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ESC 2013 in Schweden Malmö wird Schlager-Hauptstadt

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Loreen holte mit ihrem Sieg in Baku den ESC nach Schweden.

(Foto: dapd)

Wie in Deutschland 2011 wird der ESC 2013 nicht in einer Hauptstadt ausgetragen. Das südschwedische Malmö setzte sich gegen Stockholm als Austragungsort durch. Die gute Infrastruktur habe den Ausschlag gegeben, heißt es. Malmö ist durch eine Auto- und Eisenbahnbrücke mit der dänischen Hauptstadt Kopenhagen verbunden.

Der nächste Eurovision Song Contest (ESC) findet in Malmö statt. Die südschwedische Stadt setzte sich gegen die Hauptstadt Stockholm durch, teilte die Eurovision unter Berufung auf den verantwortlichen schwedischen Fernsehsender SVT mit. Als Termin für das Finale steht bereits der 18. Mai 2013 fest, die Halbfinals werden am 14. und 16. Mai ausgetragen.

Die Schwedin Loreen hatte mit ihrem mystischen Dancepop-Song "Euphoria" den jüngsten Wettbewerb in Baku (Aserbaidschan) gewonnen und damit die nächste Runde nach Schweden geholt. Dort hatten sich Stockholm und Malmö um die Austragung beworben. Bereits 1992 fand der Grand Prix d'Eurovision in Malmö statt. Damals gewann Linda Martin aus Irland mit dem Song "Why Me?" für Irland. Die deutsche Gruppe Wind belegte mit "Träume sind für alle da" seinerzeit Rang 16.

"Das war keine einfache Entscheidung", sagte ESC-Produzent Martin Österdahl den Angaben zufolge. Malmö habe das Rennen gemacht, da die Stadt über eine gute Infrastruktur verfüge. Außerdem sammelte das Fernsehen in den vergangenen Jahren bereits ESC-Erfahrungen mit der Stadt: In Malmö wurden Teile des schwedischen Vorentscheids ausgetragen. "Wir werden ein toller Gastgeber für Europas beliebteste Fernsehsendung werden", versprach Österdahl.

Der ESC im Land von "Waterloo"

"Wir sind unglaublich stolz und glücklich", sagte Malmös Bürgermeister Ilmar Reepalu. Nun beginnen die Vorbereitungen in der Stadt, deren "Malmö Arena" ungefähr 15.000 Menschen fasst. In der Metropole Stockholm, die fast dreimal so viele Einwohner zählt wie Malmö, hätte es eine deutlich größere Halle gegeben.

Dass das Finale nicht zwangsläufig in der Hauptstadt stattfinden muss, hatte zuletzt Deutschland vor zwei Jahren gezeigt. Damals setzte sich Düsseldorf überraschend als ESC-Austragungsort gegen Berlin, Hamburg und Hannover durch.

Für Schweden war es in diesem Jahr bereits der fünfte Sieg in der Grand-Prix-Geschichte, die 1956 mit einem kleinen Wettbewerb in Lugano begann. Zuletzt gewann das skandinavische Land 1999. Auch der berühmteste Sieg der Eurovisions-Geschichte war schwedisch: Abba gewann 1974 mit dem Welthit "Waterloo".

Quelle: ntv.de, dpa