Der Tag
26. Februar 2022
BW1806mit Heidi Ulrich
Zum Archiv
22:48 Uhr

Das war Samstag, der 26. Februar 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

monatelang hatte die Bundesregierung es abgelehnt, der Ukraine Waffen zu liefern. Nachdem Russland in sein Nachbarland einmarschiert ist, vollzieht die Bundesregierung nun eine Kehrtwende. Es sollen so schnell wie möglich 1000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen der Bundeswehr in die Ukraine geliefert werden. Bundeskanzler Scholz sagt, Deutschland stehe eng an der Seite der Ukraine. "Der russische Überfall auf die Ukraine markiert eine Zeitenwende. Er bedroht unsere gesamte Nachkriegsordnung." Auch im Streit um einen Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem Swift verändert die Bundesregierung ihre Haltung. Wichtig waren auch diese Meldungen:

Das ist nur eine kleine Auswahl, heute ist so viel passiert, das lässt sich nur schwer zusammenfassen. Oder in Worte fassen. Zwei Geschichten zur Flucht aus der Ukraine: "Ich kann nur weinen, wenn ich darüber spreche"

Ich wünsche Ihnen trotz alledem eine erholsame Nacht!

Das war Samstag, der 26. Februar 2022
22:09 Uhr

Lufthansa meidet Russland

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges fliegt die Lufthansa vorerst nicht mehr nach oder über Russland. Aufgrund "der aktuellen und sich abzeichnenden regulatorischen Situation" gelte dies für sieben Tage, teilte der Konzern mit. Flüge nach Russland werden ausgesetzt. "Flüge, die sich im russischen Luftraum befinden, werden diesen in Kürze wieder verlassen."

Lufthansa meidet Russland
22:04 Uhr

Am Airport Köln/Bonn drohen viele Flugausfälle

Wer übermorgen über Köln/Bonn fliegen will, sollte kurz vorher nochmal checken, ob die Verbindung weiterhin steht. Die Gewerkschaft Verdi hat das Sicherheitspersonal zum Warnstreik aufgerufen. Der soll Montag um Mitternacht beginnen, 24 Stunden dauern und die Fluggastkontrolle betreffen. Der Airport rechnet damit, dass viele Flüge ausfallen werden und rät Passagieren, sich bei ihrer Fluglinie oder ihrem Reiseveranstalter über den Stand ihres Fluges zu informieren. Außerdem werden Passagiere gebeten, ihr Handgepäck auf ein Minimum zu reduzieren, damit es bei der Kontrolle schneller geht. Verdi will im Tarifstreit den Druck erhöhen. Die Gewerkschaft verhandelt mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen für etwa 25.000 Sicherheitskräfte an Flughäfen.

Am Airport Köln/Bonn drohen viele Flugausfälle
21:38 Uhr

Queen sagt diplomatischen Empfang ab

Die britische Königin Elizabeth II. hat einen Diplomaten-Empfang auf Schloss Windsor abgesagt, der für Mittwoch geplant war. Hunderte Mitglieder des Diplomatischen Korps waren eingeladen. Der Buckingham-Palast erklärte, die Entscheidung sei auf Empfehlung des britischen Außenministeriums gefallen. Eine Begründung wurde nicht genannt. Aus Palastkreisen hieß es aber, es steckten keine gesundheitlichen Gründe dahinter. Als wahrscheinlicher gilt ein Zusammenhang mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Jede Absage vom Palast ruft derzeit Sorge um die Monarchin hervor. Die 95-Jährige war Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe milde Symptome, hatte der Palast mitgeteilt.

Queen sagt diplomatischen Empfang ab
21:07 Uhr

Nur wenige Frauen kehren an Kabuler Universität zurück

Heute haben die wichtigsten Universitäten in Afghanistan wieder den Lehrbetrieb aufgenommen - ein halbes Jahr nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban. Die behaupten, sie würden Frauen nicht am Studium hindern. Allerdings kehrten nur wenige Studentinnen in die Hörsäle der Universität von Kabul zurück, wo, wie überall im Land, nur noch nach Geschlechtern getrennt unterrichtet wird. Zudem gelten für Studentinnen strikte Bekleidungsregeln.

  • Eine Englisch-Studentin sagte der Nachrichtenagentur AFP, in ihrem Studienjahrgang seien nur noch sieben Frauen. "Vorher waren wir 56 Studierende, darunter Jungen und Mädchen." Zudem gebe es nicht genügend Dozenten. Womöglich hätten einige das Land verlassen.

  • Eine andere Englisch-Studentin berichtete von "einigen Problemen" mit den Taliban-Wachleuten: Die "haben sich uns gegenüber nicht gut verhalten", sagte sie. "Sie waren grob."

  • Eine Dari-Studentin sagte, sie gehe davon aus, dass die meisten ihrer Kommilitoninnen es sich nicht leisten könnten, an die Universität zurückzukehren. Eine ihrer Freundinnen sagte, sie sei von Kommilitoninnen gebeten worden, ihnen zu sagen, wie sich die Bedingungen an der Universität verändert hätten. Erst dann wollten sie entscheiden, ob sie zurückkehren. Die Dari-Studentin sagte auch, dass Frauen nicht mehr in den Außenbereich des Campus dürften.

Nur wenige Frauen kehren an Kabuler Universität zurück
20:30 Uhr

Christian Eriksen steht endlich wieder auf dem Rasen

Hinter Christian Eriksen liegt ein dramatisches Jahr. Auf den Herzstillstand bei der EM 2021 folgt das Aus bei Inter Mailand. In Italien darf er mit einem Defibrillator nicht spielen. Lange hält er sich bei seinem Ex-Klub Ajax fit und hat nun endlich einen neuen Verein gefunden - in der Premier League.

Diese Meldung erschien zuerst im "Sport-Tag".

Christian Eriksen steht endlich wieder auf dem Rasen
19:22 Uhr

Olly Murs sagt seine Tour nach OP ab

Da kann man ihm nur gute Besserung wünschen! Der Sänger ist am Knie operiert worden und wird wohl eine ganze Weile brauchen, sich davon zu erholen. Olly Murs schreibt auf Instagram, er müsse seine Sommer-Tour durch Großbritannien absagen. "Ich habe mein Bestes getan, um diese Operation zu vermeiden, aber sie war notwendig und ist gut verlaufen", lässt der "Heart Skips a Beat"-Sänger seine Fans wissen. Nun müsse er sich auf die Reha konzentrieren. "Es tut mir so verdammt leid", schreibt er noch.

Olly Murs sagt seine Tour nach OP ab
19:11 Uhr

Deutschland liefert der Ukraine Boden-Luft-Raketen

Nun ist es offiziell bestätigt: Deutschland liefert der Ukraine doch Waffen, auch aus den Beständen der Bundeswehr. Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte, die ukrainischen Streitkräfte würden mit 1000 Panzerabwehrwaffen sowie 500 Boden-Luft-Raketen vom Typ "Stinger" unterstützt. Bundeskanzler Olaf Scholz schreibt dazu: "Der russische Überfall auf die Ukraine markiert eine Zeitenwende. Er bedroht unsere gesamte Nachkriegsordnung. In dieser Situation ist es unsere Pflicht, die Ukraine nach Kräften zu unterstützen bei der Verteidigung gegen die Invasionsarmee von Wladimir Putin. Deutschland steht eng an der Seite der Ukraine." Vorher hatte die Bundesregierung schon genehmigt, dass die Niederlande und Estland 400 in Deutschland hergestellte Panzerfäuste und Artilleriegeschütze aus DDR-Altbeständen an die Ukraine liefern.

Deutschland liefert der Ukraine Boden-Luft-Raketen
18:42 Uhr

Behörde warnt vor Ecstasy in Champagner-Flaschen

Schon ein Schluck könnte tödlich sein, warnt die niederländische Behörde für Nahrungsmittel NVWA. Es geht um Ecstasy in Champagner-Flaschen. Im bayerischen Weiden war bereits ein Mann gestorben, nachdem er aus einer Flasche getrunken hatte, die komplett mit Ecstasy gefüllt war. Sieben weitere Menschen waren verletzt worden. Auch in den Niederlanden wurde eine solche Flasche entdeckt, vier Menschen wurden verletzt. Die niederländische Behörde mahnt auch die Verbraucher in Deutschland zur Vorsicht.

  • Die Warnung bezieht sich auf Champagner-Flaschen der Marke "Moët & Chandon Ice Impérial" im 3-Liter-Format mit der Produktnummer LAJ7QAB6780004. Solche Flaschen könnten die Droge MDMA - auch bekannt als Ecstasy - enthalten, das Trinken könne lebensgefährlich sein.

  • "Selbst das Eintauchen einer Fingerspitze in die Flüssigkeit und das Schmecken kann auch ohne Schlucken zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen", warnt die Behörde. Im Glas schäume die Flüssigkeit nicht, das MDMA habe eine rotbraune Farbe und rieche nach Anis, hieß es.

  • Wie die Droge in die Flaschen kam, ist unklar. Genauso, ob noch weitere Flaschen in Umlauf sind. Der Hersteller sagte, die beiden betroffenen Flaschen seien über eine noch nicht identifizierte Website gekauft worden.

Behörde warnt vor Ecstasy in Champagner-Flaschen
18:00 Uhr

Deutschland für "gezielte" Einschränkung von Swift

Auch in einem weiteren Punkt weicht die Bundesregierung von ihrer bisherigen Haltung ab. Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine hat sie sich nun für eine "gezielte und funktionale" Einschränkung des internationalen Zahlungssystems Swift ausgesprochen. Es werde "mit Hochdruck" daran gearbeitet, wie eine Abkopplung Russlands von Swift so eingegrenzt werden könne, "dass sie die Richtigen trifft", sagten Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor an die EU appelliert, zusätzlich zu den bereits beschlossenen Sanktionen Russland vom Swift-System auszuschließen. Unter den EU-Ländern herrscht bei diesem Punkt jedoch Uneinigkeit.

Deutschland für "gezielte" Einschränkung von Swift
17:53 Uhr

Ukraine bekommt 400 deutsche Panzerfäuste - über Niederlande

Die Bundesregierung ändert ihre Haltung zu Waffenexporten in die Ukraine. Sie habe der Lieferung von 400 Panzerfäusten aus deutscher Produktion durch die Niederlande zugestimmt, heißt es aus Regierungskreisen. Außerdem sei die Ausfuhr von 14 sondergeschützten gepanzerten Fahrzeugen genehmigt worden. Auch sollen bis zu 10.000 Tonnen Treibstoff über Polen an die Ukraine geliefert werden.

Bisher hatte die Bundesregierung alle Exporte tödlicher Waffen in die Ukraine prinzipiell abgelehnt, weil es sich um ein Krisengebiet handelt. Deutschland wurde dafür scharf kritisiert. Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki etwa bezeichnete die 5000 Schutzhelme, die Berlin der Ukraine zugesagt und inzwischen auch übergeben hat, als "eine Art Witz". Die Ukraine brauche "richtige Hilfe", also "Waffen". Die Ukrainer kämpften nicht nur für sich selbst, "sie kämpfen auch für uns. Für unsere Freiheit, unsere Souveränität. Damit wir nicht die Nächsten sind, die an die Reihe kommen", betonte er.

Update von 18:40 Uhr: Aus Regierungskreisen heißt es zudem, die Bundesregierung habe Estland die Lieferung mehrerer Artilleriegeschütze aus DDR-Altbeständen an die Ukraine genehmigt.

Ukraine bekommt 400 deutsche Panzerfäuste - über Niederlande
17:28 Uhr

Touristenboot in Vietnam gekentert – mindestens 13 Tote

In Vietnam ist ein Passagierboot gekentert. In Medienberichten heißt es, mindestens 13 Menschen seien ums Leben gekommen. Das Nachrichtenportal "VnExpress" berichtet, vier weitere Menschen würden noch vermisst. Insgesamt seien 39 Menschen an Bord des Touristenbootes gewesen, darunter Kinder. Mehr als 20 Personen konnten demnach gerettet werden. Die meisten Passagiere hätten Schwimmwesten getragen, schreibt das Portal. Das Boot habe sich auf dem Weg von den Cham-Inseln zur Küste befunden, heißt es weiter. Es sei bei widrigen Wetterbedingungen rund drei Kilometer vor einem Strand in der Provinz Quang Nam gekentert. Hunderte Helfer suchten mit Booten nach Vermissten. Aufgrund der Dunkelheit seien die Rettungsarbeiten am späten Nachmittag vorübergehend eingestellt worden. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch unklar.

Touristenboot in Vietnam gekentert – mindestens 13 Tote
16:40 Uhr

"Menschen warten bei Minusgraden teils tagelang"

An der Grenze zu Polen treffen immer mehr Geflüchtete aus der Ukraine ein, es sind vor allem Frauen und Kinder. Polen zeigt sich mit Blick auf deren Aufnahme relativ offen, doch die Lage an der Grenze ist angespannt. Menschen warten bis zu zwei Tage, und das teils bei Minusgraden, berichtet ntv-Reporter Marc Chmiel.

"Menschen warten bei Minusgraden teils tagelang"
16:14 Uhr

Slackliner balanciert in 30 Metern Höhe vor Palast

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Wirkt recht entspannt: Alexander Schulz vor dem Jahrhunderte alten Palast und UNESCO-Weltkulturerbe Red Fort. (Foto: picture alliance/dpa/Deutsche Botschaft Neu Delhi)

Trotz aller Konzentration kann der Mann dabei sogar lachen: Alexander Schulz aus Bayern ist in 30 Metern Höhe über eine Slackline vor dem Palast Red Fort in Neu Delhi spaziert. Das Ganze passierte im Rahmen einer Veranstaltung der deutschen Botschaft zu 75 Jahren Unabhängigkeit Indiens. Schulz und andere Slacklinerinnen und Slackliner aus Indien zeigten dabei ihr Können. Für Schulz war das vermutlich ein noch verhältnismäßig entspannter Spaziergang auf der Slackline. 2020 war er zusammen mit dem Brasilianer Rafael Zugno Bridi auf einer 261 Meter langen Slackline über einen aktiven Vulkan im Inselstaat Vanuatu gelaufen. Er hat es mehrmals ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Im letzten Jahr lief er die längste Slackline mit verbundenen Augen. Sie war 1,7 Kilometer lang und 800 Meter hoch über den Cañón del Sumidero in Mexiko.

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Auch hier war der Slackliner in luftiger Höhe unterwegs. 2014 balancierte er zwischen zwei Gondeln an der Zugspitze. (Foto: picture alliance / dpa)
Slackliner balanciert in 30 Metern Höhe vor Palast
15:33 Uhr

Frédéric von Anhalt will Melanie Müller adoptieren

Schauen wir mal kurz in die Welt der Unterhaltung: Die frühere Dschungel-Königin Melanie Müller ist wieder in den Schlagzeilen. Nachdem es zuletzt um ihren neuen Freund und einen Rosenkrieg mit ihrem Ex ging, dreht sich die neue Geschichte um Prinz Frédéric von Anhalt. Der will die 33-Jährige angeblich adoptieren. Ihr Management habe die Adaptions-Pläne bestätigt, schreibt die "Bild"-Zeitung. Beide Seiten würden im Laufe des Tages über die Details sprechen. Auch ein Anwalt des Prinzen soll dabei sein. Der 78-Jährige sagte der Zeitung, "ich habe Melanie kennengelernt, sie ist ein sehr sympathisches Mädchen. Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Wir checken jetzt noch die letzten wichtigen Details ab." Der Witwer von Hollywood-Größe Zsa Zsa Gabor hat schon mehrere Adoptiv-Söhne, einer von ihnen ist der Unternehmer Marcus Prinz von Anhalt.

Frédéric von Anhalt will Melanie Müller adoptieren
14:43 Uhr

"Sea Watch 4" bringt Gerettete nach Sizilien

129 im Mittelmeer gerettete Menschen sind jetzt sicher an Land. Die "Sea Watch 4" hat im sizilianischen Porto Empedocle angelegt, nachdem die italienischen Behörden ihr diesen Hafen zugewiesen hatten. Das deutsche Seenotrettungsschiff hatte die Migranten seit dem vorigen Wochenende von zwei Booten im Mittelmeer geholt. Dann aber mussten die Seenotretter mehrere Tage auf die Zuweisung eines sicheren Hafens warten und gerieten in einen Sturm. Wegen des schlechten Wetters konnte das Schiff dann nicht wie ursprünglich geplant den Hafen von Trapani auf Sizilien ansteuern. Ein Tweet zeigt einige Bilder von Bord des Schiffes aus den letzten Tagen:

"Sea Watch 4" bringt Gerettete nach Sizilien
14:25 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

soeben hat Sabine Oelmann den Rechner für heute runtergefahren. Für sie mache ich jetzt beim "Tag" weiter. Ich bin Heidi Ulrich und sage hallo. Was für ein trauriger Samstag, an dem inzwischen den dritten Tag Krieg mitten in Europa herrscht. Ein kurzer Hinweis an dieser Stelle: Zu den Entwicklungen in der Ukraine haben wir extra einen Liveticker. Dort informieren wir Sie über alle Entwicklungen zu dem Thema, hier beim "Tag" finden Sie kurze Meldungen zu anderen Themen.

Über die Autorin

BW1806
Schichtwechsel
13:55 Uhr

Auto fliegt fünf Meter durch die Luft - und landet auf den Rädern

Eine Rentnerin und ihr zwölfjähriger Enkel sind mit ihrem Auto nach Berichten fünf Meter durch die Luft geflogen und haben den Unfall leicht verletzt überstanden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, übersah die 79-Jährige am Samstagmorgen bei dem Unfall ein Stauende auf der Autobahn 8 in Richtung Salzburg. Obwohl sie noch auszuweichen versuchte, fuhr die Frau bei Brunnthal im Landkreis München demnach auf den stehenden Wagen eines 38 Jahre alten Mannes auf.

