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Freitag, 04. Mai 2018

Buddhistische Novizen: Thailand feiert seine geliebten "Prinzen"

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Es ist ein farbenfroher Umzug, der sich durch die Bergstadt Mae Hong Son an Thailands Nordgrenze bewegt. (Foto: REUTERS)

Es ist ein farbenfroher Umzug, der sich durch die Bergstadt Mae Hong Son an Thailands Nordgrenze bewegt.

Es ist ein farbenfroher Umzug, der sich durch die Bergstadt Mae Hong Son an Thailands Nordgrenze bewegt.

Goldene Regenschirme, geschmückt mit Perlen und Blumen, spenden den Jungen, die auf den Schultern ihrer Väter sitzen, Schatten.

Es ist der wichtigste Tag im bisherigen Leben der Jungen.

Unter dem Klang von Trommeln, Becken und Gongs ziehen die Kinder als Novizen in ein buddhistisches Kloster ein.

Sie und ihre Familien gehören zur ethnischen Gruppe der Shan.

Sie leben vor allem im benachbarten Myanmar, aber auch in China, Laos und eben Thailand.

Der prachtvollen Paraden sind umfangreiche Vorbereitungen vorausgegangen.

Zunächst werden die Haare der Jungen geschoren.

Die Mütter bekommen die abgeschnittenen Haare in ein Lotusblatt gewickelt.

Anschließend werden die Kinder in duftendem Wasser gebadet, ...

... und in weiße Gewänder gehüllt.

An der Zeremonie nehmen Jungen im Alter zwischen 7 und 14 Jahren teil.

Nach dem Bad werden die Gesichter der Kinder bemalt.

Die Muster werden mit einer Paste aufgetragen, die aus der gemahlenen Rinde des Thanaka-Baums hergestellt wird.

Von nun an bis zum Ende des Festes haben die Kinder einen halbgottähnlichen Status und dürfen nicht den Boden berühren.

Die Teilnahme an dem prestigeträchtigen Ritual lassen sich die Familien einiges kosten.

Viele Familien sparen lange dafür, andere sammeln gezielt Spenden.

Die Ordination soll ihnen Ehre bringen.

Poy Sang Long, übersetzt "Fest der Kristallsöhne", heißt das Ritual.

Drei Tage lang wird gefeiert.

Die Feierlichkeiten erinnern an Buddha, der der Überlieferung zufolge ein Prinz war, bevor er religiös wurde.

Sie fallen traditionell in die Zeit des thailändischen Neujahrs, wenn die meisten Kinder Ferien haben.

Viele Besucher verfolgen den farbenfrohen Zug durch die Stadt am ersten Tag.

Am zweiten Tag kommen Familienmitglieder, Freunde und Gäste, ...

... um den Familien Glückwünsche und Geschenke zu überbringen.

Auch am dritten Tag findet wieder eine Prozession statt, ...

... bis die Jungen dann am vierten Tag mit einer Zeremonie im Kloster aufgenommen werden.

Gekleidet in die traditionellen orangefarbenen Gewänder der Mönche werden die Kinder nun einige Wochen oder Monate ...

... mit dem Studium buddhistischer Lehren verbringen.

Für manchen beginnt sogar ein ganzes Leben als Mönch. (sba)

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