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Wieder was gelernt Schufa - Institution oder Datenkrake?

Die Schufa schickt die Bonitätsauskunft per Brief, die Anforderung können Verbraucher aber auch einfach per Email schicken. Foto: Franziska Koark

Die Schufa schickt die Bonitätsauskunft per Brief, die Anforderung können Verbraucher aber auch einfach per Email schicken. Foto: Franziska Koark

(Foto: dpa)

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Wenn wir in Deutschland einen Vertrag abschließen wollen, geht ohne Auskunft von der Schufa meist gar nichts. Und wenn der Schufa-Eintrag negativ ist, haben wir schlechte Karten. Aber was genau ist die Schufa überhaupt? Wie kommt sie an unsere Daten? Wie kommt man rein - und kommt man auch wieder raus?

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Die Schufa ist eine eine sogenannte Wirtschaftsauskunftei, und dieser Name verrät schon, was sie macht: Sie gibt Auskunft darüber, ob man uns wirtschaftlich trauen kann oder nicht. Dafür braucht sie eine ganze Menge Daten, die sie von fast 10.000 Vertragspartnern bekommt, zum Beispiel von Banken und Sparkassen, Mobilfunkanbietern oder Stromversorgern.

Die übermitteln der Schufa unsere Vertragsdaten. Natürlich nicht einfach so, wir müssen dem schon zugestimmt haben. Das passiert meist nebenbei. Wir unterschreiben den neuen Handy-Vertrag und damit meist auch die sogenannte Schufa-Klausel. Auch wenn das vielen vielleicht gar nicht so bewusst ist, sagt Gerrit Cegielka von der Verbraucherzentrale Bremen:

"In der Regel steht das im Kleingedruckten. Man unterschreibt nicht nur den Vertrag selber, sondern auch noch eine Erklärung zur Datenweitergabe, die Schufa-Klausel. Letztendlich darf die Schufa nur Daten sammeln, wenn die Verbraucher in irgendeiner Art und Weise einverstanden waren und das sind wir im Grunde, denn wir sind ja daran interessiert, dass es zu diesem Vertragsschluss kommt."

Wir haben also keine andere Wahl, denn wenn wir nicht zustimmen, kommt meist auch kein Vertrag zustande. Deshalb hat auch so gut wie jeder von uns eine Schufa-Akte. Was die Schufa nicht wissen darf, wo sie Verbrauchern Steine in den Weg legt und wie wir mit Falschmeldungen umgehen können, erfahren Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wie verbreitet sich das Coronavirus? Wird unsere Schokolade immer teurer? Was sind die Psycho-Tricks beim Online-Shopping? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, jwa