Durch den Aufprall überschlug sich das Auto und flog laut Augenzeugenberichten fünf Meter durch die Luft, bevor es wieder auf den Rädern zum Stehen kam, wie es hieß. Die Frau und ihr Enkel kamen laut Polizei in eine Münchner Klinik. Der rechte Fahrstreifen der A8 musste wegen Bergungsarbeiten für 90 Minuten gesperrt werden. Der Verkehr staute sich zeitweise bis auf die Autobahn 99.

Auto fliegt fünf Meter durch die Luft - und landet auf den Rädern
13:44 Uhr

Tote bei schweren Überschwemmungen in Australien

Bei schweren tagelangen Überschwemmungen im Nordosten Australiens sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Es werde befürchtet, dass die Zahl im betroffenen Südosten des Bundesstaats Queensland noch weiter steigen könnte, berichten australische Medien. Die Region werde seit mehreren Tagen von schweren Gewittern heimgesucht, Auslöser sei ein sich nur langsam bewegendes Tiefdruckgebiet.

Behörden hatten Hunderte Einwohner in der Region bei der Stadt Gympie dazu aufgefordert, sich angesichts des rapide steigenden Pegels eines nahe liegenden Flusses in Sicherheit zu bringen. Einige Orte seien durch die Wassermassen von der Außenwelt abgeschnitten. Am Samstag warnten die Behörden vor weiteren gefährlichen Gewittern mit möglichen "heftigen Regenfällen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen".

Auch einige Vororte der Millionenmetropole Brisbane standen Medienberichten zufolge am Samstag teils unter Wasser. In den betroffenen Gegenden sei der Zugverkehr zeitweise eingestellt worden. Für diesen Sonntag warnte Oberbürgermeister Adrian Schrinner, dass Flutwasser in Tausende Anwesen entlang des Brisbane Rivers eindringen könnte. Er rief betroffene Anwohner in tieferliegenden Gebieten Brisbanes und Umgebung dazu auf, sich mit Sandsäcken und lebenswichtigen Gütern einzudecken und sich für eine mögliche Evakuierung bereitzuhalten.

Tote bei schweren Überschwemmungen in Australien
13:24 Uhr

Viele Schwerverletzte bei Busunglück in Oberbayern

Beim Unfall eines Reisebusses am Samstagmorgen in Oberbayern sind Dutzende Menschen verletzt worden - elf davon schwer. Mehrere Betroffene wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser in der Umgebung gebracht, wie Feuerwehr und Polizei mitteilten. Getötet wurde niemand.

Der Bus mit insgesamt 61 Personen - darunter auch Jugendliche - war demnach gegen 7.30 Uhr auf der Bundesstraße 306 am Ortsausgang von Inzell (Landkreis Traunstein) umgekippt. Neben den elf Schwerverletzten zählte die Feuerwehr 21 Personen mit leichten bis mittelschweren Verletzungen, die ebenfalls in Krankenhäuser gebracht wurden. 29 Personen wurden nicht oder nur minimal verletzt. Das betroffene Busunternehmen stammt aus Nordrhein-Westfalen, ob auch die Fahrgäste von dort kamen, war zunächst offen. Der Bus befand sich laut Angaben der Feuerwehr auf dem Weg in den Skiurlaub in Kaprun. Ein Teil der Betroffenen wurde in einer nahen Eissporthalle betreut. Die Polizei geht aufgrund der Spuren vor Ort und erster Befragungen davon aus, dass der Bus ohne Fremdbeteiligung von der Straße abkam und nach rechts eine mehrere Meter hohe Böschung hinunterkippte. Dort blieb er auf der Seite liegen. Die Ermittlungen dauerten zunächst noch an.

Hunderte Rettungskräfte aus der Region und sechs Hubschrauber waren laut Feuerwehr vor Ort. Die Bundesstraße wurde vollständig gesperrt. Für die Bergung des Buses wurde schweres Gerät herangebracht.

Viele Schwerverletzte bei Busunglück in Oberbayern
13:13 Uhr

Tränenreiche César-Verleihung

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Huppert und Blanchett (Foto: REUTERS)

Tränen der Freude - und der Trauer: Von beiden gab es reichlich bei der diesjährigen Vergabe der begehrten französischen César-Filmpreise. Als bester Film triumphierte die Balzac-Verfilmung "Lost Illusions" von Xavier Giannoli. Bewegende Szenen zwischen Cate Blanchett und Isabelle Huppert sowie eine emotionale Hommage des frankokanadischen Regisseurs Xavier Dolan an den verstorbenen Schauspieler Gaspard Ulliel prägten die Gala. "Lost Illusions" von Giannoli wurde mit insgesamt sieben Auszeichnungen gewürdigt. Der Film lehnt sich an den gleichnamigen Roman des französischen Schriftstellers Honoré de Balzac an und handelt von einem Provinz-Dichter, der in Paris den Einfluss der Presse entdeckt. Das Drama erhielt bei der 47. César-Gala neben dem Preis des besten adaptierten Drehbuchs auch die Auszeichnungen für das beste Kostümdesign und die beste Kamera.

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Gaspard Ulliel (Foto: REUTERS)

Die Rockoper "Annette" von Leos Carax ging mit fünf Auszeichnungen nach Hause, darunter die für die beste Regie. Die Auszeichnung in der Kategorie beste Hauptdarstellerin gewann Valérie Lemercier für ihre Rolle in "Aline", eine fiktive Filmdoku über Céline Dion. Benoît Magimel wurde für seine Leistung in dem Krebs-Film "In Liebe lassen" mit Catherine Deneuve zum besten Hauptdarsteller gekürt.

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Valerie Lemercier (Foto: AP)

Der César als bester Auslandsfilm ging an das Demenzdrama "The Father" des französischen Filmregisseurs Florian Zeller, in dem Anthony Hopkins und Olivia Colman die Hauptrollen spielen. Den Ehren-César bekam die australische-amerikanische Schauspielerin Cate Blanchett. Die Auszeichnung wurde der 52-Jährigen von Isabelle Huppert überreicht, mit der sie befreundet ist. Huppert würdigte Blanchett als Mensch und als Star. Tränen gab es bei der Hommage an die im Jahr 2021 verstorbene Filmlegende Jean-Paul Belmondo und den bei einem Ski-Unfall tödlich verunglückten Schauspieler Gaspard Ulliel.

