Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:39 Mehr als 10.000 neue Fälle: Italiens Infektionszahlen schießen hoch +++

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien hat erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 10.000 überschritten. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten heute 10.010 neue Fälle. Damit erreichten die neu gemeldeten Ansteckungen pro Tag zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert. Am Donnerstag wurden mehr als 8800 neue Ansteckungen registriert, am Mittwoch waren es mehr als 7000 gewesen. In Italien werden allerdings inzwischen sehr viel mehr Tests als am Anfang der Pandemie gemacht, so dass viele Experten von einem direkten Vergleich der Werte mit der ersten Welle abraten.

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+++ 20:14 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7862 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 352.253 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 7862 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 21 auf 9745. Als aktuell infiziert gelten rund 56.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,22 angegeben (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 122 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,30 (Vortag: 1,22). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 690 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, das sind 35 mehr als am Vortag. 341 Intensivpatienten werden beatmet. Rund 8650 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 19:49 Spanien: 15.000 Neuinfektionen, Zahl der Todesfälle steigt deutlich +++
In Spanien sind 15.186 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden, so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Allerdings sind auch hier die Zahlen nur bedingt mit denen vom Frühjahr vergleichbar, weil inzwischen viel mehr getestet wird. Der Prozentsatz der positiv getesteten Personen ist mit über 11 Prozent hoch, wie das Gesundheitsministerium in Madrid weiter mitteilte. In Deutschland liegt er bei etwa 2,5 Prozent. Auch bei den Todesfällen mit Covid-19 gab es einen starken Anstieg. Gestern waren es 140, heute schon 222. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde mit gut 133 angegeben.

+++ 19:29 Belgien verhängt Teil-Lockdown +++
In Belgien sollen wegen der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen alle Restaurants und Gaststätten für vier Wochen schließen. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Informationen aus einem Krisentreffen von Vertretern der Zentralregierung und der Gemeinschaften und Regionen. Zudem soll es täglich von Mitternacht bis 5.00 Uhr morgens landesweit eine Ausgangssperre geben. Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Mio.-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 6000 registrierte Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen 14 Tagen wurden nach aktuellen Zahlen rund 550 Infektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet.

+++ 19:04 Trotz Verbots in Betrieb: Amt schließt Wiesbadener Bordell +++
Wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung hat die Stadt Wiesbaden ein Bordell geschlossen. Bei einer Kontrolle gestern Abend habe das Ordnungsamt trotz des geltenden Prostitutionsverbots unter anderem sieben Prostituierte und zwei Freier angetroffen, teilte die Verwaltung heute mit. Fast alle Frauen hätten zudem erforderliche Bescheinigungen wie etwa Gesundheitsatteste nicht vorlegen können.

+++ 18:34 Fast 16.000 neue Fälle in Großbritannien - Johnson verweigert Lockdown vehement +++
In Großbritannien verzeichnen die Behörden 15.650 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind deutlich weniger als am Donnerstag, als die Regierung fast 19.000 neue Ansteckungsfälle gemeldet hat. Zudem starben 136 weitere Menschen an dem Coronavirus. Premierminister Boris Johnson sprach sich im Kampf gegen die Pandemie dennoch und trotz gegensätzlicher Forderungen erneut gegen einen nationalen Lockdown in England aus. "Ein Lockdown für das ganze Land macht doch keinen Sinn, wenn sich die Infektionsrate innerhalb Großbritanniens so stark unterscheidet", sagte Johnson am Freitag bei einer Pressekonferenz in London. Er könne aber nichts ausschließen. Der wissenschaftliche Regierungsberater Patrick Vallance äußerte sich hingegen anders: Die Infektionen nehmen ihm zufolge "so ziemlich im ganzen Land" wieder deutlich zu. Auffallend sei dabei, dass sich nun wieder vor allem ältere Menschen ansteckten.

+++ 18:09 Zwei Ostsee-Anrainer melden Rekord-Neuinfektionen +++
Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Litauen und Lettland haben Rekordwerte erreicht. In beiden baltischen Staaten wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Vilnius und Riga so viele neue Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. In Litauen wurden demnach 284 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, in Lettland waren es 148. Die bisherigen Höchstwerte lagen bei 255 und 137. Im dritten Baltenstaat Estland wurden 37 Neuinfektionen festgestellt. Angesichts der steigenden Infektionszahlen riefen Litauens Präsident Gitanas Nauseda und die Regierungschefs von Lettland und Estland, Krisjanis Karins und Jüri Ratas, zu mehr Eigenverantwortung und der Befolgung von Hygiene- und Schutzempfehlungen auf. "Wir fordern alle auf, wachsam zu bleiben und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen", schrieben sie in einer gemeinsamen Erklärung.

