Montag, 10. August 2020Der Tag

mit Volker Petersen
Volker Petersen
22:56 Uhr

Das war Montag, der 10. August 2020

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Schaurig schön: Der Vulkan Sinabung im Norden Sumatras speiht weiter Asche in die Luft.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

So, wir freuen uns, dass wir es durchgehalten haben, den ganzen Tag über Belarus und nicht Weißrussland zu sagen! Aber das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, schließlich ist das der richtige Name. Wichtiger waren heute andere Themen. Olaf Scholzens Nominierung als Kanzlerkandidat der SPD zum Beispiel. Der findet sich auch in unseren heute besonders häufig angeklickten Artikeln wieder:

Die Fußball-Ergebnisse aus der Europa-League erfahren Sie natürlich auch bei uns, wir halten Sie auch in der Nacht auf dem Laufenden. Ich hoffe Swetlana Tichanowskaja taucht unversehrt wieder auf und wünsche Ihnen derweil eine gute Nacht!

22:29 Uhr

Sorge in Belarus - wo steckt Swetlana Tichanowskaja?

Es ist zu früh, um zu sagen, dass sie verschwunden ist, aber in Belarus fragen sich manche, wo eigentlich die Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja steckt. Da das Regime nicht gerade ein Musterrechtsstaat ist, gewinnt die Frage an Dringlichkeit - zumal der gerade mit offiziell 80 Prozent der Stimmen wiedergewählte Präsident Alexander Lukaschenko gerade Demonstranten in den Straßen von Minsk niederknüppeln lässt. So sagt der litauische Außenminister Linas Likevicius, er habe mehrere Stunden versucht, die Präsidentschaftskandidatin zu erreichen. Selbst ihr Mitarbeiterstab wisse nicht, wo sie ist. Er sei um ihre Sicherheit besorgt, schreibt er. In anderen Tweets aus Belarus heißt es, sie habe Beschwerde bei der Zentralen Wahlkommission einlegen wollen und sei danach nicht mehr aus dem Gebäude herausgekommen. Was da dran ist, lässt sich zurzeit nicht überprüfen.

22:09 Uhr

Verbindung zu Berlin-Mord? Slowakei weist russische Diplomaten aus

Weil sie Spione sein sollen, weist die Slowakei drei russische Diplomaten aus - bis Ende der Woche sollen sie ausreisen, hieß es vom Außenministerium in Bratislava. So weit, so gut - aber einem Zeitungsbericht zufolge soll es sich bei einem der Männer um einen Komplizen beim mutmaßlichen Auftragsmord an einem Georgier in Berlin vor einem Jahr handeln. Ein dringend tatverdächtiger Russe wurde noch am selben Tag gefasst und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

21:38 Uhr

Schafherde, Ziegen und Hunde vor Hitze gerettet

Schafe, Ziegen und Hütehunde sind von ihrer Halterin in der Hitze wohl sich selbst überlassen worden - und mussten von Polizei und Feuerwehr gerettet werden. Mit zu wenig Wasser, zu wenig Futter und kaum einen Schattenplatz sei ein Schaf im niedersächsischen Wilstedt (Kreis Rotenburg) verendet, wie die Feuerwehr mitteilt. 40 Schafe, 5 Ziegen und 3 Hütehunde liefen nach Angaben der Feuerwehr dort frei herum. Die Tierhalterin hatte die Herde mehrere Tage offenbar sich selbst überlassen. Gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

21:06 Uhr

In Baden-Württemberg war es heute am heißesten

Wenn das Thermometer in die Gefilde jenseits der 35 Grad vorstößt, ist es auch egal, wie heiß es genau war, oder? Nein! Natürlich nicht. Wir möchten auf die Kommastelle genau wissen, wo es noch heißer war als auf unserer Terrasse. Heute war das Bad Mergentheim-Neunkirchen in Baden-Württemberg, wo es 36,6 Grad hatte. Danach folgt Trier-Zewen mit 36,3 Grad in Rheinland-Pfalz. Die heißeste Temperatur des Jahres wurde gestern übrigens ebenfalls in Trier gemessen, sie lag bei 38,6 Grad. Puh.

20:44 Uhr

Wieder Demos in Minsk - Polizei greift durch

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Die Minsker Polizei geht hart gegen Demonstranten vor.

(Foto: REUTERS)

Die Polizei in Belarus geht erneut gewaltsam gegen Demonstranten vor, die gegen Präsident Alexander Lukaschenko protestierten. Dabei setzten die Sicherheitskräfte Medienberichten zufolge am Abend in Minsk unter anderem Tränengas und Gummigeschosse ein. Die Polizei nahm mehrere Menschen fest.

20:17 Uhr

Trump hat neue Idee für Nominierungsrede

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Trump sieht in sich einen Großen der amerikanischen Geschichte.

(Foto: dpa)

US-Präsident Donald Trump weiß jetzt, wann er seine Rede zur Nominierung als erneuter Präsidentschaftskandidat der Republikaner halten will - am 27. August soll es soweit sein. Spannender ist die Frage, wo das stattfinden wird. Er hatte ja schon das Weiße Haus ins Spiel gebracht, was ein Tabubruch wäre. Nun twitterte er, als Alternative habe er Gettysburg im Sinn, den Schauplatz der entscheidenden Schlacht im amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865). Am 19. November desselben Jahres hielt der damalige Präsident Abraham Lincoln eine Rede zur Einweihung eines Soldatenfriedhofs, die als "Gettysburg Address" in die Geschichte einging. Und dass Trump sich in einer Reihe mit den Allergrößten der amerikanischen Geschichte sieht, ist ja nichts Neues. Schließlich liebäugelt er ja auch mit dem Mount Rushmore.

19:37 Uhr

Bahnstrecke Hamburg - Berlin durch Blitzeinschlag gestört

Ludwigslust liegt genau zwischen Hamburg und Berlin und dort in der Nähe hat nun ein Blitzeinschlag den Bahnverkehr gestört.

  • Die Züge würden umgeleitet und verspäteten sich um rund eine Stunde, teilte die Deutsche Bahn am späten Nachmittag mit. Betroffen seien die ICE-Verbindungen ab Hamburg über Berlin und Halle oder Leipzig nach München. Sie würden vom Hamburger Hauptbahnhof bis Berlin-Spandau umgeleitet.
  • Betroffen seien auch die EC-Züge ab Kiel/Westerland über Hamburg, Berlin, Dresden nach Prag, die ebenfalls bis Berlin-Spandau umgeleitet würden. Dadurch entfielen die Halte Büchen, Ludwigslust und Wittenberge. Als Ersatz hielten die Züge in Stendal. Die Störung sollte bis zum Abend behoben werden, teilte die Bahn weiter mit.
19:01 Uhr

Ausschreitungen und Plünderungen in Chicago

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Es war eine wilde Nacht.

(Foto: REUTERS)

In Chicago hat es in der vergangenen Nacht schwere Randale und Plünderungen gegeben. Auslöser waren Schüsse von Polizisten auf einen Tatverdächten. Menschen schlugen in der Innenstadt Schaufensterscheiben ein und prügelten sich mit der Polizei.

  • Mehr als 100 wurden festgenommen, 13 Polizisten wurden verletzt. Auslöser war ein Schusswechsel zwischen Polizeibeamten und einem Verdächtigen am Sonntagnachmittag.
  • Die Polizei war demnach wegen eines bewaffneten Mannes gerufen worden. Bei einer Verfolgungsjagd habe der 20-jährige Verdächtige das Feuer auf die Beamten eröffnet, sagte der Chicagoer Polizeichef. Die Polizisten hätten das Feuer erwidert und den Mann verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.
19:03 Uhr

Dax erlebt zähen Handelstag - am Ende sehr kleines Plus

Dax
Dax 13.208,12

Es war ein mühsames Geschäft an der Frankfurter Börse. Eine weitere Verschärfung der amerikanisch-chinesischen Spannungen hat den deutschen Aktienmarkt heute etwas gebremst. Hingegen stützte die Aussicht auf neue US-Konjunkturhilfen die Kurse. Signale von konjunktureller Seite gab es nicht, weil es schlichtweg keine wichtigen Daten gab.

So quälte sich der Dax durch den Tag und schloss 0,1 Prozent höher bei 12.688 Punkten. Der MDax gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf 27.175 Zähler. Der TecDax sackte um 0,9 Prozent auf 3028 Stellen ab. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent höher bei 3255 Punkten.

Bei den zuletzt eher gemiedenen Finanzwerten griffen Anleger europaweit zum Wochenauftakt wieder zu. Im Dax waren Deutsche Bank mit plus 3,6 Prozent auf 8,01 Euro vorne. Im MDax verteuerten sich Commerzbank um 1,4 Prozent. Techwerte indes gaben im Sog der jüngsten Gewinnmitnahmen an der New Yorker Nasdaq-Börse nach: SAP verloren 1,7 Prozent und Infineon 2,4 Prozent. (wne)

Was sonst noch Börsenrelevantes geschah, lesen Sie im Börsen-Tag.

18:18 Uhr

Heftige Explosion in Baltimore

Im Vergleich zu Beirut ist es eine eher kleine Explosion, das dürfte die Menschen im Nordwesten von Baltimore im US-Bundesstaat Maryland aber nicht trösten. Drei Hauser sind durch die Detonation dem Erdboden gleichgemacht worden, mindestens eine Frau ist gestorben. Zwei weitere Opfer schweben in Lebensgefahr. Wie es dazu kam, muss noch geklärt werden.

17:39 Uhr

Video von Storch an Bushaltestelle geht viral

*Datenschutz

Ein Storch. Eine Bushaltestelle. Weiter nichts. Sensation! So sieht es "das Internet". Hä, was? Ein Video, in dem ein Storch unerwarteterweise vor einer Bushaltestelle steht, trifft auf große Resonanz im Netz. Ich bin nur so mittel beeindruckt. Wenn er noch in einen Bus gestiegen wäre, sich eine Fahrkarte gekauft und die noch vorschriftsmäßig entwertet hätte, dann, ja dann, würde ich jetzt im Dreieck springen. So bleibe ich auf meinem Hocker. Gesehen wurde der Storch übrigens in Regenstauf bei Regensburg.

17:20 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:57 Uhr

Gutachten: Corona-Schulden sind verfassungsgemäß

Die AfD hatte Zweifel, ob die immensen Schulden, die der Bund wegen der Coronavirus-Pandemie aufnimmt, überhaupt verfassungsgemäß sind. Daher gab sie ein Gutachten beim Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages in Auftrag - und das ist nun fertig. Die Antwort: Das Konjunkturpaket ist zwar problematisch, aber dennoch verfassungsgemäß, wegen der "immensen Unsicherheiten" durch die Corona-Krise. Allerdings heißt es in dem Gutachten auch, dass der Nachtragshaushalt bei strenger Regelauslegung durchaus als problematisch angesehen werden könnte. Ähnlich sehen das auch die FDP und der Bundesrechnungshof. Nun überlegt die AfD, vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.

16:43 Uhr
Breaking News

Libanons Ministerpräsident steht vor Rücktritt

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Ministerpräsident Diab soll kurz vor dem Rücktritt stehen.

dpa

Der libanesische Ministerpräsident Hassan Diab will nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut seinen Rücktritt erklären. Das hat der Gesundheitsminister des Landes, Hamad Hassan, mitgeteilt.

16:17 Uhr

Ältestes Faultier in Halle gestorben

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Ein Bild aus besseren Zeiten, als Paula noch gekonnt mit den Pflegern abhing - und sich von Leckerlis locken ließ.

(Foto: picture alliance/dpa)

Paula wurde 50 oder 51 Jahre alt, so genau weiß man das im Zoo Halle nicht. Nun ist die Faultierdame gestorben. Sie sei erlöst worden, heißt es. Seit Langem sie es ihr nicht gut ergangen, konnte sich nicht einmal aufraffen, sich ihre Leckerlis abzuholen. Oder war sie einfach nur zu faul? Nein, das wäre ja gemein, so etwas zu sagen! Zumal Paula eine Rekordhalterin war, sie galt als das älteste Zweifingerfaultier der Welt. Requiescat in pacem!

16:07 Uhr

Haus des mutmaßlichen VW-Spions abgebrannt

Die Abhöraffäre bei Volkswagen wird wohl zu einem wahren Krimi. Laut "Business Insider" ist das Fachwerkhaus des mutmaßlichen Maulwurfs in einem niedersächsischen Dorf abgebrannt. Dies sei bereits Ende Mai geschehen. Dem Portal zufolge ermittelt die Braunschweiger Staatsanwaltschaft, ob es Verbindungen zwischen den heimlichen Aufnahmen und dem Brand gibt. Polizei und Feuerwehr gingen von Brandstiftung aus.

