Der Tag
13. Mai 2022
Foto von Mitchmit Michael Bauer
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21:59 Uhr

Österreich hebt alle Corona-Einreiseregeln auf

Zur Einreise nach Österreich ist ab Montag kein Nachweis über eine Corona-Impfung oder -Genesung mehr nötig. Auch einen negativen Corona-Test müssen Reisende nicht mehr vorlegen, wie aus der Einreiseverordnung hervorgeht, die das Gesundheitsministerium aktualisierte. Theoretisch gelten noch Auflagen für Einreisen aus Virusvariantengebieten. Derzeit steht aber kein Land auf der Liste.

Österreich hebt alle Corona-Einreiseregeln auf
21:54 Uhr

"Fergie" sichert sich neuen Buch-Deal

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Die Herzogin von York ist schon länger als Autorin tätig. (Foto: imago images/APress)

Sarah "Fergie" Ferguson will nach wie vor im Buchgeschäft Fuß fassen. Die Ex-Frau von Prinz Andrew hat dem "People"-Magazin zufolge einen neuen Buch-Deal bei dem australischen Verlag Serenity Press unterschrieben. Dieser soll 22 Bücher umfassen, drei davon sollen demnach Jugendromane werden.

  • Inhaltlich soll es darin um ihre eigenen schmerzhaften Erfahrungen gehen, die sie in ihrer Teenagerzeit durchlebt hat, heißt es in dem Bericht. "Ich wollte meine Geschichte erzählen, wie ich mit Angst und einer Essstörung aufgewachsen bin und die Auswirkungen des Generationstraumas aus erster Hand miterlebt habe.

  • Für mich ist es immer präsent und alles begann mit dem Verlust meiner Mutter", wird Ferguson in einer Mitteilung zitiert. Ihre Mutter starb 1998 bei einem Autounfall in Argentinien. Junge Erwachsene seien für die 62-Jährige "mit all ihren unglaublichen Triumphen und herzzerreißenden Misserfolgen" eine geeignete "Kulisse für kraftvolle Geschichten".

"Fergie" sichert sich neuen Buch-Deal
21:22 Uhr

Dutzende Tote bei Großbrand in Neu Dehli

Bei einem Großbrand in der indischen Hauptstadt Neu Dehli sind laut Feuerwehr mindestens 27 Menschen gestorben. "Das Feuer wurde gelöscht (...), die Suchaktion läuft noch", sagte ein Vertreter der Feuerwehr der Nachrichtenagentur AFP. Medienberichten zufolge erlitten mehr als 40 Menschen Verbrennungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Das Feuer war am Nachmittag in einem vierstöckigen Geschäftsgebäude im Westen der Metropole ausgebrochen. Wegen schlechter Baupraktiken und mangelnder Einhaltung der Sicherheitsvorschriften kommt es in Indien häufiger zu verheerenden Bränden.

Dutzende Tote bei Großbrand in Neu Dehli
20:43 Uhr

Opernsängerin Teresa Berganza mit 89 gestorben

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Teresa Berganza (Foto: dpa)

Die spanische Opernsängerin Teresa Berganza ist tot. Die Frau, die jahrzehntelang als eine der besten Mezzosopran-Stimmen der Welt galt, starb im Alter von 89 Jahren in San Lorenzo del Escorial nordwestlich von Madrid, wie Angehörige und das spanische Kulturministerium mitteilten.

  • Der staatliche Fernsehsender RTVE erinnerte in seiner Würdigung daran, dass die Sängerin schon kurz nach ihrem internationalen Durchbruch in den 1950er Jahren von Medien als "die Mezzosopran des Jahrhunderts" gefeiert worden sei.

  • Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter, "die Stimme, die Eleganz und die Kunst" von Berganza würden die Spanier "immer begleiten". Berganza sang in Madrider Teatro Real, in der Mailänder Scala, im Wiener Opernhaus, im Londoner Covent Garden und in der New Yorker Met Opern von Komponisten wie Mozart, Rossini und Bizet.

Opernsängerin Teresa Berganza mit 89 gestorben
19:54 Uhr

US-Schauspieler Fred Ward gestorben

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Fred Ward

Hollywood trauert um Schauspieler Fred Ward. Der US-Amerikaner, der unter mit Filmen wie "Der Stoff, aus dem die Helden sind" (1983) und "Tremors - Im Land der Raketenwürmer" (1990) bekannt wurde, ist am 8. Mai im Alter von 79 Jahren gestorben. Das hat sein Publizist Ron Hofmann dem "People"-Magazin bestätigt. Eine Todesursache ist auf Wunsch der Familie nicht genannt worden.

Ward hat eine rund 40-jährige Filmkarriere hinter sich. Ehe er sich einer Tätigkeit vor der Kamera widmete, diente er drei Jahre lang der US-Air-Force und arbeitete unter anderem als Holzfäller in Alaska, als Boxer und als Koch. Nach mehreren kleinen Filmrollen und Serienauftritten spielte er 1979 in Clint Eastwoods "Flucht von Alcatraz" seine erste größere Rolle.

US-Schauspieler Fred Ward gestorben
19:35 Uhr

Deniz Yücel tritt als PEN-Präsident überraschend zurück

Der Journalist Deniz Yücel ist überraschend als PEN-Präsident zurückgetreten. Zugleich kündigte er seinen Austritt aus der Schriftstellervereinigung an. Zuvor war sein Abwahlantrag knapp abgelehnt worden. Hintergrund sind interne Querelen in der Führungsriege der Schriftstellervereinigung.

Deniz Yücel tritt als PEN-Präsident überraschend zurück
19:02 Uhr

Zwei Männer stürzen auf Mallorca in den Tod

Zwei tödliche Stürze von Touristen innerhalb weniger Stunden haben auf Mallorca für großes Entsetzen gesorgt. Bei den Opfern handele es sich um einen 34 Jahre alten Briten und einen 31-jährigen Niederländer, berichteten Medien unter Berufung auf die Polizei der spanischen Urlaubsinsel.