+++ 17:49 MV-Einreiseverbot war womöglich verfassungswidrig +++
Das Bundesverfassungsgericht hat Zweifel, ob das monatelange Einreiseverbot für Tagestouristen nach Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona verfassungsgemäß war. Das ergibt sich aus einem gerade veröffentlichten Beschluss aus dem September. Dort heißt es, "bei bloß summarischer Betrachtung" erscheine zweifelhaft, dass das pauschale, an keinerlei konkrete Risikolagen geknüpfte Verbot mit der im Grundgesetz garantierten Freizügigkeit zwischen den Ländern vereinbar gewesen sei. Allerdings hat die Klägerin ihre Verfassungsbeschwerde zurückgezogen. Es wird deshalb keine Entscheidung geben. Wegen der Corona-Pandemie waren Tagesgäste aus anderen Bundesländern in Mecklenburg-Vorpommern seit Mitte März nicht mehr willkommen. Die Einreise war nur mit mindestens einer gebuchten Übernachtung oder im Reisebus erlaubt. Ausflüge konnten mit Bußgeldern von bis zu 2000 Euro belegt werden.

+++ 17:25 Spahn will seine Befugnisse massiv ausweiten +++
Das Bundesgesundheitsministerium will im Eilverfahren die Sonderrechte für Minister Jens Spahn in der Corona-Bekämpfung über den 31. März 2021 hinaus verlängern und ausbauen. Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes würde es Spahn ermöglichen, eigenmächtig Verordnungen zu erlassen, soweit dies "zum Schutz der Bevölkerung vor einer Gefährdung durch schwerwiegende übertragbare Krankheiten erforderlich ist": So heißt es in einem Gesetzentwurf, der AFP vorliegt. Die SPD kündigte Widerstand gegen die Pläne an. "Das wird so nicht kommen", hieß es aus der Bundestagsfraktion der Sozialdemokraten.

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(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 16:50 Viele Bundesländer melden neue Höchststände +++
Bereits am Nachmittag zeichnet sich bei den Neuinfektionen ein dramatischer Anstieg in vielen Bundesländern ab: Obwohl erst sieben von 16 Bundesländern ihre Zahlen gemeldet haben, gibt es nach Berechnungen von ntv.de deutschlandweit bereits mehr als 5000 neue Fälle. Nordrhein-Westfalen meldet 2145 Ansteckungen, Bayern 1072. Rheinland-Pfalz verzeichnet mit 343 Infektionen ein Allzeithoch und auch Hessen kommt mit 670 bestätigten Fällen auf einen Höchststand. Auch in Niedersachsen ist die Dynamik mit 532 Fällen hoch.

+++ 16:25 Spahn gibt Beherbergungsverbot verloren +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass das umstrittene Beherbergungsverbot bald annähernd flächendeckend vom Tisch ist. "Ich habe den Eindruck, wir kommen zu einer Einheitlichkeit, die bedeutet, so gut wie kein Beherbergungsverbot mehr in Deutschland", sagte er in Berlin. Gerichte hatten zuletzt die Regelung in einigen Bundesländern aufgehoben. Zudem haben immer mehr Bundesländer, zuletzt Bayern und Hessen, angekündigt, sie auslaufen zu lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder hatten bei ihren Beratungen am Mittwoch in Berlin keine Einigkeit zu den Beherbergungsverboten erzielen können und einen Beschluss bis nach den Herbstferien vertagt.
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+++ 15:52 Gericht in Meck-Pomm vertagt Entscheidung zu Beherbergungsverbot +++
Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern muss weiter mit Spannung auf eine Gerichtsentscheidung zum Beherbergungsverbot warten. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald entscheidet an diesem Freitag noch nicht über die Eilanträge gegen die Quarantäneregeln für Urlauber aus Risikogebieten. Der Senat werde erst Anfang nächster Woche zusammenkommen, teilte ein Gerichtssprecher mit. Der genaue Termin blieb offen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD will angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen an den bislang geltenden Regeln festhalten. Nach ihren Worten bedeuten sie kein Beherbergungsverbot. Gäste aus Risikogebieten müssen bei der Ankunft in MV einen negativen Corona-Test vorweisen und danach in Quarantäne. Diese können sie frühestens nach fünf Tagen verlassen, wenn auch ein zweiter Test negativ ist.


+++ 15:29 Hamburger Gericht bestätigt Beherbergungsverbot +++
Das Verwaltungsgericht Hamburg hat einen Eilantrag gegen das sogenannte Beherbergungsverbot in dem Bundesland abgelehnt. Den Antrag hatte nach Angaben des Gerichts ein Ehepaar aus Köln (Nordrhein-Westfalen) gestellt, das am Freitag anreisen wollte. Er sei am Nachmittag vor der geplanten Reise vor Gericht gebracht worden. Aus Sicht des Gerichts hätte es nahe gelegen, "den Eilantrag zu einem früheren Zeitpunkt bei dem Gericht anhängig zu machen". Darin würden "komplexe, verfassungsrechtlich relevante Fragestellungen aufgeworfen", hieß es (Az. 6 E 4297/20). Zu berücksichtigen sei auch, dass die Situation in einem Stadtstaat wie Hamburg - mit einer Vielzahl von Menschen auf engem Raum - anders zu bewerten sein könnte als dies in Flächenstaaten angezeigt sei, teilte das Gericht weiter mit. Zuvor hatte auch das Oberverwaltungsgericht in Schleswig-Holstein einen Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot abgewiesen. Anders Niedersachsen und Baden-Württemberg: Hier hoben die Gerichte die umstrittene Regelung auf.

