Freitag, 21. Februar 2020Der Tag

mit Volker Petersen
Volker Petersen
22:30 Uhr

Das war Freitag, der 21. Februar 2020

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Am Ende jubelten die Bayern dann doch noch.

(Foto: imago images/ActionPictures)

Gerade sind wir an einer kleinen Sport-Sensation vorbeigeschrammt - einem Unentschieden der Münchener Bayern gegen Paderborn. Doch das Universum wird nicht zerbrechen, der Normalzustand bleibt bestehen: Die Bayern gewinnen das Spiel doch noch mit 3:2. Womit wir wieder bei Heribert Faßbender wären: Gute Nacht allerseits.

Hier noch stark gelesene Meldungen des Tages:

22:06 Uhr

Zwei Polizeiautos stoßen bei Einsatzfahrt zusammen

So etwas kennt man aus Filmen: Zwei Streifenwagen der Polizei sind in Schifferstadt zusammengestoßen.

  • Beide Fahrzeuge seien mit Blaulicht und Martinshorn auf dem Weg zu einem Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei. Durch den Verkehrsunfall seien auch zwei geparkte Autos und ein Hoftor beschädigt worden.
  • "Es entstand ein Sachschaden von circa 85.000 Euro", sagte der Sprecher. Verletzt wurde niemand.
21:43 Uhr

Frankreich fährt Pannen-Atommeiler herunter

Das Atomkraftwerk Fessenheim in der Nähe der deutschen Grenze. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Das Atomkraftwerk Fessenheim in der Nähe der deutschen Grenze. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild)

"Jetzt ist es endlich soweit", erklärt Bundesumweltministerin Svenja Schulze, "Endlich folgen den jahrelangen Ankündigungen der französischen Regierung Taten", sagt der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller - warum die Freude? Wegen des Atomkraftwerks Fessenheim, das sich gleich hinter der deutsch-französischen Grenze befindet und sich einen Ruf eines "Pannen-Meilers" eingehandelt hatte.

  • Nach 43 Jahren steht das älteste französische Atomkraftwerk vor dem Aus: Seit heute Abend wird der erste der beiden Reaktoren am Oberrhein heruntergefahren, wie der Betreiber Electricité de France (EDF) mitteilte.
  • Er solle im Laufe der Nacht vom Netz gehen. Block zwei wird nach Angaben der französischen Regierung dann am 30. Juni endgültig abgeschaltet.
  • Die Abschaltung des 900-Megawatt-Druckwasserreaktors habe gegen 20.30 Uhr begonnen, teilte EDF mit. Der Reaktor werde nun schrittweise verlangsamt und solle in der Nacht zum Samstag vollständig vom Netz gehen.
21:30 Uhr

Rückkehrer aus Provinz Hubei müssen in Quarantäne

Alle heute aus dem besonders von der neuartigen Coronavirus-Epidemie betroffenen chinesischen Provinz Hubei nach Deutschland zurückgekehrten Menschen sind gesund. Wie eine Sprecherin des baden-württembergischen Landessozialministeriums am Abend mitteilte, wurden die 15 Rückkehrer gleich nach ihrer Ankunft am Stuttgarter Flughafen medizinisch untersucht. Alle Abstrichproben verliefen demnach negativ. Dennoch würden die Deutschen und ihre Angehörigen in den kommenden 14 Tagen in einem Nebentrakt eines Hotels in Kirchheim unter Teck im Landkreis Esslingen isoliert, teilte die Sprecherin weiter mit.

21:21 Uhr

Neuwahlen in Thüringen im April 2021

Gerade gibt es Meldungen darüber, dass es in Thüringen eine Einigung über Neuwahlen gibt - zum Beispiel berichtet dies der MDR. Demnach einigten sich Linke, SPD, Grüne und CDU auf den 25. April 2021. Wir bleiben dran.

Update: Mittlerweile ist es offiziell, klicken Sie auf den Link, um mehr zu erfahren.

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20:49 Uhr

Nicht ohne Hund - Model verweigert Ausreise aus Wuhan

*Datenschutz
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Zwergspitze sind aber auch niedlich.

(Foto: imago)

Aus dem Coronavirus-Gebiet Wuhan ausfliegen, schön und gut - aber nicht ohne meinen Zwergspitz! Das war die Haltung einer 22-jährigen Ukrainerin, ihres Zeichens Model mit vielen Instagram-Followern. Darunter war auch Präsident Selenskyj, der Anastasija Sintschenko zustimmte - die Behörden hatten ihren Hund mangels Papieren nicht an Bord des Flugzeugs gelassen, das die junge Dame mit vielen Landsleuten in die Ukraine fliegen sollte.

In der Folge erhielt sie einen ungewöhnlichen Anruf von Präsident Selenskyj persönlich. "Wir werden Sie dort nicht zurücklassen", versicherte der Staatschef. "Ich wollte Sie persönlich anrufen, weil mir das sehr wichtig ist. Wir werden einen Weg finden, Sie zurückzuholen."

20:20 Uhr

Hanau-Gedenken - 3000 Menschen in Hannover

*Datenschutz

Der Anschlag von Hanau erschüttert das ganze Land - in Hannover haben sich nun 3000 Menschen versammelt, um der Opfer zu gedenken.

