mit Clara SuchyDas war Montag, der 20. September 2021
Während das Wetter langsam herbstlich wird, hoffe ich, dass Sie heute bei einer gemütlichen Tasse Tee (oder vielleicht einem Glas Wein) den Abend ausklingen lassen. Die Bundestagswahl rückt immer näher - in 6 Tagen ist die Ära Merkel vorbei. Welche Regierung sie ablösen wird, darüber kann man nur spekulieren. Aber damit Sie gut informiert in diese historische Wahl gehen können, hier die wichtigsten Informationen von heute:
Ansonsten haben wir uns heute mit zwei Themen aus Russland beschäftigt:
Und natürlich hat uns weiterhin Corona beschäftigt. Zu diesem Thema möchte ich Ihnen insbesondere diesen Artikel von meinem Kollegen Klaus Wedekind ans Herz legen:
Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Vielen Dank, dass Sie mit mir durch den Nachmittag gegangen sind. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.
"Luxusdinner in New York": Ungeimpfter Bolsonaro isst Pizza auf dem Bürgersteig
Ungeimpft in New York - für Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro bedeutet das Pizza auf dem Bürgersteig. Denn Restaurants in der US-Metropole dürfen in Innenräumen nur Gäste bedienen, die mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten haben. Bolsonaro ist zur UN-Generaldebatte in New York.
"Luxusdinner in New York" schrieb ein Mitglied der brasilianischen Delegation am Montag im Onlinedienst Twitter unter einem Foto, das Bolsonaro mit einem Stück Pizza im Freien zeigte.
"Russland ohne Putin": Hunderte demonstrieren in Moskau nach Parlamentswahlen
Nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl in Russland ist es in Moskau zu Protesten gekommen.
Am Puschkinplatz im Zentrum der Hauptstadt versammelten sich schätzungsweise 300 Menschen friedlich und forderten den Rücktritt von Staatschef Wladimir Putin, wie der Radiosender Echo Moskwy berichtete.
Sie folgten demnach einem Aufruf der Kommunisten, die sich bei der Abstimmung zur neuen Staatsduma massiv um Stimmen gebracht sehen und deshalb zu Kundgebungen aufgerufen hatten.
In Videos, die im Nachrichtenkanal Telegram verbreitet wurden, war eine riesige Menschenmenge zu sehen - trotz schlechten Wetters.
Die Menge skandierte etwa "Russland ohne Putin" und "Wir werden nicht vergeben". Zunächst gab es keine Angaben über Festnahmen.
"Wendepunkt im Kampf gegen die organisierte Kriminalität": 44 Mafia-Mitglieder verurteilt
44 Mitglieder einer großen Mafia werden in Rom für schuldig befunden. Alle gehörten der Casamonica-Familie an und wurden in erster Instanz unter anderem des Drogenhandels, der Erpressung und des illegalen Waffenbesitzes für schuldig befunden. Vor allem aber stufte die Kammer die seit Jahrzehnten in Rom tätige und teilweise gefürchtete Familie Casamonica als Mafiaorganisation ein.
Dieses Urteil könnte "ein Wendepunkt im Kampf gegen die organisierte Kriminalität in Rom sein", schrieb die in der Hauptstadt erscheinende Tageszeitung "La Repubblica" nach dem Richterspruch. Insgesamt wurden am Ende des zwei Jahre laufenden Prozesses auf die Angeklagten verteilt mehr als 400 Jahre Haft verhängt; die Staatsanwaltschaft hatte zusammengerechnet sogar 630 Jahre gefordert.
Mit 30 Jahren Gefängnis erhielt Clan-Chef Domenico Casamonica die höchste Strafe. "Das ist ein historisches Urteil", sagte Nicola Zingaretti, der Präsident der Region Latium laut Agentur Adnkronos.
Weinstein plädiert vor Gericht in Los Angeles auf nicht schuldig
Er hat die #MeToo-Debatte in den USA ausgelöst: Der frühere US-Filmproduzent Harvey Weinstein hat in einem weiteren Verfahren wegen Sexualstraftaten auf nicht schuldig plädiert. Das sagte der 69-Jährige über seine Anwälte bei einer Anhörung an einem Gericht in Los Angeles US-Medienberichten zufolge.
Gegen Weinstein liegen zehn Anklagepunkte vor, unter anderem wegen Vergewaltigung.
Ein Anklagepunkt war zuvor auf Antrag von Weinsteins Anwälten wegen Verjährung gestrichen worden. Dabei ging es um einen mutmaßlichen sexuellen Übergriff in einem Hotel in Beverly Hills im Mai 2010.
Insgesamt dreht sich das Verfahren in Kalifornien um Vorwürfe von fünf Frauen, in einem Zeitraum von 2004 bis 2013.
