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Sonntag, 30. März 2014

Ab 3500 Euro kann die Sonne lachen: Cabrios - neu oder gebraucht?

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"Es läuft der Frühlingswind durch kahle Alleen, seltsame Dinge sind in seinem Wehn. Er hat sich gewiegt, wo Weinen war, und hat sich geschmiegt in zerrüttetes Haar." So besingt Hugo von Hofmannsthal den Vorfrühling. Aber der Mann hätte auch die offene Fahrt meinen können. Schließlich wird die Lust auf den Wind, der einem um die Nase weht, bei den ersten Sonnenstrahlen deutlich größer.

"Es läuft der Frühlingswind durch kahle Alleen, seltsame Dinge sind in seinem Wehn. Er hat sich gewiegt, wo Weinen war, und hat sich geschmiegt in zerrüttetes Haar." So besingt Hugo von Hofmannsthal den Vorfrühling. Aber der Mann hätte auch die offene Fahrt meinen können. Schließlich wird die Lust auf den Wind, der einem um die Nase weht, bei den ersten Sonnenstrahlen deutlich größer.

"Es läuft der Frühlingswind durch kahle Alleen, seltsame Dinge sind in seinem Wehn. Er hat sich gewiegt, wo Weinen war, und hat sich geschmiegt in zerrüttetes Haar." So besingt Hugo von Hofmannsthal den Vorfrühling. Aber der Mann hätte auch die offene Fahrt meinen können. Schließlich wird die Lust auf den Wind, der einem um die Nase weht, bei den ersten Sonnenstrahlen deutlich größer.

Aber für welchen Sonnenanbeter soll man sich entscheiden? Hier einige Tipps: Die wohl günstigste Variante, ein echtes Cabrio zu fahren, ist der Smart Fortwo. 13.985 Euro kostet der Zweisitzer mit Verdeck, ...

... bei dem man allerdings für das echte Frischluft-Gefühl die Dachholme herausnehmen muss. Schnäppchenjäger aufgepasst: Im Sommer wird die neue Generation vorgestellt, deshalb lohnt sich das Handeln.

Zugegeben, Toyota Aygo, Citroen C1 (Bild), Peugeot 108 sind keine echten Cabrios. Die neuen Kleinstwagen aus der japanisch-französischen Kooperation, die im Sommer auf den Markt kommen, ...

... bieten gegen Aufpreis nur ein großes Stoffrolldach. Aber mehr Wind als durch ein Schiebedacht weht einem hier allemal durchs Haar. Die Preise dürften um die 13.000 Euro starten.

Schon etwas länger ist mit dem Rolldach der Fiat 500C erfolgreich, ...

... den es mit großer Luke ab 14.750 Euro zu kaufen gibt.

In diesen Regionen will auch der Opel Adam Rocks wildern, der ebenfalls im Sommer auf den Markt kommen soll und dann noch knapp unter die 15.000-Euro-Grenze fallen dürfte.

Das elektrische Faltdach ist bei dem Kleinstwagen im Offroad-Kleid serienmäßig montiert, womöglich ist es künftig auch für die Basis-Varianten des Adam lieferbar.

Das Citroen DS3 Cabrio setzt ebenfalls auf die Lösung mit Faltverdeck und ist ab 18.040 Euro zu haben.

Außerdem bietet es auf vier Metern Länge etwas mehr Platz als die bisher vorgestellten Winzlinge. Mit der Bereitschaft, mehr zu zahlen, wächst natürlich auch die Auswahl der Cabrios mit einem echten Verdeck:

Als klassischer Roadster ist der Mazda MX-5 bereits ab 22.790 Euro erhältlich.

Den Allzeit-Favoriten für die sommerliche Ausfahrt gibt es auch mit Metalldach für rund 2500 Euro Aufpreis.

Zwei Sitze mehr hat das Mini Cabrio, das als günstigste Variante Mini One mit 98 PS etwa 21.050 Euro kostet.

Noch mehr Platz bieten die Modelle aus dem Hause VW: Der offene VW Beetle fährt ab 21.625 Euro vor, dann allerdings ohne Klimaanlage.

Die hat sein Bruder Golf ab 24.175 Euro in der Oben-Ohne-Variante serienmäßig an Bord, beide werden in der kleinsten Version von einem 105 PS starken Benziner angetrieben.

Als weiteres deutsches Fabrikat steht der Opel Cascada in der Grundvariante für 25.945 Euro zur Wahl. Das immerhin mit Lederlenkrad, Klimaanlage und Parkpiepsern hinten.

Vor Kurzem geliftet wurde der mindestens 28.100 Euro teure Megane CC, der Viersitzer wird in vier Motorvarianten angeboten. Zwei auslaufende Modelle kommen ebenfalls aus Frankreich:

Die noch auf den Vorgängermodellen des jüngst aktualisierten Klein- und Kompaktwagen Peugeot 208 und 308 basierenden Stahldach-Cabrios 207 CC, das es ab 20.200 Euro gibt und ...

... 308 CC, der für 28.400 Euro zur Disposition steht, sind derzeit noch erhältlich. Da es sich hier um Auslaufmodelle handelt, sollte beim Kauf unbedingt gehandelt werden.

An dieser Stelle verlassen wir die Gefilde, die als preiswert gelten könnten und wenden uns dem zu, was nicht mehr für jeden erschwinglich ist. Das neue A3 Cabrio ist ab 30.500 Euro zu haben und erlebt in diesem Jahr seinen ersten Sommer. Die Version mit traditioneller Stoffmütze basiert nun auf der Stufenheck-Limousine. Ab Sommer gibt es die geschärfte Variante S3 mit 300 PS. Allerdings kostet der Trümmer dann auch gleich 48.500 Euro.

Noch etwas neuer ist das BMW 4er Cabrio, das nach geänderter Nomenklatur die offene Version des 3er ersetzt und ab 46.300 Euro zu haben ist.

Im Gegensatz zum BMW, der mit Stahldach vorfährt, hat die Mercedes E-Klasse für 47.838 Euro in der offenen Version ein Stoffverdeck.

Ebenfalls in dieser Liga spielt der offene Audi A5 zu Preisen ab 39.250 Euro.

Auch mehrere Roadster stehen im genannten Preissegment zur Wahl. Da wären die deutschen Fabrikate mit dem BMW Z4 für 33.950 Euro, der in der Basisversion 156 PS leistet und ein klappbares Hardtop hat und ...

... der Mercedes SLK, den es ab 39.359 Euro gibt und der ebenfalls mit einem festen Klappdach ausgestattet ist.

Viel Spaß für vergleichsweise wenig Geld verspricht die offene Version des Nissan 370Z. Für 38.900 Euro bekommt der Käufer satte 328 PS.

Und sogar einen offenen Porsche ergattert man noch unter 50.000 Euro: Der Boxster mit 265 PS kostet ab 49.957 Euro. Natürlich geht es auch noch teurer und hier ist die Preisskala nach oben wahrlich offen. Aber es gibt bei Cabrios auch eine Alternative: die der Gebrauchtwagen.

Beginnen wir mit dem Sommerauto schlechthin: Die zweite Generation des Mazda MX-5 erfüllt mit Hinterradantrieb, straffem Fahrwerk, soliden Motoren und einem Verdeck, das - zumindest bei gepflegten Modellen - noch nach Jahren einwandfrei klappt, alle Ansprüche an ein Spielzeug für warme Sonnentage.

Viel Platz hat das von 1998 bis 2005 gebaute Modell auf zwei Sitzen und 144-Liter-Kofferräumchen nicht, das Cockpit ist eher puristisch. Dafür überzeugt er nicht nur TÜV-Prüfer mit langer Haltbarkeit und guter Verarbeitung.

Rost wird mit zunehmendem Alter ein Thema bei dem Japaner, hierauf sollte man also achten. Zu vielen positiven Eigenschaften kommt der Preis: Exemplare mit weniger als 80.000 Kilometern sind ab 3500 Euro zu haben.

Noch etwas günstiger, ab 3300 Euro, steht der Peugeot 206 CC bei den Gebrauchtwagenbörsen in der Liste. Von 2000 bis 2007 gebaut, wurde das beliebte Kleinwagen-Cabrio wegen seines Stahldachs oft als Alltagsauto genutzt. Exemplare mit mehr als 80.000 Kilometern sind daher häufiger anzutreffen als 206 CC unter der gesetzten Grenze.

Da der Viersitzer auch in jüngeren Jahren mitunter Probleme hat, die HU zu bestehen, ist es besonders wichtig, hier auf eine frische Plakette zu achten. Nicht TÜV-relevant, aber ärgerlich: Die Dachdichtungen werden porös, so dass Wasser eindringt.

Ebenfalls mit Blechdach fährt der Opel Tigra Twin Top vor. Hier mit Stoffdach-Look. Er basiert auf dem Kleinwagen Corsa und hat ordentlich Platz – für zwei. Die können dank des komfortablen Fahrwerks angenehm cruisen. Beim TÜV schneidet der Tigra recht solide ab und ...

... da er als Cabrio mehr gepflegt wird, auch besser als der baugleiche Corsa. Von dem bis 2009 gebauten Modell sind durchaus einige Exemplare mit wenigen Kilometern zu finden. Mit maximal 80.000 Kilometern auf dem Tacho starten die Preise bei etwa 4000 Euro.

Ein echt puristischer Flitzer für den Sommer ist der Smart Roadster – die Turbomotoren mit maximal 82 PS Leistung müssen nur 800 Kilogramm bewegen, was mitsamt dem tiefen Schwerpunkt sehr zum Fahrspaß beiträgt. Der enge Zweisitzer hat wahlweise Hardtop oder elektrisches Stoffverdeck, das sich innerhalb von zehn Sekunden zusammenfaltet.

Bei komplett geöffnetem Verdeck können die seitlichen Dachholme ausgebaut und im vorderen Kofferraum verstaut werden. Während seiner kurzen Bauzeit (2003 bis 2005) wurde der schnittige Bruder des Smart Fortwo vergleichsweise teuer angeboten, heute ist er günstiger: ab 4500 Euro ist er zu haben.

So oft der Nissan Micra mit seinen Kulleraugen in deutschen Städten kreuzt, so selten sieht man seine offene Variante. Die Seltenheit könnte ein Grund sein, warum die wenigen Exemplare des Micra C+C (2005 bis 2009) vergleichsweise teuer gehandelt werden: Unter 80.000 Kilometern kostet der Viersitzer, der in der Realität eher ein Zweisitzer ist, mindestens 4900 Euro.

Dafür sind aber viele gepflegte Exemplare im Angebot. Bei der Probefahrt sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Lenkung legen und auf Ölflecken auf dem Parkplatz. Und wenn es während der Fahrt röhrt, dann ist das nicht das Geräusch des 1,4-Liter-Benziners mit 88PS, sondern ein typischerweise rostiger Auspuff.

Investiert man etwas mehr Geld, rücken auch ältere Modelle der deutschen Premium-Marken in greifbare Nähe. Der Mercedes SLK (Typ R 170) zum Beispiel, der von 1996 bis 2004 gebaut wurde.

Der offene Stuttgarter liegt mit seiner Laufleistung im Schnitt deutlich unter der seiner Alltagsgenossen. Aber gerade deshalb ist die Auswahl derer um die 80.000 Kilometer (ab 5900 Euro) nicht besonders üppig.

Erweitert man den Rahmen auf 100.000 Kilometer, gibt es eine größere Auswahl ab etwa 5100 Euro. Ein nicht allzu riskantes Unterfangen - bei einem gepflegten Exemplar. Haben die TÜV-Prüfer bei dem Zweisitzer mit Metalldach doch regelmäßig überdurchschnittlich wenig zu bemängeln.

Der VW Käfer erfreut in der offenen Version seit Jahrzehnten Frischluft-Fanatiker. Die Neuauflage als New Beetle Cabrio (2003 bis 2010) ist vielleicht nicht ganz so kultig, dafür aber komfortabler – wenn auch enger, als sein üppiges Äußeres es vermuten lässt.

Bei etwa 8000 Euro beginnt das Angebot. Bei älteren Exemplaren sollte man aber auf die Auspuffanlage achten. Immer wieder klagen Beetle-Besitzer auch über Stoffdächer, die vom Gestänge durchgescheuert wurden.

Der TÜV bescheinigt dem Wolfsburger aber solide Technik: Laut Statistik hat der Viersitzer im Alter sogar weniger Mängel als in jungen Jahren.

Ähnlich kugelig, aber deutlich sportlicher ist man mit einem anderen Exemplar aus dem VW-Konzern unterwegs: Der Audi TT war bei seinem Debüt 1998 mit seinem runden Design eine Sensation. Noch heute sind die Formen der bis 2006 gebauten ersten Generation zeitlos schön.

Auch der 2+2-Sitzer schneidet überdurchschnittlich gut bei der HU ab. Gepflegte Exemplare des Sportwagens unter 80.000 Kilometer sind ab 8800 Euro zu haben. Der kleine Heckspoiler und ESP sollten auf jeden Fall an Bord sein.

Wer ein Auto wie James Bond fahren möchte, muss nicht auf einen Aston Martin sparen. In "Goldeneye" fuhr der MI6-Agent einen Z3. Dank seines hervorragenden Handlings ist der hinterradgetriebene BMW ein echtes Sonnenkind für schöne Tage auf kurvigen Strecken.

Wählen sollte man ein Exemplar nach Baujahr 1998, davor gab es mitunter Qualitätsprobleme. Davon abgesehen ist der Roadster ein äußerst zuverlässiger Sommer-Begleiter mit Ausdauer. Angeboten wird er ab etwa 7000 Euro.

Und für ganz knapp unter 10.000 Euro kann man sogar einen Porsche Boxster fahren. Die erste Generation (Typ 986, 1996 bis 2004) wurde zur Bauzeit für ihre "Spiegeleier-Leuchten" belächelt, heute aber haben die eigenwilligen Scheinwerfer ihren ganz eigenen Charme.

Dank des Mittelmotorkonzepts erlaubt der Roadster eine besonders sportliche Fahrweise und hat sowohl vorne als auch hinten einen Kofferraum. Das Verdeck ist serienmäßig elektrisch. Der Boxster gilt als sehr zuverlässig, Ersatzteile sind allerdings richtig teuer.

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