Mittwoch, 12. Mai 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:36 Uhr

Das war Mittwoch, der 12. Mai 2021

Eine Entspannung der Situation im Nahen Osten ist nicht in Sicht. In mehreren israelischen Städten kommt es auch heute zu schweren Zusammenstößen zwischen Arabern und Juden. Die Hamas-Terroristen feuern Raketen auf Israel ab, Israel fliegt Vergeltungsangriffe auf Gaza. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war sonst wichtig heute:

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und einen schönen Feiertag morgen! Tschüss!

22:16 Uhr

Israel kündigt Zerstörung des Gaza-Finanzministeriums an

Israels Sicherheitskabinett hat nach Medienberichten eine Ausweitung des Militäreinsatzes gegen die Hamas beschlossen. Die Armee solle von sofort an gezielt "Symbole der Hamas-Herrschaft" im Gazastreifen angreifen, berichtete der Sender Kanal 12. Es sei bereits die Zerstörung des Finanzministeriums im Herzen der Stadt Gaza angekündigt worden. Dies solle der Hamas die finanzielle Kontrolle im Palästinensergebiet erschweren. 

Bei israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen waren nach Angaben des von der Hamas geführten Innenministeriums schon alle Polizeigebäude in dem Küstengebiet zerstört worden.

21:45 Uhr

Scholz: Flüge unter 50 Euro wird es nicht mehr geben

Günstig in den Urlaub fliegen? Das war gestern. Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will gegen Billigflüge vorgehen: Eine preisliche Untergrenze für Flüge sei in der Umsetzung, die Möglichkeiten dafür innerhalb des europäischen Rechts würden ausgelotet, sagte Scholz in einem ProSieben-Interview. "Kein Flug darf billiger sein als die Flughafengebühren und alle anderen Gebühren, die dafür anfallen." Flüge zu Ramschpreisen solle es nicht mehr geben, sie würden damit künftig mindestens 50 oder 60 Euro kosten.

21:08 Uhr

Jugendliche liefern sich wilde Verfolgungsjagd mit Polizei

Vier Jugendliche haben sich in Schleswig-Holstein eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die Verfolgung endete auf der Autobahn 24 (Berlin-Hamburg) mit einer Vollsperrung.

  • Eine Polizeistreife wollte den auf der Autobahn fahrenden Wagen am Dienstagnachmittag kontrollieren. Doch der 16-Jährige Fahrer gab Gas und raste in Richtung Hamburg davon. Dabei überholte er mehrere Lastwagen auf dem Standstreifen.
  • Irgendwann konnte ihn ein Streifenwagen überholen, und der Jugendliche schien sich der Kontrolle zu stellen. Doch er flüchtete erneut mit hohem Tempo und riskanten Manövern, um dann unvermittelt auf der linken Spur anzuhalten. Die Beamten sperrten daraufhin die Fahrbahn in Richtung Hamburg.
  • Wie sich herausstellte, hatte eine 16-jährige Mitfahrerin den Wagen unter falschen Angaben gemietet. Beiden droht ein Strafverfahren.
20:36 Uhr

Nahost-Konflikt: Seit Montag 56 Tote im Gazastreifen

Bei den seit Montag anhaltenden Kämpfen zwischen Israel und den Palästinensern sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen mindestens 56 Menschen dort getötet worden. Auf israelischer Seite wurden sechs Tote gemeldet.

Dem israelischen Militär zufolge geht ein Drittel der palästinensischen Raketen vorzeitig nieder und könnte damit die eigene Bevölkerung getroffen haben. Früheren Angaben zufolge fängt die Luftabwehr etwa 90 Prozent der palästinensischen Geschosse ab, die die Grenze überqueren.

20:10 Uhr

Lawrow und Blinken planen Treffen in Reykjavik

Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Kollege Antony Blinken kommen am 20. Mai zu einem Treffen zusammen. Die Unterredung werde kommende Woche am Rande des Arktisrats in der isländischen Hauptstadt Reykjavik stattfinden, teilte das russische Außenministerium nach einem Telefonat der beiden Minister mit. Dabei werde es neben internationalen Themen auch um die bilateralen Beziehungen gehen.

Die Beziehungen zwischen Washington und Moskau sind stark angespannt. Der neue US-Präsident Joe Biden hatte im März in einem Gespräch mit dem Sender ABC News die Frage bejaht, ob er den russischen Staatschef Wladimir Putin für einen "Mörder" halte.

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:22 Uhr

Hamas-Rakete durchbricht Luftschutzraum - Kind lebensgefährlich verletzt

Nach einem Raketenangriff von Militanten aus Gaza auf die israelische Stadt Sderot schwebt ein fünf Jahre alter Junge in Lebensgefahr. Sechs weitere Menschen seien dabei verletzt worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Seit Montagabend beschießen militante Palästinenser Israel mit Raketen. Israels Armee reagiert darauf mit Angriffen auf Ziele im Gazastreifen, vor allem durch die Luftwaffe.

Anmerkung: Zunächst hieß es, das Kind sei durch die Rakete getötet worden. Die Angabe wurde später jedoch korrigiert: Der Junge lebt, wurde aber lebensgefährlich verletzt.

18:35 Uhr

Heiße Verfolgungsjagd: Lkw-Dieb flieht stundenlang vor Polizei

Als US-Beamte einen gestohlenen Laster verfolgen geht es plötzlich heiß her. Auch mit brennenden Rädern fährt der hartnäckige Dieb weiter. Selbst als das Fahrzeug irgendwann zum Stillstand kommt, gibt der Flüchtige nicht auf.

 

18:12 Uhr

Ellen DeGeneres beendet ihre Kult-Show

Eine Ära im US-Fernsehen geht zu Ende: Ellen DeGeneres wird nach über 3.000 Ausgaben und 2.400 Promi-Interviews ihre Talkshow beenden. Das bestätigte die Moderatorin dem "Hollywood Reporter". Die kommende 19. Staffel wird 2022 die letzte sein.

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Für Ellen DeGeneres ist ihre Talkshow "keine Herausforderung" mehr.

(Foto: picture alliance / abaca)

Zum Aus von "The Ellen DeGeneres Show" erklärt sie: "Als kreative Person muss man ständig herausgefordert werden - und so großartig diese Show auch ist und so lustig sie auch ist, es ist einfach keine Herausforderung mehr."

Die 63 Jahre alte Moderatorin war im vergangenen Jahr nach Berichten über eine feindselige Arbeitsatmosphäre in die Kritik geraten und hatte sich öffentlich entschuldigt. Mitarbeiter sollen von Einschüchterung, Rassismus und vergifteter Arbeitskultur gesprochen haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:04 Uhr

Bär macht es sich auf Strommast gemütlich

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Schön hier!

(Foto: picture alliance/dpa/Sierra Vista Herald/AP)

Mal was lustiges zur Ablenkung: Ein Bär ist in einer Stadt im US-Bundesstaat Arizona auf Strommasten geklettert und hat es sich zeitweise auf den Kabeln gemütlich gemacht. Die Polizei sperrte in Douglas nahe der Grenze zu Mexiko anliegende Straßen und eine Autobahn, um den Bär wieder zu verscheuchen. Die Einsatzkräfte hätten nicht direkt eingreifen können, "weil der Bär in Gefahr war, einen tödlichen Stromschlag zu erleiden", wie die örtliche Naturschutzbehörde auf Twitter erklärte. Rund zwei Dutzend Schaulustige machten sich davon, als der Bär aus eigenen Stücken wieder herunterkletterte, wie die Behörde mitteilte.

 

16:32 Uhr

Israelischer Soldat durch Hamas-Rakete getötet

Israel hat im Nahost-Konflikt ein weiteres Opfer zu beklagen. Ein Soldat ist durch eine Rakete aus dem Gazastreifen getötet worden. Wie die israelische Armee mitteilte, wurde der 21-Jährige bei einem Einsatz zum Schutz von Dörfern nahe der Grenze von einer Panzerabwehrrakete getroffen und tödlich verletzt.