  • Beide Tragödien ereigneten sich bereits am Donnerstag und seien "auf grobe Fahrlässigkeit" zurückzuführen, schrieb die Regionalzeitung "Diario de Mallorca". Die tödlichen Stürze wurden von Augenzeugen gefilmt und gingen im Netz viral. Im Fall des Niederländers wurde der Sturz in den Tod von der Partnerin live gestreamt.

  • Der erste Sturz passierte am Donnerstagmorgen in Magaluf westlich der Inselhauptstadt Palma. Videoaufnahmen von Passanten zeigen, wie ein Mann an der Außenseite von Hotel-Balkonen im siebten Stock herumturnt und schließlich abstürzt.

  • Der Niederländer starb, als er auf der Malgrats-Insel vor Santa Ponça im Westen Mallorcas von einer rund 25 Meter hohen Klippe ins Meer sprang und dabei auf einen Felsen prallte.

Zwei Männer stürzen auf Mallorca in den Tod
18:27 Uhr

Mann klebt sich während Habeck-Rede an Bühne fest

Bei einer Rede von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zum Abschluss des Landtagswahlkampfs in NRW hat sich ein junger Mann an die Bühne geklebt. "Du stellst eine Frage, ich antworte und dann mache ich weiter in meiner Rede, okay", sagte der Grünen-Politiker zu dem Störer in Düsseldorf. Der junge Mann wollte von dem Minister wissen, warum er in der Nordsee nach Öl bohren wolle.

  • "Es ist kein Widerspruch, dass wir in einer Zeit, wo Bräsigkeit oder strategische Dummheit der Vorgängerregierung uns in eine Abhängigkeit von einem Diktator geführt hat, die jetzt mindestens indirekt seinen Krieg unterstützt, schnell versuchen wegzukommen von den fossilen Energien aus Russland", sagte Habeck.

  • Dafür müsse man Entscheidungen treffen, die zunächst wie ein Widerspruch aussehen würden. Der Wirtschaftsminister rief außerdem dazu auf, die Grünen zu wählen, insbesondere in den krisenhaften Zeiten. "Dafür sind wir gegründet worden, in der Krise den Unterschied zu machen und die Krisen zu überwinden", so Habeck.

Mann klebt sich während Habeck-Rede an Bühne fest
17:55 Uhr

Umstrittene Klimastiftung MV findet keine Partner

Die Klima- und Umweltstiftung Mecklenburg-Vorpommern soll eigentlich die Verbreitung des Klimaschutzgedankens im Bundesland vorantreiben. Zugleich soll die Stiftung jedoch auch die Fertigstellung der Nord Stream 2-Pipeline für russisches Erdgas unterstützen. Grund waren US-Sanktionsdrohungen gegen am Bau beteiligte Unternehmen - die Stiftung sollte als eine Art Schutzschild agieren.

Die umstrittene Klimastiftung hat nun Probleme, Partner für eine Fortführung ihrer Klimaschutzarbeit zu finden. Das berichtet der "Spiegel". Mehrere Kommunen wie die Stadt Torgelow, die Stadt Stralsund, der Kreis Rostock sowie die Landesenergie- und Klimaschutzagentur hätten kein Interesse an weiteren gemeinsamen Projekten mit der Stiftung, hieß es.

Umstrittene Klimastiftung MV findet keine Partner
17:21 Uhr

Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sinkt auf dreistelligen Wert

Die Zahl der Schwerkranken, die auf Intensivstationen in Deutschland mit Covid-19 behandelt werden, ist auf unter 1000 gesunken. Der Stand war im Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Freitag mit genau 979 angegeben. So niedrig war diese Patientenzahl demnach seit Ende August des Vorjahres nicht mehr. Im Dezember 2021 waren noch knapp 4900 schwer erkrankte Covid-19-Fälle zeitgleich behandelt worden, danach sanken die Werte mit zwischenzeitlichen Plateauphasen ab.

Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sinkt auf dreistelligen Wert
16:53 Uhr

Netz spottet über Kendall Jenners Kampf mit einer Gurke

Model Kendall Jenner muss aktuell jede Menge Spott im Netz über sich ergehen lassen. Stein des Anstoßes ist ausgerechnet eine Gurke. In der neuesten Ausgabe der TV-Show "The Kardashians" wollte sich Jenner im Haus ihrer Mutter Kris eigentlich nur einen kleinen Snack zubereiten.

Die ersten spöttischen Kommentare lassen im Netz nicht lange auf sich warten. "Dass Kendall Jenner nicht weiß, wie man eine Gurke schneidet, war das Highlight meiner Woche", schreibt etwa ein Twitter-User. In einem anderen Post heißt es: "Die Art, wie Kendall Jenner diese Gurke geschnitten hat, wird mich verfolgen." Ein weiterer erklärt: "Ich hätte nie gedacht, dass Kendall Jenner, die eine Gurke schneidet, mir Alpträume bereiten könnte, aber hier sind sie."

Jenner selbst hat mittlerweile auf einen solchen Tweet reagiert. So schrieb eine Nutzerin: "Der Versuch von Kendall Jenner, eine Gurke zu schneiden, ist das Tragischste, was ich je gesehen habe." Den Kommentar teilte das Model auf seinem Twitter-Account und schrieb "tragisch!" dazu.

Netz spottet über Kendall Jenners Kampf mit einer Gurke
16:33 Uhr

FDP-Verteidigungspolitiker Faber legt Amt nach Ampel-Eklat nieder

Der FDP-Politiker Marcus Faber verzichtet nach umstrittenen Aussagen über Bundeskanzler Olaf Scholz auf das Amt des verteidigungspolitischen Sprechers seiner Fraktion. "Die Kommentierung des heutigen Verteidigungsausschusses war unangemessen und wurde dem Ernst der Lage nicht gerecht", schrieb Faber auf Twitter. "Dafür entschuldige ich mich und werde meiner Fraktion am Dienstag, in ihrer nächsten Sitzung, anbieten, von meinem Sprecherposten zurückzutreten."

