Oliver Kahn hat seine Karriere beendet.Bild 1 von 150 Und wenn jemand von der Bühne verschwindet, ...Bild 2 von 150 ... dann hält man sich höflich mit Kritik zurück, ...Bild 3 von 150 ... ganz egal, wie herausfordernd sich der ehemalige Stabsangehörige in der Vergangenheit auch verhalten haben mag.Bild 4 von 150 Stattdessen muss man - auch wenn man fast dabei verzweifelt - mit dem Widerborst verbal kuscheln und nach positiven Dingen suchen, ...Bild 5 von 150 ... die man über den zukünftigen Rentner berichten kann.Bild 6 von 150 Weil diese Grundregel des erleichtert Abschied-Nehmens auch für Oliver Kahn gilt, ...Bild 7 von 150 ... hat ihn sogar Erzrivale Jens Lehmann öffentlich für seine professionelle "Einstellung" gelobt.Bild 8 von 150 Die beiden werden vermutlich im Leben nicht mehr Freunde, ...Bild 9 von 150 ... aber wenn ein missliebiger Kontrahent den Kampfplatz verlässt, ist die Freude der verbliebenen Haudegen fast immer so groß, ...Bild 10 von 150 ... dass sie den Abschied mit gnädiger Nachrede begleiten.Bild 11 von 150 Man kann viel Gutes über Kahn sagen, zum Beispiel, ...Bild 12 von 150 ... dass er auch außerhalb des Spielfeldes bekannt geworden ist.Bild 13 von 150 Außerdem könnte man erwähnen, dass er ganz schön erfolgreich war in seinem Beruf und dass er ...Bild 14 von 150 ... stets polarisierte, ...Bild 15 von 150 ... nicht nur solange er zwischen den Torpfosten stand.Bild 16 von 150 Allerdings kommen all diese Dinge quasi von selbst, ...Bild 17 von 150 ... wenn man beim FC Bayern München einen Vertrag unterschreibt und regelmäßig spielt.Bild 18 von 150 Viel interessanter ist deshalb, wie der 86-malige Nationalspieler seinen Weg zum Rekordmeister fand: ...Bild 19 von 150 Oliver Kahn ist ein Kind der 80er Jahre und deshalb - wie jeder gute Teenager damals - besonders von den Hollywood-Filmen seiner frühen Jugend geprägt.Bild 20 von 150 In einem Interview mit der "SZ" erklärt er, dass besonders seine ganz persönlichen fantastischen Vier die eigene Wahrnehmung des amerikanischen Traums entscheidend beeinflusst haben: "Rocky", "Rambo", "Scarface" und "Wall Street".Bild 21 von 150 Sich aus cineastischem Blendwerk für Teenies ein Leitbild für das eigene Leben oder die eigene Karriere zusammenzunageln, ist eine Idee ...Bild 22 von 150 ... von so atemberaubender Schlichtheit, dass darauf fast zwangsläufig in späteren Tagen Komplikationen folgen müssen, ...Bild 23 von 150 ... die dann bei unbeteiligten Beobachtern für Erstaunen sorgen.Bild 24 von 150 Die Adoleszenz des Athleten Kahn war vermutlich - auch aufgrund seiner pubertären Prägung - genauso schwierig und schmerzhaft, wie die härtesten Phasen seiner Profikarriere.Bild 25 von 150 Der emotionale und soziale Reifungsprozess, die kritisch-hinterfragende Würdigung von Autoritäten und die Selbstfindungsphase dürften wegen der dominanten cineastischen Leitmotive ...Bild 26 von 150 ... erste Titanen-Aufgaben im Leben des ruhmsüchtigen Milchbarts gewesen sein.Bild 27 von 150 Kurz zur Erinnerung: Die Haupthandlungsträger in den Film-gewordenen Glaubensbekenntnissen des Jungtorwarts sind sich in ihren para-autistischen, manischen Charakterzügen allesamt sehr ähnlich:Bild 28 von 150 Rocky ist ein untalentierter, unter Qualen trainierender Boxer, der es erst als Lebenschance und später als großen Sieg interpretiert, ...Bild 29 von 150 ... dass er immer einen Schlag mehr mit seinem blutenden Kopf parieren kann, als der Gegner mit eiserner Faust auszuteilen im Stande ist.Bild 30 von 150 Im zweiten Stallone-Film auf Kahns Liste wird die Boxerfaust gegen die Panzerfaust getauscht.Bild 31 von 150 "Rambo" handelt von einem krankhaft gereizten, quasi