+++ 14:55 EU-Gipfel in Berlin abgesagt +++
Die Europäische Union hat ihren für November geplanten Gipfel in Berlin zur China-Politik angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. "Im Sinne der Kontakte ist das, glaube ich, eine notwendige Botschaft", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Brüssel. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollten sich am 16. November zu einem Sondergipfel zur China-Politik in Berlin treffen. Der Termin war erst beim letzten EU-Gipfel Anfang Oktober beschlossen worden. Ursprünglich war ein EU-China-Gipfel mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im September in Leipzig geplant gewesen. Er wurde dann aber wegen der Corona-Pandemie auch schon vor längerer Zeit abgesagt. Stattdessen gab es nur eine Videokonferenz von Merkel und den Spitzen der EU mit dem chinesischen Präsidenten.

+++ 14:25 Weit über tausend Bundespolizisten in Quarantäne +++
Bei der Bundespolizei befinden sich deutlich mehr als tausend Beamte in Quarantäne. Unter den 1127 Bundespolizisten in Quarantäne sind 94 mit dem Coronavirus infiziert, wie eine Sprecherin des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam bestätigte. Zu Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Bundespolizei durch die Ausfälle wollte die Sprecherin keine Auskunft geben. Die Bundespolizei hat rund 51.000 Mitarbeiter und ist unter anderem für die Sicherheit an Flughäfen und Bahnhöfen zuständig. Aktuell helfen Bundespolizisten vermehrt dabei, die Maskenpflicht in Zügen der Deutschen Bahn durchzusetzen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 13:56 Belgische Außenministerin in Quarantäne +++
Die belgische Außenministerin Sophie Wilmes begibt sich in Quarantäne. Sie habe möglicherweise Covid-19-Symptome, teilt Wilmes mit. Vor vier Tagen hat sie an persönlichen Gesprächen am EU-Außenministertreffen in Luxemburg teilgenommen.

+++ 13:35 Giffey sieht keinen Grund für präventive Kita-Schließungen +++
Trotz bundesweit steigender Infektionszahlen sieht Bundesfamilienministerin Franziska Giffey keinen Grund für vorbeugende Schließungen von Kindertagesstätten. "Kinder sind keine Infektionsherde, Kinder sind keine Infektionstreiber", sagt die SPD-Politikerin in Berlin. Bis zum 12. Oktober seien seit Beginn der Pandemie 79 Virus-Ausbrüche in Kindertagesstätten und Horten gemeldet worden. Schließungen hätten weniger als ein Prozent der bundesweit über 56.000 Kitas betroffen. Der Regelbetrieb solle daher aufrechterhalten werden.

+++ 13:10 Auch Hessen will Beherbergungsverbot wieder abschaffen +++
Hessen plant die Abschaffung des Beherbergungsverbots. Das kündigte die Staatskanzlei in einer Mitteilung an. Die geplante Abschaffung stehe auf der Tagesordnung für eine Sitzung des Corona-Kabinetts am kommenden Montag.

+++ 12:43 Patientenschützer werfen Spahn Grippe-"Chaos" vor +++
Patientenschützer haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn "Chaos" bei der Grippeschutzimpfung vorgeworfen. "Seit Jahrzehnten war geübte Praxis, dass sich zunächst nur die Menschen der Risikogruppe oder mit speziellen Berufen impfen lassen sollten", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Spahn und andere Gesundheitsminister in den Ländern hätten jedoch wochenlang "die Grippeimpfung für jedermann" propagiert. "Diese Strategie war ein schwerer Fehler", kritisierte Brysch. Von vielen Seiten sei nun von knappen Impfressourcen zu hören. Das solle sich zwar bis Dezember wieder entspannen. "Das Chaos ist jedoch angerichtet", sagte Brysch. Spahn hatte am Mittwoch darauf verwiesen, dass die Impfdosen wie üblich "nach und nach freigegeben" würden. Daher könne es derzeit lokal zu Lieferengpässen kommen.

+++ 12:08 Coronapositive besucht Tochter in Klinik und kassiert Anzeige +++
Das Harzklinikum hat Anzeige gegen eine coronapositive Frau erstattet, die trotz Symptomen und Quarantäne ihre operierte Tochter besucht hat. Auf der Erklärung, die alle Patienten und Besucher des Klinikums ausfüllen müssen, habe die Frau angegeben, keine Symptome zu haben, teilte das Harzklinikum in Quedlinburg mit. Dabei habe sie kurz zuvor wegen solcher Symptome eine Fieberambulanz aufgesucht und sich testen lassen. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses habe sie zu Hause bleiben sollen. Einen Tag nach dem Krankenbesuch habe das Gesundheitsamt dem Klinikum mitgeteilt, dass bei der Frau das Virus nachgewiesen wurde. Das kommunale Klinikum hat die Frau nun wegen vorsätzlicher Gefährdung von Patienten, Besuchern und Mitarbeitern angezeigt, wie es hieß. Auch die falschen Angaben auf der Patienten- und Besuchererklärung würden ihr zur Last gelegt. Zu den Folgen des Besuchs vom 6. Oktober teilte das Harzklinikum weiter mit: "Infektionen von Patienten, Besuchern und Klinik-Mitarbeitern mit dem Corona-Virus sind nach diesem Vorfall bislang nicht bekannt geworden. Jedoch musste eine lange geplante Operation einer Patientin, die sich das Zimmer mit der Tochter der Besucherin geteilt hat, daraufhin abgesagt werden."
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+++ 11:42 Baden-Württemberg führt Maskenpflicht im Unterricht ein +++
Angesichts stark steigender Infektionszahlen in Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht dort an weiterführenden Schulen ab kommender Woche auch auf den Unterricht ausgeweitet. "Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35", teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums mit. "Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist."

+++ 11:20 Gericht kippt Berliner Sperrstunde +++
Das Berliner Verwaltungsgericht hat die wegen der Corona-Pandemie vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. Das sagte ein Gerichtssprecher.
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+++ 11:10 Bayern verzichtet ab Samstag auf Beherbergungsverbot +++
Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, "wir belassen es dabei", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann in München.
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+++ 11:00 Dutzende Infektionsfälle bei Tiefkühlkost-Firma +++
Nachdem sich in einer Tiefkühlkost-Firma in Bobenheim-Roxheim (Rhein-Pfalz-Kreis) dutzende Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben, plant die Verwaltung zunächst keine verschärfenden Maßnahmen. Wie eine Sprecherin am Freitag sagte, seien die Zahlen im Kreis "momentan noch akzeptabel". Mit den Angaben von Donnerstag lagen laut Sprecherin alle Testergebnisse vollständig vor. Demnach hatten sich 45 der insgesamt 165 Angestellten des Unternehmens nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Der Sprecherin zufolge ließ das Unternehmen Anfang der Woche die gesamte Belegschaft testen, nachdem Einzelfälle von Infizierten bekannt geworden waren. Ziel war es laut der Mitteilung, alle Beschäftigten zu testen und die Infektionsketten durch entsprechende Maßnahmen konsequent zu unterbrechen. Kontaktpersonen der Kategorie I wurden der Sprecherin zufolge ebenso wie die Infizierten in Quarantäne versetzt. Das zuständige Gesundheitsamt arbeite an der Kontaktnachverfolgung. Das Unternehmen hatte die Präventionsmaßnahmen den Angaben zufolge weiter verschärft. Der Betrieb habe aufrechterhalten werden können, hieß es.

+++ 10:45 NRW ist Spitzenreiter bei täglichen Neuinfektionen +++
Nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit wurden unterdessen in NRW im Vergleich zum Vortag am Freitag 2154 mehr Infizierte gemeldet. Aktuell seien damit 14.400 Menschen in NRW nachweislich infiziert.

+++ 10:23 Inselstaat droht Maskenverweigerern mit Gefängnis +++
Maskenverweigerern droht im südasiatischen Inselstaat Sri Lanka künftig eine Haftstrafe. Wer sich im Kampf gegen das Coronavirus in der Öffentlichkeit nicht an Abstandsregeln halte, könne ebenfalls mit bis zu sechs Monaten Haft sowie umgerechnet 46 Euro Geldbuße bestraft werden, teilten die Behörden am Freitag mit. "Die Gesetze sind ein Schutz für Gesundheitsmitarbeiter und für die Polizei bei der Umsetzung von Richtlinien zur Eindämmung des Virus", sagte der stellvertretende Polizeichef Ajith Rohana. So sei es nun auch Pflicht, in Läden und Büroräumen Handdesinfektionsmittel bereitzustellen und ein Kundenregister zu führen. Mit den schärferen Regeln reagiert die Tropeninsel im Indischen Ozean auf die zweite Welle der Pandemie. Bislang hatte das Land mit seinen rund 22 Millionen Einwohnern nach offiziellen Zahlen vergleichsweise wenige Fälle: Etwa 3500 Corona-Infektionen und 13 Todesfälle wurden gemeldet. Seit dem 3. Oktober seien aber knapp 1800 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, darunter etwa 1500 in einer Textilfabrik außerhalb Colombos. Landesweit wurden rund 10.000 Einwohner seither in Quarantänezentren untergebracht. Rund um die Hauptstadt gilt für 19 Gebiete eine Ausgangssperre.

