Das war Montag, der 11. Dezember 2017
Liebe Leser,
der Nachmittag begann mit einer Explosion in New York. Wie sich herausstellte, war es ein fehlgeschlagener Selbstmordanschlag. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Er und drei Passanten wurden verletzt. Auch diese Themen haben uns heute beschäftigt:
Für heute verabschiede ich mich von Ihnen, vielleicht mögen Sie ja morgen wieder reinschauen!
Nach Wintereinbruch droht Hochwasser
Das Schneechaos ist fürs Erste überstanden, jetzt droht in Teilen Deutschlands Hochwasser. Einsetzendes Tauwetter und Dauerregen lassen die Pegel von einer Reihe Flüssen und Bächen anschwellen, hieß es vom Deutschen Wetterdienst. Vor allem in Rheinland-Pfalz und dem Saarland könnte es in den kommenden Tagen zu Hochwasser kommen. Auch in Niedersachsen gibt es steigende Pegel.
Trinkgelder bei Kreuzfahrten müssen freiwillig bleiben
Kreuzfahrtanbieter dürfen nicht automatisch Trinkgelder von ihren Kunden einziehen. Damit entschied das Landgericht Koblenz im Sinne der klagenden Verbraucherschützer, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mitteilte. Verbraucher müssen einem Trinkgeld demnach ausdrücklich zustimmen. Die Rechtsreferentin des vzbv, Kerstin Hoppe, erklärte, in der Kreuzfahrtbranche sei es "gängige Praxis, die Endpreise durch versteckte Trinkgelder zu erhöhen". Dem sei nun eine Grenze gesetzt.
Zehn Euro pro Nacht und Person hatte der beklagte Kreuzfahrtanbieter automatisch von den Bordkonten seiner Kunden abgebucht. Er hatte das in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen als "Trinkgeldempfehlung" bezeichnet. Die Zahlung konnten die Reisenden an der Rezeption kürzen oder streichen.
Raketen aus Gaza abgefeuert, Israel greift Hamas an
Erneut wurden Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Sie seien auf den Süden Israels geschossen worden, sagte eine Armeesprecherin in Tel Aviv. Laut der "Jerusalem Post" wurde niemand verletzt.
Das Militär machte die radikalislamische Hamas für den Raketenangriff verantwortlich und attackierte nach eigenen Angaben daraufhin Stellungen der Hamas. Palästinensische und israelische Medien berichten, Artillerie habe Ziele im südlichen Gazastreifen beschossen. Auch von Luftangriffen ist die Rede.
Am Wochenende waren bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen zwei Hamas-Kämpfer getötet worden. Die Angriffe folgten auf einen Raketenangriff aus dem Gebiet auf Israel.
Verkauf von Waffen nimmt weltweit wieder zu
Trump bestreitet exzessiven TV-Konsum
US-Präsident Trump bestreitet, übermäßig viel Fernsehen zu schauen. Er sehe nicht vier bis acht Stunden TV, so wie es die "New York Times" geschrieben hatte. "Selten, wenn überhaupt" schaue er CNN und MSNBC, diese verbreiteten Falschnachrichten, twitterte Trump. Beide Sender berichten dezidiert kritisch über Trump, während ihm Fox News überaus wohlgesonnen ist.
Die "New York Times" hatte außerdem berichtet, dass der Präsident gleich nach dem Aufstehen den Fernseher einschalte und Fox News, CNN oder MSNBC schaue. Auch in Sitzungen des Präsidenten soll oft der Fernseher ohne Ton laufen. Trump verfolge dann nebenbei die Schlagzeilen im Laufband, zitierte die Zeitung Mitarbeiter im Weißen Haus.
Mit dem Twittern würde Trump manchmal noch im Bett anfangen, hieß es weiter. In seinem morgendlichen Tweets nimmt Trump oft Bezug auf Berichte oder Kommentare der Nachrichtensender.
Saakaschwili ist wieder frei
Der georgische Ex-Präsident Saakaschwili ist wieder auf freiem Fuß. Ein Gericht in Kiew hat den Antrag der Staatsanwaltschaft abgewiesen, ihn unter Arrest zu stellen. Die Staatsanwaltschaft wirft Saakaschwili vor, umgerechnet mehrere Hunderttausend Euro aus dem Umfeld von Ex-Präsident Janukowitsch angenommen haben, um Proteste gegen Staatschef Poroschenko zu organisieren und einen Putsch geplant zu haben. Saakaschwili wies die Vorwürfe als politisch motiviert zurück. Er bezeichnete sich als "Gefangenen der Oligarchie der Ukraine und von (Russlands Präsident Wladimir) Putin".
Saakaschwili war von 2004 bis 2013 Staatschef von Georgien. Vor zwei Jahren erhielt er die ukrainische Staatsbürgerschaft und wurde Gouverneur der ukrainischen Stadt Odessa. Poroschenko entzog ihm die Staatsbürgerschaft jedoch nach einem Streit, seitdem ist Saakaschwili staatenlos.
Videos des Tages
Otto Kern ist tot
Der Mode-Unternehmer Otto Kern ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Er habe einen Herzstillstand erlitten, schreibt die "Bild"-Zeitung und beruft sich auf Kerns zweite Ehefrau Sarah. Er starb in seinem Haus in Monte Carlo. Otto Kern hatte sein Modeunternehmen 1970 gegründet, das vor allem durch den Verkauf von Hemden und Blusen erfolgreich wurde.
May: Zahlen Brexit-Rechnung nur bei Handelsabkommen
Ohne ein Handelsabkommen mit der EU will Großbritannien seine Brexit-Schlussrechnung nicht zahlen. London und Brüssel hatten sich am Freitag auf eine Berechnungsmethode für die finanziellen Verpflichtungen Großbritanniens gegenüber der EU geeinigt. Dabei soll es um 45 bis 55 Milliarden Euro gehen. Die britische Premierminister May sagte nun, das Angebot stehe aber unter der Bedingung, dass ein Handelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit geschlossen werde.
Apple kauft Shazam
Sie sind gerade in einem Geschäft und da läuft ein Lied, das Ihnen total gut gefällt. Dummerweise weiß keiner, wie das Lied heißt oder von wem es ist. Für solche Situationen gibt es Smartphone-Apps, die das Lied erkennen können. Eine solche App ist Shazam, die hat sich jetzt Apple gesichert. Damit lässt sich schließlich auch mehr Geld machen als mit Vorsummen. Nach Informationen der "Financial Times" soll Apple für Shazam rund 400 Millionen Dollar bezahlt haben.
In Österreichs Kneipen darf weiter geraucht werden
Wer mal in Österreich feiern geht, merkt schnell: In vielen Bars, Clubs und Restaurants darf man rauchen - in Raucherbereichen oder kleinen Lokalen. Das wird erstmal auch so bleiben, denn ein komplettes Rauchverbot in der Gastronomie ist nun vom Tisch, das eigentlich ab Mai gelten sollte. In den Koalitionsverhandlungen hat sich die FPÖ in diesem Punkt gegen die ÖVP durchgesetzt. Die gefundene Einung sieht nun so aus: Die Raucherbereiche in Gaststätten dürfen bleiben, aber Minderjährige dürfen sie nicht mehr betreten.
Die noch amtierende Gesundheitsministerin Rendi-Wagner von der SPÖ sprach von einem "enormen gesundheitspolitischen Rückschritt".
Habeck peilt "Thinktank der Republik" an
Cem Özdemir wird sein Amt als Grünen-Parteichef nächsten Monat abgeben. Als sein Nachfolger will sich der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck bewerben. Was ist also dessen Zukunftsvision für die Grünen? Dazu hat er nun einiges gesagt:
Er will die Grünen zum "Thinktank der Republik" machen.
Sie müssten wieder zu einer "attraktiven Bewegungspartei" werden und das linksliberale Profil schärfen, sagte Habeck.
Man habe die "bedrohliche Situation, dass eine linksliberale, freiheitliche und ökologische Politik jetzt völlig unter die Räder gerät", sagte er.
"Die Relevanz der Grünen hochzuhalten, wird eine Herausforderung."
Gysi und Schmidt lassen 2017 Revue passieren
Die beiden sind nicht gerade auf den Mund gefallen, es dürfte also unterhaltsam werden, wenn Gregor Gysi und Harald Schmidt gemeinsam aufs Jahr zurückschauen. Natürlich machen sie das nicht einfach so für sich alleine und privat, sondern auf einer Bühne in Berlin. Die beiden werden über die aus ihrer Sicht wichtigsten Themen und Momente in 2017 plaudern. Den Jahresrückblick mit Gysi und Schmidt können Sie am zweiten Weihnachtsfeiertag um 23.10 Uhr bei n-tv sehen.
Adriana Lima will sich nicht mehr nackig machen
Schlagzeilen zum Feierabend
Warnung vor getrockneten Feigen
Getrocknete Feigen sind schon was Feines – aber diese hier sollte man nicht essen:
Die "Simply Sunny"-Feigen von der Kavo Produktions GmbH in Seevetal mit der Chargennummer 39677.
Hier wurde ein zu hoher Gehalt des Schimmelpilzgifts Ochratoxin A festgestellt, wie es auf dem Portal lebensmittelwarnung.de heißt.
Betroffen sind 250-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum Juli 2018.
Die Feigen werden in Niedersachsen, Bayern, Brandenburg, Sachsen und Schleswig-Holstein angeboten.
Schimmelpilzgifte könnten die Entstehung von Krebs begünstigen, Nieren- und Leber schädigen, das Immunsystem beeinträchtigen oder Durchfall und Erbrechen verursachen.
Vater tötet sein Baby – auch Mutter muss in Haft
Das Baby schrie in der Oktobernacht 2015 um sein Leben. Sein inzwischen verurteilter Vater schüttelte und quetschte den nur 19 Tage alten Jungen über vier Stunden, bevor er ihn totschlug. Die Mutter war im Nebenzimmer, griff aber nicht ein. Sie will fest geschlafen und nichts davon mitbekommen haben. Das glaubte das Landgericht Mönchengladbach aber nicht. Die Richter verurteilten die 27-Jährige zu dreieinhalb Jahren Haft. Sie sprachen sie der Körperverletzung mit Todesfolge und Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig, beides durch Unterlassen. Die Frau habe die Verletzungen des Jungen in Kauf genommen und auch mit seinem Tod rechnen müssen, sagten die Richter. Der Vater war bereits zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Vorfall in New York war fehlgeschlagener Anschlag
New York ist nur knapp einem Selbstmordanschlag entgangen. Die Explosion in der Nähe vom Times Square sei ein versuchter Terroranschlag gewesen, sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Der festgenommene Verdächtige habe eine amateurhaft zusammengebaute Rohrbombe am Körper getragen. Die Bombe detonierte aber nicht wie geplant. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 27-Jährigen aus Bangladesch, der seit Jahren in New York lebt. Er und drei Passanten wurden bei der Explosion verletzt. Keiner von ihnen ist in Lebensgefahr.
Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, wachsam zu sein, auch wenn die Situation nun ausgestanden sei.
Absenderin von verdächtigem Paket festgenommen
Die Absenderin des verdächtigen Pakets ist gefunden, das vorgestern für viel Aufregung in Bremen gesorgt hat. Es ist eine 24-Jährige aus Niedersachsen, sie wurde festgenommen. Die Polizei hat ihre Wohnung durchsucht, wobei sie Beweise und Tatwerkzeug beschlagnahmte.
Was genau in dem Paket war, hat die Polizei bisher nicht gesagt. Radio Bremen hatte berichtet, darin seien Erde, Sand und eine brennbare Flüssigkeit gewesen. Das Paket ohne Absender war vorgestern einem Post-Mitarbeiter aufgefallen. Daraufhin wurde die Filiale geräumt, ein Abschnitt der Stadtautobahn wurde gesperrt. Entschärfer der Bundespolizei erklärten später, dass von dem Paket keine Gefahr ausgehe. Einen Zusammenhang mit der DHL-Erpressung in Brandenburg gibt es laut Polizei nicht.
Zwieback-Unternehmer Carl-Jürgen Brandt ist tot
Der Inhaber von Deutschlands bekanntestem Zwiebackhersteller Brandt, Carl-Jürgen Brandt, ist gestorben. Er wurde 71 Jahre alt. Brandt sei am Wochenende überraschend gestorben, erklärte das Familienunternehmen. Brandt hatte die Firma seit 1984 gut 30 Jahre geführt. Inzwischen leiten unter anderem seine Söhne das Unternehmen.
Deutscher Film für Golden Globe nominiert
"Aus dem Nichts" geht für Deutschland in das Rennen um den Golden Globe. Das NSU-Drama von Regisseur Fatih Akin wurde in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film" nominiert. Der letzte deutsche Film, der mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde, war 2010 das Schwarz-Weiß-Drama "Das weiße Band" von Michael Haneke. Vor einem Jahr wurde die Tragikkomödie "Toni Erdmann" nominiert, ging bei der Verleihung aber leer aus. Die Trophäen werden am 7. Januar in Beverly Hills verliehen.
Merkel verurteilt Verbrennen israelischer Fahnen
Bei Protesten in Berlin wurden letzte Woche israelische Fahnen verbrannt – Kanzlerin Merkel hat das nun scharf verurteilt. "Wir wenden uns gegen alle Formen von Antisemitismus und Fremdenhass", sagte sie. Auch der CDU-Bundesvorstand verurteile einstimmig diese Verletzungen rechtsstaatlicher Grundsätze. Keinerlei Meinungsunterscheide - auch nicht über die Frage des Status von Jerusalem - rechtfertigten ein solches Vorgehen. Am Freitag hatte es am Brandenburger Tor pro-palästinensische Proteste gegeben, nachdem US-Präsident Trump Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hatte.
Schichtwechsel
Liebe Leser,
mein Kollege Sebastian Huld ist schon auf dem Nachhauseweg. Ich bin Heidi Ulrich und begrüße Sie zur zweiten Runde hier beim "Tag"! Zu erreichen bin ich über heidi.ulrich@nama.de. Einen schönen Nachmittag!
Über die Autorin
54 Konzerne fordern Handeln gegen Klimawandel
Zum zweiten Jahrestag der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens fordert ein Bündnis von mehr als 50 internationalen Unternehmen mehr Engagement gegen den Klimawandel.
Unter anderem Adidas, Unilever, H&M, Michelin, Philips, Puma und Virgin bekräftigten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Absicht, den Klimawandel "im Rahmen unserer geschäftlichen Tätigkeiten" zu bekämpfen.
Über die Erklärung der Wirtschaftsinitiative Stiftung 2 Grad appellieren die bislang 54 Unternehmen an die G20-Staaten, Subventionen für Kohle und Gas bis 2025 abzubauen und stattdessen Geld in erneuerbare Energien und eine CO2-arme Wirtschaft zu stecken.
Auch ein CO2-Preis, der den Ausstoß von Treibhausgasen teurer macht, ist Teil des Forderungskatalogs.
Am 12. Dezember 2015 hatte die Weltgemeinschaft in Paris sich auf ein Abkommen verständigt, das den weltweiten Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad begrenzen soll.
New Yorker Polizei informiert über Explosion
Im New Yorker Stadtteil Manhattan hat es eine Explosion gegeben. Die Ursache dafür ist laut Polizei noch unbekannt. Mehrere U-Bahnlinien wurden evakuiert. Als Ort des Vorfalls wurden die 42. Straße, Ecke 8. Avenue angegeben. Dort befindet sich unter anderem ein Busbahnhof.
Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Der Mann sei verletzt, twitterte die Polizei. Laut der Feuerwehr wurden vier Menschen verletzt. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich, hieß es.
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200.000 Flughunde fallen über Kleinstadt her
Eine Fledermausplage ungekannten Ausmaßes hält die Bewohner einer Kleinstadt in Australien in Atem. Mehr als 200.000 Flughunde, die zu den größten Fledermäusen der Welt gehören, seien über Charters Towers im Nordosten des Kontinents hergefallen, sagte Bürgermeisterin Elizabeth Schmidt.
"Der Gestank ist furchtbar", sagte Einwohnerin Snow Hearne. Zudem ließen die Schreie der Tiere in der derzeitigen Paarungszeit die Menschen nicht schlafen. "Wir können nicht mal in den Garten gehen. Wir werden als Geiseln gehalten", sagte sie. Auch Kot und Urin der Tiere sind für die Einwohner ein ernstes Ärgernis. Die Fledermäuse werden von einem Überfluss an natürlich vorkommendem Eukalyptus in der Region angezogen.
Haben Sie diesen Geißbock schon einmal gesehen?
Ein einsamer Geißbock wartet nach einem Autounfall in Baden-Württemberg bisher vergeblich auf seinen Besitzer. Wie die Polizei mitteilte, war das Tier in der vergangenen Woche aus einem kleinen Wald bei Schopfheim nahe der Schweizer Grenze auf eine Straße gesprungen und hatte einen Unfall verursacht. Ein Autofahrer wich dem Bock aus und fuhr gegen einen Leitpfosten.
Eine Jagdpächterin fing das Tier nach dem Unfall ein. Der Geißbock wurde den Angaben zufolge in einer benachbarten Gemeinde untergebracht - wo er seit fast einer Woche auf sein Herrchen oder Frauchen wartet. Die Gegend sei ländlich geprägt, sodass man ihn eigentlich schnell hätte ausfindig machen müssen, sagte ein Sprecher.
