Der Tag
18. März 2024
verstlmit Lea Verstl
Zum Archiv
22:20 Uhr

Das war Montag, der 18. März 2024

Liebe Leserinnen und Leser,

Menschenrechtsorganisationen wie das UNHCR warnen Israel eindringlich davor, eine Bodenoffensive in der Grenzstadt Rafah im Gazastreifen zu starten - ebenso wie Bundeskanzler Scholz. 1,5 Millionen Menschen leben dort auf engstem Raum, weil sie Zuflucht vor den Attacken finden mussten. Doch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lässt sich nicht beirren. Warum er an dem Manöver festhält, erklärt meine Kollegin Frauke Niemeyer, die aus Tel Aviv berichtet.

Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.

Das war Montag, der 18. März 2024
21:59 Uhr

Notstand in slowakischem Touristenort nach Angriffen von Bären

Nach zwei Bären-Angriffen hat ein Touristenort in der Slowakei den Notstand ausgerufen. Wie eine Sprecherin des Ortes Liptovsky Mikulas mitteilte, hatte ein Bär am Sonntag dort fünf Menschen attackiert, darunter ein Kind (siehe "Tag"-Eintrag unten um 18.15 Uhr). Am Freitag war eine 31-jährige Frau in der Umgebung des Ortes zu Tode gestürzt, als sie von einem Bären verfolgt wurde.

Liptovsky Mikulas liegt rund 300 Kilometer von Bratislava entfernt am Fuße der Tatra und in der Nähe von beliebten Skigebieten. Nach Angaben der Sprecherin trieb sich der Bär am Sonntag im Zentrum des Ortes herum und attackierte fünf Menschen, bevor er sich in die umliegenden Wälder zurückzog. Unter den Opfern war ein zehnjähriges Kind; ein 72-jähriger Mann musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Die Behörden wiesen die Menschen an, besonders abends und morgens die Wohngebiete nicht zu verlassen, da der Bär weiterhin frei herumlaufe. Patrouillen aus Jägern, Polizisten und Wildtierexperten suchten nach dem Raubtier; nach Angaben der Sprecherin waren sie mit einem Nachtsichtgerät, Waffen und Fallen ausgerüstet.

Notstand in slowakischem Touristenort nach Angriffen von Bären
21:30 Uhr

Mann fährt in 19 Tagen 25 Mal zu schnell - Haft

25 Geschwindigkeitsüberschreitungen binnen nur 19 Tagen haben einem Franzosen in Norwegen 21 Tage im Gefängnis und ein Jahr ohne Führerschein beschert. Das schwerwiegendste Vergehen erfolgte dem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Urteil zufolge am 20. Februar, als der Franzose am Steuer eines Kia mit 113 Stundenkilometern in einer 70-kmh-Zone unterwegs war. Der 23-Jährige habe "eine Gefahr für den Verkehr" dargestellt, befand das Gericht in Oslo.

Der junge Mann, der vor etwas mehr als einem Monat auf der Suche nach einem Job in das skandinavische Land gekommen war, wurde zwischen dem 6. und 25. Februar insgesamt 25 Mal mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt, wie die örtliche Presse berichtete. Laut der Zeitung "Aftenposten" wurden die meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen von fest installierten Radaranlagen erfasst, von deren Existenz der Fahrer nichts wusste. Aufgrund seines umfassenden Geständnisses wurde dem Franzosen eine Verkürzung der Gefängnisstrafe von 24 auf 21 Tage gewährt. Allerdings muss der Raser auch ein Jahr lang auf seinen Führerschein verzichten.

Mann fährt in 19 Tagen 25 Mal zu schnell - Haft
21:06 Uhr

Opfer-Familie sucht nach tödlichem Unfall mit Video nach Todesfahrer

Rund ein Jahr nach einem Unfall mit einem getöteten jungen Mann in Wesseling bei Köln geht die Familie des Opfers einen ungewöhnlichen Schritt: Mit einem emotionalen Video und einer Belohnung sucht sie selbst nach dem Todesfahrer. In dem auf Youtube veröffentlichen Clip appellierte der Vater des Toten an den mutmaßlichen Täter, sich zu stellen. "Wir sind uns sicher, dass dich deine Tat belastet", sagt er dort in die Kamera. "Sei kein jämmerlicher Feigling, mache reinen Tisch, stelle dich der Polizei." Für Hinweise, die zu dem Täter führen, setzte die Familie eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro aus. Mehrere Medien berichteten darüber.

Der 20-Jährige war am 26. März 2023 in Wesseling als Fußgänger von einem Auto angefahren worden und später in einer Klinik an seinen schweren Verletzungen gestorben. Nach damaligen Angaben hatte ein Zeuge gegen 1.00 Uhr am Morgen einen lauten Knall gehört und dann aus seiner Wohnung heraus auf der Straße einen Menschen liegen sehen. Nach dem Fahrer wurde danach gefahndet - aber bislang ohne Erfolg.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft teilte mit, dass es aufwendige Ermittlungen gegeben habe. "Durch Zeugenvernehmungen und kriminaltechnische Untersuchungen von Bruchteilen von Fahrzeugkomponenten, die an der Unfallstelle gefunden wurden, konnten Hersteller und Typ des von dem nach wie vor unbekannten Täter geführten Pkw identifiziert werden", erklärte er. Große Datenmengen seien erhoben und ausgewertet worden - unter anderem bei Straßenverkehrsbehörden und verschiedenen Unternehmen der Automobilbranche. Die Auswertung der Untersuchungsergebnisse dauere allerdings noch an

Opfer-Familie sucht nach tödlichem Unfall mit Video nach Todesfahrer
20:38 Uhr

Gericht verbietet Polizist Auftritt als "Officer" in sozialen Netzwerken

Das Verwaltungsgericht Berlin hat einem Polizisten verboten, in den sozialen Medien als "Officer" aufzutreten. Seine derartige Nebentätigkeit bleibe verboten, sagte ein Gerichtssprecher. Das Gericht wies demnach eine Klage des Manns ab. Zuvor hatte es bereits im Februar 2023 in einer Eilentscheidung ein vorläufiges Verbot erlassen. Der Hauptkommissar betrieb auf Tiktok ein Profil mit Polizeibezug. Dort führte er ein Interview mit einem prominenten Clanmitglied und duzte seinen Interviewpartner.

