Montag, 04. Juli 2022Der Tag

Heute mit Maximilian Beer und Johanna Ohlau
22:41 Uhr

Das war Montag, der 4. Juli 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

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Ein Polizist in Highland Park, nachdem mutmaßlich ein Angreifer bei einer Parade das Feuer auf Menschen eröffnet hatte.

(Foto: picture alliance/dpa/Chicago Tribune/AP)

meistens wählen wir ja für den letzten Eintrag ein schönes Foto eines Events, ein Landschafts- oder Stadtbild aus. Doch heute habe ich eine Aufnahme aus Highland Park, einem Vorort von Chicago, ausgewählt. Auch dort gab es heute ein Event, eine Parade anlässlich des Unabhängigkeitstags in den USA. Eigentlich ein schönes Event, also wie gemacht für das letzte Bild des Tages, oder? Doch statt fröhlicher Menschen und vieler US-Flaggen gibt es dort Angst und Schrecken, Wut und mindestens sechs Tote sowie viele Verletzte.

Diese Aufnahme mit dem Polizisten in Highland Park, der sich die Hände vors Gesicht hält, ist für mich so vielsagend: Waffen über Waffen sind in den USA unkontrolliert im Umlauf und in völlig falschen Händen, mit ihnen werden Tag für Tag Menschen getötet, eine Welt zerstört, die so schön sein könnte und die auch die 19 getöteten Kinder sowie ihre beiden Lehrerinnen aus dem texanischen Uvalde verdient hätten statt jetzt von ihren Angehörigen betrauert zu werden. Eine übermächtig erscheinende Waffenlobby namens NRA, unwillige Politiker (vor allem auf Seiten der Republikaner, von denen viele auf der Spendenliste der NRA stehen) und verständlicher Weise vollkommen überforderte Sicherheitskräfte wie eben dieser Streifenpolizist.

So wie er fühlen sich sicherlich viele US-Amerikanerinnen und -Amerikaner bei dieser Nachricht. Laut Umfragen will die Mehrheit strengere Waffengesetze. Warum passiert nichts? Nein, es werden auch damit nicht alle dieser Gräueltaten verhindert werden können, aber nur eine wäre es doch schon wert. Stattdessen arbeiten sich die obersten Richter am Supreme Court offenbar lieber daran ab, die Frauenrechte in Form des Rechts auf Abtreibung einzuschränken, um Leben zu schützen - absurd. Und das Traurige: Uvalde, Highland Park und wo als nächstes jemand mit einer Waffe auf Menschen schießt, werden daran wohl auch nichts ändern.

Zum Abschluss noch drei Leseempfehlungen. Entschuldigen Sie bitte den längeren Eintrag, aber es fällt schwer, das unkommentiert zu lassen.

Der Kriegstag in der Ukraine im Überblick

Scholz stimmt auf "historische Herausforderung" ein

LNG-Terminal in Wilhelmshaven darf ab sofort gebaut werden

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!

Ihre Johanna Ohlau

21:58 Uhr

Starmer: Großbritannien kehrt auch unter Labour nicht in die EU zurück

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Gibt sich wenig nostalgisch: Keir Starmer von der britischen Labour-Partei.

(Foto: AP)

Sollten Boris Johnson mit seinen Torys die nächste Wahl (erst 2024) verlieren, würde Großbritannien unter Labour die Kehrtwende machen und wieder der EU beitreten? Berechtigte Hoffnung besteht laut Oppositionsführer Keir Starmer nicht. "Unter Labour wird Großbritannien nicht in die EU zurückkehren", sagte Starmer in einer Rede. Auch dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion werde Großbritannien nicht wieder beitreten.

Seine Begründung? Eine erneute Debatte über den Brexit würde das Land nur weiter spalten und von den eigentlichen Problemen "ablenken", sagte Starmer. "Man kann das Land nicht voranbringen oder wachsen lassen oder Veränderungen bewirken oder das Vertrauen derer zurückgewinnen, die das Vertrauen in die Politik verloren haben, wenn man sich ständig auf die Argumente der Vergangenheit konzentriert", sagte der Labour-Chef. Laut Umfragen ist eine Mehrheit der Briten der Meinung, dass der Brexit schlecht gelaufen ist. Starmer stellte in seiner Rede einen Fünf-Punkte-Plan zur besseren Umsetzung des Brexit vor. Dazu gehören der Abbau "unnötiger" Handelsbarrieren, die bessere Unterstützung der britischen Industrie, die Stärkung der europäischen Sicherheitszusammenarbeit und mehr Investitionen im Inland.