  • Darunter waren Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne).
  • Die Veranstaltung stand unter dem Titel "Hannover gegen Rassismus - Hannover für Vielfalt" und wurde vom Bündnis "Bunt statt braun" organisiert.
  • "Unser schönes Hannover stellt sich gegen Rassismus und tritt für Vielfalt, Demokratie und Menschlichkeit ein", schrieben die Organisatoren in ihrem Aufruf.
19:44 Uhr

US-Wahlkampf: Ausgabe-Rekord Bloombergs toppt alles

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Die spannende Frage wird sein, ob all sein Geld Bloomberg wirklich den entscheidenden Vorteil bringt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Er ist Milliardär, er will Präsident werden, und dafür scheint Michael Bloomberg keine Kosten zu scheuen. Der New Yorker Medien-Fürst, der sich um die Kandidatur der Demokraten bemüht, hat bereits mehr Geld für Wahlwerbung ausgegeben als je jemals jemand vor ihm. 364 Millionen Dollar waren es bislang, heißt es von der Marktforschung Advertising Analytics. Der 78-Jährige stellte damit den bisherigen Rekord von rund 338 Millionen Dollar von Präsident Barack Obama aus dem Jahr 2012 ein. Die Summe gab Obama allerdings für den gesamten Wahlkampf aus. Aktuell laufen die Vorwahlen der Demokraten erst seit zweieinhalb Wochen. Leisten kann es sich Bloomberg - er soll über ein Vermögen von 64 Milliarden Dollar verfügen.

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19:37 Uhr
Breaking News

Keine Lösung beim Haushaltsstreit der EU

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Merkel und Macron versuchten zu vermitteln, doch eine Lösung gab es nicht.

(Foto: REUTERS)

Der Sondergipfel in Brüssel hat keine Lösung im Haushaltsstreit der Europäischen Union gebracht. Das Treffen wurde ohne Einigung beendet, wie ein Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel mitteilte.

 

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19:09 Uhr

Heuschreckenplage bricht über Saudi-Arabien herein

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Riesige Heuschreckenschwärme sind inzwischen nicht nur in Ost-Afrika, sondern auch auf der Arabischen Halbinsel unterwegs.

  • Die Schwärme auf der Arabischen Halbinsel hätten die Küste des Persischen Golfs in Kuwait, Bahrain und Katar erreicht, teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen mit. Auch die südwestliche Küste des Irans sei betroffen.
  • Videos in sozialen Netzwerken hatten in den vergangenen Tagen immer wieder riesige Heuschreckenschwärme unter anderem in Saudi-Arabien gezeigt.
  • Nach Angaben der UN-Organisation ist auch das Bürgerkriegsland Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel betroffen.  Seit Monaten überziehen Schwärme aus Millionen Wüstenheuschrecken Landstriche in Ostafrika.
18:35 Uhr

Haus von Erika Steinbach mit Farbe beschmiert

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Sie war lange die Rechtsaußen-Politikerin der CDU. Mittlerweile ist Erika Steinbach parteilos, zeigte aber klare Sympathien für die AfD, auch wenn sie der Partei nicht beitrat. Nun wurde ihr Haus in Frankfurt mit Farbe beschmiert. Sie sprach in sozialen Medien von einem "linksextremistischen Attentat" und "Farbterror". Ein Polizeisprecher sagte auf Anfrage, der Vorfall sei bekannt. Es sei ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt eingeleitet worden. Steinbachs Haus war bereits im Oktober 2018 mit Farbe beschmiert worden.

18:13 Uhr

Karneval: Flämische Gemeinden verbieten Konfetti

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In Flandern ist Konfetti nicht mehr gern gesehen.

(Foto: imago images / Westend61)

In Belgien, genauer gesagt in Flandern, hört der Karnevalsspaß auf, wenn es um Konfetti geht. Es regnet Verbote:

  • Allein in der belgischen Provinz Flämisch Brabant hätten mittlerweile 22 Gemeinden Konfettiwürfe auf öffentlichen Plätzen verboten - vor zwei Jahren seien es erst 9 gewesen, berichtete der Rundfunksender VRT.
  • In ganz Flandern hätten 57 Orte ein Konfettiverbot erlassen. Hauptgrund sind die Umwelt und aufwendige Aufräumarbeiten.
17:53 Uhr

Aldi-Nord ruft Garnelen zurück

Jetzt einmal kurz alles stehen und liegen lassen und die Garnelen im Kühlschrank überprüfen. Stammen sie von Aldi-Nord? Die werden nun zurückgerufen, sofern ...

... es sich um das Produkt "King-Prawns, Garnelenschwänze", Sorte "Natur", der Marke "Gourmet Fruits de Mer" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 3. Januar 2022 handelt.

... sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, Thüringen, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen oder Sachsen-Anhalt gekauft wurden.

Der Grund: Ein Tierarzneimittel wurde festgestellt, gesundheitliche Schäden werden nicht ausgeschlossen. Die Garnelen können nun zurückgegeben werden.

17:20 Uhr

Angehörige der Hanau-Opfer bekommen 30.000 Euro

Eine Frau steht vor niedergelegten Blumen und Kerzen. Foto: Nicolas Armer/dpa

Eine Frau steht vor niedergelegten Blumen und Kerzen. Foto: Nicolas Armer/dpa

(Foto: Nicolas Armer/dpa)

Es ist eine Soforthilfe des Staates für Angehörige der Opfer extremistischer Übergriffe: Eltern, Ehepartner und Kinder der Opfer des Hanau-Attentäters erhalten 30.000, Geschwister 15.000 Euro. Das sagte der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

  • "Das kann das schreckliche Leid des Verlusts der eigenen Eltern oder Kinder nicht lindern. Aber zumindest ist es eine Hilfe für die nötigsten Dinge, die in diesem Moment wichtig sind."
  • Franke sagte, darüber hinaus gebe es Leistungen nach dem neuen Sozialgesetzbuch 14. "Da geht es um die Zahlung von Hinterbliebenenrenten und die Übernahme von Beerdigungskosten", so der SPD-Politiker weiter. Die Familien benötigten Unterstützung.
17:07 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:16 Uhr

Syrer verbrennen Kleidung für Wärme

Im Nordwesten Syriens harren Hunderttausende Männer und Frauen mit ihren Kindern aus - wie die UN berichten, verbrennen sie gerade alles, was sie kriegen können, um etwas Wärme zu spüren: Kleidung, Möbel oder Material, das Giftstoffe freisetzt. Zwei Drittel der rund 900.000 Menschen seien Minderjährige. Der Grund für die drohende humanitäre Katastrophe sind neue Kämpfe um Idlib - dort rücken die Assad-Truppen mit Russlands Hilfe vor.

15:53 Uhr

Nato warnt vor Russlands Hi-Tech-Atomwaffen

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Jens Stoltenberg.

(Foto: dpa)

Sie sind mobil, leicht zu verstecken und können Europa extrem schnell erreichen - so beschreibt Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg die neuen Atomraketen Russlands. Die seien "hochgefährlich" sagte er laut "Spiegel"-Vorabmeldung. Sie könnten "europäische Städte mit extrem kurzer Vorwarnzeit erreichen", sagte er. Das senke nicht nur die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen, es erhöhe auch das Risiko von Missverständnissen.

15:31 Uhr

Polizei fängt Rechtsextreme am Dortmunder Flughafen ab

Sie wollten nach Bulgarien, um dort bei einem Aufmarsch von Rechtsextremen mitzulaufen: Eine Gruppe Rechtsextremer aus Dortmund. Am Flughafen der Stadt hat die Polizei sie nun abgefangen, kontrolliert und gleich die Pässe und Personalausweise von acht Männern und einer Frau eingezogen. Die Beamten waren sich sicher, dass sie in Sofia ein Sicherheitsrisiko dargestellt hätten - das war auch die rechtliche Grundlage für das Ausreiseverbot. 13 andere Personen konnten aber zu dem "Lukow-Marsch" fliegen.

15:06 Uhr

Alle Ortsschilder einer Gemeinde geklaut

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Weg, einfach nur weg - das sind die Ortseingangsschilder von Petershausen.

(Foto: dpa)

Nichts ist mehr wie es war im oberbayerischen Petershausen - in dem Ort mit rund 6000 Einwohnern (Landkreis Dachau) sind über Nacht alle acht Ortsschilder verschwunden. Die Polizei ist ratlos, Bürgermeister Marcel Faht ärgerlich. Schließlich wüssten jetzt die Autofahrer nicht mehr, ab wann Tempo 50 gilt. Aber Abhilfe ist längst geschaffen - es wurden einfach Tempo-50-Schilder aufgestellt. Und eine Geschäftsidee brachte der Coup auch - Ortseingangsschilder können ab sofort im Rathaus für den privaten Einsatz bestellt werden. Für 500 Euro das Stück.

14:47 Uhr

Schichtwechsel

Ina Bullwinkel hat nun Feierabend gemacht und freut sich aufs Wochenende - Volker Petersen übernimmt an dieser Stelle und sagt Heribert-Faßbender-mäßig "N'Abend allerseits", obwohl erst Nachmittag ist. Verrückt! Kontakt: volker.petersen(at)nama.de.

14:41 Uhr

Lebenslang für tödliches Autorennen: Fahrer legt Revision ein

Erst am Montag hat das Landgericht Kleve im Fall eines tödlichen Autorennens einen 22-Jährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Jetzt ficht der Angeklagte das Urteil an.

Der Angeklagte habe Revision eingelegt, sagte ein Gerichtssprecher. Auch der andere Teilnehmer an dem Rennen, der zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden war, legte demnach Revision ein.

Der 22-jährige Kosovare hatte sich laut Urteil im April 2019 in einem Wohngebiet in Moers ein Autorennen mit einem gleichaltrigen Kontrahenten geliefert. Der Wagen des Kosovaren war dabei gegen das Auto einer unbeteiligten Frau geprallt. Sie wurde so schwer verletzt, dass sie drei Tage später starb.

14:16 Uhr

Wegen Coronavirus: Pjöngjang sagt Marathon ab

Obwohl aus Nordkorea bisher keine Infektion mit dem Coronavirus gemeldet wurde, hat das Land nach Angaben von Reiseagenturen den diesjährigen Frühjahrsmarathon in Pjöngjang aus Angst vor Ansteckung abgesagt.

Ihre Partner in Nordkorea hätten bestätigt, dass der internationale Pjöngjang-Marathon, den es seit 1981 gibt, im April wegen der zurzeit geschlossenen Grenzen des Landes sowie der Situation in China und der weiteren Region gestrichen worden sei. Dies teilten die in China ansässigen Agenturen Young Pioneer Tours und Koryo Tours auf ihren Websites mit.

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13:46 Uhr

Mann will in Supermarkt mit Gewehr einkaufen

Texanische Verhältnisse stellten Polizeibeamte in einem Supermarkt in Berlin-Schmargendorf fest. Dort wollte ein Mann mit einem Gewehr vor der Brust einkaufen. Weit kam er allerdings nicht. Die herbeigerufenen Polizisten nahmen den 30-Jährigen im Kassenbereich fest, wobei er Widerstand leistete, wie die Sicherheitskräfte mitteilten.

Außer dem Luftdruckgewehr hatte der Mann bei dem Vorfall am Donnerstagnachmittag eine Schreckschusspistole sowie Munition für beide Waffen bei sich. Er war den Angaben zufolge angetrunken.

Gegen den Mann wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Die Polizei prüft zudem einem Sprecher zufolge, ob die Tat womöglich einen politischen Hintergrund hat. Bei der Durchsuchung sei festgestellt worden, dass der vorübergehend Festgenommene rechte Symbole als Tattoos an seinem Köper trug. Es werde deshalb davon ausgegangen, dass er eine rechte Gesinnung habe. Bei der Tat habe er sich jedoch nicht rechtsextrem geäußert. Der Staatsschutz ermittelt.

13:31 Uhr

USA und Taliban einigen sich auf "Gewaltreduzierung"

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In Afghanistan steht eine Phase der "Reduzierung der Gewalt" an. Darauf haben sich die USA mit den militant-islamistischen Taliban geeinigt. "Nach Jahrzehnten des Konflikts haben wir uns mit den Taliban auf eine signifikante Reduzierung der Gewalt geeinigt", teilte US-Außenminister Mike Pompeo auf Twitter mit. Das sei ein wichtiger Schritt auf einem langen Weg zu Frieden und er rufe alle Afghanen dazu auf, diese Möglichkeit zu nutzen, schrieb Pompeo weiter.

Eine Reduzierung der Gewalt in Afghanistan galt zuletzt als Forderung der USA, um ein USA-Taliban-Abkommen über Wege zum Frieden zu unterzeichnen. Weitere Details, ab wann die Gewaltverringerung in Kraft treten solle oder wie diese genau aussehen würde, gab Pompeo nicht bekannt.

Ein USA-Taliban-Abkommen soll einen Zeitplan für den Abzug von US-Truppen sowie Garantien der Taliban beinhalten, dass Afghanistan kein Rückzugsort für Terroristen wird. Es soll zudem innerafghanische Verhandlungen, die eigentlichen Friedensgespräche, einleiten, in denen es um eine Neuverteilung der politischen Macht im Land geht.

13:02 Uhr

Erneut junger Arzt an Coronavirus gestorben

In der chinesischen Millionenmetropole Wuhan ist erneut ein junger Arzt am neuartigen Coronavirus gestorben. Der 29-jährige Peng Yinhua starb gestern, nachdem er sich bei der Arbeit am Volkskrankenhaus Nummer eins des Bezirks Jiangxia in Wuhan angesteckt hatte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Er ist eines der jüngsten bekannten Opfer.

  • Peng war demnach Experte für Atemwegserkrankungen und kritische Erkrankungen und wollte während der Ferien zum chinesischen Neujahrsfest heiraten. Wegen der Epidemie verschob er seine Hochzeit jedoch. Peng sei "nie dazu gekommen, seine Hochzeitseinladungen zu verschicken, die noch immer in seiner Büroschublade liegen", berichtete Xinhua.
  • Insgesamt sind damit nach offiziellen chinesischen Angaben mindestens acht Mitarbeiter des medizinischen Personals des Landes durch die Epidemie gestorben, die von Wuhan ihren Ausgang genommen hatte.
  • Besonders großes Aufsehen erregte der Tod des 34 Jahre alten Augenarztes Li Wenliang, der Anfang Februar an der Infektion gestorben war. Li hatte als einer der ersten vor dem Virus gewarnt. Nach seiner Schilderung versuchte die Polizei jedoch, ihn mundtot zu machen.
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12:33 Uhr

Let's Dance: So schlägt sich Wendlers Laura bei den Proben

Bei den Proben zu Let's Dance hat definitiv Laura die Leggings-Hosen an - dem Wendler bleibt nur eine assistierende Statistenrolle: "Schatzi" muss Wasser holen. Die 19-Jährige kommt vor ihrem ersten Auftritt aber auch alleine ordentlich in Schwung.

