Mittwoch, 17. Juni 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:37 Uhr

Das war Mittwoch, der 17. Juni 2020

Zum ersten Mal seit März kamen heute Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten zu einem echten Treffen zusammen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Treffens:

  • Die bisherigen Abstands- und Hygieneregeln bleiben erhalten.
  • Die Schulen sollen spätestens nach den Sommerferien in den Regelbetrieb zurückkehren.
  • Großveranstaltungen bleiben grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verboten.

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Was war heute sonst alles wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:08 Uhr

Boltons Buch: Trump erbat Chinas Hilfe für Wiederwahl

Donald Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater John Bolton wirft dem Präsidenten in einem Enthüllungsbuch wiederholten Amtsmissbrauch und teils gravierende Unwissenheit vor. Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf das noch nicht veröffentlichte Buch über die Vorwürfe.

  • Bolton schreibt demnach, Trump habe vom chinesischen Staatschef Xi Jinping wiederholt Hilfe für eine Wiederwahl im kommenden November erbeten. So habe Trump bei einem Treffen an Xi appelliert, mehr US-Agrargüter zu importieren, um sich die wichtigen Stimmen von Landwirten zu sichern.
  • Bolton warf Trump auch vor, seine Außenpolitik häufig auf Bauchgefühl und Unwissenheit zu basieren. So habe der Präsident zum Beispiel nicht gewusst, dass Großbritannien eine Atommacht ist und einmal auch gefragt, ob Finnland zu Russland gehöre.
  • Laut Bolton soll Trump zudem einen Nato-Austritt sehr ernsthaft erwogen haben.

Die US-Regierung hatte am Dienstag eine Klage gegen die Veröffentlichung des Buchs eingereicht.

21:45 Uhr

Athen verbietet vielen NGOs Arbeit in Flüchtlingslagern

Griechenland will künftig nur 18 von 40 aktuell in Flüchtlingslagern tätigen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) die Arbeit erlauben.

  • Wie das Ministerium für Migration und Asyl mitteilte, will die Regierung damit ein kürzlich verabschiedetes Gesetz durchsetzen, um den "undurchsichtigen" NGO-Sektor zu "regulieren".
  • Die Regierung erklärte, das Ziel des neuen Rechtsrahmens sei es, "Licht in den NGO-Sektor zu bringen". Viele der Organisationen seien während der Flüchtlingskrise 2015 ins Land gekommen und hätten Griechenland in den vergangenen Jahren wieder verlassen. Die Regierung hatte die NGOs daher aufgefordert, sich bis Mittwoch beim Migrationsministerium zu registrieren und einer Prüfung zu unterziehen.
  • Bisher hätten 137 NGOs eine Registrierung beantragt, von denen nur 70 die zweite Evaluierungsphase erreicht hätten, erklärte das Ministerium weiter. 22 Organisationen, die unmittelbar in griechischen Flüchtlingslagern arbeiten, seien ausgeschlossen worden, weil sie sich nicht rechtzeitig registriert hätten.
21:01 Uhr

Johnson lässt sein "Luxus-VIP"-Flugzeug für eine Million Euro lackieren

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Grau und schmucklos ist Johnsons Regierungsmaschine. Das soll sich aber bald ändern.

(Foto: imago images / Eibner Europa)

Inmitten einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen lässt Großbritanniens Premierminister Boris Johnson seine Regierungsmaschine für umgerechnet rund eine Million Euro neu lackieren.

Die bislang graue Maschine, die sich der britische Regierungschef mit der königlichen Familie teilt, soll in den Farben der Landesflagge in neuem Glanz erstrahlen. Das neue Design soll "Großbritannien besser widerspiegeln, ohne die wichtige militärische Rolle des Flugzeugs zu gefährden", sagte Johnsons Sprecher.

Die Entscheidung Johnsons, mitten in der Corona-Pandemie Steuergelder für die Neulackierung auszugeben, stieß auf heftige Kritik der Opposition. "Anstatt die schädliche Politik, die Millionen in die Armut getrieben hat, rückgängig zu machen, ist der Premierminister eher daran interessiert, Geld für sein eigenes Eitelkeitsprojekt, ein Luxus-VIP-Flugzeug, aufzutreiben", sagte Ian Blackford, Fraktionschef der Schottischen Nationalpartei (SNP).

20:22 Uhr

K-Pop-Star Yohan stirbt mit 28 Jahren

Ende vergangenen Jahres erschütterte eine ganze Reihe von mutmaßlichen Suiziden in der K-Pop-Szene Fans auf der ganzen Welt. Jetzt ist ein weiteres Idol des Korean Pop gestorben.

Kim Jung-hwan, besser bekannt als Yohan, von der Band TST, ist tot. Er wurde nur 28 Jahre alt. Das berichtet "The Korean Times" unter Berufung auf sein Management. Auf Wunsch seiner Familie wurden demnach keine weiteren Details, einschließlich der Todesursache, bekannt gegeben.

Yohan war seit 2017 Mitglied der berühmten Boyband TST. Zuvor trat er seit 2015 mit der Gruppe NOM auf. Im Januar veröffentlichte Yohan mit TST seine letzte Single "Countdown".

19:36 Uhr

Pilot stirbt bei Flugzeugabsturz in Rheinland-Pfalz

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Kurz vor dem Absturz hörten mehrere Zeugen einen lauten Knall.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs ist in Rheinland-Pfalz der 49-jährige Pilot ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Trier mitteilte, stürzte die zweimotorige Propellermaschine bei Reinsfeld aus bisher ungeklärter Ursache ab. Der Pilot war demnach allein von Nordrhein-Westfalen nach Frankreich unterwegs. Er stürzte nahe einem Sportplatz und nicht weit von Häusern ab.

Mehrere Zeugen beobachteten den Absturz und nahmen kurz zuvor einen lauten Knall wahr. An der Absturzstelle sind Rettungskräfte und Polizisten im Einsatz.

19:14 Uhr

Islamist bei Bundeswehr-Spezialeinheit KSK enttarnt

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Dem im baden-württembergischen Calw stationierten KSK gehören etwa 1400 Kommandosoldaten und Unterstützungskräfte an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Elitesoldat des Kommandos Spezialkräfte (KSK) ist als Islamist eingestuft und aus der Bundeswehr entlassen worden. Nach Informationen der dpa ist der Mann bereits im vergangenen Jahr aufgefallen, wurde dann vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) in die Kategorie "Rot" als Extremist eingeordnet und Anfang 2020 nach einem gerichtlichen Disziplinarverfahren entlassen.

Der MAD hat in den vergangenen Jahren immer wieder auch Islamisten bei der Bundeswehr enttarnt. Nach seinem im Mai veröffentlichten Jahresbericht wurden 2019 14 Extremisten enttarnt, darunter 8 Rechtsextremisten, 4 Islamisten und 2 sogenannte Reichsbürger/Selbstverwalter, die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland als Staat leugnen.

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18:33 Uhr

Deutsche EU-Abgeordnete von belgischer Polizei "brutal" behandelt

Die deutsche EU-Abgeordnete Pierrette Herzberger-Fofana ist nach eigenen Angaben in Belgien Opfer von Polizeigewalt geworden. Polizisten hätten sie "brutal" und "erniedrigend" behandelt, als sie am Brüsseler Nordbahnhof Aufnahmen von einem Einsatz gegen zwei Schwarze gemacht habe, sagte Herzberger-Fofana im EU-Parlament. Sie habe Anzeige erstattet.

  • Sie habe "völlig legal" ein Foto davon gemacht, wie "neun Polizisten zwei junge Schwarze belästigten", sagte die Grüne. Vier der Beamten hätten ihr daraufhin gewaltsam ihr Handy und ihre Handtasche entrissen und sie gegen die Wand gedrückt.
  • "Sie haben mich auf erniedrigende Weise behandelt" und ihr nicht geglaubt, dass sie EU-Abgeordnete sei, sagte die aus Westafrika stammende Politikerin. Sie habe sich rassistisch diskriminiert gefühlt.
  • Laut einem Polizeisprecher wollte sich Herzberger-Fofana "in den Einsatz einmischen". Sie habe gefilmt und sich zunächst geweigert, sich auszuweisen. Daraufhin hätten die Beamten sie entsprechend der Vorschriften vorübergehend festgehalten, um ihre Identität festzustellen, sagte er weiter. Eine Polizistin habe sie aus Sicherheitsgründen abgetastet. Die Polizei habe ihrerseits wegen des "aggressiven Verhaltens" der Politikerin einen Strafzettel ausgestellt.

17:48 Uhr

Tote Jugendliche bei Augsburg: Mutmaßlicher Drogendealer gefasst

Nach dem Drogentod zweier Jugendlicher aus Nordendorf bei Augsburg ist der mutmaßliche Dealer der beiden festgenommen worden.

Der 33-Jährige sei dringend verdächtig, Handel mit Betäubungsmittel zu treiben und auch an einen der beiden verstorbenen Jugendlichen Rauschgift abgegeben zu haben, teilte die Polizei mit. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Die beiden 15 und 16 Jahre alten Jungen waren am Samstag von den Eltern des 16-Jährigen tot aufgefunden worden. Ein Drogenvortest im Zuge der Obduktion ergab Drogenkonsum als Todesursache.

17:14 Uhr

Jetzt verkauft Gwyneth Paltrow Orgasmus-Kerzen - für nur 67 Euro

Anfang des Jahres erregte Gwyneth Paltrow die Gemüter, als sie ihre Duftkerze "This Smells Like My Vagina" vorstellte. Die Kerze aus ihrem Lifestyle-Imperium "Goop" war blitzschnell ausverkauft und bescherte Paltrow einen überaus gelungenen Marketing-Gag. Und weil das so gut funktionierte, legt der Hollywood-Star jetzt nach: Mit ihrem neuesten Produkt "This Smells Like My Orgasm" erweitert die 47-Jährige ihr Sortiment. Die Orgasmus-Kerze präsentierte die Schauspielerin nun im Online-Interview mit US-Talkmaster Jimmy Fallon.

Im Interview sagte Paltrow, dass ihre Vagina-Kerze wieder auf Lager sei, falls Fallon sie kaufen wolle. "Und wir haben eine neue, die eher etwas für dich sein könnte, um sie deiner Frau zu geben." Dann hielt die Oscar-Preisträgerin die neue Kerze mit der Aufschrift "Das riecht nach meinem Orgasmus" in die Kamera.

Paltrows neue Kerze soll 75 Dollar (rund 67 Euro) kosten - ein Schnäppchen im Vergleich zur 83 Euro teuren Vagina-Kerze.

16:30 Uhr

Boris Johnson in Unfall verwickelt

Das Auto des britischen Premierministers Boris Johnson ist in einen Auffahrunfall verwickelt gewesen. Ein Regierungssprecher bestätigte, dass Johnson in dem in dem Wagen saß. Verletzt wurde demnach niemand.

Auf einem kurzen Twitter-Video ist zu sehen, wie ein Mann auf das Auto des Premiers zuläuft und es zum Halten bringt, als es den Hof des Parlaments verlässt. Der darauffolgende Wagen fährt auf die Limousine auf und verursacht eine heftige Delle im Kofferraum. Die Kolonne setzt sich jedoch gleich wieder in Bewegung.

*Datenschutz

15:53 Uhr

Frau in Berlin von Straßenbahn überrollt und getötet

Im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg ist eine Frau von einer Straßenbahn überrollt worden. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Laut einem Bericht der "B.Z." handelt es sich bei der Toten um eine Radfahrerin. Die Feuerwehr ist mit 50 Kräften vor Ort. Vier Zeugen werden von Seelsorgern betreut.

15:13 Uhr

USA fordern Auslieferung von in Berlin inhaftiertem Techno-DJ

Die USA fordern laut einem Medienbericht die Auslieferung eines in Berlin inhaftierten Techno-DJ. Die US-Justiz werfe dem Russen Denis Kaznatschejew Betrug und Geldwäsche im Internet vor, berichtet der "Spiegel". Er soll seit 2010 seine Dienste als Geldwäscher im Darknet angeboten haben. Der Mann sitzt den Angaben zufolge in Berlin in Untersuchungshaft.