+++ 09:49 Kanzleramtchef Braun: Hamstern wirklich nicht erforderlich +++
Der Kanzleramtsminister Helge Braun hat deutlich gemacht, dass trotz steigender Zahlen von Coronavirus-Infektionen kein Grund für Hamsterkäufe besteht. "Die Versorgung im Einzelhandel ist gewährleistet", sagte der CDU-Politiker im RTL/ntv-"Frühstart". Insofern sei ein normales Einkaufsverhalten im Supermarkt völlig in Ordnung. "Da muss sich keiner Sorgen machen." Die Corona-Lage bezeichnete Braun als "deutlich ernster" als im Frühjahr. Es gebe einen steilen Anstieg der Zahlen. "Wir erwarten nicht, dass die Zahlen morgen geringer werden." Steigende Zahlen bedeuteten, dass man im Augenblick nicht genug tue, um die Infektionen unter Kontrolle zu halten. Deshalb müsse man jetzt sehr entschieden handeln. Auf die Frage, wie nah Deutschland an einem zweiten Lockdown sei, sagte Braun: "Das haben wir selber in der Hand. Das A&O ist eben jetzt Vorsicht, sofort." Mit vertretbaren Maßnahmen könne man in den nächsten 14 Tagen die Lage wieder stabilisieren. Einen Lockdown brauche man jetzt nicht.

+++ 09:23 Verbandsvize: Hausarztpraxen nach Politiker-Äußerungen überlastet +++
Unbedachte Äußerungen und Entscheidungen der Politik in der Corona-Krise haben nach Ansicht von Hausärzten zu einer hohen Belastung der Praxen geführt. "Es gibt ja gut gemacht und gut gemeint. Leider waren einige Entscheidungen aus der Politik aus der zweiten Kategorie", sagte Jens Wasserberg bei WDR 5. Der zweite Vorsitzende des Hausärzteverbandes Nordrhein bezeichnete die Beherbergungsverbote in einigen Bundesländern als "ziemliche Katastrophe". Gesunde Urlauber würden mit Kranken um Testkapazitäten konkurrieren. Die Labore seien an ihre Grenzen gestoßen und die Rückgaben der Testergebnisse dadurch verzögert worden. Die Politik solle nicht einfach "so was raushauen", forderte der Hausärztevertreter. Seine Kritik richtet sich auch an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Er müsse in seiner Praxis allein eine Mitarbeiterin fürs Telefon abstellen, die den ganzen Tag nichts anderes mache als verunsicherte Patienten über die Grippeschutzimpfung aufzuklären, sagte Wasserberg. Spahn hatte wiederholt gesagt, dass genug Impfstoff vorliege. "Jetzt müssen wir aufklären und den Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören, sagen, dass sie keine Grippeimpfung benötigen", sagte Wasserberg.

+++ 08:50 Landesärztekammer-Präsident: Viele Menschen grundlos in Quarantäne +++
Eine Maskenpflicht im Freien ist nach Einschätzung der Landesärztekammer Hessen keine sinnvolle Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Gleiches gelte für ein Beherbergungsverbot, sagte Kammerpräsident Edgar ----der "Frankfurter Rundschau". Derzeit fänden zudem sehr viele anlasslose Tests statt, so dass mehr potenziell Infizierte gefunden würden. Es sei aber unklar, ob sie wirklich infektiös seien oder falsch positiv getestet würden. "Viele Leute werden in Quarantäne geschickt, obwohl nichts passiert, wenn sie Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten", sagte Pinkowski. Die Teststrategie müsse angepasst werden, um gut über den Winter zu kommen. Regelmäßig getestet werden müsse das Personal in Altenheimen sowie anderes medizinisches Personal und Physiotherapeuten. Zudem müsse in den Gesundheitsämtern die bisherige Strategie der Nachverfolgung geändert werden. Sie sei bisher allein auf Eindämmung ausgerichtet. Nun müsse sie ergänzt werden um den Schutz gefährdeter Gruppen. Die Entdeckung und Verfolgung sogenannter Infektionscluster müsse vorrangig erfolgen.

+++ 08:12 Mehr als 70 Regionen liegen über Obergrenze +++
Wie die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts ergeben, liegen aktuell 71 Regionen über der Obergrenze von 50 gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - elf mehr als am Vortag und so viele wie nie zuvor. Null Neuinfektionen gibt es in Deutschland - gemessen an der Sieben-Tage-Inzidenz - aktuell nur in einer einzigen Region in Thüringen: Die Stadt Weimar weist in den letzten sieben Tagen keinen einzigen neuen Coronavirus-Fall aus. Alle übrigen Regionen in Deutschland melden neue Ansteckungen.

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+++ 08:07 Bielefeld reißt Obergrenze bei Neuinfektionen +++
Nach Angaben des Robert-Koch-Institus hat Bielefeld die Grenze von 50 gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten. Mit 51,5 liegt der Wert in der Stadt in Ostwestfalen knapp über der Schwelle. Damit gelten zunächst die strengeren Regelungen der Landesregierung für Corona-Hotspots.

