Kino

Verrat, Rache, Diamanten "Set Up": Don’t fuck with Bruce Willis!

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Mit Bruce Willis ist nicht zu spaßen. Das mussten schon ganz andere feststellen.

(Foto: Ascot Elite)

Wenn es um eine Millionenbeute in Diamanten geht, sind alte Freunde schnell vergessen. Dann werden aus Freunden fürs Leben Feinde für die Ewigkeit. Wenn dann noch Bruce Willis als Mafiaboss im Hintergrund die Fäden zieht, sind knallharte Action, coole Sprüche und ein Showdown der Extraklasse programmiert.

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Vince: erst schießen, dann fragen.

(Foto: Ascot Elite)

"Das hier ist meine verdammte Stadt. Keiner überfällt hier irgendwen ohne meine verdammte Erlaubnis. Du hast ne Menge wichtiger Leute verärgert, mit denen ich geschäftlich zu tun habe. Damit bist du in meiner Schuld." Das ist genau das, was Sonny (Curtis "50 Cent" Jackson) erwartet hat, als er sich an Biggs (Bruce Willis), den mächtigsten und skrupellosesten Mafiaboss der Stadt wendet. Sonny braucht Hilfe. Er will seinen Kumpel Vincent (Ryan Phillippe; "The Bang Bang Club") finden. Aber nicht weil Vince ihm so am Herzen liegt, sondern weil er noch eine Rechnung mit ihm offen hat. Vince hat auf ihn geschossen. Vince wollte ihn umbringen. Bei Dave (Brett Granstaff) hat er es geschafft. Es kam wie aus heiterem Himmel.

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Diamantenraub: Schon seit "Snatch" weiß man, wenn es um die kleinen glitzernden Dinger geht, brennt die Luft.

(Foto: Ascot Elite)

Eigentlich passt zwischen die drei Freunde kein Blatt Papier. Sie kennen sich seit Jahren. Drehen ab und an ein paar kriminelle Dinger zusammen. Jeder kann sich auf den anderen verlassen. Aber als sie bei einem von Vince geplanten Raubzug Diamanten im Wert von fünf Millionen Dollar einsacken, macht Vince kurzen Prozess. Als der Deal über die Bühne gegangen ist, die Diamanten übergeben sind, zieht er seine Kanone und legt ohne mit der Wimper zu zucken seinen Kumpel Dave um. Auch Sonny bekommt eine Kugel ab. Aber sein Kreuz, das er trägt, rettet ihn. Er überlebt schwer verletzt, lässt sich die Kugel von einem Bekannten entfernen und schwört Rache. Doch Sonny ist nirgendwo zu finden, und ohne ihn kommt er auch nicht an die Hintermänner und an sein Geld.

Nur eine klitzekleine Gefälligkeit

Wie ihn guten alten Mafia-Epen sucht er den Paten der Gegend auf und bittet ihn um Hilfe. Der willigt ein, wie bei der Mafia üblich natürlich nur für eine kleine Gefälligkeit. Er soll ein bisschen Geld bei den von Biggs nicht so gern gesehenen Russen klauen. Damit Sonny nicht mit der Kohle abhaut, schickt er seinen Vorzeigeschläger Petey (Randy Couture) mit. Der beobachtet alles aus der sicheren Entfernung seines Autos heraus. Alles geht glatt - bis die beiden beschließen, den reibungslosen Verlauf mit etwas Dope zu feiern. Als sie bei Sonnys Dealer seines Vertrauens aufkreuzen, der sich zudem noch als Waffenhändler ein kleines Zubrot verdient, erschießt sich Petey aus Versehen selbst.

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Sonny: Wer schneller rennt, lebt länger.

(Foto: Ascot Elite)

Sonny reagiert  mit kühlem Kopf: Er lässt Peteys Leiche bei einem Metzger "verschwinden" und sackt Biggs Russen-Kohle selbst ein. Biggs erzählt er, dass Vince überraschend aufgetaucht sei, Petey erschossen und die Millionen mitgenommen habe. Nun will auch Biggs Vince finden. Als dann auch noch die rechtmäßigen Eigentümer der Diamanten auftauchen, in Form eines gnadenlosen Auftragskillers, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem immer mehr Menschen ins Gras beißen - und es am Ende nur einen Gewinner geben kann.

Multitalent 50 Cent

"Set Up" ist das, was man gemeinhin einen knallharten Hollywood-Actionreißer nennt. Es wird wild herumgeballert. Es fließt Blut. Aber es gibt auch jede Menge cooler Einzeiler - vor allem von Bruce Willis, dem es sichtlich Spaß macht, nicht die Heldenrolle in dem Thriller zu spielen, sondern den kaltblütigen, aber irgendwie liebenswert-kauzigen Paten der Stadt. Er ist sympathisch.

Auch die anderen Hauptdarsteller der 20-Millionen-Dollar-Produktion "Set Up" können überzeugen. Ryan Phillippe, der mit der Rolle des verräterischen Freundes endlich sein Jungstar-Image, das er seinen Rollen in "Eiskalte Engel" und "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" zu verdanken hat, ablegt und nach "The Bang Bang Club" schauspielerisch erneut auftrumpfen kann. Selbst 50 Cent gefällt, auch wenn er in einigen seiner Szenen hölzern wie eh und je herüberkommt. Den Coolness-Faktor kann ihm keiner streitig machen.

Und mittlerweile hat sich 50 Cent auch in Hollywood einen Namen gemacht - als Produzent. Neben "Set Up" wirkt er in dieser Funktion beispielsweise auch bei den in diesem Jahr erscheinenden "Freelancers" mit Oscar-Gewinner Robert de Niro, "The Frozen Ground" mit Nicolas Cage und John Cusack sowie "Fire with Fire", wieder mit Bruce Willis.

"Get Rich or Die Tryin‘" hieß 50 Cents erster Kinofilm. Es ist das Lebensmotto des Gangsta-Rappers und passt auch perfekt zu "Set Up": Vince nimmt es wörtlich, als er sich Dave und Sonny vom Hals schaffen will, um die Beute nicht teilen zu müssen. Und mal ehrlich, wer würde für fünf Millionen Dollar in Diamanten nicht auch in Versuchung geraten? Aber eines sollte man dabei nie vergessen: Don't fuck with Bruce Willis!

 

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Quelle: n-tv.de

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