"Gen-Fehler" familiär bedingtJörg Dahlmann spricht über Krebserkrankung
Einen Tag vor dem heutigen Weltkrebstag spricht Ex-Sportreporter Jörg Dahlmann im Dschungelcamp über seine eigene Krankengeschichte, die auf einem "Gen-Fehler" basieren soll. Immer wieder kommen ihm bei der Erinnerung an diese schwierige Zeit die Tränen.
Am elften Tag im Dschungelcamp wird es bei Jörg Dahlmann, der zuletzt aufgrund schwieriger Aussagen immer wieder bei seinen Mitstreitern aneckte, emotional. Passend zum heutigen Weltkrebstag berichtet er von seiner eigenen Erfahrung mit der Krankheit, die einen Großteil seiner Familie betrifft.
Im Gespräch mit Kumpel Maurice Dziwak erzählt der ehemalige Sportreporter sichtlich angefasst von seinem Schicksal. Vater, Großvater und Onkel seien alle an Darmkrebs erkrankt und verstarben auch daran. Der heute 65-Jährige selbst erhielt 2005 diese Diagnose ebenfalls. Der Grund dafür sei ein genetischer Defekt. "Ich habe einen Gen-Fehler, mir fehlt das Reparatur-Gen, das sich darum kümmert, Krebszellen, die jeder in seinem Körper hat, zu zerstören", so Dahlmann am Lagerfeuer. Aus diesem Grund müsse er alle zwei Jahre eine Darm- und Magenspiegelung über sich ergehen lassen.
Komplikationen nach Darm-OP
Zum Glück wurde der Krebs auf diese Weise früh entdeckt, sodass Dahlmann "nur" ein Teil des Darms entfernt werden musste. Leider kam es nach der Operation aber zu schweren Komplikationen, die ihn psychisch und körperlich an seine Grenzen brachten, wie er weiter berichtet. "Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Todeswunsch gehabt. Ich wollte sterben. Ich wollte nicht mehr. Das kann man keinem Menschen erklären", gesteht er im Dschungelcamp, während er die Tränen nicht mehr zurückhalten kann. Seine Verdauung funktionierte plötzlich nicht mehr.
Wochenlang habe er darunter gelitten, bis sich endlich eine Verbesserung einstellte. "Es war der 10. Januar, mein Geburtstag, und da gehe ich auf Toilette und da kam so ein kleines bisschen. Ein wunderschönes Gefühl!" Allerdings folgte schon wenig später die nächste schlimme Diagnose: Prostatakrebs. Daraufhin wurde ihm auch noch die Prostata entnommen. "Das heißt, ich habe keinen Samenerguss mehr. Aber sonst ist alles in Ordnung, und es funktioniert alles!"
Zum Abschluss nutzt Jörg Dahlmann die Gelegenheit, um ein wichtiges Anliegen zu teilen, das zum Weltkrebstag nur allzu gut passt: "Geht zur Vorsorge! Lasst euch untersuchen." Sein Geschichte zeigt, wie wichtig Früherkennung ist und dass ein offener Umgang mit dem Thema Leben retten kann.