16:00 Uhr

Ahmadinedschad will zurück an die Macht

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Ahmadinedschad will es nochmal wissen.

(Foto: picture alliance / Ebrahim Noroozi/AP/dpa)

Der umstrittene iranische Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat seine Kandidatur für die Wahl am 18. Juni angemeldet. "Millionen von Menschen im ganzen Land" hätten ihn zu diesem Schritt gedrängt, sagte der 64-Jährige bei der Abgabe seiner Bewerbung im Innenministerium. Zugleich erklärte er, sollte er nicht zugelassen werden, werde er die Wahl nicht anerkennen und sie boykottieren.

Ahmadinedschad war von 2005 bis 2013 Präsident der Islamischen Republik. Sein Kurs in der Atompolitik führte zu zahlreichen Sanktionen gegen das Land und folglich in eine Wirtschaftskrise. Wegen seiner militärischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des Holocaust war der Iran international isoliert. Seine Unterstützer wandten sich immer mehr von ihm ab, selbst unter den Hardlinern war er am Ende seiner Amtszeit umstritten.

15:55 Uhr
Breaking News

Hamas meldet den Tod mehrerer ihrer Anführer

Die Hamas hat den Tod mehrerer ihrer Anführer bei den israelischen Militärangriffen im Gazastreifen bekanntgegeben. Wie die militante Palästinenserorganisation mitteilte, wurden bei den Angriffen der Chef des bewaffneten Arms der Hamas in Gaza, Bassem Issa, und "zahlreiche" weitere ranghohe Militärverantwortliche getötet.

15:37 Uhr
Breaking News

Trump-Kritikerin Liz Cheney aus Fraktionsführung geworfen

Wegen ihrer scharfen Kritik am früheren US-Präsidenten Donald Trump ist die ranghohe Republikanerin Liz Cheney aus der Fraktionsführung geworfen worden. Die Nummer drei der Konservativen im Repräsentantenhaus wurde bei einer Fraktionssitzung ihres Amtes enthoben, wie Abgeordnete sagten. Die 54-jährige Tochter des früheren Vizepräsidenten Dick Cheney hatte Trump wiederholt wegen seiner unbegründeten Wahlbetrugsvorwürfe kritisiert.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:21 Uhr

Mord an jungem Paar vor 20 Jahren: Vier Verdächtige festgenommen

Das junge Paar Sabine P. und Eugen S. aus Ingolstadt galt seit 2002 als vermisst. Erst im Mai vergangenen Jahres entdeckten Spaziergänger zufällig in einem Waldstück in der Nähe der bayerischen Stadt die Knochen der beiden 23 und 21 Jahre alten Vermissten.

Fast 20 Jahre nach dem mutmaßlichen Doppelmord hat die Polizei nun vier Tatverdächtige festgenommen. Nähere Einzelheiten sollten zunächst nicht veröffentlicht werden, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden, teilte die Polizei mit.

Die beiden Mordopfer wurden dem Drogenmilieu zugerechnet. Schon kurz nach dem Verschwinden des Pärchens gab es Hinweise, sie könnten wegen unbezahlter Schulden getötet worden sein.

14:48 Uhr

Laschet: Deutschland steht fest an Israels Seite

In den sozialen Netzwerken wird Armin Laschet, dem Kanzlerkandidaten der Union, seit Tagen vorgeworfen, sich nicht zum zugespitzten Nahost-Konflikt geäußert zu haben. Nach Angriffen auf Synagogen in Münster und Bonn holt der NRW-Ministerpräsident nach:

"Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung haben in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen keinen Platz. Wir dulden weder antijüdische Polemik, wir dulden keine Gewalt, wir dulden keinen Antisemitismus - nicht auf unseren Straßen, nicht auf unseren Schulhöfen, nicht im Internet", sagte Laschet.