  • Der 36-Jährige soll laut seinem Anwalt vorliegenden US-Dokumenten für russische Cyberkriminelle allein im Zeitraum von zwei Jahren über eine Seite im Darknet 310 Millionen Dollar (275 Millionen Euro) gewaschen haben. Als Provision habe der Verdächtige Millionen Dollar erhalten.
  • Der Inhaftierte bestreitet alle Vorwürfe, wie sein Anwalt dem "Spiegel" mitteilte. Er und Freunde glaubten, Dritte hätten seine Daten benutzt, um die Straftaten zu begehen.
  • Der DJ war den Angaben zufolge am 29. Mai im Beisein von Kräften des US-Secret-Service festgenommen worden.
  • Kaznatscheews Unterstützer starteten eine Petition, in der der Stopp von seiner Auslieferung gefordert wird.

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14:24 Uhr

Länderchefs stimmen Erhöhung des Rundfunkbeitrags zu

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(Foto: dpa)

Die Ministerpräsidenten haben den Staatsvertrag für die Erhöhung des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro auf 18,36 Euro nach dpa-Informationen unterschrieben. Damit machten sie bei ihrer Sitzung in Berlin den Weg frei für die noch nötigen Abstimmungen in allen Länderparlamenten zu einer Erhöhung.

  • Der Rundfunkbeitrag würde damit seit 2009 erstmals wieder steigen. Die Höhe kann nur verändert werden, wenn alle Länderchefs und alle Länderparlamente einstimmig zustimmen. Das Ganze könnte dann zum Januar 2021 in Kraft treten.
  • Der Landtag von Sachsen-Anhalt gilt allerdings derzeit als Wackelkandidat, dort gibt es Gegenwind von den Fraktionen von CDU, Linke und AfD.
  • Im März hatten die Ministerpräsidenten beschlossen, dass der monatliche Beitrag um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen soll. Damals hatte sich Sachsen-Anhalt als einziges Bundesland enthalten. Nun hat auch Sachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff unterschrieben.
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14:22 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den Feierabend. Ab jetzt begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag!

14:02 Uhr

Kylie Jenner und Tochter Stormie zieren "Vogue"-Cover

Kylie Jenner hat mit ihrer kleinen Tochter Stormi offenbar Großes vor. Erst im Juli zeigte sich die US-Unternehmerin mit der heute Zweijährigen auf der Titelseite der Modezeitschrift "Harper's Bazaar". Nun zieren Jenner und Stormi das Cover der "Vogue Czechoslovakia".

Stolz präsentierte die 22-Jährige das gemeinsame Cover-Foto auf ihrem Instagram-Account. Ein richtiges Shooting scheint es dafür aber nicht gegeben zu haben. Wie die "Vogue" auf Instagram schreibt, sei das Foto bei einem Zoom-Telefonat mit der Zeitschrift entstanden. Sie habe das Bild dann "zu Hause mit meinem iPhone gemacht", erklärt Jenner. Zu sehen sind Mutter und Tochter beim Kuscheln im Bett. Veröffentlicht wird die Ausgabe am 18. Juni.

*Datenschutz

13:46 Uhr

Clanrazzia in Düren: Polizei nimmt 32 Verdächtige fest

Nach der Großrazzia gegen einen Familienclan aus Düren ermitteln die Behörden gegen 32 Verdächtige. Vorgeworfen werde dem türkischstämmigen Clan neben Drogen- und Menschenhandel auch Steuerhinterziehung, Sozialleistungsbetrug und das Veruntreuen von Arbeitslohn, teilten das Landeskriminalamt NRW, Zoll und Steuerfahndung zusammen mit der Staatsanwaltschaft Aachen mit.

Sieben Männer seien bei der Razzia festgenommen worden, gegen fünf lägen bereits Haftbefehle vor. Vier der Festgenommenen gehörten dem Clan an. Ein 47-jähriger Hauptbeschuldigter soll über Strohmänner Abbruch-Firmen geführt und damit allein in den vergangenen sechs Jahren Umsätze in siebenstelliger Höhe erwirtschaftet haben.

Die Arbeiter seien in Osteuropa rekrutiert worden, sie hätten teils weniger als fünf Euro Stundenlohn bekommen. Die Mehrzahl der Beschäftigten sei nicht in der Sozialversicherung angemeldet worden. Gleichzeitig hätten der 47-Jährige und einige seiner Familienangehörigen über Jahre hinweg selbst unrechtmäßig Sozialhilfe in insgesamt "höherer fünfstelliger Größenordnung" kassiert. Die osteuropäischen Arbeiter wurden zu Wuchermieten in Immobilien untergebracht, die die Bande - ebenfalls über Strohmänner - aus ihren illegalen Einkünften erworben habe, so die Mitteilung.

