Unterhaltung

Erstes ESC-Halbfinale Sobral aus Portugal ist in der Endrunde

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Sobral singt eine Ballade, die seine Schwester geschrieben hat.

(Foto: REUTERS)

Die ersten acht Länder sind raus, zehn können sich für das Finale am Samstag qualifizieren - darunter drei Teilnehmer, die als mögliche Favoriten gelten. Auch Australien wird man dann wiedersehen.

Das Schrille und Ausgeflippte hat beim Auftakt zum diesjährigen Eurovision Song Contest fast völlig gefehlt - und leider fehlte auch musikalische Qualität: In einem eher schwachen ersten Halbfinale des ESC qualifizierten sich am Dienstagabend in Kiew zehn Länder für das Finale am kommenden Samstag. Unter den erfolgreichen Halbfinalisten waren auch die in den Wettbüros hoch gehandelten Starter aus Portugal, Schweden und Belgien.

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Trotz diesen kuriosen Auftritts kam Slavko Kalezic (Montenegro) nicht weiter.

(Foto: imago/ZUMA Press)

In der ersten ESC-Runde gab es für die gestarteten 18 Länder zehn Plätze zu erringen. Nach der Entscheidung durch die Zuschauerabstimmung und Jurystimmen stand fest, dass der in den zuletzt sehr treffsicheren Wettbüros mitfavorisierte Salvador Sobral aus Portugal im Finale dabei ist. Sobral singt eine eher ungewöhnliche, von seiner Schwester geschriebene Jazz-Ballade mit dem Titel "Amor Pelos Dois".

Damit hob er sich im ersten Halbfinale etwa vom Schweden Robin Bengtsson ab, der ebenfalls zu den Favoriten gezählt wird, mit "I Can't Go On" aber einen typischen Popsong zu einer technisch ausgefeilten Bühnenshow vortrug. Auch die im Favoritenkreis aufgeführte Belgierin Blanche schaffte es mit ihren "City Lights" ins Finale.

Australien ebenfalls in der Endrunde

Die weiteren erfolgreichen Halbfinalisten sind Aserbaidschan, Griechenland, Polen, Moldau, Zypern, Armenien und Australien. Australien darf als nicht-europäisches Land teilnehmen, da es eine Partnerschaft mit dem austragenden europäischen Fernsehverbund hat. Es ist bereits die dritte Teilnahme Australiens in Folge. Der 17-jährige Starter Isaiah ist dabei der erste Teilnehmer aus Down Under, der zu den australischen Ureinwohnern, den Aborigines, zählt.

Isaiah trifft im Finale am Samstagabend auch auf die Deutsche Levina. Sie ist ebenso wie die Starter aus den großen ESC-Geldgeber-Ländern Frankreich, Italien, Spanien und England sowie dem Gastgeberland Ukraine für das Finale gesetzt. Siegchancen werden der Deutschen derzeit nicht zugerechnet. In den vergangenen beiden Jahren hatte sich Deutschland jeweils mit dem letzten Platz blamiert.

Die Ukraine ist in diesem Jahr Gastgeber, weil im vergangenen Jahr die Sängerin Jamala mit dem Lied "1944" gewonnen hatte. Das Lied handelt von der Deportation und Verbannung der Krimtataren unter Diktator Josef Stalin.

Belastet wird der weltweit am stärksten vom Publikum beachtete Musikwettbewerb durch den Konflikt des Gastgeberlandes mit Russland um die russische Annexion der Krim. Weil die geplante russische Starterin 2015 auf der Krim aufgetreten war, hatte die Ukraine ein Einreiseverbot für sie verhängt - in der Folge zog sich Russland aus dem diesjährigen ESC zurück.

Nicht dabei im Finale sind die Halbfinalisten Albanien, Tschechien, Finnland, Georgien, Island, Lettland, Montenegro und Slowenien. Am Donnerstag werden im zweiten Halbfinale die noch verbliebenen zehn Startplätze vergeben. Anders als beim Auftakt dürfen die deutschen Zuschauer dann auch mit abstimmen.

Quelle: ntv.de, hvo/AFP/dpa