Sonntag, 10. Mai 2020Der Tag

mit Juliane Kipper
Juliane Kipper
22:30 Uhr

Das war Sonntag, der 10. Mai 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

während die Lockerungen in der Corona-Pandemie vorangehen, steigt den vierten Tag in Folge die Reproduktionszahl. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt die geschätzte Reproduktionsrate mittlerweile bei 1,13 (Stand 10. Mai 0 Uhr). Damit steckt ein Corona-Infizierter mehr als eine weitere Person an. Anfang Mai lag der Wert nach RKI-Angaben noch über mehrere Tage zwischen 0,7 und 0,8. Am Mittwoch gab das RKI den Wert noch mit 0,65 an (Datenstand 6. Mai 0 Uhr), seitdem war er kontinuierlich gestiegen. Nur wenige Tage nachdem ein Grenzwert für Neuinfektionen eingeführt worden ist, übersteigen mittlerweile schon vier Landkreise und eine Stadt diese Obergrenze. Neue Beschränkungen könnten die Folge sein.

Ansonsten waren diese Themen heute noch wichtig:

Damit verabschiede ich mich von Ihnen und wünsche eine gute Nacht.

22:04 Uhr

Brand in Berliner Gewerbegebiet löst Großeinsatz aus

Bei einem Brand in Berlin-Tegel sind drei Lagerhallen komplett abgebrannt, vier weitere wurden teilweise betroffen. In einem weitgehend von Gewerbe genutzten Gebiet waren mehrere Lagerhallen in Brand geraten, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Eine dunkle Rauchwolke war weit zu sehen, Menschen waren nicht in Gefahr. Die Feuerwehr stockte ihre Einsatzkräfte auf und hatte zuletzt rund 100 Kräfte im Einsatz. Auch die Flughafenfeuerwehr eilte mit einem großen Tankfahrzeug zur Hilfe. Umliegende Straßen wurden wegen der Löscharbeiten gesperrt. Bis zum Abend brannten drei Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von 10.000 Quadratmetern komplett ab.

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Die Feuerwehr warnte via Twitter, das betroffene Gebiet in der Nähe des Flughafens zu meiden.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

21:21 Uhr

Kardinal Müller fühlt sich missverstanden

Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat seine Unterschrift unter einem Schreiben kirchlicher Würdenträger verteidigt, in dem die staatlichen Auflagen im Kampf gegen das Coronavirus scharf verurteilt werden. "Natürlich haben interessierte kirchliche Kreise diesen Vigano-Text benutzt, um daraus Empörungskapital gegen ihre vermeintlichen Gegner zu schlagen", sagte Müller der katholischen Zeitung "Tagespost".

  • "Jeder nennt jetzt jeden Andersdenkenden Verschwörungstheoretiker." Das Schreiben hatte der frühere Vatikan-Botschafter in den USA und erklärte Gegner von Papst Franziskus, Erzbischof Carlo Maria Vigano initiiert.
  • In dem Text heißt es unter anderem: "Es sind Tatsachen, dass unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie in vielen Fällen unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt wurden, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit."
  • Müller beklagte, dass der Text bewusst missverstanden werde. "Es wird so hingestellt, als ob die Pandemie selbst erfunden wäre, um Panik zu machen, was ja absurd ist." Sein Augenmerk habe auf der zum Teil unzulänglichen kirchlichen Reaktion gelegen, nicht auf den medizinischen Aspekten der Krise.
20:32 Uhr

Großbritannien und EU diskutieren weiter über Post-Brexit-Zeit

Großbritannien und die EU beginnen morgen die dritte Runde ihrer Gespräche über die künftigen Beziehungen nach dem Brexit. In einer Video-Konferenz am Nachmittag beraten zunächst der EU-Verhandlungsführer Michel Barnier und sein britischer Kollege David Frost. Über die Woche verteilt finden dann Gespräche zu verschiedenen Themen auf Expertenebene statt. Über die Ergebnisse soll am Freitag berichtet werden.

Großbritannien war am 31. Januar aus der EU ausgetreten. In der Übergangsphase bis Jahresende bleibt das Land noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion. In dieser Zeit wollen beide Seiten insbesondere ein Handelsabkommen vereinbaren. Die bisherigen Gesprächsrunden haben aber kaum Fortschritte gebracht. Eine mögliche Verlängerung der Verhandlungsphase über das Jahresende hinaus lehnt London bisher strikt ab. Darüber müsste bis Ende Juni entschieden werden.

19:54 Uhr

Mainzer Seniorenheim ermöglicht ungewöhnlichen Muttertags-Besuch

So nah wie lange nicht: Das Seniorenheim "Maria Königin" in Mainz macht am Muttertag eine ungewöhnliche Begegnung möglich. Angehörige und Bewohner konnten sich heute in einem Zelt zum ersten Mal seit langer Zeit gegenübersitzen, aus Schutzgründen getrennt durch eine Plexiglasscheibe.

Für Veronika Ambach-Gattung war das Wiedersehen mit ihrer 89 Jahre alten Mutter Hannelore Scheuerle ein ganz besonderer Moment. "Ich habe mich total gefreut, dass ich meine Mutter heute mal sehen kann", sagte Ambach-Gattung mit belegter Stimme. Sie habe die Nacht zuvor kaum geschlafen, so aufgeregt sei sie gewesen. "Man hört sich ja sonst nur am Telefon", berichtet sie. Das sei auch für ihre eigentlich noch sehr fitte Mutter eine bedrückende Situation.

Für das Seniorenheim ist mit den Besuchen erheblicher Aufwand verbunden. "Es ist nicht nur mit dem Zeltaufbau oder ein bisschen Händedesinfektion getan", erklärte Pflegedienstleiterin Rasha Schreiber. So seien etwa Termine per Telefon abgesprochen worden. Ein Mitarbeiter nehme zudem die Daten der Angehörigen beim Besuch auf, um eine Nachverfolgung gewährleisten zu können.

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Veronika Ambach-Gattung (r) spricht mit ihrer Mutter Hannelore Scheuerle in einem Zelt vor dem Seniorenheim Maria Königin

(Foto: picture alliance/dpa)

 

19:16 Uhr

US-Finanzminister rechnet mit Verschlimmerung auf Arbeitsmarkt

Die Coronavirus-Pandemie sorgt in den USA für den massivsten Jobabbau seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren. Allein im April wurden 20,5 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft gestrichen, wie die Regierung  mitteilte. Nach Einschätzung von Finanzminister Steven Mnuchin dürfte die Arbeitslosenquote noch weiter steigen.

"Die gemeldeten Zahlen werden wahrscheinlich schlimmer bevor sie besser werden", sagte Mnuchin dem Sender Fox News. Er deutete an, dass im Weißen Haus Gespräche über weitere Fiskalmaßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Belastungen infolge der Pandemie liefen. Allerdings wolle die Bundesregierung nicht Bundesstaaten "mit schwachem Management" aus der Klemme helfen. Das Präsidialamt dringe auf eine Senkung der Lohnsteuern.

18:38 Uhr

Hund greift sechsjähriges Kind an

Bei einer Feier in einem Kleingartenverein hat ein Hund in Wismar in Mecklenburg-Vorpommern einem sechsjährigen Kind eine schwere Kopfverletzung beigebracht. Wie die Polizei in Rostock mitteilte, spielten am Vorabend mehrere Kinder mit dem bis dahin unauffälligen Schnauzer-Mischling eines Gasts. Plötzlich habe das Tier das sechsjährige Kind gebissen und am Kopf verletzt. Die Eltern brachten das Kind selbst ins Krankenhaus, wo es ärztlich versorgt wurde. Gegen den Hundehalter wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

17:57 Uhr

Für ZDF-Moderatorin Kiewel ist Israel ihr Rückzugsort

Die ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel hat neben Frankfurt noch ein zweites Zuhause in Israel. "In der "Fernsehgarten"-Saison habe ich es meistens so geregelt, dass ich am Sonntag um 18 Uhr ins Flugzeug steige und um Mitternacht meine kleine Wohnung in Tel Aviv aufschließe, mich mit einem Arak (Anisschnaps) auf den Balkon setze und runterkomme. Mir tut nach so einer Live-Sendung alles weh, das ist wirklich die schönste Schwerstarbeit, die man sich vorstellen kann", sagte Kiewel der "Bild am Sonntag".