unbezwingbaren, schwer traumatisierten Vietnam-Veteranen, dessen Seelenschmerz ...Bild 32 von 150 ...nur deshalb niemand nachfühlen kann, weil er eine gemeingefährliche menschliche Killermaschine ist und ganz klar 'ne Schraube locker hat.Bild 33 von 150 "Scarface" ist die Geschichte eines Gangsterparvenüs, der besonders durch viehische Brutalität, unerbittliche Furchtlosigkeit und pathologischen Hochmut auffällt. Die Geschichte gibt's inzwischen auch als Videospiel (Bild).Bild 34 von 150 Immerhin wird er am Ende des Films mit einer Schrotflinte hingerichtet.Bild 35 von 150 Vorher hatte er natürlich alles erreicht, obwohl er damals als absoluter Underdog mit den schlechtesten Voraussetzungen anfangen musste.Bild 36 von 150 In "Wall Street" geht es um einen gut angezogenen, skrupellosen Unternehmensplünderer (l.), dessen Eitelkeit nur noch von seinem Dünkel übertroffen wird.Bild 37 von 150 Auch in diesem Film steht die Show eines unverstandenen Egomanen im Vordergrund, der den Erfolgs- und Leistungsprinzipien alles andere unterordnet und sich einen ...Bild 38 von 150 ... feuchten Dreck um Regeln und Gesetze schert, die andere für bindend und zivilisationsstiftend halten.Bild 39 von 150 Allen vier Filmfiguren fehlt es zwar an Genialität und Einfallsreichtum, nicht aber an Hybris und wahnsinnigem Ehrgeiz.Bild 40 von 150 Als Sportler, Krieger, Gangster oder Finanz-Hai schießen die Hauptdarsteller beim Erreichen maximaler Ergebnisse gnadenlos übers Ziel hinaus.Bild 41 von 150 Von diesen Stilikonen seiner Jugend hat Kahn offenbar gelernt, dass man es als bindungsarmer, ...Bild 42 von 150 ... schweigsamer Desperado weit bringen kann, wenn ...Bild 43 von 150 ... man Gegenspieler effektiv bedroht, sie verunsichert, verängstigt oder einschüchtert, ...Bild 44 von 150 ... dass man Konkurrenten wegbeißen und entmutigen kann, wenn man ihnen roh und unverhohlen die eigene Gewaltbereitschaft anzeigt, ...Bild 45 von 150 ... herumbrüllt wie ein tollwütiges Raubtier oder hin und wieder den eigenen Jähzorn brühend aufschäumt und in einem irren Veitstanz zum Kochen bringt.Bild 46 von 150 Mit diesem Rüstzeug im Koffer zog Kahn von Karlsruhe nach München, überwand ...Bild 47 von 150 ... alle Konkurrenten, die auch der Beste sein wollten und ...Bild 48 von 150 ... gewann mit dem FC Bayern fast alle Titel, die man im Vereinsfußball so gewinnen kann.Bild 49 von 150 Die beiden wichtigsten internationalen Trophäen einer wirklich großen aktiven Fußball-Karriere hielt er jedoch nie in den Händen.Bild 50 von 150 1996 feierte er den EM-Triumph der DFB-Elf lediglich als passives Kadermitglied, und im Jahr ...Bild 51 von 150 ... 2002 spielte er zwar eine fast perfekte WM, musste aber nach dem Finale bilanzieren: ...Bild 52 von 150 "Einen einzigen Fehler habe ich in sieben Spielen gemacht, und der wurde bitter, bitter bestraft."Bild 53 von 150 Es war vielleicht sein Fehler, aber die Finalniederlage hat natürlich nicht nur diesen einen Grund. Was Kahn zum ganz großen Triumph fehlte, war neben einem glücklicheren Händchen vor allem ein Mittelfeldspieler, der ...Bild 54 von 150 ... den Druck, den Kahn auf den gegnerischen Sturm ausübte, auf die Abwehr des Gegners übertrug.Bild 55 von 150 Die brasilianische Zeitung "O Globo" erklärte Kahn am Tag nach der Niederlage, woran es lag: ...Bild 56 von 150 "Es war der Sieg der brasilianischen Schule, der Schule der Technik, des Talents und der Kreativität über die Schule der steifen Hüfte, ...Bild 57 von 150 ... des Kampfes mit dem Ball und der physischen Kraft, ohne Zweifel die Schule des Mannschaftsspiels, aber ohne eine einzige Spur von Begabung."Bild 58 von 150 Oliver Kahn machte sich nie die Mühe, von sich selbst ...Bild 59 von 150 .... das öffentliche Bild eines hochbegabten Fußballers zu zeichnen.Bild 60 von 150 Er entschied sich für die glaubhaftere Variante und erklärte über talentierte Fußballer: "Ich hab mich immer gefragt, ...Bild 61 von 150 ... warum scheitern die eigentlich immer, die waren doch in der Jugendzeit besser als ich. Talent ist was Wichtiges, es nützt Dir aber nichts, ...Bild 62 von 150 ... wenn du nicht bereit bist, ...Bild 63 von 150 ... hart zu arbeiten."Bild 64 von 150 Im WM-Finale konnte man ...Bild 65 von 150 ... Völlers mäßig begabten Rumpelfußballern mangelnden Elan nicht vorwerfen.Bild 66 von 150 Die Elf bot zwar die erste ansehnliche Vorstellung während des gesamten Turniers, trotzdem ...Bild 67 von 150 ... wurde Michael Ballacks Talent besonders von den deutschen Fans schmerzlich vermisst.Bild 68 von 150 In einem Mannschaftssport hilft es nichts, wenn der Torwart seine Rolle als forderndes Über-Ich in einer ansonsten überforderten Mannschaft interpretiert, und gegen Brasilien gewinnt man nicht, wenn man nur einen selbstbewussten Keeper zu bieten hat.Bild 69 von 150 Auch Oliver Kahn konnte ein Spiel nicht allein entscheiden, ganz egal, wie sehr er sich das in seiner aktiven Zeit gewünscht hat: ...Bild 70 von 150 "Das ganze Spiel über die schlechtere Mannschaft sein und dann in der letzten Minute durch ein unverdientes Tor 1:0 ...Bild 71 von 150 ... gewinnen - das sind doch die besten Spiele für uns Torhüter", gab Kahn einst gewohnt boshaft zu Protokoll.Bild 72 von 150 Kahns Klasse hatte in seinen ersten Jahren beim FC Bayern keiner der Feldspieler, darum vielleicht diese Provokation.Bild 73 von 150 Er hatte es zunächst schwer, seinen Ambitionen bei den Bayern auch handfeste Titel folgen zu lassen. Ihm fehlte professionelle Unterstützung.Bild 74 von 150 Trotzdem begann sein persönlicher sportlicher Höhenflug Mitte der 90er Jahre, weil er Gelegenheit hatte, sich auszuzeichnen.Bild 75 von 150 Bei Champions-League-Auftritten fiel Kahn immer wieder als bester Mann im Bayern-Trikot auf.Bild 76 von 150 Die international kaum konkurrenzfähigen Feldspieler verließen sich regelmäßig und gern - ...Bild 77 von 150 ... trotz all seiner Ausfälle - auf ihren überragenden Rückhalt im Tor. Schließlich waren seine Reaktionen immer nur dann kritikwürdig, wenn er nicht mehr auf der Linie stand.Bild 78 von 150 Kahn war in dieser Zeit regelmäßig im Einsatz, wegen der schwachen Abwehr dauernd gefordert und trotzdem kaum zu überwinden.Bild 79 von 150 Immer wieder verhütete er höhere Niederlagen oder ein allzu frühzeitiges Ausscheiden seines Teams im internationalen Geschäft.Bild 80 von 150 Kahn konnte beschämende Pleiten abwenden, Blamagen verhindern, knappe Siege und einzelne Punkte sichern, aber ...Bild 81 von 150 ... einem Spiel, das auf der Kippe stand, konnte er als letzter Mann hinter der Abwehr nie die entscheidende Wendung geben.Bild 82 von 150 Er musste auf wenigstens einen Mittelfeldspieler warten, ...Bild 83 von 150 ... der seine Führungsansprüche teilte, ...Bild 84 von 150 ... seine kompromisslose Siegerphilosophie mittrug und außerdem noch ...Bild 85 von 150 ... eine ordentliche Portion Talent ins Bayern-Spiel brachte.Bild 86 von 150 Der Nationalkeeper feierte seine größten Erfolge im Bayern-Trikot erst, als beim so genannten FC Hollywood ....Bild 87 von 150 ... die Effenberg-Jahre zum zweiten Mal begannen.Bild 88 von 150 In dieser Zeit wurde das rot-weiße Glaubensbekenntnis vom absoluten Leistungsdarwinismus mit Stolz in die Öffentlichkeit getragen.Bild 89 von 150 Die Führungsspieler des Klubs wurden von Experten sarkastisch als das ...Bild 90 von 150 ... Bundesliga-All-Star-Team ...Bild 91 von 150 ... der Sozialkompetenz bezeichnet. Die beiden Hauptpersonen in der Mannschaft erspielten und erkämpften dem Klub zwischen 1998 und 2002 insgesamt neun Titel.Bild 92 von 150 Wobei Effenberg eher spielte ...Bild 93 von 150 ... und Kahn eher kämpfte. Zusammen stießen die beiden in dieser Phase auf die komplette Bandbreite denkbarer Fan-Resonanz: Zwischen gottgleicher Bewunderung ...Bild 94 von 150 ... und totaler Missbilligung erlebten die Bayern-Stars in Europas Stadien alles, ...Bild 95 von 150 ... was emotionsgeladene Fußball-Verrückte sich einfallen lassen können, ...Bild 96 von 150 ... um die Aufmerksamkeit der Medien und der Spieler nur für einen kurzen Moment auf sich zu lenken. Spätestens nach dem Sieg in der ...Bild 97 von 150 ... Champions-League und dem Titelgewinn 2001, in der letzten Minute der Nachspielzeit beim HSV, hatten sich Kahn, Effenberg und mit ihnen das ganze Bayern-Team auf der Liste der unbeliebtesten Deutschen an die Pole-Position gesetzt.Bild 98 von 150 Effenberg und der FC Bayern sind für die Mehrzahl der Fußball-Begeisterten als Sieger schwer vermittelbar, ...Bild 99 von 150 | Foto: ASSOCIATED PRESS... aber Kahn war in seinem manisch-narzisstischen Erfolgsrausch allenfalls für die Fans des Rekordmeisters noch zu ertragen.Bild 100 von 150 Man musste schon Anhänger der Bayern sein, wenn man das hier unbedingt jedes Jahr wieder erleben wollte.Bild 101 von 150 Eine Image-Korrektur gelang Effenberg bis heute nicht, und auch ...Bild 102 von 150 ... Kahn brauchte insgesamt mindestens drei große Fernsehauftritte, um das Etikett des vom Ehrgeiz zerfressenen Soziopathen langsam zu korrigieren und von seinem Trikot herunterzuwaschen.Bild 103 von 150 Als Kahn sich im Champions-League-Finale 1999 in der Nachspielzeit zwei Tore von Teddy Sheringham (91. Minute, im Bild) und Ole Gunnar Solskjaer (93. Minute) einfing, ...Bild 104 von 150 ... war nach dem Abpfiff das zweite Gesicht des Olli Kahn erstmalig kurz für Gegner ...Bild 105 von 150 ... und das geneigte Publikum sichtbar.Bild 106 von 150 Er war tief enttäuscht und machte vermutlich seine erste sportliche Mitleidserfahrung.Bild 107 von 150 In der Niederlage sammelte der traurige Perfektionist erstmals öffentlich Sympathiepunkte, die er aber innerhalb weniger Wochen wieder verspielte.Bild 108 von 150 Zum zweiten Mal gelang ihm dieses Kunststück, als er wieder einmal nicht richtig funktionierte, ...Bild 109 von 150 ... als er menschliche Schwäche zeigte und den Brasilianern die Führung und damit den Sieg im WM-Finale 2002 ermöglichte.Bild 110 von 150 Die dritte große Freundlichkeitsoffensive folgte vier Jahre später während des WM-Viertelfinalspiels zwischen Deutschland und Argentinien.Bild 111 von 150 Kahn wünschte seinem Erzrivalen Jens Lehmann vor dem Elfmeterschießen ...Bild 112 von 150 ... gegen den zweimaligen Weltmeister viel Glück - ...Bild 113 von 150 ... für einen fairen Sportsmann eine Selbstverständlichkeit. Weil aber die Geste von Oliver Kahn kam, reagierte Deutschlands Boulevard so hysterisch wie sonst nur der Keeper selbst.Bild 114 von 150 Nachdem die Argentinier nach Hause geschickt waren, folgte die mediale Inszenierung von Kahns ...Bild 115 von 150 ... Initiation in die Gemeinschaft zivilisationstauglicher Wesen.Bild 116 von 150 Zu diesem Zeitpunkt war er von der DFB-Clique längst als unüberwindliches Bollwerk und als Superstar zwischen den Pfosten demontiert.Bild 117 von 150 Der Zenit seiner Karriere war längst überschritten, und weil er nur noch als ganz normaler Torwart wahrgenommen wurde, ...Bild 118 von 150 ... ließ er kurz vor seinem Abritt auch ganz normale öffentliche