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"Goldene Himbeeren" in Hollywood Trump sahnt bei Schmäh-Preisen ab

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Donald Trump hat sich bisher nicht zu den "Razzies" geäußert.

(Foto: REUTERS)

Seit 1981 werden am Abend vor der Oscar-Verleihung die Preise für die schlechtesten Leistungen im Bereich Film vergeben. In diesem Jahr kommt der US-Präsident zu unerwarteten Ehren.

US-Präsident Donald Trump ist kurz vor der Oscar-Verleihung eine zweifelhafte Ehre zuteil geworden. Der mächtigste Mann der Welt wurde in Hollywood gleich in zwei Kategorien mit dem Schmäh-Filmpreis "Goldene Himbeere" ausgezeichnet.

Zum einen bekam Trump den Preis als schlechtester Schauspieler für seine Auftritte als er selbst in den Dokumentarfilmen "Death of a Nation" und "Fahrenheit 11/9". Zum anderen gewann er in der Kategorie schlechteste Leinwand-Combo für "Donald Trump und seine unendliche Kleinkariertheit" in denselben beiden Filmen. Die als schlechteste Nebendarstellerin ebenfalls in "Fahrenheit 11/9" nominierte Trump-Gattin Melania kam hingegen glimpflich davon. Trump bekam die Spott-Trophäe nicht zum ersten Mal. Schon 1991 wurde er für seine Cameo-Rolle in der Fantasy-Komödie "Ghosts Can't Do It", die an den Kinokassen völlig floppte, damit bedacht. Zu dieser Zeit war er Immobilien-Unternehmer und spielte sich in dem Film selbst. Eine weitere "Goldene Himbeere" ging an die Trump-Beraterin Kellyanne Conway. Sie lieferte bei ihren eher unfreiwilligen Aufritten in "Fahrenheit 11/9" die schlechteste Leistung als Nebendarstellerin ab.

Zweifache Nominierung

Die diesjährige "Goldene Himbeere" für die schlechteste Schauspielerin erhielt die Schauspielerin Melissa McCarthy für ihre Darbietungen in den Filmen "The Happytime Murders" und "How to Party with Mom". Die beliebte Komikerin McCarthy ist in diesem Jahr auch für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in dem Drama "Can You Ever Forgive Me" nominiert.

Die "Goldene Himbeere" für den schlechtesten Film ging in diesem Jahr an die Komödie "Holmes & Watson", die drei weitere Preise sowie zahlreiche Nominierungen erhielt. Das neueste Remake der Geschichte um den britischen Privatdetektiv Sherlock Holmes hatte einen Kritiker der "New York Times" zu dem Ratschlag veranlasst, Alkohol ins Kino zu schmuggeln, "um das Gefühl öder Routine zu vertreiben".

Die "Goldenen Himbeeren" oder "Razzies" werden seit 1981 verliehen. Sie gelten als erklärtes Gegenmodell zu den Oscars und wurden von dem Cineasten John Wilson ins Leben gerufen. Die Razzies werden traditionell einen Abend vor der Oscar-Verleihung in Hollywood vergeben. Die Preisträger erscheinen fast nie persönlich, um die Schmäh-Trophäe abzuholen. Eine Ausnahme machte 2010 Sandra Bullock - die dann einen Abend nach dem Empfang der "Goldenen Himbeere" einen Oscar als beste Schauspielerin gewann.

Quelle: n-tv.de, jaz/AFP/dpa

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