Israel ist demnach für sie ein Rückzugsort: "Keiner kennt oder erkennt mich hier, um mich herum wird eine Sprache gesprochen, die ich nur zu 50 Prozent verstehe. So sehr ich meinen Job in Deutschland liebe, aber ich bin da halt die Frau aus dem Fernsehen und ich versuche immer, diesem Bild zu entsprechen. Da bin ich eben immer ein bisschen öffentlich." In Tel Aviv lebe sie unter dem Radar der Öffentlichkeit, dort habe sie ein "Herzens-Zuhause" gefunden. "Da habe ich Familie, sehr viele Freunde und auch einen ganz besonderen Herzensmenschen. Aber dazu sage ich nicht mehr, das ist nur meins und das beschütze ich ganz stark."

17:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

17:24 Uhr

Wahltag in Polen: Es wird keine einzige Stimme auszuzählen sein

Dieser Sonntag dürfte in die Geschichte Polens eingehen: Die ursprünglich geplante Präsidentschaftswahl findet nicht statt - formal wurde sie jedoch weder verschoben noch abgesagt. Hintergrund ist der Streit zwischen der Regierung und der Opposition in Warschau über eine verfassungskonforme Lösung für den wegen der Corona-Pandemie ausfallenden Urnengang.

Offiziell war der Sonntag in Polen ein Wahltag - auch wenn angesichts geschlossener Wahllokale keine einzige Stimme auszuzählen sein wird. "Wir befinden uns in einem Dunst legaler Absurdität", sagte der Politikwissenschaftler Stanislaw Mocek. Aus seiner Sicht hätte die nationalkonservative Regierung die Wahl mit Verweis auf die Corona-Pandemie als "Naturkatastrophe" offiziell verschieben müssen.

Auf diesen Schritt hatte die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) jedoch mit der Begründung verzichtet, dass sich das neuartige Coronavirus nicht stark genug in Polen ausgebreitet habe, um eine solche Argumentation zu rechtfertigen. Zudem könnten laut PiS Konzerne im Falle eines Naturkatastrophenzustands Schadenersatzzahlungen einfordern.

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Nach aktuellen Umfragen könnte Duda bei einer Wahl auf mehr als 50 Prozent der Stimmen kommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

16:50 Uhr

Massengrab in Mexiko mit 25 Leichen entdeckt

Im Westen von Mexiko hat die Polizei mindestens 25 Leichen in einem Massengrab entdeckt. Die Toten seien auf dem Gelände einer Farm in der Ortschaft El Salto im Bundesstaat Jalisco verscharrt gewesen, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft in der Nacht mit. Zudem entdeckten die Beamten fünf Tüten mit vermutlich weiteren menschlichen Überresten. Die Sicherheitskräfte hatten die Leichen bei der Suche nach verschwundenen Personen entdeckt.

In dem lateinamerikanischen Land gelten rund 60.000 Menschen als vermisst. Viele dürften von den mächtigen Verbrechersyndikaten verschleppt und getötet worden sein. Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko über 35.000 Menschen getötet.

16:09 Uhr

Einbrecher versteckt sich in Bettkasten

Ein 19-Jähriger Einbrecher hat sich im Berliner Ortsteil Lichtenberg in einem Bettkasten versteckt. Die Polizisten fanden ihn trotzdem, wie es in einer Mitteilung hieß. Der junge Mann und ein mutmaßlicher Komplize im Alter von 17 Jahren waren demnach über das Fenster in eine Hochparterrewohnung eingedrungen. Von Anwohnern in der Frankfurter Allee alarmierte Polizisten trafen die beiden den Angaben nach noch in der Wohnung an. In mitgeführten Taschen hätten sie Diebesgut verstaut. Beide seien festgenommen worden.

15:28 Uhr

Verschwundene Millionärsfrau: Verdächtiger wieder frei

Die norwegische Polizei hat einen 30-Jährigen freigelassen, der im Zusammenhang mit dem rätselhaften Verschwinden der Frau des Multimillionärs Tom Hagen festgenommen worden war. Die Vorwürfe seien teilweise fallengelassen worden, heißt es.

  • Die Polizei hatte dem Mann zunächst vorgeworfen, die Frau getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.
  • Jetzt beschuldigt sie ihn nur noch der Mittäterschaft bei einer Entführung.
  • Der Mann selbst weist die Vorwürfe zurück.
  • Anne-Elisabeth Hagen war am 31. Oktober 2018 spurlos aus dem Familienhaus in Lørenskog nahe Oslo verschwunden. Die Polizei ging erst von einer Entführung aus. Inzwischen gilt es wahrscheinlich, dass sie getötet wurde.
  • Auch Ehemann Tom Hagen steht im Verdacht, etwas mit dem Verschwinden zu tun zu haben.
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Hat Ehemann Tom Hagen etwas mit dem Verschwinden seiner Ehefrau zu tun?

(Foto: picture alliance/dpa)

 

15:06 Uhr

Iran bietet USA Gefangenenaustausch an

Der Iran sorgt sich um die Gesundheit seiner Staatsangehörigen, die in US-amerikanischen Gefängnissen festsitzen. Deshalb hat die Führung in Teheran anscheinend einen vollständigen Gefangenenaustausch ohne Vorbedingungen angeboten.

  • "Amerika ist verantwortlich für die Sicherheit der Iraner inmitten des Coronavirus-Ausbruchs", zitiert die Nachrichtenseite Chabaronline den iranischen Regierungssprecher Ali Rabiei. "Wir sind bereit, Gefangene auszutauschen und über dieses Thema zu beraten, aber die Amerikaner haben bisher nicht reagiert."
  • Letztmals hatten die Erzfeinde 2019 in einem seltenen Akt der Kooperation Gefangene ausgetauscht.
  • Der amerikanische Student Xiyue Wang, der wegen Spionagevorwürfen zu drei Jahren Haft verurteilt war, kam im Gegenzug für den inhaftierten iranischen Stammzell-Forscher Massud Soleimani frei, dem Sanktionsverstöße vorgeworfen worden war.
14:37 Uhr

Güterwagen der Bahn werden älter und größer

Der Güterverkehr auf der Schiene spielt eine entscheidende im Kampf gegen den Klimawandel. Mit dem aktuellen Zustand der Güterwagenflotten der Bahn sind die Grünen aber nicht zufrieden. Die DB Cargo habe sich in den letzten zehn Jahren nicht zum Besseren entwickelt, kritisieren die Sprecher für Bahn- und Haushaltspolitik, Matthias Gastel und Sven-Christian Kindler. Sie bei der Bundesregierung den aktuellen Zustand abgefragt.

  • Ergebnis: Die Güterwagen werden im Schnitt immer älter. Im Jahr 2024 wird das Durchschnittsalter der Waggons bei voraussichtlich 32,2 Jahren liegen.
  • Gleichzeitig wird die Flotte immer kleiner. Letztes Jahr standen der Bahn etwas mehr als 72.300 Waggons zur Verfügung. Vor zehn Jahren waren es noch mehr als 101.600.
  • Das hat nach Angaben der Bundesregierung aber einen guten Grund: Die Wagen werden zunehmend größer und können mehr Menge pro Wagen transportieren.
  • Auch die Altersangabe täuscht der Bahn zufolge: Mit der Zeit würden alle relevanten Teile ausgetauscht heißt es. "Spätestens nach 24 Jahren ist vom ursprünglichen Wagen nur noch der Rahmen übrig."
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Umweltschonender Transport: Der Güterverkehr auf der Schiene.

(Foto: imago images/Gottfried Czepluch)

 

14:37 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

der Kollege hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ab jetzt versorge ich Sie bis in den späten Abend mit Nachrichten. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie mir gern unter juliane.kipper[at]nachrichtenmanufaktur.de.

13:45 Uhr

Großbrand in China: 1300 Feuerwehrleute im Einsatz

Im Südwesten Chinas hat ein Waldbrand einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, kämpfen mehr als 1300 Einsatzkräfte gegen das Feuer in der Provinz Yunnan.

  • Dem Bericht zufolge ist der Waldbrand bereits am Samstag in der Nähe der Millionenmetropole Kunming ausgebrochen.
  • Die Brandursache ist bisher noch unklar.
  • Vor allem in den Sommermonaten gibt es in vielen Teilen Chinas schwere Waldbrände.
  • Erst im März waren bei einem solchen Brand 18 Feuerwehrleute ums Leben gekommen.
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Ein Feuerwehrmann stellt sich den Flammen.

(Foto: picture alliance/dpa)

13:15 Uhr

Luxemburg freut sich: Der künftige Thronfolger ist da

Die Thronfolge im Großherzogtum Luxemburg scheint auf absehbare Zeit gesichert. Erbgroßherzogin Stéphanie, die Ehefrau von Erbgroßherzog Guillaume, hat nach Angaben des Hofs am Morgen einen gesunden Sohn zur Welt gebracht.

  • Der adlige Spross wiegt 3190 Gramm und ist 50 Zentimeter groß.
  • Sein Namen lautet Charles Jean Philippe Joseph Marie Guillaume.
  • Gemäß der dynastischen Nachfolgeregelung soll er eines Tages seinem Vater Guillaume auf dem luxemburgischen Thron folgen.
  • Großherzog ist ein Titel für Fürsten im Rang zwischen König und Herzog.
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Ruhe bitte, Ihre königliche Hoheit posiert: Stephanie (r.v.), ihr Ehemann und Thronfolger Gillaume (r.h.), Großherzog Henri von Luxemburg (l.h.) und seine Ehefrau Maria Teresa (l.v.) umrahmen das belgische Königspaar bei einem Staatsbesuch in Luxemburg.

(Foto: imago images/Belga)

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12:51 Uhr

Bundeswehr setzt neue Drohne in Afghanistan ein

Die Bundeswehr will die neue Drohne Heron TP ab kommendem Jahr in Afghanistan für Aufklärungsflüge einsetzen. Ab 2024 soll das Modell auch in Mali das Vorgängermodell Heron 1 ersetzen, sofern der Einsatz dann noch andauert. Dies geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor.

  • Die Bundeswehr setzt derzeit drei Heron-1-Drohnen in Afghanistan und drei in Mali ein.
  • Die Heron TP kann länger in der Luft bleiben und liefert bessere Bilder als der Vorgänger.
  • Sie kann außerdem bewaffnet und zur Kampfdrohne aufgerüstet werden - was in Deutschland aber politisch umstritten und noch nicht entschieden ist.
  • Betrieben werden sie vom Taktischen Luftwaffengeschwader 51 "Immelmann" in Jagel.
  • Das Verteidigungsministerium beginnt morgen eine Debatte über eine mögliche Bewaffnung von Drohnen, wie sie Verbündete schon vollzogen haben.
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Die Bundeswehr hat die Heron-TP-Drohnen von Israel gemietet. Ab 2025 soll die gemeinsam mit Frankreich, Italien und Spanien entwickelte Eurodrohne verfügbar sein.

(Foto: REUTERS)

12:30 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

12:17 Uhr

Regionalzug erfasst Einjährige - tot

In Bielefeld ist ein eineinhalb Jahre altes Mädchen auf offener Strecke von einer Regionalbahn erfasst und tödlich verletzt worden. Wie und warum das Kind am Samstagabend auf den breiten Bahndamm kam, sei noch ungeklärt, sagt die Polizei. Auch die weiteren Umstände seien unklar. Trotz Reanimationsversuchen wurde der Tod des Mädchens noch vor Ort festgestellt.

12:12 Uhr

Täter von Waldkraiburg gesteht: "Hass auf Türken"

Freitagabend nimmt die Polizei am Bahnhof in Mühldorf am Inn einen 25-Jährigen fest, der für mehrere Anschläge auf Geschäfte türkischstämmiger Inhaber im bayerischen Waldkraiburg verantwortlich sein soll. Nun geben die Ermittler erste Einzelheiten bekannt: Der Täter hat gestanden, aus Hass gehandelt zu haben.

  • Der 25-Jährige habe als Tatmotiv seinen "Hass auf Türken" und eine antitürkische Gesinnung angegeben, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Georg Freutsmiedl.
  • Weiterhin sympathisiert er mit dem Islamischen Staat und wollte sich der Terrormiliz anschließen.
  • Nach eigenen Angaben hat er weitere Anschläge geplant, die wieder türkische Einrichtungen treffen und noch größeren Schaden anrichten sollten.
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11:44 Uhr

Junger Surfer stirbt bei Haiangriff vor Kalifornien

Nicht nur vor Australien (siehe Eintrag von 7.04 Uhr) sind derzeit Haie unterwegs, sondern auch vor der kalifornischen Küste. Am Manresa State Beach bei Santa Cruz endete der Angriff für einen jungen Surfer tödlich.

  • Zu dem Angriff kam es nach Angaben der Parkbehörde des US-Bundesstaates am Samstagnachmittag etwa 90 Meter vom Strand entfernt.
  • Der 26-Jährige starb noch vor Ort.
  • Um welche Art Hai es sich gehandelt habe, ist nicht bekannt.
  • An den Gewässern in der näheren Umgebung wurden für fünf Tage Warnschilder aufgestellt.
  • Der Strand selbst ist zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie von 11 bis 17 Uhr geschlossen, ausgenommen sind Wassersportler.
11:05 Uhr

Lawine tötet 23-Jährigen in den Dolomiten

In den Dolomiten hat es ein tödliches Lawinenunglück gegeben. Im Gebiet der Tofana di Rozes bei Cortina löste sich am Samstag ein Schneebrett und erfasste einen Skitourengeher, wie italienische Medien berichtet.

  • Das Opfer war den Berichten zufolge 23 Jahre alt und mit seinem Bruder unterwegs.
  • Demnach wurde er von den Schneemassen 200 Meter weit mitgerissen.
  • Rettungskräfte konnten ihn nur noch tot bergen. Sein Bruder blieb unverletzt.
  • Nachdem die italienische Regierung die scharfen Corona-Beschränkungen gelockert hat, sind Ski-Touren wieder erlaubt.
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Die Dolomiten: Wunderschön, aber auch brandgefährlich.

(Foto: imago stock&people)

10:27 Uhr

Polizei öffnet Grenzen für Muttertagsbesuche

Am Muttertag lockert auch die Polizei ihre Regeln: Die dpa berichtet, dass sich die Bundespolizei entschieden hat, den Besuch bei der Mutter an diesem Sonntag als triftigen Grund für eine Einreise nach Deutschland zu akzeptieren.

  • Die deutschen Grenzen sind wegen der Corona-Krise seit Mitte März weitestgehend geschlossen. Einreisen dürfen nur Menschen, mit gutem Grund. Das sind beispielsweise Berufspendler aus der Region und Angehörige medizinischer Berufe.
  • "Die bei der Einreisekontrolle dazu gemachten Angaben müssen glaubhaft und überprüfbar sein", teilt die Bundespolizei zur Muttertags-Ausnahme allerdings mit.
  • Einige Politiker in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und in Luxemburg fordern seit Tagen ein Ende der Kontrollen.

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09:54 Uhr

Versuchte Invasion: Venezuela nimmt weitere "Söldner" fest

Vor einer Woche erklärt die venezolanische Führung, dass Sicherheitskräfte einen Angriff von "Söldnern" verhindert haben. Die Gruppe habe "terroristische Anschläge" zum Sturz von Präsident Nicolas Maduro geplant, heißt es. Drei weitere Unterstützer sind nun festgenommen worden.

  • Insgesamt seien im Zusammenhang mit den Vorwürfen inzwischen 34 "Söldner" festgenommen worden, sagt der venezolanische Präsident Nicolás Maduro. Nach weiteren Verdächtigen werde unter Hochdruck gesucht. "Wir werden sie alle fassen."
  • Darunter sind auch zwei ehemalige US-Soldaten. Ihnen drohen wegen "Terrorismus" und Verschwörung bis zu 30 Jahre Haft. Alle anderen Verdächtigen in dem Fall sind Venezolaner.
  • Maduro ist der Ansicht, dass die US-Regierung hinter dem Umsturzversuch steckt, um Oppositionsführer Juan Guaidó an die Macht zu verhelfen.
  • Beobachter können sich das aufgrund "einer Reihe inkompetent durchgeführter Überfälle" nicht vorstellen.

09:16 Uhr

Startup entwickelt Wärmebild-Brille für Corona-Erkennung

Fieber ist eines der häufigsten Symptome von Corona-Infizierten. An Flughäfen, in vielen Bürogebäuden und in Einkaufszentren wird deshalb vor dem Betreten mit einem kontaktlosen Thermometer die Temperatur gemessen. Das hat aber zwei Nachteile: Das Gesundheitspersonal muss sehr nah an die zu testende Person ran und außerdem jeden einzeln überprüfen. Das chinesische Startup Rokid arbeitet an einer schnelleren und sicheren Alternative.

  • Rokid entwickelt Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Brillen für Computerspieler oder Zuschauer von Sportveranstaltungen wie der Formel 1.
  • Wegen der Corona-Krise hat das Startup nun aber auch eine Wärmebild-Brille entworfen, die in Echtzeit die Temperatur größerer Menschenmengen messen können soll, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
  • In einer Grünanlage in der chinesischen Stadt Hangzhou werden die kontaktlosen Thermometer demnach bereits gegen die Wärmebild-Brille ausgetauscht.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:47 Uhr

Chinesische Schiffe jagen erneut japanisches Fischerboot

Der Streit um eine von Japan kontrollierten Inselgruppe im Ostchinesischen Meer gewinnt an Schärfe. Laut der japanischen Küstenwache haben zwei chinesische Schiffe erneut ein japanisches Fischerboot verfolgt.

  • Die japanische Küstenwache hat die chinesischen Schiffe demnach aufgefordert, das Gewässer um die Senkaku-Inseln zu verlassen.
  • Es sei der dritte Tag in Folge, an dem chinesische Schiffe in die japanischen Hoheitsgewässer eingedrungen seien.
  • Die unbewohnten Inseln stehen faktisch unter japanischer Verwaltung, werden aber auch von China sowie von Taiwan beansprucht, wo die Inseln Diaoyu beziehungsweise Diaoyutai heißen.
  • Im Umfeld der Inseln werden große Gas- und Ölvorkommen vermutet, deshalb haben die Felsen große strategische Bedeutung.

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08:21 Uhr

Polen lobt EU-kritisches Urteil des Verfassungsgerichts

Überraschend hat das Bundesverfassungsgericht unter der Woche den Anleihenkauf der Europäischen Zentralbank (EZB) als verfassungswidrig eingestuft und ein anderslautendes Urteil des Europäischen Gerichtshofes als "schlechterdings nicht mehr nachvollziehbar" bezeichnet. Das stößt bei der EU-kritischen Regierung in Polen auf Zustimmung.

  • Das Karlsruher Urteil vom vergangenen Dienstag sei "eines der wichtigsten Urteile in der Geschichte der Europäischen Union", schreibt der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
  • Möglicherweise zum ersten Mal sei "in solcher Klarheit" festgestellt worden, dass die Mitgliedstaaten bestimmen, "wo für die Organe der EU die Grenzen liegen".
  • Die nationalkonservative polnische Regierung gehört zu den schärfsten Kritikern des Europäischen Gerichtshofs, weil dieser zuletzt immer wieder Bestimmungen ihrer "Justizreform" untersagt hat.

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07:44 Uhr

FDP buhlt um Boris Palmer

Ein Ausschlussverfahren wird es erst einmal nicht geben, aber mit den Grünen hat es sich Boris Palmer deutlich verscherzt. Aber vielleicht ist es ihm auch egal, denn die baden-württembergische FDP würde den umstrittenen Oberbürgermeister von Tübingen anscheinend mit Kusshand bei sich aufnehmen.

  • "Boris Palmer ist ein streitbarer, kluger Kopf, der manchmal über das Ziel hinausschießt, nicht immer den richtigen Ton trifft, aber auch zur Einsicht fähig ist und den Diskurs der unterschiedlichen Meinungen sucht", sagt der baden-württembergische FDP-Chef Michael Theurer in der "Bild am Sonntag".
  • "Bei uns in der FDP Baden-Württemberg ist Boris Palmer herzlich willkommen. Wir sind eine Heimat für kritische Köpfe. Wir halten das aus, wir kämpfen für Meinungsfreiheit."
  • Palmer ist in der Vergangenheit mehrfach mit grenzwertigen Äußerungen aufgefallen. Zuletzt hatte er ein Ende der strengen Corona-Regeln gefordert mit dem Argument, dass wir  in Deutschland "möglicherweise Menschen retten, die in einem halben Jahr sowieso tot wären".
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07:04 Uhr

Französischer Surfer vertreibt Hai mit Faustschlägen

Hai-Alarm in Australien: Ein französischer Surfer ist am Freitag bei Bells Beach südöstlich von Melbourne angegriffen worden. Der Hai habe sich in seinem Bein verbissen, hat der 23-jährige Dylan Nacass dem australischen TV-Sender Nine News erzählt. Er habe ihn zwei Mal geschlagen, dann habe der Hai von ihm abgelassen.

  • Nacass kam mit leichten Bisswunden davon.
  • Er will trotz des Angriffs schon bald wieder ins Wasser zurückkehren.
  • Australien zählt zu den Ländern mit den weltweit meisten Hai-Angriffen, Todesopfer sind aber selten.
  • Im vergangenen Jahr gab es 27 Attacken, keine davon verlief tödlich.

 

06:41 Uhr

Ersatz-ESC: Deutschland hat Finalisten gewählt

Der Eurovision Song Contest in Rotterdam findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Stattdessen überträgt die ARD am kommenden Samstag eine Ersatzshow, in der deutsche Zuschauer ihren "Sieger der Herzen" küren können. Die zehn Finalisten stehen nun fest.

  • Bei der fast vierstündigen Halbfinalshow "World Wide Wohnzimmer - das ESC-Halbfinale 2020" konnten Zuschauer ihre Favoriten aus 40 Beiträgen wählen.
  • Im Finale haben es die Schweiz, Aserbaidschan, Bulgarien, Dänemark, Italien, Litauen, Malta, Russland und Schweden geschafft.
  • Favorit von Publikum und Experten ist aber "Think About Things", der isländische Beitrag von Daði og Gagnamagnið.
  • Der deutsche Beitrag des 23-jährigen Ben Dolic stand nicht zur Abstimmung.
  • Die Show "Eurovision Song Contest 2020 - das deutsche Finale" wird am 16. Mai von Barbara Schöneberger live aus der Elbphilharmonie vor leeren Rängen moderiert.

06:31 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch an diesem Sonntag fällt die Terminvorschau eher mager aus. Einzig der britische Premierminister Boris Johnson hat einen wichtigen Auftritt vermerkt. Er erklärt heute Abend (20 Uhr) in einer Fernansprache, wie er sich das weitere Vorgehen in der Corona-Krise vorstellt.

  • Großbritannien ist mit mehr als 30.000 Toten in Europa mittlerweile am schlimmsten von der Pandemie betroffen.
  • Dennoch wächst der Druck, die Ende März erlassenen Kontaktbeschränkungen zu lockern.
  • Wales beispielsweise hat im Alleingang angekündigt, Gartencenter und Bibliotheken öffnen zu wollen.
  • Die Verantwortung dafür liegt in der Hand der einzelnen Nationen.

Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie wie immer gerne eine E-Mail an christian.herrmann[at]nachrichtenmanufaktur.de.

Kommen Sie gut in den Tag!

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05:57 Uhr

Scholz will höhere Steuern für Reiche

Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer jagt die Union in der Corona-Krise einen Spitzenwert nach dem anderen, die SPD dagegen dümpelt weiter bei mageren 15 Prozent herum. Wenn also gutes Krisenmanagement den Sozialdemokraten nichts hilft, dann vielleicht eine neue Diskussion über eine Reichensteuer? Das scheint sich Vize-Kanzler und Bundefinanzminister Olaf Scholz zu denken.

  • Die Bürger, die "sehr, sehr viel verdienen, sollten einen etwas höheren Beitrag leisten", sagt Scholz im "Tagesspiegel am Sonntag". "Das bleibt unser Ziel, und das wird ganz sicher auch in unserem nächsten Wahlprogramm stehen."
  • Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig Solidarität sei, ergänzt der Finanzminister. "Hoffentlich vergessen wir das nicht. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie nach der Finanzkrise manche, die mit Milliarden an Steuergeld gerettet wurden, sich hinterher wieder aufführten, als seien sie die Masters of the Universe, und so getan haben, als ob sie ohne andere zurecht kämen."
  • In ihrem Wahlprogramm von 2017 hatte die SPD einen Spitzensteuersatz von 45 Prozent und die Einführung einer Reichensteuer gefordert.

05:35 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht