Unterhaltung

"Es war knallhart" Mette-Marit spricht über Schamgefühle

imago0094133995h.jpg

Mette-Marit und Haakon von Norwegen sind seit 2001 verheiratet.

(Foto: imago images/Hannelore Förster)

In einem Podcast offenbart Prinzessin Mette-Marit, dass sie nur ungern an ihre Anfänge im norwegischen Königshaus zurückdenkt. Auch über ihre chronische Atemwegserkrankung spricht sie ganz offen und gibt an, sich für diese Erkrankung zu schämen.

In dem norwegischen Podcast "The Kåss Furuseth", eine Produktion des staatlichen TV-Senders NRK, spricht Prinzessin Mette-Marit jetzt über sehr persönliche Dinge. Unter anderem erklärt sie, wie schwierig es für sie zu Beginn in der Königsfamilie war, und auch über ihre Erkrankung und die damit einhergehende Scham spricht sie ganz offen.

Die erste Zeit im norwegischen Königshaus sei für der blanke Horror gewesen, so die Kronprinzessin. Zwar habe sie mit Haakon, den sie im Jahr 2001 heiratete, schon immer einen "starken und unterstützenden Partner" an ihrer Seite gehabt, das Problem sei vielmehr ihr Selbstwertgefühl gewesen: "Es gibt Abschnitte in meinem Leben, besonders ganz zu Beginn der Zeit mit Haakon und mir, an die ich bis heute nicht zurückdenken kann, ohne dass mir dabei schlecht wird. Es war knallhart."

Der öffentliche Druck habe ihr sehr zu schaffen gemacht, so die 47-Jährige. Sie erklärt, es sei ihr damals sehr schlecht gegangen. Die Scham über die eigene Vergangenheit habe ihr am meisten zugesetzt. Vor allem, dass sie einen unehelichen Sohn hat, wurde von den Medien immer wieder thematisiert und auch kritisiert. "Es war ein schreckliches Gefühl", erinnert sie sich.

Scham ist zurückgekehrt

"Eigentlich habe ich mir selbst geschworen, dass ich nach dieser überstandenen Zeit nie wieder ein Schamgefühl zulassen will. Es sollte nichts mehr geben, wodurch ich mich fühle, als sei ich auf eine oder andere Weise nicht gut genug", erklärt Mette-Marit in dem Podcast weiter. Doch sei diese Scham mit ihrer Erkrankung wieder zurückgekehrt. Wieder sei da der Gedanke, nichts richtigzumachen, nicht zu genügen.

Mette-Marit leidet an Lungenfibrose, einer chronischen Atemwegserkrankung. Das machte sie im Oktober 2018 öffentlich. Die Krankheit führt zur Bildung von Narbengewebe in der Lunge und ist nicht heilbar. Patienten leiden unter Atemnot und Reizhusten. Das Fortschreiten der Erkrankung kann bei früher Diagnose allerdings verlangsamt werden. Bei Mette-Marit verlaufe die Lungenfibrose langsam, sagte ihr Arzt damals. Es handele sich um eine ungewöhnliche Form, die wohl nicht auf äußere Einflüsse zurückzuführen, sondern eine Autoimmunerkrankung sei.

Quelle: ntv.de, nan