13:21 Uhr

17-Jährige hat Vergewaltigung durch Ausländer in Würzburg erfunden

Eine Jugendliche hat eine versuchte Vergewaltigung durch eine Gruppe ausländischer Männer in Würzburg den Ermittlungen zufolge frei erfunden. Die damals 17-Jährige hatte im vergangenen Juli Anzeige gegen arabisch sprechende Männer erstattet. Diese hätten sie im Würzburger Ringpark unsittlich berührt, bedroht und zu sexuellen Handlungen aufgefordert.

  • "Kriminalpolizeiliche Ermittlungen in diesem Zusammenhang ergaben, dass die Tat offensichtlich frei erfunden war", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. "Gegen die Jugendliche wurde daher wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt."
  • Die Beamten hatten zunächst wegen des Verdachts der versuchten Vergewaltigung gegen die unbekannten Männer ermittelt und nach einer Zeugin gesucht, die der Jugendlichen beigestanden haben sollte und mit ihr im Taxi davongefahren sei.
  • Jedoch: "Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen verwickelte sich die vermeintliche Geschädigte zunehmend in Widersprüche und es erhärtete sich nach und nach der Verdacht, dass der sexuelle Übergriff überhaupt nicht stattgefunden hat", hieß es nun.
  • Letztlich wurde deshalb ein Verfahren gegen die heute 18-Jährige eingeleitet. Von einer Strafverfolgung sah die Staatsanwaltschaft jedoch ab, da sich die Beschuldigte einer erzieherischen Maßnahme unterzog.
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12:48 Uhr

Rapper Haftbefehl hamsterte für mehrere Tausend Euro

Der deutsche Rap-Musiker Haftbefehl hat sich zu Beginn der Corona-Pandemie auf den Notfall vorbereitet. "Ich bin direkt einkaufen gegangen, und zwar für mehrere Tausend Euro", sagte der 34-Jährige dem "Zeit Magazin". Er könne Verschwörungstheorien über das Virus nichts abgewinnen - etwa wenn behauptet werde, dass es das Virus gar nicht gibt. "Aber was ist, wenn es das doch gibt?" Schon aus Rücksicht auf seine Mutter müsse er die Sache ernst nehmen.

12:15 Uhr

Harry und William sehen sich so oft es geht, trotz Distanz

Der eine mag zwar weiterhin in England sein, während es den anderen in die USA verschlagen hat. Dennoch sehen sich Prinz William und Prinz Harry so oft es geht, wenn auch nur virtuell per Videoschalte. Nach dem Abendessen mit seiner Frau Kate und den gemeinsamen Kindern soll Prinz William derzeit immer unbeschwerte Gespräche mit seinem kleinen Bruder über Zoom einplanen, in denen sich die beiden gegenseitig auf dem Laufenden halten, berichtet die britische Tageszeitung "Express".

Trotz moderner Technik kein leichtes Unterfangen, immerhin befindet sich London wegen der Zeitverschiebung ganze acht Stunden vor Los Angeles. Während William also gerade seine Kinder ins Bett gebracht hat, dürfte Harry just aufgestanden sein. Abhalten würde Prinz William die privaten Sitzungen mit seinem Bruder laut einem Insider in einem speziellen Raum im Anwesen Anmer Hall, dem Landwohnsitz seiner fünfköpfigen Familie. Demnach seien keine anderen Personen in die Gespräche involviert: "Nur zwei Brüder, die miteinander plaudern", wird die nicht genannte Quelle zitiert.

11:41 Uhr

16-Jähriger fährt 20 Minuten im ersten Gang

Das kam Anwohnern seltsam vor: In Aachen fuhr ein Auto in der Nacht ohne Licht und im ersten Gang 20 Minuten lang auf einer Straße im Kreis. Eine Streife stoppte den Wagen. Am Steuer saß ein 16-Jähriger, der das Auto seiner Mutter genommen hatte, wie die Polizei mitteilte.

Demnach hatte der Jugendliche natürlich keinen Führerschein. Seine Mutter habe die Aktion des Sohnes verschlafen - und wurde von der Polizei geweckt. "Während des gesamten Gesprächs mit den Polizisten war der Blick des 16-Jährigen reumütig zu Boden gerichtet. Das lässt auf uneingeschränkte Einsicht schließen", so die Behörde in ihrer Mitteilung.

10:56 Uhr

Wiener furzt Polizisten an - und muss Strafe zahlen

500 Euro Strafe für lautstarke Blähungen: Einem Mann in Wien ist dieses fette Bußgeld wegen "massiven Darmwinds" bei der Begegnung mit Polizisten aufgebrummt worden. Der Mann habe damit "den öffentlichen Anstand verletzt", erklärte die Polizei in ihrem veröffentlichten Bußgeldbescheid. Die Beamten waren auf den Mann zugegangen, um seine Identität zu überprüfen, als dieser geräuschvoll seine Blähungen entlud.

Dies sei in "voller Absicht" geschehen, konstatierte die Polizei auf Twitter. "Und anfurzen lassen sich die Kollegen dann doch eher ungern." Die Polizei betonte, niemand werde angezeigt, wenn er "einmal versehentlich" seinen "Darmwind" herauslasse. Der Mann habe sich jedoch auch insgesamt "provokant und unkooperativ" verhalten. Der Beschuldigte hat die Möglichkeit, Beschwerde gegen das Bußgeld einzulegen.

10:36 Uhr

Immer mehr junge Menschen müssen zur Tafel

Wegen der Corona-Pandemie sind viele jüngere Menschen erstmals auf Hilfe der Tafeln angewiesen - zugleich bleiben viele Ältere aus Angst vor Ansteckung mit dem Virus den Lebensmittelausgaben fern. Dies ergab eine Umfrage des Tafel-Dachverbands bei den regionalen Helfern, wie Tafel Deutschland mitteilte. Der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl mahnte, bedürftige Menschen dürften in der Krise nicht vergessen werden.

  • "Wir haben in den letzten Wochen bei den Tafeln eine neue Form der Not erlebt", erklärte Brühl. "Es kommen vermehrt jüngere Menschen, die bis vor Kurzem überhaupt nicht auf die Tafeln angewiesen waren und nun vor Erleichterung weinen, weil sie etwas zu essen bekommen und ihren Kühlschrank wieder füllen können."
  • Auch wenn die Bundesregierung bereits schnelle und unbürokratische Hilfen auf den Weg gebracht habe, seien einige Menschen durch die Pandemie in existenzielle Not geraten. Jüngere Menschen suchten Unterstützung, weil sie selbstständig beziehungsweise in Kurzarbeit seien oder aber ihren Job oder Nebenjob verloren hätten.

09:47 Uhr

Auf den Nordseeinseln werden die Häuser günstiger

Jahrelang wurden die Häuser und Wohnungen auf den Nordseeinseln immer teurer. Nun geht dem Preisanstieg vielleicht die Puste aus. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres wurden gebrauchte Häuser und Wohnungen auf den ostfriesischen Inseln um zwei Prozent günstiger und kosteten noch 6962 Euro je Quadratmeter, wie eine Marktanalyse des Berliner Immobiliendienstleisters McMakler ergab. Auf den nordfriesischen Inseln betrug der Rückgang vier Prozent auf 5932 Euro je Quadratmeter.

"Nach jahrelanger Preisrally geben die Preise auf den Inseln der Nordseeküste etwas nach", sagte der Chef des Unternehmens, Felix Jahn. "Die preisliche Schmerzgrenze scheint erreicht und pegelt sich auf hohem Niveau ein." Viel günstiger als auf den Inseln lassen sich Immobilien aus dem Bestand auf dem Festland erwerben. Die teuerste Region an der Nordsee ist die Halbinsel Eiderstedt mit einem unveränderten Durchschnittspreis von 2487 Euro je Quadratmeter. Die günstigsten Häuser und Wohnungen lassen sich in der Wesermarsch finden mit Quadratmeterpreisen von 1353 Euro je Quadratmeter.

08:50 Uhr

Oberster Gerichtshof stoppt Hinrichtung im letzten Augenblick

Der Oberste Gerichtshof der USA hat im letzten Augenblick eine Hinrichtung im Bundesstaat Texas ausgesetzt. Die Anwälte des wegen Mordes verurteilten Häftlings hatten Beschwerde eingelegt, weil dem 43-Jährigen das Recht auf einen Priester im Hinrichtungsraum verwehrt worden sei, wie örtliche Medien berichteten.

Die Gefängnisverwaltung müsse nun klären, ob eine kürzlich eingeführte Regelung zur Sterbebegleitung von Todeskandidaten gerechtfertigt sei. Der Aufschub der Hinrichtung per Giftspritze sei rund eine Stunde vor dem geplanten Termin angeordnet worden. Die Behörden in Texas hatten 2019 verfügt, dass Geistliche nicht mehr in der Todeskammer anwesend sein dürfen. Der Oberste Gerichtshof hatte damals eine Hinrichtung gestoppt, weil einem Insassen nicht die Begleitung durch einen buddhistischen Geistlichen ermöglicht worden war. Seither dürfen nur Justizvollzugsbeamte während der Exekution anwesend sein.

Die Anwälte des 43-Jährigen hatten argumentiert, ihr Mandant habe als gläubiger Katholik das Recht auf eine seelsorgerische Begleitung. Der Mann war 1998 wegen des Mordes an einer 85-Jährigen verurteilt worden.

08:02 Uhr

Nordkorea spricht weitere Drohungen aus

Die innerkoreanischen Beziehungen haben einen weiteren Rückschlag erlitten. Nach der Sprengung des gemeinsamen Verbindungsbüros mit Südkorea als Vergeltungsaktion für wiederholte Flugblattaktionen von nordkoreanischen Überläufern spricht der zurückgezogene Staat weitere Drohungen aus.

In einer Botschaft im staatlichen Fernsehen KCNA kündigte ein Sprecher des Generalstabs der Nordkoreanischen Volksarmee an, Truppen am Berg Kumgang und Kaesong nahe der Grenze zu stationieren. Auch Polizeiposten, die aus der stark befestigten entmilitarisierten Zone abgezogen worden waren, würden wieder einberufen, ebenso sollen Artillerieeinheiten in der Nähe der westlichen Seegrenze verstärkt werden.

Die Truppen seien in höchster Alarmbereitschaft und würden einen möglichen Einsatz von Flugblättern gegen Südkorea militärisch absichern, sagte der Sprecher. "Eine Lösung der gegenwärtigen Krise zwischen dem Norden und dem Süden, die durch die Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit der südkoreanischen Behörden verursacht wird, ist ausgeschlossen und kann nur beendet werden, wenn ein angemessener Preis gezahlt wird", meldete der staatliche Sender KCNA.

07:29 Uhr

Der Sommer macht kurz Pause

Im Norden und Osten geht es heute erneut mit schönem Sommerwetter und Spitzenwerten zwischen 25 und 29 Grad weiter. Lediglich direkt an der Küste ist es im Seewind bei rund 22 Grad spürbar frischer.

Im Süden und Westen dominiert hingegen die dampfige und dementsprechend schwüle Luft, in der sich über Nacht zum Teil dichte Nebelfelder gebildet haben und in der sich tagsüber Schauer und Gewitter bilden. Stellenweise fallen diese kräftig aus und demzufolge besteht Unwetterpotenzial besonders durch Starkregen mit lokaler Überflutungsgefahr. Aber auch Sturmböen und Hagel sind nicht auszuschließen. Dazu erreichen die Temperaturen in den Gewitterregionen zwischen 18 Grad am Oberrhein und 24 Grad im Rheinland.

Die weiteren Aussichten: Morgen im Nordosten noch lange freundlich und trocken. Ansonsten ist es wechselhafter mit teils schweren Gewittern bei 17 Grad am Erzgebirge und 28 Grad im sonnigeren Nordosten. Am Freitag erreichen die mitunter kräftigen Gewitter dann auch den Nordosten und sorgen dafür, dass es zum kalendarischen Sommerbeginn am Samstag verbreitet durchwachsen weitergeht. Erst ab Sonntag meldet sich der Sommer der beständigen Art allmählich wieder zurück. Selbst eine richtige Hitzewelle mit Spitzenwerten um die 35 Grad ist in der nächsten Woche durchaus denkbar. Ihr Björn Alexander

07:10 Uhr

Türkei startet neue Luftoperation gegen PKK im Nordirak

Die Türkei hat im Nordirak einen neuen Einsatz gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK begonnen. Die Luftoperation "Tigerkralle" sei nach Beschuss der PKK und "anderen Terroristen" auf türkische Stellungen gestartet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Es handele sich daher um das legitime Recht auf Verteidigung der Türkei. Der Einsatz werde unter anderem mit dem Einsatz von Kampfdrohnen und Helikoptern durchgeführt.

Bereits am Montagmorgen hatte die Türkei schwere Angriffe im Nordirak geflogen. Dieser "Adlerkralle" genannte Einsatz hatte sich unter anderem gegen Ziele in den Kandil-Bergen nahe der iranischen Grenze und in Sindschar gerichtet. Iraks Armeeführung hatte die Angriffe als "provokatives Verhalten" verurteilt.

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06:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach drei Monaten mit Video- und Telefonkonferenzen treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer heute zum ersten Mal wieder im großen Kreis zu persönlichen Beratungen. Bei der Gesprächsrunde am Nachmittag im Kanzleramt soll es um das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie gehen.

Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Der Bundestag will zwei Auslandseinsätze der Bundeswehr verlängern. Im Rahmen der KFOR-Mission im Kosovo sollen weiterhin bis zu 400 deutsche Soldaten sicherstellen, dass sich die frühere südserbische Provinz zu einem stabilen, multiethnischen Staat entwickelt. Beim Unifil-Einsatz vor der Küste Libanons sind bis zu 300 Bundeswehrkräfte dafür zuständig, den Waffenschmuggel im östlichen Mittelmeer zu unterbinden und die Ausbildung der libanesischen Marine voranzutreiben.
  • Die Verteidigungsminister der Nato-Staaten wollen über den weiteren Umgang mit der Stationierung von atomwaffenfähigen russischen Marschflugkörpern in Europa beraten. Nach Angaben von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg dürfte es bei den Gesprächen zudem außerplanmäßig um die US-Ankündigungen zu einem Teilabzug von Truppen aus Deutschland gehen.
  • Der Prozess gegen den inhaftierten Deutsch-Türken Enver Altayli wegen Terrorvorwürfen geht in Ankara weiter. Altayli wollte nach Angaben seiner Tochter Dilara Yilmaz an der Fortsetzung der Verhandlung teilnehmen.
  • Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt über eine Klage, mit der das Portal Abgeordnetenwatch.de mehr Transparenz der Bundestagsverwaltung erzwingen will. Verlangt wird die Herausgabe interner Prüfunterlagen zu Rechenschaftsberichten und Parteispenden in den Jahren 2013 und 2014.
  • Rund 1000 Reisebusse werden in Berlin das Regierungsviertel blockieren. Mit einer Sternfahrt zum Brandenburger Tor wollen die Unternehmer für mehr staatliche Hilfe demonstrieren. Das geplante Konjunkturpaket könne eine Pleitewelle nicht verhindern, hieß es vorab aus der Branche.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern unter: juliane.kipper@nama.de.

06:16 Uhr

Trump will Veröffentlichung von Bolton-Buch verbieten

Der Verlag Simon and Schuster wirbt für das neue Buch des früheren US-Sicherheitsberaters John Bolton mit dem Spruch "Dies ist das Buch, von dem Donald Trump nicht will, dass Sie es lesen". Und richtiger könnte der Verlag nicht liegen: Trump geht sogar weiter und will die Veröffentlichung stoppen. Die US-Regierung reichte bei einem Bundesgericht in Washington Klage gegen das für kommende Woche geplante Erscheinen des Buchs ein. Es soll schwere Anschuldigungen gegen Trump enthalten.

In der Klage wird argumentiert, Bolton habe es unterlassen, sein Manuskript von der Regierung fertig durchschauen und genehmigen zu lassen. Das geplante Buch stelle somit einen "klaren Verstoß" gegen die Konditionen von Boltons früherer Anstellung im Weißen Haus dar. Das Werk enthalte diverse Passagen mit geheimen Regierungsinformationen. Der Nationale Sicherheitsrat im Weißen Haus habe Bolton vergeblich darum gebeten, diese Stellen zu streichen.

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