Der Tag
15. September 2022
imageHeute mit Kristin Hermann und Johanna Ohlau
Zum Archiv
22:32 Uhr

Das war Donnerstag, der 15. September 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

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Sieht schon imposant aus, was die Künstlerin Claire Eason da in den Sand gemalt hat, oder? (Foto: IMAGO/Cover-Images)

ich habe heute ein neues Reiseziel entdeckt, das ich auf meine Liste schreibe: Bamburgh Beach im Nordosten Englands. Auf den Fotos sieht es dort wunderbar aus. Dabei bin ich aus einem ganz anderen Grund kurz vor Feierabend auf diesen Ort gestoßen: Ich bin quasi über eine gigantische Briefmarke im Sand zu Ehren der verstorbenen Queen Elizabeth II. in den Bildagenturen gestolpert. Die Suche nach dem Ort führte mich - digital zumindest schon mal - zum Bamburgh Castle in der englischen Grafschaft Northumberland. Die Briefmarke sehen Sie hier, denn sie bleibt nicht lange vom Wasser verschont oder ist längst fortgespült worden. Nach der Burg und dem Strand können Sie bei Interesse selbst im Netz fix nach Bildern suchen.

Es war heute jedoch nicht nur der Tod der Queen, die bald anstehende Trauerfeier und wer nicht eingeladen ist (Eintrag 22:13 Uhr) Thema. Diese Leseempfehlungen hätte ich noch für Sie:

Eon kündigt Stromkunden: Für Verbraucher wird es teuer

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Tennis-Profi Roger Federer kündigt Karriereende an

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Kriegstag im Überblick: Russen graben sich in Luhansk ein - Kiew bekommt Panzer-Jeeps aus Deutschland

Den Überblick zu allen Entwicklungen im russischen Krieg gegen die Ukraine behalten Sie am besten in unserem Ukraine-Ticker. Damit wünsche ich Ihnen einen schönen Abend.

Ihre Johanna Ohlau

Das war Donnerstag, der 15. September 2022
22:13 Uhr

Russland gibt sich empört nach Ausschluss von Queen-Trauerfeier

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Verdreht im Auftrags Putin regelmäßig die Fakten oder droht anderen Nationen unverhohlen: Maria Sacharowa. (Foto: ---/Russian Foreign Ministry Pre)

Wer hätte es gedacht: Russlands Präsident Wladimir Putin scheint es offenbar arg zu stören, dass er bei der Trauerfeier für die in der vergangenen Woche verstorbene Queen Elizabeth II. nicht willkommen ist. Moskau beschwert sich über die "unmoralische" und "blasphemische" Entscheidung Londons, keinen Vertreter Russlands am 19. September einzuladen. Die britische Regierung versuche, "die nationale Tragödie, die die Herzen von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt berührt hat", für "geopolitische Zwecke zu nutzen, um Rechnungen mit unserem Land zu begleichen", erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Schwacher Versuch, die Wahrheit zu verdrehen, wie ich finde. Es wird wohl eher hiermit zusammenhängen: der völkerrechtswidrigen Invasion in die Ukraine, die Gräueltaten russischer Soldaten wie in Butcha und noch viele andere schreckliche Taten nach sich gezogen hat.

Nun, wer hätte also gedacht, dass das "Queen-Fieber" bis in die hinterste Ecke bis hin zu Putin in Russland reicht? Neben Putin und seinen Gefolgsleuten sind übrigens auch die Staatsoberhäupter aus Belarus, Nordkorea und Myanmar nicht willkommen. Eine Einladung an China könnte man aus meiner Sicht angesichts massiver Menschenrechtsverletzungen durchaus auch auf den Prüfstand stellen.

Russland gibt sich empört nach Ausschluss von Queen-Trauerfeier
21:41 Uhr

Lindner: Inflation darf nicht dauerhaft galoppieren

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Mahnt, die Inflation nicht zu unterschätzen: Bundesfinanzminister Christian Lindner. (Foto: dpa)

Ob beim Friseur, Bäcker oder auf der Gasrechnung: Die Preise steigen momentan rasant. Viele Menschen treibt das tiefe Sorgenfalten auf die Stirn. Bundesfinanzminister Christian Lindner will vor allem die Inflation im Blick behalten. Der FDP-Politiker warnt davor, dass die Inflation als Folge der Energiekrise außer Kontrolle geraten könnte. "Meine Hauptsorge ist, dass sich die Inflation aus ihrer Verankerung lösen könnte, dass sie dauerhaft galoppiert und man sie nicht unter Kontrolle bekommt", sagte er bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschlands. "Inflation ist das größte wirtschaftliche Risiko, weil es zur Verarmung führt, verhindert, dass neu investiert wird, und weil auch der Preis nicht mehr eine Knappheit anzeigt. Deshalb ist die Bekämpfung der Inflation die große Priorität."

Und was ist mit denen, die jetzt unter den horrenden Mehrkosten leiden? Auch da könne die Bundesregierung zielgerichtet handeln und werde das auch tun, so Lindner, etwa mit Hilfe der beschlossenen Entlastungspakete oder dem Versuch, "Zufallsgewinne" bei Energieversorgern abzuschöpfen. In diesem Zusammenhang appellierte Lindner an die Arbeitgeber, von der Möglichkeit einer steuer- und abgabenfreien Einmalzahlung von bis zu 3000 Euro an ihre Beschäftigten Gebrauch zu machen.

Lindner: Inflation darf nicht dauerhaft galoppieren
21:15 Uhr

Baby Nummer 4: Blake Lively ist wieder schwanger

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Blake Lively mit eindeutiger "Kugel". (Foto: picture alliance / newscom)

Das Babybäuchlein wäre (zumindest in dem Kleid) auch kaum noch zu leugnen gewesen, aber das will Blake Lively offensichtlich auch nicht: Die US-Schauspielerin erwartet ihr viertes Kind. Beim 10. Forbes Power Women's Summit in New York City ließ die 35-Jährige quasi ihr Kleid für sich sprechen. Mit ihrem Auftritt auf dem roten Teppich machte die Ehefrau von Ryan Reynolds damit offiziell, dass das Hollywood-Traumpaar zum vierten Mal ein gemeinsames Kind erwartet.

