Die Entscheidung fiel in einer langen Nacht.Bild 1 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat den Machtkampf mit VW-Patriarch Ferdinand Piëch verloren.Bild 2 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Nach einer Marathonsitzung des Aufsichtsrats verkündete Porsche: ...Bild 3 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
... Wiedeking und Finanzvorstand Holger Härter verlassen den Sportwagenbauer - und zwar mit sofortiger Wirkung.Bild 4 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Sie machten damit in dem erbitterten Übernahmekampf mit VW den Weg für eine gemeinsame Zukunft der beiden Autobauer frei. Volkswagen wird nun Porsche übernehmen. Bild 5 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Damit setzte sich Piëch mit seinem Plan durch; Wiedeking und Härter dagegen sind mit der riskanten Übernahme von VW gescheitert.Bild 6 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Nachfolger Wiedekings wird der bisherige Produktionsvorstand Michael Macht. Wiedeking legte auch sein Aufsichtsratsmandat bei VW und Audi nieder. Bild 7 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Wiedeking soll zum erzwungenen Abschied einen "goldenen Handschlag" bekommen und eine Abfindung von 50 Mio. Euro kassieren. Die Hälfte der Summe wandert jedoch in eine soziale Stiftung.Bild 8 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Zuvor war noch über eine gigantische Abfindung von 250 Mio. Euro für den Manager spekuliert worden - das wäre mehr gewesen, als bislang jemals an einen gescheiterten Manager gezahlt wurde.Bild 9 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Völlig überraschend kam der 12-köpfige Aufsichtsrat des im Zuge der VW-Übernahme hoch verschuldeten Sportwagenbauers in Weissach bei Stuttgart zusammen - einen Tag früher als geplant.Bild 10 von 29 | Foto: Reuters
Zunächst stellte Porsche die Weichen für eine Entschuldung. Um kurz vor 1 Uhr in der Nacht meldete der Autobauer, der Aufsichtsrat habe eine Kapitalerhöhung von mindestens fünf Mrd. Euro beschlossen.Bild 11 von 29 | Foto: REUTERS
Damit wolle Porsche die Voraussetzungen für die Bildung eines integrierten Autokonzerns mit VW schaffen. Dann um kurz nach 2.30 Uhr die nächste Information: Der Aufsichtsrat unterstützt den Einstieg des reichen Wüsten-Emirats Katar.Bild 12 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Schließlich, es war bereits hell draußen, die seit langem erwartete Mitteilung: Wiedeking und Härter (im Bild) werfen das Handtuch.Bild 13 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Sie seien in den vergangenen Wochen zu der Auffassung gekommen, dass es für die weitere strategische Entwicklung von Porsche besser sei, wenn sie als handelnde Personen künftig nicht mehr an Bord seien.Bild 14 von 29 | Foto: REUTERS
Wiedeking, der sich lange als Porsche-Retter und cleversten Strategen unter den deutschen Top-Managern feiern ließ, ist damit mit seiner Vision gescheitert, als kleiner "David" Porsche den "Goliath" VW zu besiegen.Bild 15 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Bis zum Schluss hatte der sturköpfige Westfale um seinen Job gekämpft und immer wieder neue Rettungspläne für den hoch verschuldeten Sportwagenbauer präsentiert.Bild 16 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Dabei sparten weder der 56-Jährige noch seine Gegenspieler in Niedersachsen mit Nebelkerzen und falschen Fährten, um sich einen Vorteil in den Verhandlungen mit Volkswagen zu verschaffen.Bild 17 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Als sich die Schieflage bei den Stuttgartern andeutete, sprangen Wiedeking zwar zähneknirschend noch die Banken zur Seite und halfen mit Milliardenkrediten aus. Bild 18 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Spätestens bei der Weigerung der staatlichen Förderbank KfW, Porsche einen dringend benötigen Kredit von 1,75 Mrd. Euro zu gewähren, wusste der hoch bezahlte Top-Manager aber um sein Standing in der Finanzwelt. (Wiedeking beim Audi-Jubiläum in der zweiten Reihe)Bild 19 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Die schleichende Demontage von Wiedeking in den vergangenen Wochen hat sich der Manager nach Einschätzung von Branchenexperten auch selber zuzuschreiben. Bild 20 von 29 | Foto: REUTERS
Als absoluter Machtmensch hatte er nach dem Einstieg bei VW die Verantwortlichen und Mitarbeiter in Wolfsburg früh spüren lassen, dass nur er das Heft des Handelns in der Hand halten will.Bild 21 von 29 | Foto: REUTERS
Bei VW dürfe es keine "heiligen Kühe" geben, lautete die erste deutliche Kampfansage in Richtung Niedersachsen - in Wolfsburg ein nicht vergessener Angriff auf die bei VW (im Bild CEO Martin Winterkorn) herrschende Konsens-Kultur, mit einer starken Mitbestimmung, ...Bild 22 von 29 | Foto: REUTERS
... Haustarif und einer traditionell mächtigen IG Metall. In der Folge gingen zehntausende VW-Beschäftigte gegen Wiedeking auf die Straße, das Feindbild aus Stuttgart hatte ein Gesicht. (Im Bild: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh)Bild 23 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Ein weiterer taktischer Fehler war, dass der Porsche-Chef die Abschaffung des VW-Gesetzes als Selbstläufer angesehen und die strategischen Fähigkeiten von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff unterschätzt hat.Bild 24 von 29 | Foto: REUTERS
Der Politiker schaffte es, sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu verbünden und auch den Schulterschluss mit VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch zu finden.Bild 25 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Piëch wiederum zählte Wiedeking Anfang Mai öffentlich an und machte mehr als deutlich, dass dessen Tage an der Porsche-Spitze gezählt seien. Der neue starke Mann in einem VW/Porsche-Konzern könne nur VW-Boss Martin Winterkorn sein. (Im Hintergrund Wolfgang Porsche)Bild 26 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Als auch noch Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche nicht mehr seine schützende Hand über den Manager hielt, musste Wiedeking seinen Hut nehmen.Bild 27 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa
Der Abgang bei Porsche ist ein Karriereknick für den 56-Jährigen. Der studierte Maschinenbauer und Modellautofan wird aber mit seiner Millionenabfindung zumindest finanziell weich fallen.(Hier mit Nachfolger Michael Macht, r.)Bild 28 von 29 | Foto: picture-alliance/ ZB
Dass er auch privat nicht in ein Loch fallen wird, hatte der Jazz-Fan und Hobby-Landwirt bereits vor einigen Wochen durchblicken lassen: Gerade in schwierigen Zeiten hätten ihm seine Frau und seine zwei Kinder Halt gegeben, erzählte Wiedeking. "Meine Familie steht voll hinter mir. Das ist ein gutes Gefühl." (Text: dpa; Fotos: dpa/rts)Bild 29 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa