Unterhaltung

"Leben aufgeräumt" Krebs gab Käßmann Mut

Erst nach ihrer Erkrankung an Brustkrebs hat die evangelische Bischöfin Margot Käßmann den Entschluss gefasst, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen. Die Krankheit habe dabei eine wichtige Rolle gespielt.

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Die neue EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die neue Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sagte der Illustrierten "Bunte", bei ihrer Erkrankung vor drei Jahren habe sie sich gesagt, wenn sie vielleicht nur noch eine begrenzte Zeit zu leben habe, wolle sie den Mut fassen, in ihrem Leben aufzuräumen. Dazu habe das Eingeständnis gehört, dass ihre Ehe gescheitert sei. Angst vor dem Tod habe sie nicht gehabt. "Krankheit ist schlicht Teil des Lebens", sagte sie.

"Ohne die Krebserkrankung hätte ich wahrscheinlich nicht den Mut gehabt, mich zu trennen", sagte die Mutter von vier Töchtern. Die Landesbischöfin von Hannover hatte sich ein Jahr nach ihrer Krebserkrankung von ihrem Mann, der ebenfalls Pfarrer ist, scheiden lassen.

Die Scheidung der 51-Jährigen hatte auch im Vorfeld ihrer Wahl zur EKD-Ratsvorsitzenden in der vergangenen Woche wieder für Diskussionen gesorgt.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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