+++ 07:38 Keine starke Virusausbreitung an deutschen Schulen +++
Die Befürchtungen, dass die bundesweite Öffnung der Schulen in voller Klassenstärke nach dem Ende der Sommerferien zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus führen könnte, haben sich nach Angaben der Landesregierungen nicht bestätigt. Laut einer Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter den Kultusministerien der Bundesländer konnten bis zum Start der Herbstferien durchschnittlich 98 Prozent aller Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen. Erhoben worden waren die Zahlen von den Ministerien zum jeweiligen Zeitpunkt vor Beginn der Herbstferien. Demnach waren etwa in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern rund 0,04 Prozent der Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Etwas höher war die Infektionsrate in Berlin, wo sich etwa 0,07 Prozent der Schüler mit dem neuartigen Virus ansteckten. Sachsen-Anhalt wiederum verzeichnete keinen einzigen Coronavirus-Fall an Schulen.

+++ 07:12 Fujifilm will Grippemittel zur Covid-Behandlung einsetzen +++
Der Konzern Fujifilm Holdings hat mitgeteilt, er strebe die Zulassung seines Grippe-Mittels Avigan zur Behandlung von Covid-19-Fällen in Japan an. Nach einer Studie soll Avigan die Erholung von Patienten mit schwachen Symptomen beschleunigen.

+++ 06:30 Mehr als 65.000 Neuinfektionen in den USA +++
In den USA wächst die Zahl der mit dem Virus Infizierten um mindestens 65.151 auf mehr als 8 Millionen Fälle. Das geht aus den Zahlen der "New York Times" hervor. Demnach sind innerhalb eines Tages mindestens 793 Menschen nach einer Infektion gestorben.

+++ 05:52 RKI meldet mit 7334 Infektionen neues Allzeithoch +++
Das Robert-Koch-Institut meldet mit 7334 Neuinfektionen ein neues Allzeit-Hoch bei den erfassten Neuinfektionen. Bereits gestern hatte das Institut mit 6683 gemeldeten Infektionen einen Höchstwert erfasst.

+++ 04:44 Neuer Infektionsrekord in Litauen erreicht +++
In Litauen haben die Corona-Neuinfektionen zum dritten Mal in diesem Monat einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius wurden am Donnerstag 255 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Dies ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert in dem baltischen EU-Land von 205 Neuinfektionen war am Samstag erfasst worden. Fast die Hälfte aller neuen Fälle wurde in der Hauptstadt Vilnius registriert.

+++ 03:49 Die meisten Landkreise haben die Lage noch im Griff +++
Die Gesundheitsämter der deutschen Landkreise sind nach Aussage von Verbandspräsident Reinhard Sager "ziemlich belastet, aber überwiegend nicht überfordert". Im Bedarfsfall würden die Gesundheitsämter auf zusätzliches Personal aus der Kommunalverwaltung, auf Studenten oder Landesbedienstete zurückgreifen. Eine weitere Stufe sei die Unterstützung seitens des Robert Koch-Instituts oder der Bundeswehr, erklärte Sager. Derzeit habe man die Lage im Griff, allerdings müsse das Wachstum jetzt wirksam begrenzt werden. Die geplante personelle Verstärkung der Gesundheitsämter werde nämlich erst im nächsten Jahr wirksam.

+++ 03:06 Israel beschließt Lockerungen ab Sonntag +++
Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen will Israel die seit fast einem Monat geltenden strengen Beschränkungen wieder lockern. Von Sonntag an dürfen Einrichtungen ohne Publikumsverkehr ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wird aufgehoben. Versammlungsbeschränkungen gelten allerdings weiter - in Innenräumen dürfen sich nicht mehr als 10 und draußen nicht mehr als 20 Menschen versammeln. Auch Kindergärten und Vorschulen werden von Sonntag an wieder geöffnet, ebenso Naturparks und Strände. Bedingung ist allerdings, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen nicht deutlich höher liegt als 2000.

+++ 02:25 Söder: Beherbergungsverbot wird Stück für Stück auslaufen +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht nun auch auf Distanz zu dem bundesweit umstrittenen Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Hotspots. Die Einschränkungen für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Infektionszahlen seien im Kampf gegen die Seuche "in der Tat nicht das Wichtige. Das wird jetzt auch Stück für Stück auslaufen", sagte der CSU-Chef in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Das liege auch daran, dass Gerichte die Verbote teilweise kassieren. Mit Blick auf Bayern sagte Söder: "Auch bei uns wird das so sein, dass wir das Stück für Stück auslaufen lassen" - Voraussetzung sei aber, dass die Menschen sich an die neuen, strengeren Kontaktbeschränkungen hielten. Am Donnerstag hatte die bayerische Regierung beschlossen, dass das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots bis auf Weiteres in Kraft bleiben soll.