Das Land verbot ihm daraufhin, in den sozialen Netzwerken eine Nebentätigkeit mit Polizeibezug auszuüben, und forderte die Löschung seiner Beiträge und seines Profilnamens. Diese Entscheidung bestätigte das Verwaltungsgericht nun. Die Nebentätigkeit verletze seine Dienstpflicht, entschieden die Richter nach Angaben des Sprechers. Auch das Interview mit dem Clanmitglied sei ein Verstoß. Sein Auftreten in den sozialen Medien wirke wie eine offizielle Öffentlichkeitsarbeit, die aber nur der Polizei zustehe.

Gericht verbietet Polizist Auftritt als "Officer" in sozialen Netzwerken
20:00 Uhr

Ed Sheeran lässt indische Fans ausflippen

Mit einer doppelten Überraschung hat Weltstar Ed Sheeran seine Fans in Indien zur Ekstase gebracht. Bei seinem Konzert in Mumbai am vergangenen Wochenende trauten die rund 50.000 Anwesenden zuerst ihren Augen und dann ihren Ohren nicht mehr.

Zunächst zauberte Sheeran den heimischen Superstar Diljit Dosanjh zu sich auf die Bühne. Mit ihm zusammen stimmte er dann kurz darauf auch noch dessen Hit "Lover" an - in der in Teilen Indiens und Pakistans gesprochenen Sprache Panjabi. Den denkwürdigen Moment, der zugleich eine Premiere für Sheeran darstellte, postete der Brite auf seinem offiziellen Instagram-Account. Dazu schrieb er: "Heute Abend durfte ich Diljit Dosanjh in Mumbai vorstellen und zum ersten Mal auf Panjabi singen. Ich hatte eine unglaubliche Zeit in Indien, es wird noch mehr geben!"

Ed Sheeran lässt indische Fans ausflippen
19:48 Uhr

Tanzende Frau auf Gleisen bringt ICE zum Stehen

Eine Frau auf den Gleisen hat den Zugführer eines ICE im Bahnhof Bergen zu einer Gefahrenbremsung veranlasst. Die 26-Jährige sei unverletzt, aber aufgrund ihres psychischen Zustandes in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Bundespolizei mit. Zuvor sei die Frau von Zeugen beim Tanzen auf den Bahngleisen beobachtet worden.

Bei der Notbremsung seien keine Reisenden verletzt worden. Laut Bundespolizei war der Zug wegen des bevorstehenden Halts im Bahnhof Bergen schon recht langsam unterwegs.

Tanzende Frau auf Gleisen bringt ICE zum Stehen
19:16 Uhr

Unfallfahrt und falsche Kennzeichen: Deutsche auf Mallorca gefasst

Nach einer Unfallfahrt mit einem Schwerverletzten hat die Polizei auf Mallorca ein deutsches Ehepaar festgenommen. Der Mann soll im Oktober in Porto Cristo an der Ostküste der Insel einen jugendlichen Mopedfahrer angefahren und schwer verletzt haben, wie die Polizei mitteilte. Er und seine Ehefrau sollen daraufhin versucht haben, den Unfall zu vertuschen. Zunächst hatte der Vorfall viele Fragen aufgeworfen. Die Beamten hatten den schwerverletzten Minderjährigen und die auf der Insel wohnende Deutsche vorgefunden.

Die Deutsche gab damals an, eine Freundin habe das Unfallfahrzeug gefahren, von dem jedoch zunächst jede Spur fehlte. Die Ermittlungen der Polizei hätten jedoch ergeben, dass diese Aussage erfunden war und die Freundin gar nicht existierte. Ein Augenzeuge gab eine Beschreibung des Fahrers des Wagens ab. Die spanischen Beamten baten die deutschen Behörden um Hilfe, um die Familie der Frau unter die Lupe nehmen zu können.

So stellte sich laut Polizei heraus, dass ihr Mann den Unfall verursacht haben soll. Das Paar sei im Auto mit überhöhter Geschwindigkeit entgegen der Fahrtrichtung unterwegs gewesen, hieß es. Während die Frau am Unfallort blieb, soll der Mann das Auto versteckt haben. Die Polizei fand das Fahrzeug später in der Nähe der Wohnung der beiden.

Unfallfahrt und falsche Kennzeichen: Deutsche auf Mallorca gefasst
18:44 Uhr

Er nennt sich "Oberhase": Verwahrloster lebt mit 20 Kaninchen

Mitarbeiter des Veterinäramtes sowie Polizeikräfte haben im Berliner Ortsteil Hellersdorf in der Einraumwohnung eines 38-jährigen Mannes am vergangenen Mittwoch 19 lebende und ein totes Zwergkaninchen geborgen. Der unter Betreuung stehende Mann leistete den sieben Polizeibeamten gegenüber massiven Widerstand und bedrohte die leitende Veterinärbeamtin verbal mit dem Tod, heißt es in der entsprechenden Polizeimeldung. Die gesamte Wohnung war demnach stark mit Einstreu, Tierkot und Hausmüll verschmutzt.

"Ganze Wolken von Fliegen kamen den Einsatzkräften nach Öffnung der Wohnung entgegen. Die durch Inzucht vermehrten Kaninchen hatten die Matratzen der Schlafcouch zerfressen und darin Gänge und Wurfhöhlen angelegt", heißt es weiter in der Meldung. Dazwischen habe der psychisch kranke Tierhalter, der sich selbst "als Oberhase bezeichnete", geschlafen.

Er nennt sich "Oberhase": Verwahrloster lebt mit 20 Kaninchen
18:32 Uhr

EU will erstmals Sanktionen gegen israelische Siedler verhängen

Die EU erwägt erstmals Strafmaßnahmen gegen radikale israelische Siedler im Westjordanland. Außenminister der Mitgliedstaaten verständigen sich auf entsprechende Pläne, wie mehrere Diplomaten sagen.

EU will erstmals Sanktionen gegen israelische Siedler verhängen
18:16 Uhr

Bär rast durch Stadt und verletzt mehrere Passanten

Ein Bär versetzt die Stadt Liptovsky Mikulas im Norden der Slowakei in helle Aufregung. Das verirrte Tier prescht durch ein Wohngebiet und verletzt auf seinem Weg fünf Menschen. Videos von Augenzeugen zeigen das panische Tier bei seiner Flucht durch die Straßen.

Bär rast durch Stadt und verletzt mehrere Passanten
17:41 Uhr

Trump bringt Sicherheitsleistung von 454 Millionen Dollar nicht auf

Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ist seinen Anwälten zufolge bislang nicht in der Lage, im New Yorker Betrugsprozess die geforderte Sicherheitsleistung in Höhe von gut 454 Millionen Dollar aufzubringen. Der Republikaner muss die Summe entweder selbst vorlegen oder eine Sicherheit vorweisen, um in Berufung gehen zu können und eine Beschlagnahme seines Eigentums durch den Bundesstaat New York zu verhindern. Eine so hohe Summe sei "unter den gegebenen Umständen" nicht aufzubringen, hieß es in einem Schreiben von Trumps Anwälten an ein Berufungsgericht.

Viele Kautionsgesellschaften würden keine Sicherheiten über 100 Millionen Dollar leisten und akzeptierten zudem Immobilien nicht als Gegenwert. Die Anwälte baten um eine Aufschiebung oder eine Begrenzung auf 100 Millionen Dollar. Trump war Mitte Februar von einem Gericht zur Zahlung von 354,9 Millionen Dollar plus Zinsen verurteilt worden, die laufend addiert werden. Der Richter sah es als erwiesen an, dass der Ex-Präsident sein Vermögen zu hoch angegeben hatte, um Kreditgeber zu betrügen.

Trump bringt Sicherheitsleistung von 454 Millionen Dollar nicht auf
17:16 Uhr

Krebs könnte Charles bei Geburtstagsparade ausbremsen

König Charles III. soll trotz seiner Krebserkrankung fest entschlossen sein, an seiner Geburtstagsparade im Juni teilzunehmen. Wie die "Daily Mail" berichtet, werde er dieses Jahr bei Trooping the Colour aber womöglich nicht auf einem Pferd reiten, sondern in einer Kutsche sitzen.

Der britischen Zeitung zufolge würden derzeit "Möglichkeiten geprüft", wie der König im Rahmen seiner laufenden Behandlung an der Militärparade teilnehmen könnte. Denkbar ist, dass der 75-Jährige in einer Kutsche vom Buckingham Palast zum Exerzierplatz gefahren wird, wo er das Spektakel von einem Podium aus verfolgen wird.

Eine endgültige Entscheidung über König Charles' Teilnahme werde aber erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen und hänge von der ärztlichen Empfehlung sowie seinem Gesundheitszustand ab, berichtet "Daily Mail" weiter. "Im Terminkalender stehen eine Reihe wichtiger Ereignisse, an denen Seine Majestät gerne teilnehmen würde, und dieses steht ganz oben auf der Liste", wird eine Quelle zitiert.

Krebs könnte Charles bei Geburtstagsparade ausbremsen
16:42 Uhr

Jong Uns Tochter Ju Ae wird als Nachfolgerin gehandelt

In Nordkorea ist die Tochter von Machthaber Kim Jong Un nach Angaben aus Seoul als mögliche Nachfolgerin ins Gespräch gebracht worden. Ein Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministeriums in Seoul verwies darauf, dass die staatlichen nordkoreanischen Medien Kim Jong Uns Tochter Ju Ae als "Hyangdo" bezeichnet haben, ein Titel für "großartige Führungspersönlichkeit".

Nach Einschätzung von Beobachtern war es das erste Mal, dass Ju Ae offiziell als Tochter des Machthabers vorgestellt wurde. Die junge Frau hatte ihren Vater in der Vergangenheit schon häufiger bei öffentlichen Auftritten begleitet, erstmals 2022, als staatliche Medien sie an dessen Seite während des Starts einer interkontinentalen ballistischen Rakete zeigten. Seither wird sie in den offiziellen Medien Nordkoreas als "Morgenstern Koreas" und "geliebtes Kind" gefeiert.

Jong Uns Tochter Ju Ae wird als Nachfolgerin gehandelt
16:15 Uhr

Sylt bekommt Sand für 8,6 Millionen Euro

An die Strände der beliebten Nordsee-Insel Sylt werden in diesem Jahr wieder rund 1,2 Millionen Kubikmeter Sand gespült, um die Küste zu sichern. Die Sandvorspülungen werden etwa 8,6 Millionen Euro kosten. "Die Sandvorspülungen sind dringend nötig, weil das gelebter Küstenschutz ist und wir an der Westküste vor Sylt nicht mit Deichen arbeiten", sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt auf Sylt.

Der Minister machte sich bei der Fahrt mit Geländefahrzeugen entlang der Strände von Hörnum im Süden bis nach Kampen ein Bild von den Schäden. Mit dabei waren auch Birgit Matelski, Direktorin des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN), sowie Manfred Uekermann, Vorsitzender des Landschaftszweckverbandes und Sylter Bürgermeister. Goldschmidt betonte, dass Küstenschutz insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels eine große Herausforderung sei.

Sylt bekommt Sand für 8,6 Millionen Euro
16:05 Uhr

Bundeswehr will bei Einsatz an Schulen "Personalwerbung" meiden

Die Bundeswehr hat im vergangenen Jahr mit ihren Jugendoffizieren an Schulen und anderen Einrichtungen 5600 Veranstaltungen durchgeführt und damit 158.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht. Die Zahl nannte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums vor Journalisten in Berlin. Hintergrund ist ein Vorstoß von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger mit Blick auf Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Die FDP-Politikerin hatte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe dafür plädiert, Zivilschutzübungen an Schulen abzuhalten, und dazu aufgerufen, ein "unverkrampftes Verhältnis zur Bundeswehr" zu entwickeln. "Ich halte es für wichtig, dass Jugendoffiziere in die Schulen kommen und berichten, was die Bundeswehr für unsere Sicherheit tut." Dass es da Vorbehalte gebe, könne sie nicht nachvollziehen.

Der Zivilschutz sei ein großes Feld, sagte der Bundeswehrsprecher. Wenn es hier Bedarf gebe, den Auftrag und die Aufgaben der Bundeswehr intensiv zu erörtern, stehe man mit den Jugendoffizierinnen und -offizieren natürlich zur Verfügung. Der Sprecher wies darauf hin, dass Besuche in Schulen grundsätzlich nur auf Einladung stattfänden. Die Offiziere hätten den Auftrag, neutral Auftrag und Aufgaben der Bundeswehr sowie Grundsatzfragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu erläutern. "Und sie haben auf keinen Fall den Auftrag - was zum Teil vermengt wird - Personalwerbung durchzuführen."

Bundeswehr will bei Einsatz an Schulen "Personalwerbung" meiden
15:39 Uhr

Wirtschaftsministerium verkleinert Gasnetz

Im Zuge des bis 2045 geplanten weitgehenden Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen rechnet das Bundeswirtschaftsministerium mit einer Verkleinerung des bestehenden Gasverteilnetzes. "Bis dahin muss der Ausstieg aus fossilem Erdgas vollzogen worden sein, Gasverteilernetze für die bisherige Erdgasversorgung werden dann in der derzeitigen Form und Umfang nicht mehr benötigt werden", heißt es in einem 23-seitigen Ideenpapier, das das Ministerium kürzlich auf seiner Website veröffentlichte.

Deutschland soll laut Klimaschutzgesetz bis 2045 klimaneutral werden, also nicht mehr Treibhausgase ausstoßen als auch wieder gebunden werden können. Unter anderem müsse rechtzeitig geklärt werden, wie ein weiterer Ausbau zur Erdgasversorgung vermieden werden könne und "unter welchen Voraussetzungen bestehende Gasnetzanschlüsse getrennt und zurückgebaut werden dürfen", heißt es in dem Papier.

Wirtschaftsministerium verkleinert Gasnetz
15:15 Uhr

Union will Bürgergeld radikal umbauen - und umbenennen

Was früher Hartz IV war, ist heute das Bürgergeld - bald soll es wieder einen neuen Namen bekommen, wenn es nach dem Willen der Union geht. Die CDU will das Unterstützungssystem des Bürgergelds radikal umbauen und zielt dabei auch auf verbindlichere Anforderungen und Sanktionen für Bezieherinnen und Bezieher. "Wir werden ein gerechtes System schaffen, indem wir vor allen Dingen für die Menschen da sind, die Hilfe bedürfen", sagte Generalsekretär Carsten Linnemann nach Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin. "Auf der anderen Seite werden Menschen, die arbeiten können, auch arbeiten gehen müssen, ansonsten entfallen Sozialleistungen."

Dies sei gesunder Menschenverstand und "CDU-pur". Der CDU-Vorstand beschloss dazu einstimmig ein Konzept, wie Linnemann sagte. Demnach soll das Bürgergeld in "Neue Grundsicherung" umbenannt und in der jetzigen Form abgeschafft werden. Die CDU will Sanktionen schneller, einfacher und unbürokratischer durchsetzen. Wenn ein arbeitsfähiger Grundsicherungsempfänger ohne Grund eine zumutbare Arbeit ablehnt, solle künftig davon ausgegangen werden, dass er nicht bedürftig sei.

Union will Bürgergeld radikal umbauen - und umbenennen
14:47 Uhr

Terenzi finanziell ausgebrannt: "Jahr war Katastrophe"

Marc Terenzi wird vorgeworfen, die 15-jährige Tochter seiner Ex-Freundin Anja R. sexuell belästigt zu haben. Der Sänger bestreitet alles, sieht sich einer Hetzkampagne ausgesetzt. Nach einem Jahr mit Verfahren und ohne Aufträge geht es ihm an die finanzielle Existenz.

Terenzi finanziell ausgebrannt: "Jahr war Katastrophe"
14:17 Uhr

Tankwagen brennt nach Kollision aus - Mindestens 21 Tote

Ein schwerer Verkehrsunfall kostet in der afghanischen Provinz Helmand mindestens 21 Menschen das Leben. Ein Bus gerät nach der Kollision mit einem Motorrad aus der Spur. Anschließend prallt er mit einem Tanklastzug zusammen, der daraufhin in Flammen aufgeht.

Tankwagen brennt nach Kollision aus - Mindestens 21 Tote
14:11 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Sabine Oelmann hat mir das Zepter in die Hand gegeben, um sich in den verdienten Feierabend zu verabschieden. Mein Name ist Lea Verstl und bis in die späten Abendstunden darf ich Sie durch diesen Samstag begleiten. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de.

Schichtwechsel
13:31 Uhr

Beispiellose Verstöße bei Russland-Wahl

Wahlbeobachter der unabhängigen russischen Organisation Golos haben bei der Präsidentenwahl nie dagewesene Verstöße beklagt. Es habe sich um eine "Imitation" gehandelt, aber nicht um eine Abstimmung, bei der Wähler ihr Rechte gewahrt sahen, teilt die in Russland verfolgte Organisation mit. Kremlchef Wladimir Putin hatte sich 87,3 Prozent der Stimmen für seine fünfte Amtszeit zusprechen lassen - mehr als je zuvor bei einer russischen Präsidentenwahl. "Wir haben noch nie eine Präsidentenwahl gesehen, die so wenig den Standards der Verfassung entsprochen hat", teilt Golos mit.

Der gesamte Staatsapparat habe auf Propaganda, auf Zwang und Kontrolle der Wähler umgeschaltet. Zudem sei mithilfe von Angstmache und Gewalt eine Kriegszensur eingeführt worden, heißt es weiter in der Mitteilung. Besonders am Sonntag, dem letzten Tag der dreitägigen Abstimmung, hätten Sicherheitskräfte Wähler für das "nicht richtige" Ausfüllen von Stimmzetteln bestraft. Menschen seien auch zum Bruch des Wahlgeheimnisses gezwungen worden. "So etwas hat es bei keiner Wahl vorher gegeben", hieß es.

