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Mittwoch, 17. Juni 2015

Paris Air Show: Die Überflieger von Le Bourget

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Luftfahrtshows der Superlative lassen Fliegerherzen höher schlagen. Seit dieser Woche sind die Tore von Le Bourget wieder geöffnet. Es ist die 51. Air Show auf diesem Gelände. (Foto: picture alliance / dpa)

Luftfahrtshows der Superlative lassen Fliegerherzen höher schlagen. Seit dieser Woche sind die Tore von Le Bourget wieder geöffnet. Es ist die 51. Air Show auf diesem Gelände.

Luftfahrtshows der Superlative lassen Fliegerherzen höher schlagen. Seit dieser Woche sind die Tore von Le Bourget wieder geöffnet. Es ist die 51. Air Show auf diesem Gelände.

Rund 140.000 Fachbesucher werden auf der größten und traditionsreichsten Luftfahrtschau im Norden von Paris erwartet. Ab kommendem Wochenende hat das allgemeine Publikum Zutritt.

Der Auftaktbesuch für Präsident François Hollande war Pflicht.

Die französische Patrouille begrüßte das Staatsoberhaupt mit den Farben der Trikolore.

Die Air Show in Le Bourget findet abwechselnd mit der Messe von Farnborough statt. Show ist das eine, Geschäft das andere. Alle Hersteller warten auf dicke Geschäfte. In der Regel werden Hunderte Bestellungen aufgegeben.

Zu Weltruhm kam das Flugfeld am 21. Mai 1927, als Charles Lindbergh nach seinem ersten Soloflug nonstop über den Nordatlantik landete. 33 Stunden und 32 Minuten brauchte der US-Amerikaner von New York für die 5750 Kilometer nach Paris. Damit hatte er als Erster allein und nonstop den Atlantik überquerte.

Für den französischen Rüstungsunternehmer Dassault ist Le Bourget ein Heimspiel. Er präsentiert dieses Jahr das zweistrahlige Kampflugzeug Rafale. Die Maschine ist bereits seit 1997 in Serienproduktion.

Dassault kann nicht nur militärisch, sondern auch zivil. Der Falcon 8X des Unternehmens feiert seinen allerersten öffentlichen Auftritt bei einer internationalen Luftfahrtausstellung. Der Business Jet wurde 2014 in Genf vorgestellt.

Nach nur neun Monaten begann im Februar 2015 das Flugtestprogramm. Der neue Luxusjet bietet Platz für bis zu 19 Passagiere. Das Modell soll ab zweitem Halbjahr 2016 ausgeliefert werden soll. (im Bild: Frankreichs Premier François Hollande, der aus einem Falcon 5X aussteigt.)

Platzhirsche in Le Bourget sind wieder einmal Airbus und Boeing. Die erste Runde im Kampf um Bilder gewann Boeing mit seinem Dreamliner. Der Erstflug war zwar bereits 2009 und die erste Auslieferung Ende 2011, aber zum alten Eisen gehört die Boeing 787 deshalb noch nicht, ...

... wie ein extremes Steigmanöver der Maschine beweist.

Auch Airbus präsentiert auf der Air Show einen alten Riesen. Die A380 wartet fast zwei Jahre nach dem Erstflug immer noch auf Interessenten. Auf der Messe lässt sich den Großraumflieger von innen und außen begutachten.

Neue Käufer wären willkommen. Auf den Großkunden Emirates kann Airbus beim A380 nicht mehr hoffen – Präsident Sir Tim Clark hat bereits abgewunken. Es hakt, weil Airbus sich nicht zu Verbesserungen der Maschine durchringen kann.

Große Erleichterung herrscht bei Airbus, dass der Militärtransporter A400M gezeigt werden darf. Nach dem Absturz einer Maschine Anfang Mai 2015 in Sevilla galt zeitweise ein Flugverbot. In Le Bourget will der Flugzeugbauer um Vertrauen werben.

Airbus wartet jedoch auch mit Neuheiten auf. Premiere feiert die A350XWB. Der moderne zweistrahlige Großraumjet für 283 Passagiere fliegt seit Jahresbeginn im Liniendienst bei Qatar Airways. Airbus plant verschiedene Modelle seiner A350-Familie. (im Bild: Qatar Airways' erster A350XWB rollt am 15. Januar 2015 auf dem Flughafen von Frankfurt am Main zum Gate.)

Der Trend auf der Langstrecke geht zur Normalgröße. Die Fluglinien wollen Maschinen mit 240 bis 400 Sitzen statt Riesenjets mit mehr als 400 oder gar 800 Plätzen.

Boeings 787 "Dreamliner" (hinten), die größere Boeing 777 und der neue Airbus A350 verkaufen sich glänzend, selbst der ältere Airbus A330 kommt in aufgefrischten Versionen bei Kunden an. Bei den großen Fliegern - dem Boeing-Jumbo 747-8 und dem Airbus A380 - bleibt nur das Prinzip Hoffnung. (im Bild vorne: eine Boeing 737-8)

In den lukrativeren Bereichen - im Massenmarkt der Mittelstreckenjets – tummelt sich die Konkurrenz. Hier trumpft auch der kanadische Flugzeugbauer Bombardier auf.

Bombardier war bisher für kleinere Regionaljets bekannt. Jetzt feiert Bombardiers C-Serie mit luftiger Kabine und großen Fenstern Weltpremiere auf einer Messe, ...

... wo die Platzhirsche aus Toulouse und Seattle wenig Neues vorzuweisen haben.

Mit einer Bestuhlung von bis zu 125 (CS100) und bis zu 160 (CS300) Passagieren tritt der kanadische Flugzeughersteller klar in Konkurrenz zu den Luftfahrtgiganten Boeing und Airbus. Aber auch Bombardier ist vor Problemen nicht gänzlich gefeit.

Im kommenden Jahr sollen die ersten Jets bei der Lufthansa-Tochter Swiss in Dienst gehen. Sicher ist der Zeitplan aber nicht: Fast zwei Jahre nach dem Erstflug der kleineren Ausgabe wartet der Flieger immer noch auf seine Zulassung.

Ein Highlight in Paris kommt aus der Ukraine: Es ist der von den Kiewer Antonow-Werken entwickelte zweistrahlige Militärtransporter AN-178. Die knapp 33 Meter lange Maschine kann etwa 18 Tonnen Nutzlast transportieren. Das ist mit der Kapazität der deutschen Transall-Maschinen vergleichbar. (im Bild: Eine neue An-178 rollt aus dem Hangar der Antonow-Werke in Kiew, am 16. April 2015.)

Auch die taktische Drohne des französischen Rüstungselektronikkonzerns Thales lässt sich sehen. Der Watchkeeper 450 ist eine unbemannte Aufklärungsdrohne für die britischen Streitkräfte. Sie wurde bereits in Afghanistan eingesetzt. Inzwischen hat auch Frankreich Interesse bekundet, der unbemannte Sagem Sperwer soll ersetzt werden. (Archivbild Le Bourget 2013)

Ebenfalls ein Hingucker für Flugbegeisterte: der Airbus E-Fan. Es ist das erste in Europa entwickelte komplett elektronische Flugzeug mit Platz für nur zwei Personen. Es wurde ebenfalls 2013 in Paris vorgestellt. Der Zweisitzer wird diese Woche jeden Tag an den Flugvorführungen teilnehmen. Am 10. Juli überfliegt er den Ärmelkanal. (im Bild: ein Airbus E-Fan vor einer A400M.) (Text Diana Dittmer)

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