Faber hatte eine Sitzung des Verteidigungsausschusses am Freitag vor dem offiziellen Ende verlassen und kritisiert, Scholz habe eine Chance gehabt, sich zur Ukraine zu erklären. "Leider wurden viele Antworten nicht gegeben. Ich hoffe, dass wir dies nachholen können", schrieb er ebenfalls auf Twitter und fing sich selbst scharfe Kritik aus den eigenen Reihen ein. Die Ausschussvorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte Scholz eingeladen.

FDP-Verteidigungspolitiker Faber legt Amt nach Ampel-Eklat nieder
16:09 Uhr

Ukrainerin besteigt Mount Everest und will damit Zeichen setzen

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In der diesjährigen Hauptsaison im Frühling hat das nepalesische Tourismusministerium mit Samoilova nur einer Person aus der Ukraine sowie 17 Russinnen und Russen eine benötigte Genehmigung zur Everest-Besteigung ausgestellt. (Foto: dpa)

Auf dem "Dach der Welt" weht die ukrainische Flagge. Als Zeichen für ihre Landsleute hat die 33-jährige Antonina Samoilova den Mount Everest bestiegen und "als Symbol der Unbesiegbarkeit des ukrainischen Spirits", die Fahne in Landesfarben gehisst.

Ihre Mission auf den welthöchsten Berg solle auch die Moral ihrer kämpfenden Mitbürgerinnen und Mitbürger und Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Heimat stärken, sagte sie der Zeitung "The Himalayan". Ihr Vater und ihr Bruder würden derzeit gegen die russischen Truppen kämpfen. Sie glaube an einen Sieg der Ukraine.

Ukrainerin besteigt Mount Everest und will damit Zeichen setzen
15:38 Uhr

Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate gestorben

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Scheich Chalifa hatte im November 2004 als zweiter Präsident in der Geschichte der Föderation das Amt übernommen und damit die Nachfolge seines Vaters als 16. Herrscher von Abu Dhabi angetreten, dem reichsten der sieben Emirate. (Foto: dpa)

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Chalifa bin Sajed al-Nahjan, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Das Präsidialministerium setzte die Flaggen auf Halbmast und kündigte eine 40-tägige Trauerzeit an. Die Arbeit im öffentlichen und privaten Sektor wird demnach für drei Tage ausgesetzt.

  • Der Präsident des ölreichen Golfstaates war seit 2014, als er einen Schlaganfall erlitt, nur noch selten in der Öffentlichkeit gesehen worden. Seinen Posten übernimmt voraussichtlich sein Halbbruder, Abu Dhabis Kronprinz Mohammed bin Sajed, der bereits als De-facto-Herrscher der Emirate galt.

  • Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden 1971 gegründet und sind heute die zweitgrößte Volkswirtschaft unter den arabischen Staaten.

Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate gestorben
15:12 Uhr

Maskenpflicht in Verkehrsmitteln bleibt noch Monate

Können jetzt auch in öffentlichen Transportmitteln die Masken zum Schutz vor Corona-Ansteckungen fallen? Der Verkehrsminister sieht die Zeit dafür gekommen. In der Koalition stößt das direkt auf Ablehnung.

  • Die Bundesregierung plant vorerst kein Ende der Maskenpflicht zum Corona-Schutz in öffentlichen Verkehrsmitteln. In Bussen und Bahnen, wo man Abstände nicht einhalten könne und auf engem Raum zusammensitze, sei sie bislang aus gutem Grund so erlassen worden, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin. Er könne nicht davon berichten, dass es jetzt Planungen gebe, die Maskenpflicht aufzuheben.

  • Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte gefordert, sie in Bussen, Bahnen und Flugzeugen zu beenden. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lehnte den Vorstoß in der jetzigen Lage ab.

  • Die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen ist im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt.

Maskenpflicht in Verkehrsmitteln bleibt noch Monate
14:46 Uhr

Messerattacke in Aachen: Ermittler prüfen islamistischen Hintergrund

Nach der Messerattacke in einer Regionalbahn bei Aachen prüfen die Ermittler einen islamistischen Hintergrund. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul mit. Bei dem Täter handele es sich um einen 31-jährigen Mann, der im Irak geboren wurde.

Update 18.31: "Für ein islamistisches Motiv der Tat haben wir bislang nichts Belastbares", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen am Freitagabend.

Messerattacke in Aachen: Ermittler prüfen islamistischen Hintergrund
14:39 Uhr

Beisetzung von getöteter Journalistin in Jerusalem endet in Gewalt

Während der Prozession zur Beerdigung einer getöteten Reporterin des TV-Senders Al-Dschasira ist es in Jerusalem zu Konfrontationen gekommen.

  • Hunderte gewalttätige Demonstranten hätten für Unruhen gesorgt, es seien Steine auf Polizisten geworfen worden, teilte die israelische Polizei am Freitag mit. Die Sicherheitskräfte reagierten nach palästinensischen Angaben mit Blendgranaten.

  • Die im Westjordanland erschossene Schirin Abu Akle soll auf einem christlich-orthodoxen Friedhof neben der Altstadt beigesetzt werden.

  • Die Journalistin war am Mittwoch während eines israelischen Militäreinsatzes im besetzten Westjordanland durch Schüsse getötet worden. Es blieb zunächst unklar, wer für den Tod der in der arabischen Welt bekannten 51-Jährigen verantwortlich ist.

Beisetzung von getöteter Journalistin in Jerusalem endet in Gewalt
14:17 Uhr

Musk: Will Twitter weiterhin kaufen

Will er nun, oder will er nicht: Elon Musk legt erst seine Twitter-Übernahme auf Eis, wenig später legt er aber doch nochmal nach. Am Kauf will der Tech-Milliardär festhalten. Er halte an den Übernahmeplänen fest, schrieb Musk ohne weitere Details bei Twitter. Nur wenige Stunden zuvor hatte er selbst Zweifel daran geweckt, als er den Deal - ebenfalls via Twitter - für vorläufig ausgesetzt erklärte.

