Die Mitglieder der Drogenbanden "Comando Vermelho" (Rotes Kommando) und "Amigos dos Amigos" (Freunde der Freunde) sind Todfeinde.Bild 1 von 23 | Foto: APDie Claims in vielen Favelas, den Armenvierteln von Rio de Janeiro, sind abgesteckt.Bild 2 von 23 | Foto: APWer sich dennoch vorwagt in das Territorium des anderen, ist lebensmüde.Bild 3 von 23 | Foto: REUTERSSelbst die Polizei traut sich nur mit schwerstem Gerät in einige Favelas, wo "Soldaten" der Gangs am helllichten Tage mit Maschinenpistolen auf den Straßen patrouillieren.Bild 4 von 23 | Foto: REUTERSAn einem Wochenende Mitte Oktober 2009 kam es in Rio zu einem der blutigsten Bandenkriege seit langem - 14 Menschen verloren ihr Leben. Die "Cidade Maravilhosa", die Wunderbare Stadt, zeigte ihre Schattenseite.Bild 5 von 23 | Foto: APDie genauen Hintergründe des Gewaltausbruchs sind nicht klar. Es scheint aber sicher, dass einige Mitglieder des "Comando Vermelho" aus der Favela "Morro São João" in der Nacht zum Samstag in die verfeindete Siedlung "Morro dos Macacos" eindrangen, um lukrative Drogenumschlagsplätze zu besetzen.Bild 6 von 23 | Foto: REUTERSDie Schießereien begannen bereits gegen 1.00 Uhr nachts und eskalierten im Laufe des Tages zu einer regelrechten Schlacht, bei der allein am Samstag zwölf Menschen starben.Bild 7 von 23 | Foto: AP"Das waren die schlimmsten Angriffe seit Jahrzehnten", berichtete ein Anwohner lokalen Medien. Seinen Namen wollte er nicht nennen. "Ich darf nicht reden." ...Bild 8 von 23 | Foto: REUTERS..."Ich lebe hier, und die Leute werden hier gejagt." In verschiedenen Favelas gingen Busse in Flamen auf, ein Auto und Reifen wurden angezündet. Bilder wie aus einem Bürgerkrieg.Bild 9 von 23 | Foto: REUTERSDie Polizei, die von dem Übergriff nach eigenen Angaben vorher wusste, griff erst am Tage ein.Bild 10 von 23 | Foto: dpaEin Helikopter mit sechs Polizisten an Bord wurde beschossen. Die Maschine fing Feuer, konnte nur mit Mühe auf einem Fußballplatz notlanden.Bild 11 von 23 | Foto: dpaNur vier Insassen gelang es, den Hubschrauber rechtzeitig zu verlassen. Für zwei 29 und 39 Jahre alte Polizisten kam jede Hilfe zu spät.Bild 12 von 23 | Foto: AP"Sie machen ihr Theater und wir bezahlen es. Es gibt Mittel für die Fußball-WM und Olympia, aber nicht für die Ausstattung der Polizei. Wie kann man nur einen ungepanzerten Hubschrauber in ein Risikogebiet schicken", klagte die Tante eines der Opfer bei der Beerdigung.Bild 13 von 23 | Foto: APAm Sonntag erschossen Sondereinheiten der Polizei in der einige Kilometer entfernten Favela Jacarezinho zwei mutmaßliche Drogendealer und beschlagnahmten 300 Kilogramm Marihuana.Bild 14 von 23 | Foto: REUTERSDann wurden am selben Tag in einem Waldgebiet noch zwei Leichen entdeckt.Bild 15 von 23 | Foto: APAllerdings ist noch unklar, ob auch sie Opfer des Bandenkrieges wurden. Es war ein grausiges Wochenende, das Rio wieder einmal Negativschlagzeilen bescherte und das Image der frisch gekürten Olympia-Stadt beschädigte.Bild 16 von 23 | Foto: REUTERSZwar werden die Olympischen Spiele nicht in den Favelas ausgetragen, aber durch die geografischen Gegebenheiten in Rio liegen Arm und Reich oft dicht, sehr dicht beieinander.Bild 17 von 23 | Foto: dpaBerge auf der einen und der Atlantik auf der anderen Seite lassen nicht viel Platz zum Ausweichen. Favelas beginnen oft nur einen Steinwurf entfernt von sogenannten besseren Vierteln.Bild 18 von 23 | Foto: dpaDer "Morro dos Macacos", das Epizentrum der Schießereien vom Samstag, liegt ganz in der Nähe vom legendären Maracanã-Stadion, wo 2016 die Eröffnungsfeier der Olympiade stattfinden soll.Bild 19 von 23 | Foto: APMit seiner Wahl zur Olympiastadt steht Rio in den kommenden Jahren verstärkt unter internationaler Medien-Beobachtung.Bild 20 von 23 | Foto: REUTERSDie Regierung bemüht sich mit Millionen-Investitionen und einem ehrgeizigen Sicherheitskonzept, Armut und Gewalt in den Favelas einzudämmen.Bild 21 von 23 | Foto: REUTERSBei der Olympiaentscheidung in Kopenhagen vor rund zwei Wochen garantierte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva 2016 "sichere Spiele".Bild 22 von 23 | Foto: REUTERSÜber Rio de Janeiro werde jetzt nicht mehr nur in den Polizeinachrichten berichtet, hoffte er. Das war zumindest am Wochenende nicht der Fall.Bild 23 von 23 | Foto: REUTERS