Laut Golos taten die Organisatoren außerdem alles, um eine Beobachtung der Wahl zu verhindern. Unabhängige Beobachter seien nicht in die Wahllokale gelassen worden, und es habe keinen Zugang zu den Aufnahmen der Videoüberwachung gegeben. Bei vergangenen Wahlen waren die im Internet veröffentlichten Videos wichtige Beweise etwa für das verbreitete Vollstopfen von Urnen mit vorab ausgefüllten Stimmzetteln. Es sei für Wähler unmöglich gewesen, einen freien Willen zu bilden und diesen auszudrücken. Putin hatte die Verfassung 2020 ändern lassen, um sich zusätzliche Amtszeiten zu verschaffen. Ursprünglich waren zwei Amtszeiten zulässig, Putin hatte nach deren Ende und einer vierjährigen Pause bereits ab 2012 zwei weitere Perioden lang regiert. Er darf 2030 nach nun gültiger Verfassung zur sechsten und letzten Amtszeit antreten.

Beispiellose Verstöße bei Russland-Wahl
11:13 Uhr

Verbraucher offen für smarte Stromzähler

Immer mehr Menschen in Deutschland sind bereit, Daten über ihren eigenen Energieverbrauch in Echtzeit mit dem Netzbetreiber zu teilen. In einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom sagten 63 Prozent der Befragten, sie könnten sich vorstellen, künftig einen "Smart Meter" zu nutzen.

2020 lag der Zustimmungswert nur bei 36 Prozent und ist seither Jahr für Jahr gestiegen. Der "Smart Meter" ist ein elektronischer Stromzähler. Er misst den Stromverbrauch und sendet die Daten über ein "Smart Meter Gateway" an den Netzbetreiber. Dadurch können die Verbraucher zum einen ohne Verzögerungen ihren Stromverbrauch ermitteln. In einem "Smart Home" ist das System auch in der Lage, bestimmte Geräte wie eine elektrische Wärmepumpe oder eine Wallbox zum Laden eines Elektroautos dann einzuschalten, wenn viel Wind- oder Solarstrom ins Netz drängt.

"Wir brauchen 'Smart Meter' und 'Smart Gateways', weil die Energieflüsse nicht mehr so konstant sind, sondern der Wind weht, wann immer er weht, und die Sonne scheint, wann immer sie scheint", so Bitkom-Präsidiumsmitglied Matthias Hartmann.

Verbraucher offen für smarte Stromzähler
12:48 Uhr

Schiff kracht in Hafenanlage und stürzt Kräne um

Eigentlich will das Containerschiff nur in der türkischen Provinz Kocaeli anlegen, doch das geht gehörig schief. Erst kollidiert der Frachter mit den Hafenanlagen, anschließend stürzen mehrere Brückenkräne durch die Erschütterungen ein. Verletzt wurde bei der Aktion niemand.

Schiff kracht in Hafenanlage und stürzt Kräne um
12:19 Uhr

Adeles München-Shows nicht ausverkauft

Adeles Auftritte in München im August sind noch nicht ausverkauft - laut einem Brancheninsider sollen die Fans fürchten, dass die Britin die Gigs aus gesundheitlichen Gründen absagen muss. Doch es gibt noch andere Gründe.

Schließlich verlief der Vorverkauf für München schon schleppend, bevor Adele ihre März-Konzerte verschob. Es könnte also auch an den doch recht happigen Preisen liegen: Die billigen Plätze sind längst ausverkauft. Doch die teuren Karten, die bis zu 700 Euro kosten, blieben liegen.

Adele plant zwischen dem 2. und dem 31. August zehn Konzerte in München - ihre einzigen in Europa! Auf dem Messegelände in der bayerischen Hauptstadt entsteht dafür eigens ein Pop-up-Stadion, das 80.000 Besucherinnen und Besuchern Platz bietet. Insgesamt werden also 800.000 Zuschauer erwartet.

Adeles München-Shows nicht ausverkauft
11:44 Uhr

Polizist bei Hausdurchsuchung erschossen

Bei einer Hausdurchsuchung nahe der belgischen Stadt Charleroi ist ein Polizist getötet worden. Der Beamte einer Spezialeinheit sei am Montag bei dem Einsatz von Schüssen getroffen worden und gestorben, berichtet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Charleroi.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Berichten zufolge hatte sich eine Person in dem Haus in der Stadt südlich von Brüssel verschanzt. Die Hausdurchsuchung artete demnach in eine Schießerei aus. Der Verdächtige habe auf mehrere Polizisten gefeuert. Ein zweiter Polizist befinde sich in einem kritischen Zustand im Krankenhaus. Ein weiterer sei verletzt worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Auch der Verdächtige sei im kritischen Zustand ins Krankenhaus gebracht worden.

Informationen zum Hintergrund der Hausdurchsuchung gab es zunächst nicht. Belgiens Premierminister Alexander De Croo sprach der Familie des Verstorbenen sein Mitgefühl aus. "Die Arbeit unserer Ordnungskräfte im Dienste der Bevölkerung verdient Respekt. Sie zur Zielscheibe zu machen, ist niederträchtig und wird niemals ungestraft bleiben."

Polizist bei Hausdurchsuchung erschossen
10:44 Uhr

Israels Militär ruft zur Evakuierung um Krankenhaus Al-Schifa auf

Das israelische Militär hat die Bevölkerung im Gazastreifen zur Evakuierung des Gebiets um das Krankenhaus Al-Schifa in der Stadt Gaza aufgefordert. "Um Ihre Sicherheit zu gewährleisten, müssen Sie das Gebiet sofort verlassen", erklärt Armeesprecher Avichay Adraee auf X. "Alle Menschen vor Ort" sollten sich erst in Richtung Westen und dann entlang der Küste nach Süden in ein "humanitäres Gebiet" in den am Meer gelegenen Ort Al-Mawasi begeben.

Wie Augenzeugen berichteten, wurden über dem Gebiet um das Al-Schifa-Krankenhaus Flugblätter mit der gleichen Botschaft abgeworfen. Darauf stand demnach: "Sie befinden sich in einer gefährlichen Kampfzone!"

Das israelische Militär teilte mit, die Soldaten seien angewiesen worden, "Schaden von den Patienten, der Zivilbevölkerung, dem medizinischen Personal und der medizinischen Ausrüstung abzuwenden". Arabisch sprechende Soldaten würden eingesetzt, um "den Dialog mit den im Krankenhaus verbliebenen Patienten zu erleichtern". Die israelische Armee hatte am frühen Montagmorgen erstmals ihren Einsatz am Al-Schifa-Krankenhaus gemeldet - und erklärt, die Patienten der Klinik müssten nicht evakuiert werden. Soldaten führten einen "gezielten Einsatz im Bereich des Al-Schifa-Krankenhauses aus", hieß es.

