Das war Sonntag, der 18. Juli 2021
Liebe Leserinnen und Leser,
eine Woche, die im Zeichen der Flutkatastrophe und ihrer Folgen stand, neigt sich dem Ende zu. Ja, die Woche geht zu Ende. Aber die Bergungs- und Aufräumarbeiten gehen nahtlos weiter. Noch immer gibt es zahlreiche Vermisste. Viele Menschen müssen sehen, wie sie weitermachen.
Heute gab es wieder viele emotionale Momente, etwa die Rede des Schuldner Ortsbürgermeisters Helmut Lussi. Er fand die richtigen Worte, auch wenn er von seinen Emotionen überwältigt wurde.
Zum Abschluss des Tages möchte ich Ihnen nun noch ein paar weitere Themen ans Herz legen:
Merkel verspricht schnelle Hilfe - "Deutsche Sprache kennt kaum Worte für diese Verwüstung"
"Unpassend und nicht in Ordnung" - Laschet "ärgert" sich über sein Lachen
"Kostet enorme Summen" - Holetschek für kostenpflichtige Corona-Tests
US-Wahlkampf-Guru über Trump - "Sie haben Angst, dass er sich rächt"
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntagabend - und starten Sie gut in die Woche!
Drei Tote bei Absturz mit Kleinflugzeug
Erst gestern stürzte eine Kleinflugzeug in Baden-Württemberg ab, drei Menschen starben. Nur einen Tag später ist nun Ähnliches in Sachsen-Anhalt passiert: Beim Absturz eines Kleinflugzeuges auf dem Flugplatz in Renneritz im Landkreis Anhalt-Bitterfeld sind nach Polizeiangaben drei Menschen ums Leben gekommen. Eine weitere Person wurde schwer verletzt. Bei den Toten handelt es sich um den Piloten und zwei Passagiere, wie ein Polizeisprecher vor Ort sagte.
Die verletzte Person kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Weitere Details zu den Opfern waren zunächst nicht bekannt. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine einmotorige Maschine. Ob das Unglück beim Starten oder Landen passierte, war noch unklar. Das Luftfahrtbundesamt ist laut Polizei auf dem Weg zur Unglücksstelle und übernimmt die Ermittlungen.
Zeichner umstrittener Mohammed-Karikatur im Alter von 86 Jahren gestorben
Der dänische Zeichner Kurt Westergaard, dessen Mohammed-Karikatur Proteste in zahlreichen Ländern auslöste, ist tot. Westergaard starb nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren, wie seine Familie am Sonntag der dänischen Zeitung "Berlingske" mitteilte. In seinen letzten Lebensjahren stand der Zeichner unter Polizeischutz.
Eine von Westergaard gezeichnete Karikatur, die den Propheten Mohammeds mit einer Bombe im Turban zeigt, in der Zeitung "Jyllands-Posten" hatte als Reihe einer Karikaturenserie 2006 zu anti-dänischen Protesten und Gewalt in mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern geführt. 2012 druckte "Charlie Hebdo" die Karikatur ab - drei Jahre später töteten zwei Islamisten bei einem Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins zwölf Menschen.
Nach der Flut kommt die Solidarität: Tel Aviver Rathaus erstrahlt in Schwarz-Rot-Gold
Es gibt viel Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe in Deutschland. Nun erstrahlt das Tel Aviver Rathaus als Zeichen des Mitgefühls und Beieinanderstehens in den Farben der deutschen Flagge. Bürgermeister Ron Chuldai sprach "dem deutschen Volk und unseren vielen Freunden in unseren Partnerstädten in Deutschland" sein Beileid aus. "Im Namen der Einwohner Tel Avivs sende ich Wünsche für eine rasche Erholung von dieser furchtbaren Katastrophe."
Israels neuer Präsident Izchak Herzog hatte zuvor sein Beileid ausgesprochen und Hilfe angeboten. In einem Brief an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb Herzog, er übermittle im Namen des Volkes Israel "in dieser Zeit der Zerstörung und des Verlusts unsere Freundschaft und Unterstützung des deutschen Volkes".
Laschet: "Es ist nicht in Ordnung, in einem solchen Moment zu lachen."
Nach seiner Entschuldigung via Twitter hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sein Lachen während einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Hochwassergebiet nun im Fernsehen als unpassend und unangemessen bezeichnet. "Ich war den ganzen Tag unterwegs, es gab emotionale Begegnungen, die mich auch wirklich erschüttert haben. Und deshalb ärgere ich mich umso mehr über diese wenigen Sekunden", sagte der Kanzlerkandidat der Union am Sonntagabend der "Aktuellen Stunde" im WDR-Fernsehen. "Das war unpassend, es ist nicht in Ordnung, in einem solchen Moment zu lachen."
Laschet war in die Kritik geraten, weil er am Samstag während eines gemeinsamen Besuchs mit Steinmeier in Erftstadt scherzte und lachte, während der Bundespräsident an jene erinnerte, die in der Flut vieles verloren haben.
THW-Spezialfahrzeug stößt im Flutgebiet mit Auto zusammen
Auch Retter selbst sind nicht vor Unfällen gefeit: Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) sind beim Einsatz im Flutgebiet von Berchtesgaden mit ihrem Lastwagen verunglückt. Der Wagen sei mit Sandsäcken beladen gewesen und auf der Salzbergstraße (B319) bergab auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Auto zusammengestoßen. Dabei überschlug sich der Laster. Vier Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte.
Den Ermittlungen der Polizei zufolge war der 42-jährige THW-Fahrer zusammen mit seinem 25-jährigen Beifahrer unterwegs. In dem anderen Unfallauto saß ein Urlauber-Ehepaar aus der Oberpfalz. Die Polizei vermutete, dass möglicherweise die Bremsen des Lasters heiß gelaufen waren. Die beiden THW-Helfer wurden schwer bis mittelschwer verletzt, das Ehepaar nur leicht.
Merkel gibt Dreyer Schützenhilfe gegen überschnelle Reporterin
Wenn man Kanzlerin Angela Merkel neben sich auf einer Pressekonferenz sitzen hat und diese einem gewogen ist, dann ist das schon eine Bank. Das durfte heute auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer erfahren, als sie auf einer Pressekonferenz in Adenau im vom Hochwasser besonders betroffenen Kreis Ahrweiler sprach.
Plötzlich ergriff nämlich Merkel, die etwas im Raum als störend empfand, das Wort und sprach eine Reporterin im Raum direkt an: "Darf ich mal bitten, dass die Dame von der 'Bild'-Zeitung ... Hallo ... Könnten Sie bitte zuhören? Können Sie vielleicht die Dame noch zuhören lassen, was die Ministerpräsidentin sagt, und hinterher Ihr Interview machen?" Ein weiterer anwesender Journalist filmte die Szene, die später auf Twitter Hunderte Mal geteilt wurde und Tausende Likes bekam. Die Kanzlerin bekam Applaus.
Aus "Bierlaune" auf den Baukran und Höhenretter-Einsatz ausgelöst
Aus einer "Bierlaune" heraus sind drei Männer auf den Ausleger eines etwa 30 Meter hohen Baukrans auf einer Baustelle in Dortmund gestiegen. Die Höhenretter der Feuerwehr mussten sie hinuntergeleiten, die Einsatzkräfte der Polizei hatten keine Chance, die Männer vom Boden aus anzusprechen, wie es in einer Mitteilung der Polizei am Sonntag hieß.
Es könnte ein teurer Spaß werden, unsinnig verursachte Einsätze der Feuerwehr können in Rechnung gestellt werden. Dies werde geprüft. Während der Rettungsaktion hatte sich am Bauzaun eine etwa 250 Personen große Gruppe Schaulustiger versammelt. Viele waren alkoholisiert, wie die Polizei mitteilte.
Altmaier nach Unwetter: "Haben wir ausreichend Vorsorge getroffen?"
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fordert, nach der Flutkatastrophe den Katastrophenschutz auf den Prüfstand zu stellen. "Es muss, sobald wir die unmittelbare Hilfe geleistet haben, auch geschaut werden: Gibt es Dinge, die nicht gut gelaufen sind, gibt es Dinge, die schief gelaufen sind? Und dann muss korrigiert werden", sagte der CDU-Politiker im "Bild live"-Politiktalk "Die richtigen Fragen". "Es geht nicht um Schuldzuweisungen, es geht um Verbesserungen für die Zukunft."
Altmaier sagte, anders als bei früheren Hochwasserkatastrophen hätten die Menschen diesmal nicht Stunden oder Tage gehabt, um sich vorzubereiten. Deshalb müsse man darüber reden: "Haben wir ausreichend Vorsorge getroffen, um solche Ereignisse rechtzeitig zu erkennen?" In Bayern, Österreich und an anderen Orten gebe es ja bereits ähnliche Geschehnisse. "Das ist ein wichtiger Warnschlag, ein Warnsignal für uns alle", sagte Altmaier.
13 Menschen nähern sich verunglücktem Tanklaster und werden von Explosion getötet
Verunglückte Tanklastwagen sind große Gefahrenquellen. Dies wurde in Kenia 13 Menschen zum tödlichen Verhängnis. Der mit Treibstoff beladene Laster war laut Polizei auf einer Autobahn nahe der Ortschaft Malanga mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen und umgestürzt. Anschließend strömten zahlreiche Menschen zu dem Unglücksort, um auslaufendes Benzin abzuschöpfen.
Als die Menschen mit Kanistern zu dem umgekippten Tanklastwagen eilten, explodierte die Ladung. "Er ging in Flammen auf, als sie den auslaufenden Treibstoff abschöpften", sagte der Polizeichef des Bezirks Siaya, Charles Chacha. Den Angaben zufolge wurden am Unglücksort zwölf Leichen geborgen. Ein weiteres Opfer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Schulder Bürgermeister unter Tränen: "Narben, die man nie vergisst, die nicht zu bewältigen sind."
Kanzlerin Angela Merkel und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchen den Ort Schuld in der Eifel. Dort hatte das Hochwasser große Zerstörung angerichtet. Als der Schulder Ortsbürgermeister Helmut Lussi später bei einer Pressekonferenz zum Mikrofon greift, kann er seine Emotionen nicht zurückhalten.
"Diese Flut", sagt Lussi, "wird auch für die Menschen in Schuld Narben hinterlassen. Narben, die man nie vergisst, die nicht zu bewältigen sind. Denn unser Leben hat sich von einem auf den anderen Tag geändert." Lussi wird dann von den Emotionen überwältigt. Die Beistehenden wenden sich ihm zu. Und dann entschuldigt sich Lussi für seine Emotionen. "Entschuldigung, aber, die Emotionen übergreifen mich."
Zur ganzen Rede des Ortsbürgermeisters geht es hier.
"Brexit"-Vorkämpfer Farage mit eigener TV-Show, aber ohne Kniefall
Potenzial zum Showman kann man populistischen Politikern wohl kaum absprechen. Der ehemalige Chef der britischen Ukip-Partei und Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage bekommt nun seine eigene Fernsehshow auf dem erst kürzlich auf Sendung gegangenen Nachrichtenkanal GB News. In einem Video auf seinem Twitter-Account kündigte der frühere britische Europaabgeordnete an, über Dinge zu berichten, "die alle anderen ignorieren wollen".
GB News gilt schon jetzt als britische Version des US-Senders Fox News, mit einigen als rechtslastig bekannten Moderatoren. Zuletzt geriet GB News aber intern in die Krise, als sich einer der Moderatoren in einer Live-Sendung solidarisch mit Englands rassistisch attackierten Fußballern zeigte und auf die Knie ging. Die Geste gegen den Rassismus brachte dem Moderator schließlich eine Suspendierung ein. Farage kündigte in seinem Video an, er werde in seiner neuen Sendung nicht auf die Knie gehen - und hat damit deutlich gemacht, wo er politisch steht.
Spielende Kinder in Stockholm angeschossen
In Stockholm hat sich ein Vorfall ereignet, den man so eher in einem Land mit laxeren Schusswaffengesetzen erwarten würde, aber nicht in Skandinavien. Zwei spielende Kinder wurden in der schwedischen Hauptstadt durch Schüsse verletzt. Wie die Polizei in der schwedischen Hauptstadt am Sonntag mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Vorabend im Vorort Huddinge.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Kinder versehentlich angeschossen wurden. Sie seien ins Krankenhaus gebracht worden, aber nicht in Lebensgefahr, hieß es weiter. Der Hintergrund war zunächst unklar. Im Zusammenhang mit dem Vorfall wurden neun Menschen festgenommen. Ermittelt werde wegen versuchten Mordes, hieß es in der Polizeimitteilung.
Merkel: "Die deutsche Sprache kennt kaum Worte für die Verwüstung"
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Ausmaß der Hochwasserkatastrophe in Deutschland "surreal, gespenstisch" genannt. Nach einem Besuch im Eifeldorf Schuld sagte Merkel im rheinland-pfälzischen Adenau: "Die deutsche Sprache kennt kaum Worte für die Verwüstung, die hier angerichtet ist."
"Wir werden uns dieser Naturgewalt entgegenstemmen", sagte die CDU-Politikerin und kündigte Hilfen des Bundes für die betroffenen Kommunen an. Begleitet wurde die Kanzlerin unter anderem von der Mainzer Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Unwetterkatastrophe im Landkreis Ahrweiler hat bislang 110 Todesopfer gefordert, 670 Menschen wurden verletzt. Zudem wurden in Nordrhein-Westfalen nach derzeitigem Stand 46 Todesopfer registriert.
Evakuierungen im Berchtesgadener Land schreiten voran
Seit gestern Abend hat sich die Unwettersituation vor allem im Süden Deutschlands und in Österreich verschlimmert. Im Hochwassergebiet des Berchtesgadener Landes müssen nun weitere Häuser evakuiert werden. Das betreffe einen Teilbereich an der Königsseer Ache, teilte das Landratsamt mit. Wie viele Menschen betroffen seien und was wo genau drohe - also Hochwasser oder ein Hangabrutsch - konnte eine Sprecherin noch nicht sagen.
Die betroffenen Menschen würden direkt kontaktiert. "Wichtig ist, auf die Anweisungen der Einsatzkräfte zu achten, zügig das betroffene Gebiet zu verlassen und sich zum angeordneten Sammelpunkt zu begeben." Zuvor waren bereits 135 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Denn in Schönau am Königssee droht ein Hangabrutsch. Ein Geologe sei vor Ort, um die Lage zu bewerten, so das Landratsamt.
KZ-Überlebende Esther Bejarano neben ihrem Ehemann beigesetzt
Die KZ-Überlebende Esther Bejarano ist nun auf dem Platz ihrer letzten Ruhe neben ihrem Ehemann angekommen. Sie wurde am Sonntag auf dem Jüdischen Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf neben ihrem bereits 1999 gestorbenen Ehemann Nissim beigesetzt. Die Musikerin und Aktivistin war am 10. Juli nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 96 Jahren in ihrer Wahlheimat Hamburg gestorben. Unter den zahlreichen Trauergästen waren auch Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Bürgermeister Peter Tschentscher, die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli sowie der Schauspieler Rolf Becker.
"Esther Bejarano hat sich nicht nur in Hamburg, sondern deutschlandweit um unsere Zivilgesellschaft verdient gemacht", sagte die SPD-Politikerin Veit anlässlich der Trauerfeier. "Als Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück hat sie wichtigste Aufklärungsarbeit an Schulen und Universitäten geleistet." Es sei bewundernswert, mit welcher Energie sie sich bis zum Schluss gegen Rechtsextremismus engagiert habe.
Schichtwechsel
Mein Kollegin Sabine Oelmann hat nun Feierabend. Ich habe den "Tag" von ihr übernommen und begleite Sie bis heute Abend durch die Nachrichten. Schreiben Sie mir gerne an maximilian.perseke@nama.de, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben.
Los geht's!
Zeugen für brutalen Überfall auf 67-Jährige in Bremen gesucht
Eine Frau ist in Bremen nach einem Streit mit einem Fahrradfahrer zusammengeschlagen worden. Die Frau und der Radfahrer seien aneinandergeraten, nachdem sie sich laut über die Fahrweise des Mannes geärgert habe, teilt die Polizei mit. Der Mann umkreiste die Frau, die jedoch in eine andere Straße flüchten konnte. Nur wenig später holte sie der Radfahrer zusammen mit einer anderen Frau jedoch ein. Beide stießen die Passantin zu Boden. Anschließend sollen die beiden sie mit Schlägen und Tritten am Hinterkopf und Rücken verletzt haben. Als die 67-Jährige nach Hilfe rief, drohten die beiden Angreifer ihr noch und flüchteten anschließend.
Die verletzte Frau wurde in einem Krankenhaus behandelt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen und ermittelt wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung.
Kanzlerin in Hochwasser-Gebiet eingetroffen
Angela Merkel ist am Sonntag zu einem Besuch in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz eingetroffen. Gegen Mittag besucht Merkel die Eifelgemeinde Schuld, die besonders schwer von der Flutkatastrophe getroffen ist. Die Kanzlerin wolle sich vor Ort ein Bild von der Lage machen, hieß es im Vorfeld. Begleitet wurde sie unter anderem von der Mainzer Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Ortsbürgermeister von Schuld, Helmut Lussi, begrüßte Merkel. Fernsehbilder zeigten sie auf einer Brücke im Gespräch mit Einsatzkräften. Für den Nachmittag ist ein Pressestatement in Adenau geplant. Die Unwetterkatastrophe im Landkreis Ahrweiler hat bislang 110 Todesopfer gefordert, 670 Menschen wurden verletzt.
"Bei dem Wort Ruhestand kriege ich Hautausschlag"
Seit 30 Jahren mischt Hubertus Meyer-Burckhardt in der deutschen Filmbranche mächtig mit. Er ist Fernseh- und Kinofilmproduzent, talkt zusammen mit Barbara Schöneberger und schreibt Bücher.
Er mag das Risiko, bereut nix und hat einen konkreten Geburtstagswunsch. Der Ruhestand ist es nicht: ""Ruhestand. Da ist ja das Wort stehen drin, das Wort Stillstand." Das komme für ihn überhaupt nicht in Frage. Im Gegenteil. Die Menschen in seiner Umgebung würden in dem Alter kräftig weiter machen und das habe er auch vor. "Bei dem Wort Ruhestand kriege ich Hautausschlag." Mehr zu HMB später.
Vitali Klitschko geht in die 50. Runde
Einst hat er Gegner im Boxring geschlagen, heute schlägt sich Vitali Klitschko mit der Kommunalpolitik in der Ukraine herum: Der Ex-Boxweltmeister und Kiewer Bürgermeister wird an diesem Montag 50 Jahre alt. Gefeiert werde in engstem Familienkreis in Europa, teilt seine Pressestelle mit. Klitschko wurde erst im vergangenen November für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt. Ihm werden Ambitionen auf höhere politische Ämter in dem osteuropäischen Land nachgesagt.
Für 2024 gehen Beobachter davon aus, dass Klitschko sich im Gegensatz zu 2014 um das Präsidentenamt bewerben wird. Nach mehreren Razzien in kommunalen Unternehmen und im Umfeld von Klitschko warf der Bürgermeister zuletzt dem Büro von Präsident Wolodymyr Selenskyj vor, es wolle seine Absetzung vorantreiben und damit einen Konkurrenten aus dem Weg räumen. Klitschko bestreitet regelmäßig, dass er Ambitionen auf das höchste Amt im Staate habe. Der frühere Profi-Boxer hat sich in seinen über sieben Jahren als Bürgermeister vor allem darauf konzentriert, die Hauptstadt mit ihren drei Millionen Einwohnern in eine "grüne Lunge" umzugestalten. Bisher wurde allerdings keine einzige Metrostation eröffnet. Sein Versprechen, eine neue Brücke über den Fluss Dnipro für Autos und U-Bahnen fertig zu bauen, konnte er bis heute nicht einlösen. Die Arbeiten begannen 1993.
Pussy Riot-Mitglied Veronika Nikulschina verlässt Russland
Ein Mitglied der für politische Proteste bekannten russischen Punkband Pussy Riot hat nach mehreren Festnahmen Russland verlassen. Sie sei zum Flughafen gefahren, unmittelbar nachdem sie aus einem Gefängnis entlassen worden sei, sagt Veronika Nikulschina dem kremlkritischen Internetsender Doschd. "Die Behörden versuchen, uns etwas zu sagen."
Zuvor hatte sie zweimal hintereinander eine jeweils 15-tägige Haftstrafe wegen angeblichen Ungehorsams gegenüber der Polizei verbüßt. Wohin die Aktivistin mit ihrem Freund geflogen ist, wollte sie zunächst nicht sagen. Sie wolle aber nach Russland zurückkehren, vermutlich nach der Wahl zur Staatsduma Mitte September, erklärte Nikulschina. Im Vorfeld der Abstimmung gingen die Behörden bereits mehrfach gegen Andersdenkende vor. In der Vergangenheit waren wiederholt Mitglieder der Punkband in Polizeigewahrsam genommen und zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Gruppe sorgt immer wieder mit radikalen Aktionen für Aufsehen.
Videos zur Lage aus den Flutgebieten
Berichte, wie es den Menschen geht, die von der Flut betroffen sind oder von den Helfern, die mit anpacken.
Der Regen hört nicht auf - er verlagert sich nur, zum Beispiel zu unseren Nachbarn nach Österreich.
In Indien tötet Monsun mindestens 26 Menschen
Nach dem Einsturz mehrerer Häuser bei schwerem Monsunregen und Erdrutschen in der indischen Millionenmetropole Mumbai sind mindestens 26 Menschen gestorben. In dem Vorort Chembur wurden mindestens 19 Menschen getötet und neun weitere verletzt, als sechs Unterkünfte zusammenbrachen, wie die Polizei mitteilt. Bei einem ähnlichen Vorfall in einem weiteren Vorort der Stadt, Vikhroli, berichten örtliche Medien von mindestens sieben Toten und zwei Verletzten. In der Region hatte es seit Samstagabend sintflutartige Regengüsse gegeben. Da weitere Verschütteten in den Trümmern vermutet wurden, setzten die Rettungskräfte ihre Suche zunächst fort. Anhaltende starke Regenfälle und Probleme beim Transport schwerer Geräte in die betroffenen Gegenden behinderten die Arbeiten jedoch. Fernsehaufnahmen zeigten, wie Helfer mit bloßen Händen Trümmer wegräumten und Leichen bargen.
Premierminister Narendra Modi sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und versprach finanzielle Zuwendungen für die Betroffenen. Die heftigen Regenfälle sorgten zudem in mehreren Gebieten der Finanzmetropole für Überschwemmungen, der Zugverkehr wurde zeitweise unterbrochen. Für die kommenden Tage sagte der regionale Wetterdienst weitere schwere Regenfälle voraus.
Nach langem Streit: Grüne verjüngen sich im Saarland
Die Grünen im Saarland haben sich nach langem Streit auf eine Liste für die Bundestagswahl im September geeinigt. Zur Spitzenkandidatin wählten sie am Samstag Jeanne Dillschneider, wie der Saarländische Rundfunk (SR) berichtete. Die 25-Jährige erklärte demnach, sie wolle dazu beitragen, die Grabenkämpfe innerhalb der Partei zu beenden. Dillschneider, Vorsitzende der Grünen Jugend im Saarland, hatte bei der vorangegangenen Landeslistenaufstellung am 20. Juni gegen Ex-Parteichef Hubert Ulrich verloren. Das Landesschiedsgericht der Grünen in Rheinland-Pfalz untersagte die von Ulrich angeführte Liste für die Bundestagswahl aber wegen formaler Fehler. Der 63-Jährige scheiterte mit einem Eilantrag gegen einen neuen Parteitag vor dem Landgericht Saarbrücken.
Ulrichs Wahl hatte innerhalb der Partei für breite Kritik gesorgt. Zum einen wurde ihm vorgeworfen, gegen das Frauenstatut der Grünen zu verstoßen, demzufolge ungerade Listenplätze für Frauen vorbehalten sind. Zum anderen ist der 63-Jährige wegen mehrerer innerparteilicher Kontroversen seit langer Zeit umstritten. Unter anderem hatte sich der Landesverband unter seiner Führung im Jahr 2009 für eine Jamaika-Koalition an der Saar ausgesprochen, obwohl rechnerisch damals auch Rot-Rot-Grün möglich gewesen wäre.
Ende Juni traten zahlreiche ranghohe Parteimitglieder aus dem Saarland zurück, darunter auch der frisch gewählte Grünen-Vorsitzende Ralph Rouget, der sein Amt nach nur fünf Tagen wieder aufgab.
Menschen suchen Angehörige in Erftstadt bei Köln
In der vom Hochwasser besonders betroffenen Ortschaft Erftstadt westlich von Köln suchen zahlreiche Menschen nach ihren Angehörigen. Bisher wurden laut Angaben der Stadt bei der am Samstag eröffneten "Personenauskunftsstelle" 59 Menschen gemeldet, deren Aufenthaltsort ungewiss ist. 16 davon kämen aus Erftstadt. Unter den Gesuchten seien auch Bewohner einer Altenpflegeeinrichtung, die am Samstag evakuiert werden musste. Viele Menschen wüssten nicht, wo ihre Angehörigen sein könnten, weil etwa das Telefonnetz zusammengebrochen war, erklärte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises am Sonntag.
Den Angaben der Stadt zufolge konnten Einsatzkräfte bislang 70 Fahrzeuge bergen, 25 stünden noch im Wasser. Bislang wurden keine Menschen in den Autos und Lastwagen entdeckt. Zwei Fahrzeuge konnten Helfer bislang nicht sichten, weil sie unter einem Lkw lagen. In Erftstadt waren am Samstag erste Aufräumarbeiten angelaufen. Die Bundeswehr begann damit, auf der Bundesstraße 265 bei Erftstadt die von den Fluten eingeschlossenen Fahrzeuge mit Radpanzern zu bergen.
Hip-Hop-Star Biz Markie mit 57 gestorben
Der US-Rapper Biz Markie, der 1989 mit "Just A Friend" seinen größten Hit hatte, ist tot. Der Musiker sei am Freitagabend im Alter von 57 Jahren im Beisein seiner Frau Tara in Baltimore gestorben, bestätigt seine Managerin gegenüber US-Medien. Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht veröffentlicht. Markie trug den Beinamen "The Diabolical" ("Der Teuflische") und wurde wegen seiner lustigen Texte auch "Clown Prince of Hip Hop" genannt. Er wurde mit dem bürgerlichen Namen Marcel Theo Hall 1964 im New Yorker Stadtviertel Harlem geboren und wuchs in Long Island vor den Toren der Stadt auf. Ursprünglich wurde er als Beatbox-Künstler bekannt und war Teil der genreprägenden Juice Crew. Wegen einer schweren Diabetes-Erkrankung war er 2020 im Krankenhaus.
Biz Markies Tod ist der jüngste Fall in einer längeren Reihe von Rap-Künstlern, die in den vergangenen Monaten starben. Der bekannteste Fall: Earl Simmons, bekannt als DMX. Am 17. April starb dann der an der Seite von P. Diddy bekannt gewordene Rapper Black Rob im Alter von 51 Jahren. Der 1971 geborene Gift of Gab, Mitbegründer des Duos Blackalicious, starb wegen Nierenproblemen am 18. Juni. "Wir trauern heute Abend um einen echten Sohn Harlems", schrieb New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio bei Twitter zum Tod von Biz Markie. Dieser habe mit einem typischen New Yorker Sinn für Humor den Hip-Hop auf den Kopf gestellt.
"Versuche einer Instrumentalisierung der Unwetterkatastrophe"
Nach der Flut kommt - die Flut. Die Flut an Kommentaren von denen, die schon immer alles besser gewusst haben. Oder sich bestätigt sehen. Dabei geht es jetzt vorrangig ums Helfen. Und dann müssen wir natürlich ackern, um weitere Katastrophen zu verhindern.
Die "Neue Zürcher Zeitung am Sonntag" zum Beispiel kritisiert die Versuche einer Instrumentalisierung der Unwetterkatastrophe: "Die Angehörigen der Opfer und die Bürger der verwüsteten Ortschaften werden Hilfe benötigen, um ihren Weg zu finden und zerstörte Existenzen wiederaufzubauen. Was sie nicht brauchen, sind Klimaaktivisten in Politik, Medien und leider auch in der Wissenschaft, die in der Katastrophe vor allem die Bestätigung ihrer eigenen klimapolitischen Weitsicht sehen: Wir haben es euch ja schon immer gesagt. (...) Warum den Menschen in den Hochwassergebieten nicht gleich vorhalten, dass sie bisher mehrheitlich konservativ und nicht grün gewählt haben? Die Instrumentalisierung der Katastrophe ist zynisch und perfide, weil das globale Klima nicht durch eine nationale Politik zu ändern war oder sein wird."
Habeck statt Baerbock? "Kokolores", findet er ...
Mehr als ein Drittel der Deutschen ist dafür, dass die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mitten im Wahlkampf von ihrem Co-Parteivorsitzenden Robert Habeck abgelöst wird. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 35 Prozent dafür aus. Nur 24 Prozent meinten, Baerbock solle Kanzlerkandidatin bleiben. 41 Prozent machten keine Angaben.