Baby Nummer 4: Blake Lively ist wieder schwanger
20:55 Uhr

Gewaltverbrechen? Frau aus Niedersachsen vermisst

Beim Verschwinden einer 56-jährigen Frau aus dem niedersächsischen Burgwedel geht die Polizei Hannover von einem Gewaltverbrechen aus. Deshalb bittet die Kriminalpolizei öffentlich um Hinweise von Zeugen. Den Angaben war die Frau am Samstag (10. September) zuletzt gesehen worden. Am Sonntag kam sie nicht zu einem Treffen mit einer Freundin, die dann am Montag die Polizei alarmierte. Wegen der Spurenlage an ihrem Wohnort lasse sich nicht ausschließen, dass sie einer Gewalttat zum Opfer gefallen sein könnte, hieß es. Gesucht wurde auch nach Hinweisen auf ihr Auto, einen schwarzen Kombi der Marke Mercedes.

Die Frau ist von schlanker Statur. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie schulterlange, blonde und gelockte Haare. Hinweise nimmt die Polizei unter 0511-109-5555 entgegen. Mehr Informationen hat die Polizei hier veröffentlicht.

Gewaltverbrechen? Frau aus Niedersachsen vermisst
20:41 Uhr

Lebensmittelwarnung: Vorsicht vor dieser Süßware

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So sieht das Produkt aus. (Foto: Lebensmittelwarnung.de)

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnt vor dem Verzehr einer Süßware: Der Hersteller Fa. BLG Kardesler GmbH ruft das Produkt "SUNTAT Helva mit Vanillegeschmack 350 g" zurück wegen einer möglichen Salmonellen-Belastung. Betroffen sind Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30.11.2023; die Chargennummer lautet L 15M21.

Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich innerhalb einiger Tage nach Infektion mit Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Erbrechen und leichtem Fieber. Die Beschwerden klingen in der Regel nach mehreren Tagen von selbst wieder ab. Insbesondere Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwerere Krankheitsverläufe entwickeln.

Lebensmittelwarnung: Vorsicht vor dieser Süßware
20:13 Uhr

Nazi-Raubkunst: Museum gibt Kandinsky-Gemälde an Erben zurück

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Auch bei diesem Werk handelt es sich um Raubkunst: Die Erben kämpfen um die Rückgabe des Gemäldes "Das bunte Leben". (Foto: picture alliance/dpa)

Im Dritten Reich haben die Nationalsozialisten jede Menge Besitztümer von jüdischen Menschen sowie politischen Gegnern an sich gerissen. Darunter befanden sich auch jede Menge Kunstwerke. Bis heute liegen in Museen, Kunsthallen und Sammlungen Stücke, die dort eigentlich gar nicht hingehören. Das Van Abbemuseum im niederländischen Eindhoven gibt nun ein Stück Raubkunst an die Nachfahren einer jüdischen Frau zurück - und das ist nicht von einem sehr bekannten Künstler: Das Gemälde "Blick auf Murnau mit Kirche" von Wassily Kandinsky geht an die Erben von Margarethe Stern-Lippman (1874-1944). Nach neuen Rechercheergebnissen ist davon auszugehen, dass sie das Gemälde während der Nazi-Zeit unfreiwillig verloren habe. Das teilt die niederländische Raubkunstkommission mit.

Das Gemälde hatte sich seit 1951 im Bestand des Museums befunden. Die Erben waren mit ihrem Ansinnen auf Rückgabe erst im zweiten Anlauf erfolgreich. Anfang 2018 hatte die Raubkunstkommission noch befunden, es könne nicht festgestellt werden, dass Stern-Lippmann das Gemälde während der Nazi-Zeit gegen ihren Willen verloren habe. Nun vorliegende Dokumente belegten das aber, erklärte nun die Kommission.

Nazi-Raubkunst: Museum gibt Kandinsky-Gemälde an Erben zurück
19:26 Uhr

Indien will 2024 Menschen erstmals ins All schicken

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Diesen Blick sollen indische Weltraumfahrende auch ab 2024 auf die Erde haben. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Der Sternenhimmel fasziniert uns Menschen wohl schon solange, wie es uns gibt. Nur so lässt sich wohl erklären, dass Regierungen Milliardensummen für die Raumfahrt statt für andere Dinge ausgeben - zum Beispiel Menschen in Armut. Davon betroffen sind auch viele Menschen in Indien, aber auch das Land will zu den Weltraum-Nationen zählen und plant, voraussichtlich im Jahr 2024 erstmals Menschen ins All zu schicken. Die eigentlich für dieses Jahr geplante Mission "Gaganyaan" sei wegen Corona verzögert worden, sagte der indische Minister für Wissenschaft und Technologie, Jitendra Singh, laut der örtlichen Nachrichtenagentur IANS. Die Pandemie habe das Training von dafür vorgesehenen Astronauten in Indien und Russland beeinträchtigt. Das indische Weltraumprogramm hat vor allem der nationalistische Premier Narendra Modi vorangetrieben. Er will so zeigen, dass sein Land international bedeutender wird.

Indien will 2024 Menschen erstmals ins All schicken
18:45 Uhr

Robert Geiss verzweifelt an Fassanstich

Können Sie ein Bierfass anstechen? Robert Geiss tat sich da etwas schwer: Der Unternehmer soll auf einem Oktoberfest in Saint-Tropez die Aufgabe des Anstichs übernehmen. Am Ende steht der 58-Jährige verzweifelt in einer Bierlache.

