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Roman von Pamuk wird visualisiert "Museum der Unschuld" öffnet

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Das "Museum der Unschuld" sammelt Dinge des Alltags, darunter etwa Schlüssel.

(Foto: dpa)

In einem seiner Romane erzählt Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk die Geschichte einer schmerzliche Liebe. Das gleichnamige "Museum der Unschuld" will nun die Atmosphäre des Buches einfangen. Dazu stellt es Dinge des Alltags aus den 70er und 80er Jahren aus, die auch im Roman eine Rolle spielen.

Das Istanbuler "Museum der Unschuld" des türkischen Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk hat seine Tore geöffnet. "Besucher können seit dem Morgen kommen", sagte ein Mitarbeiter des Museums, das mit Erinnerungsstücken aus dem Alltagsleben der 70er und 80er Jahre den gleichnamigen Roman des 59-jährigen Schriftstellers visualisiert.

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Man müsse sein Buch nicht kennen, um das Museum genießen zu können, sagt Pamuk.

(Foto: REUTERS)

Pamuks Roman erzählt die Geschichte einer schmerzlichen Liebe. In dem Museum werden Gegenstände ausgestellt, die in Pamuks Buch eine wichtige Rolle spielen. Der Autor hat sie beim Schreiben selbst gesammelt.

Der 2008 veröffentlichte Roman ist ein Sittenbild der Türkei. Kemal erkennt nach seiner Verlobung mit Sibel zu spät, dass er seine Geliebte Füsun verloren hat. Er errichtet der verlorenen Liebe ein "Museum der Unschuld" aus Gegenständen, die für ihn Zeit und Gefühl eingefangen haben.

"Es ist nicht nötig, den Roman zu lesen, um das Museum genießen zu können", erklärte Pamuk in Istanbul. Das Museum sei mehr als nur eine Illustration des Buches. Als erster türkischer Schriftsteller hatte er 2006 den Nobelpreis für Literatur erhalten.

Quelle: n-tv.de