Tränenreiche César-Verleihung
12:38 Uhr

Zwei Kinder bei illegalem Straßenrennen getötet

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Niedersachsen nach einem Überholmanöver sind zwei Kinder getötet worden. Wie die Polizei in Hannover mitteilt, stieß am Freitag nahe Barsinghausen eine 39-jährige Autofahrerin mit mehreren Fahrzeugen im Gegenverkehr zusammen. Infolgedessen seien zwei Kinder tödlich und vier weitere Menschen schwer verletzt worden.

Die Polizei gehe aktuell einem Verdacht eines illegalen Straßenrennens nach und bittet Zeugen um Hinweise zum Unfallhergang. Nach bisherigen Erkenntnissen habe die 39-jährige Autofahrerin am Freitagnachmittag in einer langgezogenen Kurve beabsichtigt, einen in dieselbe Richtung fahrenden ebenfalls 39-Jährigen Autofahrer zu überholen. Dieser habe beschleunigt und die beiden Fahrzeuge seien "über einen längeren Zeitraum nebeneinander" gefahren, erklärt die Polizeidirektion.

Im weiteren Verlauf kam es zunächst zu einer Kollision zwischen der 39-Jährigen mit dem ihr entgegenkommenden Auto eines 50 Jahre alten Mannes, der nach rechts von der Fahrbahn abkam und schwer verletzt wurde. Danach stieß das Auto der 39-Jährigen mit einem Auto zusammen, in dem Eltern mit ihren zwei Kindern saßen. Durch die Wucht der Kollision sei der Familienwagen von der Fahrbahn geschleudert worden und habe sich überschlagen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten die eingeklemmte Familie aus dem Fahrzeug, ein zweijähriger Junge und sein sechs Jahre alter Bruder mussten von den Polizeibeamten reanimiert werden. Das jüngere Kind verstarb noch am Unfallort. Der Sechsjährige erlag in der Nacht seinen Verletzungen. Die Eltern der Kinder sind schwer verletzt.

Zwei Kinder bei illegalem Straßenrennen getötet
11:45 Uhr

Das Wetter

Während es im Erzgebirge und an den Alpen am Samstag schneit, darf man sich im Norden und Westen auf viel Sonnenschein freuen. Bei Temperaturen zwischen zwei und maximal zehn Grad bleibt es landesweit relativ frisch.

Das Wetter
11:23 Uhr

Polizei erschießt zwei Hunde bei Attacke auf Halter

Die Polizei in Göttingen hat zwei Hunde erschossen, die ihren eigenen Halter attackiert und durch Bisse schwer verletzt haben. Die beiden Beamten töteten die Hunde am Freitagabend mit mehreren Schüssen aus ihren Dienstwaffen, wie die niedersächsische Polizei am Samstag mitteilte. Zuvor hätten sich die American Staffordshire Terrier an den Armen und Beinen des am Boden liegenden Mannes festgebissen.

Bevor die Beamten eintrafen, hatten Zeugen demnach unter anderem mit Pfefferspray versucht, dem 35 Jahre alten Halter bei der Attacke seiner Hunde zur Hilfe zu kommen - jedoch erfolglos. Der Mann sei schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Bei dem Einsatz sei zudem einer der Beamten durch einen Biss leicht verletzt worden. Sein Kollege habe infolge der Schüsse ein Knalltrauma erlitten. Die toten Tiere seien von der Feuerwehr abtransportiert worden. Warum die Hunde den Mann angegriffen hatten, war zunächst unklar.

Polizei erschießt zwei Hunde bei Attacke auf Halter
11:04 Uhr

Priester wegen Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs beurlaubt

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat einem Priester wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs die Ausübung priesterlicher Dienste untersagt und ihn von seiner Tätigkeit in einer Pfarreiengemeinschaft freigestellt. Das Bistum habe den Fall der Staatsanwaltschaft übergeben, teilte eine Sprecherin am Samstag in Trier mit. Der Vorwurf beziehe sich auf einen Zeitpunkt vor rund 13 Jahren. Eine kirchenrechtliche Voruntersuchung sei eröffnet worden, ruhe aber bis zum Abschluss des staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens. Einzelheiten zu den Vorwürfen nannte die Sprecherin nicht.

Priester wegen Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs beurlaubt
10:51 Uhr

FDP drängt auf Reform des EU-Asylsystems

Angesichts des Kriegs in der Ukraine drängt die FDP auf eine Reform des EU-Asylsystems. "Die Ukraine-Krise macht auf dramatische Weise deutlich, wie dringend wir eine europäisch abgestimmte Regelung für Fluchtbewegungen brauchen", sagt der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Stephan Thomae, dem "Handelsblatt".

Es sei eine umfassende Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) nötig, forderte der FDP-Politiker. "In einem ersten Schritt braucht es dazu eine Koalition der aufnahmebereiten Mitgliedstaaten, um eine faire Lastenverteilung in Europa sicherzustellen", sagte Thomae. Mit Blick auf die russische Aggression in der Ukraine hält Thomae rasch eine Vorbereitung auf mögliche Fluchtbewegungen für geboten. Dabei müssten aus deutscher Sicht "alle denkbaren Szenarien" durchgespielt werden.

Thomae geht davon aus, dass Polen als europäisches Ersteinreiseland "höchstwahrscheinlich" von einer großen Anzahl an Flüchtlingen betroffen sein werde. In der Folge sei aber mit einer "erheblichen Sekundärmigration nach Deutschland" zu rechnen.

Lesen Sie hier weiter.

FDP drängt auf Reform des EU-Asylsystems
10:05 Uhr

British Airways streicht alle Kurzstreckenflüge von London Heathrow

Wegen technischer Probleme streicht British Airways (BA) alle Kurzstreckenflüge vom Londoner Flughafen Heathrow bis zum Mittag. Kunden wurden aufgerufen, ihren Flugstatus zu prüfen, bevor sie zum Flughafen reisen. Weitere Störungen seien im Laufe des Tages zu erwarten.

Langstreckenflüge und alle geplanten Flüge an den Flughafen Gatwick und London City finden demnach statt, wenn auch mit Verspätungen. Betroffene Passagiere würde kontaktiert und bekämen die Möglichkeit zur Erstattung des Flugpreises oder einer kostenlosen Umbuchung, teilte BA weiter mit. "Wir wissen, dass wir unsere Kunden im Stich gelassen haben, und wir werden alles tun, was wir können, um es wieder in Ordnung zu bringen - im Moment liegt unser Fokus aber darauf, so viele Kunden und Flüge wie möglich auf den Weg zu bringen."

Die Schwierigkeiten hatten am Freitagabend begonnen. Gerüchte über einen kompletten Stillstand des Flugbetriebs hatte BA zunächst dementiert, doch die Probleme scheinen größer zu sein als zunächst angenommen. Zeitweise sollen Medienberichten zufolge auch die Webseite und die App der Fluggesellschaft unerreichbar gewesen sein. Es ist das zweite Mal innerhalb von zehn Tagen, dass BA mit größeren technischen Schwierigkeiten kämpft. In sozialen Medien gab es Spekulationen über eine mögliche russische Cyber-Attacke. Das schloss das Unternehmen jedoch als Ursache aus.

British Airways streicht alle Kurzstreckenflüge von London Heathrow
09:41 Uhr

Madonna mit unmissverständlicher Botschaft

"Ich hab' mir lange genug deine Lügen und deine Geschichten angehört, ich ertrag' es nicht mehr: Madonna hat eine unmissverständliche Botschaft an Präsident Putin.

Madonna mit unmissverständlicher Botschaft
09:29 Uhr

Was heute wichtig wird

Tag 3 des Krieges in der Ukraine: Die Fassungslosigkeit geht in Wut über, in Hilflosigkeit, aber auch in den Wunsch, etwas zu tun, zu helfen. Was soll da also anstehen, außer Ihnen weiter vom Krieg zu berichten? Mein Name ist Sabine Oelmann und ich wünsche Ihnen dennoch ein erholsames Wochenende - und such' auch noch ein paar andere Meldungen für Sie heraus. Wenn Sie sich bei uns melden wollen: dertag@n-tv.de

  • Sie wollen für die Ukraine demonstrieren? Heute hier: 10 Uhr München (Odeonsplatz), 12 Uhr Stuttgart (Ukrainische Gemeinde, Rotebühlplatz), 12 Uhr und 13.30 Uhr Saarbrücken (Tbilisser Platz und St. Johanner Markt), 13 Uhr und 14 Uhr Frankfurt/M. (Kaisersack), 14 Uhr Düsseldorf Libertas Belarus (Schadowplatz), 14 Uhr Nürnberg (Kornmarkt), 16 Uhr Koblenz (am Deutschen Eck), 17 Uhr Marburg: Mahnwache (Erwin-Piscator-Haus), 17 Uhr Hamburg Ökum. Gottesdienst Hauptkirche St. Petri, 15 Uhr Magdeburg Dt.-ukr. Vereinigung (Alter Markt), 16 Uhr Kiel (Rathausplatz), in Berlin lesen u.a. um 16 Uhr Denis Yücel und Herta Müller im Maxim Gorki Theater: Sprachlos die Sprache verteidigen, Lesung für die Ukraine

  • Unser Ukraine-Ticker sei Ihnen empfohlen, um auf dem neuesten Stand der Entwicklungen zu bleiben

  • Die Veranstalter der "Conservative Political Action Conference" beschreiben das jährlich stattfindende Treffen "als eine der größten und einflussreichsten Zusammenkünfte von Konservativen weltweit" - Donald Trump ist dort in den vergangenen Jahren bereits der Hauptredner gewesen. Weitere prominente Redner sind unter anderem Ex-Außenminister Pompeo, der frühere US-Botschafter in Deutschland, Grenell, und Fox-News-Starmoderator Sean Hannity.

  • Rio kann's nicht lassen: Zwar wurden der Straßenkarneval abgesagt und die weltberühmten Umzüge wegen der Corona-Pandemie auf April verschoben. Aber am Wochenende, an dem die Sambaschulen eigentlich durch das Sambodrom ziehen, eröffnet der Verband der Sambaschulen von Rio de Janeiro den Karneval dennoch

  • Leseempfehlung

Was heute wichtig wird
08:44 Uhr

Wann kommt der Frühling?

Geht ein langer Winter zu Ende und das Thermometer steigt auf 15 Grad, wird gern schon mal von "Frühlingsbeginn" gesprochen. Aber kann der Beginn der Jahreszeit tatsächlich aus einer bestimmten Temperatur abgeleitet werden, also: Wenn das Thermometer die 15-Grad-Marke knackt, ist der Frühling da. Stimmt das? Leider nein, die Temperatur allein ist kein klares Kennzeichen für den Frühling.

15 Grad können sich nach einem langen Winter durchaus warm anfühlen. Dennoch "gibt es keine Definition eines Frühlingstags, die mit der Temperatur gekoppelt ist, erklärt Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst "(DWD). Ein Grund: Im März können auch niedrigere Temperaturen mit viel Sonne frühlingshaft erscheinen.

Sommertage beginnen ab 25 Grad im Schatten, in Tropennächten rutscht das Thermometer nachts nicht unter 20 Grad. An Frosttagen ist es mindestens einmal kälter als null Grad. Und an Eistagen hält sich die Temperatur permanent unter null Grad Celsius. Und was muss passieren, damit die Experten vom Frühling sprechen? Für Andreas Friedrich ist es soweit, wenn über mehrere Tage die Sonne scheint und die Temperaturen tagsüber deutlich im zweistelligen Plusbereich liegen. "Bei 15 Grad und Schmuddelwetter würde dagegen keiner von frühlingshaftem Wetter sprechen", erklärt der DWD-Pressesprecher. Wetterexperten hierzulande orientieren sich am meteorologischen Frühlingsbeginn: danach dauert der Frühling vom 1. März bis zum 31. Mai.

Wann kommt der Frühling?
08:04 Uhr

Yoga ohne Style, Laufen ohne Eile - Anke Engelke lebt gut ohne Smartphone

"Es gab für mich nie die Überlegung: Wie spare ich denn jetzt Zeit, wie kriege ich das schneller hin? Weil ich es immer toll fand, im Zug zu sitzen, irgendwo hinzufahren und meine Reise zu planen", so die Comedienne in der "Vogue" (März-Ausgabe). "Bis heute male ich mir gerne Karten und Pläne und notiere mir, wo ich aus und umsteigen muss und wie ich dann zu meinem Ziel komme." Sie empfinde das als Lustgewinn. "Das mit einem Apparat zu verhandeln, widerstrebt mir. Ich hätte den Eindruck, ich werde verhöhnt durch dieses Gerät! Als sei ich für mein Leben nicht verantwortlich, als sei ich überfordert."

ACHTUNG-Nur-zur-redaktionellen-Verwendung-im-Zusammenhang-mit-einer-Berichterstattung-ueber-die-am-1-Maerz-2022-erscheinende-Ausgabe-der-Vogue-und-nur-mit-vollstaendiger-Nennung-des-vorstehenden-Credits-Das-Foto-darf-nicht-veraendert-werden-Abdruck-nur-in-vollem-Format-Keine-Cover-Einklinker-Ganzseiten-Abdrucke-und-Archivierung
(Foto: Camilla Armbrust/Vogue/dpa)

Das sei keine Kampfansage, "sondern ich weiß einfach, was für mich besser ist", so Engelke. "Ich möchte zum Beispiel lieber viel lesen." Für ihre Fitness macht Engelke nach eigenen Worten ein bisschen Sport, aber nicht verbissen. "Ich gehe Laufen, aber ohne Eile, und mache Yoga, aber ohne Style." (...) Das Geschäft mit Schönheitsidealen findet Engelke nicht gut. "Hochglanzmagazine und Werbung verkaufen Träume. Wer nicht supernaiv ist, weiß das."

Einen Aspekt finde sie dabei ganz okay: "Wenn in der Öffentlichkeit Figuren zu erleben sind, die Träume verwirklicht, sich Ziele gesetzt und kreativ ausgelebt haben, dann finde ich das toll, dann soll das ruhig repräsentiert werden." Doch kontraproduktiv sei, dass zum Beispiel Werbung für Sportartikel meistens nur Menschen mit perfekten Modelkörpern zeige. "Werden dann überhaupt die angesprochen, die dringend Sport treiben müssten, um gesünder zu leben? Ich finde es bedauernswert, dass da so ein Druck, so ein Perfektionsanspruch aufgebaut wird."

Yoga ohne Style, Laufen ohne Eile - Anke Engelke lebt gut ohne Smartphone
07:31 Uhr

Finanziert die Krankenschwester beim Tanken das E-Auto ihres Chefarztes mit?

Der Staat hat für die Förderung von Elektroautos seit 2016 insgesamt 4,6 Milliarden Euro ausgezahlt. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. Davon flossen allein rund 798 Millionen Euro für knapp 160.000 E-Autos von Volkswagen, wie das Wirtschaftsministerium ausführt. Knapp 441 Millionen Euro wurden für Kauf oder Leasing von rund 90.000 elektrisch betriebenen Renaults ausgezahlt, 406 Millionen Euro für knapp 104.000 Autos von Mercedes und 339 Millionen Euro für gut 90.000 BMW. Für rund 59.000 Wagen des US-Herstellers Tesla flossen gut 304 Millionen Euro, für knapp 59 000 Hyundai-Autos weitere 296 Millionen Euro. Insgesamt wurden seit 2016 auf rund 965 000 Anträge hin staatliche Prämien ausgezahlt.

Bei einem vollelektrischen Fahrzeug mit einem Nettolistenpreis bis zu 40.000 Euro gibt es derzeit bis zu 9000 Euro Prämie: 6000 Euro vom Staat, sofern der Hersteller weitere 3000 Euro zuschießt. Bei Plug-in-Hybriden gibt es bis zu 6750 Euro. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte 2019 beschlossen, den Umweltbonus bis Ende 2025 zu verlängern und zu erhöhen. Wegen der Corona-Pandemie wurde im Sommer 2020 festgelegt, den staatlichen Anteil für die Förderung von elektrischen Fahrzeugen in Form einer Innovationsprämie befristet zu verdoppeln. Die Ampel-Koalition will die Subventionsregelung nur noch bis Ende 2022 unverändert fortführen. Was danach kommt, ist ungewiss. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch kritisierte die hohen Kosten für den Steuerzahler und forderte einen Stopp der Kaufprämie in dieser Form. "Mit dem Geld könnten die Bürger bei den Energiekosten entlastet werden", so Bartsch. Die Autokonzerne sollten selbst Kaufanreize setzen, nicht die Steuerzahler. Die aktuelle Förderung sei eine Umverteilung von unten nach oben sowie von Ost nach West. "Es kann nicht sein, dass die pendelnde Brandenburger Krankenschwester mit ihrer Tankrechnung den Neuwagen des Münchner Chefarztes mitfinanzieren muss", meint der Linken-Politiker.

Finanziert die Krankenschwester beim Tanken das E-Auto ihres Chefarztes mit?
07:10 Uhr

120.000 Sturmgewehre für die Bundeswehr

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(Foto: dpa)

Vor dem Hintergrund eines Großauftrages der Bundeswehr haben die Waffenfirma Heckler & Koch und der US-amerikanische Magazinhersteller Magpul einen Patentstreit beigelegt. Die Parteien seien sich einig, dass H&K ein selbst entwickeltes Magazin in Großbritannien und in EU-Staaten anbieten und verkaufen könne, und zwar "insbesondere als Bestandteil der derzeit laufenden Sturmgewehr-Ausschreibung" des Bundeswehr-Beschaffungsamtes, teilt die Waffenschmiede aus Oberndorf bei Stuttgart mit. Details zur Einigung wurden nicht genannt. Der Verweis auf die Sturmgewehr-Ausschreibung verdeutlicht die Bedeutung der juristischen Auseinandersetzung. Denn es stand die Frage im Raum, ob der deutsche Fabrikant im Rahmen eines Großauftrags des Bundes über 120.000 neue Sturmgewehre ein Produkt anbietet, das patentrechtliche Mängel hat. Ein Gutachten des Bundes kam zwar zu dem Schluss, dass dem nicht so ist. Um allerletzte juristische Bedenken auszuräumen, reichte H&K im vergangenen Jahr aber eine "negative Feststellungsklage" beim Düsseldorfer Landgericht ein. Damit wollte der deutsche Hersteller gerichtlich bestätigt bekommen, dass er in Sachen Patent eine weiße Weste hat.

Doch zu einer Gerichtsentscheidung kommt es nun gar nicht, weil sich die Waffenschmiede und der amerikanische Zulieferer außergerichtlich geeinigt haben. Damit ist klar, dass Magpul bezüglich des Magazins von Heckler & Koch keine patentrechtlichen Ansprüche stellt. Der Sturmgewehr-Großauftrag des Bundes ist wichtig für Heckler & Koch. So ein Auftrag ist als Referenz gegenüber anderen Staaten von Bedeutung - er dient gewissermaßen als Aushängeschild. Derzeit hat H&K gute Karten im Rennen um den Auftrag. Der unterlegene Wettbewerber C.G.Haenel zieht allerdings juristisch alle Register. Am kommenden Mittwoch verhandelt das Oberlandesgericht Düsseldorf, ob Haenel definitiv ausgeschlossen bleibt vom laufenden Vergabeverfahren oder wieder mitmachen darf. Bliebe Haenel ausgeschlossen, hätte Heckler & Koch den Auftrag so gut wie sicher.

120.000 Sturmgewehre für die Bundeswehr
06:57 Uhr

Anpassung an Klimawandel für afrikanische Staaten besonders kostspielig

Länder in Afrika kommt der Klimawandel besonders teuer zu stehen. Einer am Samstag veröffentlichten Untersuchung der Organisation Power Shift zufolge verlieren Länder wie Kenia, Liberia und Äthiopien bis zu fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung durch Folgen der Klimaerwärmung wie Dürren, Überschwemmungen und schlechte Ernten. Zugleich ist der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen in diesen Ländern vergleichsweise gering.

"Dieser Bericht zeigt die tiefe Ungerechtigkeit des Klimanotstands", sagte Mohamed Adow, Direktor von Power Shift Africa. "Es ist einfach nicht akzeptabel, dass die Kosten den Menschen aufgebürdet werden, die am meisten leiden, während sie gleichzeitig am wenigsten zum Klimawandel beitragen." Er fordert deshalb "massive" finanzielle Hilfen für die afrikanischen Länder.

Anpassung an Klimawandel für afrikanische Staaten besonders kostspielig
06:45 Uhr

Der Bär ist zurück in seiner Höhle

Die Bärenhöhle auf der Schwäbischen Alb hat ihren Bären zurück. Befreit von Moos und Algen ist das mindestens 15.000 Jahre alte Skelett eines Höhlenbären künftig wieder in der Höhle bei Sonnenbühl in der Nähe von Reutlingen zu sehen. Über drei Monate hinweg reinigten Experten der Universität Tübingen die uralten Knochen. Durch das künstliche Licht in der Höhle und die jährlich Tausenden Besucher, die Samen und Erde in die Höhle tragen, war zum zweiten Mal eine Reinigung des Bärenskeletts notwendig.

Das Skelett war 1949 in der Höhle entdeckt worden, wo es zuvor bei etwa neun Grad Celsius, 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und vollständiger Dunkelheit überdauert hatte. Anders als viele andere Skelette landete es aber nicht im Museum, sondern wurde zurück in die Höhle gebracht.

Dort ist es vom 5. März an zu sehen, wenn die Gemeinde Sonnenbühl die Höhle wieder für Besucher öffnet. Ein Präparator wird an diesem Tag unter dem Titel "Knochenjob" Führungen zum Bärenskelett anbieten.

Der Bär ist zurück in seiner Höhle
06:24 Uhr

Holzpreise steigen - keine Stifte mehr?

Gestiegene Kosten machen den Bunt- und Bleistiftherstellern zu schaffen. "Die Holzpreise sind deutlich gestiegen", sagt der Vorstandschef von Faber-Castell, Stefan Leitz, im bayerischen Stein. Dazu kämen die stark gestiegenen Schiffsraten und höhere Kosten für Energie und Kunststoff-Rezyklate, die Faber-Castell zum Beispiel für seine Textmarker einsetze. Auch die Konkurrenten Stabilo und Staedtler bekommen diese Entwicklung eigenen Angaben nach zu spüren. Das könnte Folgen für die Verbraucher haben. "Unser Anspruch ist, dass wir das durch Produktivitätssteigerungen soweit wie möglich ausgleichen können", sagt Leitz. "Dies ist jedoch nicht immer möglich. Der Rest muss folglich durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden."

Faber-Castell habe im vergangenen Jahr in einigen Ländern bereits die Preise angehoben. "In anderen Märkten, ganz besonders in Europa, beschäftigen wir uns gerade mit der Frage. Es ist nicht auszuschließen, dass wir dort noch selektiv für gewisse Produkte eine Preiserhöhung vor uns haben", so Leitz. Staedtler wollte sich einem Sprecher zufolge dagegen nicht näher dazu äußern, wie der Nürnberger Hersteller auf die Kostensteigerungen reagieren werde. Die Schließung von Schulen und Universitäten während der Pandemie habe die Schreibwarenbranche hart getroffen, sagte Faber-Castell-Chef Leitz.

Starke Zuwächse habe es im Künstler- und Hobbybereich gegeben - 30 Prozent allein im vergangenen Jahr. Der Online-Handel habe mit der Pandemie deutlich angezogen, und auch das Kosmetikgeschäft erhole sich.

Holzpreise steigen - keine Stifte mehr?