Robert Geiss verzweifelt an Fassanstich
18:07 Uhr

Menschen in Deutschland trinken so viel Tee wie noch nie

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So langsam kriegen wir wieder "Tee-Wetter". (Foto: imago/Westend61)

Nun, da es draußen mit jedem Tag herbstlicher wird, steigt die Lust auf eine schöne warme Tasse Tee, oder? Im vergangenen Jahr gab es wohl viele solcher "Tee-Tage", denn die Menschen in Deutschland haben 2021 so viel Tee getrunken wie noch nie. Der Pro-Kopf-Konsum von Schwarz-, Grün-, Kräuter- und Früchtetee in Deutschland stieg auf rund 71,5 Liter, wie aus dem in Hamburg veröffentlichten Tee Report 2022 hervorgeht. (Dass es sowas wie einen Tee Report gibt!) Das seien rund 1,5 Liter mehr als im Rekordjahr 2020.

Der beliebteste Schluck aus der Tasse bleibt jedoch Kaffee. Da schaffen es die Menschen auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von 169 Litern jährlich (Stand 2021). Und wer am meisten Tee trinkt, dürfte auch wenig überraschen: Dem Report zufolge sind mit 300 Litern Schwarztee pro Kopf weiterhin die Ostfriesen die "Deutschen Meister".

Menschen in Deutschland trinken so viel Tee wie noch nie
17:33 Uhr

Technischer Defekt löst Amok-Alarm in Schule aus

Großer Schreck an einer Schule in Hamburg: Im Stadtteil Hamm geht der Amok-Alarm los. Die Beamten müssen zunächst von einem Amok-Alarm an einer Schule ausgehen. Ursache sei ein technischer Defekt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Zahlreiche Einsatzkräfte und ein Techniker waren vor Ort, um das Gelände und das Gymnasium zu überprüfen. Laut Polizei wurden für den Einsatz vorübergehend Straßen gesperrt, darunter die viel befahrene Hammer Landstraße. Zur gleichen Zeit gab es in dem Stadtteil einen zweiten Polizeieinsatz. Ein Zeuge habe eine Person mit einer Waffe gemeldet. Die Beamten überprüften daraufhin auch diesen Bereich ohne Ergebnis. Es sei kein Schuss gefallen, sagte der Polizeisprecher und betonte: "Dieser Einsatz hatte nichts mit der Schule zu tun, wo auch kein Schuss gefallen ist."

Technischer Defekt löst Amok-Alarm in Schule aus
17:17 Uhr

Europarat: Deutschland soll Minderheitensprachen besser fördern

Kennen Sie Obersorbisch, Romanes oder Saterfriesisch? Sie haben sicherlich zumindest eine Ahnung, dass es sich da um eine Sprache handelt. Mehr aber wahrscheinlich nicht, oder? Diese und weitere Minderheitensprachen gibt es in Deutschland, und die sollten Experten des Europarats zufolge in Deutschland mehr Raum etwa in Bildung und Verwaltung bekommen. Richtig: Es gibt eine Art Rüge für uns, weil wir sie nicht genug fördern und schützen. In einem in Straßburg veröffentlichten Bericht bemängeln die Sachverständigen, dass es nicht ausreichend ausgebildete Lehrkräfte gebe, um in den Minderheitensprachen zu unterrichten. "Es müssen sofortige Maßnahmen ergriffen werden, um eine ausreichende Anzahl von ausgebildeten Lehrern für den Unterricht in den Regional- oder Minderheitensprachen sicherzustellen", fordert das Gremium. Allerdings mangelt es generell an Lehrkräften.

Etwa in der Verwaltung und in Gerichten sei es oft zwar prinzipiell möglich, in diesen Sprachen zu kommunizieren, aber die Behörden verwendeten die Sprachen nicht konsequent. Auch gebe es nicht genügend mediale Angebote, heißt es weiter. Positiv gesehen wurde hingegen, dass zweisprachige Schilder vermehrt aufgestellt wurden, was die Sichtbarkeit und das Prestige der Sprache erhöht.

Europarat: Deutschland soll Minderheitensprachen besser fördern
16:29 Uhr

Prozess um Nizza-Attentat: Videos von Anschlag verstören Angehörige

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Ein Denkmal mit Bildern der Opfer in Nizza. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Ein sehr schwerer Tag für die Hinterbliebenen des Terroranschlags von Nizza: In dem Prozess gegen acht mutmaßliche Helfer von Attentäter Mohamed Lahouaiej-Bouhlel ließ das Gericht eine Videoaufnahme aus Überwachungskameras vom Tag des Anschlags im Jahr 2016 auf der Promenade zeigen - Bilder, die nicht nur die Angehörigen der 86 getöteten Menschen, sondern auch sonst noch niemand außerhalb des Ermittlerkreises gesehen hatte. Verstörende Bilder, die unter Verschluss sind und hoffentlich bleiben. Ich erspare Ihnen hier jetzt eine nähere Beschreibung. Vielsagend ist, dass mehrere Menschen im Saal begannen zu weinen, aufschrien oder den Saal in Paris verließen, als sie die Bilder der Überwachungskameras sahen. Immerhin: Im Gerichtssaal waren auch Psychologen und freiwillige Feuerwehrleute, um den Betroffenen im Notfall beizustehen.

Warum macht man sowas? Der Vorsitzende Richter Laurent Raviot hat das damit begründet, dass die "extrem brutalen" Videoaufnahmen gezeigt werden sollen, um die Anwesenden möglichst genau über den Anschlag aufzuklären. Damit sind wohl vor allem die Angeklagten gemeint? Ob das nötig war, Hinterbliebene der Opfer - darunter auch viele Kinder und junge Menschen - so womöglich zu retraumatisieren? Drei der acht Männer, die in Paris vor Gericht stehen, sind wegen "Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung" angeklagt, die übrigen wegen Waffenhandels. Lahouaiej-Bouhlel kann leider niemand mehr zur Rechenschaft ziehen oder ihn mit seinen Taten konfrontieren: Die Polizei hatte den Dschihadisten noch am Tatort erschossen.

