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Gebrauchtwagencheck Ford C-Max - Alltagsbegleiter mit viel Platz

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Den Ford C-Max gibt es auch als Grand C-Max. Wer also viel Platz braucht, der sucht nach dem auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

(Foto: Ford)

Wer Platz für Mensch und Hobby sucht und auf Trends verzichten kann, der ist mit einem gebrauchten Van oft besser bedient, als mit einem teuren SUV. Im Angebot wäre da zum Beispiel der Ford C-Max. Ihn gibt es in zwei Größen, er ist relativ preiswert, und der TÜV hat nicht viel zu meckern.

Immer mehr Vans werden aus den Portfolios der Hersteller gestrichen. Das Problem: sie sind praktisch, aber nicht sexy. Insofern verwundert es nicht, dass im vergangenen Jahr auch das Ende der seit 2010 gebauten zweiten Generation des Ford C-Max bekannt gegeben wurde. Auf der Plattform des Focus aufsetzend, bietet der Kompakt-Van ausreichend Platz für Menschen, die viel Platz für Passagiere oder ihr Hobby brauchen.

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Der Ford Grand C-Max verfügt auch über eine Schiebetür für die Fondpassagiere.

(Foto: Ford)

Zwischen B- und S-Max angesiedelt, ist der C-Max ein guter Kompromiss zwischen Platzangebot und kompakten Außenmaßen. Die zweite Generation des Vans gibt es in zwei Varianten: als 4,38 Meter langen Fünftürer und als 4,52 Meter langen "Grand". Dieser bietet unter Umständen nicht nur eine dritte Sitzreihe, sondern verfügt auch über Schiebetüren für den Zugang in den Fond. Das Kofferraumvolumen beträgt beim Fünftürer je nach Sitzkonfiguration zwischen 432 und 1723 Litern. Das längere Modell schluckt bei voller Besetzung mit sieben Personen zwischen 56 und 1742 Liter, bei fünf Sitzen sind es 520 bis 1867 Liter.

Der Innenraum ist bei allen Varianten ausgesprochen funktional. Seit dem 2015 durchgeführten Facelift ist er außerdem deutlich übersichtlicher, da der Wildwuchs an Bedienknöpfen ausgedünnt wurde. Viele Funktionen können jetzt über den Touchscreen oder die Spracherkennung ausgeführt werden. Apropos übersichtlich: Der Blick nach hinten ist durch die kleine Heckscheibe recht eingeschränkt. Äußerlich erkennt man die Facelift-Modelle an einem großen Kühlergrill sowie an schlanker ausgeführten Scheinwerfern, was dem C-Max insgesamt eine dynamischere Optik gibt.

Nicht alle Motoren empfehlenswert

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Dieses Cockpit bekam der Ford C-Max erst mit dem Facelift im April 2015.

(Foto: Ford)

Das Motorenangebot des C-Max ist umfangreich. Es umfasst Vier- und Dreizylinder, darunter Benziner, Diesel und eine Flüssiggas (LPG)-Variante. Basis-Benziner ist ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 85 PS. Von ihm steht auch eine LPG-Version mit 117 PS zur Wahl. Allerdings ist der C-Max mit diesem Triebwerk deutlich untermotorisiert. Vollbesetzt ist er kaum in der Lage, den leer immerhin 1,5 Tonnen wiegenden Van in Schwung zu bringen.

Mehr Drehmoment hat der Einliter-Ecoboost, ein turboaufgeladener Dreizylinder, den es in zwei Ausbaustufen mit 100 PS und 125 PS gibt, und der jeweils ein maximales Drehmoment von 170 Newtonmeter zur Verfügung stellt. Auch der 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 150 PS und 182 PS verfügt mit 240 Newtonmeter über reichlich Drehmoment. Die Normverbräuche liegen bei den Ottomotoren zwischen 5,2 und 6,6 Litern. Im realen Betrieb dürften hier aber gerne bis zu zwei Litern aufgeschlagen werden, denn gerade die Dreizylinder müssen ordentlich drehen, damit sie ihre Leistung entfalten können.