Heute Nacht waren vor Synagogen in Münster und Bonn israelische Flaggen angezündet worden. Die Landesregierung habe daraufhin unverzüglich zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen, sagte Laschet. "Wir haben den Schutz an allen herausragenden jüdischen Orten noch einmal erhöht."

Laschet forderte ein sofortiges Ende der Gewalt im Nahen Osten. Die Hamas müsse ihre "abscheulichen Angriffe auf die Zivilbevölkerung" in Israel auf der Stelle stoppen. Deutschland stehe fest an der Seite Israels.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich in den Feierabend. Ich übernehme den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen und entspannten Nachmittag!

14:07 Uhr

Söder vergleicht Wahlprogramm mit Flugzeugträger

Bildersprache kann er: Laut Markus Söder wollen die Spitzen von CDU und CSU Mitte Juni das Bundestagswahlprogramm der Union festzurren. Am 20. und 21. Juni wollten sich die Präsidien in Berlin treffen, um das gemeinsame Programm zu erstellen, sagte CSU-Chef Söder in München.

Bei den Details bediente sich Söder dann kraftvoller Symbole. Er betonte, es werde ein echt "schweres Regierungsprogramm. Das ist so ein Flugzeugträger". Daneben werde es von der CSU noch ein "Schnellboot" mit "speziellen Mobilisierungsideen" geben. Bleibt abzuwarten, was Grüne und SPD ins Rennen schicken. Vielleicht einen Zeppelin? Oder etwa ein U-Boot?

13:42 Uhr

Israel stimmt Bürger auf längeren Militäreinsatz ein

Seit Montagabend beschießen militante Palästinenser Israel mit Raketen. Israels Armee reagiert darauf mit Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen. Wie lange die aktuelle Auseinandersetzung noch dauern wird, ist ungewiss.

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz stimmt die Bürger des Landes aber bereits auf einen längeren Militäreinsatz ein. Die Streitkräfte würden ihre Angriffe fortsetzen, um vollständige und langfristige Ruhe zu erzielen, schrieb Gantz nach einem Besuch in der stark mit Raketen beschossenen Stadt Aschkelon. Es gebe dafür kein Enddatum.

13:07 Uhr

Streit um Maske: Seniorin zusammengeschlagen

Bei einem Streit über die Masken- und Abstandsregeln ist eine 75-jährige Frau in Hennef brutal zusammengeschlagen worden.

Nach Angaben der Polizei hatte die Seniorin auf einer Straße eine 52-Jährige angesprochen, weil diese zu wenig Abstand halte und keine Schutzmaske trug. Nach einem Wortgefecht schlug die jüngere der älteren Frau mehrfach mit der Faust ins Gesicht, trat sie und stieß sie gegen eine Hauswand.

Die 75-Jährige kam verletzt in ein Krankenhaus. Die polizeibekannte 52-Jährige wurde kurz darauf gefasst. Gegen sie wird nun wegen Körperverletzung ermittelt.

12:35 Uhr

Bahn bietet im Sommer mehr Züge zur Küste an

In der Corona-Pandemie geht der Trend zum Urlaub im eigenen Land. Löblich, dass die Deutsche Bahn dafür im Sommer zusätzliche Intercity-Züge zur ostfriesischen Küste anbietet.

Ohne Umstieg und für viele Hessen und Westfalen deutlich schneller als bisher, fährt erstmalig in den Sommermonaten ein IC von Frankfurt über Siegen und Hamm nach Emden und Norddeich Mole, wie die Bahn mitteilte. Der IC fährt am Samstag, 3. Juli von Frankfurt nach Norddeich und dann freitags und samstags vom 20. bis 28. August 2021. In der Gegenrichtung verkehrt der Zug am Sonntag, den 4. Juli sowie samstags und sonntags vom 21. bis 29. August 2021.

