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"Team Ninja Warrior Germany" Muskeltiere und Spiegeleier

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Mehr Hindernisse, mehr Wasserbomben, mehr fliegende Leiber: Nach dem Erfolg des Einzelkämpfer-Formats geht "Ninja Warrior Germany" nun auch im Team-Modus an den Start.

Rappelvolle Hüpfburg-Hallen, Kletterwald-Parks im Ausnahmezustand und Parcours-Räumlichkeiten, die wie Pilze aus dem Boden schießen: Ganz Deutschland ist im Hüpf-, Spring- und Kletterwahn. Schuld daran sind vermeintliche Leute von nebenan namens Max Spenger, Sladjan Djulabic und Benni Grams - allesamt inoffizielle Superhelden und fleischgewordene Ausrufezeichen, des seit Sommer 2016 grassierenden "Ninja Warrior"-Hypes.

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Echte Schwerstarbeit auf dem Parcours.

Mittlerweile ist die Gier nach episch aufbereiteten Parcours-Ekstasen sogar so groß, dass mal ebenso zur Sonntag-Prime-Time ein nicht minder spektakuläres Spin-Off des TV-Originals um die Ecke schießt. Die sich auf den Bereich Teamwork spezialisierte "Ninja Warrior"-Nachgeburt soll dafür Sorge tragen, dass die bereits lechzende Format-Gemeinde bis zum Auslaufen des TV-Mutterschiffes im kommenden Sommer bei Laune gehalten werden. Und die "Team Ninja Warrior Germany"-Startfolge legt die Messlatte für die bereits in der Warteschleife anschwitzenden fünf weiteren Folgen - inklusive Finale - schon mal hoch an.

Wie bei einem Justin Bieber-Konzert

Bereits vor dem ersten Duell der beiden Einstiegs-Teams kocht die in eine wild zuckende Kiss-meets-Rammstein-Lightshow getauchte Studiohalle in Duisburg über. Wie bei einem Justin Bieber-Konzert reißen schreiende Kinder und Jugendliche selbstbemalte Papp-Plakate in die Luft.

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Auch die Verkleidung muss sitzen...

Auch die Eltern und nicht verwandten Erwachsenen stehen auf ihren Stühlen und geben von der ersten Sekunde an Vollgas. Die drei erprobten Moderatoren der Show schließen sich an. Vor allem Frank Buschmann ist mal wieder voll in seinem Element. Während sich seine beiden Kollegen Jan Köppen und Laura Wontorra noch warm quasseln, schießt Buschi schon aus allen Rohren. Die eine habe krassen "Spaß inne Backen", der anderen schmerze der "Poppes" und so manch einer haue alles raus, auch wenn man "nur einen Kopf größer als ein Spiegelei" sei, so der alle zehn Sekunden wie ein Flummi auf dem Buzzer-Podest umher hüpfende Mikrofon-Akrobat.

Wenn der Kuchen redet, hat der Krümel Pause

Jan Köppen ist schon nach dem ersten Team-Fight zwischen den "Die einarmigen Banditen" und "One Spirit" genervt und wünscht seinem plappernden Kollegen einen "Muskellaberriss". Der präsentiert sich aber labertechnisch optimal austrainiert, und zieht seinen Wenn-der-Kuchen-redet-hat-der-Krümel-Pause-Stiefel unbeirrt durch.

Den Athleten im Scheinwerferlicht geht das unterhaltsame Gepiesacke im Hintergrund natürlich am "Poppes" vorbei. Sie haben nur Augen für glänzende "Mikado"-Stangen, wackelige Hüpfkissen, Ringrutschen und die obligatorische "Wand". All das muss man in Windeseile hinter sich lassen, will man am Ende im Rennen um den "Team Ninja Warrior Germany"-Titel und die Gewinnsumme von 100.000 Euro vorne mit dabei sein.

Letztlich ist es die perfekte Kombination aus Kraft, Ausdauer, Mut und Technik, die den Unterschied macht. Und es geht hin und her. Raketenstarts, Zwischenspurts und waghalsige Überholmanöver: Austrainierte Model-Athleten, Kampfschwein-Familienväter und Freak-Show-Girlies holen alles aus sich raus.

Am Ende gönnt man es allen: der sportfanatischen "Crazy Family", genauso wie dem Spandex-Trio "Firefly" oder den quietschgelben "Muske(l)tieren". Nach einer fulminanten Vorrunde und einem an Slapstick-Dramatik kaum noch zu überbietenden Staffellauf stehen die beiden Finalteilnehmer der ersten Folge schließlich fest: Ober-"Bandit" Sladdi und "One Spirit"-Capitano Benni Grams recken jubelnd die Fäuste in die Höhe.

Für beide Sieger-Teams heißt es jetzt: durchatmen, Kräfte sammeln und alle Termine für den Tag des großen Showdowns (27.05.) zu verschieben. An diesem Tag geht es nämlich um die ultimative Format-Krone und satte 100.000 Euro - genug Kohle, um sich daheim einen eigenen High-End-Parcours zu bauen. Da hätten Hangeläffchen wie Sladdi und Benni garantiert ihre Freude dran. 

Quelle: n-tv.de

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