Prozess um Nizza-Attentat: Videos von Anschlag verstören Angehörige
15:56 Uhr

Strip-Party in Seniorenheim stößt auf geteiltes Echo

Okay, mit mir gehen die Pferde manchmal auch etwas durch und bei genauerem Überlegen, merke ich: dumme Idee. Doch wie jemand auf folgende Form von Unterhaltungsprogramm für Bewohner in einem Seniorenheim in Taiwan gekommen ist, bleibt mir rätselhaft, aber sehen Sie selbst:

Strip-Party in Seniorenheim stößt auf geteiltes Echo
15:31 Uhr

Der Tennis-König dankt ab: Roger Federer beendet seine Karriere

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Erklärt seinen Rücktritt vom Profi-Tennis: Roger Federer. (Foto: Joe Toth/Aeltc Pool/PA Wire/dpa)

In der Tenniswelt gilt er für viele als der beste Profi aller Zeiten: Tennis-Superstar Roger Federer. Umso trauriger dürften sie über seine Ankündigung sein: Federer sagt Tschüss. Der Laver Cup in London in der kommenden Woche werde sein letzter Einsatz auf der ATP-Tour, teilt der 41-Jährige mit.

Der Tennis-König dankt ab: Roger Federer beendet seine Karriere
15:19 Uhr

Streit um Leihmutterschaft: Domkantor bekommt seinen Job zurück

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Kirchenmusiker Gerd-Peter Münden (links) und sein Mann Esteban Builes-Münden wollen gemeinsam ein Kind aufziehen. (Foto: picture alliance/dpa)

Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, in den USA ist es mittlerweile bei vielen Prominenten fast normal. Dazu mag ethisch jeder erstmal anders eingestellt sein, aber den Braunschweiger Domkantor hätte sein Kinderwunsch beinahe den Job gekostet: Die evangelische Landeskirche setzte ihren Kirchenmusiker direkt vor die Tür, nachdem sie davon erfahren hatte, dass Domkantor Gerd-Peter Münden zusammen mit seinem Ehemann einen Kinderwunsch mit einer Leihmutter im Ausland umsetzen will. Diese Begründung lässt das Arbeitsgericht Braunschweig jedoch nicht gelten und erklärt die Kündigung für unwirksam. Bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens müsse die Kirche den 56-Jährigen weiter beschäftigen. Die Kammer sehe keine rechtlichen Voraussetzungen für eine wirksame Kündigung, sagte ein Gerichtssprecher zu Begründung.

Streit um Leihmutterschaft: Domkantor bekommt seinen Job zurück
15:16 Uhr

Deutschland liefert Ukraine Raketenwerfer und gepanzerte Fahrzeuge

Nachschub für die Ukraine: Deutschland wird nach Angaben von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht zwei weitere Mehrfachraketenwerfer MARS II sowie 50 gepanzerte Fahrzeuge vom Typ DINGO an die Ukraine liefern. Ukrainische Soldaten würden daran noch im September ausgebildet. Auch 200 Raketen würden für die Mehrfachraketenwerfer überlassen, sagt die SPD-Politikerin. Der mit Griechenland vorgesehene Ringtausch stehe zudem kurz vor dem Abschluss. Die Regierung in Athen werde dann 40 Schützenpanzer an die Ukraine liefern und erhalte dafür von Deutschland 40 Schützenpanzer vom Typ Marder.

Weitere Meldungen rund um den russischen Überfall auf die Ukraine finden Sie im Ukraine-Ticker.

Deutschland liefert Ukraine Raketenwerfer und gepanzerte Fahrzeuge
14:42 Uhr

Polizeitrainer erschießt versehentlich Kollegen bei Übung

Ein Ausbilder der österreichischen Polizei hat bei einer Übung seine scharfe Waffe statt einer Trainingswaffe benutzt und einen Kollegen erschossen. Wie die Staatsanwaltschaft in Graz mitteilt, hat der 39 Jahre alte Trainer ausgesagt, an die Teilnehmer der Einsatzsimulation sogenannte Rotwaffen ausgeteilt zu haben. Diese sehen demnach wie Dienstwaffen aus, können aber keine Munition abfeuern. Laut Staatsanwaltschaft vergaß er jedoch, dass er selbst noch seine geladene Waffe im Holster trug. Die Gruppe übte in Graz die Suche nach einem gefährlichen Täter. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wollte der Ausbilder demonstrieren, dass einer der Beamten in einer gefährdeten Position stand. Dazu habe er seine Waffe gezogen und einem 27-jährigen Kollegen aus kurzer Distanz in den Rücken geschossen. Das Projektil habe eine lebenswichtige Ader getroffen.

Nach den bisherigen Ermittlungen und den Aussagen des Ausbilders bestünden keine Zweifel, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe, sagte ein Sprecher der Justizbehörde. "Es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt", sagte er.

Polizeitrainer erschießt versehentlich Kollegen bei Übung
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Kristin Hermann darf in den Feierabend entschwinden, denn ich übernehme ab hier und habe das Nachrichtengeschehen in Deutschland und der Welt im Blick. Hinweise, Fragen oder Kritik erreichen mich am besten per Mail an: dertag@n-tv.de

Schönen Nachmittag und los geht's!

Johanna Ohlau

Schichtwechsel
14:05 Uhr

Fluggast kriecht über Kofferband in Abfertigungsbereich

Weil ein Paar Schuhe aus seinem Koffer entwendet worden sein soll, wird ein Fluggast in Ohio kreativ: Videoaufnahmen halten fest, wie der Mann kurzerhand auf das Gepäckband klettert und so in den gesicherten Bereich des Flughafens eindringt. Das ist für die Polizei keinesfalls ein Kavaliersdelikt.

Fluggast kriecht über Kofferband in Abfertigungsbereich

Fluggast kriecht über Kofferband in Abfertigungsbereich
13:32 Uhr

"Zeit, Fokus wieder zu erweitern": Hausärzte für größeres Augenmerk für Erkrankungen neben Corona

Der Deutsche Hausärzteverband fordert ein größeres Augenmerk für andere Erkrankungen neben der Corona-Krise. "Es ist an der Zeit, den Fokus wieder zu erweitern", sagte der Vorsitzende Ulrich Weigeldt. "Bestes Beispiel ist die anstehende Grippesaison, der wir mit einer deutlichen Steigerung der Impfquoten wesentlich entspannter entgegensehen könnten." Daher sollte mit der anstehenden Corona-Impfkampagne auch bundesweit für Grippe-Impfungen geworben werden. Nach bald drei Jahren Corona-Fokus müssten die Menschen auch im täglichen Leben an die Relevanz anderer Impfungen erinnert werden. Hier sehe er auch eine Verantwortung der Politik.

"Zeit, Fokus wieder zu erweitern": Hausärzte für größeres Augenmerk für Erkrankungen neben Corona
13:06 Uhr

Protest in Indien nach Tötung von zwei Schwestern

Ein brutales Verbrechen an zwei Schwestern hat im Norden Indiens für Entsetzen gesorgt. Die 15 und 17 Jahre alten Teenager seien vergewaltigt, getötet und an einem Baum aufgehängt worden. Das habe eine Obduktion der Leichen ergeben, teilte die Polizei mit. Sechs mutmaßliche Täter seien im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Uttar Pradesh festgenommen worden. Opfer und Täter stammten aus dem gleichen Dorf, berichtete "Indian Express". Anwohner und die Familie der Opfer organisierten nach der Tat einen Protest, wie die "Hindustan Times" berichtete.

Der Vater der Opfer forderte laut Nachrichtenagentur ANI die Todesstrafe für die Täter. Der stellvertretende Regierungschef des Bundesstaates, Brajesh Pathak, versprach ein hartes Vorgehen. Zwei der Männer hätten die Frauen am Mittwoch mit Motorrädern zu einem Zuckerrohrfeld gebracht, sie vergewaltigt und getötet. Zwei weitere Männer hätten geholfen, die Leichen an den Baum zu hängen, um den Vorfall wie einen Suizid aussehen zu lassen. Die Opfer seien Dalits (früher sogenannte Unberührbare) gewesen, hieß es. Sie standen in der Hindu-Hierarchie also ganz unten. Obwohl Dalits von der indischen Verfassung geschützt sind, erfahren sie auch heute oft noch Diskriminierungen.

Protest in Indien nach Tötung von zwei Schwestern
12:26 Uhr

Zahl der Korruptionsdelikte steigt um 35 Prozent

Die Polizei hat 2021 deutlich mehr Korruptionsstraftaten registriert als noch ein Jahr zuvor. Die Zahl stieg um knapp 35 Prozent auf 7433 Delikte, wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilte. Parallel dazu gab es auch mehr Begleitdelikte wie Betrug, Urkundenfälschung sowie Verletzungen des Dienstgeheimnisses. Deren Anzahl nahm um mehr als zehn Prozent zu, wie aus dem Bundeslagebild "Korruption 2021" hervorgeht. "Ermittlungsverfahren in diesem Kriminalitätsbereich sind häufig sehr komplex", erläuterte das BKA. Sie könnten zu einer Aufdeckung einer Vielzahl von Einzeltaten führen.

Die Zahl der Tatverdächtigen wegen Korruptionsstraftaten stieg 2021 sowohl auf der Nehmerseite (+11,1 Prozent) als auch auf Geberseite (+14,9 Prozent). Der Begriff "Geber" steht für den Bestechenden, als "Nehmer" wird der Bestochene bezeichnet. Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen lag 2021 bei 2457 Männern und Frauen und damit um rund 13 Prozent höher als im Vorjahr. Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, verringerte sich 2021 die Summe des registrierten Schadens durch Korruptionsfälle im Jahresvergleich um fast ein Viertel auf 61 Millionen Euro (2020: 81 Millionen Euro). Einzelne Großverfahren könnten dabei erhebliche statistische Schwankungen verursachen.

Zahl der Korruptionsdelikte steigt um 35 Prozent
11:51 Uhr

"Epochenwechsel": In Hamburg fahren erstmals digital gesteuerte S-Bahnen

Premiere bei der Hamburger S-Bahn: Seit Donnerstag sind in der Hansestadt zum ersten Mal vollautomatisch fahrende, digital gesteuerte S-Bahnen im Regelbetrieb unterwegs. Mit zunächst vier eigens dafür umgebauten Zügen wird die Bahn auf der Linie S2 unterwegs sein. Lokführerinnen und Lokführer sind weiter an Bord und überwachen den Zug. Anfahren, Beschleunigen, Bremsen und Halten erledigen die für den automatischen Betrieb umgebauten Züge der Baureihe 474 von selbst. Auch das Rangieren, zum Beispiel die Zugwende, geschieht ohne Personal.

Die Strecke der S2 verläuft von Altona über den Hamburger Hauptbahnhof bis nach Bergedorf. Für den digitalen Betrieb ausgestattet ist bisher aber nur der Streckenabschnitt zwischen Berliner Tor und Bergedorf. Der Chef der Hamburger S-Bahn, Kay Arnecke, sprach von einem "Epochenwechsel". Mit der neuen Technik könnten bis zu 30 Prozent mehr Züge eingesetzt werden, ohne einen Meter Gleis neu zu bauen.

"Epochenwechsel": In Hamburg fahren erstmals digital gesteuerte S-Bahnen
11:18 Uhr

"Schwierige Entscheidung": Brittany Snow trennt sich von ihrem Ehemann

Brittany Snow und ihr Ehemann Tyler Stanaland gehen getrennte Wege. In gleichlautenden Statements gaben die beiden auf ihren Instagram-Accounts bekannt, dass sie "nach langer Überlegung" die "schwierige Entscheidung" getroffen hätten, sich zu trennen. Dazu teilten sie ein Sepia-Foto, auf dem die beiden nebeneinander in einer U-Bahn sitzen, Snow hat dabei ihren Kopf an die Schulter ihres Ehemanns gelehnt.