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Bauartbedingt bietet der Ford C-Max ordentlich Platz.

(Foto: Ford)

Das Diesel-Angebot umfasst zunächst 1,6- und 2,0-Liter-Motoren; kleinster Selbstzünder ist ein 90 PS starkes Triebwerk, der nächstgrößere 1,6er leistet 115 PS. Spritziger sind die Zweiliter-Diesel mit 140 PS und 163 PS sowie 320 und 340 Newtonmeter. Im Schnitt genehmigen sich die Diesel laut Datenblatt zwischen 4,7 und 5,3 Liter. Auch dies sind natürlich Fabelwerte. Allerdings ist für Vielfahrer der Selbstzünder momentan noch die Option Nummer eins.

Im Zuge des Facelifts hat Ford die Motorenpalette überarbeitet und den 1,6-Liter-Turbo-Benziner auf 1,5 Liter Hubraum geschrumpft, um den Verbrauch zu drücken. Die Leistung bleibt unverändert. Neu sind seitdem auch die 1,5 Liter großen Diesel, die die bisherigen 1,6-Liter-Aggregate ersetzen. Zwei Leistungsstufen mit 95 PS und 120 PS stehen zur Wahl. Der 2,0-Liter-Motor mit nun 150 PS oder 170 PS bleibt weiterhin im Programm.

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Mit dem Facelift 2015 wurde auch die äußere Erscheinung des Ford C-Max etwas dynamischer.

(Foto: Ford)

Für die Kraftübertragung ist bis auf die Basisversion ein manuelles Sechsgang-Getriebe zuständig, die leistungsstärksten Triebwerke sind an eine Sechsgang-Automatik gekoppelt. Wie vom Focus bekannt, ist das Fahrwerk eher sportlich als komfortabel abgestimmt. Etwas softer ist der größere Bruder Grand C-Max unterwegs.

Wenig Grundausstattung, einige Schwächen beim TÜV

Der Ford-Van steht in den drei Ausstattungsvarianten Ambiente, Trend und Titanium zur Wahl. Erst ab dem zweiten Komfortniveau gehören aber eine Klimaanlage sowie ein höhenverstellbarer Fahrersitz zum Serienumfang. In der höchsten Linie sind unter anderem Nebelscheinwerfer, Klimaautomatik und Reifenluftdruckkontrolle an Bord. Optional lassen sich Assistenzsysteme Müdigkeitswarner, Fahrspurassistent, Verkehrsschild-Erkennung sowie Totwinkel-Warner ordern. Beim Thema Sicherheit gab sich der C-Max beim NCAP-Crashtest keine Blöße und erhielt eine Fünf-Sterne-Bewertung. Bei einer Nachprüfung im Jahr 2017 erreichte der Van aufgrund der mittlerweile verschärften Sicherheitsanforderungen nur noch drei Sterne.

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Im Grand C-Max finden bis zu sieben Personen Platz.

(Foto: Ford)

Grundsätzlich schlägt sich der C-Max bei den Hauptuntersuchungen (HU) beim TÜV gut. Er absolviert die Checks im Großen und Ganzen besser als der Schnitt der geprüften Fahrzeuge. Einzig die 4 bis 5 Jahre alten Exemplare liegen ganz leicht unter dem Durchschnitt. Die Schwachpunkte, die die TÜV-Prüfer häufig ausmachen, sind die Achsaufhängung, Licht und Auspuffanlage. Gebrauchtwageninteressenten sollten hier also genau hinschauen.

Fazit: Der Van bietet viel Platz für Kind und Kegel und dazu eine große Motorenauswahl. Mit seinem straffen Fahrwerk erleben Insassen keine Sänftenschaukeln, je nach Triebwerk kommt sogar eine gewisse Sportlichkeit beim Fahren ins Spiel. Mindestens 3500 Euro werden in den Gebrauchtwagenportalen aufgerufen. Modelle nach dem Facelift stehen ab rund 5000 Euro in den Online-Plattformen.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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