Regierung will an Steuervorteilen für Diesel festhalten
Die Bundesregierung lehnt die Forderung von VW-Chef Matthias Müller nach einem Abbau von Diesel-Subventionen derzeit ab. "Die Bundesregierung hat gegenwärtig keine Pläne, an der Diesel-Besteuerung etwas zu ändern", sagte Regierungssprecher Seibert. Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums erklärte, der Diesel werde weiter als Übergangstechnologie benötigt.
Müller hatte sich für den Abbau von Diesel-Subventionen ausgesprochen. "Das Geld könnte sinnvoller in die Förderung umweltschonender Antriebstechniken investiert werden", sagte er dem "Handelsblatt".
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Prügelei in Autobahntunnel blockiert Verkehr
Mitten im Rennsteigtunnel auf der A71 haben sich zwei Autofahrer geprügelt. Wie die Thüringer Autobahnpolizei mitteilte, habe einer der beiden den anderen am Abend bei Gräfenroda ausgebremst. Dann seien beide ausgestiegen, hätten aufeinander eingeschlagen und seien danach weitergefahren. Das Ganze habe nicht länger als ein paar Minuten gedauert, sagte ein Sprecher. "Es war kein Neun-Runden-Kampf." Der Verkehr im Tunnel sei zeitweise zum Erliegen gekommen.
Zeugen hatten die Beamten auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Man habe zwar Videos davon und die Kennzeichen der Beteiligten, bisher hätten die beiden Autofahrer jedoch nicht gestellt werden können. "Daher ist auch völlig unklar, was die Männer zu solch einer lebensmüden Nummer getrieben hat", heißt es in der Mitteilung.
17-jährige Schauspielerin im Flugzeug sexuell belästigt
Eine 17-jährige Bollywood-Schauspielerin ist ihrer Aussage zufolge während eines Fluges von einem hinter ihr sitzenden Passagier sexuell belästigt worden. Der Mann wurde verhaftet. Er habe auf dem Flug von Neu-Delhi nach Mumbai mit seinem Fuß ihren Nacken und Rücken gestreichelt, berichtete die Bollywood-Schauspielerin Zaira Wasim am Samstag unter Tränen in einem Live-Video auf Instagram.
Am Sonntagabend (Ortszeit) wurde der 39-jährige Tatverdächtige identifiziert und verhaftet, wie die Polizei in der Unterhaltungsmetropole Mumbai mitteilte. Gegen den Geschäftsmann werde wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen ermittelt. Wasim ist aus ihrer Rolle in dem Film "Dangal" bekannt. Die im vergangenen Jahr erschienene Biografie eines Ringers und seiner Töchter ist einer der erfolgreichsten indischen Filme aller Zeiten.
Deutsche Polizei zerschlägt Online-Drogenversand
Im Kampf gegen den Onlinehandel mit sogenannten Designerdrogen sind Ermittler in drei Bundesländern mit Razzien gegen Verdächtige vorgegangen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und die Polizei im rheinland-pfälzischen Betzdorf mitteilten, wurden Ende vergangener Woche insgesamt zwölf Objekte von zehn Beschuldigten in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen durchsucht. Vier Beschuldigte wurden verhaftet.
Die Verdächtigen produzierten und vertrieben laut Polizei als Kräutermischungen, Badesalze, Liquids oder Pflanzendünger bezeichnete Designerdrogen. Die Bestellungen wurden demnach über mehrere Onlineshops abgewickelt - geliefert wurde auf dem Postweg, bezahlt per Vorkasse oder Nachnahme. Der Kundenstamm wird auf tausende Abnehmer geschätzt, täglich sollen weit über hundert Päckchen und Pakete verschickt worden sein.
Schlagzeilen am Mittag
Netanjahu fordert von EU Anerkennung Jerusalems
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die EU-Staaten aufgefordert, dem US-Beispiel zu folgen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. "Grundlage für Frieden ist, die Realität anzuerkennen", sagte Netanjahu zum Auftakt eines Treffens mit den EU-Außenministern in Brüssel. "Jerusalem ist die Hauptstadt Israels und niemand kann das verneinen."
Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini machte hingegen deutlich, dass eine einseitige Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt für die Europäische Union nicht infrage komme. Eine Lösung des Konflikts könne nur durch direkte Verhandlungen erreicht werden, sagte sie. Ziel müsse aus Sicht der EU eine Zwei-Staaten-Lösung sein, bei der Jerusalem Hauptstadt beider Seiten sein solle.