"Diese Entscheidung wurde mit Liebe und gegenseitigem Respekt füreinander getroffen", heißt es weiter. "Wir haben erkannt, dass wir uns etwas Zeit nehmen und sicherstellen müssen, dass jeder von uns ein möglichst erfülltes und authentisches Leben führt." Snow und Stanaland hätten "diese Reise als beste Freunde begonnen". Ihre Beziehung werde "weiterhin Priorität haben, nicht nur für uns, sondern auch für unseren Hund Charlie".

"Schwierige Entscheidung": Brittany Snow trennt sich von ihrem Ehemann
10:46 Uhr

Kontrolle über Ruderboot verloren: Mann stirbt nach Unfall auf der Weser

Ein 89 Jahre alter Mann hat das Kentern eines Ruderbootes in Bremen nicht überlebt. Der Unfall auf der Weser ereignete sich am Mittwochnachmittag, die Polizei gab heute erste Ermittlungsergebnisse bekannt. Demnach hatten die beiden Ruderer wohl die Kontrolle über ihr Boot verloren und waren anschließend ins Wasser gefallen, wie die Polizei mitteilte. Der zweite Mann, ein 73-Jähriger, habe sich an Land retten können. Seinen älteren Partner hätten Sanitäter wiederzubeleben versucht - jedoch ohne Erfolg. Weitere Details zum mutmaßlichen Hergang würden noch geklärt, hieß es. Laut Feuerwehr waren auch ein Rettungshubschrauber und Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft im Einsatz.

Kontrolle über Ruderboot verloren: Mann stirbt nach Unfall auf der Weser
10:20 Uhr

502 Euro statt 452 Euro: Studentenwerk verlangt BAFöG-Anpassung an Höhe des Bürgergeldes

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat nach dem Beschluss des Bundeskabinetts zur Einführung des Bürgergelds auch eine Erhöhung der BAFöG-Sätze gefordert. Wenn beim Bürgergeld künftig 502 Euro gezahlt werde, um den Lebensunterhalt zu sichern, sollten die BAFöG-Empfänger beim Grundbedarf nicht mit lediglich 452 Euro für Lebensunterhalt und Ausbildungskosten abgespeist werden, sagte DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl. "Die Koalition muss deshalb den Grundbedarf für den Lebensunterhalt beim BAFöG auf 502 Euro anheben."

Er forderte darüber hinaus eine stetige Anpassung an die Entwicklung von Preisen und Einkommen. Die zum Wintersemester bereits beschlossenen BAFöG-Anhebung um 5,75 Prozent werde durch die hohe Inflation "aufgefressen", sagte Anbuhl. Er nannte die von der Koalition geplante einmalige Krisenzahlung für Studierende in Höhe von 200 Euro und den bereits beschlossenen Heizkostenzuschuss für BAFöG-Empfänger wichtig und hilfreich. "Sie bringen aber die Studierenden mit dem wenigsten Geld nicht durch den Winter." Gerade sie bräuchten ein dauerhaftes, verlässliches und existenzsicherndes BAFöG.

502 Euro statt 452 Euro: Studentenwerk verlangt BAFöG-Anpassung an Höhe des Bürgergeldes
09:51 Uhr

Tausende pilgern zum Sarg der Queen - Hohns: "Aktuell ist Schlange über drei Kilometer lang"

In der Nacht zieht sich eine kilometerlange Schlange trauernder Menschen, die Abschied von der verstorbenen Queen nehmen wollen, durch London. Zeitgleich sorgen angebliche Entlassungsbriefe bei rund 100 Angestellten des Buckingham Palace für Unverständnis. ntv-Reporterin Anna Hohns berichtet.

Tausende pilgern zum Sarg der Queen - Hohns: "Aktuell ist Schlange über drei Kilometer lang"
09:23 Uhr

Bill Gates gratuliert Tochter Phoebe zum Geburtstag: "So stolz auf dich"

Microsoft-Gründer Bill Gates hat seiner jüngsten Tochter Phoebe mit alten Kinderfotos zu ihrem 20. Geburtstag gratuliert. "Eine der größten Freuden in meinem Leben ist es, dabei zuzusehen, wie meine Kinder zu großartigen Erwachsenen werden", schrieb der 66-Jährige auf Instagram. "Happy Birthday, @phoebegates. Ich bin so stolz auf dich." Auf den Fotos ist Phoebe unter anderem als kleines Mädchen mit ihrem Vater zu sehen. Milliardär Gates hat mit seiner früheren Ehefrau Melinda zwei Töchter und einen Sohn. Phoebes Schwester Jennifer hatte im vergangenen Herbst geheiratet.

Bill Gates gratuliert Tochter Phoebe zum Geburtstag: "So stolz auf dich"
08:50 Uhr

Verbands-Vorsitzender Wüstner: Bundeswehr "noch im freien Fall"

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, André Wüstner, sieht die Streitkräfte trotz der beschlossenen zusätzlichen 100 Milliarden Euro aktuell noch nicht auf dem Weg zum Besseren. "Momentan sind wir noch im freien Fall", sagte Wüstner im ARD-"Morgenmagazin" kurz vor der Bundeswehr-Tagung. Die Bundeswehr leiste Gutes an der NATO-Ostflanke und bei Auslandseinsätzen. Zugleich gebe sie aber Gerät an die Ukraine ab und fülle dies noch nicht auf. Die 100 Milliarden Euro seien noch nicht in Verträgen. "Das heißt, es geht noch nach unten. Das ist die Realität". Jetzt gehe es darum, im vierten Quartal Entscheidungen zum Umsteuern zu treffen.

Wüstner forderte Nachhaltigkeit im Wehretat. Er sollte für die kommende Legislaturperiode "75 Milliarden Euro plus" betragen. "Ansonsten brauchen wir gar nicht erst anfangen." Der Verbandschef beklagte, die Bundeswehr sei "total überreguliert". Auch sei die Nachwuchsgewinnung schwierig. bei der größten Zeitarbeitsfirma im Land bräuchten die Menschen Perspektiven, wenn sie sich für zehn oder zwölf Jahre bei der Bundeswehr verpflichteten.

Verbands-Vorsitzender Wüstner: Bundeswehr "noch im freien Fall"
08:20 Uhr

1,6 Millionen Menschen in China wegen Tropensturms "Muifa" evakuiert

Der Taifun "Muifa" hat an der Ostküste Chinas rund 1,6 Millionen Menschen zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen. Das Unwetter brachte heftigen Wind und schwere Regenfälle mit sich. Der Staatssender CCTV berichtete, "Muifa" sei der erste Taifun seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1949, der die Metropole Shanghai heimsucht. Dort leben mehr als 25 Millionen Menschen. In Shanghai wurden laut CCTV mindestens 426.000 Menschen evakuiert, weitere 1,2 Millionen Menschen seien in der benachbarten Provinz Zhejiang in Notunterkünfte gebracht worden.

Die heftigen Regenfälle sorgten für Überschwemmungen in mehreren Gebieten im Delta des Flusses Jangtse und verursachten Verkehrsprobleme. Am Mittwoch waren wegen des herannahenden Taifuns alle Passagierflüge von und nach Shanghai gestrichen worden. Auch am Donnerstagmorgen fielen nach Angaben der Website "Flightradar24" noch Verbindungen aus. In der Bucht von Hangzhou südlich von Shanghai verursachte "Muifa" riesige Wellen. Der chinesische Rundfunk berichtete zudem über einen Erdrutsch im Bezirk Ninghai in der Provinz Zheijiang. Berichte über Tote oder Verletzte durch den Sturm gab es zunächst nicht.

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Der Staatssender CCTV berichtete, "Muifa" sei der erste Taifun seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1949. (Foto: picture alliance / CFOTO)
1,6 Millionen Menschen in China wegen Tropensturms "Muifa" evakuiert
07:48 Uhr

"Verlockendes Ziel für Terroristen": Mega-Sicherheitsoperation vor Begräbnis der Queen in London

In London ist vor dem Staatsbegräbnis für Königin Elizabeth II. einem Bericht zufolge eine der größten Sicherheitsoperationen in der Geschichte der Stadt im Gange. Der Geheimdienst sei zusammen mit der Polizei und Spezialkräften für Terror-Bekämpfung im Einsatz, um die Sicherheit der Bevölkerung und der Spitzenpolitiker aus aller Welt zu gewährleisten, die in den nächsten Tagen in der britischen Hauptstadt erwartet werden, berichtete die BBC.Wachmann bricht am Sarg der Queen ohnmächtig zusammen

"In den Stunden und Tagen vor der Beerdigung am Montag werden sich der japanische Kaiser, Könige und Königinnen, der US-Präsident und Staatsoberhäupter aus aller Welt in London versammeln", hieß es. Die Beerdigung werde von Hunderten Millionen Fernsehzuschauern auf der ganzen Welt verfolgt, "ein verlockendes Ziel für internationale Terroristen", so die BBC. Tausende Sicherheitskräfte überwachten - auch mittels Videokameras - die Schlange von Trauernden, die vier Tage lang in der Westminster Hall Abschied vom dort aufgebahrten Sarg der Queen nehmen wollen. Bewaffnete Spezialkräfte seien auf Dächern positioniert.

"Verlockendes Ziel für Terroristen": Mega-Sicherheitsoperation vor Begräbnis der Queen in London
07:43 Uhr

Gewaltpotenzial krimineller Banden in Deutschland steigt

Die Bundesregierung stellt bei kriminellen Banden in Deutschland ein zunehmendes Gewaltpotenzial fest. Dies drücke sich unter anderem durch die Beschaffung von Schusswaffen aus sowie in der "Reinvestition krimineller Gewinne in legale Geschäftszweige mit der Gefahr der Unterwanderung wirtschaftlicher Strukturen", heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Unionsfraktion. Hinzu komme "der Versuch der Einflussnahme auf Polizei, Behörden und Wirtschaft durch Nutzung von Insidern oder Korrumpierung", führt die Regierung in ihrer Antwort weiter aus.

Die Ermittlungen gegen Strukturen der Organisierten Kriminalität (OK) werden nach Einschätzung der Bundesregierung durch eine zunehmende "Digitalisierung des Täterhandelns" technisch immer anspruchsvoller und komplexer. Das setze in Bund und Ländern entsprechend ausgestattete Strafverfolgungsbehörden voraus.

Gewaltpotenzial krimineller Banden in Deutschland steigt
07:29 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

erstmals seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine wollen die Präsidenten Russlands und Chinas, Wladimir Putin und Xi Jinping, heute zusammentreffen. Beide nehmen am Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) im usbekischen Samarkand teil. Im Ukraine-Konflikt gibt China Putin Rückendeckung und stellt die USA und die Nato als Hauptschuldige dar.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Bei einem Raketenangriff auf die zentralukrainische Industriestadt Krywyj Rih hat die russische Armee nach Angaben der Ukraine einen Staudamm schwer beschädigt. Durch das zerstörte Pumpwerk strömten gestern so große Wassermassen, dass der Fluss Inhulez über die Ufer zu treten drohte. Die ukrainische Führung stellte den Angriff auf zivile Infrastruktur in eine Reihe mit dem Beschuss von Kraftwerken bei Charkiw wenige Tage zuvor. Alle Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg finden Sie wie gewohnt in unserem Liveticker.

  • Bundeskanzler Olaf Scholz trifft sich um 13 Uhr mit Vertretern von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften zur zweiten Sitzung der sogenannten konzertierten Aktion. Es geht auch um die Suche nach Lösungen gegen die Inflation. Eingeladen ins Bundeskanzleramt sind Finanzminister Christian Lindner, Wirtschaftsminister Robert Habeck, Arbeitsminister Hubertus Heil sowie die Bundesbank und Wirtschaftsexperten.