Er wolle erst Berechnungen dazu abwarten, dass Accounts, hinter denen keine echten Nutzer stecken, tatsächlich weniger als fünf Prozent ausmachen. Das konnte als Suche nach Ausreden interpretiert werden, um aus dem rund 44 Milliarden Dollar (rund 42,3 Milliarden Euro) teuren Deal auszusteigen - oder zumindest den Preis zu drücken.

Musk: Will Twitter weiterhin kaufen
14:07 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Sabine Oelmann weilt bereits im Feierabend. Bis in den späten Abend übernehme ich "Der Tag". mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

Schichtwechsel
14:01 Uhr

1994 gesunkene "Estonia" wird mit Laserscan untersucht

Estland will in der kommenden Woche weitere offizielle Untersuchungen am Schiffswrack der 1994 gesunkenen Ostsee-Fähre "Estonia" vornehmen. Nach Angaben der Havariekommission in Tallinn soll am 22. Mai ein dreidimensionales Laserscanning an dem Wrack auf dem Meeresgrund durchgeführt werden. Daran beteiligt sein wird auch ein deutsches Tauch- und Bergungsunternehmen. Neben dem Laserscanning sollen weitere Untersuchungen und verschiedene Simulationen mit dem digitalen Abbild des Schiffes erfolgen.

Der Untergang der "Estonia" gilt als die schwerste Schiffskatastrophe in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Fähre war in der Nacht zum 28. September 1994 mit 989 Menschen an Bord auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Südküste gesunken. 852 Menschen starben, nur 137 überlebten.

Dem offiziellen Untersuchungsbericht von 1997 zufolge war das abgerissene Bugvisier die Ursache für den Untergang. Es gibt bis heute aber Zweifel daran. Überlebende und Hinterbliebene fordern seit langem eine Wiederaufnahme der Untersuchungen.

1994 gesunkene "Estonia" wird mit Laserscan untersucht
13:44 Uhr

Queen freudestrahlend bei Pferdeshow in Windsor

Wenn die Menschen besonders anstrengend und unzuverlässig sind, weiß Elizabeth II. seit jeher, wohin sie sich wenden kann: Auf dem Rücken der Pferde lag und liegt nämlich auch ihr Glück der Erde. Die Queen hat bei der Royal Windsor Horse Show ihre Pferde mal wieder persönlich unter die Lupe genommen. Die Pferdenärrin zeigte sich freudestrahlend bei der traditionellen Veranstaltung im Park ihrer Residenz Schloss Windsor bei London.

Die 96-Jährige hatte wegen gesundheitlicher Probleme am Dienstag die Zeremonie zur Parlamentseröffnung in London abgesagt - erst zum dritten Mal in ihrer nun 70-jährigen Regentschaft. Daraufhin wurde spekuliert, dass die Queen auch nicht zur Horse Show kommen würde.

Dem war mitnichten so: Elizabeth, eine getönte Brille tragend, wurde in einem Geländewagen auf das Areal unweit des Schlosses gefahren. Dort sprach sie auf dem Beifahrersitz sitzend durchs offene Autofenster mit mehreren Menschen, bei denen es sich vermutlich um Verantwortliche der Show handelte.

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Nimmt sich Zeit für einen Plausch: Die enorm fit wirkende Queen Elizabeth II. (Foto: IMAGO/i Images)
Queen freudestrahlend bei Pferdeshow in Windsor
13:31 Uhr

Griechische Insel Chrissi: "Betreten verboten!"

Die kretische Regionalverwaltung hat ein Betretungsverbot für die eigentlich unbewohnte griechische Insel Chrissi ("Die Goldene") verhängt. Das kleine Eiland südlich von Kreta ist für seine traumhaften Strände und seine einzigartige Natur bekannt. In den vergangenen Jahren hatten sich deshalb während der Sommermonate Menschen auf der Insel niedergelassen. Hinzu kamen geschätzte 200.000 Tagesbesucher pro Jahr. Nun sei die Natur auf der Insel zerstört, heißt es in einer Mitteilung der Behörden.

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Die Natur braucht ihre Ruhe! (Foto: PantherMedia / Constantin Stanciu)

Vor allem die sogenannten "Chrissi-Zedern", Bäume einer Zedernart, die selbst am Sandstrand wurzeln kann, sind stark betroffen. Ein Großteil der oft mehr als 100 Jahre alten Bäume sei kurz vor dem Eingehen, die Bäume seien entwurzelt und vertrocknet - das Besuchsverbot sei notwendig, um der Natur Zeit zur Erholung zu geben.

Ursache ist der Mensch: Die Sommerbewohner, die nach Behördenangaben in Zelten und selbst gebauten Hütten leben und sogar notdürftige Tavernen errichtet haben, zapfen das Grundwasser an, das später den Pflanzen fehlt. Sie verursachen Müll und haben sogar Fahrzeuge auf die Insel gebracht. Zudem wanderten die Menschen ins Innere der Insel und zerstörten dabei die Jungpflanzen, die für neue Vegetation sorgen könnten. Erlaubt sei den Besuchern nur noch, mit dem Boot an das Eiland heranzufahren und ans Ufer zu schwimmen - anlanden dürfen sie nicht mehr.

Griechische Insel Chrissi: "Betreten verboten!"
13:14 Uhr

"Freiheit" - danke Marius ...

Die Frage, was "Freiheit" bedeutet, kann letztlich nur jeder für sich selbst beantworten. Doch wie einst Marius Müller-Westernhagen es vermochte, möchten nun auch ela. und Joel Brandenstein mit ihrer Version des Songs in dieser Zeit Kraft und Hoffnung schenken.

Kürzlich traf ela. nun Westernhagen, als sie im Studio stand: "(...) auf einmal stand er einfach so mitten im Raum. Es war total schön, ihn wiederzusehen. Irgendwie hat mich die Begegnung gedanklich nicht wieder losgelassen und mir kam sein Song "Freiheit" in den Sinn." Mit diesem Song hatte MWW den Song geschrieben, der zu einer Hymne der friedlichen Revolution 89/90 werden sollte. Ein Lied, dass den Wert der Freiheit beschwört und sich zugleich bewusst ist, dass sie stets gefährdet ist. Diese Gefahr ist 2022 mit dem Krieg in der Ukraine für Millionen Menschen bittere Realität geworden.

ela., die in Kiew geboren wurde und ihre Kindheit sowohl in der Ukraine als auch in Polen verbracht hat, verspürt aufgrund ihrer Herkunft ein großes Bedürfnis, sich für die Menschen in der Ukraine stark zu machen. Das ist ihr - und Joel - gelungen. Und alle die sagen, dass ein Re-Make nie das Original toppen kann, hören sich das gute Stück einfach erstmal an.

"Freiheit" - danke Marius ...
12:58 Uhr

Hausbesetzer in Nizza müssen aus Villa eines Russen ausziehen

Zwei Ehepaare aus der Ukraine haben sich in Nizza eigenmächtig in der Villa eines Russen einquartiert. Wie die Zeitung "Nice-Matin" berichtet, stieß ein Freund des Besitzers auf die Eindringlinge, als er nach dem Rechten sehen wollte. Die vier hatten bereits die Schlösser der Villa ausgetauscht.

Beim Eintreffen der Polizei verteidigten sie ihre Aktion mit dem Krieg in der Ukraine und dem Umstand, dass der Besitzer der Villa ein Russe sei. Das Quartier mit Panorama-Blick über Meer und Stadt mussten sie dennoch mit einer Zelle auf der Wache tauschen, die Hausbesetzer kamen in Untersuchungshaft.

Wie "Nice-Matin" in Erfahrung brachte, handelt es sich bei dem russischen Besitzer der Villa um einen 57-jährigen Geschäftsmann aus Moskau, der allerdings von den EU-Sanktionen nicht betroffen ist. Sein Zweitquartier an der Côte d'Azur verfügt auch nicht über den überbordenden Luxus so mancher Oligarchen-Villa, es gebe weder Swimmingpool noch Tennisplatz, schreibt die Zeitung.

Hausbesetzer in Nizza müssen aus Villa eines Russen ausziehen
12:29 Uhr

Auch Malik Harris ist Fan des Kalush Orchestras

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Freunde - aber auch Rivalen: Malik und Oleh. (Foto: dpa)

Bei einem Empfang der deutschen Botschaft setzt sich Deutschlands Starter beim Eurovision Song Contest (ESC) eine Mütze der Gruppe aus der Ukraine auf und spielt mit ihnen ihr Lied "Stefania". Einen Tag vor dem ESC-Finale scheint die Frage des Gewinners schon geklärt - für Deutschland zeichnet sich dagegen ein neues Debakel ab.

Ein Musikwettbewerb mit einem Mix aus bis zur Albernheit skurrilen Künstlern und starken Hits - viele fragten sich vor dem ESC, ob das in eine Zeit mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine passt. Die Stimmung ist jedoch ausgelassen und fröhlich, der Krieg spielt rund um die Konzerthalle PalaOlimpico keine Rolle.

Mit einem stabil riesigen Vorsprung liegt das Kalush Orchestra mit "Stefania" bei den Wettquoten vorn. Gründer und Sänger der Gruppe, Rapper Oleh Psiuk, wirkt noch etwas irritiert von dem Starrummel - für das Kalush Orchestra eine Gratwanderung: In der Heimat tobt der Krieg, in Turin wird die Gruppe gefeiert. Obwohl der ESC betont unpolitisch ist, versucht Psiuk dezent kleine Botschaften zu setzen. Beim deutschen Empfang sagt er, dass das aus Rap und Folklore gemixte Lied für die ukrainische Kultur stehe - die nicht zerstört werden dürfe.

Auch Malik Harris ist Fan des Kalush Orchestras
12:10 Uhr

Katastrophe in Essen verhindert

Der Katastrophe knapp entgangen: Die Polizei in Essen verhindert möglicherweise den Bombenanschlag eines Schülers. Die Ermittler finden bei ihm Utensilien zum Bombenbau, rechtsextremes Material und Waffen. Der 16-Jährige wurde festgenommen. Gegen den Gymnasiasten sei Haftbefehl wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie wegen der Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion beantragt worden. Ein Tippgeber hatte die Behörden alarmiert: Der Schüler habe ihm gesagt, er wolle in seiner Schule eine Bombe platzieren. Die aktuelle und die ehemalige Schule des Schülers waren daraufhin mit Sprengstoff-Spürhunden durchsucht worden.

Über den Stand der Ermittlungen spricht ntv mit Essens Polizeipräsident Frank Richter.

Katastrophe in Essen verhindert
11:17 Uhr

EU-Spitzendiplomat von Frankfurter Polizei festgehalten

Der EU-Beauftragte für den Iran, Enrique Mora, ist nach eigenen Angaben vorübergehend von der deutschen Polizei am Flughafen Frankfurt am Main festgehalten worden. Mora schreibt auf Twitter, er sei auf dem Zwischenstopp von Teheran nach Brüssel "ohne eine einzige Erklärung" von der Polizei zurückgehalten worden. Rund eine Stunde später teilte er mit, er habe seine Reise mit zwei weiteren hochrangigen EU-Diplomaten fortsetzen können.

Mora sprach auf Twitter von einer offenkundigen "Verletzung der Wiener Konvention" über diplomatische Beziehungen. Nach dem Übereinkommen von 1961 genießen Diplomaten Immunität und dürfen nicht festgenommen werden. Deutschland ist seit den 1960er Jahren Vertragsstaat.

Mora verfügt über einen spanischen Diplomatenpass. Diesen legte er der deutschen Polizei nach eigenen Angaben ebenso vor wie seine Handys. Getrennt von ihm wurden nach seinen Angaben auch der Leiter der EU-Vertretung bei der UNO in Wien sowie der Leiter der Arbeitsgruppe für den Iran im Europäischen Auswärtigen Dienst festgehalten.

EU-Spitzendiplomat von Frankfurter Polizei festgehalten
10:56 Uhr

FDP verlangt nach Scholz' angekündigter Zeitenwende

FDP-Verteidigungspolitiker haben nach einer Sitzung mit Bundeskanzler Olaf Scholz demonstrativ eine weitere Klärung offener Fragen bei Waffenlieferungen und in der Ukraine-Politik gefordert. Eine Gruppe um den verteidigungspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Marcus Faber, habe die einstündige Sitzung am Freitag vorzeitig verlassen, hieß aus Teilnehmerkreisen.

Faber schrieb danach auf Twitter, Scholz habe eine Chance gehabt, sich im Ausschuss zur Ukraine zu erklären. "Leider wurden viele Antworten nicht gegeben. Ich hoffe, dass wir dies nachholen können", so Faber. "Seine Zeitenwende ist absolut richtig. Sie bedarf einer zeitnahen Umsetzung."

FDP verlangt nach Scholz' angekündigter Zeitenwende
10:18 Uhr

Bäckerei in Lychen explodiert

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In den Trümmern wird nach Lebenden gesucht. (Foto: dpa)

In einer Bäckerei in Lychen im Landkreis Uckermark hat es eine heftige Explosion gegeben, dabei wurde ein Mensch schwer verletzt. Das Gebäude im Stadtzentrum sei am Freitagmorgen völlig zerstört worden, es gebe nur noch einen Schuttberg, sagt ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordost. Vier Nachbarhäuser mussten evakuiert werden.

Die Ursache für die Explosion sei noch nicht bekannt. Der verletzte Mensch, dessen Alter und Geschlecht zunächst noch unbekannt waren, wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Berlin geflogen. Die Arbeiten von Feuerwehr und Katastrophenschutz liefen am Vormittag noch. Spürhunde sollten in den Trümmern nach weiteren Menschen suchen. Die benachbarten Gebäude müssten überprüft werden, um festzustellen, ob sie noch bewohnbar sind.

Bäckerei in Lychen explodiert
09:57 Uhr

Unheilbar an Darmkrebs erkrankte BBC-Moderatorin von Queen Elizabeth zur Dame ernannt

Die unheilbar an Darmkrebs erkrankte BBC-Moderatorin Deborah James ist wegen ihrer millionenschweren Spendenkampagne von Queen Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben worden. Die Königin habe die 40-Jährige zur Dame ernannt, teilte die britische Regierung am späten Donnerstagabend mit. James hat innerhalb weniger Tage - Stand Freitagmorgen - vier Millionen Pfund (4,7 Mio Euro) Spenden für die Krebsforschung gesammelt. Premierminister Boris Johnson sowie Queen-Enkel Prinz William und dessen Ehefrau Herzogin Kate, die ebenfalls für den "Bowelbabe Fund" spendeten, würdigten das Engagement der zweifachen Mutter.

"Wenn eine Ehrung jemals verdient war, dann diese", so Johnson. "Deborah ist eine Inspiration, und ihre Ehrlichkeit, Wärme und Mut sind ein Zeichen der Stärke für viele Menschen." Es ist selten, dass die Queen jemanden kurzfristig zur Dame oder zum Ritter ernennt. Üblicherweise werden Ehrungen zu festgelegten Zeiten verkündet.

James erkrankte 2016 an Darmkrebs. Am Montag machte sie öffentlich, dass sie nicht mehr lange zu leben habe und zum Sterben in ihr Elternhaus gezogen sei. Zugleich rief sie die Spendenkampagne ins Leben.

Unheilbar an Darmkrebs erkrankte BBC-Moderatorin von Queen Elizabeth zur Dame ernannt
09:09 Uhr

Mehr Fälle von Rechtsextremismus in deutschen Sicherheitsbehörden

Bei den Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern sind in den vergangenen Jahren mehr Fälle von Rechtsextremismus aktenkundig geworden als bislang bekannt. Die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern werteten zwischen dem 1. Juli 2018 und dem 30. Juni 2021 insgesamt 860 Fälle von Mitarbeitenden mit dem ursprünglichen Verdacht auf Bezüge zum Rechtsextremismus sowie "Reichsbürger" und "Selbstverwalter" aus, wie das von Bundesinnenministerin Nancy Faeser vorgestellte Lagebild zeigt.

In 327 Fällen ergaben sich dabei Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen, bei 533 Fällen konnten keine Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung festgestellt werden. In den Landessicherheitsbehörden gab es den Angaben zufolge bei 189 Fällen tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung. In den Bundessicherheitsbehörden wurden in 138 Fällen verfassungsfeindliche Bestrebungen festgestellt.

Am häufigsten wurden dabei insgesamt Mitgliedschaften in einschlägigen Chatgruppen (152) registriert. 143 Mal wurden Mitgliedschaften in, Unterstützung von oder Kontakte zu verfassungsschutzrelevanten Organisationen entdeckt. Außerdem wurden 141 Fälle von politisch motivierter Beleidigung festgestellt.

Lesen Sie gleich mehr, oder hier

Mehr Fälle von Rechtsextremismus in deutschen Sicherheitsbehörden
08:41 Uhr

Was heute wichtig wird

Guten Morgen. Heute ist Freitag der 13. - macht Ihnen das was aus? Falls Sie abergläubisch sind und sich ablenken wollen, können Sie anfangen, Vögel zu zählen (keine Schäfchen), denn dieses Wochenende schlägt die "Stunde der Gartenvögel". Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Interessierten in Deutschland aufgerufen, wenigstens eine Stunde lang die Vögel in ihrem Umfeld zu zählen und an den Naturschutzbund zu melden. Falls Sie sich anderweitig ablenken wollen, dann folgen Sie mir doch einfach durch den Tag. Mein Name ist Sabine Oelmann und Sie erreichen mich hier: dertag@n-tv.de

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Der Vogelkundler Robert DeCandido führt eine Gruppe von Interessierten durch den Central Park. Unter dem Spitznamen "Birding Bob" ist DeCandido der wohl berühmteste Vogel-Beobachter New Yorks. (Foto: dpa)

Was heute ansteht:

  • Nach dem Ja Finnlands zur NATO: Schwedische Sicherheitsanalyse rund um NATO-Frage wird veröffentlicht

  • US-Asean-Sondergipfel in Washington: US-Präsident Joe Biden hat zum Gipfel in der US-Hauptstadt geladen. Dem Asean-Verband gehören zehn Länder an, die vor allem auf wirtschaftlichem, sozialem und kulturellem Gebiet zusammenarbeiten - darunter Singapur, Thailand und Vietnam

  • Frauen gegen die "Regierungsmafia" - im Libanon wollen einige Kandidatinnen das Machtmonopol der Elite brechen, denn am Sonntag wählt der Libanon ein neues Parlament. Viele Libanesen, aber auch internationale Organisationen wie die Weltbank werfen zugleich der regierenden Elite vor, dringend notwendige Reformen zu verschleppen

  • Beginn G7-Agrarministertreffen mit Landwirtschaftsminister Cem Özdemir und dem ukrainischen Landwirtschaftsminister Mykola Solskyj: Schwerpunkte des Treffens sind der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine, dessen Folgen für die Ukraine selbst, sowie die Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit weltweit

  • Fortsetzung im Pariser Terrorprozess: Im Fall der Anschlagsserie vom 13. November 2015 müssen sich 20 Verdächtige in dem Verfahren verantworten. Bei der Anschlagsserie hatten Extremisten insgesamt 130 Menschen getötet und 350 weitere verletzt. Sie richteten ein Massaker im Konzertsaal "Bataclan" an und beschossen Bars und Restaurants, außerdem sprengten sich drei Selbstmordattentäter an dem Abend während eines Fußball-Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich am Stade de France in die Luft.

Was heute wichtig wird
08:10 Uhr

Saufen, koksen, Sex in der "Mutter aller Parlamente" - so geht es nicht weiter

"Mutter aller Parlamente" wird die Herzkammer der britischen Demokratie oft genannt. Doch in London führen sich Abgeordnete und Mitarbeiter auf wie ausgeflippte Söhne. Jetzt macht man sich daran, den Ruf zu retten, denn saufen, koksen, sexuelle Übergriffe - im britischen Parlament reiht sich ein Skandal an den nächsten.

Mehrere Abgeordnete traten wegen schweren Fehlverhaltens zurück. Der Ruf des ehrbaren Hauses ist angeschlagen. Doch nicht nur Parlamentarier aller Couleur lassen die Puppen tanzen, auch Mitarbeiter. Allein im März wurden in den Gebäuden an der Themse neun alkoholbedingte Sicherheitsvorfälle gemeldet.

"Das Unterhaus ist kein Ort, wo wir übernachten. Es ist kein Ort, an dem wir völlig betrunken und ohne Kontrolle auftauchen", rief Justiz-Staatssekretärin Victoria Adams im Sender Times Radio zur Ordnung. "Dies ist eine Arbeitsstätte. So sollten sich Leute am Arbeitsplatz nicht verhalten." Was fast flehentlich klingt, ist nicht die erste Mahnung an Abgeordnete und Beschäftigte: Seit Wochen gibt es Appelle, die Kultur in Westminster müsse sich endlich ändern. Denn immer deutlicher wird, welch zentrale Rolle Alkohol im Regierungsviertel spielt. Lesen Sie später mehr

Saufen, koksen, Sex in der "Mutter aller Parlamente" - so geht es nicht weiter
07:51 Uhr

Tatverdächtiger von Hanau weiter auf der Flucht

Nach dem Tod zweier Geschwister in Hanau sucht die Polizei weiter nach dem Tatverdächtigen. Die Fahndung dauere an, sagt ein Polizeisprecher. Ermittelt wird wegen Mordverdachts. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem Gesuchten um den Vater der beiden Kinder - ein siebenjähriges Mädchen und ein elfjähriger Junge.

Am Mittwochmorgen hatten Passanten vor einem Hochhaus in der Hanauer Innenstadt auf dem Boden den schwer verletzten Jungen gefunden. Er starb kurz darauf im Krankenhaus. Auf dem Balkon der Wohnung im neunten Stock des Hauses wurde seine tote Schwester entdeckt. Die Staatsanwaltschaft hatte von einem mutmaßlichen familiären Hintergrund der Tat gesprochen, weitere Details waren offen geblieben.

Die Geschwister lebten in der Wohnung, in der das Verbrechen geschah. Die Ermittler erklärten, wer im Zusammenhang mit der Tat eine auffällige Person gesehen habe, werde gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hanau in Verbindung zu setzen.

Tatverdächtiger von Hanau weiter auf der Flucht
07:19 Uhr

Nachhaltiger Tourismus für den Mount Everest

Mindestens zwei Expeditionsfirmen nutzen dieses Jahr erstmals vorwiegend Solarpanels im Basislager des welthöchsten Berges für ihren Strom. Eine österreichische und eine nepalesische Firma brachten dazu je 16 Solarpanels auf den Berg. Damit decke man den Strombedarf für Küche, Eigenbedarf der Expeditionsteilnehmer, Kommunikation und Laden von Ausrüstung, sagt Lukas Furtenbach, Geschäftsführer von Furtenbach Adventures. Von der nepalesischen Firma Everest Exped heißt es, dass man neben den Panels für Schlechtwetterzeiten noch einen Generator dabei habe.

Bislang nutzen die meisten Expeditionsfirmen Generatoren als Hauptenergiequelle. "Es ist jetzt allerhöchste Zeit, Fehler und Umweltsünden vergangener Generationen nicht gedankenlos fortzusetzen, sondern auszumerzen und darüber hinaus auch zu kompensieren und wiedergutzumachen, also auch den Müll vergangener Expeditionen abzutransportieren und zu entsorgen."

Die Firma Seven Summit Treks schließlich wolle nun die von den Sherpas verwendeten bunten buddhistischen Gebetsfahnen, die auf den Bergen zurückgelassen werden, durch biologisch abbaubare ersetzen. Die Flaggen wieder mitnehmen könne man nicht so einfach - sie seien eine religiöse Gabe an die Götter, um sicher auf den Berg zu kommen, so Firmenchef Mingma Sherpa.

Nachhaltiger Tourismus für den Mount Everest
07:06 Uhr

Hamburger Fernverkehr wegen Kabelbrand stark beeinträchtigt

Die Bahn kommt - nicht: Wegen eines Kabelbrandes in Hamburg kommt es im Fernverkehr zu starken Beeinträchtigungen. Wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte, kann es am Freitag zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. IC-Züge zwischen Hamburg, Flensburg und Dänemark fallen demnach aus. Auch einzelne Züge zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen fahren nicht mehr.

Zudem seien die ICE-, IC- und EC-Strecken zwischen Hamburg und Süddeutschland, Hamburg und Nürnberg sowie Hamburg und Tschechien auf verschiedenen Verkehrsabschnitten von Ausfällen betroffen.

Die DB informiert auf ihrer Website über die aktuellen Störungen. Die Beeinträchtigungen werden voraussichtlich bis in die Mittagsstunden andauern.

Hamburger Fernverkehr wegen Kabelbrand stark beeinträchtigt
06:54 Uhr

Wolken dekorieren den Himmel - das Wetter

Heute geht es aus der Nacht heraus im Süden unbeständig mit Schauern oder Gewittern weiter. Auch im Norden kommen Schauer auf. Dazwischen dekorieren ein paar Wolken den Himmel, oft scheint aber die Sonne und es bleibt trocken. Am Nachmittag wird es dann auch in der Südhälfte abseits der Schwäbischen Alb und Alpen freundlicher. Die Temperatur steigt auf 14 Grad in Nordfriesland bis 25 Grad am Hochrhein an. Dazu weht mäßiger bis frischer und stark böiger westlicher Wind, an den Küsten sind auch stürmische Böen möglich. Zum Abend hin lässt der Wind nach.

Am Samstag viel Sonnenschein, im Norden und Nordosten ein paar mehr Wolken und zeitweise bewölkt, aber meist trocken. Lediglich an den Alpen Schauer und Gewitter möglich. Höchstwerte 15 bis 27 Grad, mit den höchsten Werten am Oberrhein. Schwacher, im Norden mäßiger, im Nordosten teils frischer und stark böiger West- bis Nordwestwind. Sonntag sonnig und trocken, allenfalls hohe Wolkenfelder oder lockere Quellwolken. Höchstwerte 15 bis 30 Grad.

Die neue Woche startet dann nach freundlichem Beginn von Westen her mit mächtigen Quellwolken und aufkommenden Schauern und Gewittern, teils kräftig ausfallend und mit Unwetterpotential, im Osten noch länger freundlich. Höchstwerte 16 bis 29 Grad.

Wolken dekorieren den Himmel - das Wetter
06:41 Uhr

"Talking Heads"-Frontmann David Byrne wird 70

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Inzwischen Großvater und engagierter Radfahrer: David Byrne. (Foto: dpa)

Für seine Broadway-Show "American Utopia" erhielt David Byrne im vergangenen Jahr einen Tony Award, den wichtigsten Theater- und Musicalpreis der USA. Weil sich die Produktion, die auf einem seiner Soloalben basiert, keiner Kategorie zuordnen ließ, gab es den Special Tony, einen Sonderpreis des Komitees. Typisch Byrne - der Tausendsassa und ehemalige Frontmann der Talking Heads war schon immer künstlerisch so vielseitig unterwegs, dass er sich kaum auf eine Stilrichtung festlegen ließ. Jetzt wird Byrne 70 Jahre alt.

"Ich habe den Eindruck, einige Leute im Publikum kennen meine Musik gar nicht, was für mich gut ist", so Byrne im Interview der "New York Post". "Das heißt, dass ich mich anstrengen muss, um sie zu überzeugen, und wir müssen eine gute Show liefern, die sich nicht darauf verlässt, dass die Leute Talking-Heads-Fans sind oder so."

Die Band hatte Byrne - der 1952 im schottischen Dumbarton geboren wurde, als Kind aber mit seinen Eltern erst nach Kanada und dann in die USA zog - 1975 in New York City gegründet. Heute zählen die Talking Heads immer noch zu den einflussreichsten Gruppen der Post-Punk- und New-Wave-Begegnung. Songs wie "Psycho Killer", "Once In A Lifetime" und "Burning Down The House" sind Popklassiker.

"Talking Heads"-Frontmann David Byrne wird 70
06:20 Uhr

Vater tötet Familie, dann sich selbst

Schon wieder ein Familienmord: Ein 35 Jahre alter Mann hat in Eberdingen in Baden-Württemberg nach ersten Erkenntnissen der Polizei seine Ehefrau und seine sechs Jahre alte Tochter und anschließend sich selbst getötet. Den Ermittlern zufolge ereigneten sich die Taten am späten Donnerstagabend.

Wie die Polizei in Ludwigsburg mitteilte, brachten Rettungskräfte in der Nacht zum Freitag außerdem einen vierjährigen Sohn mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Eine Bekannte der 33 Jahre alten Getöteten hatte die Polizei alarmiert, da sie sich sorgte. Die Beamten fanden die Toten im Wohnhaus der Familie auf. Die Hintergründe waren am Freitagmorgen noch unklar.

Vater tötet Familie, dann sich selbst