Auftritte zu.Bild 119 von 150 Natürlich waren es nicht nur Klinsmann & Co., die ihn aus seinem Machtbereich im DFB-Tor vertrieben hatten.Bild 120 von 150 Er hatte zum Teil auch selbst Schuld, denn er ließ sich nach der auszehrenden WM 2002 und dem folgenden Titanen-Bullshit des Boulevards einmal mehr zu menschlichen Reaktionen hinreißen.Bild 121 von 150 Diesmal gab's allerdings keine Sympathiepunkte dafür.Bild 122 von 150 Kahn suhlte sich nach der WM in Asien satt und zufrieden in der öffentlichen Aufmerksamkeit ...Bild 123 von 150 ... und genoss es sichtlich, wenn nicht gemocht, so doch wenigstens respektiert zu werden.Bild 124 von 150 Er verließ seine damals schwangere Frau (Kuss-Szene mit Jugendliebe Simone am Hochzeitstag), kaufte sich einen italienischen Sportwagen ...Bild 125 von 150 ... und gönnte sich als Krönungs-Accessoire seines ...Bild 126 von 150 ... Erfolges eine Clubbing-Konkubine ...Bild 127 von 150 ... zum Herumzeigen, Spazierenfahren, Tanzen und ...Bild 128 von 150 ... Amüsieren.Bild 129 von 150 Die Welt sollte endlich den heiteren Lebemann, ...Bild 130 von 150 ... den Playboy "King-Kahn" kennen und lieben lernen.Bild 131 von 150 Natürlich ging der hochmütige Plan voll nach hinten los.Bild 132 von 150 Ein Torwart wird nie als Tänzer respektiert, ...Bild 133 von 150 ... ein Einzelgänger nicht als Salonlöwe ...Bild 134 von 150 ... und ein biederer Arbeiter nicht als Lebemann.Bild 135 von 150 Die meisten Menschen werden für genau das respektiert, was sie wirklich gut können; und dieses Prinzip funktioniert weitgehend gerecht.Bild 136 von 150 Deshalb blieb Kahn ein Torwart ...Bild 137 von 150 ... und seiner Disko-Freundin blieb die erträumte Mega-Karriere als Fernsehmoderatorin, Hollywood-Diva oder Sängerin verwehrt.Bild 138 von 150 Kahns ganz persönliche Fußball-Biografie hat leider gar nichts mit einer gut funktionierenden Hollywood-Story gemein. Schließlich ist der Mann von Beruf Torwart und nicht Traumtänzer.Bild 139 von 150 Vielmehr ist die Geschichte von Oliver Kahn ein reales, zeitgemäßes und gemeines Lehrstück aus der Mitte des Lebens eines aussichtsreich arbeitenden Mannes.Bild 140 von 150 Auf dem Gipfel will der erfolgreiche Macher die viel zu kurzen Augenblicke in der Sonne lieber im offenen Ferrari mit Fans und Freundin genießen, ...Bild 141 von 150 ... als hinterm Steuer der Familienkutsche. Doch diese Extra-Touren hatten ihren Preis.Bild 142 von 150 Die privaten Turbulenzen gingen nicht spurlos am Kapitän der Nationalelf vorüber. Kahn ließ es während der Neuausrichtung seiner Leidenschaften an Enthusiasmus für den Fußball fehlen und büßte einen Teil seiner sportlichen Leistungsfähigkeit ein.Bild 143 von 150 Er versagte in wichtigen Spielen, wurde angreifbar und brachte sich dadurch selbst um seinen Stammplatz in Klinsmanns WM-Kader.Bild 144 von 150 Jetzt, wo er endgültig vom Platz geht, ist natürlich auch diese persönliche Niederlage vergeben und vergessen. Das alles macht ihn menschlicher.Bild 145 von 150 | Foto: dpaUnd Menschlichkeit ist das wichtigste Imageziel, das mit der Marke Oliver Kahn derzeit medienwirksam mit unzähligen Interviews abseits des Fußballplatzes verfolgt wird.Bild 146 von 150 Schließlich ist es schwierig, eine Person, die nichts Besonderes mehr leistet, ausschließlich als besessenes, rücksichtsloses, bissiges Unikum zu vermarkten.Bild 147 von 150 Was Oliver Kahn als Person des öffentlichen Lebens noch folgen lässt, wird mit Spannung erwartet.Bild 148 von 150 Was sportlich bleibt, sind viele gehaltene Unhaltbare vom dreimaligen Welttorhüter ...Bild 149 von 150 ... und besten Spieler des WM-Turniers im Jahr 2002. (Text: Henning Troschel)Bild 150 von 150