Donnerstag, 12. März 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:41 Uhr

Das war Donnerstag, der 12. März 2020

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(Foto: imago images/Dirk Sattler)

Liebe Leserinnen und Leser,

hier mal eine positive Nachricht abseits der Corona-Krise: Das Wochenende steht kurz vor der Tür und die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen auf Frühlingsniveau. Damit Sie beim Thema Coronavirus aber trotzdem up to date bleiben. Hier das Wichtigste das Tages:

Ich bin morgen Nachmittag wieder für Sie im Büro und betreue den "Tag". Bis dahin wünsche ich Ihnen eine angenehme Nacht. Und bleiben Sie gesund!

22:18 Uhr

33-Jähriger soll vermögende Flüchtlingshelferin ermordet haben

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Beim Prozessauftakt schwieg der Angeklagte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Fall sorgte im Spätsommer vergangenen Jahres für Entsetzen: Die Leiche einer 61-Jährigen wurde in ihrer Wohnung gefunden - versteckt in einem Verschlag. Schnell fiel der Verdacht auf einen Mann aus Marokko, der sich nun vor dem Landgericht Hannover wegen grausamen Mordes aus Habgier verantworten muss.

Der Angeklagte habe die Frau, die ihm Deutschunterricht gab, gefesselt und geknebelt und ihren Kopf mit Paketband umwickelt, sodass sie qualvoll erstickte, sagte Staatsanwältin Wiebke Gratz. Zuvor habe der 33-Jährige im August 2019 seine Bekannte gezwungen, ihm das Versteck für ihr Vermögen preiszugeben.

Die Frau besaß in ihrer Wohnung rund 69.000 Euro in bar sowie Goldmünzen und Schmuck im Gesamtwert von knapp 100.000 Euro. Beide hatten laut Anklage zwischenzeitlich ein sexuelles Verhältnis.

Zum Prozessauftakt schwieg der Mann, der 2015 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen war.

21:49 Uhr

Ex-Freundin von Boxer Mayweather tot aufgefunden

Die Ex-Freundin von Box-Superstar Floyd Mayweather ist tot vor ihrem Haus in Kalifornien gefunden worden. Das teilte die Polizei von Los Angeles mit.

Die 40-jährige Josie Harris sei am späten Dienstagabend (Ortszeit) leblos in einem geparkten Auto in der Einfahrt ihres Hauses in Santa Clarita nördlich von Los Angeles entdeckt und für tot erklärt worden. Die Todesursache wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen dauern an.

Mayweather und Harris waren zehn Jahre lang ein Paar. Aus der Beziehung stammen drei gemeinsame Kinder.

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21:12 Uhr

Motorproblem: Kleinflugzeug legt Bruchlandung hin

Äußerst glimpflich ist die Notlandung eines Kleinflugzeugs auf dem Flugplatz Mönchsheide nahe Bad Breisig (Landkreis Ahrweiler) verlaufen.

Wie die Polizei mitteilte, musste die Cessna am Nachmittag wegen eines Motorenproblems eine Notlandung einleiten. Dabei streifte das Flugzeug einen Baumwipfel und konnte nicht mehr ordentlich landen. Die drei Insassen wurden leicht verletzt. Die Ursache des Motorenproblems und die Schadenshöhe waren zunächst unbekannt. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

20:26 Uhr

Frau tot aufgefunden - Polizei nimmt Tochter fest

Es muss massive Gewalt gewesen sein, die auf die Frau einwirkte. Woran eine 79-Jährige am Mittwochabend in Erlensee starb, muss noch eine Obduktion klären. Die Verletzungen sprechen aber eine deutliche Sprache.

Die Ermittler vermuten, dass die Tochter ihre Mutter getötet hat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hanau und der Polizei wurde die 38-Jährige in der Wohnung festgenommen, in der die 79-Jährige leblos aufgefunden wurde. Weil die Tochter nach Polizei-Angaben einen "verwirrten Eindruck" machte, wurde sie zunächst in eine Fachklinik eingewiesen.

Nach ersten Erkenntnissen erlitt das Opfer mannigfaltige Verletzungen. Es sei eine massive Einwirkung stumpfer Gewalt gewesen, teilte Oberstaatsanwalt Dominik Mies mit.

Alarmiert wurden die Beamten von Hausbewohnern. Sie hatten berichtet, dass Wasser unter der Eingangstür aus der Wohnung laufe. Daraufhin brach die alarmierte Streife auf und verschaffte sich Zutritt.

19:35 Uhr

Wegen Coronavirus: Starpianist verlegt Konzert ins Netz

Der Coronakrise fallen derzeit viele Großveranstaltungen zum Opfer. Starpianist Igor Levit will dagegen ein Zeichen setzen. Der 33-Jährige entscheidet kurzerhand, im heimischen Wohnzimmer für sein Publikum zu spielen. Übertragen wird das Konzert per Livestream im Internet.