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Putin besucht Syrien und zieht Truppen ab
Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Beginn des Abzugs der Streitkräfte seines Landes aus Syrien befohlen. Bei einem Besuch des russischen Luftwaffenstützpunkts Hmeimim in der syrischen Provinz Latakia sagte Putin, die russischen und syrischen Soldaten hätten eine der machtvollsten Gruppen des internationalen Terrorismus in etwas mehr als zwei Jahren vernichtet. Angesichts dessen habe er sich entschlossen, einen bedeutenden Teil des russischen Militärkontingents aus Syrien heimzuholen, sagte Putin laut Nachrichtenagentur Tass.
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Ursache für Zugunglück in Meerbusch wohl geklärt
Kommunikationspannen zwischen zwei Stellwerken haben wohl zu dem Zugunglück im nordrhein-westfälischen Meerbusch mit mehr als 40 Verletzten geführt. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, der Fahrdienstleiter des Stellwerks in Meerbusch-Osterath habe seinem Kollegen im Stellwerk Weißenberg auf dessen Anfrage eine falsche Information übermittelt: Der Gleisabschnitt, den der später verunglückte Regionalexpress befahren wollte, sei frei.
In diesem Abschnitt stand jedoch zu diesem Zeitpunkt der Güterzug, auf den der Regionalexpress wenig später auffuhr. Warum dem Fahrdienstleiter offenbar dieser Fehler unterlief, ermittelt die Bonner Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchungen (BEU).
Fünf Elefanten sterben in Indien bei Kollision mit Zug
In Indien sind fünf Elefanten bei einem Zusammenstoß mit einem Zug getötet worden. Wie die Forstbehörde im Bundesstaat Assam mitteilte, ereignete sich der Unfall am Sonntagmorgen, als eine Herde eine Bahnstrecke überquerte. "Alle fünf Elefanten sind sofort gestorben", sagte der Leiter der Behörde, Vikas Brahma. Demnach starb auch eine trächtige Elefantendame.
Nach Angaben der Forstbehörde sind Elefantenwanderungen in dieser Region des Bundesstaats ungewöhnlich. Der Zug fuhr deshalb nicht mit gedrosselter Geschwindigkeit. In dem Bundesstaat lebt die größte Population an wilden Elefanten in Indien. Einer Zählung aus dem Jahr 2011 zufolge sind es etwa 5600 Tiere.
Anwältin schmuggelt Drogen und schläft mit Häftlingen
Der Berliner Strafvollzug macht regelmäßig von sich reden als Schauplatz von Verbrechen - vor allem beim Thema Drogen. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge brachte vor zwei Jahren eine Anwältin ihren Mandanten im Untersuchungsgefängnis Moabit 15 Pillen des Schmerzmittels Tilidin. Die Tabletten sollten im Knast "gewinnbringend" weiterverkauft werden.
Dieselbe Frau soll auch mit gleich mehreren Männern Sex im Anwaltszimmer gehabt haben. Das ergaben die Ermittlungen zu den geschmuggelten Drogen. Vom Geschlechtsakt mit einem Mann in dem 14-Quadratmeter-Raum gibt es demnach auch ein Überwachungsvideo.
Die Frau könnte laut "Bild"-Zeitung bei einer Verurteilung wegen des Drogenschmuggels zu mehr als einem Jahr Haft ihre Zulassung verlieren. Herausgekommen war alles wohl wegen eines plaudernden Mitinsassen.
Saudi-Arabien hebt nach 35 Jahren Kino-Verbot auf
Glückwunsch an alle Filmfreunde in Saudi-Arabien. Die Regierung des Landes will nach eigenen Angaben erstmals seit mehr als 35 Jahren wieder Kinos erlauben. Das Lizenzierungsverfahren habe begonnen, teilte das saudische Ministerium für Kultur und Information mit. Die ersten Kinos würden voraussichtlich im März 2018 eröffnen.
"Das markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung der Kulturwirtschaft im Königreich", erklärte Kulturminister Auwad al-Auwad. Damit unternimmt das islamisch-konservative Land einen weiteren Schritt in Richtung einer gesellschaftlichen Liberalisierung. Im September hatte König Salman angeordnet, im nächsten Jahr das Fahrverbot für Frauen aufzuheben.
Attentäter Amri soll doch kein Einzeltäter gewesen sein
Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ist noch immer nicht vollständig aufgeklärt. Eine Dokumentation von Journalisten des RBB und der "Berliner Morgenpost", die heute Abend in der ARD läuft, könnte das Bild vom Attentäter Anis Amri verändern:
Amri war demnach doch kein Einzeltäter, sondern wurde von dem aus dem Irak stammenden Islamisten-Prediger Abu Walaa eigens für den Anschlag rekrutiert.
