Samstag, 23. Januar 2021Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:30 Uhr

Das war Samstag, der 23. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist ein großer Talkshow-Meister, nämlich Larry King gestorben und hierzulande musste in Berlin ein komplettes Krankenhaus wegen der britischen Corona-Mutante unter Quarantäne gestellt werden. Fälle von B.1.1.7-Infektion sind bei Patienten und dem medizinischen Personal entdeckt worden. Sie wollen mehr über die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus lesen? Dann empfiehlt sich die Lektüre des ntv Corona-Tickers.

Zudem haben uns heute in der Redaktion die Proteste gegen Putin beschäftigt. Als Unterstützung für den inhaftierten Kreml-Kritker Alexej Nawalny haben Zehntausende Anhänger demonstriert. Bislang wird von 2500 Festnahmen ausgegangen.

Folgende Themen möchte ich Ihnen nun noch für den Abend empfehlen:

  • Chodorkowski will EU-Strafen für Oligarchen: Während in Russland Zehntausende Menschen für Nawalnys Freiheit auf die Straße gehen, machen führende russische Oppositionelle Druck auf die Europäer: Vor dem Treffen der EU-Außenminister fordern Kasparow und Chodorkowski Sanktionen gegen Putin-Getreue.
  • Containerriesen fahren Corona-Flaute davon: Die Frachtschifffahrt boomt. Die Auftragsbücher sind voll, die Schiffe ausgelastet, die Preise für Container hoch. Moller Maersk und Hapag Lloyd profitieren mit satten Kursgewinnen. Doch die Kehrseite sind Staus, Lieferengpässe und Chaos in den Häfen. Als Nächstes zahlt der Verbraucher drauf.
  • Wieso verschwinden in China Milliardäre? In China verschwinden nicht nur Dissidenten plötzlich von der Bildfläche, sondern auch Milliardäre. In dem undurchsichtigen politischen System kann sich auch das Schicksal der Reichen und Mächtigen schnell wenden.
  • Thüringen plant Schulschließung bis Ostern: Thüringen ist das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Bildungsminister Holter geht deshalb davon aus, dass die Schulen vor Ostern nicht mehr öffnen können. Während CDU und AfD gegen die Pläne Sturm laufen, springt Ministerpräsident Ramelow seinem Minister bei.
  • Seltenes Siam-Krokodil tappt in Fotofalle: In einem thailändischen Nationalpark wird das erste Mal seit zehn Jahren ein Exemplar der vom Aussterben bedrohten Spezies der Siam-Krokodile fotografiert. Die Begeisterung ist groß. Und auch das Krokodil darf sich glücklich schätzen, nicht in eine viel gefährlichere Falle getappt zu sein.

Ich verabschiede mich von Ihnen und wünsche einen angenehmen Samstagabend. Passen Sie auf sich auf!

22:11 Uhr

Wagenknecht will wieder für Bundestag kandidieren

Die frühere Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht will im September wieder ins Bundestagsgeschäft einsteigen. "Ich kandidiere gerne wieder in Nordrhein-Westfalen. Gerade jetzt ist es bitternötig, den sozialen Ungerechtigkeiten und dem Missmanagement der Regierung in der Corona-Krise überzeugende Alternativen entgegenzustellen", erklärte sie heute. Wagenknecht führte die Bundestagsfraktion von 2015 bis 2019 zusammen mit Dietmar Bartsch, kandidierte dann aber nach einem Burnout und harten Auseinandersetzungen mit der Parteiführung nicht mehr für den Posten. Bis heute zählt sie zu den prominentesten Politikern ihrer Partei.

21:52 Uhr

So klingt die brasilianische Corona-Impfhymne

Der Song "Bum Bum Tam Tam", in dem Musiker MC Fioti eine Frau dazu auffordert, den Po (Bumbum) zu bewegen, war zunächst in den sozialen Medien ein Erfolg. Der Clip war 2018 der erste brasilianische, der auf Youtube eine Milliarde Mal angeschaut wurde. Heute erschien nun ein eigens produzierter Remix des Songs: "Bum Bum Tam Tam (Remix Vacina Butantan)", in dem der Musiker die Zuhörer bittet, zum Impfen ins "Butantan" zu gehen. Gemeint ist die Forschungseinrichtung "Instituto Butantan" in São Paolo, deren Name ähnlich klingt wie der Songtitel. MC Fioti sampelt übrigens in dem Song eine Flötenpassage aus einem Stück von Johann Sebastian Bach.

  • Nachdem die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, die Wirksamkeit der Impfung des chinesischen Herstellers Sinovac und dem "Instituto Butantan" im Januar festgestellt hatte, wurde "Bum Bum Tam Tam" in der ursprünglichen Version in Brasilien schnell zum Impfhit.
  • Der Text der neuen Version ist an die Impfthematik angepasst, der dazugehörige Videoclip spielt auch im "Instituto Butantan".

21:35 Uhr

Seniorin entkommt im letzten Moment Zug auf Bahnübergang

Ausgerechnet auf einem beschrankten Bahnübergang ist heute in Marbach in Baden-Württemberg das Auto einer 69-Jährigen wegen eines technischen Defekts liegengeblieben.

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Das Auto der Seniorin ist völlig zerstört.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im letzten Moment gelang es der Frau noch, das Fahrzeug zu verlassen: Ein Zug erfasste ihr Auto und schleuderte es gegen die Bahnschrankenanlage, wie das Polizeipräsidium Konstanz am Abend mitteilte.