Eltern in Schweden dürfen Sohn nicht "Wladimir Putin" nennen
Ein Paar in Schweden darf seinen Sohn nicht "Wladimir Putin" nennen. Das Standesamt lehnte den Namen des russischen Staatschefs ab - dieser falle in die Kategorie der "unangemessenen" Namen und sei damit nicht gestattet. "Der Vorname darf die Person, die den Namen trägt, nicht beleidigen oder in Verlegenheit bringen oder aus irgendeinem Grund als unpassend angesehen werden", teilte die Behörde mit.
Frau bei Angriff in norwegischer Arbeitsagentur getötet
In Norwegen hat sich ein schrecklicher Vorfall ereignet: Bei einer Messerattacke in den Räumen einer Arbeitsagentur ist eine Mitarbeiterin der Behörde getötet worden. Das meldet die Polizei:
Die Frau sei Ende 50 gewesen.
Sie ist an ihren Verletzungen im Krankenhaus erlegen.
Eine weitere Angestellte Mitte 30 wurde demnach leichter verletzt.
Ein Mann wurde wenige Minuten nach dem Angriff am Vormittag gefasst.
Hintergründe der Tat, die bei einem Gesprächstermin in einem Büro verübt worden sein soll, sind noch unklar.
Ashley Graham erwartet Zwillinge
Glückliche Nachrichten aus dem Graham-Haushalt. Ashley Graham erwartet Zwillinge. Auf Instagram zeigt das Model in einem kurzen Clip, wie es gemeinsam mit Ehemann Justin Ervin zwei positive Schwangerschaftstests begutachtet und anschließend bei einem Ultraschall-Termin erfährt, dass es zwei Jungen erwartet. Graham brach dabei in schallendes Gelächter aus und konnte es gar nicht glauben, dass sie bald Mutter von drei Jungs ist.
Schlechte Weinernte in Spanien, Frankreich und Italien befürchtet
Weinliebhaber aufgepasst! Es könnte kritisch werden - denn der Europäische Bauernverband Copa Cogeca befürchtet eine besonders schlechte Weinernte in Italien, Spanien und Frankreich.
Die Produktion in den drei Hauptweinländern Europas könnte für den Zeitraum 2021/2022 um knapp 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sinken.
Frösten, Hagel, Dürre und Krankheiten hätten die Verluste verursacht.
Die Qualität der Trauben sei jedoch deutlich höher und lasse auf Qualitätsweine hoffen.
Die gute Nachricht: Für Deutschland wird eine ähnliche Produktionsmenge wie im Vorjahreszeitraum erwartet.
Prozess gegen Kölner Sängerin in Türkei - Haftstrafe gefordert
Im Prozess gegen die Kölner Sängerin Hozan Cane hat die türkische Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen Unterstützung einer terroristischen Organisation gefordert.
Cane drohe damit eine Gefängnisstrafe von fünf bis zehn Jahren, sagte die Anwältin Newroz Akalan.
Die nächste Verhandlung soll am 18. Oktober stattfinden.
Die Anwältin erwartet ein Urteil.
Cane konnte die Türkei vor einigen Monaten verlassen und ist nun wieder in Deutschland.
Cane wurde in der Anklageschrift ursprünglich Mitgliedschaft in der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen, die in der Türkei, Europa und den USA als Terrororganisation gilt.
Staatsanwalt: Tankstellen-Kassierer wegen Corona-Maske erschossen
Wegen einer Maske ist es in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz zu einem schrecklichen Vorfall gekommen: Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, soll ein 49-jähriger Mann einen Tankstellen-Kassierer erschossen haben - der Mann hatte sich geärgert, weil die Angestellte ihm kein Bier verkaufen wollte, weil er keinen Mund-Nasen-Schutz getragen hatte.
Dies ist der bisherige Stand der Ermittlungen:
Gegen den deutschen Tatverdächtigen aus dem Kreis Birkenfeld erging Haftbefehl wegen Mordes vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach.
Der mutmaßliche Täter habe gestanden, den 20 Jahre alten Studenten mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet zu haben.
Zum Motiv habe er angegeben, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste.
Er habe sich in die Ecke gedrängt gefühlt und "keinen anderen Ausweg gesehen", als ein Zeichen zu setzen.
Picassos Tochter schenkt Pariser Museum acht nicht bekannte Werke des Künstlers
Das Pariser Picasso-Museum erhält die bedeutendste Schenkung seit Jahrzehnten: Acht der Öffentlichkeit bislang nicht bekannten Werke habe Picassos Tochter Maya dem Museum vermacht, teilten deren Kinder in Paris mit.
Zu den Werken gehören:
Das "Kind mit einem Lutscher, das unter einem Stuhl sitzt" von 1938. Es zeige vermutlich Maya als Kind und drücke bereits eine Vorahnung des kommenden Weltkriegs aus, sagte Olivier Widmaier Picasso, einer der Enkel des Künstlers.
Ein Porträt von Picassos Vater von 1895 und ein "Kopf eines Mannes" aus dem kubistischen Spätwerk von 1971.
Ein Skizzenheft mit Studien zum "Frühstück im Grünen", inspiriert von einem Gemälde von Edouard Manet.
Eine Skulptur, die "Venus von Gaz" von 1945.
Betrunkener fährt mit E-Bike über Autobahn bei Bielefeld
Mit einem E-Bike auf der Autobahn zu fahren, ist sicher nicht die klügste Idee. Ein betrunkener Mann hat es auf einer Autobahn bei Bielefeld versucht. Dabei kam es schnell zu einem Unfall. Prompt wurde der 52-Jährige von der Bielefelder Polizei auf der Weserflutbrücke entdeckt, wo er sich auf die Leitplanke gestützt hatte.
Das berichtet die Polizei in Bielefeld:
Bei seiner Trunkenheitsfahrt habe er zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere sturzbedingte Verletzungen erlitten.
Die Herkunft des E-Bikes konnte der Mindener demnach nur unzureichend erklären: Er behauptete, das Rad vor zwei Jahren am Bahnhof von Bad Oeynhausen gekauft zu haben.
Der 52-Jährige hatte allerdings weder einen Kaufvertrag für das Rad noch einen Schlüssel für den herausnehmbaren Akku, unter dem die Rahmennummer steht.
Das E-Bike wurde zur Klärung der Besitzverhältnisse beschlagnahmt.
Mutter setzt Baby aus - Kriminalpolizei ermittelt
Vor zwei Wochen wird ein Baby in einem Keller im baden-württembergischen Gammertingen gefunden. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei gegen die Mutter des Kindes. Das berichtet die Staatsanwaltschaft Hechingen und die Ravensburger Polizei:
Warum die Jugendliche den Säugling aussetzte, wird noch ermittelt.
Das Baby sei in einem stabilen gesundheitlichen Zustand und befinde sich inzwischen in der Obhut des Jugendamts.
Die Kindsmutter müsse sich nun wegen des Verdachts der Aussetzung strafrechtlich verantworten.
"Vorwurf der Manipulation": Zeigen Kamerabilder Betrug bei russischer Wahl?
Um die russischen Wahlen gibt es schon im Vorfeld viel Wirbel. Hunderte Kandidaten werden nicht zugelassen. Auch bei der Stimmabgabe selbst gibt es Auffälligkeiten. Einige von ihnen sind nun auf Kamerabildern zu sehen.
Hungerstreikende Klimaaktivisten drohen mit Flüssigkeitsverweigerung
Seit Ende August zeltet eine Gruppe von Klimaaktivisten vor dem Reichstag - im Hungerstreik. Sie sehen sich als die letzte Generation, die noch etwas gegen den Klimawandel tun kann und fordern ein Gespräch mit den drei Kanzlerkandidaten. Weil die drei Kandidaten und Kandidatinnen noch kein Gespräch angeboten haben, droht ein Teil der Gruppe mit der Verweigerung der Flüssigkeitsaufnahme.
Sollten die drei Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen bis zum Donnerstagabend nicht der Forderung der Gruppe nach einem öffentlichen Gespräch nachkommen, würden einige der Streikenden zusätzlich zu ihrem Hungerstreik die Aufnahme von Flüssigkeit verweigern, teilte die Gruppe am Montag mit.
Ein anderer Teil der Hungerstreikenden will jedoch nicht "in den trockenen Hungerstreik" gehen. Es lohne sich nicht, "den Kanzlerkandidat*innen noch mehr unseres wertvollen Lebens und unserer Gesundheit zu opfern, um sie diesen Test doch noch bestehen zu lassen", teilte dieser Teil der Klimaaktivisten mit. Sie wollten sich stattdessen in der Gesellschaft an anderer Stelle "als lebende, politische und gestaltende Individuen" einbringen.
Staatsanwaltschaft Leipzig beschlagnahmt "Hängt die Grünen!"-Plakate
Seit zwei Wochen sorgen die Plakate für Empörung - und für Rechtsstreitigkeiten. Nun folgt der nächste Schlag für die rechtsextreme Splitterpartei "III. Weg". Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat zwei Wahlplakate der Partei mit der Aufschrift "Hängt die Grünen!" beschlagnahmen lassen. Sie ermittelt wegen des Anfangsverdachts der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten, Volksverhetzung und Billigung von Straftaten, wie die Anklagebehörde mitteilte.
Versteckter Fünfjähriger löst große Suchaktion aus
Ein Fünfjähriger will nur Verstecken spielen - und löst dabei versehentlich eine groß angelegte Suchaktion zu Land, zu Wasser und aus der Luft aus. Das berichtet die Polizei:
Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte suchten aus mehreren Städten stundenlang am und im Elfrather See nach dem Jungen.
Dabei seien unter anderem ein Polizeihubschrauber, zwei Drohnenteams und Rettungsboote zum Einsatz gekommen.
Auf dem Wasser hätten die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Rettungsbooten nach dem Jungen Ausschau gehalten.
Zeitgleich suchten den Angaben zufolge Taucher der Duisburger Feuerwehr den See unter Wasser ab. An Land hätten DRK-Rettungshundestaffeln aus Krefeld, Wesel und Viersen die Suche unterstützt.
Letztendlich konnte der Fünfjährige am Abend wohlbehalten auf dem Hof seines Wohnhauses gefunden werden.
Nachwuchs im Königshaus: Prinzessin Beatrice bringt Kind zur Welt
Großbritannien kann sich über ein weiteres royales Baby freuen: Die Queen-Enkelin Prinzessin Beatrice hat ein Kind zur Welt gebracht.
Das Mädchen wurde am späten Samstagabend geboren, wie der Buckingham-Palast mitteilte.
Es ist das zwölfte Urenkelkind von Königin Elizabeth II.
Es ist bereits das vierte Baby, das in diesem Jahr in der Familie auf die Welt kommt.
Auch die Queen-Enkel Prinzessin Eugenie, Zara Tindall und natürlich Prinz Harry freuten sich mit ihren Partnerinnen und Partnern in diesem Jahr bereits über Nachwuchs.
Zehnjährige als Drogendealer: Mafia-Bande in Sizilien hochgenommen
Wenn man zehn Jahre alt ist, sollte man eigentlich Fußball spielen, Eis essen und mit seinen Freunden Unfug treiben - aber bei einer Mafia-Bande in Sizilien sieht das anders aus. Dort werden schon Kinder im Alter von etwa zehn Jahren als Drogenhändler eingesetzt.
Die Carabinieri nehmen in der Stadt Catania 20 Leute fest, wie italienische Medien berichteten.
Auf Überwachungsvideos ist etwa zu sehen, wie ein Junge von Drogenkäufern auf der Straße Geld entgegennimmt und daraufhin mit dem Finger auf die Stelle am Boden zeigt, wo das Rauschgift versteckt ist.
Unter den Verhafteten sind auch prominentere Mitglieder eines Mafia-Clans der Cosa Nostra sowie Frauen - etwa die 67 Jahre alte Schwester eines Mafiabosses aus der Stadt am Fuße des Ätna.
Mann auf den Hintern geklapst: Zwei Frauen in England vor Gericht
Eigentlich kennt man es andersherum: dass Frauen von Männern sexuell belästigt werden. Aber in England ist das Gegenteil passiert. Zwei Frauen geben einem Mann einen Klaps auf den Hintern. Nun müssen sich die 19- und 20-Jährigen vor Gericht verantworten - wegen sexueller Belästigung und Teilnahme an einem Tumult.
Erste Wahllokale in Kanada offen - knappes Rennen erwartet
Nicht nur in Deutschland finden diese Woche Wahlen statt, sondern auch in Kanada, wo heute 25 Millionen Bürger ihre Stimme abgeben können. Die ersten Wahllokale haben bereits geöffnet. Es ist ein enges Rennen zwischen dem liberalen Amtsinhaber Justin Trudeau und seiner konservativen Herausforderin Erin O'Toole. In den letzten Umfragen lag Trudeau in Führung - doch in den letzten Tagen hat er viel Kritik für die vorgezogene Wahl einstecken müssen.
Schichtwechsel
Sabine Oelmann verabschiedet sich in ihren wohlverdienten Feierabend. Ab sofort übernehme ich den "Tag". Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Tipps haben, freue ich mich, von Ihnen zu lesen: clara.suchy@nachrichtenmanufaktur.de
Los geht's!
I'm tired, Sarah Proctor auch
So, meine Damen und Herren, ich übergebe an die nächste Schicht, Clara Suchy übernimmt. Und versüße mir den Feierabend mit einem wunderbaren Song von Sarah Proctor. Ich möchte morgen ja nicht all zu tired sein, wenn ich ab 6 Uhr wieder an Ort und Stelle bin.
Bereits 100 Häuser auf La Palma durch Vulkanausbruch zerstört
Die Lava des Vulkans Cumbre Vieja auf La Palma hat nach Behördenangaben rund 100 Häuser auf der spanischen Kanareninsel zerstört. Allein im Dorf El Paso wurden mindestens 20 Häuser zerstört, wie der Bürgermeister mitteilt. Tausende Menschen waren bereits am Sonntag aus dem Gefahrengebiet in Sicherheit gebracht worden. Die Lavaströme wälzen sich nun von der Vulkankette in südwestlicher Richtung zum Meer.
Der Vulkan Cumbre Vieja im Süden der Insel war am Sonntagnachmittag zum ersten Mal seit 50 Jahren ausgebrochen. Er spuckte Lava-Fontänen, Asche und eine riesige Rauchsäule aus. Die Behörden riefen die Inselbewohner zu "äußerster Vorsicht" auf, rund 5000 Menschen mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen. Auch mehrere Straßen mussten gesperrt werden.
Amokschüsse in Russland - es soll um die "perfekte Inszenierung" gegangen sein
In der russischen Stadt Perm - 1500 Kilometer östlich von Moskau - läuft ein bewaffneter Mann über das Universitätsgelände und schießt um sich. Mindestens acht Menschen werden getötet. Auf Handyvideos ist zu sehen, wie Studenten in Panik aus Fenstern springen. Ein anderes Video zeigt den Täter. ntv-Russlandexperte Dirk Emmerich berichtet.
Mehr Arbeitsplätze und Wohnungen dank Tube-Erweiterung in London
Es besteht noch Hoffnung auf U-Bahn-Anbindung für das Märkische Viertel in Berlin, das Jahrtausend ist ja noch jung. Denn, und so lautet die Original-Nachricht: "Erstmals in diesem Jahrtausend hat die U-Bahn in London eine bedeutende Veränderung erfahren." Gratulation! Zwei Stationen der Northern Line im Südwesten der britischen Hauptstadt wurden heute eröffnet. Die erste Tube verließ den neuen Bahnhof Battersea Power Station am frühen Morgen und hielt als Erstes in Nine Elms.
Die beiden Stationen würden eine große Rolle bei der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Pandemie spielen, so Bürgermeister Sadiq Khan. Nach Schätzung der Verkehrsbehörde "Transport for London" könnte die Verlängerung nämlich dazu beitragen, 25.000 neue Jobs und 20.000 neue Wohnungen zu fördern.
Die neue Strecke hat rund 1,1 Milliarden Pfund (1,28 Mrd. Euro) gekostet, unter anderem musste ein rund 3,2 Kilometer langer Tunnel gebaut werden. Es ist die erste bedeutende Erweiterung des Streckennetzes seit der Eröffnung der Jubilee Line 1999. Insgesamt hat die weltbekannte Tube nun 273 Stationen.
Uschi Obermaier: "Mädels, genießt das Jetzt!"
Uschi Obermaier wünscht der heutigen Generation junger Frauen mehr Unbeschwertheit und Selbstvertrauen: "Bitte Mädels, kritisiert euch selbst nicht so viel! Es ist sinnlos und so eine Zeitverschwendung. Konzentriert euch auf die positiven Dinge, denn das Jetzt ist immer die beste Zeit", so die 74-Jährige in einem Interview mit dem Magazin "Playboy". Für diese Freiheit künftiger Frauen-Generationen hatte die Freundin von Keith Richards, Mick Jagger oder Jimi Hendrix nach eigenen Worten immer gekämpft.
In dem Interview erzählt sie außerdem, dass sie sehr viel Spaß hatte beim Playboy-Shooting zu ihrem 50. Geburtstag: "Sich mit 50 Jahren auszuziehen, ist schließlich schon etwas Besonderes." Obermaier findet es "typisch weiblich", ständig an sich herumzumeckern: "Bei Männern in höherem Alter sagt man oft: 'Ach, der sieht ja jetzt interessant aus mit seinen Falten'. Über Frauen sagt man eher: 'Die sah ja früher so schön aus'. Aber es wird definitiv besser. Da tut sich was in unserer Gesellschaft."
In Sachen Männer ist die Galionsfigur der freien Liebe inzwischen eher pragmatisch und "auf den Hund gekommen", denn: "Ich brauche keinen Mann, der mir etwas gestaltet oder aufbaut. Wenn ich etwas möchte, hole ich es mir selbst. Ich bin sehr glücklich und vermisse nichts. Und ich hatte ja bereits wirklich große Liebesgeschichten in meinem Leben." Was guten Sex für Frau Obermaier ausmacht, das müssen Sie dann schon im "Playboy" nachlesen - aber dafür ist er ja auch da, zum Lesen. Wegen der guten Interviews. Das war schließlich schon immer so.
Tote in Grünanlage in NRW
In einer Grünanlage in Hamm in Nordrhein-Westfalen ist eine Frauenleiche gefunden worden. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Bei der Toten handele es sich um eine 25-Jährige, so ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Demnach hatte ein Passant die teilweise unbekleidete Frauenleiche am Morgen in der Grünanlage in der Nähe des Oberlandesgerichts entdeckt. Sie soll noch obduziert werden. Weitere Angaben machten die Ermittler zunächst nicht.
Europa ohne Merkel? Wie die Spanier sich das vorstellen ...
Die spanische Zeitung "La Vanguardia" kommentiert das bevorstehende Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels:
Während Merkels Amtszeit war es unmöglich, die Geschichte ihres Landes von der der EU zu trennen.
Sie hat Deutschland als führende Wirtschaftsmacht in Europa etabliert.
Ihre Wirtschaftspolitik lässt sich trotz Licht und Schattens als positiv bezeichnen, aber sie hat es nicht vermocht, der CDU einen Wahlsieg zu sichern, Extremisten haben an Boden gewonnen und kommenden Sonntag könnten die Christdemokraten erstmals seit 16 Jahren die Wahl verlieren.
Mit Merkels Abgang dürfte sich in Deutschland vieles ändern. Diskret, ernst, pragmatisch und von lutherischer Moral, hat sie national und in Europa eine Art Hyper-Führung übernommen, die sie vielleicht nie wollte, die sie aber auszufüllen wusste. Sie ließ sich vom Gleichgewicht der Kräfte leiten, knüpfte Koalitionen, vermied Polarisierung und betrieb eine Politik der Mitte.
Egal, ob Armin Laschet oder Olaf Scholz gewinnt, die Deutschen werden lernen müssen, ohne sie zu leben. Und das gilt auch ein wenig für Europa.
Merkel war für viele nicht nur Bundeskanzlerin, sondern auch Europakanzlerin.
"Junges Leben nicht aufs Spiel setzen": Klimaaktivistinnen brechen Hungerstreik ab, andere machen weiter am Reichstag
Nach fast drei Wochen ohne Nahrung geht es an die Substanz. Trotz Schwächeanfällen und Klinikaufenthalten will ein harter Kern junger Umweltschützer in Berlin zur Rettung des Klimas weitermachen. Dennoch haben am Wochenende zwei junge Klimaaktivistinnen ihren Hungerstreik zur Rettung des Klimas abgebrochen. Die 19-jährige Lina Eichler aus Dortmund war am Samstagmorgen entkräftet zusammengebrochen und mit einem Rettungswagen in die Charité eingeliefert worden. Am Nachmittag entschloss sie sich nach ihrer Entlassung aus der Klinik, das Fasten aus medizinischen Gründen zu beenden. Eine zweite Aktivistin habe danach entschieden, die Aktion aus psychischen Gründen aufzugeben. Beide Frauen hätten nun sehr langsam angefangen, wieder etwas zu essen. Sie wollen sich jedoch weiterhin im Protest-Camp aufhalten.
Eine sechsköpfige Gruppe junger Erwachsener hatte am 30. August vor dem Reichstagsgebäude mit einem unbefristeten Hungerstreik begonnen. Ihr Ziel ist zum einen ein öffentliches Gespräch mit den drei Kanzlerkandidaten über den Klimawandel. Zum anderen verlangen sie die Einsetzung eines Bürgerrats, der der Politik Sofortmaßnahmen zum Klimaschutz vorgeben soll.
Letzte Wahlkampf-Woche, Bandagen anziehen
Endspurt - in der Woche vor der Wahl muss sich SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz als Minister vor dem Finanzausschuss verantworten. Dessen Vorsitzende, FDP-Frau Katja Hessel, erklärt im "ntv Frühstart", wie viel Wahlkampf dahinter steckt und verurteilt zugleich Vorwürfe seitens der SPD.
Sommerzeit wird abgeschafft - aber nicht bei uns
Wir nähern uns wieder der Zeit, in der "die Uhren umgestellt" werden, und zwar am Sonntag, dem 31. Oktober 2021: Da wird die Sommerzeit wieder zur MEZ/Winterzeit. Die Uhr wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 3:00 Uhr auf 2:00 zurückgestellt. Die Nacht ist also eine Stunde länger. Das ist für viele Menschen aber auch der einzige Vorteil an der Sache. Morgens wird es zwar früher hell, dafür ist es abends früher dunkel. Der Südsee-Staat Samoa hat da keinen Bock mehr drauf und schafft die Sommerzeit wieder ab. Die neue Regierung des Landes kündigte am Montag an, dass die Uhren nicht - wie zunächst geplant - am kommenden Sonntag wieder umgestellt werden. Einen Grund nannte das Handelsministerium in einer Mitteilung zunächst nicht. Die Vorgängerregierung hatte die Sommerzeitregel 2010 eingeführt, um unter anderem das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
Auch ein kleines Urlaubsörtchen auf der Südinsel Neuseelands will am Sonntag die Uhren nicht mehr umstellen. Damit soll der Tourismus unterstützt werden. In der 2700-Einwohner-Gemeinde gelte ab sofort die "Te-Anau-Zeit", hieß es. Besucher hätten so eine Stunde länger Zeit, um sich die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Te Anau liegt direkt an der Grenze zum Fiordland-Nationalpark und lockt Gäste unter anderem mit dem zweitgrößten See des Landes und einem Höhlensystem mit einem unterirdischen Wasserfall. Die Sommerzeit in Neuseeland beginnt immer am ersten Sonntag im Oktober und endet am dritten Sonntag im März.
Endlich wieder Socken tragen! Das Wetter ...
Man kann ja verreisen, wenn es einem hier nicht gefällt. Oder auswandern: Auf Sardinien werden diese Woche noch mal 30 Grad erwartet, in Marrakesch ebenso. Denn Wetter-technisch startet die Woche in vielen Teilen Deutschlands zwar trocken und freundlich - lediglich im Süden des Landes hängen noch Regenwolken fest - die Temperaturen allerdings sinken und liegen zwischen windig-kühlen 12 bis maximal 20 Grad.
Unregelmäßigkeiten bei Auszählung in Moskau
Aus der Kategorie "Wie nicht anders zu erwarten war": Bei der Auszählung der Stimmen zur Parlamentswahl in Russland haben Gegner der Kremlpartei und Beobachter Unregelmäßigkeiten in der Hauptstadt Moskau beklagt. Auch mehr als zwölf Stunden nach Schließung der Wahllokale gab es am Montagmorgen keine Ergebnisse der Online-Abstimmung für die Staatsduma. "Wir sind überzeugt, dass die Stimmen der elektronischen Abstimmung noch nicht veröffentlicht sind, weil sie so die Wahlen fälschen wollen", teilt der parteilose Kandidat Michail Lobanow mit.
Der Hochschullehrer und sein Stab kündigten an, um jede Stimme zu kämpfen. Auch Medien in der Hauptstadt wunderten sich, dass Stimmzettel von Hand schneller ausgezählt wurden als die der Online-Abstimmung. Die Wahllokale hatten am Sonntag um 20.00 Uhr (19.00 Uhr MESZ) geschlossen. Aus anderen Teilen des Landes waren die Ergebnisse der Online-Abstimmung wenige Stunden nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht worden.
Zugvogel auf dem Weg nach Neuseeland dreht wieder um
Die rund 11.000 Kilometer lange Nonstop-Migration der Pfuhlschnepfen ist eine der längsten der Vogelwelt. Eine hatte nun großes Pech: Wegen widriger Wetterbedingungen ist eine Phulschnepfe auf ihrem Weg nach Neuseeland umgekehrt und Tausende Kilometer zurück nach Alaska geflogen. Das Tier, dessen Migration vom neuseeländischen Department of Conservation mittels eines Funksenders am Bein verfolgt wird, sei im Yukon-Kuskokwim-Delta in Alaska in Richtung Südpazifik gestartet, teilt die Behörde mit. Nach 2000 Kilometern sei der ausgewachsene Vogel auf so starke Winde gestoßen, dass er umdrehen musste. Nach einem 57-stündigen Nonstop-Flug landete das Federvieh wieder in Alaska.
Das Verhalten sei für eine Pfuhlschnepfe (Limosa lapponica) sehr ungewöhnlich, so Zoologie-Professor Phil Battley von der neuseeländischen Massey University. "Im Laufe der Jahre haben wir etwa 70 Pfuhlschnepfen verfolgt, die Alaska verlassen haben, und dies ist die erste, von der wir wissen, dass sie wegen schlechten Wetters umkehren musste." Andere Exemplare, die etwa zeitgleich in Alaska aufgebrochen seien, hätten es nach Neuseeland geschafft. Forscher interessiere nun besonders, was der Vogel als Nächstes tue, wie lange er sich ausruhe und ob er doch noch den ganzen Weg nach Neuseeland schaffe, so Battley.
Das wird heute wichtig
So, jetzt widmen wir uns den wirklich wichtigen Themen des Tages, liebe Leser! Ich musste Sie mit der vorigen Meldung etwas hinhalten - oder aufmuntern, wie Sie wollen - denn ich hatte technische Probleme. Genau das, was man an einem Montagmorgen so braucht. Aber Schwamm drüber, die Probleme sind behoben und wir können in den Tag starten, den ich bis 14 Uhr für Sie mit interessanten Kurznachrichten - so hoffe ich zumindest - begleiten werde. Sie erreichen mich in Sachen Anregungen und konstruktiver Austausch unter sabine.oelmann@nama.de.
Neuwahlen in Kanada: Premier Justin Trudeau hat die Wahl ausgerufen, weil er aus seiner Minderheitsregierung eine Führung mit absoluter Mehrheit im Parlament machen will. Umfragen sehen bislang keine großen Veränderungen zum Status quo. Erste Ergebnisse werden aber erst am Dienstagmorgen erwartet.
Am Sonntag waren die Wahlberechtigten Russlands aufgerufen, die neuen 450 Abgeordneten für das russische Parlament, die Staatsduma in Moskau, zu bestimmen. Die Opposition um den im Straflager inhaftierten Kremlgegner Alexej Nawalny war nicht zur Abstimmung zugelassen. Die Kremlpartei Geeintes Russland wollte trotz laut Umfragen niedriger Zustimmungswerte die absolute Mehrheit verteidigen. Der Machtapparat sieht sich - wie immer - bei Wahlen in Russland Vorwürfen der Manipulation ausgesetzt. Wir werden noch mal genauer hingucken.
Royales bleibt "in": Nach Jahren mit eher mäßigem Erfolg hat die vierte Staffel von "The Crown" bei den Emmy Awards in Los Angeles nun groß abgeräumt: In sieben wichtigen Kategorien gewann das Drama über das Leben der britischen Königin Elizabeth II. gestern Abend den bedeutendsten Fernsehpreis der Welt. Neben Auszeichnungen für Drehbuch, Regie und in allen vier Schauspieler-Kategorien gewann "The Crown" auch den Hauptpreis als beste Dramaserie des Jahres - es war der erste Sieg für den Streaminganbieter Netflix in dieser Kategorie überhaupt. Insgesamt kam "The Crown" zusammen mit Preisen in Nebenkategorien auf elf von über 110 vergebenen Auszeichnungen. Die Kollegen der Unterhaltung haben nachher bestimmt spannende Geschichten.
Am Landgericht München II findet der Prozess um den versuchten Mord an einer Krankenschwester statt: Der psychisch kranke Beschuldigte soll im oberbayerischen Peiting in einem Schwesternzimmer mit einer Nagelschere auf die Pflegerin eingestochen haben.
In einer Woche wissen wir mehr, dann war Bundestagswahl. Falls Sie, wie so viele andere auch, noch nicht wissen, wo Sie Ihr Kreuzchen machen sollen, dann greifen Sie entweder auf den Wahl-O-Mat oder unsere fundierte Berichterstattung zurück.
Von der Oper in die Pornoindustrie
Am Montagmorgen gleich mal eine gute Nachricht - die berufliche Umorientierung kann funktionieren, es ist nie zu spät! Wie bei Adrineh Simonian: Vor sieben Jahren beendete die Wienerin ihre erfolgreiche Karriere als Opernsängerin und produziert seitdem Pornofilme. Bereut hat sie den Karrierewechsel nicht: Inzwischen ist die 48-Jährige prominente Verfechterin künstlerischer und ethischer Pornos. In einer von Sexismus, Erniedrigung und Missbrauchsvorwürfen geplagten Branche steht für sie im Vordergrund, dass die Darsteller sich wohlfühlen. Außerdem will Simonian mit feministischer Pornografie Stereotypen demontieren.
Der Begriff Pornografie sei mit einem starken Stigma behaftet, findet Simonian. Sie versuche, "den Leuten zu vermitteln, dass es auch eine andere Seite gibt". Mit sorgfältig inszenierter Beleuchtung filmt sie dafür auch Paare, die vorher noch nie Sex vor der Kamera hatten. Die Darsteller bekommen weder ein Drehbuch noch Anweisungen, sondern tun einfach, was ihnen Spaß macht.
Abwechslungsreiche Darstellung sexueller Lust soll die Zuschauer inspirieren, "ihre eigene Sexualität zu leben", sagt Simonian. Auf ihrer im vergangenen Jahr gestarteten Streaming-Website Arthouse Vienna sind mehr als 80 Filme von ihr und gleichgesinnten Produzenten abrufbar.
Politologin Münch: "FDP bestimmt, von wem die Koalition geführt wird"
"Ich frage mich, was mit Ihnen los ist, Herr Laschet?" - so angriffslustig zeigte sich Annalena Baerbock im dritten TV-Triell. Und dennoch kann die Kanzlerkandidatin der Grünen nicht profitieren. Laut einer Forsa-Umfrage geht Olaf Scholz erneut als klarer Sieger aus dem Aufeinandertreffen bei Prosieben und Sat1. hervor. 42 Prozent der Zuschauer erklärten, der Vizekanzler habe das Triell gewonnen. Für CDU-Kandidat Armin Laschet sprachen sich 27 Prozent aus, für Baerbock 25 Prozent.
Freuen könne sich am Ende die FDP, analysiert Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin und Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, im Podcast "heute wichtig". Laut der Expertin seien die Liberalen "die sogenannte Funktionspartei". Sie bestimme, von wem die Koalition geführt wird. Für die Grünen jedenfalls sieht Münch im Gespräch mit Moderator Michel Abdollahi keine Option, dass die Partei die Kanzlerin stellt: "Die Grünen werden keine Chance aufs Kanzleramt haben."