  • Nach einer dramatischen Parlamentswahl steht Schweden vor einem politischen Rechtsruck. Die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson räumte gestern den knappen Wahlsieg des konservativ-rechten Lagers ein und will den Parlamentspräsidenten Andreas Norlén heute um die Entlassung aus ihrem Amt bitten. Danach kann sich der konservative Spitzenkandidat Ulf Kristersson aufmachen, eine Regierungsgrundlage mit seinem Lager auszuloten.

  • Im Londoner Parlament verabschieden sich die Landsleute der gestorbenen Königin Elizabeth II. in Massen von ihrem langjährigen Staatsoberhaupt. Seit dem frühen gestrigen Abend ist die Westminster Hall, in der die tote Monarchin aufgebahrt wurde, durchgehend für die Öffentlichkeit geöffnet.

  • Der 1. FC Union Berlin steht in der Europa League am zweiten Spieltag der Gruppe D unter Erfolgsdruck. Beim portugiesischen Erstligisten Sporting Braga muss Union um 21 Uhr punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Um 18.45 Uhr will der SC Freiburg bei Olympiakos Piräus die Spitze in der Gruppe G behaupten. In der Conference League empfängt der 1. FC Köln den tschechischen Vertreter FC Slovácko um 21 Uhr.

Die Entwicklungen an der Börse können Sie unter anderem in unserem Börsen-Tag verfolgen.

Mehr Nachrichten zum Thema Sport finden Sie in unserem Sport-Tag.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Tag!

Kristin Hermann

Das wird heute wichtig
07:12 Uhr

Sturmböen treiben von Norden neue Schauer übers Land

Nach einer unruhigen und teils gewittrigen Nacht geht es vor allem im Norden Deutschlands turbulent weiter. Dort ziehen kräftige Sturmböen auf, die im weiteren Tagesverlauf Regenwolken ins Land treiben. Die Temperaturen dazu liegen zwischen 22 Grad im Süden und frischeren 16 Grad im Osten.

Sturmböen treiben von Norden neue Schauer übers Land
07:05 Uhr

Eine Woche im Licht der Öffentlichkeit: Charles III. macht Pause

Nach einer Woche strengen Protokolls und dicht getakteter Termine hat König Charles III. einen Tag Pause. Am Donnerstag seien keine öffentlichen Termine für den neuen Monarchen geplant, berichteten britische Medien. Dies habe die "Operation London Bridge", die den Ablauf der Tage nach dem Tod der Queen minuziös regelt, von Anfang an so vorgesehen, schrieb die Nachrichtenagentur PA. "Er wird am Donnerstag einen privaten Tag der Reflexion haben, und es wird nicht erwartet, dass er an öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt."

Charles III. habe sich auf seinen Landsitz Highgrove in Gloucestershire zurückgezogen, hieß es. Wahrscheinlich werde er dort aber dennoch arbeiten und sich auf seine neue Rolle als Regent vorbereiten. Seit dem Tod seiner Mutter am vergangenen Donnerstag und seiner Proklamation zum König hat der 73-Jährige fast ununterbrochen im Licht der Öffentlichkeit gestanden. Am Mittwoch hatte er den Leichnam seiner Mutter schließlich an die Nation übergeben, die nun vier Tage lang am in der Westminster Hall aufgebahrten Sarg von Elizabeth II. Abschied nehmen kann.

Eine Woche im Licht der Öffentlichkeit: Charles III. macht Pause
06:33 Uhr

Festnahme in Südkorea nach Fund von toten Kindern in Koffern in Neuseeland

Rund einen Monat nach dem Fund der sterblichen Überreste zweier Kinder in versteigerten Koffern in Neuseeland ist die mutmaßliche Mutter der Toten in Südkorea festgenommen worden. Die 42-Jährige stehe unter Mordverdacht, erklärten die Polizeibehörden in Südkorea und Neuseeland. Gegen sie soll ein Auslieferungsverfahren eingeleitet werden. Die Verdächtige sei nach einem Hinweis aus der Bevölkerung in einer Wohnung in Ulsan gefasst worden, erklärte die südkoreanische Polizei. Vorangegangen seien Überwachungsmaßnahmen.

Der Frau werde von den Ermittlern in Neuseeland vorgeworfen, ihre damals sieben und zehn Jahre alten Kinder um das Jahr 2018 herum in der Region Auckland getötet zu haben. Anschließend sei die Frau nach Südkorea ausgereist, wo sie sich seither versteckt gehalten habe, erklärte die Polizei. Laut der Nachrichtenagentur Yonhap handelte es sich um eine in Südkorea geborene Frau mit neuseeländischem Pass. Die sterblichen Überreste der beiden Kinder waren entdeckt worden, nachdem eine nichtsahnendes Familie bei einer Auktion eine Anhängerladung voller herrenloser Gegenstände ersteigert hatte, darunter die beiden Koffer.

Festnahme in Südkorea nach Fund von toten Kindern in Koffern in Neuseeland
06:04 Uhr

"In dieser Form nicht" – Ramelow will Zustimmung zu Infektionsschutzgesetz verweigern

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hält die Entscheidung, die einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitsbereich nicht aufzuheben, für falsch. "Ich habe dafür kein Verständnis. Meine Zustimmung wird das Infektionsschutzgesetz des Bundes in dieser Form nicht haben", sagte der Linke-Politiker. Über seine Haltung werde er die Mitglieder der rot-rot-grünen Landesregierung informieren. In der Bundesratssitzung an diesem Freitag stehe das Gesetz auf der Tagesordnung. Ramelow ist derzeit auch Präsident des Bundesrates. Die Impfpflicht und Bußgelder bei Nichteinhaltung sorgen seit Monaten für Kritik und Widerstand bei vielen Beschäftigten im Gesundheitsbereich.

"In dieser Form nicht" – Ramelow will Zustimmung zu Infektionsschutzgesetz verweigern