Die Frau kam bei dem Unfall mit dem Schrecken davon. Von den zehn Zuginsassen wurde laut Polizei eine Person leicht verletzt. Am Auto, an der Bahn und der Schrankenanlage entstand erheblicher Schaden in Höhe von insgesamt fast 100.000 Euro.

21:11 Uhr

Deutsche gehen auch für Nawalny auf die Straße

Rund 2000 Menschen haben in Berlin für die Freilassung des in Russland inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny demonstriert. Diese Zahl nannte ein Polizeisprecher am Abend. Der Protestzug "Freiheit für Nawalny" zog an der russischen Botschaft vorbei und endete vor dem Brandenburger Tor. Der Ablauf sei "störungsfrei" gewesen, sagte der Sprecher.

Eine Frau in München trägt ein Schild mit der Aufschrift: "Putin, lass Nawalny frei".

Eine Frau in München trägt ein Schild mit der Aufschrift: "Putin, lass Nawalny frei".

(Foto: imago images/Lindenthaler)

Auch in Düsseldorf demonstrierten auf dem Marktplatz 200 Menschen für Nawalny. Nach Angaben der Polizei war die Kundgebung zunächst mit 100 Teilnehmern angemeldet worden. Die Demonstration verlaufe friedlich und störungsfrei, hieß es von der Polizei während des Verlaufs. Auch die Corona-Abstandsregeln würden eingehalten. Aber auch die Münchnerinnen und Münchner gingen zum Odeonsplatz, um für den bekannten Kremlkritiker zu demonstrieren.


20:45 Uhr

Mann ertrinkt fast im Gartenteich

Heute gegen 15:30 Uhr nahm ein Anwohner im nordrhein-westfälischen Plettenberg untypische Bewegungen in dem Teich seines Nachbarn wahr. Daraufhin ging dieser sofort gucken und stellte fest, dass sein Nachbar augenscheinlich in den Gartenteich gefallen sei. Der aufmerksame Nachbar setzte sofort einen Notruf ab. Kurz zuvor löste der pflegebedürftige Mann vermutlich selbst über einen an seinem Handgelenk befestigten Hausnotrufknopf ebenfalls einen Alarm aus.

Der Patient, der wach und ansprechbar war, lag tatsächlich in seinem Gartenteich als die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen. Der Nachbar und eine Pflegedienst-Mitarbeiterin, die außerhalb des Teiches standen, hatten ihn mit dem Kopf über Wasser gehalten. Die Einsatzkräfte sprangen in den Teich und holten den Mann aus dem eiskalten Wasser.

20:15 Uhr

Hier wohnt jetzt US-Vizepräsidentin Kamala Harris

Die neue US-Vizepräsidentin Kamala Harris kann noch nicht in die für sie bestimmte Residenz einziehen, weil noch renoviert werden muss. Deshalb leben sie und ihr Gatte Doug Emhoff seit Donnerstag im Gästehaus des US-Präsidenten, dem Blair House, direkt gegenüber dem Weißen Haus, erklärte Harris' Sprecherin Symone Sanders heute. Es blieb zunächst noch unklar, wie lange sie dort bleiben würden. So hat Harris aber zunächst einen kürzeren Weg, weil die eigentliche Residenz liegt etwa drei Kilometer vom Weißen Haus entfernt.

Das Blair House ist das Gästehaus des US-Präsidenten.

Das Blair House ist das Gästehaus des US-Präsidenten.

(Foto: picture alliance / Michael Kappeler/dpa)


  • In der Unterkunft leben US-Vizepräsidenten seit 1977. Sie liegt auf dem Gelände des Naval Observatory.
  • Die Residenz hat der "Washington Post" zufolge 33 Schlafzimmer.
  • Das Blair House wiederum besteht aus vier einzelnen Häusern und hat mehr als 120 Räume. Dort gibt es 18 Vollzeitangestellte.
  • Die Residenz des US-Präsidenten im Weißen Haus wiederum hat 132 Räume und 35 Badezimmer.
20:02 Uhr

Die Videos des Tages

19:43 Uhr

Cardi B. verdreht Köpfe in durchsichtigem Shopping-Outfit

Rapperin Cardi B. ("WAP") hat Geschmack und traut sich mit ihren Outfits auch was. Bei einem Shopping-Trip mit ihrem Rapper-Ehemann Offset in Los Angeles zeigte sie sich in einem durchsichtigen Designer-Kleid, dass ihren Kurven so richtig schmeichelte. Das coole Outfit mit strukturierten Strickdetails gefiel - einige zückten das Handy für einen Schnappschuss. Natürlich machte sie ihren Look mit der farblich abgestimmten Maske komplett.

19:17 Uhr

Anhänger vor Nawalnys Gefängnis aufgegriffen - sie riefen "Freiheit"!

Die Moskauer Polizei hat am Abend Anhänger des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny festgenommen, die vor seine Haftanstalt gezogen waren. Hunderte Menschen riefen vor dem berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis Matrosskaja Tischina in Sprechchören "Freiheit!", wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Einige Demonstranten wurden mit Schlagstöcken traktiert, andere brachten sich in Sicherheit, indem sie wegliefen.

  • Der 44-jährige Nawalny sitzt in dem Gefängnis, nachdem er in einem Eilverfahren zu 30 Tagen Haft wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen verurteilt worden war.
  • Nawalny hatte zu Protesten gegen Präsident Wladimir Putin aufgerufen, nachdem er am Sonntag vergangener Woche unmittelbar nach seiner Rückkehr von Deutschland nach Russland festgenommen worden war
Mehr dazu lesen Sie hier.
18:45 Uhr

Nackter Mann läuft durch Straße mit abgetrennten Kopf seines Vaters

In der Ukraine hat sich eine schreckliche und äußerst brutale Bluttat ereignet. Laut mehreren Medienberichten, darunter die "Daily Mail", wurde der 30-jährige Dmitry Ponomarenko nackt auf der Straße festgenommen, während er den abgetrennten Kopf seines Vaters bei sich trug. Den Zeugenaussagen der Nachbarn zufolge ist er blutverschmiert und mit Eingeweiden um den Hals gesehen worden. Die Polizei soll anschließend zwei männliche Leichen - die seines Vaters und eines Bekannten - in seiner Wohnung gefunden haben. Dabei soll der 30-Jährige davon gesprochen haben, dass er ein Gott sei und er die beiden Menschen sich selbst geopfert hätte. Ponomarenko befindet sich laut Bericht in Polizeigewahrsam. Gegen ihn wird wegen Doppelmordes ermittelt.

18:11 Uhr

US-Senator Chuck Schumer spricht aus Versehen von "Erektion"

Das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump startet am 8. Februar. Das gab der neue Senats-Mehrheitsführer der Demokraten, Chuck Schumer Freitagabend bekannt. Dabei passierte ihm aber ein freudscher Versprecher, der auch Thema in der "Tonight Show mit Jimmy Fallon" wurde. Als Schumer nämlich über den Sturm auf das Kapitol sprach und Trumps Verwicklung darin passierte der sprachliche Ausrutscher. Denn statt "Insurrection" (Aufstand) sagte er plötzlich "Erection". In seinem Gesicht kann man die Überraschung darüber förmlich ablesen. Jimmy Fallon kommentierte den Versprecher frech: "Jemand ist aber aufgeregt, nun neuer Senats-Mehrheitsführer zu sein".

17:44 Uhr

Biden: Keine Mauer, lieber Unterstützung der Herkunftsländer

Der neue US-Präsident Joe Biden hat mit seinem mexikanischen Kollegen Andrés Manuel López Obrador über das langjährige Streitthema Migration gesprochen. Biden habe unter anderem seinen Plan zur "Umkehr der drakonischen Einwanderungspolitik der vorherigen US-Regierung" umrissen, teilte das Weiße Haus heute mit.

Zu den ersten Amtshandlungen Bidens nach der Vereidigung am Mittwoch gehörte der Stopp der Bauarbeiten an dem von seinem Vorgänger Donald Trump initiierten neuen Zaun an der Grenze zu Mexiko. Biden will die illegale Migration unter anderem durch Unterstützung der Herkunftsländer abbremsen. Auch will er mehreren Millionen illegal in die USA gekommenen Migranten den Weg zur Staatsbürgerschaft öffnen.

17:17 Uhr

Saudi-Arabien fängt unbekannten Flugkörper über Riad ab

Saudi-Arabiens Luftabwehr hat über der Hauptstadt Riad offensichtlich eine Rakete oder Drohne abgefangen. Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis, das im Jemen gegen die Huthi-Rebellen kämpft, habe ein "feindliches Luftziel" zerstört, berichtete der Nachrichtenkanal Al-Akhbarija heute. Die Nachrichtenseite Gulf News berichtete, Anwohner hätten am Himmel über Riad eine Explosion gehört. Bilder des Vorfalls zeigten eine weiße Rauchwolke am Himmel und zwei zickzackförmige Kondensstreifen. Um was für einen Flugkörper es sich genau handelte und wer den mutmaßlichen Angriff anordnete, blieb zunächst unklar.

Huthi-Rebellen stehen im Verdacht

  • Der Verdacht richtete sich gegen die Huthi-Rebellen, die vom Norden des benachbarten Jemen aus immer wieder Ziele in Saudi-Arabien angreifen.
  • Sie hatten ihre Angriffe in vergangenen Monaten verstärkt und dabei neben Drohnen und Raketen auch und mit Sprengstoff beladene Boote eingesetzt. Im November griffen sie eine Ölanlage des Staatskonzerns Aramco mit einem Marschflugkörper an.
  • Ein Vertreter der Huthis bestritt heute aber jede Verantwortung der Miliz.
16:55 Uhr

Moskau wirft US-Diplomaten vor, sich in Nawalny-Proteste aktiv einzumischen

Laut russischer Regierung haben US-Diplomaten sich in die Massenproteste gegen Präsident Wladimir Putin aktiv eingeschaltet. Die US-Botschaft in Moskau habe Marschrouten veröffentlicht, die von den Anhängern des inhaftierten Oppositionspolitikers Alexej Nawalny genutzt werden konnten, schrieb die Außenamtssprecherin Maria Sacharowa heute auf Facebook. "Das werden die US-Kollegen erklären müssen." Sie hätten auch Informationen über einen "Marsch auf den Kreml" verbreitet.

Polizisten stoßen mit Demonstranten in Sankt Petersburg zusammen, die gegen die Inhaftierung des Oppositionsführers Nawalny protestieren.

Polizisten stoßen mit Demonstranten in Sankt Petersburg zusammen, die gegen die Inhaftierung des Oppositionsführers Nawalny protestieren.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

  • In Moskau und zahlreichen weiteren russischen Städten folgten im Laufe des Tages tausende Menschen dem Aufruf Nawalnys zum Protest gegen Staatschef Putin.
  • Rund 10.000 Menschen nahmen allein an einer nicht genehmigten Demonstration im Zentrum der russischen Hauptstadt teil, wie die Polizei mitteilte.
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16:37 Uhr

Laschet gibt es zu, er ist "Friedrich-Merz-Fan"

Der neue CDU-Chef Armin Laschet bemüht sich weiter um die Einbindung seines unterlegenen Rivalen Friedrich Merz. In einer Rede auf dem Digital-Parteitag der baden-württembergischen CDU sagte Laschet heute in Stuttgart, er wisse, dass Merz gerade im Südwesten viele Anhänger habe. "Ich bin auch Friedrich-Merz-Fan", fügte er hinzu. "Deswegen will ich, dass er dabei ist. Wir brauchen Friedrich Merz." Die Machtfrage in der CDU sei mit seiner Wahl zum Chef nun aber geklärt, betonte Laschet.

Merz hatte nach seiner Niederlage gegen Laschet die Chance ausgeschlagen, sich ins CDU-Präsidium wählen zu lassen. Für Unruhe und auch Unmut in der Partei sorgte Merz dann mit einem "Angebot" an Laschet, als Bundeswirtschaftsminister ins Kabinett einzutreten.


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16:14 Uhr

Illegale Glücksspielrunde mit 22 Menschen in Berlin gestoppt

In einer Dreizimmerwohnung traf die Polizei gegen Mitternacht auf 22 Menschen, die weder Abstände einhielten, noch Mund-Nase-Bedeckungen trugen, wie die Beamten mitteilten. Die Polizei war in der Nacht per Notruf alarmiert worden. Eine Anruferin hatte in der Wohnung im Stadtteil Steglitz ein "Kommen und Gehen" beobachtet.

In zwei Räumen waren Glücksspiele aufgebaut, mit einer Vielzahl von Würfeln, Karten und Spielchips. Die Fenster waren mit Aluminiumfolie abgeklebt, um Einblicke von außen zu verhindern. Alle erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung. Zudem starteten die Beamten 20 Ermittlungsverfahren wegen illegalen Glückspiels. 8000 Euro Bargeld wurden sichergestellt.

15:54 Uhr

Suche nach verletztem jungen Finnwal vor Neapel läuft weiter

Nach dem Fund eines toten Wals im Golf von Neapel geht die Suche nach einem zweiten, wohl verletzten Tier weiter. Das berichtete die Präsidentin der italienischen Meeresschützer von Marevivo, Rosalba Giugni. Ein Video kursierte über den jüngeren Wal, der ebenfalls in Sorrent aufgetaucht war. Darin ist zu sehen, wie er mit dem Kopf gegen eine Hafenmauer gerammt ist. Die Retter wollen natürlich verhindern, dass dem jungen Wal das gleiche Schicksal blüht, wie dem verendeten Finnwal-Weibchen.

Nach einer ersten Untersuchung sind laut Giugni keine äußeren Verletzungen oder Plastik im Magen entdeckt worden. Das Tier habe in jüngerer Zeit keinen Nachwuchs zur Welt gebracht. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass das rund 20 Meter lange und 70 Tonnen schwere Tier die Mutter des Vermissten ist. Das tote Tier war vergangene Woche entdeckt worden.

15:31 Uhr

US-Serien-Star Gregory Sierra ist gestorben

US-Schauspieler Gregory Sierra wurde bekannt durch seine Rolle des Polizisten Chano Amenguale mit dem prägnanten Backenbart, die er in den beiden ersten Staffeln der 70er-Jahre-Fernsehserie "Barney Miller" verkörperte. Er war aber auch in Serien-Hits wie "Miami Vice", "MacGyver" oder "Der Prinz von Bel Air" zu sehen.

Der Schauspieler, der ursprünglich aus New York City stammt, starb bereits am 4. Januar im Alter von 83 Jahren nach einer Krebserkrankung. Das bestätigte seine Witwe nun dem Nachrichtensender "CNN". "Er war ein brillanter Schauspieler und ganz wunderbar, mein Herz ist in Millionen Teile zerbrochen. Er hat lange gegen den Krebs gekämpft, jetzt konnte er einfach nicht mehr", erklärte sie.

15:10 Uhr

Unbekannte lassen Bootsmotor mitgehen

An Camping denkt wohl gerade niemand. Das hat in Mecklenburg Vorpommern aber Langfinger angezogen. Bisher Unbekannte haben dort auf einem Campingplatz in Sommersdorf im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Gegenstände im Wert von 15.000 Euro gestohlen. Der oder die Täter hätten in der Nacht zu Samstag einen Holzschuppen auf dem Gelände aufgebrochen. Alles was nicht sicher war, darunter auch ein Bootsmotor wurden entwendet, teilte die Polizei nun mit. Konkrete Hinweise zu den Tätern gab es zunächst nicht.

14:49 Uhr

"Ocean Viking" rettet 106 Menschen vor Ertrinken

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat bei einem Einsatz vor der Küste Libyens erneut 106 Flüchtlinge an Bord genommen. Der Hilfseinsatz sei am Freitagabend rund 50 Kilometer vor der Küste des nordafrikanischen Staates erfolgt, teilte die Organisation SOS Méditerranée nun via Twitter mit. Seit Donnerstag wurden demnach 374 Menschen aufgenommen, darunter 165 Minderjährige.

14:25 Uhr

Strickfäustlinge von Bernie Sanders hat Lehrerin gemacht

Ja, Lady Gaga hatte die glamouröse Robe bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden an, aber Senator Bernie Sanders bekommt den Internet-Hype. Sein Outfit aus olivefarbenen Parka und Strickfäustlingen wurde unzählige Male geteilt. Jetzt reagierte er auf sein Meme in der Talkshow "Late Night With Seth Meyers"."Ich saß einfach nur da, versuchte mich warmzuhalten und achtete darauf, was vor mir passierte", erklärte Sanders völlig unbeeindruckt.

Seine Mitarbeiter hätten ihm Dutzende der Fotomontagen gezeigt, bestätigte er lachend. Anschließend erzählte er dem Moderator, dass das Beste an dem Hype das Interesse ist, das daraufhin der Schöpferin der Fäustlinge entgegengebracht wurde. Er sagte, dass Jen Ellis, eine Lehrerin aus Vermont und Teilzeitnäherin, von dem Ansturm der potenziellen Kunden absolut "überwältigt" sei.

14:20 Uhr
Breaking News

Legendärer-Moderator Larry King ist gestorben

Der legendäre TV-Journalist Larry King ist tot. Das teilt sein Team über seinen Twitter-Account mit. King wurde 87 Jahre alt. Er ist nach einer Covid-Erkrankung gestorben.

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14:11 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, Heidi Ulrich hat sich in den Feierabend verabschiedet. Leider begrüßt sie draußen ein nasskaltes Berlin. Ich werde nun für sie übernehmen und Sie weiter bis zum Abend mit internationalen und nationalen News versorgen. Mal schauen, was heute noch so alles passiert. Falls Sie mich persönlich erreichen wollen für Anregungen oder Kritik - können Sie das unter yuki.schubert@nama.de tun.

14:04 Uhr

Berichte: Trump wollte Justizminister Rosen entlassen

In einem letzten Versuch, das Wahlergebnis im Bundesstaat Georgia zu seinen Gunsten umzukehren, hat der abgewählte US-Präsident Donald Trump US-Medienberichten zufolge mit dem Gedanken gespielt, Justizminister Jeffrey Rosen zu entlassen. Trump habe Rosen durch den Anwalt Jeffrey Clark ersetzen wollen, um mit dessen Hilfe eine Umkehrung des Wahlergebnisses zu erzwingen, berichten "New York Times" und "Washington Post". Trumps Vorhaben sei daran gescheitert, dass hochrangige Mitarbeiter des Justizministeriums mit einer massenhaften Kündigung gedroht hätten, heißt es in der "NYT". Clark bestreitet, sich an einem Versuch zur Amtsenthebung Rosens beteiligt zu haben.

Die Wahl in Georgia war im November knapp an Trumps Herausforderer Joe Biden gegangen. Ohne dafür Beweise vorzulegen, behauptete Trump immer wieder, die Wahl sei gefälscht worden. Anfang des Jahres hatte bereits ein Mitschnitt eines Telefonats für Empörung gesorgt. Darin forderte Trump vom Wahlleiter von Georgia, genug Stimmen zu "finden", um Biden doch noch den Wahlsieg zu entreißen.

13:45 Uhr

Ehefrau von Nawalny wird festgenommen

Die Ehefrau von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist bei Demonstrationen für die Freilassung ihres Mannes in Moskau selbst festgenommen worden. "Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität", schrieb Julia Nawalnaja zu einem von ihr veröffentlichten Foto bei Instagram. Es zeigt sie in einem Gefangenentransporter der Polizei in der russischen Hauptstadt.

Alleine in Moskau versammelten sich Tausende Demonstranten. Reuters-Augenzeugen schätzten ihre Zahl im Stadtzentrum auf mindestens 10.000. Das Innenministerium bezifferte die Zahl der Versammlungsteilnehmer auf rund 4000, wie die amtliche Nachrichtenagentur Tass berichtete. Die Polizei ging in mehreren russischen Städten gegen die Proteste vor, die von den Behörden für illegal erklärt worden waren. Es kam zu Hunderten Festnahmen.

13:30 Uhr

Linke hält Parteitag doch komplett online ab

Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen hat die Linke ihren Parteitag am 26. und 27. Februar mit der Wahl einer neuen Doppelspitze komplett ins Internet verlegt. Das beschloss der Parteivorstand einstimmig, wie Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler mitteilte. "Das Corona-Geschehen lässt uns keine Wahl", sagte er. Ursprünglich war geplant, dass man sich einen Tag online trifft und an einem Tag bei Präsenzveranstaltungen an mehreren Orten die Nachfolger der Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger und einen Vorstand wählt. Jetzt findet alles online statt. Das bisherige Vorsitzendenden-Duo aus Kipping und Riexinger tritt nach acht Jahren im Amt nicht erneut an. Um die Nachfolge bewerben sich die hessische Fraktionsvorsitzende Janine Wissler und die Thüringer Landeschefin Susanne Henning-Wellsow.

13:21 Uhr

Wirbelsturm fegt über Afrikas Ostküste hinweg

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Eine beschädigte Tankstelle in Beira.

(Foto: TWITTER / @BEN_VW via REUTERS)

Mit Windgeschwindigkeiten um die 130 Kilometer pro Stunde und schweren Regenfällen hat der tropische Wirbelsturm "Eloise" Afrikas Ostküste erreicht. Er traf am Morgen nahe der mosambikanischen Stadt Beira auf Land, wie das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten mitteilte. Es drohen schwere Überschwemmungen, die allein in Mosambik mehr als 200.000 Menschen in Mitleidenschaft ziehen könnten. Dort stehen Helfer bereit. Sie zogen damit Konsequenzen aus dem verheerenden Zyklon "Idai" vor zwei Jahren. Von den Folgen waren in Mosambik, Simbabwe und Malawi rund drei Millionen Menschen betroffen, rund 1000 Menschen starben. „Eloise“ dürfte im Laufe des Tages weiter in Richtung Simbabwe, Botswana und Südafrika ziehen. Vorher hatte der Sturm auf Madagaskar zu Überschwemmungen geführt. Mindestens eine Person kam ums Leben.

12:45 Uhr

18-Jähriger stirbt bei Dreh von Tiktok-Video

Tragisches Ende eines gefährlichen Tiktok-Drehs: Ein 18-Jähriger ist in Pakistan während der Aufnahme eines Videos für das Videoportal entlang einer Bahntrasse von einem Zug erfasst und getötet worden. Das Unglück geschah gestern in der Millionenmetropole Rawalpindi. Ein Sprecher der Rettungskräfte sagte, der 18-Jährige sei auf den Bahngleisen gelaufen und dabei von einem Freund gefilmt worden. Dann sei er von einem Zug erfasst worden. Freunde des 18-Jährigen hätten gesagt, dass er das Video auf Tiktok und anderen Online-Diensten veröffentlichen wollte.

12:12 Uhr

Londoner Polizei löst Party mit 200 Gästen auf

Trotz strenger Kontaktbeschränkungen haben in London 200 Personen eine illegale Party gefeiert. Wie die Polizei nun bekannt gab, ereignete sich der Vorfall bereits in der Nacht zum vorigen Sonntag. Feiernde hätten die Beamten angegriffen, als sie zu fliehen versuchten, teilte die Polizei mit. Zwei Beamte seien verletzt worden. Die Polizei löste die Feier auf und verteilte noch vor Ort an mehr als 30 Gäste Bußgelder von jeweils 200 Pfund (rund 225 Euro). Das Gebäude wurde für drei Monate gesperrt, der Eigentümer musste bereits in der Vergangenheit wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln eine Geldstrafe von 1000 Pfund zahlen.

11:41 Uhr

Akku explodiert und verursacht Brand in Wohnhaus

Die Explosion eines Lithiumakkus hat einen Brand in einem Einfamilienhaus in Bad Frankenhausen in Thüringen ausgelöst. Der Akku gehörte zu einer Drohne im Keller. Zu der Explosion sei es gestern während des Aufladens gekommen, heißt es von der Polizei. Das Feuer, das dabei entstand, beschädigte das Mobiliar der Büroräumlichkeiten im Keller. Die freiwillige Feuerwehr löschte den Brand. Eine Person erlitt durch den Rauch leichte Atembeschwerden.

11:11 Uhr

Lottospieler gewinnt fast 740 Millionen Dollar

Ein bisher unbekannter Lottospieler aus dem US-Bundesstaat Michigan hat bei der Freitagsziehung den Jackpot der US-Lotterie Mega Millions geknackt. Der oder die Glückliche könne nun eine Summe von 739,60 Millionen Dollar (fast 608 Millionen Euro) kassieren, teilte die Lotterie auf ihrer Webseite mit. Das Glückslos war demnach das einzige, das alle sechs Nummern - 4,26,42,50,60 und 24 - richtig hatte. Der Sender NBC berichtete, die Wahrscheinlichkeit dafür habe bei 1 zu 303 Millionen gelegen.

10:49 Uhr

Russland verbittet sich Einmischung zu Nawalny-Protesten

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Hier sind Demonstranten in Nowosibirsk auf der Straße.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Russland hat sich wegen der Proteste für die Freilassung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny eine Einmischung aus dem Ausland verbeten. Das russische Außenministerium kritisierte in einer Mitteilung die US-Botschaft in Moskau, die mehrere Demonstrationen in russischen Städten mit genauen Treffpunkten und Uhrzeiten aufgelistet hatte. Unter dem Deckmantel der Sorge um die Sicherheit von US-Bürgern im Ausland wolle Washington die Proteste in Russland anheizen, kritisierte Moskau. Nawalnys Anhänger haben in mehr als 90 russischen Städten zu Protesten aufgerufen. Aktivisten berichteten von Dutzenden Festnahmen. Vielerorts griff die Polizei bisher aber auch nicht ein, wie auf Videos in sozialen Netzwerken zu sehen ist.

Update von 12:12 Uhr: Die Beobachtergruppe OVD-Info spricht inzwischen von landesweit 238 Festnahmen. Nach Angaben der Beobachtungs-Website "Downdetector.ru" sind Mobilfunk und Internetzugänge teilweise gestört.

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Die Polizei ist mit einem riesigen Aufgebot im Moskauer Stadtzentrum. Auch dort gibt es Festnahmen.

(Foto: dpa)

10:15 Uhr

Homeoffice lässt Autodiebstähle zurückgehen

Durch die vermehrte Arbeit im Homeoffice während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Autodiebstähle gesunken. "Autos sind beispielsweise angesichts der verstärkten Nutzung des Homeoffice eher in sicheren Garagen geblieben - das hat sich in der Statistik niedergeschlagen", sagte der Chef des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, der "Heilbronner Stimme". Vor allem während des Lockdowns im Frühjahr seien weniger Autos gestohlen worden. Auch in anderen Kriminalitätsbereichen verlagerten sich durch die Pandemie die Schwerpunkte, berichtete Münch. So verschiebe sich der Handel mit Drogen noch mehr ins sogenannte Darknet. Das BKA habe darauf reagiert und seine Ermittlungen im Netz verstärkt.

09:55 Uhr

DIW schlägt neues Freihandelsabkommen mit USA vor

Mit einem neuen Präsidenten im Weißen Haus ergeben sich auch neue Chancen. Noch ist offen, wie sich die transatlantischen Handelsbeziehungen unter Joe Biden entwickeln werden. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schlägt eine rasche europäische Initiative für ein neues Freihandelsabkommen mit den USA vor. Ein Ersatz für das gescheiterte TTIP-Abkommen würde Europas Stellung gegenüber China stärken, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der "Augsburger Allgemeinen". "Wir sollten uns mit der neuen US-Regierung einigen, wie wir mit China umgehen. Daher sollte Europa auf ein neues Handelsabkommen mit den USA setzen, in dem wir uns auf gemeinsame Standards verständigen, die dann global bindend sind."

Der Ökonom kritisierte das Investitionsabkommen zwischen der EU und China, dessen Vertragstext gestern veröffentlicht wurde. "Das Abkommen ist kein großer Wurf, man begegnet sich nicht auf Augenhöhe, die Bedingungen in den Volkswirtschaften sind sehr unterschiedlich", meinte Fratzscher. Die beste Strategie für Europa sei es, "die eigenen Interessen im globalen Systemwettbewerb zu behaupten, in einer starken transatlantischen Partnerschaft".

09:30 Uhr

Lindner wünscht sich Laschet als Kanzlerkandidat

Die Union will ihren Kanzlerkandidaten im Frühjahr bestimmen. FDP-Chef Christian Linder hat schon einen klaren Favoriten: der neue CDU-Chef und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet. "Wer das größte Bundesland erfolgreich regiert und in einem harten, langen Wettbewerb den Vorsitz der größten Partei erringt, der kann Kanzler", sagte Lindner dem "Spiegel". Seine Partei schätze Laschet als "vertrauenswürdigen Partner in Nordrhein-Westfalen", betonte Lindner. Laschet habe sich "klar für eine Zusammenarbeit mit der FDP aus inhaltlichen Gründen ausgesprochen". Mit Blick auf mögliche Koalitionsoptionen nach der Bundestagswahl im September wollte sich Lindner aber nicht festlegen. Die inhaltlichen Übereinstimmungen seien aber "bei Schwarz-Gelb von allen Konstellationen am größten".

09:03 Uhr

Demonstranten bei Nawalny-Protesten festgenommen

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In Chabarowsk haben die Proteste bereits begonnen. Es gibt erste Festnahmen.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Bei Protesten für die Freilassung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny hat es unter anderem im äußersten Osten Russlands Festnahmen gegeben. In der Großstadt Chabarowsk, die Moskau aufgrund der Zeitverschiebung sieben Stunden voraus ist, veröffentlichten Aktivisten Videos von Polizisten, die Demonstranten schlagen und in Gefangenentransporter stecken. In Chabarowsk richtet sich die Unzufriedenheit der Menschen auch gegen die Inhaftierung eines beliebten Ex-Gouverneurs im Sommer. Nawalnys Anhänger haben in Dutzenden russischen Städten zu Protesten aufgerufen. Die Behörden drohen mit hohen Strafen für die Teilnahme an den nicht genehmigten Kundgebungen. In den vergangenen Tagen waren bereits zahlreiche Mitstreiter des Oppositionspolitikers festgenommen worden, darunter seine Pressesprecherin Kira Jarmysch. Auch in den Städten Wladiwostok und Irkutsk versammelten sich trotz eisiger Temperaturen Hunderte Demonstranten. Sie skandierten "Wir sind die Macht" und "Putin ist ein Lügner". Wie die Bürgerrechtsorganisation OWD Info mitteilte, nahmen die Sicherheitskräfte insgesamt 50 Menschen in zehn Städten in Gewahrsam.

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Die Polizei blockiert einen Platz in Chabarowsk, während sich Demonstranten versammeln.

(Foto: dpa)

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08:44 Uhr

Volkswirte befürchten Durststrecke im ersten Quartal

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Fast leere Plätze und Innenstädte gehören in der Corona-Pandemie inzwischen zum Alltag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Volkswirte führender Finanz- und Wirtschaftsinstitute befürchten für die Konjunktur in Deutschland eine Durststrecke im ersten Quartal. Erst danach könnte eine Erholung einsetzen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. "2021 dürfte zwar ein Jahr der wirtschaftlichen Erholung werden, allerdings wird sich die Lage auf kurze Sicht erst noch einmal deutlich verschlechtern", sagte Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe. Die Nürnberger Volkswirtschafts-Professorin und Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung, Veronika Grimm, geht von einem Wachstum nur noch wenig über drei Prozent für 2021 aus. Marc Schattenberg, Volkswirt bei der Deutsche-Bank-Gruppe, sagte: "Wenn die Impfung in Schwung kommt und allmählich wärmeres Wetter einsetzt, dürfte eine kräftige, spürbare Konjunkturerholung einsetzen."

08:22 Uhr

Umweltministerin ist für Weiterbau von Nord Stream 2

Das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2 sorgt immer wieder für Diskussionen. Nun ist es in Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny neu in den Fokus geraten. Die EU-Länder beraten nämlich über weitere Sanktionen gegen Russland. Vorgestern hatte das EU-Parlament einen Baustopp für die Gaspipeline gefordert. Die Bundesregierung fordert die sofortige Freilassung Nawalnys. Der Fall ändert aber nichts an der Haltung der Bundesregierung, den Bau fortzusetzen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte jetzt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Entscheidung zum Bau sei vor vielen Jahren gefallen und in einem rechtsstaatlichen Verfahren genehmigt worden. Würde das Projekt jetzt noch gestoppt, "würden wir mit Blick auf Verlässlichkeit rechtsstaatlicher Entscheidungen einiges an Porzellan zerschlagen und vermutlich in ein Klageverfahren laufen". Deutschland werde nach dem Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom für einen Übergangszeitraum Erdgas brauchen, so die SPD-Politikerin.

07:40 Uhr

Geisterfahrt - Polizei entdeckt Betrunkene hinter Leitplanke

Die Polizei hat letzte Nacht auf der A24 in Mecklenburg-Vorpommern eine betrunkene Frau hinter einer Leitplanke entdeckt, die mutmaßlich kurz vorher als Geisterfahrerin unterwegs war. Andere Fahrer riefen den Notruf. Ihnen war auf der Überholspur in Richtung Hamburg ein Auto entgegengekommen. Polizisten entdeckten daraufhin ein beschädigtes Auto nahe der Anschlussstelle Neustadt-Glewe an der Mittelschutzplanke - mit laufendem Motor und geschlossenen Türen. Im Fahrzeug saß niemand mehr, doch hinter der Außenschutzplanke der Gegenfahrbahn stießen die Beamten schließlich auf eine 23-Jährige. Ein Alkoholtest ergab bei ihr einen Wert von 2,55 Promille. Sie gab an, bloß Beifahrerin gewesen zu sein - doch trotz intensiver Suche und Einsatzes eines Fährtenhundes wurden in der Nähe keine weiteren Menschen gefunden. Auch sonst habe nichts auf eine Beteiligung Dritter hingedeutet, heißt es von der Polizei. Verletzt wurde niemand. Gegen die Frau wird ermittelt.

07:15 Uhr

Vier von zehn deutschen Autos gehen nach China

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Von Bremerhaven aus werden Autos in die ganze Welt exportiert. Umgekehrt kommen hier auch Autos an.

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Der chinesische Markt wird für die deutsche Autoindustrie immer wichtiger. Vier von zehn Neuwagen werden nach China exportiert, berichtet die "Augsburger Allgemeine" und verweist auf eine Studie des Center Automotive Research vom Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer. 2020 exportierten Volkswagen, Daimler und die BMW-Gruppe demnach 5,4 Millionen Fahrzeuge nach China. Das seien 38,2 Prozent der insgesamt weltweit abgesetzten 14,16 Millionen Neufahrzeuge, heißt es weiter. "So hoch war der China-Anteil der deutschen Autobauer noch nie und er wird weiter steigen", sagte Dudenhöffer der Zeitung. Demnach stieg der Ausfuhranteil, obwohl die tatsächliche Verkaufszahl deutscher Fahrzeuge auf dem chinesischen Markt insgesamt um 250.000 Neuwagen leicht sank.

BMW steigerte seinen chinesischen Exportanteil 2020 im Vergleich zum Vorjahr von 28,5 auf 33,4 Prozent, Daimler von 25,3 Prozent auf 30,6 Prozent und bei den Automarken des Volkswagen-Konzerns beträgt der Anteil des China-Geschäft inzwischen 41,4 Prozent, nach 38,6 Prozent im Vorjahr.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:49 Uhr

Neue US-Regierung überprüft Abkommen mit den Taliban

Die USA wollen ihr Abkommen mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan auf den Prüfstand stellen. Eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats sagte, Washington wolle sehen, ob die Taliban ihre Verpflichtungen einhielten.

  • Die US-Regierung will demnach prüfen, ob die Taliban ihre Verbindungen zu terroristischen Gruppen beendet, die Gewalt in Afghanistan reduziert und sich auf ernsthafte Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung eingelassen haben.
  • Washington und die Taliban hatten das Abkommen vor knapp einem Jahr geschlossen. Die USA sagten damals einen vollständigen Truppenabzug bis Mitte 2021 zu, im Gegenzug gaben die Taliban Sicherheitsgarantien ab.
  • Der Abzug der US-Truppen war eines der Versprechen des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump.
  • Zuletzt hatten die Angriffe in Afghanistan aber wieder stark zugenommen.
06:24 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Heute jährt sich der erste Lockdown in Wuhan zum ersten Mal. In der chinesischen Metropole war das Coronavirus Ende 2019 erstmals bei Menschen festgestellt worden. Nun erinnert in Wuhan nichts mehr an die Geisterstadt vor einem Jahr. Öffentliche Verkehrsmittel, Parks und Bars sind wieder voller Menschen. Davon ist so ziemlich der Rest der Welt noch weit entfernt. Wir halten Sie in unserem Corona-Ticker darüber auf dem Laufenden, wie sich die Lage entwickelt. Terminlich steht heute noch dies an:

  • Die CDU-Landesverbände in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz halten ab 10 Uhr ihre Parteitage ab – hauptsächlich digital. Sie wollen ihr Wahlprogramm für die Landtagswahlen beschließen. In Stuttgart wird der frisch gewählte CDU-Bundeschef Armin Laschet am Nachmittag eine Rede halten.
  • In Russland haben Unterstützer des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny zu Protesten aufgerufen. In rund 70 Städten sind Aktionen geplant.
  • Sportlich beschäftigt uns unter anderem die Fußball-Bundesliga. Zum Rückrundenauftakt stehen Hertha BSC und Trainer Bruno Labbadia unter Druck. Die zuletzt kriselnden Berliner empfangen um 18.30 Uhr den SV Werder Bremen.
  • Bei der Handball WM trifft Deutschland ab 20:30 Uhr auf Brasilien. Nach zwei Niederlagen benötigt die DHB-Auswahl zwingend einen Sieg, um sich eine Minimalchance auf den Einzug ins Viertelfinale zu erhalten. Dafür muss zugleich Tabellenführer Ungarn sein Spiel gegen Polen verlieren. Die Kollegen vom Sport-Tag haben auch alle anderen wichtigen Sport-Meldungen im Blick.

06:00 Uhr

06:00 Schlagzeilen aus der Nacht