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Sponsor abgesprungen Tiger Woods hat bald viel Zeit

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Je höher der Flug, desto tiefer der Fall - müsste ein Golfprofi eigentlich wissen.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Klingt ein bisschen besserwisserisch, aber so ist es nunmal: Erst das Gehirn einschalten, dann handeln. Hätte Tiger Woods das gemacht, dann hätte er sich viel Ärger ersparen können. In der Affäre um Tiger Woods hat ein weiterer Sponsor dem Golf-Superstar den Rücken gekehrt. Das weltweit agierende Managementberatungsunternehmen Accenture PLC teilte mit, dass die sechsjährige Zusammenarbeit mit Woods beendet sei.

Woods sei "nicht mehr der richtige Werbeträger", erklärte das Unternehmen. Die Firma Accenture, für die Woods seit 2003 wirbt, hatte das Foto des Sportlers bereits am Freitag von ihrer Homepage genommen. Für die Beraterfirma war Woods in 27 Ländern im Fernseh- und Printbereich das Aushängeschild.

Und der Rasiererhersteller Gillette hatte schon am Samstag einen Rückzieher gemacht. Man wolle Woods' Rolle in der Werbung einschränken und damit seinem Wunsch nach mehr Privatsphäre entsprechen, teilte der Konzern mit. Auch der Telekommunikationskonzern AT&T will seine Beziehung zu Woods überprüfen. Vor dem Hintergrund immer neuer Enthüllungen über angebliche Sexaffären hatte der Weltranglisten-Erste am Freitag angekündigt, sich auf unbestimmte Zeit aus dem Profisport und der Öffentlichkeit zurückziehen zu wollen.

Woods ist dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" zufolge der am besten verdienende Sportler der Welt. Sein Jahresverdienst wird auf etwa 130 Millionen Dollar (etwa 90 Millionen Euro) geschätzt. Durch seine Turniere und Auftritte sowie die Werbung für Getränke, Uhren, Sportartikel und Computerspiele war er laut "Forbes" kürzlich zum Milliardär geworden.

Elin Nordegren, ein schwedisches Ex-Model und seit fünf Jahren "Mrs. Woods" und Mutter seiner beiden Kinder, wurde laut britischem Boulevardblatt "The Sun" inzwischen ohne Ehering gesichtet. Nachdem sich herauskristallisiert hat, dass ihr Mann sie wahrscheinlich mit mindestens 12 Frauen betrogen hat, soll sie bereits die Scheidung planen.

Quelle: ntv.de, soe/dpa