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Nach schwerer Kritik am Prinzen Queen streicht Geburtstagsparty von Andrew

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Prinz Andrew und seine Mutter, Königin Elizabeth II.

(Foto: imago images / Matrix)

Prinz Andrew steht derzeit unter gewaltigem Druck. Der zweitälteste Sohn der britischen Königin muss wegen seiner Verbindung zum Epstein-Skandal und einem misslungenem Interview viel Kritik über sich ergehen lassen. Nun sagt Königin Elizabeth seine Geburtstagsfeier ab.

Die britische Königin Elizabeth II. hat die Geburtstagsparty gestrichen, die sie für Prinz Andrew und seine Wohltätigkeitsorganisationen geplant hatte. Stattdessen wolle die Monarchin zum 60. Geburtstag ihres schwer in die Kritik geratenen Sohns ein kleines Familienessen, berichtet die "Sunday Times". Prinz Andrew hat am 19. Februar Geburtstag.

Zuvor hatte ebenfalls die "Sunday Times" darüber berichtet, dass Andrew plane, seine Posten als Schirmherr bei vielen Wohltätigkeitsorganisationen aufzugeben. Immer mehr Sponsoren hatten bereits ihre Förderung für Projekte entzogen, die Andrew als Schirmherr unterstützt. Am Mittwoch hatte der Prinz angekündigt, seine Aufgaben für die Königsfamilie ruhen zu lassen und versprach, "allen zuständigen Ermittlungsbehörden" zu helfen.

Gleichzeitig hatte sich Queen Elizabeth II. zuletzt zusammen mit ihrem zweitältesten Sohn beim Reiten sehen lassen. Wie auf Fotos in der britischen Presse zu sehen war, ließ sich die 93 Jahre alte Monarchin am Freitag von Andrew beim Austritt auf dem weitläufigen Schlossgelände in Windsor nahe London begleiten. Die Queen ist Pferdeliebhaberin, die noch immer mehrmals in der Woche in den Sattel steigt. Der gemeinsame Ausritt dürfte als Solidaritätsbekundung gedeutet werden.

Von 1986 bis 1996 war Andrew mit Sarah Ferguson verheiratet. Obwohl geschieden, sind sie oft zusammen zu sehen und "Fergie" verteidigt ihn und steht auch in der Epstein-Affäre zu ihm.

Epstein-Verbindung lastet auf Andrew

Andrew steht derzeit wegen seiner Verbindung zu dem verstorbenen US-Geschäftsmann Jeffrey Epstein im Fokus der Medien. Der Multimillionär Epstein hatte sich Anfang August in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen. Ihm wurde vorgeworfen, Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben. Andrew war jahrelang mit Epstein befreundet und übernachtete auch in dessen Anwesen.

Eines der Opfer, Virginia Giuffre, behauptet, sie sei mehrmals zum Sex mit dem Royal gezwungen worden. Andrew streitet das ab und will überhaupt nichts von den Machenschaften seines ehemaligen Freundes mitbekommen haben. In einem BBC-Interview, das am vergangenen Wochenende ausgestrahlt wurde, versuchte er sich zu rechtfertigen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Seine Erklärungsversuche wurden weithin als unglaubwürdig wahrgenommen. Zudem wurde ihm vorgeworfen, kein Mitgefühl mit den Epstein-Opfern zum Ausdruck gebracht zu haben.

Quelle: ntv.de, kst/dpa