"Die Konzertsäle sind leer, gemeinsames Hören und Erleben von Musik ist nicht möglich. Das ist traurig, jedoch notwendig", schrieb der Musiker vor seinem Livestream-Konzert auf Twitter. Levit ist besonders für seine Beethoven-Interpretationen bekannt. Die Einspielung sämtlicher 32 Klaviersonaten gehört derzeit zu den meistverkauften Klassikaufnahmen in Deutschland.

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18:55 Uhr

Prostituierten-Morde: Polizei prüft neue Hinweise nach 27 Jahren

Vor rund 27 Jahren erschütterten zwei Prostituierten-Morde die Stadt Bremerhaven. Im September 1992 hatte ein Unbekannter eine 22-Jährige auf dem Straßenstrich in einen Kleinwagen gelockt. Die Frau wurde zwei Tage später erdrosselt aufgefunden. Sieben Monate später wurde eine 26-Jährige getötet, die ebenfalls auf dem Straßenstrich gearbeitet hatte.

Nachdem im vergangenen November die Morde in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" thematisiert wurden, sind nach Angaben der Polizei Cuxhaven rund 200 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Jedem einzelnen werde jetzt nachgegangen, teilte die Polizei mit.

Von zahlreichen Männern seien bereits Speichelproben genommen worden. Diese würden mit den DNA-Spuren abgeglichen, die an den Fundorten der Leichen gesichert worden waren. Auch 300 Fahrzeughalter aus der Region Cuxhaven werden überprüft.

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Mit diesem Fahndungsplakat sucht die Polizei nach dem Täter.


17:56 Uhr

Sagten die Simpsons das Coronavirus voraus?

Comic und Zeichentrick können manchmal visionär sein. Schon im Jahr 2000 amtierte bei den "Simpsons" ein US-Präsident Donald Trump. Jetzt gibt es einen neuen bemerkenswerten Zufall: Fans der Serie sind sich sicher, dass die Simpsons-Schöpfer in den 90er Jahren auch das Coronavirus voraussagten.

Konkret geht es um eine Folge aus dem Jahr 1993, in der ein neuartiges Virus die Stadt Springfield heimsucht. Verantwortlich dafür ist Homer Simpson, der per Telefon einen Entsafter bestellt, der von einem infizierten Fabrikarbeiter verpackt wird. Nach und nach erkranken immer mehr Serienfiguren an dem Erreger. Der Unterschied: Anders als in der Realität stammt der Erreger in der Serie nicht aus China, sondern aus Japan.

Auf Youtube können Sie einen Ausschnitt der Folge sehen:

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17:38 Uhr

Es herrscht Panik: Dax verliert fast 1300 Punkte an einem Tag

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Es war ein regelrechtes Kursmassaker: Das Coronavirus mischte weltweit die Börsen auf - überall tiefrote Zahlen bei den Indizes. Auch für den Dax wird wohl aus einem "Schwarzen Montag" und einem "Schwarzen Donnerstag" eine "Schwarze Woche". Der Leitindex verlor insgesamt fast 20 Prozent und steuert auf den zweitgrößten Wochenverlust seiner Geschichte zu. Nur im Oktober 2008, während der Finanzkrise, ging es mit knapp 22 Prozent noch stärker abwärts. Das EZB-Maßnahmepaket zur Stützung der Wirtschaft überzeugte an den Börsen überhaupt nicht. Im Gegenteil: Nach den vorgestellten Maßnahmen ging es noch stärker bergab.

Der Dax verlor heute sage und schreibe 12,2 Prozent und schloss bei 9161 Punkten. Damit verlor er an einem einzigen Tag 1278 Zähler. Das Tagesminus lag bei 9139 Stellen. Damit verzeichnete der Leitindex den zweitgrößten Absturz seiner Geschichte. Nur am 16. Oktober 1989 verlor er mit 12,8 Prozent noch mehr. Der MDax stürzte um 10,9 Prozent auf 20.168 Punkte ab, der TecDax um 11,0 Prozent auf 2321 Zähler. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 12,3 Prozent auf 2543 Punkte runter. Wolfram Neidhart

Mehr börsenrelevante Meldungen lesen Sie im Börsen-Tag.

17:06 Uhr

Fossilienfunde im Sauerland führen zu neuer Eidechsenart

Originalwirbel des Salamanders.

Originalwirbel des Salamanders.

(Foto: LWL/Schwermann)

Anhand im Sauerland gefundener Fossilien haben Archäologen eine neue Salamanderart bestimmt. In einem Steinbruch in der Nähe von Balve hatten Wissenschaftler seit fast 20 Jahren etliche fossile Überreste gefunden, teilte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit. In jüngerer Zeit fanden sie mehrere 125 Millionen Jahre alte Halswirbel von einem Salamander in dem Gestein.

Nun sucht das LWL-Naturkundemuseum in Münster, dessen Mitarbeiter an der Entdeckung entscheidend mitwirkten, nach einem Namen für die neue Art. Wenn Sie Namensvorschläge haben - das Naturkundemuseum nimmt noch bis zum 23. März unter der Mailadresse servicebuero.naturkundemuseum@lwl.org Ideen an.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:12 Uhr

Regisseurin Tonie Marshall ist tot

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Tonie Marshall wurde 68 Jahre alt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie ist die einzige Frau, die jemals den französischen Filmpreis César in der Kategorie "Beste Regie" gewann. Nun ist die französisch-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin Tonie Marshall gestorben. Sie wurde 68 Jahre alt.

Marshall wurde 1951 in einem Pariser Vorort geboren. 1973 gab sie ihr Kinodebüt neben Catherine Deneuve in "Die Umstandshose". Später fing sie an, auch erfolgreich hinter der Kamera als Regisseurin und Drehbuchautorin zu arbeiten. Sie schrieb vor allem bittersüße Komödien wie "Er liebt mich, er liebt mich nicht - Toujours l'amour" (2014) mit Sophie Marceau. Im Jahr 2000 erhielt sie den César für die Komödie "Schöne Venus" mit Audrey Tautou und Nathalie Baye.

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15:35 Uhr
Breaking News

Erster deutscher Klub: Hannover 96 stellt komplette Mannschaft unter Quarantäne

Nach dem zweiten positiven Test auf das Coronavirus innerhalb des Kaders stellt Fußball-Zweitligist Hannover 96 seine komplette Mannschaft unter Quarantäne. Die Niedersachsen sind der erste deutsche Profiklub, der diese Maßnahme ergreift. Damit ist die Austragung der kommenden Spiele des Klubs eigentlich ausgeschlossen.

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15:29 Uhr

Flaschensammler läuft vor ICE auf die Gleise

In Lebensgefahr hat sich ein Flaschensammler im Bahnhof von Bad Breisig gebracht. Der 46-Jährige war am Mittwochnachmittag über die Gleise gelaufen, um eine dort liegende Pfandflasche einzusammeln, teilte die Bundespolizei heute mit. Den durchfahrenden ICE bemerkte er nicht.

Nur durch eine Notbremsung konnte der Lokführer einen Zusammenstoß verhindern. Die Strecke wurde beidseitig für über eine Stunde gesperrt, dies führte zu Zugausfällen und erheblichen Verspätungen. Der Lokführer erlitt einen Schock, ansonsten wurde niemand verletzt.

14:39 Uhr

Technische Probleme: Bundeswehr-Hubschrauber muss Flug abbrechen

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Der CH-53 ist seit den 70er Jahren bei der Bundeswehr im Einsatz.

(Foto: picture alliance / dpa)

Gestern musste ein Transporthubschrauber der Bundeswehr wegen technischer Probleme eine Sicherheitslandung hinlegen. Nun musste eine weitere Maschine vom Typ CH-53 ebenfalls ihren Flug abbrechen.

Wie die Luftwaffe mitteilte, habe es Probleme an der Hydraulikanlage gegeben. Die Sicherheitslandung fand demnach um 9.40 Uhr nordöstlich von Leipzig an der Bundesstraße 87 statt. Die Maschine war auf dem Fliegerhorst Holzdorf knapp 100 Kilometer südlich von Berlin gestartet.

Der Transporthubschrauber CH-53 wird zur Beförderung von Soldaten und Material sowie für Sonderaufgaben genutzt. Er wurde bereits in den 70er Jahren in die Bundeswehr eingeführt.

14:35 Uhr
Breaking News

Dow Jones stürzt ab - Dax vergrößert Minus

Land unter auch an der New Yorker Wall Street: Der Dow Jones startet mit einem Minus von 7,4 Prozent in den Handel. Im Gefolge verliert der Dax 8,5 Prozent auf 9544 Stellen.

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14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Ina Bullwinkel verabschiedet sich in die Sonne. Bis zum Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

14:03 Uhr

Deutsche Soldaten bleiben vorerst im Sudan

Der Bundestag hat den UN-Einsatz deutscher Soldaten im Sudan (Unamid) bis zum Jahresende verlängert. Die Höchstzahl der Soldaten soll nach der Entscheidung der Abgeordneten aber von 50 auf 20 verringert werden. Die Zustimmung zur Verlängerung gilt zunächst nur bis 31. Dezember, weil innerhalb der Vereinten Nationen noch Details einer Folgemission ausgehandelt werden.

Die Mission Unamid gilt dem Schutz der Zivilbevölkerung, der humanitären Hilfe und der Überwachung eines Waffenstillstandsabkommens in der westlichen Krisenprovinz Darfur. Derzeit sind vier deutsche Soldaten im Einsatz.

14:00 Uhr
Breaking News

EZB beschließt Maßnahmen gegen Corona-Krise

Im Kampf gegen die Corona-Krise erhöht die Europäische Zentralbank die Nettoanleihekäufe bis Jahresende um 120 Milliarden Euro. Den Bankeinlagenzins belässt sie unverändert bei -0,5 Prozent. Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent.

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13:41 Uhr

Erdbeben erschüttert Island

Auf Island ist es zu einem stärkeren Erdbeben gekommen. Die Erschütterung trat am Vormittag mit einer Stärke von etwa 5,2 auf der Halbinsel Reykjanes südwestlich der Hauptstadt Reykjavik auf, wie die meteorologische Behörde des Landes mitteilte. Weit über 100 Menschen hätten gemeldet, dass sie das Beben gespürt hätten. Der Rundfunksender RÚV und weitere isländische Medien berichteten, dass die Erschütterung auch in der Hauptstadt spürbar gewesen sei. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Ersten Einschätzungen zufolge hängt das Beben mit seit Längerem auftretenden seismischen Bewegungen unterhalb der Reykjanes-Halbinsel zusammen. Anzeichen, dass ein möglicher Vulkanausbruch die Folge sein könnte, gibt es demnach nicht. Auf der Halbinsel befindet sich auch der internationale Flughafen der Nordatlantik-Insel.

13:12 Uhr

Frau stürzt auf Rolltreppe und erstreitet 10.000 Euro

Dieser Sturz kommt eine Fluggesellschaft teuer zu stehen. Eine Frau war nach der Ankunft am Flughafen München im November 2016 auf einer Rolltreppe gestürzt, nachdem ein von ihr gebuchter Mobilitätsservice - unter anderem mit einer Hebebühne - nicht verfügbar gewesen war.

Aufgrund schwerer Verletzungen und bleibender Schäden hatte sie die türkische Airline Sunexpress verklagt. Im Prozess hat die Klägerin nun einen Vergleich mit der Airline geschlossen. Sie soll 10.000 Euro erhalten. Damit seien alle auch künftigen Ansprüche der Klägerin abgegolten, entschied das Oberlandesgericht (OLG) München.

Die Richter am OLG sahen bei der Frau eine große Mitschuld - wie auch schon die Vorinstanz, das Landgericht München I. Sie kamen in der Verhandlung der Berufung aber nicht zum Schluss, dass eine Haftung der Airline dadurch entfällt. Zuvor hatte die Klägerin noch weit höhere Forderungen gestellt, als nun im Vergleich vereinbart.

12:49 Uhr

Unbekannte stehlen Pflegedienst sechs Autos

Dieser Diebstahl ist besonders dreist: Unbekannte haben bei einem Einbruch bei einem Pflegedienst in Leipzig insgesamt sechs Fahrzeuge des Unternehmens gestohlen. Die Täter drangen nach Polizeiangaben in der Nacht zum Donnerstag in die Büroräume ein und nahmen 15 Autoschlüssel aus einem defekten Tresorschrank an sich. Sechs Fahrzeuge wurden danach vom Parkplatz gestohlen.

Auch einen dreistelligen Geldbetrag aus einer Bargeldkasse brachten die Täter an sich. Die Polizei bezifferte den Wert der Diebstähle insgesamt auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag.

12:27 Uhr

Habeck fordert: Ganze AfD als Verdachtsfall einstufen

Der Bundesverfassungsschutz sollte aus Sicht von Grünen-Chef Robert Habeck nicht nur den rechtsnationalen "Flügel" der AfD beobachten, sondern die ganze Partei stärker ins Visier nehmen. "Ich meine, der Verfassungsschutz sollte aber noch einen Schritt weitergehen und die gesamte AfD als Verdachtsfall einstufen", sagte Habeck. Das sei angemessen. "Björn Höckes Flügel ist, wie es der Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland ganz offen sagt, 'Mitte der Partei'."

Als Verdachtsfall könne der Verfassungsschutz die AfD "unter bestimmten Voraussetzungen auch mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachten", dieses Instrument solle zumindest zur Verfügung stehen, sagte Habeck. Dass der "Flügel" nun Beobachtungsfall ist, lobte er: Das sei ein Ergebnis des neuen Kurses unter Verfassungsschutz-Chef Thomas Haldenwang, sagte er.

12:12 Uhr
Breaking News

CDU-Bundesparteitag wird verschoben

Die Wahl eines Nachfolgers der scheidenden CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer findet später statt als geplant. Wegen der Gesundheitsgefahr durch das Coronavirus verschieben die Christdemokraten ihren Sonderparteitag auf unbestimmte Zeit.

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12:02 Uhr
11:53 Uhr

Hunderte Festnahmen: US-Behörden zerschlagen Drogenkartell

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Auf "El Mencho" war eine Millionen-Belohnung ausgesetzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit Hunderten Festnahmen hat die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA dem mexikanischen Kartell Jalisco Nuevo Generación und damit dem Handel mit Methamphetaminen und anderen Drogen einen harten Schlag versetzt. Bis Mittwoch seien 750 mutmaßliche Mitglieder des Drogenkartells festgenommen worden, teilte die DEA mit. Außerdem seien am Mittwoch rund hundert Durchsuchungsbefehle vollstreckt worden.

Der amtierende DEA-Chef Uttam Dhillon erklärte, Jalisco Nuevo Generación sei "eine der gefährlichsten Drogenhandelsorganisationen der Welt". Die Razzien seiner Behörde hätten die Fähigkeit des Drogenkartells, in den USA zu operieren, deutlich beschnitten. Laut Dhillon betreibt das Kartell mehr als hundert Drogenlabore in Mexiko und handelt außer mit den synthetisch hergestellten Metamphetaminen auch mit Kokain sowie mit dem stark abhängig machenden Schmerzmittel Fentanyl.

Gegen Kartellchef Nemesio Oseguera Cervantes alias "El Mencho" erhob das US-Justizministerium am Mittwoch weitere Anklagen wegen Drogenhandels und Verschwörung zum Mord. "Es ist unsere höchste Priorität, 'El Mencho' vor Gericht zu bringen", sagte DEA-Chef Dhillon.

11:30 Uhr
Breaking News

Halle an der Saale schließt alle Schulen und Kitas

Die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt schließt von diesem Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen. Das gelte vorerst bis zum 27. März, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos).

Weitere aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie auch in unserem Liveticker.

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11:05 Uhr

EuGH macht Bahn strengere Auflagen für Bahncard-Verkäufe

Die Deutsche Bahn muss ihre Kunden nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs beim Online-Kauf einer Bahncard besser über ihre Rechte informieren. Unternehmen müssten Verbraucher darüber in Kenntnis setzen, dass es bei im Fernabsatz geschlossenen Verträgen ein zweiwöchiges Widerrufsrecht ohne Angabe von Gründen gebe, urteilten die Luxemburger Richter. Der Online-Kauf einer Bahncard falle unter die entsprechende EU-Richtlinie.

Hintergrund ist eine Klage der Berliner Verbraucherzentrale gegen die Deutsche Bahn. Die Verbraucherschützer sind der Ansicht, dass die Kunden beim Internet-Kauf von Bahncard 25 und 50 über das Widerrufsrecht informiert werden müssten. Zudem müsse ein Muster des Widerrufsformulars zur Verfügung gestellt werden.

Im konkreten Rechtsstreit zwischen Verbraucherschützern und Deutscher Bahn muss nun das Frankfurter Gericht entscheiden. Zur Frage des Widerrufformulars äußerten sich die Luxemburger Richter nicht.

10:41 Uhr

BGH beschränkt Gratis-App des Deutschen Wetterdienstes

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) darf in seiner kostenlosen "WarnWetter-App" nicht so umfangreich informieren wie bisher. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat entschieden, dass sich die App auf Unwetterwarnungen beschränken muss. Alle darüber hinausgehenden Vorhersagen und Informationen darf die Bundesbehörde zum Schutz privater Mitbewerber nur gegen Bezahlung oder werbefinanziert anbieten.

Der DWD hatte 2015 eine Gratis-App mit detaillierten Wetterberichten auf den Markt gebracht. Dagegen hatte das Bonner Unternehmen WetterOnline geklagt. Wegen des Streits bietet der Wetterdienst die App in der Vollversion schon seit Längerem nur gegen Bezahlung an.

10:14 Uhr

Suizidversuch: Whistleblowerin Chelsea Manning liegt im Krankenhaus

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Chelsea Manning weigert sich, über Julian Assange auszusagen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning hat nach Angaben ihrer Anwälte in einem Gefängnis in Alexandria (US-Bundesstaat Virginia) einen Selbstmordversuch unternommen. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden und erhole sich dort, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung ihrer Anwälte. Es sei weiterhin geplant, dass die Whistleblowerin am Freitag zu einer Anhörung vor einem Bundesgericht erscheinen werde, hieß es.

Manning sitzt seit Mai 2019 wegen Missachtung des Gerichts in Beugehaft. Sie hatte sich geweigert, über den Gründer der Enthüllungs-Plattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen. Mannings Anwälte haben ihre Freilassung beantragt. Die Whistleblowerin hatte Wikileaks 2010 - damals noch als Bradley Manning - Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze und Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

 

10:04 Uhr
Breaking News

Bundesliga-Geisterspiele laufen im Free-TV

Die Fans dürfen aufgrund des Coronavirus zwar nicht ins Stadion, können das Spiel ihres Fußballvereins aber dennoch verfolgen: Sky überträgt die Konferenzen der 1. und 2. Bundesliga am Wochenende im Free-TV. Unter anderem die Bayern-Anhänger haben trotzdem Pech.

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09:56 Uhr

Aldi Nord und Aldi Süd gleichen Angebot an

Treue Aldi-Kunden wissen, dass sie in den Nord-Filialen andere Produkte finden als in den Märkten im Süden des Landes. Jetzt wollen die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd nach eigenen Angaben ihr Sortiment vereinheitlichen.

Bis zum Jahresende sollen etwa 100 Eigenmarken mit gut 1000 Produkten zusammengeführt werden, die bislang bei den Schwesterunternehmen unter unterschiedlichen Markennamen und teilweise auch mit unterschiedlichen Rezepturen angeboten wurden.

Aldi-Süd-Manager Simon Gelzer betonte: "Bei einigen Produkten kann es sein, dass lediglich die Verpackung neu gestaltet wird. Andere Segmente gestalten wir komplett um - neuer Markenauftritt, neue Sorten und teilweise eine optimierte Rezeptur." Nach wie vor werde es aber auch einige Artikel im Sortiment geben, die nur bei einer der Schwestern im Angebot seien. Dies gelte besonders für regionale Produkte.

09:30 Uhr

Polizei nimmt in Polen mutmaßlichen Zuhälterring hoch

30 Mini-Bordelle in Wohnungen mit bis zu hundert Prostituierten: Bei Razzien im Westen Polens hat die Polizei einen mutmaßlichen Zuhälterring zerschlagen. Bei der Aktion seien elf Verdächtige festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Ein festgenommener Mann im Alter von 34 Jahren wird verdächtigt, der Kopf der Organisation zu sein.

Den zumeist aus der Ukraine stammenden Frauen seien gefälschte Papiere für den Aufenthalt in Polen besorgt worden, heißt es in der Mitteilung. Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollten, seien mit Geldstrafen bedroht und psychisch unter Druck gesetzt worden - etwa damit, dass ihre Identität im Internet preisgegeben werden sollte.

Bei den Durchsuchungen wurden größere Mengen Bargeld sowie zwei Kilo Marihuana beschlagnahmt. Die Ermittler werfen den Festgenommenen Zuhälterei und Bandenkriminalität vor. Gegen den mutmaßlichen Chef der Gruppe wird außerdem wegen Geldwäsche ermittelt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP drohen den Verdächtigen im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft.

09:14 Uhr
Breaking News

Dax stürzt erstmals seit 2016 unter 10.000 Punkte

Der deutsche Aktienindex Dax ist zum Handelsauftakt um 5,5 Prozent eingebrochen. Das Börsenbarometer sackte auf 9864 Punkte - und damit erstmals seit Sommer 2016 wieder unter die Marke von 10.000.

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09:01 Uhr

Gewaltsame Proteste überschatten Jahrestag in Chile

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In Santiago de Chile setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer gegen steinewerfende Studenten ein.

(Foto: imago images/Aton Chile)

Bei regierungskritischen Protesten in Chile ist es am zweiten Jahrestag des Amtsantritts von Präsident Sebastián Piñera erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. In der Hauptstadt Santiago de Chile setzte die Polizei unweit des Präsidentenpalastes am Mittwoch Tränengas und Wasserwerfer gegen steinewerfende Studenten ein. Auch an anderen Orten der Stadt kam es zu Gewalt. Der Verkehr im Zentrum lag für mehrere Stunden lahm.

Am Mittwoch jährte sich zum zweiten Mal der Amtsantritt von Piñera. Es war zugleich der 30. Jahrestag der Rückkehr des Landes zur Demokratie nach der Diktatur von Augusto Pinochet (1973-1990).

In Chile gibt es seit Monaten immer wieder Massenproteste gegen die Regierung. Etwa 30 Menschen wurden seitdem nach Behördenangaben getötet, Tausende weitere verletzt. Die Proteste wurden anfänglich durch eine Erhöhung der Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr ausgelöst. Die Demonstranten kritisieren aber auch generell soziale Missstände und Ungleichheiten. Ende April steht ein Verfassungsreferendum an. Dies war eine Forderung der Protestbewegung.

09:00 Uhr
Breaking News

Verfassungsschutz beobachtet "Flügel" der AfD

Der von AfD-Politikern gegründete rechtsnationale "Flügel" ist für den Verfassungsschutz jetzt offiziell ein Beobachtungsfall. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, sieht der Inlandsgeheimdienst seinen Verdacht bestätigt, dass es sich bei dem Zusammenschluss um eine rechtsextreme Bestrebung handelt.

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08:59 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:47 Uhr
Breaking News

FDP-Politiker Burkhard Hirsch gestorben

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Burkhard Hirsch wurde 89 Jahre alt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der FDP-Politiker und frühere nordrhein-westfälische Innenminister Burkhard Hirsch ist tot. Er sei am Mittwoch im Alter von 89 Jahren gestorben, teilte das NRW-Innenministerium mit. Hirsch galt als einer der letzten großen Vertreter des sozialliberalen Flügels in der FDP. Er war von 1975 bis 1980 NRW-Innenminister und von 1994 bis 1998 Vizepräsident des Bundestages.

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08:22 Uhr

Traditionsfirma Kahla Porzellan meldet Insolvenz an

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Das Unternehmen besteht seit 1844.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das thüringische Porzellan-Unternehmen Kahla hat Insolvenz angemeldet. Ein Großauftrag, der weggebrochen ist, soll laut "Thüringer Allgemeine" verantwortlich für den finanziellen Engpass sein.

  • Laut Bericht sieht sich das Unternehmen wegen einer sehr guten Auftragslage für die Sanierung gut gerüstet. Die Firma strebt an, alle 250 Mitarbeiter zu behalten. Alle bisherigen und neuen Aufträge sollen wie geplant bearbeitet werden.
  • Das Unternehmen Kahla Porzellan besteht seit 1844 und entwickelte sich zu einem der größten Porzellanproduzenten Deutschlands.
07:57 Uhr

Forscher entdecken Planeten, auf dem es Eisen regnet

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Der Planet "WASP-76b" befindet sich etwa 640 Lichtjahre entfernt im Sternbild Fische.

(Foto: ESO/M. Kornmesser)

Schweizer Astronomen haben einen Planeten mit besonderem Niederschlag entdeckt. Die Forscher vermuten, dass es auf "WASP-76b" Eisenpartikel regnet, wie BBC berichtet. Der Grund für das Phänomen sollen die besonders hohen Temperaturen am Tag sein (mehr als 2400 Grad), die Metalle zum Verdampfen bringt. Weil es nachts einen deutlichen Temperaturabfall von 1000 Grad gibt, kondensieren die Metalle und regnen vom Himmel. Der Planet befindet sich etwa 640 Lichtjahre entfernt im Sternbild Fische.

"Man könnte sagen, dass es auf diesem Planeten abends regnerisch wird, nur dass es Eisen regnet", sagt David Ehrenreich, Professor an der Universität Genf in der Schweiz. Er leitete eine Studie über diesen ungewöhnlichen Exoplaneten, die in der Zeitschrift "Nature" veröffentlicht wurde.

Durch die hohen Temperaturunterschiede soll es laut Bericht außerdem extreme Winde auf dem Planeten geben - mit Geschwindigkeiten von bis zu 18.000 Kilometern je Stunde.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:23 Uhr

Deutschland schiebt erneut Afghanen ab

Erneut hat Deutschland mehrere afghanische Staatsbürger abgeschoben. Die Maschine sei am Morgen mit 39 abgeschobenen Afghanen an Bord in Kabul gelandet, teilten Beamte am Flughafen mit.

  • Es war die 33. Sammelabschiebung seit dem ersten derartigen Flug im Dezember 2016. Bei den bisherigen 32 Abschiebungen hatten Bund und Länder 868 Männer nach Afghanistan zurückgebracht.
  • Die Abschiebungen sind umstritten. Trotz der Aussicht auf Friedensgespräche zwischen afghanischer Regierung und den militant-islamistischen Taliban geht der Konflikt weiter. Am vergangenen Freitag starben bei einem schweren Anschlag in der Hauptstadt Kabul zudem mehr als 30 Zivilisten. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Angriff für sich.
06:55 Uhr

Niederlande führen Tempo 100 auf Autobahnen ein

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Ab heute gilt bereits auf einigen Autobahnen in den Niederlanden Tempo 100.

(Foto: picture alliance/dpa)

Was in Deutschland bisher als unvorstellbar gilt, wird bei unseren niederländischen Nachbarn Realität: Tempo 100 auf der Autobahn. Grund für die Maßnahme ist der Kampf gegen gefährliche Stickoxide.

  • Ab heute sollen die neuen Schilder aufgestellt werden, wie die niederländische Behörde für Straßen und Wasserwege mitteilte. Der eigentliche Stichtag für Tempo 100 als Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ist der kommende Montag (16.3.).
  • Die Straßenbehörde rief Autofahrer auf, sehr genau auf die Schilder zu achten. "Die neue Geschwindigkeit auf einer Route gilt unmittelbar nach dem Anbringen der Schilder", hieß es. Ausnahmen vom Tempo 100 gibt es abends und nachts zwischen 19 und 6 Uhr.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:47 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

sind Sie auch mit der Nachricht aufgewacht, dass die USA ein Einreisestopp für Europäer verhängen? Falls Sie keine Greencard haben, können Sie für die kommenden 30 Tage nicht einreisen. Das Coronavirus scheint unseren Alltag jeden Tag ein wenig mehr einzuschränken. Alle weiteren Entwicklungen finden Sie in unserem Coronavirus-Liveticker.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Rundfunkbeitrag: Die Ministerpräsidenten wollen ab 12 Uhr beraten, ob der monatliche Rundfunkbeitrag in Deutschland steigen soll. Weitere Themen sind die Coronavirus-Krise, ein schnellerer Ausbau von erneuerbaren Energien sowie eine Reform des Glücksspielmarktes. Am Nachmittag stehen Gesprächen der Länderchefs im Kanzleramt mit Kanzlerin Angela Merkel sowie Bundesministern an.
  • Bundestag berät über neue Maßnahmen gegen Drohungen und Hetze: Wer einem Bürgermeister Gewalt androht oder im Internet Hass und Hetze verbreitet, soll künftig härter verfolgt werden. Über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität berät heute erstmals der Bundestag.
  • EZB berät über Maßnahmen gegen Folgen der Coronavirus-Krise: Angesichts von Coronavirus-Krise, Börsencrash und Ölpreisschock berät die Europäische Zentralbank (EZB) über eine mögliche Unterstützung der Wirtschaft. Etliche Volkswirte erwarten, dass die Notenbank bei ihrer Sitzung in Frankfurt mit Notfallmaßnahmen reagieren wird. Die Entscheidungen werden am Nachmittag gegen 13.45 Uhr bekannt gegeben.
  • Corona und das Abitur: Die Bildungsminister der Länder befassen sich ab heute unter anderem mit den Auswirkungen der Corona-Epidemie auf die Schulen und besonders auf die Abiturprüfungen.
  • Bundesliga-Trio in der Europa League: Die Achtelfinal-Hinspiele der Fußball-Europa-League stehen im Zeichen des sich ausbreitenden Coronavirus. So muss Eintracht Frankfurt sein Heimspiel gegen den FC Basel nun doch ohne eigene Fans austragen. Auch der VfL Wolfsburg spielt vor leeren Rängen gegen den ukrainischen Club Schachtjor Donezk. Bayer Leverkusen bekommt es dagegen nicht nur mit den Glasgow Rangers, sondern auch mit 50.000 Zuschauern im Ibrox Park zu tun.

Starten Sie gut in diesen Donnerstag. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:23 Uhr

Sonne im Süden, Sturm im Norden

Ein kontrastreicher Wettertag hat begonnen. Zwar geht es - abgesehen vom Alpenrand mit null Grad - noch einheitlich mild mit 8 bis 13 Grad los. Doch über den Tag ergibt sich dann ein ganz anderes Wetterbild. Denn während der Süden noch lange freundlich und sehr mild mit frühlingshaften 17 bis 19 Grad durch den Donnerstag kommt, rückt von Norden die Kaltfront von Sturmtief "Hanna" heran.

Damit ist es verbreitet wolkig oder wechselhaft mit Schauern und einem teils starken bis stürmischen Wind. Am heftigsten stürmt es an den Küsten und im Bereich der Mittelgebirge. Dort sind Böen von um die 100 bis 120 Stundenkilometer drin. Die stärksten Böen bekommt derweil aber der Oberharz mit Spitzen von 140 bis 150 Stundenkilometern auf dem Brocken. Im Flach- und Binnenland erreichen die Windspitzen zwischen 60 und 100 Stundenkilometer. Vor allem im Norden und Osten.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Die Temperaturen sind im Süden mit satten Frühlingsgefühlen versehen und klettern in Richtung 20-Grad-Marke. Die Nordhälfte bekommt - neben Sturm und Regengüssen - hingegen maximal acht bis zwölf Grad.

Die weiteren Aussichten: Morgen nochmals unbeständig, windig bis stürmisch und kühler bei 6 bis 13 Grad, bevor der Frühling deutschlandweit in Wallung kommt.

Der Samstag verläuft schon überwiegend trocken und besonders in der Südosthälfte sehr schön bei 6 bis 13 Grad. Am Sonntag legen die Temperaturen nochmals einen Zacken zu bei 10 bis 18 Grad. Und auch nächste Woche gilt: der Frühling mit Sonne und Wärme kommt und bleibt. Ihr Björn Alexander