 

12:01 Uhr

Deutschland hat drei neue Zecken-Risikogebiete

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Neuerdings sollten sich auch Menschen gegen FSME impfen lassen, die im Dresdner Stadtkreis leben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Drei weitere Regionen in Deutschland sind als Risikogebiete für die von Zecken übertragene Hirnentzündung FSME eingestuft worden. Es handelt sich um den Stadtkreis Dresden und den Landkreis Meißen in Sachsen sowie um den Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen, wie aus einem aktuellen Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervorgeht.

  • Insgesamt sind demnach nun 164 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert. Die neuen Risikogebiete grenzen an bestehende.
  • Ein Infektionsrisiko mit dem Virus besteht laut RKI vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen sowie in Sachsen. Einzelne Risikogebiete liegen in anderen Bundesländern.
  • Die Einstufung als Risikogebiet basiert auf Erkrankungsdaten mehrerer Jahre. In diesen Regionen wird Menschen, die zum Beispiel in der Freizeit oder beruflich mit Zecken in Berührung kommen könnten, eine FSME-Impfung empfohlen.
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11:40 Uhr

Rechtes Treffen in Sofia: Verdächtige am Flughafen gestoppt

Bei einem Einsatz am Dortmunder Flughafen hat die Bundespolizei die Ausreise von mutmaßlichen Mitgliedern der rechten Szene nach Sofia zu verhindern versucht. 22 Menschen seien kontrolliert worden. Sie stünden im Verdacht, an einer auch von Rechtsextremisten besuchten Veranstaltung in der bulgarischen Hauptstadt teilnehmen zu wollen, sagte ein Sprecher. "Wie viele geflogen sind und wie viele wir stoppen konnten, ist noch unklar, der Einsatz läuft noch."

Auf Twitter schrieb die Bundespolizei, es handele sich bei den kontrollierten Personen um Deutsche. Ziel der Personen aus dem rechten Spektrum sei wahrscheinlich der sogenannte Lukovmarsch, der am Abend in Sofia stattfindet. Er gelte seit Jahren als Treffen Rechtsextremer aus dem In- und Ausland, sagte der Sprecher.

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11:12 Uhr

Angeschossenes Clan-Mitglied verlässt deutsche Klinik

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Mit einem Helikopter der Bundespolizei wurde der Mann zum Flughafen gebracht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das mutmaßliche Clan-Mitglied, an dessen Aufenthalt in der Medizinischen Hochschule Hannover es tagelang heftige Kritik gab, hat das Klinikum verlassen. Der 35-Jährige sei per Helikopter der Bundespolizei auf dem Weg zum Flughafen, sagten Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums und der Polizei.

Das Ziel des mutmaßlichen Mafia-Mitglieds ist Istanbul. Die Stadt Hannover hatte zuvor beschlossen, den Mann ausweisen zu lassen. Er soll in eine blutige Clan-Fehde um Drogengeschäfte verwickelt sein. Am 7. Februar war er aus Montenegro eingeflogen, um Ende Januar erlittene Schussverletzungen an der MHH behandeln zu lassen. Das Klinikum in Hannover wurde sichtbar schwer von der Polizei bewacht.

10:59 Uhr

Seehofer: Polizeipräsenz in ganz Deutschland erhöhen

Nach dem Anschlag in Hanau wird zum Schutz der Bevölkerung in ganz Deutschland die Polizeipräsenz erhöht. Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigte an, dass "sensible Einrichtungen" wie insbesondere Moscheen verstärkt überwacht würden, zudem solle die Präsenz an Bahnhöfen, Flughäfen und im grenznahen Raum erhöht werden. Seehofer verwies insbesondere auf die Gefahr von Nachahmungstaten und sprach von einer "sehr hohen" Gefährdungslage durch den Rechtsextremismus.

"Die Tat in Hanau ist eindeutig ein rassistisch motivierter Terroranschlag", sagte Seehofer in Berlin. Es sei der "dritte rechtsterroristische Anschlag in wenigen Monaten".

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10:43 Uhr

Vater gesteht Mord an eigener Familie

Im Mordprozess gegen einen Familienvater vor dem Landgericht Karlsruhe hat der 61-Jährige die Tötung seiner Frau und seines Sohnes eingeräumt. "Es ist für mich kaum vorstellbar, mit der Tat weiterzuleben", heißt es in einer Erklärung, die seine Anwältin beim Prozessauftakt vorlas. Er werde jede Entscheidung des Gerichts annehmen. Seine Familie sei für ihn das Wichtigste in seinem Leben gewesen.

Der Mann soll im Mai vergangenen Jahres seine 38 Jahre alte Frau und den achtjährigen Sohn umgebracht haben. Dessen älterer Bruder wurde bei der Gewalttat in Tiefenbronn bei Stuttgart lebensgefährlich verletzt und entkam dem Tod nur knapp.

Es habe keinen Anlass für die Tat gegeben, teilte der Angeklagte mit. Die wirtschaftliche Situation der Familie sei - entgegen seiner Vernehmung bei der Polizei - gut gewesen. Der Angeklagte räumte jedoch psychische Probleme ein: "Bei mir wurde eine bipolare Störung diagnostiziert."

10:17 Uhr

Coronavirus greift auf Chinas Gefängnisse über

Das Coronavirus macht auch vor Häftlingen nicht Halt. In chinesischen Gefängnissen in mindestens drei Provinzen des Landes haben sich bislang mehr als 450 Insassen mit dem Coronavirus infiziert. Auch sieben Aufseher sollen sich angesteckt haben.

Betroffen seien Haftanstalten in der schwer von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina, aber auch in Ostprovinzen Zhejiang und Shandong, wie die Zeitung "Global Times" berichtete. Als Konsequenz seien Verantwortliche der Haftanstalten und Justiz in Zhejiang und Shandong ihrer Posten entbunden worden.

In den engen und überfüllten chinesischen Gefängnissen mit schlechter medizinischen Versorgung könne sich das Virus leicht ausbreiten, zitierte die "Global Times" einen Beamten, der namentlich nicht genannt werden wollte. "Es ist nicht einfach, mit mangelhaften medizinischen Einrichtungen in Haftanstalten verdächtige Patienten zu entdecken und die Übertragungswege rechtzeitig zu unterbinden."

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09:46 Uhr

New York muss Taxifahrern Hunderte Millionen Dollar zahlen

New York muss den Taxifahrern der Stadt 810 Millionen Dollar (751 Millionen Euro) zahlen: Das verlangt die Generalstaatsanwältin des Staates New York, Letitia James. Ihre Ermittlungen hätten ergeben, dass die bei Versteigerungen erzielten Preise für Taxi-Konzessionen in New York jahrelang deutlich über dem eigentlichen Wert lagen, die Stadt aber nichts dagegen unternommen habe, erklärte James.

Die Preise für die Lizenzen seien in den Jahren 2004 bis 2017 "künstlich" um Hunderte Millionen Dollar "aufgebläht" worden, erklärte die Generalstaatsanwältin. Die für die Konzessionen zuständige Taxi-Kommission habe aber schon nach einer internen Untersuchung 2011 gewusst, dass die Preise den Wert deutlich überstiegen. Sie habe aber nichts dagegen unternommen.

Die Stadt muss die 810 Millionen Dollar binnen 30 Tagen zahlen, wie James mitteilte. Die Verwaltung äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.

09:40 Uhr

Bericht: Tesla will Sonntagsfahrverbot für E-Lkw kippen

Im Zusammenhang mit dem Bau seines Werkes im brandenburgischen Grünheide hat der E-Autobauer Tesla laut "Business Insider" ein ganz besonderen Anliegen. Nach Angaben des Portals geht es bei den Gesprächen mit der Landesregierung in Potsdam um Sonderregeln für E-Lkw.

Demnach will Tesla, dass die neue, umweltfreundliche Truck-Generation vom Sonntagsfahrverbot befreit werde. Die Bundesrepublik Deutschland hat am 1. Mai 1956 das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen eingeführt. Von 0 bis 22 Uhr sind gewerbliche Fahrten von Lkw, die schwerer als 7,5 Tonnen sind oder einen Anhänger ziehen, untersagt. Wolfram Neidhard

Weitere börsenrelevante Nachrichten finden Sie im Börsen-Tag.

09:19 Uhr

Wuhan-Deutsche kehren später zurück als geplant

Die Maschine mit Rückkehrern aus der vom neuen Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan landet später in Stuttgart als geplant. Das Flugzeug mit 15 Personen treffe voraussichtlich gegen 12 Uhr ein, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit.

Die Reisenden sollten laut Plan in Paris zwischenlanden. Bisher gehen die Behörden davon aus, dass alle Passagiere gesund sind. Noch am Flughafen sollen die Rückkehrer untersucht und dann in eine Quarantäne-Station in den Landkreis Esslingen gebracht werden. Das DRK hatte bereits eine Station in Rheinland-Pfalz betrieben und betreut aktuell eine in Berlin.

09:05 Uhr

Terror in Hanau: Heil sagt Opfern Entschädigung zu

Nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau kündigt Bundessozialminister Hubertus Heil von der SPD eine umfassende Unterstützung der Bundesregierung für die Angehörigen der Opfer an. "Familie und Freunde der Angehörigen bedürfen jetzt unser aller Solidarität, sie sind ein Teil von uns und wir werden sie unterstützen, wo wir nur können", sagte Heil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Im vergangenen Jahr hatte der Bundestag ein neues Opferentschädigungsgesetz verabschiedet.

Heil sagte mit Blick auf die Tat, er empfinde Trauer und Wut. "Unschuldige Menschen wurden von einem Rassisten aus dem Leben gerissen", sagte der SPD-Politiker. "Alle anständigen Menschen in Deutschland müssen jetzt zusammenstehen, an der Seite der Opfer und der Angehörigen."

Die Entschädigung von Opfern ist gesetzlich geregelt: Wer in Deutschland Opfer einer vorsätzlichen Gewalttat wird und dadurch eine gesundheitliche Schädigung erleidet, kann einen Anspruch auf Opferentschädigung geltend machen. Dies gilt auch für Hinterbliebene von Personen, die infolge einer Gewalttat verstorben sind.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:37 Uhr

Trump ätzt gegen Oscar-Gewinner

"Wie schlecht waren die Academy Awards in diesem Jahr?", fragte US-Präsident Donald Trump seine Anhänger bei einer Wahlkampfveranstaltung in Colorado Springs. Er machte sich über den vierfach oscarprämierten Film "Parasite" lustig: "Und der Gewinner ist ein Film aus Südkorea. Was zum Teufel war da denn los?", sagte er. Die USA hätten wegen des Handels genug Probleme mit dem Land - und jetzt eine Auszeichnung bei den Oscars? "War der gut? Ich weiß es nicht."

Auch an Schauspieler Brad Pitt ließ Trump kein gutes Haar und nannte ihn mehrfach einen Schlaumeier. Pitt erhielt einen Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle in dem nostalgischen Tarantino-Werk "Once Upon a Time in Hollywood".

08:16 Uhr

McDonalds verkauft jetzt Kerzen - mit Burger-Geruch

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Fast Food macht viele Menschen glücklich - zumindest kurzfristig. Aber geht die Liebe zum schnellen Essen auch so weit, dass man eine Kerze mit Burger-Geruch anzünden möchte? McDonald's nimmt seinen Kunden diese Entscheidung ab und wirft ein Set mit Kerzen auf den Markt.

Die Kerzen gibt es in sechs "Geschmacksrichtungen": Sesambrötchen, Ketchup, Zwiebel, frisches Rindfleisch, Gurken und Käse - die Zutaten des Hamburgers Royal TS beziehungsweise Quarter Pounder, wie der Burger in den USA heißt.

Wie CNN berichtet werden die Kerzen angeboten, um den beinahe 50. Geburtstag des Burgers in den USA zu feiern. Burger-Fans in Deutschland müssen wohl vorerst auf die Duftkerzen verzichten, zunächst sind sie nur in Amerika bestellbar - über die Website des "Quarter Pounder Fan Clubs".

07:45 Uhr

Jahrelang trainiert: Pinguine sollen Forschern helfen

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Biologin Helen Rößler bereitet in Stralsund einen Humboldtpinguin mit dem Wiegen für einen wissenschaftlichen Hörtest vor.

(Foto: picture alliance/dpa)

Können Pinguine unter Wasser hören? Und wenn ja - wie machen sie das? Das wollen Wissenschaftler in Deutschland und Dänemark im Auftrag des Umweltbundesamtes herausfinden.

Über die Hörfähigkeit der Tiere sei bisher wenig bekannt, sagte Heike Herata vom Umweltbundesamt (Uba). "Wir wissen, dass sie unter Wasser hören, aber nicht, in welchen Frequenzbereichen. Wir wissen auch nicht, welche Auswirkungen Lärm auf die Tiere hat", sagte die Leiterin des Fachgebiets Schutz der Polargebiete.

Das Deutsche Meeresmuseum Stralsund koordiniert das Projekt, an dem auch der Zoo Odense in Dänemark mit der Süddänischen Universität und das Marine Science Center der Universität Rostock beteiligt sind. Das Naturkundemuseum Berlin ist ebenfalls einbezogen. Seit 2018 werden Humboldt-Pinguine in Stralsund und Rostock für die Tests trainiert. Jetzt gehen die Untersuchungen los.

07:25 Uhr

Özdemir nennt AfD "politischen Arm des Hasses"

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat nach dem Anschlag von Hanau eine konsequente Ausgrenzung der AfD durch die übrigen Parteien verlangt. Die AfD sei der "politische Arm des Hasses", sagte Özdemir im Deutschlandfunk.

  • Die Partei wolle das Land von innen zersetzen. Die AfD versuche, mit ihren Äußerungen die Regeln des politischen Diskurses und die Grenzen des Sagbaren immer weiter zu verschieben.
  • Umso wichtiger sei es, den Schulterschluss der anderen Parteien gegen rechts wieder herzustellen, betonte der frühere Grünen-Parteichef. Dies bedeute, mit der AfD in keiner Weise zusammenzuarbeiten und sich auch nicht von ihr tolerieren zu lassen.
  • "Das ist weder rechter noch linker Terror, das ist die wahnhafte Tat eines Irren", hatte AfD-Chef Jörg Meuthen am Donnerstag zu dem Anschlag von Hanau erklärt. Auch AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hob hervor, dass der mutmaßliche Täter psychische Probleme gehabt haben könnte. Dafür sei die AfD nicht verantwortlich zu machen.
06:59 Uhr

Sektenmitglied verbreitet Coronavirus in Südkorea

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Mediziner im südkoreanischen Daegu bringen einen Patienten, der im Verdacht steht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, in ein Krankenhaus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil sie einen Test auf das Coronavirus zunächst verweigert und weiter zu Gottesdiensten gegangen ist, hat die 61-jährige Anhängerin einer Sekte nach Angaben von Behörden zahlreiche Menschen in Südkorea angesteckt. Wie die für die Bekämpfung von Epidemien zuständige Behörde des Landes mitteilte, wurden 39 neue Infektionsfälle unter den Mitgliedern der Shincheonji Church of Jesus aus der Stadt Daegu nachgewiesen.

  • Die Shincheonji-Gemeinschaft hat wegen des Virus landesweit ihre Einrichtungen geschlossen. Die Behörden riefen Menschen, welche dieselben Gottesdienste wie die 61-Jährige besucht hatten, zur freiwilligen Quarantäne auf. An alle Einwohner von Daegu appellierten sie, möglichst zu Hause zu bleiben.
  • Insgesamt wurden seit Donnerstag in Südkorea 52 neue Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die offizielle Gesamtzahl der Infektionsfälle in dem Land wuchs damit auf 156. Südkorea ist damit der am stärksten von der Epidemie betroffene Staat außerhalb Chinas.
06:43 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

der terroristische Angriff in Hanau wühlt auf und erinnert an rechtsextreme Taten aus den vergangenen Monaten und Jahren. Wir hätten nicht aus den NSU-Morden gelernt, sagt auch Opferanwalt Mehmet Daimagüler. Die Hintergründe der Tat in Hanau wird uns auch heute begleiten. Interessant dabei sicherlich auch: die Rolle der AfD. Zahlreiche Politiker geben der Partei eine Mitschuld an dem rassistisch motivierten Anschlag.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • EU-Gipfel in Brüssel: Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen wollen die Verhandlungen über den milliardenschweren EU-Haushalt heute fortsetzen. Um Kompromisslinien auszuloten, führte EU-Ratschef Charles Michel beim Sondergipfel in Brüssel bis in den frühen Morgen Einzelgespräche mit den Staats- und Regierungschefs.
  • Neuwahl in Thüringen? Linke, SPD, Grüne und CDU diskutieren ab 12.30 Uhr über mögliche Termine für eine Neuwahl des Thüringer Landtags. Die Gespräche sollen heute zu einem Abschluss kommen. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, ist ungewiss.
  • Parlamentswahlen im Iran: Wegen einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise sowie einer weit verbreiteten Unzufriedenheit mit der Regierungspolitik müssen die Reformer um Präsident Hassan Ruhani um ihre Mehrheit im Parlament fürchten.
  • Coronavirus: China meldet weitere 118 Todesfälle. Mehr als ein Dutzend Rückkehrer aus der schwer von der Epidemie betroffenen Elf-Millionen-Stadt Wuhan in Zentralchina werden heute in Stuttgart erwartet. Die letzten sechs an Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan verbliebenen Deutschen werden ebenfalls heute mit einem italienischen Flugzeug nach Berlin ausgeflogen.

Ich hoffe, Sie starten gut in diesen Freitag und das anstehende Wochenende. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel@nama.de.

06:25 Uhr

Hoch "Günther" bringt schönsten Tag der Woche

Deutschlandweit betrachtet erwartet uns heute der schönste Tag der Wetterwoche. Denn bevor Sturmtief "Xanthippe" uns erreicht, breitet erst einmal Hoch "Günther" seine Fühler zu uns aus. Somit bleibt es von zwei Regionen mal abgesehen überall trocken.

Die Ausnahmen: im Südosten müssen vormittags erst einmal Schneeregen und Regen abziehen und nachmittags melden sich im äußersten Nordwesten die ersten Ausläufer von "Xanthippe" mit Wolken und Regen an. Die Sonne bringt es hierbei verbreitet auf vier bis acht Betriebsstunden. Lediglich in den teils nasseren Gebieten werden es oft nur zwei oder drei Sonnenstunden.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Die Temperaturen: morgens besonders im Bereich der Mittelgebirge und an den Alpen leichter Frost oder Bodenfrost mit der Gefahr von gefrierender Nässe. Ansonsten beginnt der Tag mit Frühwerten zwischen drei und sechs Grad. Tagsüber wird es dann spürbar milder bei teilweise windigen vier bis elf Grad.

Die weiteren Aussichten: Wind, Sturm und Regen begleiten uns leider auch am Wochenende. Dafür ist es mild bei bis zu 17 Grad. Hier die Details dazu sowie zum rekordverdächtig frühen Frühling in diesem Jahr. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie ein hoffentlich ganz entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:06 Uhr

Mord an Backpackerin: Mann muss lebenslang in Haft

Er hatte sein Opfer über eine Dating-App kennengelernt, der Fall schlug hohe Wellen: Ein Neuseeländer hat für den Mord an einer britischen Rucksackreisenden eine lebenslange Haftstrafe bekommen. Der 28-Jährige muss nach dem Urteil des Gerichts in Auckland mindestens 17 Jahre im Gefängnis bleiben, wie eine Justizsprecherin bestätigte.

Der Mann wurde schuldig gesprochen, die junge Frau am Abend vor ihrem 22. Geburtstag im Dezember 2018 erwürgt zu haben. Die Leiche packte er in einen Koffer und vergrub sie in der Nähe von Auckland, wo sie eine Woche später gefunden wurde. Die Tat löste international Entsetzen aus.

Der Täter hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen: Es sei ein Unfall gewesen, nach einer ganz normalen sexuellen Begegnung von jungen Leuten, zu der beide Seiten bereit gewesen seien, so die Verteidigung. Während des Prozesses hörte das Gericht auch, dass der Mann intime Fotos von dem Opfer nach dem Tod machte. Außerdem ging er am Folgetag zu einer weiteren Verabredung mit einer Internetbekanntschaft.