+++ 01:39 WHO-Studie: Remdesivir hat kaum Wirkung +++
Das Medikament Remdesivir des US-Konzerns Gilead Sciences hat nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO keinen substanziellen Einfluss auf die Heilung von Covid-19-Patienten. Das berichtet die "Financial Times" unter Verweis auf eine klinische Studie. Die WHO wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies darauf, dass die Ergebnisse der Studie noch nicht öffentlich seien. Unter anderem US-Präsident Donald Trump war nach seiner Ansteckung mit dem Coronavirus mit Remdesivir behandelt worden. Nach einer Anfang Oktober veröffentlichten US-Studie verkürzt Remdesivir die Genesung von Covid-19-Patienten um fünf Tage im Vergleich zu Erkrankten, die die Arznei nicht bekommen haben.

+++ 00:45 EU-Staaten wollen bei Corona-Bekämpfung enger zusammenarbeiten +++
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben eine intensivere Zusammenarbeit bei der Pandemiebekämpfung vereinbart. In einer Erklärung nach dem ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel sprachen sie sich in der Nacht für eine bessere Koordination bei den Quarantänevorschriften, der grenzüberschreitenden Kontaktverfolgung sowie bei Teststrategien, dem Aufbau von Impfkapazitäten und Reisebeschränkungen aus. Die derzeitige Situation sei "beispiellos" und gebe "Anlass zu ernsthafter Besorgnis". Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte nach den Beratungen, es gehe darum, ein ungebremstes Wachstum der Infektionszahlen zu verhindern. Deshalb werde es künftig regelmäßigere Konsultationen auch über Video geben.

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(Foto: dpa)

+++ 00:26 Harris pausiert Wahlkampfreisen nach Corona-Fällen +++
Die demokratische Kandidatin für das US-Vizepräsidentenamt, Kamala Harris, setzt nach zwei Corona-Fällen in ihrem Umfeld für den Rest der Woche ihre Wahlkampfreisen aus. Das sei lediglich eine Vorsichtsmaßnahme, betonte ihr Wahlkampfteam. Man habe am Mittwochabend erfahren, dass Harris' Kommunikationschefin und ein Mitglied einer Flugbesatzung positiv getestet worden seien. Harris sei mit ihnen am 8. Oktober unterwegs gewesen. Dabei hätten aber alle N95-Masken benutzt, die auch den Träger schützen sollen. Harris müsse nach Vorgabe der US-Gesundheitsbehörde CDC nicht in Quarantäne gehen, weil sie nicht in unmittelbarer Nähe der Infizierten binnen zwei Tagen vor deren positiven Tests gewesen sei, hieß es.

+++ 23:59 Kuba lässt wieder Besucher ins Land +++
Rechtzeitig zur Hauptsaison wird der Großteil Kubas wieder für ausländische Besucher geöffnet. Internationale Flüge sind seit Donnerstag an den Flughäfen des Karibikstaates - mit Ausnahme von Havanna - wieder zugelassen. Nach Angaben des kubanischen Gesundheitsministeriums werden Besucher bei Ankunft auf das Coronavirus getestet. In jedem Hotel werde es ein Ärzteteam geben, alles werde bargeldlos bezahlt. Kuba hatte im März wegen der Corona-Pandemie seine Grenzen geschlossen. Im Juli gab es zwar eine erste Wiederöffnung für ausländische Touristen; erlaubt waren aber nur Charter-Flüge und Aufenthalte in All-Inclusive-Resorts auf fünf bestimmten Inseln, ohne Kontakt zur Lokalbevölkerung. Kuba hat bisher etwas mehr als 6000 Infektionen mit Sars-CoV-2 und 123 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 offiziell registriert.

+++ 23:20 Helmholtz-Experte enttäuscht über Maßnahmen-Kompromiss +++
Der Leiter der Abteilung System Immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig hat sich enttäuscht über die Ergebnisse der Bund-Länder-Runde im Kampf gegen Corona geäußert. Er habe am Mittwoch bei der Ministerpräsidentenkonferenz im Kanzleramt eine "große Warnung" ausgesprochen, sagte Professor Michael Meyer-Hermann im ZDF-"heute-journal". "Die Maßnahmen, die erfolgt sind, sind nicht die, die ich mir erhofft hatte", bedauerte er. Die Nachverfolgung der Infektionen könne vielerorts nicht mehr gewährleistet werden. "Die Bevölkerung muss einfach verstehen, dass es jetzt um die Wurst geht", sagte der Experte. Die Menschen müssten Feste viel stärker einschränken und auf Reisen - wenn möglich - verzichten und konsequent Maske tragen.

+++ 22:31 Spanien meldet mehr als 13.300 Neuinfektionen und 140 Tote +++
In Spanien verzeichnen die Behörden mehr als 13.300 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt damit auf 921.374. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt laut Gesundheitsministerium um 140 auf 33.553. Die Region Katalonien bereitet sich darauf vor, Bars und Restaurants zu schließen, um so eine Verbreitung des Virus einzudämmen.