Der Bericht stützt sich auf Unterlagen des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen aus dem Frühjahr.
Demnach hatte Abu Walaa den aus Tunesien eingewanderten Amri "autorisiert" und "gesegnet".
Abu Walaa ist derzeit vor dem Oberlandesgericht Celle angeklagt, weil er den "Islamischen Staat" unterstützen soll.
Der Bericht belastet auch das LKA: Nach dem Attentat war herausgekommen, dass die Ermittler eine Vertrauensperson (V-Mann) in Abu Walaas Umfeld platziert hatten. Dieser V-Mann soll Amri nach Berlin chauffiert haben.
Der Anschlag mit zwölf Toten und rund 70 Verletzten jährt sich in rund einer Woche, am 19. Dezember, zum ersten Mal.
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Leise rieselt der Schnee
Sollte bei Ihnen schon der Schnee weggeschmolzen sein oder Sie gar keinen zu Gesicht bekommen haben: Mein Kollege und "Der Tag"-Veteran Markus Lippold hat eine stimmungsvolle Dokumentation dieses "Wetterphänomens" ins Netz gestellt.
De Maizière rügt hohe Zahlen beim Kirchenasyl
Bundesinnenminister Thomas de Maizière kritisiert die Entwicklung beim sogenannten Kirchenasyl. Die Zahlen seien "höher als erwartet", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Zwischen August 2016 und Oktober 2017 seien dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 1690 Fälle von Kirchenasyl für 2225 Personen gemeldet worden. Ein Fall kann demnach mehrere Menschen umfassen, unter anderem eine Familie.
De Maizière kündigte zu diesem Thema Gespräche von Bund und Ländern mit den Kirchen an. Kirchenasyl müsse, "wenn überhaupt, immer ultima ratio sein, ein allerletztes Mittel".
Schlagzeilen am Morgen
Erneut Probleme auf neuer ICE-Strecke Berlin - München
Die Probleme auf der Schnellfahrstrecke der Bahn zwischen Berlin und München gehen weiter:
Der ICE, der um 7.38 Uhr in Berlin starten sollte, fiel laut Online-Fahrplanauskunft aus. Immerhin: Die Züge am früheren Morgen fuhren planmäßig.
Auf den 623 Kilometern zwischen Berlin und München fahren die ICE-Züge mit bis zu Tempo 300.
Bei der Eröffnungsgala in der Nacht zum Samstag hatte ein Zug mit rund 200 Ehrengästen und Journalisten München wegen diverser Pannen auf der Strecke mehr als zwei Stunden zu spät erreicht.
Am Sonntag, dem ersten regulären Betriebstag der neuen Schnellfahrstrecke, hatte sich ein ICE wegen eines technischen Problems stark verspätet.
USA und Südkorea proben Abschuss von Kims Raketen
Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Nordkorea haben die USA, Südkorea und Japan ein neues gemeinsames Militärmanöver gestartet. Bei der zweitägigen Übung mit insgesamt vier Kriegsschiffen in den Gewässern zwischen Japan und der koreanischen Halbinsel wird die Abwehr ballistischer Raketen geübt, wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitteilte.
Simuliert wird demnach, wie aus Nordkorea abgefeuerte Raketen geortet, ihre Flugbahnen verfolgt und Informationen unter den drei Verbündeten ausgetauscht werden. Nordkorea feuert regelmäßig Raketen zu Testzwecken ab; mehrere von ihnen überflogen japanisches Territorium.
Warum sich Palmen nicht für Christbäume eignen
Ich musste schmunzeln....
(gefunden beim Kraftfuttermischwerk)
Zahl befristeter Jobs um eine Million gestiegen
Die Zahl der befristet Beschäftigten in Deutschland ist binnen 20 Jahren um mehr als eine Million auf rund 2,8 Millionen im vergangenen Jahr gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Statistischen Bundesamtes auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Der Anteil der befristet Beschäftigten an allen abhängig Beschäftigten stieg seit 1996 von 6,4 auf 8,5 Prozent. Der Anteil wuchs mit leichten Schwankungen bis 2006 auf 8,4 Prozent und schwankte seither zwischen 8,2 und 8,9 Prozent.
Die Linke-Politikerin Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, forderte einen Stopp des "Befristungsirrsinns": "Eine neue Bundesregierung muss endlich das Befristungsproblem angehen und die sachgrundlose Befristung abschaffen."
Riesiger Flächenbrand in Kalifornien breitet sich aus
Kalifornien kämpft weiter gegen die Flammen: Das sogenannte Thomas-Feuer im Bezirk Ventura County hat sich wieder ausgebreitet. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wuchs das Feuer um 200 Quadratkilometer und ist damit der fünftgrößte Flächenbrand in der neueren Geschichte des US-Bundesstaates.
5000 weitere Menschen wurden aufgefordert, die Gegend zu verlassen. Nur zehn Prozent des Feuers seien unter Kontrolle, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Behördenangaben. Seit vergangenem Dienstag breiten sich die Brände in Südkalifornien aus. Aus den Brandgebieten wurde bisher ein Todesopfer gemeldet.
200 Schuss Munition nahe Berliner Weihnachtsmarkt entdeckt
Um es vorwegzunehmen: Die Berliner Polizei geht von einem Zufall aus und sieht keinen Zusammenhang zu einem möglichen Anschlag.
In einer Tiefgarage nahe des Weihnachtsmarktes am Schloss Charlottenburg fand ein Stellplatzmieter eine größere Menge Munition.
Wem die 200 Schuss vom Kaliber 7,65 gehören, ist unklar.
Die Munition ist neuwertig. Sprengstoffspürhunde fanden kein weiteres Material in der Garage.
Mehr dazu lesen Sie hier.
Das wird heute wichtig
Einen schönen guten Morgen,
ich hoffe, Sie sind heute trotz Wintereinbruchs ohne Verspätung oder Ausrutscher ins Büro gekommen oder wo auch immer Sie heute Morgen so hin mussten. Wir bei n-tv.de haben das zumindest halbwegs geschafft und freuen uns darauf, Ihnen heute unter anderem folgende Themen zu präsentieren:
Die EU-Außenminister kommen zusammen und werden sich dabei mit der Krise im Nahen Osten befassen.
Die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Trump wird auch Thema sein beim Besuch des russischen Präsidenten Putin in Ankara und Kairo.
In Berlin stimmt sich die CDU-Führung heute auf die Verhandlungen mit der SPD über eine Regierungsbildung ein.
Der Umweltminister von Schleswig-Holstein, Robert Habeck, will seine Kandidatur als Parteichef der Grünen erläutern.
Die Sportwelt debattiert weiter über das Beben in Dortmund, wo Ex-Köln-Trainer Stöger für den bisherigen Coach Bosz übernimmt.
Mein Name ist Sebastian Huld. Anregungen und Kritik schicken Sie bitte an sebastian.huld[at]nama.de oder via Twitter. Schön, dass Sie heute wieder dabei sind.
Das Wetter bringt dem Norden gefährliche Glätte
Guten Morgen zum Start in die neue Woche. Und die beginnt vor allem in der Nordhälfte zum Teil sehr glatt. Denn hier liegen die Frühwerte im Frostbereich und neben Schnee oder Schneematsch droht gefrierende Nässe oder Reif. Der Vormittag bringt dabei vielerorts erst einmal eine kurze Wetterberuhigung und die letzten Schauer im Nordosten ziehen ab.
Doch die Ruhe ist nicht lang. Denn von Frankreich her nähert sich mit teils kräftigem Regen das nächste Sturmtief. Im Tagesverlauf breiten sich die Niederschläge weiter aus. Von der Mitte südwärts fällt Regen, der in etwa nördlich einer Linie vom Ruhrgebiet bis herüber ins nördliche Brandenburg in Schnee übergeht. Zum Teil schneit es dort ergiebig mit erneuter Glättegefahr.
Trocken und freundlich bleibt es nur im Südosten Bayerns. Und dort ist auch sehr mild. Mit Föhnsturm (auf den Bergen der Alpen auch Föhnorkan!) erreichen die Temperaturen bis zu 14 Grad. Ansonsten werden es bis in die Landesmitte hinein 4 bis 10 Grad und selbst auf den Bergen gibt es vorübergehend Tauwetter.
Weiter nordwärts kommt die mildere Luft hingegen nicht an. Dort sind maximal 1 bis 3 Grad drin. Auch in den kommenden Tagen gestaltet sich das Wetter sehr abwechslungsreich und es wird auch wieder kälter. Hier der Fahrplan bis zum dritten Adventswochenende.
Kommen Sie gut und sicher in und durch diesen Tag.
Ihr Björn Alexander