Volkswagen hatte den Manager als mutmaßlichen Spion enttarnt, ihn freigestellt und Strafanzeige erstattet. Der Mann soll über ein Jahr lang geheime Sitzungen einer internen VW-Gruppe aufgezeichnet, die damit betraut war, den unliebsamen Zulieferer Prevent loszuwerden.

Weitere börsenrelevante Nachrichten finden Sie im Börsen-Tag.

15:33 Uhr

Türkei lässt im Gasstreit nicht locker, wieder Schiff entsandt

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Das Forschungsschiff "Oruc Reis" ist auf dem Weg ins östliche Mittelmeer, um die Gasvorkommen zu untersuchen.

(Foto: dpa)

Die Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer sorgen schon seit einiger Zeit für Streit zwischen der Türkei und Griechenland - es ist kein Sandkastenstreit, falls Sie sich daran erinnert fühlen, es geht um knallharte Wirtschaftsinteressen. Erschwerend kommt hinzu, dass beide Länder seit Jahrzehnten verfeindet sind und sich nichts schenken wollen. Nach einer Vermittlung durch Kanzlerin Merkel standen die Zeichen zwar auf Entspannung, das könnte sich jetzt aber wieder ändern. Die Türkei entsandte ein weiteres Erkundungsschiff in die Region. Der türkische Energieminister Fatih Donmez twitterte, das Forschungsschiff "Oruc Reis" habe seine Zielposition erreicht. Das griechische Außenministerium verurteilte den Schritt als "neue, ernste Eskalation". Die Türkei bedrohe den Frieden im östlichen Mittelmeer. Und: Griechenland werde keine Erpressung akzeptieren.

15:07 Uhr

Scholz traut sich mehr als 20 Prozent zu

Dass Olaf Scholz Kanzlerkandidat der SPD wird, ist eigentlich keine große Überraschung - zumindest, wenn man die Umfragewerte zugrunde legt. Da ist Scholz der Einzige aus den Reihen der Sozialdemokraten, der eine Chance gegen Laschet, Merz oder auch Söder hätte. So gibt er sich denn auch selbstbewusst: Er traut seiner Partei bei der nächsten Bundestagswahl mehr als 20 Prozent zu, wie er vorhin auf der Pressekonferenz sagte. Auch den Wahlsieg hält er für möglich. Das klingt ein bisschen so wie als Jürgen Klinsmann 2004 die Fußball-Nationalmannschaft übernahm und sagte, er wolle Weltmeister werden. So richtig mochte niemand daran glauben - und doch kam es dann anders, es folgte das Sommermärchen 2006. Aber Politik und Fußball sind immer noch unterschiedliche Dinge, auch wenn Überraschungen dazu gehören - glauben Sie, Scholz hat eine Chance auf den Sieg? Stimmen Sie ab!

 

*Datenschutz

 

14:38 Uhr

Vier junge Männer sterben bei Frontalzusammenstoß

Sie wollten einen Sattelzug überholen - doch dann kam ihnen ein Kleintransporter entgegen. Am Ende des schweren Unfalls bei Straubing sind vier junge Männer tot. Auf der Bundesstraße 20 versuchte der Fahrer noch zu bremsen, touchierte aber den Sattelzug, geriet ins Schleudern und stieß frontal mit dem Transporter zusammen. Die vier getöteten Männer waren zwischen 20 und 26 Jahre alt. Der 59-jährige Fahrer des Kleintransporters wurde leicht verletzt, der Fahrer des Sattelzugs blieb unverletzt.

14:21 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch hat sich gerade das Internet ausgedruckt und sucht auch im Feierabend weiter nach spannenden Meldungen - davon gehe ich zumindest aus. Volker Petersen übernimmt und wartet auf seine Tipps. Guten Tag und los geht's. Kontakt: volker.petersen (at) nama.de.

14:00 Uhr

Juwelier bastelt an millionenteurer Corona-Maske

Mundschutz als Statussymbol: Ein Juwelier in Israel arbeitet momentan an einem ganz besonderen Accessoire. Der Schmuckdesigner fertigt für einen chinesischen Geschäftsmann aus Shanghai eine Corona-Maske im Wert von umgerechnet rund 1,3 Millionen Euro. Eigenen Angaben zufolge ist es die teuerste Maske weltweit.

