Praxistest

VW Golf VI Der Platzhirsch

Der Golf ist der Platzhirsch in der Kompaktklasse. Nicht umsonst gibt er diesem Segment sogar den Namen. Mit der Neuauflage stellt sich natürlich die Frage, ob der diesen Ansprüchen erneut gerecht wird.

In der 6.Generation des Golf, so versprechen uns die Werber, sollen wir "Wertigkeit neu erleben". Und in der Tat, das Interieur ist so nobel wie nie: Polsterungen hier und da, und sogar die Taschen in den Türen umschmeicheln die Hand mit Samt. An Hebeln und Schaltern glänzen Alu-Applikationen. Mit reichlich Platz, bequemen Sitzen und überdurchschnittlich guter Verarbeitung kann der neue Golf optischen Vergleich sofort für sich entscheiden. Und weil der Touchscreen in der Mittelkonsole so leicht zu nutzen ist wie ein Geldautomat, sammelt der sechste Golf auch in der Kategorie "Bedienbarkeit" Punkte.

Unser Golf ist mit variablen Dämpfern ausgerüstet, das merken wir spätestens beim Parcours auf unebenem Untergrund. In der Komfortstellung bügelt er die Bodenwellen so gut aus wie kein anderer. Bei Motor und Getriebe haben die VW-Ingenieure eine echte Glanzleistung vollbracht: Aus nur 1,4 Litern Hubraum holt der Golf dank Turbo, Kompressor und Direkteinspritzung 160 PS. Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet schneller und exakter als die meisten Wandlerautomatikgetriebe.

Kurzum: Unser Test-Golf besitzt fast das gesamte Sammelsurium modernster Automobiltechnik. Und die funktioniert auch noch richtig gut. Allerdings muss Perfektion auch bezahlt werden. Für die 160 PS-Version mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG und fünf Türen legen die Käufer mindestens 24.725 Euro hin.

Quelle: n-tv.de