Der Tag
16. August 2023
imagemit Lea Verstl
Zum Archiv
22:19 Uhr

Das war Mittwoch, der 16. August 2023

Liebe Leserinnen und Leser,

sie können es einfach nicht lassen. Zwischen Rot, Grün und Gelb entbrennt wieder ein Streit, der die Ampelkoalition schlecht dastehen lässt. Dieses Mal stellt sich die grüne Familienministerin Lisa Paus quer. Sie will das Wachstumschancengesetz von Christian Lindner nicht abnicken, solange dieser ihr nicht mehr Mittel für die von ihr angestrebte Kindergrundsicherung bereitstellt. Doch das Thema entzweit nicht nur die Koalitionspartner, sondern auch die Grünen, wie mein Kollege Volker Petersen berichtet.

Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.

Das war Mittwoch, der 16. August 2023
21:47 Uhr

Aufgepäppelte Heuler auf Juist ausgesetzt

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Vor ihrer Auswilderung konnten die Heuler sich in der Seehundstationen Friedrichskoog austoben. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach einer erfolgreichen Aufzucht in der Seehundstation Norddeich sind am Mittwochabend vier Seehunde ausgewildert worden. Mokki, Berthold, Choupinette und Fine wurden per Schiff zur ostfriesischen Insel Juist gebracht und dort ausgesetzt. Sie waren im Juni als Heuler zur Station gebracht worden, wie deren Leiter Peter Lienau sagte.

Als Heuler werden Jungtiere bezeichnet, die kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt werden. Die Seehundstationen Friedrichskoog in Schleswig-Holstein und Norddeich in Niedersachsen sind die einzigen berechtigten Aufnahmestellen für Heuler in Deutschland. Lienau sagte, dass Muttertiere ihre Jungtiere allein ließen, liege meist am Menschen, der den Wildtieren am Strand zu nahe komme. Insgesamt seien in dieser Saison 100 Heuler in Norddeich aufgezogen worden. Die meisten von ihnen müssen noch ausgewildert werden.

Aufgepäppelte Heuler auf Juist ausgesetzt
21:19 Uhr

Bundesweit 31 Prozent mehr Hautkrebs-Diagnosen

Die Zahl der Hautkrebs-Diagnosen ist hierzulande in den letzten Jahren deutlich gestiegen - auch aufgrund des Klimawandels. Einer veröffentlichten Auswertung der Kaufmännischen Krankenkasse KKH zufolge wurde im vergangenen Jahr bei bundesweit 31 Prozent mehr Frauen und Männern ein sogenannter schwarzer Hautkrebs diagnostiziert als noch 2012. Diese Tumorart - auch als Malignes Melanom bekannnt - ist bösartig und kann überall auf der Haut oder aus bestehenden Pigmentflecken entstehen.

Deutlich häufiger und dabei leichter zu behandeln ist der weiße Hautkrebs. Hier stieg die Zahl betroffener Versicherter von 2012 auf 2022 um rund 60 Prozent. Während am schwarzen Hautkrebs etwa gleich viel mehr Frauen und Männer erkrankten - ein Plus von rund 33 beziehungsweise 31 Prozent, klafft der Anstieg beim weißen Hautkrebs deutlich auseinander. Hier stiegen die Diagnosen bei Frauen um rund 70 Prozent an, bei Männern um 47 Prozent.

Bundesweit 31 Prozent mehr Hautkrebs-Diagnosen
20:44 Uhr

Selbstfahrendes Taxi bleibt in Beton stecken

Auch nach jahrelangen Testrunden kreuz und quer durch die Stadt werden selbstfahrende Autos in San Francisco manchmal von unerwarteten Situationen überfordert. So blieb ein Robotaxi der Firma Cruise am Dienstag bei Straßenarbeiten in nassem Beton stecken. Die General-Motors-Tochter bestätigte der Website "SFGate", dass der Wagen aus der Baustelle herausgezogen werden musste. Die Software konnte offensichtlich den Unterschied zwischen einer festen Fahrbahn und nassem Beton nicht erkennen. Auf einem Augenzeugen-Foto bei "SFGate" war ein Cruise-Fahrzeug zu sehen, dessen Vorderrad tief im Beton steckte. Ein Verkehrshütchen stand an der Seite. Es blieb zunächst unklar, wie gut die Baustelle markiert war.Robotaxi

Erst vergangene Woche wurde Cruise und der Google-Schwesterfirma Waymo von einer kalifornischen Regulierungsbehörde grundsätzlich erlaubt, fahrerlose Taxis rund um die Uhr im gesamten Stadtgebiet einzusetzen. Die Stadt und ihre Verkehrsbetriebe wehrten sich dagegen. Sie argumentierten, dass die Technologie noch nicht zuverlässig genug sei und verwiesen unter anderem darauf, dass die Fahrzeuge immer wieder wegen technischer Probleme den Verkehr blockierten.

Selbstfahrendes Taxi bleibt in Beton stecken
20:16 Uhr

Ausgrabung erschossener Wehrmachtssoldaten gestartet

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Der Volksbund äußerte die vorsichtige Hoffnung, die Toten zu finden und zu bergen. (Foto: picture alliance/dpa/AFP)

Nach einem Hinweis auf ein Massengrab mit Dutzenden vom französischen Widerstand erschossenen Wehrmachtssoldaten in Südfrankreich hat die deutsche Kriegsgräberfürsorge mit Grabungen begonnen. Seit heute werde an einer Stelle gegraben, an der Untersuchungen des Bodens im Juni zu Auffälligkeiten geführt hatten, sagte der Leiter des Kriegsgräberdienstes des Volksbundes, Arne Schrader. Am ersten Tag habe die Suche noch keine Ergebnisse erbracht.

Die 47 Deutschen wurden im Juni 1944 erschossen - nach einem Massaker der Waffen-SS an der Bevölkerung in Tulle sowie der Auslöschung des Dorfes Oradour-sur-Glane, einem Kriegsverbrechen, das zum Symbol der Nazi-Barbarei in Frankreich wurde. Dass die Deutschen und eine der Kollaboration beschuldigte Französin in einem Wald bei Meymac erschossen wurden, war grundsätzlich bekannt. Zu den Umständen hatten alle Beteiligten aber zeitlebens geschwiegen. Der letzte überlebende Zeuge brach kürzlich im Alter von 98 Jahren sein Schweigen.

Das brachte die Nachforschungen ins Rollen. Demnach sollen die menschlichen Überreste der Erschossenen in zwei Massengräbern ruhen. Eines mit elf Leichen wurde bereits 1967 unter größtem Stillschweigen lokalisiert. Bei der Suche nach dem zweiten Grab half nun auch die Aussage eines Mannes, der damals als Schulkind die Exhumierung der elf Toten beobachtet hatte. Die übrigen noch vermissten 36 Wehrmachtssoldaten sollen rund 100 Meter davon entfernt unter der Erde verscharrt sein.

Ausgrabung erschossener Wehrmachtssoldaten gestartet
19:48 Uhr

Patient lebt seit Wochen mit Schweineniere

Mediziner in den USA haben bei der Transplantation von Tierorganen in Menschen einen weiteren Fortschritt erzielt. Eine in einen hirntoten Patienten eingesetzte, genetisch veränderte Schweineniere funktioniert inzwischen schon seit 32 Tagen und damit länger als bei anderen vergleichbaren Versuchen, wie die Forscher mitteilten.

"Diese Arbeit zeigt, dass eine Schweineniere - mit nur einer Genveränderung und ohne experimentelle Medikamente oder Geräte - die Funktion einer menschlichen Niere für mindestens 32 Tage ersetzen kann, ohne abgestoßen zu werden", erklärte der Direktor des Transplantationsinstituts des New Yorker Krankenhauses NYU Langone, Robert Montgomery. Die Forscher wollen den Versuch noch einen Monat lang fortsetzen. Der Chirurg Robert Montgomery hatte bereits im September 2021 erstmals einer genveränderten Schweineniere in einen Menschen transplantiert und zwei Monate später erneut einen solchen Eingriff vorgenommen. Auch andere Mediziner haben inzwischen Transplantationen mit Schweinenieren ausgeführt.

Patient lebt seit Wochen mit Schweineniere
19:19 Uhr

Rechnungshof kritisiert WDR-Millionen-Bauprojekt

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Der WDR handelt bei seinem Umbau laut Rechnungshof nicht wirtschaftlich genug. (Foto: picture alliance/dpa)

Rechnungshofprüfer haben das Vorgehen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) bei einem Millionen-Umbau-Projekt bemängelt. Hintergrund der Prüfung ist eine Kostensteigerung der laufenden Sanierung des WDR-Filmhauses in der Kölner Innenstadt von ursprünglich angemeldeten 130 Millionen auf 240 Millionen Euro. Der öffentlich-rechtliche Sender verteidigte seine Planungen. Der Landesrechnungshof NRW teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, der WDR habe im Vorfeld der Entscheidung zur Sanierung keine ausreichende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchgeführt.

Weiter hieß es von den Prüfern: "Außerdem lag dem Verwaltungsrat vor Projektbeginn kein grober Kostenrahmen für die Gesamtbaumaßnahme vor. Der Verwaltungsrat als Aufsichtsorgan hätte dem Projekt auf dieser Basis nicht zustimmen dürfen." Und: "Die Entscheidung zur Sanierung des Filmhauses beruhte auf keiner langfristigen Immobilienstrategie für die WDR-Liegenschaften in der Kölner Innenstadt. Insbesondere fehlte eine angemessene Variantenbetrachtung zur Standortfrage." Der WDR als größter ARD-Sender teilte mit, dass die Sanierung des WDR-Filmhauses die wirtschaftlichste Lösung sei. Man komme in "wesentlichen Punkten" zu "anderen Einschätzungen" als die Prüfer.

Rechnungshof kritisiert WDR-Millionen-Bauprojekt
18:49 Uhr

Trump muss sich vielleicht im Gefängnis melden

Der frühere US-Präsident Donald Trump muss nach der Anklage im Bundesstaat Georgia möglicherweise in einem Gefängnis in Atlanta vorstellig werden. Zum jetzigen Zeitpunkt werde aufgrund der Hinweise der Staatsanwaltschaft und des vorsitzenden Richters davon ausgegangen, dass sich alle 19 in der Anklageschrift genannten Beschuldigten im Rice Street Gefängnis melden müssten, teilte das zuständige Büro des Sheriffs mit. Dies sei rund um die Uhr geöffnet. Staatsanwältin Fani Willis hatte den Angeklagten eine Frist bis zum 25. August gesetzt, sich zu melden. Bei einem solchen Termin werden üblicherweise etwa die Personalien der Betroffenen aufgenommen und Polizeifotos gemacht. Es kann sich dabei formal um eine Festnahme handeln.

Bei den bisherigen Anklagen gegen Trump in New York, Washington und Miami wurde dieses Prozedere in den zuständigen Gerichten kurz vor der Anklageverlesung durchgeführt. Auf Polizeifotos wurde damals zum Beispiel verzichtet. In Georgia sind diese beiden Termine nach Angaben des Büros des Sheriffs getrennte Vorgänge. Das bedeutet nicht, dass sie nicht möglicherweise doch zusammengelegt werden. Mit dem Erscheinen eines ehemaligen Präsidenten gehen besondere Sicherheitsvorkehrungen einher - das heißt, dass die Abläufe durchaus entsprechend angepasst werden können. So wurde zum Beispiel in der Vergangenheit auch darauf verzichtet, dem Republikaner Handschellen anzulegen, wie es etwa in New York bei einer formalen Festnahme eigentlich üblich ist.

Trump muss sich vielleicht im Gefängnis melden
18:21 Uhr

Sexueller Übergriff auf Mallorca: Sechs Touristen festgenommen

Wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe auf eine junge Britin in Spanien sind fünf französische Touristen und ein Schweizer Urlauber festgenommen worden. Wie die spanische Polizei nun mitteilte, soll sich der Vorfall am Montag im Morgengrauen in einem Hotel im Ferienort Magaluf auf der bei Urlaubern beliebten Insel Mallorca ereignet haben. Spanische Medien berichteten, das Sicherheitspersonal des Hotels habe die Polizei gerufen, nachdem es die um Hilfe schreiende Britin direkt vor dem Gebäude gefunden hätte.

Berichten zufolge hatte sie zugestimmt, einen der Verdächtigen in sein Zimmer zu begleiten. Dort wurde sie dann mutmaßlich von allen sechs Beschuldigten sexuell angegriffen. Es gelang ihr zu fliehen. Die Polizei nahm die Verdächtigen kurz darauf fest. Ein Richter ordnete die Inhaftierung der sechs Verdächtigen an, während die Ermittlungen zu den Vorwürfen andauerten. Dies erklärte ein Sprecher der spanischen Guardia Civil, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Sexueller Übergriff auf Mallorca: Sechs Touristen festgenommen
17:55 Uhr

Russische Sonde Luna-25 tritt in Mondumlaufbahn ein

Moskau steigt ein in den internationalen Wettlauf um Kontrolle und Einfluss im Wettraum. Die russische Raumsonde Luna-25 ist erfolgreich in die Umlaufbahn des Mondes eingetreten. "Zum ersten Mal in der jüngeren russischen Geschichte wurde um 12.03 Uhr Moskauer Zeit (11.03 Uhr MESZ) eine automatische Station in der Mondumlaufbahn platziert", teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Alle Systeme arbeiteten normal und die Kommunikation sei stabil, erklärte ein Sprecher.

Die Raumsonde wird nun mehrere Tage lang 100 Kilometer über der Oberfläche des Erdtrabanten kreisen, bevor sie am 21. August nördlich vom Boguslawski-Krater am Südpol des Mondes landen soll. Luna-25 war in der vergangenen Woche vom russischen Weltraumbahnhof Wostotschny aus auf den Weg zum Mond geschickt worden. Laut Roskosmos schickten die auf der Sonde installierten Kameras bereits erste Bilder von Erde und Mond. Luna-25 ist die erste russische Mondmission seit 1976.

Russische Sonde Luna-25 tritt in Mondumlaufbahn ein
17:32 Uhr

Schwester soll 17-Jährige zu Prostitution gezwungen haben

Eine damals 17-jährige Bulgarin soll in Berlin durch ihre Schwester und deren Freund zur Prostitution gezwungen worden sein. Die Staatsanwaltschaft erhob nach Angaben nun Anklage wegen Zuhälterei, Menschenhandels und Zwangsprostitution gegen das Paar - eine damals 19-Jährige und ihr 28 Jahre alter Partner. Die Ereignisse trugen sich Ende 2020 zu.

Der Partner holte damals die Schwester seiner Freundin von Bulgarien nach Berlin - unter dem Vorwand, dass sie hier ein besseres Leben führen könne. Doch schon zwei Wochen später sollen die beiden die damals noch Minderjährige zur Prostitution aufgefordert haben.

Laut Anklage hatten die beiden, ebenfalls bulgarische Staatsangehörige, dies von vornherein geplant. Dabei nutzen sie demnach aus, dass die 17-Jährige finanziell von ihnen abhängig war, keine anderen Bezugspersonen hatte und sich mangels Deutschkenntnissen auch kaum verständigen konnte.

Der Staatsanwaltschaft zufolge nahm die Frau - da sie keinen anderen Ausweg sah - drei bis sechs Freiertermine täglich wahr. Die Zeiten, Orte und Preise sollen die beiden Beschuldigten bestimmt haben. Anfang Januar soll sie sich geweigert haben, sich weiter zu prostituieren, woraufhin der Mann sie geschlagen und getreten habe. Davon eingeschüchtert, arbeitete die 17-Jährige noch ein paar Tage weiter, bis ihr schließlich die Flucht gelang. Über die Zulassung der Anklage muss nun das Amtsgericht Berlin-Tiergarten entscheiden.

Schwester soll 17-Jährige zu Prostitution gezwungen haben
17:15 Uhr

Lieferando-Fahrer wollen streiken

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Fahrerinnen und Fahrer von Lieferando für Donnerstag zu einem Warnstreik in Berlin aufgerufen. "Wir haben Lieferando im Februar zu Tarifverhandlungen über einen Mantel- und Entgelttarifvertrag aufgefordert. Seitdem verweigert uns Lieferando das Gespräch", erklärte NGG-Referatsleiter Mark Baumeister. Arbeitnehmervertreter fordern 15 Euro Stundenlohn und bessere Arbeitsbedingungen für Lieferanten.

Der Protest soll am Donnerstagnachmittag um 15.00 Uhr vor der Zentrale in Berlin stattfinden. Die NGG wirft Lieferando eine Hinhaltetaktik vor: "Wir haben den Eindruck, dass das Unternehmen versucht, auf Zeit zu spielen und abzuwarten, bis die öffentliche Aufmerksamkeit abebbt", erklärte Baumeister. Zur Demonstration erwartet die Gewerkschaft Beschäftigte aus ganz Deutschland.

Lieferando-Fahrer wollen streiken
16:42 Uhr

Kebab aus Polen bringt Salmonellen nach Deutschland

Österreichs Gesundheitsbehörde hat über einen wahrscheinlichen Zusammenhang von Saisonellenerkrankungen in mehreren europäischen Ländern und Hühner-Kebab aus Polen informiert. In Österreich seien zwischen Februar und Anfang Juli 27 Menschen erkrankt, einer davon sei gestorben, hieß es von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Wien. Auch in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Dänemark und Norwegen ist es zu Krankheitsfällen gekommen, wie aus einer früheren AGES-Meldung von Anfang August hervorgeht.

Die österreichische Behörde kam dem Ursprung der Infektionen auf die Spur, nachdem fast alle Erkrankten angegeben hatten, kurz zuvor Hühner-Kebab gegessen zu haben. Weitere Untersuchungen ergaben, dass alle betroffenen Lokale Spieße aus Polen verwendeten. Zwischen März und August hat Polen andere europäische Länder neunmal über Salmonellen-verseuchtes Hühner-Kebab informiert, wie aus der Datenbank des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) hervorgeht.

Kebab aus Polen bringt Salmonellen nach Deutschland
16:15 Uhr

Lauterbach hat schon gekifft

Erwachsene sollen künftig in Deutschland so legal einen Joint rauchen dürfen wie sie bislang ein Glas Schnaps trinken. Das Gesetz, das Kiffen spätestens mit dem Jahreswechsel in Deutschland legal werden lässt, ist umstritten. Gesundheitsminister Karl Lauterbach spricht von einer Wende in der Drogenpolitik, die CSU hingegen von einem "Anschlag auf den Jugend- und Gesundheitsschutz in Deutschland".

Auf die Frage, ob er die Möglichkeiten des Gesetzes zur Cannabis-Legalisierung auch persönlich nutzen werde, antwortet Lauterbach: "Ich werde selbst nicht konsumieren. Ich habe ja bei anderer Gelegenheit schon mal darauf hingewiesen, dass ich den Konsum schon einmal probiert habe, aber ich plane nicht zu konsumieren, hab ich nicht vor."

Lauterbach hat schon gekifft
15:54 Uhr

Mann sendet Di Caprio Exkremente - als "Konfekt zum Valentinstag"

Sein Anwalt sagt, Veronica Grey habe lediglich die "Leidenschaft für die Umwelt" teilen wollen. Weil er seine Exkremente und seinen Urin mit der Post an die beiden Hollywood-Stars Leonardo Di Caprio und Jared Leto sandte, ist Grey in Australien zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Grey, der sich selbst als männlich identifiziert, bekannte sich vor dem Gericht im nordwestaustralischen Broome schuldig, die Post für Bedrohungen, Belästigungen und Beleidigungen missbraucht zu haben.

Laut dem australischen Rundfunksender ABC hatte 49-jähriger Mann im Februar bei einer Poststelle im Bundesstaat Westaustralien 23 als "Konfekt zum Valentinstag" deklarierte Päckchen aufgegeben. Er flog demnach auf, als eines der Päckchen riss und sein wahrer Inhalt den Postbeamten traf. Ein psychiatrisches Gutachten ergab, dass der auf den Philippinen geborene Angeklagte, der zeitweise auch in den USA lebte, unter einer Störung seiner Impulskontrolle leidet.

Mann sendet Di Caprio Exkremente - als "Konfekt zum Valentinstag"
15:31 Uhr

Panik vor Spinnen löst Polizei-Einsatz aus

Die Polizei wegen der Spinnen-Phobie einer Frau in einem Appartementhaus am Großen Plöner See in Schleswig-Holstein auf den Plan gerufen. Nachdem wachsame Spaziergänger am Dienstagabend panische Frauenschreie vernommen hatten, verständigten sie zur Sicherheit die Polizei in der Gemeinde Bosau nordwestlich von Lübeck, wie die Beamten am Mittwoch mitteilten. Mit dem Schlüssel eines Nachbarn gelangten die Polizisten schnellstmöglich in das Haus. Als sie an der betreffenden Wohnung ankamen, stellte sich jedoch heraus: Der Auslöser für die große Panik der 20-jährigen Frau waren nur mehrere Spinnen im Gebäude.

Panik vor Spinnen löst Polizei-Einsatz aus
15:05 Uhr

Fast 50 Grad: Türkische Stadt knackt Hitzerekord

Systematische Temperaturmessungen gibt es in der Türkei seit etwa 100 Jahren. Dort wurde nun die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Im zentraltürkischen Eskisehir habe die Temperatur am Dienstag 49,5 Grad Celsius erreicht - damit sei es heißer gewesen als beim bisherigen Rekord im Juli 2021, schrieb Umweltminister Mehmet Özhaseki auf der Online-Plattform X, die bislang unter dem Namen Twitter bekannt war. Damals seien 49,1 Grad in der Südosttürkei registriert worden.

Der Wetterdienst warnte, die Hitzewelle halte an. Erwartet würden Temperaturen bis zu elf Grad über den zu dieser Jahreszeit üblichen Werten. Hauptursache der Hitze sei der Klimawandel, sagte der Meteorologe Baris Önol von der Technischen Universität Istanbul der Deutschen Presse-Agentur. Zwar sorge auch das Wetterphänomen El Niño für hohe Temperaturen, Hitzewellen seien aber generell häufiger geworden und dauerten länger an.

Fast 50 Grad: Türkische Stadt knackt Hitzerekord
14:38 Uhr

Finanzamt durchsucht Melanie Müllers Haus

Im Haus der Schlagersängerin Melanie Müller in Leipzig hat es eine Durchsuchung gegeben. Eine Gruppe der Bereitschaftspolizei habe den Einsatz unterstützt, sagte ein Sprecher. Die Federführung habe das Finanzamt Leipzig gehabt. Weitere Informationen zum Anlass der Durchsuchung gibt es bislang nicht. Der Manager von Melanie Müller reagierte auf Anfrage zunächst nicht.

Müller soll zum Zeitpunkt der Durchsuchung nicht zu Hause gewesen sein. Die Sängerin steht auch im Fokus der Justiz. Im Mai erhob die Staatsanwaltschaft Anklage, weil sie mehrfach bei einem Auftritt öffentlich den Hitlergruß gezeigt haben soll. Müller hatte die Vorwürfe bestritten und jede Nähe zu Rechtsradikalen von sich gewiesen. Die fragliche Geste sei eine Anheizer-Bewegung für das Publikum gewesen.

Finanzamt durchsucht Melanie Müllers Haus
14:16 Uhr

Pilot stirbt wegen medizinischen Notfalls nach Landung

Ein Pilot hat während eines Fluges von Miami nach Santiago de Chile einen medizinischen Notfall erlitten und ist nach einer außerplanmäßigen Landung gestorben. Das Flugzeug änderte wegen des Notfalls seinen Kurs und landete am Hauptstadtflughafen Tocumen in Panama, wie mehrere Medien unter Berufung auf eine Mitteilung der Fluggesellschaft Latam berichteten. Trotz medizinischer Versorgung am Boden sei der Pilot gestorben. Warum er medizinisch versorgt werden musste, war zunächst nicht bekannt.

Der Mitteilung zufolge sprach die Fluggesellschaft der Familie des Piloten ihr Beileid aus und bezeichnete den Vorfall als "schmerzhafte und unvorhergesehene Situation". Während des Fluges seien alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, um das Leben des Mannes zu retten. Den Berichten zufolge arbeitete der Mann seit 25 Jahren für Latam. Auf dem Flug LA505 war er einer von drei Piloten. Gestartet war das Flugzeug am Montagabend in der US-Stadt Miami und sollte am frühen Dienstagmorgen in Santiago de Chile landen. Für die betroffenen Passagiere organisierte die Airline der Mitteilung zufolge von Panama einen Weiterflug nach Santiago de Chile.

Pilot stirbt wegen medizinischen Notfalls nach Landung
14:12 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Sabine Oelmnn genießt nun ihren Feierabend. Ich sende Ihnen ein sonniges Hallo auf Ihre Bildschirme. Mein Name ist Lea Verstl und ich darf mit Ihnen die kommenden Stunden verbringen. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir: dertag@n-tv.de.

Schichtwechsel
13:35 Uhr

Matthew McConaughey organisiert Hilfe für Maui

Nach den verheerenden Waldbränden auf Maui können die Menschen vor Ort jegliche Hilfe gebrauchen. Nun hat Schauspieler Matthew McConaughey verkündet, dass sich seine Familie mit einer Hilfsorganisation zusammengetan hat, um zu helfen.

Auf Instagram postete der Schauspieler ein Video, in dem er zusammen mit seinem ältesten Sohn Levi zu sehen ist. In dem kurzen Clip erklären Vater und Sohn, dass sie zusammen mit der Organisation "Baby2Baby" ein Nothilfeflugzeug organisieren, um Kinder und Familien auf der hawaiianischen Insel mit Notfall-Vorräten zu versorgen.

Matthew McConaughey organisiert Hilfe für Maui
13:15 Uhr

Großer Waldbrand wütet auf Teneriffa

Auf der kanarischen Insel Teneriffa brennt es. Der Waldbrand verwüstet bislang eine Fläche von rund 130 Hektar in der Nähe des Vulkans Teide, Spaniens höchstem Gipfel. Behörden ordnen die Evakuierung mehrerer Dörfer an.

Großer Waldbrand wütet auf Teneriffa
12:45 Uhr

Cybercrime-Rate erschreckend hoch

Die Gefahr schadensreicher Angriffe auf die IT-Strukturen deutscher Unternehmen und Privatpersonen ist nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes weiterhin sehr hoch. Der in der Kriminalstatistik des Vorjahres ausgewiesene Rückgang inländischer Cybercrime-Fälle um 6,5 Prozent bedeute keine Entspannung, sagt BKA-Vizepräsidentin Martina Link bei der Vorstellung des Lagebilds Cyber-Kriminalität 2022.

Der Digitalverband Bitkom verwies auf die von Computer-Angriffen hervorgerufenen Schäden, die laut einer Studie des Verbandes im vergangenen Jahr 203 Milliarden Euro betragen hätten, rund doppelt so viel wie 2019. Link wies auf die Internationalität dieser Kriminalitätsform hin. Letztlich könnten deutsche Unternehmen von jedem Punkt der Erde angegriffen werden. Ergänzende Daten zeigten, dass die Angriffe aus dem Ausland, die nachweislich einen Schaden in Deutschland hervorgerufen haben, um acht Prozent zugelegt hätten.

Ohnehin geht die Polizei davon aus, nur von etwa jeder zehnten Tat der Kriminellen zu erfahren. "Unsere Statistiken können nur die Spitze des Eisbergs erfassen", so Link.

Cybercrime-Rate erschreckend hoch
11:19 Uhr

Grünen-Chefin Ricarda Lang findet Heiraten nicht altmodisch

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Lang und Katharina Schulze von den Grünen auf dem ebensolchen Hügel in Bayreuth. (Foto: IMAGO/Peter Kolb)

Die seit März Verlobte sagt: "Eine Hochzeit ist für mich ein Zeichen, dass wir zusammen und einander treu bleiben wollen – irgendwann eine Familie gründen werden", so die 29-Jährige in der Illustrierten "Bunte". "Da bin ich gerne traditionell." Ganz viele Menschen hätten sich mit ihr und ihrem Verlobten gefreut, auch aus anderen politischen Parteien.

Lang führt nach eigenen Angaben mit ihrem Freund eine Fernbeziehung. Er lebt in Hannover, sie in Berlin und "im Schwabenland". Sie sei oft mit der Bahn zu ihm unterwegs. Wenn sie keinen Sitzplatz habe, sitze sie auch mal im Gang auf dem Boden. "Aber diese Reisestrapazen sind es mir wert", ergänzt die Grünen-Vorsitzende. Wie in allen Lebensbereichen dürfe man auch in der Politik wichtigen Terminen zum Trotz sein privates Glück nicht vergessen - "das ist die Basis".

Grünen-Chefin Ricarda Lang findet Heiraten nicht altmodisch
11:03 Uhr

Die Welt brennt - schon wieder in Kanada

Wegen schwerer Waldbrände in abgelegenen Gemeinden Nordkanadas haben die Behörden hunderte Menschen mit Militärflugzeugen evakuiert und den Ausnahmezustand in den Nordwest-Territorien ausgerufen. "Wir befinden uns in einer Krisensituation und unsere Regierung nutzt alle verfügbaren Instrumente, um zu helfen", sagt der Umweltminister der Nordwest-Territorien, Shane Thompson.

In den Nordwest-Territorien wüten derzeit rund 230 Brände. Die betroffenen Dörfer, die mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt liegen, seien "besonders schwierig" auf dem Landweg zu evakuieren, erklärte Mike Westwick von der örtlichen Feuerwehr. 120 Soldaten seien im Einsatz, um die Evakuierungen zu unterstützen. Seit Beginn der außergewöhnlich starken Waldbrand-Saison in diesem Jahr mussten fast 168.000 Menschen in Kanada ihre Häuser verlassen. Vier Menschen starben.

In den Nordwest-Territorien wurde die Evakuierung von rund 6000 Menschen angeordnet. In einigen Gebieten waren Feuerwehrleute gezwungen, sich zurückzuziehen, da starker Wind die Flammen weiter anheizte.

Die Welt brennt - schon wieder in Kanada
10:26 Uhr

Brite 17 Jahre unschuldig im Knast - wegen Faulheit der Behörden

17 Jahre hat ein Brite wegen einer Vergewaltigung hinter Gittern gesessen, die er nicht begangen hatte. Dabei gab es Medienberichten zufolge schon bald nach der Verurteilung einen Hinweis auf seine Unschuld. Wie die BBC und die Zeitung "Guardian" unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichten, wussten mehrere Justizbehörden spätestens 2009, dass an der Kleidung des Opfers die DNA eines anderen, unbekannten Mannes gefunden worden war. Doch hätten sie sich dagegen entschieden, den Fall auf eigene Faust neu aufzurollen - weil sie anscheinend der Ansicht waren, dass die Kosten nicht den Aufwand rechtfertigen. Als Malkinson seinen Fall bei der Kommission zur Überprüfung von Strafsachen (Criminal Cases Review Commission) vorbrachte, hätten die Ermittler bezweifelt, dass die fremde DNA eine wichtige Spur sei, und betont, weitere Tests seien "äußerst teuer".

Andrew Malkinson war wegen Vergewaltigung zu mindestens sieben Jahren Haft verurteilt worden. Seine Strafe wurde um zehn Jahre verlängert, weil er sich uneinsichtig zeigte und seine Unschuld betonte. Erst Ende Juli 2023 hob ein Berufungsgericht das Urteil auf, nachdem eine DNA-Probe einen anderen Täter ergeben hatte. Bereits 2007 hätten forensische Wissenschaftler mithilfe neuer Technik auch die Kleidung des Opfers im Fall Malkinson untersucht, hieß es in den Berichten. Dabei hätten sie Speichel auf der Weste gefunden. Mehrere Abfragen in Datenbanken ergaben demnach keine Treffer - dies sei ein Beweis, dass die DNA nicht von Malkinson stammen konnte.

Brite 17 Jahre unschuldig im Knast - wegen Faulheit der Behörden
09:56 Uhr

Chaotische Szenen an Irlands Bankautomaten

Ein technischer Fehler bei der Bank of Ireland hat teils zu chaotischen Szenen an Geldautomaten in Irland geführt. Statt maximal 500 Euro konnten Kunden in dem EU-Land wegen der Panne vorübergehend mindestens doppelt so viel Geld abheben, wie die Zeitung "Irish Times" berichtete.

In sozialen Medien waren Fotos von langen Schlangen an Geldautomaten zu sehen, an einigen Maschinen ging das Bargeld aus. Die Polizei teilte mit, es gebe eine "ungewöhnliche Aktivität" an einigen Geldautomaten im Land. An manchen Standorten hätten Beamte die Menschen von Abbuchungen abgehalten, berichtet die "Irish Times". Die Bank entschuldigte sich für Probleme beim Online-Banking und in der App.

Die Systeme funktionierten nun wieder, teilte das Institut am Mittwochmorgen mit. Zuvor hatte die Bank of Ireland betont, dass alle Beträge vom Konto abgebucht würden, auch wenn der Kontostand nicht zu überprüfen sei. "Wir sind uns bewusst, dass Kunden möglicherweise nicht in der Lage sind, ihr Guthaben zu überprüfen, aber sie sollten nicht abheben/überweisen, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Überziehung besteht", hieß es.

Chaotische Szenen an Irlands Bankautomaten
09:45 Uhr

Großbrand in Frankreich unter Kontrolle, Camper können zurück

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"Unsere Gemeinde ist schwer getroffen, und es gibt viele Schäden", sagt der Bürgermeister von Saint-André, Samuel Moli. "Das Dorf ist auf beiden Seiten verbrannt, ein Drittel wurde vom Feuer getroffen." (Foto: dpa)

Die Feuerwehr hat den Großbrand in Südfrankreich unter Kontrolle gebracht, 3000 Touristen mussten evakuiert wurden. In der Nacht zum Dienstag konnten die meisten Urlauber bereits zurückkehren, teilte die Feuerwehr mit. Campinggäste eines von den Flammen verwüsteten Platzes übernachteten in Notunterkünften. Anwohner und Urlauber kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. 17 Feuerwehrleute erlitten bei dem Einsatz eine leichte Rauchgasvergiftung.

Der Schock über die Verwüstung bei Einheimischen und Touristen ist aber groß. Das Feuer war am Montagnachmittag zwischen Saint-André und dem bekannten Badeort Argelès-sur-Mer am Mittelmeer ausgebrochen. Der Brandort liegt südöstlich der Großstadt Perpignan unweit der spanischen Grenze im Departement Pyrénées-Orientales. Größere zusammenhängende Waldgebiete gibt es vor Ort nicht, allerdings gerieten zahllose Bäume und Buschwerk auf rund 500 Hektar Fläche in Brand.

Großbrand in Frankreich unter Kontrolle, Camper können zurück
09:24 Uhr

27 Tote bei Kämpfen in Tripolis

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In Libyen herrschen seit dem Sturz und gewaltsamen Tod von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos und Gewalt. (Foto: picture alliance / dpa)

Bei Kämpfen zwischen zwei führenden Milizen in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind nach Angaben von Rettungskräften mindestens 27 Menschen getötet und 106 weitere verletzt worden. Das Zentrum für Notfallmedizin veröffentlichte diese "vorläufige" und nach oben korrigierte Opferzahl. Am Dienstagabend war zunächst von zwei Toten und Dutzenden Verletzten die Rede gewesen. Die Gefechte zwischen den beiden mit der Regierung in Tripolis verbündeten Gruppen Al-Radaa und Brigade 444 hatten am Montagabend begonnen und sich am Dienstag fortgesetzt.

Die von der UNO anerkannte Übergangsregierung in der Hauptstadt Tripolis im Westen ringt um die Macht mit einer Gegenregierung im Osten, die vom dort ansässigen Parlament und dem mächtigen General Chalifa Haftar unterstützt wird. Geplante Wahlen wurden wiederholt verschoben.

27 Tote bei Kämpfen in Tripolis
08:29 Uhr

Was Ballermann-Stars hauptberuflich machen

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Erst bohren, dann bechern ... (Foto: dpa)

"Morgen wieder Aua im Kopf. Aua, Aua, Aua im Kopf". Mit rotem Hemd und Lederhose steht Partysänger Tobee jeden Mittwochabend auf der Bühne im Bierkönig auf Mallorca. Seit 17 Jahren. "Helikopter 1172, "Saufi Saufi" oder eben "Aua im Kopf" gehören zu seinen größten Hits. Nur wenige Stunden vor dem Auftritt kümmert sich der Schwabe noch um ganz andere Schmerzen. Denn der 38-Jährige, der eigentlich Tobias Riether heißt und rund 150 Auftritte im Jahr hat, führt im kleinen Ort Süßen bei Stuttgart seit einigen Jahren die Zahnarztpraxis seiner Familie - schon in vierter Generation.

Er trenne beide Jobs strikt. Erst bohren, dann bechern: Jeden Mittwoch steht der Musiker bis zum Nachmittag am Behandlungsstuhl, dann geht's zum Flughafen, ab nach Palma. Kurz ins Hotel frisch machen und um 21.00 Uhr auf die Bühne.

"Scheiß auf Niveau, wir sind dicht und doof" stammt nicht von Tobee, sondern von einer Finanzbuchhalterin aus dem Münsterland. Carina Krogbäumker aus Freckenhorst tritt seit vier Jahren als Carina Crone am Ballermann auf. "Partyschlager ist ein super Ausgleich für mich und etwas komplett anderes als der trockene Büroalltag." Nach ihrem Büroalltag in Düsseldorf fliegt die 33-Jährige nach Palma, und um 1.00 Uhr heißt es: ab ins "Oberbayern". In Rock und mit rosa Wollmütze steht sie vor dem Teil des Ballermann-Publikums, der sich zu der Zeit noch auf den Beinen halten kann und singt: "Ich bin ein SUV: saufen und vögeln." Der normale Job ist wichtig, das hat zuletzt Corona gezeigt, als sämtliche Auftritte gestrichen wurden. Nur "die Besten" können es sich leisten, ihre normalen Jobs hinzuschmeißen: Julian Sommer, Tim Toupet oder Ikke Hüftgold leben von ihren Auftritten.

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Carina Crone ... (Foto: dpa)
Was Ballermann-Stars hauptberuflich machen
08:01 Uhr

Was heute wichtig wird

Was ich mich heute Morgen, so gegen 4.50 Uhr, gleich nach dem Aufstehen, als erstes gefragt habe: Wird Kiffen noch in diesem Jahr in Deutschland legal? Die Bundesregierung will heute nämlich ihre Pläne zur begrenzten Freigabe von Cannabis auf den Weg bringen. Sie besagen, dass Erwachsene künftig bis zu drei Cannabis-Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen dürfen, der Besitz von 25 Gramm soll erlaubt sein. Doch was ist, wenn sich ein Ableger bildet? So wie bei meinem Geldbäumchen? Die nehm ich dann immer vorsichtig aus der Erde und verschenke sie, damit meine Freunde und Freundinnen genauso reich werden wie ich. Darf ich also meine Cannabis-Ableger auch weiterverschenken, damit meine Leute auch so high werden können wie ich? Ich finde das mal raus, bis 14 Uhr, so lange begleite ich Sie nämlich in dertag@n-tv.de.

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Guten Mooooorgen! (Foto: IMAGO/Zoonar)

Dies werden die Topthemen des Tages:

  • Selenskyj zu Frontbesuch in der Südukraine: Kurz nach seiner Reise in das ostukrainische Gebiet Donezk hat Präsident Wolodymyr Selenskyj auch frontnahe Positionen im südöstlichen Gebiet Saporischschja besucht. Angesichts des Vormarsches russischer Truppen im ostukrainischen Gebiet Charkiw hat die ukrainische Armee derweil Reserven an den Abschnitt Kupjansk verlegt.

  • Die Bundesregierung bringt voraussichtlich den umstrittenen Plan einer Cannabis-Legalisierung in Deutschland auf den Weg. Gesundheitsminister Karl Lauterbach will den Gesetzentwurf nach einer Kabinettssitzung bei einer Pressekonferenz in Berlin vorstellen. Nach der Sommerpause müssen Bundestag und Bundesrat noch darüber beraten. Laut Bundesgesundheitsministerium ist das Gesetz in der Länderkammer aber nicht zustimmungspflichtig. Ein Inkrafttreten ist für Ende des Jahres vorgesehen. Zur Sicherheit fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Das Bundeskabinett will Erleichterungen für Solaranlagen beschließen. Bau und Betrieb sollen für Privatleute und gewerbliche Betreiber einfacher werden. Die Reform soll Bürokratie abbauen und den zuletzt anziehenden Ausbau der Solarenergie in Deutschland weiter beschleunigen.

  • Mit-Gastgeber Australien trifft um 12.00 Uhr (MESZ) im Halbfinale der Fußball-WM in Sydney auf England. Mit einem Sieg würden die Spielerinnen von Trainer Tony Gustavsson ins Endspiel am Sonntag gegen Spanien einziehen, das ebenfalls in Sydney stattfindet. Der Verlierer des zweiten Halbfinales muss bereits am Samstag im Spiel um Platz drei in Brisbane gegen Schweden ran.

  • Außerdem: Das Statistische Bundesamt legt Daten zur Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit von Müttern und Vätern im Jahr 2022 vor; das Bundeskriminalamt und der Verband Bitkom legen im 10.30 Uhr in Wiesbaden das "Bundeslagebild Cybercrime 2022" vor; Bundeskanzler Olaf Scholz wird am späten Nachmittag beim Unternehmertag NRW in Düsseldorf erwartet; Bundesinnenministerin Nancy Faeser besucht die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen; Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) äußert sich um 10.00 Uhr auf einer Online-Pk zum CO2-Einsparpotential durch Gebäudesanierung anstelle von Abriss und Neubau.

Was heute wichtig wird
07:10 Uhr

Zahl der Toten auf Maui steigt

Die Zahl der Toten nach den verheerenden Bränden auf der Insel Maui im US-Bundesstaat Hawaii ist auf mindestens 101 gestiegen. "Wir sind untröstlich, dass wir einen solchen Verlust erlitten haben", sagt Gouverneur Josh Green. Auch Kinder seien darunter, bestätigt er. Zudem warnt er, dass die Zahl der Opfer noch erheblich steigen könne.

Helfer durchsuchen mit Leichenspürhunden weiter die ausgebrannten Gebäude. Erst rund ein Drittel davon sei inspiziert worden. Nur vier der Leichen hätten bislang identifiziert werden können, so Polizeichef John Pelletier. Die Behörden riefen die Angehörigen von Vermissten auf, DNA-Proben abzugeben, um diese gegebenenfalls abgleichen zu können. Inzwischen sei ein größeres Team von Forensikern und Pathologen auf der Insel eingetroffen, um bei der Identifizierung zu helfen. Auch eine mobile Leichenhalle sei aufgebaut worden. Die Brände auf Maui seien die verheerendsten in den USA in mehr als 100 Jahren gewesen.

Die Kleinstadt Lahaina, die vor dem Unglück 13.000 Einwohner zählte, wurde besonders hart getroffen. Viele Straßenzüge dort sehen aus wie in einem Kriegsgebiet. Der Ortskern wurde völlig zerstört. Mehr als 2000 Gebäude brannten teilweise oder ganz ab. Die Schäden werden auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt. Die Ursache für die Katastrophe wird noch untersucht.

Zahl der Toten auf Maui steigt
06:43 Uhr

Robert De Niro wird 80

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Der grumpy old man kann auch lustig sein. (Foto: Matt Marton/Invision/AP)

Der 80. Geburtstag von Robert De Niro steht vor der Tür und platzt mitten in den Hollywood-Stillstand. Seit Wochen legt der Streik der Drehbuchautoren und Schauspieler das Filmgeschäft in den USA lahm. Eine unerwartete Auszeit für den Leinwand-Star, der am Donnerstag sein rundes Jubiläum feiert. Bis zum Streikbeginn Mitte Juli habe De Niro noch für die Netflix-Serie "Zero Day" vor der Kamera gestanden, teilt sein Sprecher Stan Rosenfield mit. Aber dann seien die Dreharbeiten eingestellt worden. Erst nach Ende des Arbeitskampfes gehe es weiter. De Niros Pläne für den 80. Geburtstag sind Geheimsache.

Ob der Titel seines neuesten Films "Und dann kam Dad" Rückschlüsse darauf zulässt, wie der viel beschäftigte Hollywood-Senior seinen Geburtstag feiert, nämlich inmitten seiner großen Kinderschar? Die reicht von der 51-jährigen Drena bis zur jüngst geborenen Gia Virginia Chen-De Niro. Charakterdarsteller De Niro hatte sich Anfang Mai als frisch gebackener Vater geoutet.

De Niro, der als Experte für Außenseiter, gebrochene Charaktere und Gangster seine besten Auftritte hatte, kann auch ganz anders: In den vergangenen Jahren machte er vor allem als Comedy-Star Kasse. Wir wünschen ihm heute schon mal alles Gute für die Zukunft, morgen, am Ehrentag, dann mehr über den Sohn einer italienisch-irischen Künstlerfamilie.

Robert De Niro wird 80
06:31 Uhr

Das Wetter, stürmisch und schwül

Hoch "Mathea" weitet sich von den Britischen Inseln und der Nordsee auf Norddeutschland aus und dort breitet sich etwas kühlere und trockenere Luft aus. Süddeutschland liegt unter schwachem Hochdruckeinfluss. Dazwischen liegt schwüle und gewitteranfällige Luft, die morgen zum Teil in den Norden hochschwappt und am Freitag in den Nordosten und Osten gedrängt wird. Anschließend stellt sich von Südwesten her schwacher Hochdruckeinfluss ein, ab und zu stören von den Britischen Inseln her aber Tiefausläufer. Die Schauer- und Gewitterneigung wird nie durchgreifend beseitigt. Es gibt immer Regionen, in denen sie zeitweise erhöht ist.

Dabei wird es am Wochenende wieder wärmer. Die 30-Grad-Marke breitet sich über die Mitte nordwärts aus und im Süden werden bis zu 35 Grad erreicht. Heute im Norden viel Sonne und trocken, im Süden wenige und in der Mitte vermehrt teils kräftige Schauer und Gewitter. 22 bis 31 Grad.

Das Wetter, stürmisch und schwül
06:11 Uhr

Überarbeitung der Förderrichtlinien gegen Vetternwirtschaft

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Volker Wissing (Foto: dpa)

Angesichts des Vorwurfs der Vetternwirtschaft in seinem Haus lässt Bundesverkehrsminister Volker Wissing die Förderrichtlinien seines Ministeriums überarbeiten. Dies geht aus der Antwort auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Felix Schreiner hervor, die der "Augsburger Allgemeinen" vorliegt. Ziel der Überarbeitung sei die "Verbesserung der administrativen Abläufe bei Förderprogrammen", heißt es darin.

Die Förderstrategie werde seit dem Frühjahr überarbeitet, dies geschehe "unabhängig von dem vorliegenden Fall", hieß es mit Blick auf Medienberichte, wonach der Leiter der Grundsatzabteilung des Ministeriums bei der Vergabe von Fördermitteln einen persönlichen Kontakt begünstigt haben soll.

Wie das "Handelsblatt" berichtet hatte, geht es dabei vor allem um die Beziehung des Abteilungsleiters zu einem Unternehmer. Beide sollen demnach befreundet sein und gemeinsame Skiurlaube gemacht haben. Zugleich bekam der Unternehmer Zusagen für Fördergelder in Höhe von rund 26 Millionen Euro aus einem Wasserstoffprogramm des Ministeriums. Es geht auch um 72,5 Millionen Euro aus dem Ministerium, mit denen der Unternehmer ein Wasserstoffzentrum in Niederbayern aufbauen soll.

Überarbeitung der Förderrichtlinien gegen Vetternwirtschaft