21:33 Uhr

63 Hot Dogs - Joey Chestnut erneut Champion bei Wettessen in New York

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Was Joey Chestnut in zehn Minuten verputzten kann, schaffen die meisten Menschen kaum an einem Tag.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Jeder kann irgendwas besonders gut. Im Fall von Joey Chestnut ist es: Hot Dogs mampfen. Zum 15. Mal in 16 Jahren hat der Serienchampion in New York das Hot-Dog-Wettessen zum US-Unabhängigkeitstag gewonnen. Seinen eigenen Weltrekord von 76 Hot Dogs in zehn Minuten aus dem Vorjahr konnte der 38-Jährige heute zwar nicht brechen, aber 63 Würstchen im weichen Brötchen reichen dennoch für den Sieg vor Zehntausenden Zuschauern. Im Vorfeld hatte der US-Amerikaner bereits erklärt, voraussichtlich wegen fehlenden Trainings den Rekord nicht wieder zu erreichen. Bei mir persönlich wäre bei drei Hot Dogs Schluss (ich kann diesem Essen, aber auch nicht viel abgewinnen ...). Bei den Frauen gewann Miki Sudo mit 40 Hot Dogs. Auch sie ist schon seit Jahren Dauersiegerin mit Ausnahme des vergangenen Jahres - 2021 setzte sie wegen Schwangerschaft aus.

Seit 2016 hatte Chestnut jedes Jahr den Wettbewerb gewonnen. Dabei ließ er sich dieses Mal auch nicht von einem Demonstrant stören, der direkt neben ihm auf die Bühne stürmte und ein Schild in der Hand hielt, das die Bedingungen des Schweinefleisch-Produzenten der Hot-Dogs anprangerte.

20:58 Uhr

Mann stürzt beim Rasenmähen in Loch und stirbt

In Bad Sulza ist ein Mann ums Leben gekommen, als sich plötzlich die Erde auftat.

Der Bereich rund um das Loch wurde weitläufig abgesperrt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor einem Mann im thüringischen Bad Sulza hat sich wortwörtlich die Erde aufgetan: Der 62-Jährige war gerade dabei, seinen Rasen zu mähen, als es plötzlich zu einem Erdfall kam. Ob er mitgerissen wurde, als die Erde in seinem Garten sich plötzlich auftat oder ob er beim genaueren Hinsehen in das rund sechs Meter tiefe Loch stürzte, sei noch nicht klar, sagte ein Polizeisprecher. Seine Frau habe den 62-Jährigen gesucht und nur noch den Rasenmäher und ein Loch im Garten vorgefunden. Rettungskräfte konnten den Mann nur noch tot aus dem Loch bergen. Die Bergung war zudem wohl alles andere als einfach: Die Erde habe auch während der Rettungsmaßnahmen stetig nachgegeben, sagte der Sprecher. Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz sowie Polizei und Feuerwehr sind vor Ort, um die Umstände zu klären. Ob der Erdfall im Zusammenhang mit früheren Bergbau-Aktivitäten stehen könnte, ist noch unklar.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:45 Uhr

Videos des Tages

20:22 Uhr

Toter Delfin in der Flensburger Förde gefunden

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Delfin-Sichtungen gibt es immer mal wieder in der Region wie dieses schöne Exemplar vor einigen Jahren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Unschöner Fund in Schleswig-Holstein: Am Ufer der Flensburger Förde in Glücksburg ist am Wochenende ein toter Delfin gefunden worden. Woran ist das Tier gestorben? Auf diese Frage sucht man im Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung in Büsum gerade eine Antwort. Doch eine eindeutige Todesursache sei bei der Sektion noch nicht ermittelt worden, teilt die Fachtierärztin Alexandra Rieger mit. "Wir hoffen hierbei auf die Ergebnisse der sich nun anschließenden weiterführenden Untersuchungen, insbesondere die der Histologie (feingewebliche Untersuchung)." Bei dem Delfin handelte es sich um ein noch nicht vollständig ausgewachsenes männliches Tier in schlechtem Ernährungszustand.

19:53 Uhr

Elyas M'Barek: Jeder kann einen Pimmel malen, aber keiner eine Vagina

"Liebesdings" heißt der neue Film mit Elyas M'Barek. Er schlüpft darin in die Rolle eines Filmstars, der von einer Boulevard-Reporterin gejagt wird und sich in ein kleines feministisches Off-Theater flüchtet. Er setzt sich dort einen Hut auf, der einer weiblichen Klitoris nachempfunden ist. Für M'Barek eigentlich nicht der Rede wert. "Ich weiß gar nicht was daran so schlimm sein soll, einen Klitoris-Hut aufzuhaben", sagt er im Interview mit dem Radiosender rbb88.8. Er habe jedenfalls schon mehrere Begegnungen in seinem Leben mit welchen gehabt, scherzt der 40-Jährige. Deshalb könne er auch nicht nachvollziehen, warum das als "Tabubruch" gelten soll. Für ihn ergibt es durchaus Sinn, ein bisschen Nachhilfe in Sachen weiblicher Anatomie zu geben: "Jeder kann einen Pimmel malen, aber keiner kann tatsächlich eine Vagina zeichnen - oder wenige." Er glaubt, dass der Film helfen kann, Berührungsängste abzubauen und er "einen Beitrag dazu leistet, dass man viel freier mit solchen Themen umgehen sollte und generell auch viel toleranter sein und viel netter miteinander umgehen muss".

19:31 Uhr
Breaking News

Schüsse bei Parade in den USA - mindestens sechs Tote

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Flucht vor den Schüssen: Nur noch verlassene Stühle sind am Straßenrand zu sehen.

(Foto: AP)

Bei einer Parade anlässlich des Nationalfeiertags in den USA sind in einem Vorort von Chicago im Bundesstaat Illinois Schüsse gefallen. Unbestätigten ersten Medienberichten zufolge sollen mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen sein. Der Sender WGN TV beruft sich auf Polizeikreise. Demnach gab es zudem mehrere Verletzte, ein Verdächtiger sei auf der Flucht. Das teilt das Büro des Sheriffs von Lake County auf Twitter mit. "Bleiben Sie dem Gebiet fern - lassen Sie die Polizei und die Ersthelfer ihre Arbeit machen", heißt es in dem Tweet. Die Bürgermeisterin von Highland Park fordert die Menschen auf, sich von der Innenstadt fernzuhalten. Ein Augenzeuge berichtet bei CNN von einem Schützen, der während der Parade geschossen haben soll.

Update 20:41 Uhr: Wie die Behörden mitteilen, sind mindestens sechs Menschen getötet worden. 24 weitere Menschen seien verletzt worden. Der mutmaßliche Täter ist auf der Flucht. Die Polizei beschreibt ihn als Mann zwischen 18 und 20 Jahren, der mutmaßlich "bewaffnet und gefährlich" sei.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:59 Uhr

Nach tödlichem Unglück in Dolomiten: Ermittler prüfen menschliches Versagen

Mindestens sieben Menschen kommen bei dem Gletscherabbruch in den Dolomiten ums Leben. Wie die italienischen Behörden mitteilen, werden zudem noch 14 Menschen vermisst. Acht Menschen waren bei dem Unglück in den Dolomiten gestern verletzt worden, darunter ein 67-jähriger Mann und eine 58-jährige Frau aus Deutschland. Die Suche direkt am Unglücksort ist momentan zu gefährlich. Verwaiste Autos sollen den Ermittlern nun helfen. Zudem prüfen die ermittelnden Behörden, inwieweit menschliches Versagen das tödliche Unglück mit verursacht haben könnte.

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18:38 Uhr

Behörden warnen vor Hackerangriffen auf Accounts von Politikern

Ob nun prominent oder nicht: Die eigenen Accounts bei Mailprogrammen, Messengern und Netzwerken sollte jede und jeder möglichst mit Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen. Doch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen gerade explizit Spitzenpolitikerinnen und -politiker, denn auf die sollen es Hackerinnen und Hacker momentan besonders abgesehen haben. Anlass für den Warnhinweis, der die Bundestagsabgeordneten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur heute erreichte, sind entsprechende Versuche, die sich gegen mehrere hochrangige Politikerinnen und Politiker richteten. Zuerst hatte die "Bild" über die Warnung berichtet. Wer hinter der sogenannten Social-Engineering-Kampagne steckt und welches Ziel dabei verfolgt wird, ist noch nicht bekannt.

18:06 Uhr

Rangiermitarbeiter wird zwischen Waggons eingeklemmt - tot

In Nordrhein-Westfalen hat sich auf einen Rangierbahnhof in Hamm-Mitte ein tödlicher Unfall ereignet: Ein 26-Jähriger ist zwischen zwei Waggons eingeklemmt worden und gestorben. Der Unfall ereignete sich bereits am Freitag, wie die Polizei heute mitteilt. Demnach geriet der 26-Jährige bei Rangierarbeiten zwischen die Puffer eines rollenden und eines stehenden Waggons. Er starb den Angaben zufolge noch an der Unfallstelle.

17:43 Uhr

USA: Al-Dschasira-Journalistin wahrscheinlich von israelischem Militär getötet

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Die Reporterin ist am 11. Mai bei Gefechten ums Leben gekommen.

(Foto: REUTERS)

Die im Mai im Westjordanland getötete Reporterin des TV-Senders Al-Dschasira ist nach Angaben des US-Außenministeriums wahrscheinlich durch Schüsse des israelischen Militär ums Leben gekommen. Die forensische Analyse der Kugel habe allerdings keine eindeutige Schlussfolgerung ergeben, da sie stark beschädigt gewesen sei, teilt ein Ministeriumssprecher in Washington mit. Der US-Untersuchung zufolge, die nach Angaben des Ministeriums die Erkenntnisse von israelischer und palästinensischer Seite zusammenfasst, wurde die in der arabischen Welt bekannte Journalistin Schirin Abu Akleh aber nicht absichtlich getroffen. Die 51-Jährige war bei einem heftigen Feuergefecht zwischen israelischen Sicherheitskräften und militanten Palästinensern während einer Razzia in Dschenin ums Leben gekommen.

16:55 Uhr

Eifelkrimi-Autor Jacques Berndorf ist tot

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Jacques Berndorf bei der Vorstellung seines Buchs "Eifel Krimi-Guru" im Jahr 2016.

(Foto: picture alliance / dpa)

Traurige Nachrichten aus der Welt der Literatur: Der bekannte Eifelkrimi-Autor Jacques Berndorf ist tot. Er starb gestern im Alter von 85 Jahren in seinem Wohnhaus in Dreis-Brück in der Vulkaneifel, sagte seine Ehefrau Geli Gatzke-Preute der Deutschen Presse-Agentur. Er sei krank gewesen und "altersbedingt nach einem langen, so ereignisreichen Leben" gestorben. Der gebürtige Duisburger, der eigentlich Michael Preute hieß, galt als einer der erfolgreichsten deutschen Krimiautoren Deutschlands und Mit-Erfinder des Regionalkrimis. Mehr als sechs Millionen Bücher hat Berndorf nach Angaben seines Verlegers Ralf Kramp verkauft. Los ging es 1989 mit dessen ersten Eifelkrimi "Eifel-Blues" - es folgten gut 20 weitere. Berndorf sei damals ein wichtiger Impulsgeber für den Regionalkrimi-Boom gewesen, sagte Kramp im nahe gelegenen Hillesheim.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:19 Uhr

Spanien: Polizei spürt Unterwasserdrohnen von Dealern auf

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Die Drogenfahndung läuft in der Straße von Gibraltar auch unter Wasser.

(Foto: picture alliance / abaca)

Drogenkuriere der ganz besonderen Art hat spanische Polizei festgemacht: Erstmals ist es den Ermittlern gelungen, Unterwasserdrohnen zu beschlagnahmen, die von Drogenhändlern auf Transporten zwischen Marokko und Spanien eingesetzt werden. Wie die Polizei mitteilt, flog bei dem Einsatz eine Bande von acht Drogendealern auf. Die Beschuldigten hätten mutmaßlich Drohnen angefertigt, die "große Lasten" für andere kriminelle Organisationen tragen könnten. Zu den Kunden der Bande gehören Dealer in Dänemark, Frankreich, Italien und Spanien. Spaniens Nähe zu Marokko, einem wichtigen Marihuana-Produzenten, und seine engen Verbindungen zu früheren Kolonien in Lateinamerika, wo Kokain produziert wird, haben dazu geführt, dass das südeuropäische Land zu einem wichtigen Zugangstor für Drogen nach Europa geworden ist.

Hinweis: In einer früheren Version hatten wir aufgrund eines Fehlers in der Agenturmeldung geschrieben, dass die Unterwasserdrohnen eine Distanz von 30 Kilometern zurücklegen könnten. Diese Information bezieht sich laut Mitteilung der spanischen Polizei jedoch auf sechs weitere fliegende Drohnen, die ebenfalls beschlagnahmt worden sind.

15:43 Uhr

Frau zündet zwei Polizeiautos vor Wache an

Eine junge Frau hat vor der Düsseldorfer Altstadtwache zwei Streifenwagen angezündet. Die 18-Jährige wurde festgenommen und der Brand schnell gelöscht werden, teilt die Polizei mit. Es gebe Hinweise auf eine psychische Auffälligkeit der Frau.

15:16 Uhr

Kopenhagen: Mutmaßlicher Amokläufer muss für U-Haft in Psychiatrie

Der mutmaßliche Täter des Amoklaufs von Kopenhagen wird für 24 Tage in eine geschlossene psychiatrische Abteilung eingewiesen. Das berichteten dänische Medien übereinstimmend aus der Anhörung des Tatverdächtigen. Somit müsse der Tatverdächtige die Untersuchungshaft in der Psychiatrie verbringen. Dem 22-Jährigen wird vorgeworfen, in einem Einkaufszentrum im Süden der Stadt am frühen Sonntagabend drei Menschen getötet und vier schwer verletzt zu haben. Der Däne soll den Angriff allein verübt haben. Die Ermittler sehen keine Hinweise auf ein terroristisches Motiv.

14:38 Uhr

Bahnreisende belauscht Taschendiebe - Festnahme

Wer - von Englisch mal abgesehen - eine Fremdsprache spricht, sollte sich in Deutschland nicht zu sicher sein, dass niemand versteht, was man gerade sagt. Denn sonst wären zwei dreiste Taschendiebe in einem ICE zwischen Düsseldorf und Köln wohl nicht aufgeflogen. Die beiden 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen unterhielten sich im Zug auf Arabisch, welchem Fahrgast sie als nächstes das Gepäck abnehmen wollen. Dumm nur, dass eine 38 Jahre alte Frau im Zug jedes Wort der kriminellen Teenager versteht. Die Bahnreisende informiert das Zugpersonal und im Hauptbahnhof in Köln erwartet das Duo schon die Polizei und nimmt die Beiden fest. In ihrem Gepäck finden die Beamten einen Laptop, den sie einem Fahrgast in dem Zug bereits gestohlen hatten. Gegen einen der beiden Männer ermitteln bereits mehrere Staatsanwaltschaften wegen anderer Eigentumsdelikte.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein lieber Kollege Max Beer kann ab sofort den Montagnachmittag genießen, denn ab hier übernehme ich. Bis zum späten Abend gibt es von mir spannende Nachrichten und Unterhaltsames aus aller Welt. Über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg informieren wir hier im Ukraine-Ticker.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]n-tv.de.

Ihre Johanna Ohlau

13:50 Uhr

Großaufgebot im Einsatz: In Lieberoser Heide brennen zehn Hektar Wald

Wieder brennt es in Brandenburg: In der Lieberoser Heide ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer lodert nach Angaben des brandenburgischen Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel auf einer Fläche von etwa zehn Hektar. Die Feuerwehr versuche mit einem Großaufgebot, den Brand einzudämmen. Die Arbeiten werden erschwert, weil das Gebiet kampfmittelbelastet ist. Ein Löschhubrauscher sei zur Unterstützung angefordert worden.

13:25 Uhr

Papst Franziskus äußert sich zu Rücktrittsgerüchten

Papst Franziskus hat Gerüchte über einen baldigen Rücktritt dementiert. "Das ist mir nie in den Sinn gekommen. Im Moment, nein, im Moment, nein", sagte der 85-Jährige. In den vergangenen Wochen hatten gesundheitliche Probleme des Papstes die Spekulationen über einen möglichen Amtsverzicht befeuert.

Der Papst deutete jedoch an, dass er wie sein Vorgänger Benedikt XVI. eines Tages zurücktreten könnte, falls seine Gesundheit ihn daran hindern sollte, sein Amt auszuüben. Auf die Frage, wann dies der Fall sein könnte, antwortete er: "Wir wissen es nicht. Gott wird es sagen."

Der Pontifex sagte, er habe einen "kleinen Bruch" im Knie erlitten. Gerüchte, wonach bei seiner Darmoperation im Juli 2021 Krebs festgestellt worden sei, bezeichnete er als "Hofklatsch".

12:54 Uhr

Er stand allein am Straßenrand: Polizei in Bochum nimmt kleinen Hund mit

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"Anton" auf der Polizeiwache.

(Foto: dpa)

Er ist so klein, dass er in einer Dienstmütze sitzen kann: Polizisten haben in Bochum einen Hund aufgegabelt. Der Kleine habe allein und verängstigt an einer Straßenecke gestanden. Ein Streifenwagen habe ihn erst mal mit auf die Wache genommen. Dort hätten die Polizisten ihn auf den Namen "Anton" getauft. Schweren Herzens hätten sie ihn dann in die Obhut des Tierheims übergeben.

12:19 Uhr

So viele Verdächtige kommen aus U-Haft frei, weil Verfahren zu lange dauern

Im letzten Jahr sind bundesweit mindestens 66 Tatverdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen worden, weil ihre Verfahren zu lange dauerten. Das geht aus Zahlen der "Deutschen Richterzeitung" hervor, die vom Deutschen Richterbund (DRB) veröffentlicht worden sind. Im Jahr 2020 seien es 40 Entlassungen gewesen.

Zuletzt hatten Fälle in Frankfurt für Aufsehen gesorgt: Das dortige Oberlandesgericht ordnete am Freitag die Freilassung von sechs mutmaßlichen Straftätern aus der U-Haft an, weil die Verfahren zu lange dauern. Insgesamt geht es um drei verschiedene Strafverfahren, in einem Fall mit vier Verdächtigen. Ihnen werden Verbrechen wie versuchter Totschlag vorgeworfen.

"Die aktuellen Fälle von U-Haftentlassungen werfen erneut ein Schlaglicht auf die hohe Arbeitsbelastung vieler Gerichte und Staatsanwaltschaften", erklärte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn.

11:48 Uhr

Wegen Corona: Lage in Kliniken von Schleswig-Holstein angespannt

Es sei "überall nennenswert bis schwierig", sagt der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, Patrick Reimund, mit Blick auf die Patientenzahl: Wegen Corona-Fällen in der Belegschaft ist die Lage in den Krankenhäusern des Bundeslandes weiter angespannt. Vor allem die Notaufnahmen seien derzeit überproportional überlastet. Ein Treiber des Infektionsgeschehens im Kieler Raum könnte Reimund zufolge die Kieler Woche Ende Juni gewesen sein. Es sei derzeit noch nicht abzuschätzen, wie sich die Lage in den kommenden Tagen entwickeln werde.

11:15 Uhr

Berliner Verkehrsbetriebe dürfen Falschparker von Haltestellen entfernen lassen

Wer in Berlin falsch parkt, kann es künftig mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zu tun bekommen. Dass die BVG Falschparker an Haltestellen durch Abschlepper umsetzen lassen darf, hat nun das Verwaltungsgericht der Hauptstadt entschieden. Damit bestätigte das Gericht zugleich eine Bestimmung im sogenannten Berliner Mobilitätsgesetz. Geklagt hatte ein Autofahrer, der nahe einer Bushaltestelle geparkt hatte. Die BVG veranlassten die Umsetzung, dafür erhielt der Mann einen Gebührenbescheid über 208,33 Euro.

10:47 Uhr

Unglück auf Tegernsee: 17-Jähriger kentert mit Kajak und stirbt

Die Polizei hat die Leiche eines am Samstag auf dem Tegernsee gekenterten und seitdem vermissten 17-jährigen Kajakfahrers entdeckt und geborgen. Mithilfe eines Tauchroboters sei der Jugendliche geortet und am Sonntag tot geborgen worden, teilte die Polizei mit. Es sei von einem tragischen Unglücksfall auszugehen.

Der aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck stammende Jugendliche und sein Vater waren am Samstag jeweils einzeln im Kajak auf dem Tegernsee unterwegs. Als der Vater wieder an Land war, fiel ihm das gekenterte Boot seines Sohns auf. Trotz eines umgehenden Notrufs und einer großen Suchaktion konnte der Jugendliche nicht mehr lebend gerettet werden.

10:23 Uhr

Stromausfall: Frachter treibt manövrierunfähig vor Australien

Nach einem schweren Unwetter treibt ein Frachter komplett ohne Stromversorgung vor Australiens Küste. An Bord befinden sich 21 Besatzungsmitglieder. Damit das manövrierunfähige Schiff nicht an nahe gelegenen Klippen zerschellt, machen sich zwei Schlepper auf den Weg.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:48 Uhr

Todesfall in Nähe von Musikfestival: 50-Jähriger geht in Badesee unter

Alle Bemühungen waren vergeblich, die Reanimationsversuche halfen nicht: Ein 50-jähriger Mann ist in einem Kölner Badesee untergegangen und gestorben. Es sei noch unklar, ob dies an einem Infarkt oder an anderen Ursachen gelegen habe, sagte ein Polizeisprecherin. Am Sonntagnachmittag hatten Badegäste am Ufer und Besucher eines nahen Musikfestivals gesehen, wie der Mann im Fühlinger See unterging. Rettungskräfte eilten herbei. Zwei Drohnen kamen zum Einsatz, eine über Wasser und eine unter Wasser. Taucher fanden den Mann aber erst zwei Stunden später in einer Tiefe von etwa neun Metern.

09:13 Uhr

Amber Heards Anwälte fordern Aufhebung des Urteils

Nach dem Prozess gegen ihren Ex-Ehemann Johnny Depp geht die britische Schauspielerin Amber Heard gegen das Urteil der Jury vor. Heards Anwälte beantragten, das Urteil gegen die Schauspielerin aufzuheben. Das geht aus einem Dokument hervor, über das US-Medien berichten.

Neben inhaltlichen Argumenten werfen Heards Anwälte dem Gericht nun auch vor, die Identität eines Jurors nicht geprüft zu haben. "Es ist unklar, ob der Geschworene Nr. 15 tatsächlich jemals zum Dienst als Geschworener vorgeladen wurde oder für die Teilnahme am Gremium qualifiziert war."

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:53 Uhr

So oft werden britische Postboten Opfer von Hunde-Attacken

Von einem "großen Sicherheitsrisiko" spricht die zuständige britische Gewerkschaft: In Großbritannien haben Hunde im Schnitt zuletzt 32 Mal pro Woche einen Postboten oder eine Postbotin angegriffen. Im Geschäftsjahr 2021/22 (31. März) verzeichnete die Royal Mail insgesamt 1673 Hunde-Attacken. Einige Zusteller hätten langfristige Verletzungen erlitten oder seien aufgrund einer Attacke nun behindert, wie das Dienstleistungsunternehmen mitteilte.

  • Wie in den Vorjahren kam es vor allem an der Haustür (39 Prozent) zu Angriffen.
  • Etwas seltener geschah es im Garten und in der Einfahrt (30 Prozent).
  • In fast einem Viertel der Fälle (23 Prozent) griffen Hunde die Zusteller an, als sie die Post durch den Briefkastenschlitz in der Tür warfen.
08:13 Uhr

Bluttat in Kopenhagen: Harry Styles richtet sich nach Konzertabsage an Opfer

Der britische Popsänger Harry Styles hat den Opfern der Bluttat in einem Kopenhagener Einkaufszentrum und deren Angehörigen sein Beileid ausgesprochen. "Ich habe ein gebrochenes Herz, ebenso wie die Menschen in Kopenhagen. Ich bewundere diese Stadt. Die Menschen sind so herzlich und voller Liebe", schrieb der 28-Jährige auf Twitter. Der Musiker hätte am Sonntagabend in der Royal Arena auftreten sollen, die nur etwa 650 Meter von dem Einkaufszentrum entfernt liegt. Das Konzert wurde abgesagt. "Es tut mir leid, dass wir nicht zusammen sein konnten. Bitte kümmert euch umeinander", schrieb Styles weiter.

07:47 Uhr

Großes Pub-Sterben - England und Wales verlieren Hunderte Kneipen

Viele von ihnen wurden abgerissen oder in Wohnungen und Büros umgewandelt: Die Zahl der Pubs in England und Wales ist einer aktuellen Auswertung zufolge auf einen historischen Tiefstand gesunken. In der ersten Hälfte dieses Jahres gab es weniger als 40.000 Kneipen, wie eine Analyse des Immobilienberaters Altus Group ergab. Das seien 7000 weniger als noch vor einem Jahrzehnt. Altus betont, nach der Pandemie mit den Lockdowns sei das Gastgewerbe von rekordhoher Inflation und sehr hohen Energiekosten betroffen. Allein zwischen Jahresende 2021 und Juni seien etwa 200 Pubs verschwunden.

07:08 Uhr

Riesiger Hinkelstein verletzt mehrere Menschen in Frankreich

Ihre Bekanntheit verdanken Hinkelsteine auch den "Asterix"-Comics - dass die Steinblöcke zu einer echten Gefahr werden können, beweist nun aber ein Unfall in der französischen Bretagne. Dort sind vier Menschen bei dem Versuch verletzt worden, einen 8,30 Meter hohen und 30 Tonnen schweren Hinkelstein aufzurichten.

Bei den Arbeiten für den geplanten Touristenpark "StoneBreizh" in Carhaix sei am Sonntag eines der Kabel um den Steinblock gerissen, teilte die Feuerwehr mit. Die vier durch den Hinkelstein leicht verletzten Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden.

06:44 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist es also so weit, der Bundeskanzler trifft sich mit Gewerkschaften, Arbeitgebern und Experten zur "Konzertierten Aktion". Dieser Austausch, angelehnt an ähnliche Gespräche in den 60er- und 70er-Jahren, soll einen Teil beitragen im Kampf gegen die rasant steigenden Preise in Deutschland.

Folgende Termine sind heute außerdem wichtig:

  • Bei einer Konferenz will die Ukraine ihre Vorstellungen zum Wiederaufbau ihres Landes vorlegen. Mit Geberländern und Finanzinstitutionen geht es dann um die Koordinierung der künftigen Aufgaben. Rund 40 Länder und etwa 20 internationale Organisationen nehmen teil.
  • Ebenfalls um die Ukraine und den Krieg wird es beim Kurzbesuch von Olaf Scholz in Paris gehen. Dort wird der Bundeskanzler den französischen Präsidenten Emmanuel Macron treffen.
  • Am Landgericht in Kaiserslautern wird der Prozess um die Polizistenmorde von Kusel fortgesetzt. Erwartet werden unter anderem Mitarbeiter der Spurensicherung und der Gerichtsmedizin.

Mein Name ist Maximilian Beer und ich begleite Sie durch den heutigen Vormittag. Falls Sie Fragen haben, schreiben Sie uns gerne an dertag@n-ntv.de.

06:23 Uhr

Fluten bei Sydney zwingen Zehntausende zur Flucht

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Ein Rettungsboot im Nordwesten von Sydney.

dpa

Die australische Ostküste ist nach schweren Regenfällen erneut von massiven Überschwemmungen betroffen. Besonders schlimm ist die Situation im Großraum Sydney, wo es in Orten rund um die Flüsse Nepean und Hawkesbury am frühen Morgen (Ortszeit) eine Evakuierungsorder für 30.000 Menschen gab. Hunderte Anwohner hätten in der Nacht Hilfe angefordert, teilten die örtlichen Notdienste mit. Bürger in vielen weiteren Gebieten wurden aufgefordert, sich darauf vorzubereiten, ihre Häuser zu verlassen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:11 Uhr

Folge des Klimawandels: Messner warnt vor weiteren Gletscherstürzen

Mindestens sechs Menschen starben bei einem Gletschersturz in den italienischen Dolomiten, etwa ein Dutzend weitere wurde verletzt. Der frühere Extrembergsteiger Reinhold Messner sieht in dem Unglück eine deutliche Folge des Klimawandels und der Erderwärmung.

  • "Diese fressen die Gletscher weg", sagt der 77-Jährige.
  • Messner erinnert daran, dass von Gletschern immer größere Gefahr ausgehe, denn wegen der ungewöhnlich warmen Temperaturen in diesen Zeiten werden sie immer instabiler.
  • Just an den Abbruchkanten bilden sich dann sogenannte Eistürme - Seracs genannt - "die so groß sein können wie Wolkenkratzer oder Häuserzeilen", erklärt Messner.
  • Er mahnt, Touren auf Eis nur mit Bergführer zu machen. Vorfälle wie an der Marmolata "werden wir häufiger sehen", prognostizierte er. "Heute gibt es viel mehr Fels- und Eisabbrüche als früher."

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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