Israels Militär ruft zur Evakuierung um Krankenhaus Al-Schifa auf
10:29 Uhr

Billig besser als teuer: Gesichtscremes im Test

Gute Pflege für die Haut muss einer Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge nicht teuer sein: Der aktuelle Test mit 14 Feuchtigkeitscremes zeige, dass die Auswahl an guten Produkten groß ist und die günstigsten Anbieter den teuersten "insgesamt sogar überlegen" sind, wie Stiftung Warentest mitteilt. Bei höherpreisigen Cremes kritisierten die Warentester die teilweise überdimensionierten Verpackungsgrößen.

Die Preisunterschiede im Test waren enorm: Während 50 Milliliter Creme bei Lidl 1,65 Euro kosteten, waren es beim teuersten Produkt von Lancôme 60 Euro für die gleiche Menge. Das Fazit zur Qualität fällt insgesamt "erfreulich" aus, so die Warentester. Elf Cremes erreichten die Note "gut", drei schlossen mit "befriedigend" ab. Alle fünf untersuchten Naturkosmetik-Cremes erhielten als Gesamtnote "gut". Bei den Discountern Rossmann und dm kosten sie weniger als drei Euro.

Bei der wichtigsten Testkategorie, der Feuchtigkeitsanreicherung, war das Ergebnis sogar noch besser. Der Testsieger von Neutrogena erhielt die Note "sehr gut", zwölf weitere Produkte bekamen ein "gut". Nur die letztplatzierte Creme schloss diese Kategorie mit einem "befriedigend" ab.

Billig besser als teuer: Gesichtscremes im Test
10:15 Uhr

"Dune 2" erfolgreicher als "Dune 1"

Der Erfolg des Science-Fiction-Epos "Dune: Part Two" hält an und ist bereits größer als der des ersten Teils. Laut Branchenportal "Box Office Mojo" spielte der Film seit Kinostart weltweit bereits 494,7 Millionen US-Dollar (454 Millionen Euro) ein. Der erste bildgewaltige Teil (2021) von Regisseur Denis Villeneuve schaffte demnach weltweit ein Ergebnis von mehr als 400 Millionen Euro. Der zweite Teil von "Dune" kam am 29. Februar in die deutschen Kinos.

Der Stoff basiert auf einer Romanreihe von Frank Herbert. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Wüstenplanet Arrakis. Nur dort gibt es eine besondere, wertvolle Substanz - weswegen der Planet von anderen Mächten der Galaxie ausgebeutet und seine Bewohner unterdrückt werden. Villeneuve versammelte für seine Verfilmung viele Stars, darunter Timothée Chalamet, Zendaya, Florence Pugh und Austin Butler.

"Dune 2" erfolgreicher als "Dune 1"
10:00 Uhr

Nordkorea feuert Raketen ab, während Blinken in Südkorea ist

Während eines Besuchs von US-Außenminister Antony Blinken in Südkorea hat Nordkorea nach südkoreanischen Militärangaben mehrere Raketen abgefeuert. Der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte erklärte, Nordkorea habe am Montag offenbar "mehrere ballistische Kurzstreckenraketen" abgefeuert. Sie seien etwa 300 Kilometer weit geflogen und dann ins Ostmeer, das auch als Japanisches Meer bekannt ist, gestürzt. Südkorea stehe in engem Austausch mit den USA und Japan und bleibe in höchster Alarmbereitschaft, erklärte der Generalstab.

Japanische Medien berichteten, Nordkorea habe drei Raketen abgefeuert. Japans Ministerpräsident Fumio Kishida verurteilte die "wiederholten und sehr häufigen" Waffentests Nordkoreas.

Blinken war am Sonntag nach Seoul gereist, um dort am dritten Gipfel für Demokratie teilzunehmen, der auf eine Initiative von US-Präsident Joe Biden zurückgeht. Am Rande der Gespräche traf er auch seinen südkoreanischen Kollegen Cho Tae Yul. Nach seiner Abreise sollte er in die Philippinen weiterreisen. Nach einem Treffen mit Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol verurteilte Blinken nach Angaben eines Sprechers das Abfeuern der Kurzstreckenraketen und bekräftigte das "unerschütterliche Eintreten" der USA für die Sicherheit Südkoreas.

Nordkorea feuert Raketen ab, während Blinken in Südkorea ist
09:44 Uhr

Kleinbus mit Kindern verunglückt

Ein Kleinbus mit Kindergartenkindern an Bord ist in Bayern verunglückt. Nach bisherigen Polizeierkenntnissen wurde die Fahrerin leicht verletzt. Die Kinder kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Gesicherte Informationen über ihren Gesundheitszustand gebe es noch nicht, sagt ein Polizeisprecher. Wahrscheinlich sei der Unfall für sie relativ glimpflich ausgegangen. Wie viele Kinder an Bord waren, wusste er zunächst nicht. Das Fahrzeug habe neun Plätze.

Die Unfallursache war zunächst unklar. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei zwischen Rammingen und Türkheim in Schwaben.

Kleinbus mit Kindern verunglückt
08:40 Uhr

Oscar-Preisträger David Seidler ist tot

Der britische Oscar-Preisträger und Drehbuchautor David Seidler ("The King's Speech") ist Berichten zufolge gestorben. Wie "Variety" und "The Hollywood Reporter" unter Berufung auf sein Management berichteten, starb Seidler am Samstag im Alter von 86 Jahren beim Fliegenfischen in Neuseeland. "David war an dem Ort, den er am meisten liebte - Neuseeland - und tat das, was ihm die größte Ruhe gab, nämlich Fliegenfischen", zitierten die Medien aus einem Statement.

Der britische Historienfilm "The King's Speech" (2010) über das Stotter-Problem des englischen Königs George VI. hatte bei der Oscar-Verleihung im Jahr 2011 die wichtigsten Preise abgeräumt. Der beste Film des Jahres hatte mit Colin Firth erwartungsgemäß den besten Hauptdarsteller, mit Tom Hooper den besten Regisseur und mit seiner einfühlsamen Geschichte das beste Original-Drehbuch.

Oscar-Preisträger David Seidler ist tot
08:23 Uhr

Gesund und schön mit Onsen, Ayurveda und Klangschale

Wellness-Urlaube erleben weltweit einen Boom. Ganz vorn spielt Asien mit - schließlich sind einige der bekanntesten Therapien hier entstanden. Ein Überblick.

Detoxen in Thailand

Im Laufe des Lebens lagern sich zahlreiche Schad- und Giftstoffe im Körper ab, etwa durch säurehaltige Lebensmittel, Alkohol, Nikotin oder schlechte Umwelteinflüsse. "Detoxen", also: Entgiften, macht seit Jahren vor allem in Thailand Furore. Bei den meisten Programmen geht es ums strikte Fasten. Die Teilnehmer verzichten für die Dauer ihres Retreats auf feste Nahrung.

Ayurveda in Indien

Ayurveda ist eine uralte indische Form der Alternativmedizin und bedeutet auf Sanskrit "Wissen vom Leben". Besonders gefragt sei die Shirodhara-Therapie, bei der warme Öle langsam auf die Stirn geträufelt werden. Das wirkt nicht nur sehr entspannend, sondern stimuliert auch die Haut und die Nervenenden auf der Stirn. Das soll unter anderem bei Schlafstörungen, Bluthochdruck oder Migräne helfen. Dazu erklingt leise Flötenmusik, im Hintergrund plätschert ein Brunnen. Ayurveda gibt vor, was nötig ist, um ein gesundes Leben zu führen - also wann man schlafen, was man essen und sogar, wann man Sex haben soll. Nicht für jeden das Ideale ...

Onsen in Japan

Sie gelten als der Inbegriff der Entspannung und Behaglichkeit: Japans berühmte heiße Naturquellen, die Onsen. Unter den jährlich Millionen von deutschen und anderen ausländischen Besuchern gehört ein Onsen-Besuch zum ultimativen Japan-Erlebnis. Unter freiem Himmel zu jeder Jahreszeit umgeben von Natur im heißen Wasser liegen, den Geruch der mineralhaltigen Dämpfe in der Nase, der Blick über Wälder und Berge schweifend - im Onsen ist es plötzlich leicht, Körper und Seele baumeln zu lassen. Die im Wasser enthaltenen Mineralien tragen mit ihrer antioxidativen Wirkung dazu bei, die Durchblutung zu steigern. Dadurch können Verspannungen gelöst und Stress abgebaut werden.

Sound Healing auf Bali

Im berühmten Wellness-Zentrum Yoga Barn im balinesischen Örtchen Ubud liegen Dutzende Menschen entspannt auf dem Boden. Durch den Raum tönen verschiedenste Klänge, erzeugt von Musikinstrumenten wie Gongs, Trommeln, Klangschalen, Saiteninstrumenten, Windspielen und sogar einem australischen Didgeridoo. Gespielt werden sie von dem bekannten "Sound Healer" Shervin Boloorian, der dazu mit sanfter Stimme singt. Die Gäste atmen ruhig, einer beginnt nach zehn Minuten glückselig zu schnarchen. Unter anderem könnten so Angstzustände, Depressionen und Schlafmangel gelindert werden. Auch konnten Forscher zeigen, dass Musik den Blutdruck und die Pulsfrequenz senken kann.

Gesund und schön mit Onsen, Ayurveda und Klangschale
07:57 Uhr

David Guettas jüngster Hit heißt Cyan

Der französische DJ David Guetta und seine Partnerin Jessica Ledon sind Eltern geworden. "Love is in the air", schrieb das Paar am Sonntag zu einem Foto mit dem Nachwuchs. Auch den Namen des Kindes gaben die frisch gebackenen Eltern dort bekannt: Cyan.

Bei den Latin Grammy Awards in Sevilla im November 2023 hatte die schwangere Jessica Ledon ihren Babybauch auf dem roten Teppich gezeigt. Auf Instagram teilte das Paar danach die frohe Botschaft. Es ist David Guettas drittes Kind. Er hat zwei gemeinsame Kinder mit Ex-Ehefrau Cathy Lobé, mit der er 22 Jahre bis 2014 verheiratet war.

David Guettas jüngster Hit heißt Cyan
07:26 Uhr

Das wird wichtig am "Morgen danach"

Es ist nicht immer leicht, Ihnen am Montag einen guten Morgen zu wünschen, vor allem, wenn am Wochenende Dinge passiert sind, die das Fortkommen der Welt definitiv behindern. Wie zum Beispiel die Tatsache, dass Russlands Präsident Wladimir Putin seine Macht erneut zementiert hat und unbeirrt weiterhin seine Ansichten in der Welt verbreiten kann. Auszüge gefällig?

  • Er sei nach eigenen Angaben aufgeschlossen für Gespräche über eine Waffenruhe in der Ukraine während der Olympischen Spiele (26. Juli bis 11.August in Paris). Dabei müssten aber die Interessen des russischen Militärs an der Front berücksichtigt werden.

  • Wenn es Gespräche über einen möglichen Frieden mit der Ukraine geben sollte, müsste er überlegen, mit wem er das besprechen könnte. Er ließ durchblicken, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dafür nicht in Frage komme.

  • Sollte es westliche Truppen in der Ukraine geben, könne das die Welt an den Rand eines Dritten Weltkriegs führen.

  • Mit Blick auf den jüngst verstorbenen Kreml-Kritiker Alexej Nawalny sagte Putin, so etwas sei immer traurig. Wenige Tage vor dessen Tod sei Putin durchaus bereit dazu gewesen, Nawalny gegen im Westen Inhaftierte auszutauschen. Er habe gesagt, Nawalny solle niemals wieder nach Russland zurückkehren.

  • Weiter sagte Putin, er sehe in seiner Wiederwahl ein Mandat zur Stärkung des Landes. Sein Wahlsieg zeige, dass es richtig gewesen sei, den gegenwärtigen Weg einzuschlagen. Russland könne nun stärker und effizienter werden. Er werde die Gesellschaft "konsolidieren" und dann werde niemand mehr Russland unterdrückt. Ach Gottchen ... Ich halte mal die Augen für Sie auf, falls etwas wirklich Neues passiert.

Julia Nawalnaja, Witwe von Alexej Nawalny, ging währenddessen in der russischen Botschaft in Berlin wählen.

Was sonst noch wichtig werden könnte:

  • Israel schickt Delegation zu Gaza-Verhandlungen nach Katar

  • EU will Sanktionen gegen israelische Siedler auf den Weg bringen

  • Online-Register zu Organspenden startet

  • CDU-Spitze berät um 9.00 Uhr über den von ihr geplanten radikalen Umbau des Bürgergelds

  • Microsoft stellt um 15.00 Uhr sein geplantes Milliarden-Vorhaben im Rheinischen Revier vor

  • Das Verwaltungsgericht Potsdam befasst sich mit der Frage, ob die Aktivisten im Protestcamp nahe der Tesla-Fabrik in Grünheide die behördlichen Auflagen einhalten müssen

Das wird wichtig am "Morgen danach"
06:58 Uhr

Messer im Ranzen - Gewalt an Schulen immer heftiger

Schläge, Tritte, sexuelle Übergriffe: Aus Schulen in Deutschland werden mehr Fälle von Gewalt bekannt. Den Landeskriminalämtern und Bildungsministerien wurden Tausende solcher Vorfälle gemeldet. Allein im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gab es demnach 2022 rund 5400 Gewaltdelikte. Neuere Zahlen liegen den Ländern zumeist noch nicht vor.

In den vergangenen Wochen kam es wiederholt zu größeren Polizei-Einsätzen an Schulen. Ein Vorfall in jüngster Zeit war an einer Schule nahe Berlin. Ein 22-Jähriger dringt mit einem Messer und einer Schreckschusspistole vor Unterrichtsbeginn in das Gebäude in Petershagen ein. Eine Beschäftigte löst Amokalarm aus, der Mann wird festgenommen. Im Februar wurden an einem Gymnasium in Wuppertal vier Schüler mit einem Messer angegriffen. Ein 17-Jähriger sitzt deshalb wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Gleich in mehreren Bundesländern ist die Zahl erfasster Gewaltdelikte im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie gestiegen - mitunter deutlich.

In Baden-Württemberg gab es dem Landesinnenministerium zufolge 2243 Gewaltfälle, in Sachsen 1976, in Bayern sind es 1674 Fälle vorsätzlicher leichter Körperverletzung gewesen. In Brandenburg sprach die Polizei von 910 sogenannten Rohheitsdelikten. In allen vier Ländern stieg die Zahl. In Berlin gibt es an jedem Schultag im Durchschnitt mindestens fünf Polizei-Einsätze. 2022 waren es laut Polizei 2344 Fälle von Körperverletzung.

Messer im Ranzen - Gewalt an Schulen immer heftiger
06:47 Uhr

Protest gegen Stromausfälle

Man kann sich dran gewöhnen, wie beispielsweise in Südafrika, wo Stromausfälle an der Tagesordnung sind und ein korruptes System widerspiegeln, oder man kann, wie in Kuba am Sonntag, gegen stundenlange Stromausfälle auf die Straße gehen. "Die Leute riefen 'Essen und Strom'", berichtet ein Bewohner der Stadt Santiago de Cuba, die 800 Kilometer von der Hauptstadt Havanna entfernt im Südosten des Inselstaats liegt. Später sei die Stromversorgung wieder hergestellt worden und zwei Lastwagen hätten Reis geliefert.

In der zweitgrößten Stadt Kubas hatte es in den vergangenen Tagen immer wieder Stromausfälle gegeben, die bis zu 14 Stunden dauerten. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte, einige Hundert Menschen hätten in Santiago ihre "Unzufriedenheit" mit der Strom- und Lebensmittelversorgung zum Ausdruck gebracht. Dies werde von "Feinden der Revolution" für destabilisierende Zwecke missbraucht, warnte der Präsident auf X. Konkret nannte Díaz-Canel "Terroristen" in den USA.

Die US-Botschaft in Kuba forderte die kubanische Regierung auf X auf, die Rechte der Demonstranten zu respektieren. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez forderte Washington daraufhin ebenfalls auf, sich "nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen". Die Stromausfälle, die Kuba seit Anfang März plagen, hängen mit Wartungsarbeiten im größten Kraftwerk des Landes zusammen, welches sich in der Provinz Matanzas östlich von Havanna befindet. Am Wochenende kam auch noch Treibstoffknappheit hinzu. Der Treibstoff wird für den Betrieb anderer Kraftwerke gebraucht.

Protest gegen Stromausfälle
06:22 Uhr

"Brille für alle!"

Die Linke fordert in einem neuen Papier zur Gesundheitspolitik unter anderem das "Recht auf eine Brille für alle" und gleiche Bedingungen bei der Terminvergabe. "Gesetzlich Versicherte sind in Deutschland Patienten zweiter Klasse", kritisieren Parteichefin Janine Wissler und der Sozialmediziner Gerhard Trabert in dem Papier, das heute in Berlin vorgestellt werden soll. In eine "solidarische Gesundheitsversicherung" sollten alle einzahlen, "auch die Spitzenverdiener", fordern sie.

Konkret schlagen sie unter anderem vor, dass alle Menschen mindestens alle drei Jahre Anspruch auf die Zahlung einer neuen Brille haben sollen. Eigenanteile und Rezeptgebühr sollten abgeschafft werden. Außerdem brauche es mehr Hebammen und Geburtshelfer mit guten und abgesicherten Arbeitsbedingungen, damit für jede Schwangere "eine medizinisch überwachte Geburt garantiert" sei.

"Zwei-Klassenmedizin macht krank: Wer arm ist, stirbt früher", wird in dem Papier argumentiert. In ganz Europa verhindere die "privatisierte Gesundheitsversorgung den gleichen und barrierefreien Zugang zur Gesundheitsversorgung". Die Linke wolle die "Zwei-Klassenmedizin in der gesamten EU abschaffen." Für Deutschland bedeute das: "Wir führen eine solidarische Gesundheitsversicherung ein."

"Brille für alle!"