Grundsätzlich aufgewertet werden soll die Verbindung nach Ostfriesland vom Herbst an. Ab dem 11. September ersetzen drei neue ICE-Verbindungen die bisherigen Intercity-Züge auf der Strecke.

11:55 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kanzler Kurz

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz ist wegen mutmaßlicher Falschaussage ins Visier der Behörden geraten. Der Politiker bestätigte Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft im Zusammenhang mit seiner Aussage im Ibiza-Untersuchungsausschuss. Auch gegen seinen Kabinettschef Bernhard Bonelli wird ermittelt.

Der Ibiza-Untersuchungsausschuss beleuchtet mutmaßlichen Postenschacher und den etwaigen Einfluss von Parteispenden auf politische Entscheidungen zur Zeit der Regierung von ÖVP und rechter FPÖ von Dezember 2017 bis Mai 2019.

Kurz und sein Kabinettschef sollen im Ausschuss bestritten haben, dass es Absprachen bei der Besetzung des Kurz-Vertrauten Thomas Schmid als Chef der Staatsholding ÖBAG gegeben habe. Der Staatsanwaltschaft sollen jedoch Chatprotokolle vorliegen, die das Gegenteil beweisen.

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11:23 Uhr

Hacker attackieren Radio Energy

Die private Radiosenderkette Energy ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Seit Dienstagabend kann deshalb das lokale Radioprogramm Energy Hamburg nicht ausgestrahlt werden, wie ein Sprecher sagte. Derzeit wird in Hamburg auf der UKW-Frequenz 97,1 MHz sowie auf den Ausspielwegen DAB+ und im Internet ein bundesweites Programm als Ersatz angeboten.

Wie lange das Hamburger Lokalprogramm nicht verfügbar sein wird, ist noch nicht klar. Das Landeskriminalamt Hamburg hat Ermittlungen aufgenommen.

In den vergangenen Monaten kam es auch in anderen Medienhäusern zu Cyberangriffen. Betroffen waren jüngst die Madsack-Mediengruppe in Hannover mit zahlreichen Regionalzeitungen in mehreren Bundesländern und bereits im Dezember die Funke-Mediengruppe.

11:02 Uhr
Breaking News

Vermieter sollen künftig 50 Prozent der CO2-Preis-Kosten tragen

Vermieter sollen künftig die Hälfte der Kosten für den seit 1. Januar geltenden CO2-Preis auf Öl und Gas tragen. Das geht nach langem Koalitionsstreit aus einem Beschluss hervor, den die Bundesregierung begleitend zum geänderten Klimaschutzgesetz gefasst hat.

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10:00 Uhr

Taliban erobern wichtigen Bezirk nahe Kabul

Die Taliban sind in Afghanistan weiter auf dem Vormarsch. Nun haben die Islamisten einen strategisch wichtigen Bezirk unweit der Hauptstadt Kabul erobert. Das Zentrum von Nerch in der zentralen Provinz Wardak sei an die Taliban gefallen, sagten zwei Provinzräte. Der Bezirk ist nur 26 Kilometer von Kabul entfernt, ihn durchqueren wichtige Überlandstraßen.

Laut lokalen Behördenvertretern hielten die Islamisten bereits davor einen großen Teil des Bezirks. Rund eine Woche hätten sie auch das Bezirkszentrum belagert. Die Sicherheitskräfte in Nerch hätten in Kabul um Unterstützung angefragt, aber niemand sei zu Hilfe gekommen, hieß es weiter.

Seit dem 1. Mai - dem ursprünglich anvisierten Abzugsdatum der US-Truppen - hat die Gewalt in Afghanistan stark zugenommen. Dabei richteten sich die Angriffe nicht gegen die US-Streitkräfte, sondern gegen das afghanische Militär und die Zivilbevölkerung.

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08:52 Uhr

Charly Hübner verlässt "Polizeiruf 110"

Mehr als zehn Jahre verkörpert Charly Hübner den Kommissar Sascha Bukow in der Krimireihe "Polizeiruf 110" aus Rostock. Doch damit ist jetzt Schluss.

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(Foto: picture alliance/dpa/NDR/ARD)

"Charly Hübner verlässt den 'Polizeiruf 110'. Leider!", teilte NDR-Programmdirektor Fernsehen, Frank Beckmann, mit. "Dem Publikum wird Kommissar Sascha Bukow sehr fehlen." Hübner habe die Figur mit ihren Ecken und Kanten auf einzigartige Weise verkörpert. Man habe Verständnis für die Entscheidung Hübners und danke für die großartige Zusammenarbeit, so Beckmann.

Laut Sender hatte Hübner den Sender bereits vor einiger Zeit darüber informiert, dass er Abschied von der Krimireihe nehmen wolle. Die letzte Folge mit ihm als Kommissar Bukow wird im kommenden Jahr zu sehen sein.

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08:19 Uhr

Heil verurteilt Attacken auf Synagogen in NRW

Während die Hamas Raketen Richtung Tel Aviv feuert und Israel mit Luftangriffen auf den Gazastreifen reagiert, werden in Deutschland jüdische Einrichtungen angegriffen. In Münster und Bonn gibt es Tumulte vor Synagogen, Israelflaggen brennen.

Nun reagiert Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Der SPD-Politiker bezeichnet die Ausschreitungen in Münster und Bonn als "vollständig inakzeptabel". "Es geht überhaupt nicht, dass in Deutschland Flaggen Israels verbrannt werden oder es antisemitische Kundgebungen vor Synagogen gibt", sagt Heil im "ntv Frühstart".

Man müsse deutlich machen, dass die gesamte Gesellschaft an der Seite von jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern stehe. Synagogen müssten gut geschützt werden.

Heil äußert sich zudem besorgt über die Lage der Menschen in Israel und in den Autonomiegebieten. Israel habe ein Recht auf Selbstverteidigung. "Es ist jetzt an allen Seiten, diesen Konflikt zu befrieden. Und natürlich darf er auch nicht nach Deutschland getragen werden."

08:12 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

nach deutlichen Steuereinbrüchen aufgrund der Corona-Krise legen die Steuerschätzer heute eine neue Prognose für die Einnahmen von Bund, Ländern und Kommunen vor. Im vergangenen Jahr war durch Lockdowns und die Konsumzurückhaltung deutlich weniger Geld in die Staatskassen geflossen.

Außerdem stehen heute diese Termine auf dem Tagesplan:

  • Das Bundeskabinett will das geänderte Klimaschutzgesetz mit neuen Emissionszielen auf den Weg bringen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze wird in einer Pressekonferenz über die Details der Änderungen informieren.
  • Das EU-Gericht fällt zwei mit Spannung erwartete Urteile zu umstrittenen Steuervergünstigen für multinationale Konzerne in Luxemburg.
  • Im Richtungsstreit der Republikaner von Ex-Präsident Donald Trump im US-Repräsentantenhaus steht eine wichtige Entscheidung an. Erwartet wird die Abwahl der Trump-Kritikerin Liz Cheney von ihrem Posten in der Fraktionsführung.
  • Als erster Bundesaußenminister seit fast 20 Jahren wird Heiko Maas vom Papst zu einer Privataudienz empfangen. Bei dem Vier-Augen-Gespräch mit Franziskus dürfte es unter anderem um dessen Irak-Reise im März gehen.

Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch@nama.de.

Los geht's.

07:21 Uhr

"Der Bergdoktor"-Star zieht sich für den Playboy aus

Seit nunmehr drei Jahren spielt Simone Hanselmann die Apothekerin Franziska Hochstetter in der TV-Serie "Der Bergdoktor". Nun zeigt sich die 41-Jährige hüllenlos im "Playboy". Dabei hat das Männer-Magazin bereits vor langer Zeit einmal bei Hanselmann angeklopft.

"Beim ersten Mal, als ich mit Anfang 20 gefragt wurde, hatte ich Angst davor, dass es heißen könnte, ich hätte meine Karriere nur den Fotos zu verdanken", verrät die Schauspielerin im Gespräch mit dem "Playboy". Heute habe sie sich hingegen "sehr geschmeichelt gefühlt".

Und was sagt ihr TV-Kollege, der "Bergdoktor" Hans Sigl, dazu? Dieser habe die Bilder noch gar nicht gesehen, so Hanselmann gegenüber der "Bild"-Zeitung. Und auch auf die Reaktionen der Zuschauer sei sie gespannt: "Ich hoffe gut. Ich will ja niemanden damit ärgern. Aber es wird auch niemand gezwungen, sich die Bilder anzusehen."

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06:44 Uhr

Ex-NATO-Chef warnt vor Einmischungsversuchen zur Bundestagswahl

Der frühere NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen blickt mit einigen Sorgenfalten auf die anstehende Bundestagswahl im September. Grund: Der Däne rechnet mit größeren Versuchen anderer Länder, die Wahl beeinflussen zu wollen.

Besonders Russland sei wegen der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 daran gelegen, Einfluss auf den Wahlausgang zu nehmen, sagte Rasmussen der Deutschen Presse-Agentur. Auch Chinas Interesse an den Geschehnissen in Deutschland nehme zu.

Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass die Bundesrepublik so häufig Ziel von Desinformationskampagnen sei wie kein anderes Mitglied der Europäischen Union. Deutschland sei ein Schwergewicht in Europa und aus seiner Sicht der wichtigste Mitgliedstaat der EU.

06:38 Uhr

Bezos verkauft milliardenschweres Amazon-Aktienpaket

Jeff Bezos braucht offenbar Bares. Wozu genau, ist nicht bekannt. Allerdings wissen wir, dass er regelmäßig Milliarden von Dollar in sein Raumfahrt-Startup, Immobilien und seine Bezos Earth Stiftung steckt. Seine im Bau befindliche Superyacht soll Berichten zufolge auch rund eine halbe Milliarde kosten.

Dafür hat der Amazon-Chef weitere Amazon-Aktien verkauft und im Mai nun schon Anteile im Wert von 6,7 Milliarden Dollar (5,5 Mrd. Euro) zu Geld gemacht. Insgesamt trennte sich Bezos in den vergangenen Tagen von rund zwei Millionen Aktien seines Konzerns, wie Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC zeigen.

Bezos hatte in jüngerer Vergangenheit schon mehrmals in größerem Stile Amazon-Aktien abgestoßen. Im Februar und November 2020 verkaufte er Papiere im Wert von insgesamt über sieben Milliarden Dollar. Max Borowski

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06:07 Uhr

US-Schauspieler Norman Lloyd mit 106 Jahren gestorben

Er arbeitete mit Filmgrößen wie Alfred Hitchcock, Orson Welles und Charlie Chaplin - nun ist der US-Schauspieler Norman Llyod im biblischen Alter von 106 Jahren in seinem Haus in Los Angeles gestorben. Das teilte sein Sohn Michael Lloyd dem Filmblatt "Hollywood Reporter" mit.

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(Foto: imago images/MediaPunch)

Der 1914 im US-Staat New Jersey als Norman Perlmutter geborene Schauspieler, Regisseur und Produzent wirkte in den 1930er Jahren in der Theatergruppe Mercury Theatre von Orson Welles mit. Seinen ersten großen Filmauftritt hatte er 1942 in Alfred Hitchcocks Spionage-Thriller "Saboteure".

1952 trat er für Charlie Chaplin in der Tragikomödie "Rampenlicht" vor die Kamera. Peter Weir castete ihn für das Drama "Der Club der toten Dichter", Martin Scorsese für "Zeit der Unschuld". Bis ins hohe Alter hatte der Schauspieler noch vor der Kamera gestanden, zuletzt 2015 für die Komödie "Dating Queen".

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06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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