf aus, kann das den entscheidenden Zeitvorteil bringen. Bisher gab so etwas nur für Autos, nicht für Motorräder. Ein deutscher Helmhersteller hat jetzt ein Modul auf den Markt gebracht, dass in Zukunft viele Leben retten könnte.

RiderEcall am Helm.
RiderEcall am Helm.

"RiderEcall" heißt das rund 500 Euro teure, automatische Notruf- und Ortungssystem des Helmherstellers Schuberth. Mittels fünf Sensoren überwacht das System die Fahrbedingungen, insbesondere die Beschleunigung und Neigung des Motorrads. Melden gleichzeitig zwei oder mehr Sensoren einen Alarm, sendet das System eine SMS inklusive GPS-Koordinaten an die Notrufleitstelle der Björn-Steiger-Stiftung.

Gleichzeitig baut das Modul eine Telefonverbindung zur Notrufzentrale auf, die den Motorradfahrer über Lautsprecher und Mikro im Helm anspricht. Entweder antwortet er und fordert selbst Hilfe an, oder der Operator löst den Notruf aus und gibt die GPS-Koordinaten an die nächste Rettungsleitstelle weiter.

Bei dem System sind eine Motorrad- und eine Helmeinheit über Funk miteinander verbunden. Nach Herstellerangaben funktioniert "RiderEcall" nicht nur mit Schuberth-Helmen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Modul sofort einsatzbereit, Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Großbritannien und die Niederlage sind ab Mitte Mai abgedeckt.

Quelle: n-tv.de