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Gefährlicher Geschwindigkeitsrausch Sicherheitsrisiko Elektro-Fahrrad

E-Bikes und Pedelecs liegen im Trend. Die elektrifizierten Fahrräder können jedoch zur Gefahr werden. Experten kritisieren die hohen Geschwindigkeiten sowie rechtliche Lücken.

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Elektrofahrräder bergen neuartige Gefahren für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV), die sich unter anderem auf die Ergebnisse von verschiedenen Crashtests bezieht.

Kritisiert werden vor allem die sogenannten Pedelecs, die Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h erreichen. Sie verleiten zu häufigen Überholmanövern von langsameren Radfahrern, die mit Unfällen mit schweren Verletzungen enden können. Zudem steigt das Risiko von Kollisionen mit Autofahrern, die vom hohen Tempo der Pedelecs und anderer E-Bikes überrascht werden. Da die Elektro-Biker keine Knautschzone haben, drohen schwerste Verletzungen. Eine besondere Gefahr stellen die elektrisch betriebenen Fahrräder auch für Fußgänger dar.

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Ein weiteres Problem ist dem UDV zufolge die ungeklärte Rechtslage. Laut einer EU-Richtlinie müssten 45 km/h-Pedelecs wie Kleinkrafträder behandelt werden. Demnach muss ein Motorradhelm getragen werden, Bremslicht, Abblendlicht, Spiegel und spezielle Reifen müssten vorhanden bzw. montiert sein. Eine klare Regelung nach deutschem Recht gibt es aber noch nicht. Die Experten fordern daher die Schaffung einer neuen Fahrzeugklasse, die die rechtliche Situation eindeutig regelt. Vorgeschlagen werden unter anderem eine Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h, eine Mofa-Prüfbescheinigung und ein Versicherungskennzeichen.

Quelle: ntv.de, sp-x