+++ 22:14 RKI: Vermehrte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen +++
In seinem aktuellen Lagebericht meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Anstieg der Infektionszahlen in Pflegeeinrichtungen. "Es werden auch wieder vermehrt COVID-19-bedingte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet", heißt es darin. "Da sich wieder vermehrt ältere Menschen anstecken, nimmt die Anzahl der schweren Fälle und Todesfälle zu." Die Angaben wurden am heutigen Donnerstag neu in die "Allgemeine aktuelle Einordnung" des Infektionsgeschehens in Deutschland aufgenommen. Zuletzt nahm die Zahl der Neuinfektionen bundesweit um 6898 binnen 24 Stunden zu. Die Todesfälle stiegen um 32 auf insgesamt 9724.

+++ 22:00 Spahn will schärfere Regeln für Einreise aus Auslands-Risikogebieten +++
Gesundheitsminister Jens Spahn dringt auf schärfere Regeln für Einreisen aus Risikogebieten im Ausland. Das geht aus einem Gesetzentwurf für ein "Drittes Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" hervor, über den das Nachrichtenportal "ThePioneer" berichtet. Konkret plant Spahns Ministerium Folgendes: Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland reisen will, kann demnach verpflichtet werden, gegenüber dem Robert-Koch-Institut (RKI) Angaben zur Person sowie zu Aufenthaltsorten zehn Tage vor und zehn Tage nach der Einreise zu machen. Zu diesem Zweck könnte eine digitale Einreiseanmeldung eingeführt werden. Das RKI würde die Daten an die jeweils zuständigen Behörden an den Zielorten der Reisenden weiterleiten, heißt es in dem Entwurf, der dem Portal nach eigenen Angaben vorliegt. Fluglinien sowie Bus- und Bahn-Unternehmen wären verpflichtet, Passagierlisten und Sitzpläne an das RKI weiterzugeben.

+++ 21:44 Parlamentarier sollen sich Trinkwasser aus WC holen +++
Aus Ärger über Kritik an den Corona-Maßnahmen der Regierung hat der slowakische Parlamentspräsident Boris Kollar allen Abgeordneten den Zutritt zur Parlamentskantine untersagt. Ab sofort sei Trinkwasser aus den WC-Räumen des Hauses die einzige Verpflegung, die den 150 Parlamentariern zur Verfügung gestellt werde, erklärte der Chef der zweitstärksten Regierungspartei "Wir sind eine Familie" in einer eigens einberufenen Pressekonferenz. "Damit sie sehen, wohin das ständige Kritisieren sie selbst geführt hat", begründete der Rechtspopulist seine Strafmaßnahme. Auf Facebook veröffentlichte er dazu das Foto eines Waschbeckens in einer der Parlamentstoiletten. Die Parlamentskantine stehe nur mehr den Angestellten der Parlamentsverwaltung zur Verfügung, erklärte Kollar.

+++ 21:29 Frankreich meldet mehr als 30.600 neue Fälle +++
In Frankreich haben die Gesundheitsbehörden 30.621 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Seit Beginn der Pandemie verzeichnen die Behörden insgesamt 809.684 Infektionen. Die Zahl der Todesfälle stieg um 88 auf 33.125. Dies betrifft Patienten, die in Kranken- oder Pflegeheimen gestorben sind und bei denen das Virus nachgewiesen wurde.

+++ 21:10 Elf Infizierte in päpstlicher Schweizergarde +++
Im Vatikan sind sieben weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Virus getestet worden. Damit stieg die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf elf, wie die Schweizergarde mitteilt. Alle Infizierten seien isoliert worden, heißt es in der Mitteilung weiter. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus und seine Residenz. Ein größerer Virus-Ausbruch unter ihnen könnte daher auch für den Papst gefährlich werden, der mit seinen 83 Jahren zur Risikogruppe gehört. Dem Argentinier war im Alter von 21 Jahren wegen einer schweren Pneumonie ein Teil der rechten Lunge entfernt worden.

+++ 20:53 Mehr als 1000 neue Fälle in Bayern und NRW +++
Zwei Bundesländer melden mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden: Nordrhein-Westfalen (1805) und Bayern (1072). Baden-Württemberg steuert mit 967 neuen Fällen ebenfalls auf die 1000er-Marke zu.

+++ 20:36 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Höchstwert von 6898 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 344.391 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 6898 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Im Vergleich zum Frühjahr finden derzeit jedoch auch mehr Tests statt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg zuletzt um 32 auf 9724. Als aktuell infiziert gelten rund 51.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,08 angegeben (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 10 Infizierte 10 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,22 (Vortag: 1,16). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 655 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 329 davon werden beatmet. Rund 8719 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, mau/ino/dpa/rts/AFP