Baerbock steht in der Kritik, weil sich in ihrem Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Zudem hatte sie Sonderzahlungen der Partei verspätet an den Bundestag gemeldet. Auch mussten Partei und Kandidatin Angaben in Baerbocks Lebenslauf korrigieren. Nach einem Hoch unmittelbar nach der Nominierung Baerbocks als Kanzlerkandidatin haben die Grünen in den Wahlumfragen wieder deutlich an Zustimmung verloren. Habeck, der lange selbst als Kanzlerkandidat gehandelt worden war, hat die Diskussion um eine Ablösung Baerbocks in der "Süddeutschen Zeitung" allerdings als "Kokolores" bezeichnet.
Immerhin: Bei den Anhängern der Grünen überwiegen weiterhin die Sympathien für Baerbock, an anderen Stellen wird es schwierig.
Schweinerei - Zahl der Trüffelanbauer wächst in Deutschland
Und was machen jetzt die Trüffelschweine? Trüffel made in Germany sind immer noch ein Nischenprodukt, aber die Zahl der Trüffelanbauer wächst in Deutschland stetig. Seit 2014 widmen sich mehr und mehr Menschen den Trüffeln, erläutert Markus Mayer, Sprecher des Verbandes für Trüffelanbau und Nutzung in Deutschland. "Wir schätzen die Zahl der Trüffelanbauer bundesweit auf derzeit 250 bis 350." Die Erntemenge sei aber noch gering und lasse sich nicht schätzen.
"Der Anbau in Deutschland ist derzeit immer noch in der Pionierphase." Damit die kulinarisch wertvollen Trüffel der Gattung Tuber wachsen, müssen Bäume wie Haselnuss, Buche oder Eiche an ihren Wurzeln mit dem jeweiligen Trüffelpilz "beimpft" werden. Erstmals geerntet wird dann nach frühestens sieben Jahren, erläutert Michael Heiler aus Waghäusel bei Karlsruhe, der auf mittlerweile drei Plantagen anbaut. Die feine Nase eines weiblichen Trüffelschweins, die das begehrte Gut "erschnüffelt", wird da tatsächlich nicht mehr gebraucht. Ludger Sproll und Ulrich Stobbe, die vor zehn Jahren die "erste Trüffelbaumschule Deutschlands" gründeten, sehen auf jeden Fall einen Markt, der sich lohnt. Geschmacklich stünden deutsche Trüffel den aus dem Ausland kommenden in nichts nach.
Über Korallen reden - bevor es zu spät ist!
Die Universität Bremen ist ab Montag Gastgeberin einer virtuellen Ausgabe des Internationalen Korallenriff Symposiums (ICRS). Rund 1200 Forschende aus 80 Nationen tauschen sich für fünf Tage bei einem Online-Kongress darüber aus, wie die Zerstörung der wertvollen Unterwasser-Ökosysteme aufgehalten werden kann. Nach Angaben der Uni sind 30 Prozent aller Korallenriffe bereits verloren, 40 Prozent sind massiv bedroht.
Im Juli 2022 wollen sich die Forschenden zudem in einer Präsenz-Veranstaltung in der Hansestadt treffen. Begleitend zu beiden Symposien zeigt das Übersee-Museum noch bis zum 10. Juli 2022 die Ausstellung "Korallenriffe - vielfältig. verletzlich. verloren?2
Ermittlungen zum Absturz in Böblingen dauern an
Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im Kreis Böblingen (Baden-Württemberg) mit drei Toten dauern die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks weiter an. Nachdem ein Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) am Samstagmittag seine Arbeit aufnahm, sind nach Angaben eines BFU-Sprechers inzwischen zwei weitere Experten vor Ort mit dem Fall befasst.
Bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, könnte es nach Angaben des BFU-Sprechers aber noch eine Weile dauern, ein Zwischenbericht werde für Ende September erwartet. Bei den Toten an der Absturzstelle handelt es sich nach Angaben der Polizei vermutlich um den Piloten der Maschine und zwei Insassen. Das Flugzeug vom Typ "Piper" war am Samstagmorgen in einem Wald bei Steinenbronn abgestürzt.
Die Pegel in Passau steigen
Im bayerischen Passau steigen die Wasserstände der Flüsse stündlich weiter an, die Polizei schleppt vorsorglich Autos von Parkplätzen an der Donau ab. Anwohner hätten trotz Hochwasserwarnungen versäumt, ihre Fahrzeuge umzuparken. "Wenn wir sie nicht abschleppten, dann schwimmen die Dinger bis Österreich", so eine Polizeisprecherin.
Der Pegel der Donau war nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes im Laufe des Samstags um fast zwei Meter auf 7,80 Meter gestiegen. Der Wasserstand der Inn stieg in den vergangenen zwölf Stunden von 3,30 auf 5,40 Meter.
Deutschland bei Asylanträgen Spitzenreiter
Deutschland ist bei den Asylanträgen in den ersten sechs Monaten des Jahres Spitzenreiter in der EU - vor Frankreich, Spanien und Italien. In dem Zeitraum gingen 47.231 neue Asylanträge in der Bundesrepublik ein, wie aus dem "Situationsbericht: Migrations- und Flüchtlingssituation" der EU-Kommission vorgeht, der der "Welt am Sonntag" vorliegt. Das sind mehr als doppelt so viele Anträge wie in Italien (20.620).
36 Prozent der Antragssteller in Deutschland sind den Angaben zufolge Syrer, gefolgt von Afghanen (18 Prozent) und Irakern (6,6 Prozent). Auf Deutschland folgen Frankreich mit 32.212 Anträgen und Spanien mit 25.823. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 194.808 Asylanträge in der EU sowie der Schweiz und Norwegen gestellt. Das entspricht weitgehend den Zahlen des Vorjahreszeitraums. Beide Halbjahreswerte lagen infolge der Corona-Pandemie niedriger als in den Jahren zuvor.
Lachen über Schwulenklischees? 20 Jahre "Schuh des Manitu"
Lachen wir seit langem eigentlich nur auf Kosten anderer? Und ist deutscher Humor nur erfolgreich, wenn er auf Kosten von Minderheiten geht? 35 Jahre nachdem über rassistische Begriffe in "Otto - der Film" debattiert wurde stellt sich nach 20 Jahren "Der Schuh des Manitu" im Jahr 2021 die Frage, ob Schwulenklischees wirklich so witzig sind.
Am 19. Juli 2001 kam die Karl-May-Film-Parodie "Der Schuh des Manitu" in die deutschen Kinos, und Michael "Bully" Herbigs Persiflage auf die alten Winnetou-Filme wurde mit 11,7 Millionen Besuchern der erfolgreichste bundesdeutsche Nachkriegskinostreifen. Um "radikale Klischee-Verdichtung und die Aufhebung im kompletten Nonsens" gehe es - und all das mache den besonderen Reiz dieser Westernklamotte aus, hieß es seinerzeit. Wie wir heute damit umgehen können Sie im hier verlinkten Artikel lesen.
Das Wetter am Sonntag
Am Sonntag dominiert in Deutschland ruhiges Wetter, die Sonne scheint verbreitet und die Temperaturen bewegen sich fast überall in angenehm sommerlichen Bereichen. An den Alpen muss weiterhin mit teils kräftigen Gewittern gerechnet werden.
Zahl der Todesopfer durch Unwetterkatastrophe auf 156 angestiegen
Die Zahl der Todesopfer durch die Unwetterkatastrophe in Deutschland ist nochmals deutlich gestiegen und liegt nun bei 156. Wie das Polizeipräsidium in Koblenz am frühen Sonntagmorgen mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Rheinland-Pfalz um weitere zwölf auf 110. Die Behörde äußerte die Befürchtung, "dass noch weitere Todesopfer hinzukommen". Zahlreiche Menschen in Rheinland-Pfalz sowie in Nordrhein-Westfalen galten weiterhin als vermisst. In NRW waren bis Samstagabend 45 Tote gezählt worden. Zudem kam mindestens ein Mensch bei Überschwemmungen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land ums Leben.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen! Verlässlich wie ein Uhrwerk geht die Sonne auf - ich hoffe jedoch für Sie, dass Sie noch sehr gemütlich im Bett liegen. Oder sind Sie eher so ein früher Vogel? Wie ich *räusper*? Heute ist Sonntag. Also, falls Sie aus Versehen den Wecker gestellt hatten, können Sie sich nochmal umdrehen. Oder heimlich bei ntv.de unter der Bettdecke lesen, was heute so ansteht. So richtig gute Laune will nicht aufkommen, denn weiterhin wird uns das Wetter und seine katastrophalen Auswirkungen auf uns und unsere Nachbarländer beschäftigen. Ich habe zwar theoretisch gute Laune, denn ich hatte gerade Urlaub, werde Sie nun aber erst einmal angemessenen durch den Tag begleiten. Wenn Sie mir schreiben wollen, gern: sabine.oelmann@nama.de ist die Adresse dafür.
Alles zu den Aufräumarbeiten und Politikerbesuchen in den Flutgebieten, Fragen und Antworten zum Thema Katastrophen- und Klimaschutz, wie wird das Wetter?
11. Internationale Konferenz zur HIV-Forschung: Die Konferenz der International Aids Society (IAS) mit Sitz in Genf sollte im Jahr 2021 erstmals nach Berlin kommen (nach der Welt-Aids-Konferenz 1993), findet aber nur virtuell statt. Den Auftakt machen Bundeskanzlerin Merkel und Gesundheitsminister Spahn
Angesichts der momentanen Klima-Katastrophen eine wirklich gute Frage: Welche Klimaauswirkungen hat der künftige Weltraumtourismus? Amazon-Gründer Jeff Bezos will Menschen auf einen kurzen All-Trip schicken - darunter sich selbst. Man fragt sich, ob das eigentlich nötig ist
Missbrauch in der Kirche - Wie geht es weiter nach dem Pressestatement von Kardinal Reinhard Marx und Gemeindevertretern zu Fällen in der Kirchengemeinde? Ein wegen sexuellen Missbrauchs verurteilter Priester war in die Gemeinde versetzt worden und soll dort weitere Kinder missbraucht haben
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