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Montag, 20. Februar 2012

Marken, die vor 50 Jahren glänzten: Einmal Genfer Salon und dann sterben?

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Noch vor 50 Jahren war der Auto Salon in Genf eine kompakte und übersichtliche Schau der automobilen Neuheiten. Mehr als zwei bis drei Autos pro Hersteller fanden keinen Platz. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Noch vor 50 Jahren war der Auto Salon in Genf eine kompakte und übersichtliche Schau der automobilen Neuheiten. Mehr als zwei bis drei Autos pro Hersteller fanden keinen Platz.

Noch vor 50 Jahren war der Auto Salon in Genf eine kompakte und übersichtliche Schau der automobilen Neuheiten. Mehr als zwei bis drei Autos pro Hersteller fanden keinen Platz.

Doch vieles, was auf der Messe 1962 spektakulär daherkam, hat heute schon das Zeitliche gesegnet. Etliche der damals aktiven Marken sind längst von der Bildfläche verschwunden. Dafür hat sich die Marktbedeutung einiger damals noch unbekannter Autobauer gravierend geändert.

Zu den Marken, die 1962 noch im Rampenlicht standen, heute aber verblichen sind, gehört beispielsweise AC. Die Briten zeigten damals den ACE 2,6 und Aceca 2,6. Wirklich begeistert hat aber nur die sagenumwobene AC Cobra.

Auch Cisitalia dürfte heute nur noch wenigen Enthusiasten bekannt sein. Die italienische Marke baute zwischen 1943 und 1964 sportliche Autos in Kleinserie. Anleihen nahm der Hersteller vor allem bei Ferrari. Ebenso in Vergessenheit geraten ist der …

… französische Luxusautomobil-Hersteller Facel-Vega. Vor 50 Jahren glänzte der Autobauer mit der Facellia F-2-S und dem Facel II. Mit einem bis zu 390 PS starken Chrysler-V8-Motor setzte der Facel II als Grantourismo die Tradition des Vorgängers HK fort.

Mit dem Facellia wollte die Nobelmarke allerdings das Mittelklasse-Segment erobern. Durch eine völlig misslungene Motorenentwicklung wurden 1964 zehn Jahre Firmengeschichte abrupt mit einer Pleite beendet.

Auch ein deutscher Name ist in Vergessenheit geraten: Glas. Der Hersteller des Goggomobil wurde 1966 durch BMW übernommen. Aber auch die Münchner waren 1962 am Start und stellten in Genf …

... den BMW 700 als Cabrio und …

… das Modell LS Luxus vor. Einen wirklichen Renner landete der damalige Pleitekandidat BMW aber mit dem …

… 1500, der sogenannten "Neuen Klasse". Die Mittelklasselimousine führte die Münchner auf die Straße des Erfolgs. Und die ...

... haben die Bayern bis heute nicht mehr verlassen. DKW ging 1962 ...

... mit dem Auto Union 1000 S Coupé de Lux auf Kundenfang. Der Spezialist für Zweitaktmotoren befand sich damals im Besitz von Mercedes. Mit der Übernahme durch VW 1966 gingen die Namen DKW und Auto Union in Audi auf.

Heute längst Geschichte sind die 1962 in Genf noch aktiven deutsche Marken Borgward, FMR (Messerschmitt), Fuldamobil, Hansa, Lloyd, NSU, Trabant und Wartburg. Der Trabant, in der DDR in Zwickau gefertigt, …

… präsentierte den P50 in Genf. Die Bezeichnung P50 bedeutete Personenkraftwagen mit 500 Kubikzentimetern Hubraum. Der Clou war aber ...

... die aus Duroplast gefertigte Außenhaut des Wagens. Hochwertiger und vom Design …

… ansprechender präsentierte sich der ebenfalls in der DDR, in Eisenach, gebaute Wartburg 311. Der 311er – die Namensgebung lehnte sich an BMW an - ...

... wurde von einem Dreizylinder-Zweitaktmotor mit 37 PS angetrieben.

Zu den niedergegangenen britischen Autobauern, die 1962 noch in Genf waren, zählte unter anderen Triumph. Der 1962 vorgestellte Roadster TR4 gehört dank eines großen Liebhaberkreises zu den populärsten Modellen der verblichenen englischen Pkw-Bauer.

Auch die italienischen Hersteller ließen seit 1962 Federn. Marken wie Moretti und Osca sind heute nur noch Spezialisten ein Begriff. Abarth dagegen war damals als selbstständige Marke im Geschäft und ist bis heute mit Fiat verbunden.

Seat baute mit Fiat-Lizenz die Modelle Seat 600 und ...

... 1400 C. Der niederländische Anbieter Daf hatte für Genf 1962 dem ab 1958 gebauten Kleinwagen …

… Daf Variomatic 750 die stufenlose Variomatic als Kraftübertragung geschenkt. Sie erlaubte dem kleinen Daf, rückwärts so schnell wie vorwärts zu fahren.

Der Renault 4 war schon in Frankfurt 1961 zu sehen. Nach Genf war sein Siegeszug nicht mehr zu stoppen. Die Franzosen stellten zudem die Modelle …

… Floride S und …

… Caravelle vor, ...

... die Cabrio- und Coupé-Version der kleinen Limousine "Dauphine". Panhard zeigte vor 50 Jahren den …

… PL17 als viertürige Limousine und als zweitüriges Cabriolet. Der 1891 gegründete älteste französische Autobauer ging 1965 unter dem Dach von Citroen auf. Peugeot hatte 1962 …

… den Peugeot 403 und die moderne, gefällig geformte Mittelklasse-Limousine …

… Peugeot 404 im Gepäck für Genf. Der Peugeot 404 entwickelte sich zu einem der größten Bestseller in der Geschichte der Marke. In Argentinien lief er sogar bis 1982 vom Band.

Aber auch japanische Hersteller bemühten sich bereits vor 50 Jahren in Genf. Nissan hieß zu dieser Zeit noch Datsun und präsentierte das Cabriolet Fairlady, dessen Urenkel heute der Z370 ist. Mazda …

… brachte das Modell R360 Coupé nach Genf. Die Marken Toyopet, Crown, Tiara und Corona gibt es heute nicht mehr. Doch aus ihnen entwickelte sich einer der größten Autobauer der Welt: Toyota.

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