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Wer es sich leisten kann: Die Maske soll rund 1,3 Millionen Euro wert sein. Auf dem Foto zu sehen ist ein erster Entwurf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie solle aus 18-Karat-Gold bestehen und mit rund 3600 Diamanten besetzt sein, sagte eine Mitarbeiterin des Unternehmens Ivel. Für die Arbeit an der Maske seien 25 Juweliere und Diamantensetzer eingeplant.

"Der Kunde hatte drei Wünsche: Es sollte die teuerste Maske der Welt sein, bis zum 31. Dezember fertig sein und der Norm entsprechen", sagte sie. In der Maske solle ein auswechselbarer Filter des Typs N99 für Schutz vor dem Coronavirus sorgen.

12:51 Uhr

Missbrauchsprozess Bergisch Gladbach: Brandalarm im Gericht

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Der Grund für den Alarm ist noch unklar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aufregung kurz vor Prozessbeginn gegen einen zentralen Verdächtigen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Wie ein Sprecher des Kölner Landgerichts mitteilte, hat es einen Brandalarm gegeben. Der genaue Grund und die Auswirkungen auf den Prozess waren zunächst unklar. Menschen wurden gebeten, das Gebäude zu verlassen.

Um 13 Uhr hatte eigentlich der Prozess gegen einen 43-Jährigen beginnen sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, immer wieder seine kleine Tochter sexuell missbraucht zu haben. Mit Durchsuchungen bei ihm im Herbst 2019 war der ganze Fall ins Rollen gekommen. Der Prozess war daher mit Spannung erwartet worden.

+++ Update 13:19 +++ Laut einem Gerichtssprecher habe es in einem Kälteraum einen Brand an einem Schaltschrank gegeben. Ursache ist vermutlich ein technischer Defekt. Der Prozessstart muss deshalb verschoben werden und wird voraussichtlich kommenden Montag beginnen.

12:01 Uhr

Kokain im Wert von 300 Millionen Euro in Hamburg entdeckt

Spektakulärer Fund im Hamburger Hafen: Polizei und Zoll haben in einem Container rund 1,5 Tonnen Kokain entdeckt. Das ist eine der größten Mengen, die je im Hamburger Hafen sichergestellt wurden, sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamtes.

Das Rauschgift, das zwischen Reissäcken versteckt war, hat einen geschätzten Straßenverkaufswert von rund 300 Millionen Euro. Der Reis auf dem Containerschiff stammte aus Guayana und sollte weiter nach Polen transportiert werden.

Die Polizei vermutet, dass das Rauschgift an Großabnehmer aus ganz Europa gehen sollte. Darauf deuteten verschiedene Zeichen auf den Paketen hin, darunter ein gallischer Hahn und ein Ampelmännchen.

12:00 Uhr
11:36 Uhr

Leser küren Sean Connery zum besten Bond-Darsteller

Hätten Sie auch so entschieden? Leser der britischen Fernsehzeitschrift "Radio Times" haben Sean Connery zum besten James-Bond-Darsteller aller Zeiten gewählt. An der Umfrage hatten 14.000 Menschen teilgenommen.

In der ersten Runde setzte sich Connery knapp gegen den aktuellen 007 Daniel Craig durch. Lässig hingegen schaffte es der gebürtige Ire Pierce Brosnan in die zweite Runde gegen den Australier George Lazenby . Roger Moore flog überraschend gegen den in Wales geborenen Timothy Dalton raus.

Im Finale setzte sich Connery dann mit 44 Prozent der Stimmen gegen Dalton (32 Prozent) und Brosnan (23 Prozent) durch. Ich persönlich oute mich als Moore-Fan. Der 2017 verstorbene Engländer ist mein 007-Favorit.

11:01 Uhr

103-Jährige lässt sich ihr erstes Tattoo stechen

Im zarten Alter von 103 hat sich Dorothy Pollack getraut: Die Großmutter aus dem US-Bundesstaat Michigan ließ sich zum ersten Mal in ihrem Leben tätowieren. Als Motiv wählte sie einen Frosch.

Wie CNN berichtet, machte Pollack eine schwere Zeit durch. Wegen der Corona-Pandemie verbrachte sie mehrere Wochen isoliert in einem Pflegeheim. Anschließend sei bei ihr der Wunsch nach einem Tattoo gereift.

"Es war ziemlich aufregend, weil mein Enkel vor Jahren wollte, dass ich eins bekomme, und ich wollte es nicht tun", sagte Pollack gegenüber CNN. "Doch plötzlich habe ich beschlossen, dass ich eins haben möchte."

10:55 Uhr
Breaking News

Olaf Scholz wird Kanzlerkandidat der SPD

Bundesfinanzminister Scholz soll die SPD als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl 2021 führen. Darauf einigt sich das SPD-Präsidium.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:09 Uhr

Baby-Alarm: Schwarzenegger und Pratt sind Eltern

Im vergangenen Sommer gaben sich Schauspieler Chris Pratt und Katherine Schwarzenegger das Jawort. Nun sind die beiden zum ersten Mal Eltern geworden. Das hat Katherines Bruder Patrick Schwarzenegger dem US-Promi-Portal "Entertainment Tonight" bestätigt. Alle drei seien "wohlauf".

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Seit zwei Jahren sind Chris Pratt und Katherine Schwarzenegger ein Paar.

(Foto: REUTERS)

Welches Geschlecht das Baby hat, ist bislang aber noch nicht bekannt. Auch der genaue Geburtstermin ist unklar. Wie das Magazin aus einer unbenannten Quelle erfahren haben will, soll der Wagen von Chris Pratt bereits am Freitagnachmittag vor dem St. Johns Hospital in Santa Monica gesehen worden sein.

Die 30-jährige Katherine Schwarzenegger ist die Tochter von Arnold Schwarzenegger. Seit 2018 ist sie mit dem elf Jahre älteren Schauspieler Pratt zusammen. Der war zuvor von 2009 bis 2018 mit Schauspielerin Anna Faris verheiratet.

09:15 Uhr

Sturzflut in Panama reißt elfköpfige Familie in den Tod

Bei Überschwemmungen in Panama ist am Sonntag eine elfköpfige Familie ums Leben gekommen. Neun der Toten seien Kinder, erklärte Zivilschutz-Chef Carlos Rumbo. Sie hatten demnach geschlafen, als ihr Haus von den Sturzfluten mitgerissen wurde. In der Provinz Veraguas westlich der Hauptstadt Panama-Stadt war der Fluss Bejuco über die Ufer getreten. Rettungskräfte suchten noch nach zwei Vermissten.

Präsident Laurentino Cortiz sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Panamas Zivilschutz hatte am Sonntag vor schweren Unwettern mit Gewittern und Sturmböen in weiten Teilen des zentralamerikanischen Landes gewarnt.

09:00 Uhr
08:33 Uhr

Belarus: Staatschef Lukaschenko offiziell zum Wahlsieger erklärt

Die Wahlkommission in Belarus hat Staatschef Alexander Lukaschenko zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Der 65-Jährige habe 80,23 Prozent der Stimmen bei dem Urnengang am Sonntag erzielt, teilte Wahlleiterin Lilija Jermoschina in Minsk als vorläufiges Ergebnis mit.

Lukaschenkos Gegnerin, Swetlana Tichanowskaja, kam demnach nur auf 9,9 Prozent der Stimmen. Sie kündigte bereits an, eine Niederlage nicht anzuerkennen. Ihre Unterstützer hatten nachts zu Tausenden gegen Lukaschenko und Wahlfälschungen protestiert. Es gab viele Verletzte und Festnahmen.

Die Wahlbeteiligung in der zwischen dem EU-Mitglied Polen und Russland gelegenen Ex-Sowjetrepublik lag nach Angaben der Wahlleitung bei 84 Prozent der rund 6,8 Millionen Stimmberechtigten. In der Nacht war es im ganzen Land zu massiven Protesten und Ausschreitungen gekommen.

07:55 Uhr

Verhängnisvolles Überholmanöver: Gruppenausflug endet für Bikerin tödlich

Schrecklicher Unfall bei Sigmaringen in Baden-Württemberg: Eine 38-jährige Motorradfahrerin ist gestern bei einem Überholmanöver ums Leben gekommen. Wie die Polizei berichtet, war ein 23 Jahre alter Mann am Sonntagnachmittag mit seinem Auto auf der B32 zwischen Sigmaringen und Jungnau unterwegs, als er mehrere Fahrzeuge überholen wollte. Dabei kam ihm eine Gruppe von fünf Motorradfahrerinnen entgegen.

Die ersten drei Motorradfahrerinnen konnten noch rechtzeitig bremsen. Die Vierte musste stark Bremsen und kam zu Fall. Sie rutschte über die Fahrbahn und zog sich schwere Verletzungen zu.

Die fünfte Bikerin kam ebenfalls zu Fall. Sie rutschte nach Polizeiangaben über die Straße auf die Gegenfahrbahn, wo sie zunächst von einem Motorradfahrer überfahren wurde und prallte anschließen gegen den überholenden Pkw. In der Folge erlitt sie schwerste Verletzungen. Sie starb noch an der Unfallstelle.

07:31 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

für Schüler in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin wird es wieder ernst: Unter Corona-Schutzmaßnahmen startet heute in den drei Bundesländern das neue Schuljahr. Gratulieren möchte ich an dieser Stelle Schauspieler Antonio Banderas, der heute seinen 60. Geburtstag feiert. Neben der Lage nach der Präsidentenwahl in Belarus, beschäftigen wir uns im Tagesverlauf noch mit folgenden Themen:

  • Nach der schweren Explosion in Beirut mit mehr als 150 Toten und über 6000 Verletzten will der libanesische Ministerpräsident Hassan Diab dem Kabinett eine Neuwahl vorschlagen.
  • Im Prozess um den Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke antwortet der mutmaßliche Täter Stephan Ernst auf weitere Fragen des Gerichts und anderer Prozessbeteiligter.
  • Inmitten der Debatte um das Für und Wider einer baldigen Rückkehr der Fans in die Bundesliga-Stadien beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über das Thema.

Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's!

07:15 Uhr

Glutheißer Montag staut Schwüle im Süden

Vorerst verbreitet keine merkliche Abkühlung in Sicht: Die neue Woche macht weiter, wo das Wochenende aufhört. Bei fast durchweg über 30 Grad krachen lokal heftige Gewitter, an der Küste wird es zwar langsam angenehmer, dafür staut sich Schwüle im südlicheren Land.

06:46 Uhr

Vier Menschen vor niederländischer Küste ertrunken

Mindestens vier Menschen sind gestern bei Badeunfällen vor der niederländischen Meeresküste ums Leben gekommen.

  • Nach Angaben des Fernsehsenders NOS ertranken zwei Badende im Alter von 24 und 28 Jahren nahe Den Haag, nachdem sie von starken Strömungen hinaus ins Meer gezogen worden waren.
  • Zwei weitere Badende kamen bei hohem Wellengang vor Wijk aan Zee und Zandvoort nahe Amsterdam ums Leben.

Temperaturen von über 30 Grad hatten am Wochenende zahlreiche Menschen in den Niederlanden an die Strände gelockt. Die Badebedingungen seien jedoch "sehr gefährlich" gewesen, sagte der kommissarische Bürgermeister von Den Haag, Hilbert Bredemeijer, zu NOS.

06:07 Uhr

Mord im Berliner Tiergarten: Ermittler kritisieren russische Kooperation

Im August 2019 wird ein 40-jähriger Tschetschene im Kleinen Tiergarten in Berlin-Moabit von einem Fahrrad aus erschossen. Einen dringend tatverdächtigen Russen fasst die Polizei noch am selben Tag. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass er von "staatlichen Stellen der Zentralregierung der Russischen Föderation" beauftragt wurde.

Doch knapp ein Jahr nach dem mutmaßlichen Auftragsmord wartet die Bundesregierung weiter auf russische Unterstützung bei der Aufklärung des Falls. In einer Antwort auf eine Anfrage der Linkspartei weist das Justizministerium darauf hin, dass deutsche Behörden von August bis November mehr als ein Dutzend Mal Kontakt mit russischen Stellen gesucht hätten.

Im Dezember seien zudem zwei formelle Rechtshilfeersuchen gestellt worden. "Die letztlich erfolgte Beantwortung seitens der russischen Generalstaatsanwaltschaft mit Datum vom 2. Juni 2020 lieferte in der Sache weiterhin keine substanziellen russischen Beiträge zur Aufklärung", heißt es aus dem Justizministerium.

Dabei wies der russische Botschafter in Berlin noch im Juni Vorwürfe mangelnder Kooperationsbereitschaft der Behörden seines Landes zurück.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen