Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:21 Mehr als 8700 Infizierte derzeit in Deutschland +++

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen auf 211.439 gestiegen. Nach einer Zählung von ntv.de sind bislang 9160 Personen im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die Zahl der Genesenen beläuft sich auf über 193.000. Aktuell sind mindestens 8730 Menschen in der Bundesrepublik mit dem Coronavirus infiziert. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,02 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,99 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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+++ 22:53 UN: Corona-Pandemie trifft 94 Prozent aller Schüler weltweit +++
Die Corona-Krise führt aus Sicht der Vereinten Nationen zu den größten Verwerfungen von Bildungssystemen in der Geschichte. Mehr als 1,6 Milliarden Menschen in über 190 Ländern auf allen Kontinenten seien durch die Pandemie beim Lernen beeinflusst worden, teilen die Vereinten Nationen mit. Geschlossene Schulen und Lerneinrichtungen haben 94 Prozent aller weltweiten Lernenden betroffen, in Ländern mit niedrigen Einkommen sogar 99 Prozent. Bis zu 23,8 Millionen Kinder und Jugendliche könnten wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen die Krise die Schule verlassen, oder ihnen droht, im kommenden Jahr keinen Zugang zu Bildung zu haben.

+++ 22:09 Türkei verschärft Schutzmaßnahmen +++
Die Türkei verschärft nach dem jüngsten Anstieg der Infektionszahlen die Schutzmaßnahmen. Dazu gehören tägliche Kontrollen von Quarantänemaßnahmen sowie Vorschriften für Hochzeiten und Begräbnisse. Zudem startet in der Stadt Kirikkale ein Pilotprojekt: Dabei können Bürger eine Zentrale anrufen und sich über Mitbürger beschweren, die keine Maske tragen oder sich nicht an andere Regeln halten.

+++ 20:59 Weitere 49 Fälle bei Blohm+Voss in Hamburg +++
Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss sind bei einem Massentest 49 weitere Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Einige Testergebnisse stünden noch aus, teilte die Bremer Lürssen Werft als Muttergesellschaft am Abend mit. Bei Blohm+Voss waren am Montag rund 500 Mitarbeiter eines gut abgrenzbaren Bereichs auf freiwilliger Basis getestet worden, nachdem Ende vergangener Woche dort bei sechs ihrer Kollegen das Virus festgestellt worden war. "Im Rahmen unserer Fürsorgepflicht haben wir uns auf Basis der aktuellen Test-Ergebnisse dazu entschieden, die vorsorgliche Maßnahme der Massentestung auf die gesamte Werft auszuweiten", teilte Lürssen mit.

+++ 20:33 Studie in Italien: 2,5 Prozent haben sich mit Corona angesteckt +++
Deutlich mehr Italiener als offiziell registriert haben sich in den vergangenen Monaten mit dem Coronavirus infiziert. Das ergab eine repräsentative Studie des Gesundheitsministeriums und des Statistikinstituts Istat. Bei 2,5 Prozent der Bevölkerung wurden demnach in dem Studienzeitraum vom 25. Mai bis 15. Juli Antikörper entdeckt. Das entspricht umgerechnet knapp 1,5 Millionen Infizierten in Italien. Offiziell zählt Italien aktuell nur knapp 250.000 Corona-Fälle. Auch in vielen anderen Ländern gehen Fachleute von einer hohen Dunkelziffer aus, die die registrierten Fälle ebenfalls stark übertrifft.

+++ 19:39 Virologe Kekulé rät zu umfassender Maskenpflicht an Schulen +++
Der Virologe Alexander Kekulé rät zu einer umfassenden Maskenpflicht an Schulen. "Ja, klipp und klar. Wenn die Klasse voll ist und sie jetzt im Herbst die Fenster nicht mehr dauernd aufmachen können, ist die Maske das, was notwendig ist", sagte Kekulé im MDR. Andernfalls drohten Superspreading-Ereignisse, bei denen ein Schüler oder eine Schülerin viele andere anstecke. Eine Maskenpflicht sei für Kinder und Jugendliche natürlich störend, aber machbar, argumentierte der Virologe. Kekulé verwies darauf, dass viele Menschen in Deutschland bereits jetzt in ihrem Beruf ganztägig mit Maske unterwegs seien: "Und so wird man dann letztendlich auch den Schülern das nicht ersparen können. Ich finde das allemal besser als die Situation, wenn in Deutschland die Fälle wieder hochgehen würden."

+++ 18:26 Infektionen verdoppelt: Amsterdam und Rotterdam führen Maskenpflicht ein +++
Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Straßen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden, teilten die Städte mit. Wer sich nicht an die Auflage hält, dem droht eine Geldbuße von 95 Euro. Auch in überdachten Einkaufszentren und in Geschäften mit viel Kunden muss jeder ab 13 Jahre eine Maske tragen. Die Städte reagieren damit auf die schnell steigenden Infektionszahlen. In der vergangenen Woche waren in den Niederlanden fast 2600 Neu-Infektionen gemeldet worden, das ist fast doppelt soviel wie in der Vorwoche. Das nationale Institut für Gesundheit und Umwelt sprach von einer "besorgniserregenden Entwicklung."

+++ 17:33 Mehr als 1100 Neuinfektionen in Spanien +++
Spanien meldet 1178 Neuinfektionen und 26 weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag. Insgesamt sind damit - einschließlich Nachweise bereits überwundener Infektionen - 302.814 Fälle und 28.498 Todesfälle verzeichnet.

+++ 16:21 Deutsche nehmen während Pandemie im Schnitt 1,3 Kilo zu +++
Die Corona-Krise schlägt sich auch im Bauchumfang der Deutschen nieder: Verbraucher, die sich aktuell für eine Risikolebensversicherung interessieren, sind nun im Schnitt 1,3 Kilogramm schwerer als vor der Pandemie, erklärte das Vergleichsportal Check24. Höheres Gewicht sei vor allem bei Verbrauchern zwischen 31 und 40 Jahren auffällig: Sie seien im Durchschnitt 1,6 Kilogramm schwerer als vor Corona. 51- bis 61-Jährige dagegen hätten nur ein Kilo zugelegt. Für die Untersuchung rechnete das Vergleichsportal Kundenangaben zum Body-Mass-Index bei Abschluss einer Risikolebensversicherung auf eine 1,73 Meter große Musterperson um.

+++ 15:33 Senat gibt Sexarbeitern in Berlin grünes Licht +++
Nach monatelangem Verbot wegen der Corona-Pandemie wird Sexarbeit in Berlin schrittweise wieder erlaubt. Das entschied der Berliner Senat. Demnach dürfen sexuelle Dienstleistungen ohne Geschlechtsverkehr ab 8. August wieder angeboten werden. Das betrifft etwa Domina-Studios. Ab 1. September sollen dann unter strengen Hygieneauflagen auch sexuelle Dienstleistungen mit Geschlechtsverkehr wieder zulässig sein, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. Im Hinblick auf die oft sehr prekäre Situation von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern seien Lockerungen in dem Bereich "aus gesundheits-, aber auch aus frauenpolitischer Sicht" geboten, hieß es. "Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Betroffenen aufgrund wirtschaftlicher Notlagen in Abhängigkeitsverhältnisse geraten und im Verborgenen unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen ihrer Tätigkeit nachgehen."

+++ 15:03 Mit Corona-Schutz: Bundeswehr will wieder größere Übungen durchführen +++
Die Bundeswehr will die wegen der Pandemie auf ein Mindestmaß eingeschränkten Ausbildungen und Übungen wieder aufnehmen. Unter Beachtung umfangreicher Hygienekonzepte zum Schutz der Truppe vor möglichen Infektionen sei es "ab sofort wieder möglich, auch größere Übungsvorhaben durchzuführen", teilte die Bundeswehr mit. Dies sei für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte unerlässlich, insbesondere für eine Vorbereitung von Soldaten auf laufende Einsätze. Sowohl die Bundeswehr als auch die US-Streitkräfte in Europa planen nach diesen Angaben von August bis Oktober einige Übungen in Deutschland. Bis zu 5000 Männer und Frauen sollen daran teilnehmen.

+++ 14:28 Frankreich: Macron verspricht 500-Euro-Bonus für Pflegekräfte +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen Corona-Bonus von jeweils 500 Euro für die 320.000 Beschäftigten in der Häuslichen Pflege angekündigt. Insgesamt habe das Paket ein Volumen von 160 Millionen Euro, sagte Macron bei einer Pressekonferenz im südfranzösischen Toulon. Es werde je zur Hälfte von der Zentralregierung und den Lokalregierungen finanziert.

+++ 13:49 Fast jeder zweite Deutsche will dieses Jahr noch verreisen +++
Rund 44 Prozent der Menschen in Deutschland wollen einer Umfrage zufolge in diesem Jahr noch verreisen. 29 Prozent planten hingegen für 2020 keine Urlaubsreise mehr, wie bei einer heute veröffentlichten Online-Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bayerischen Zentrums für Tourismus herausgekommen ist. Abwartend verhielt sich rund ein Viertel der mehr als 2000 Befragten im Alter zwischen 18 und 74 Jahren. Sie nannten häufig die Angst vor einer Corona-Infektion beziehungsweise die aufwendigen Präventionsmaßnahmen als Argumente gegen eine Reise. Die Urlaubswilligen zieht es mehrheitlich zu deutschen Zielen mit Bayern und Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze. Ins europäische Ausland wollten 17 Prozent aller Befragten noch aufbrechen.

+++ 13:13 Markt an deutscher Grenze geschlossen: Polen meldet Neuinfektions-Rekord +++
Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Behörden verzeichneten 680 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der bisherige Rekordwert wurde zuvor am Samstag erfasst, er lag bei 658 Neuinfektionen. Das Virus scheint sich auch unter Parlamentariern in Warschau auszubreiten. Drei Mitglieder des Senats, der zweiten Kammer des Parlaments, sind bereits positiv getestet worden. Plenarsitzungen wurden verschoben. Wegen mehrerer Corona-Fälle unter Händlern bleibt heute auch der bei deutschen Kunden beliebte zentrale Markt in der westpolnischen Grenzstadt Slubice nahe Frankfurt/Oder geschlossen.

+++ 12:41 Kind auf norwegischem "Hurtigruten"-Kreuzfahrtschiff infiziert +++
Nach dem Corona-Ausbruch auf dem norwegischen Kreuzfahrtschiff "Roald Amundsen" ist das Coronavirus auch bei einem unter zehn Jahre alten Kind nachgewiesen worden. Es sei ebenso Passagier bei Hurtigruten gewesen wie eine Person im Alter zwischen 70 und 80 Jahren, teilte die Kommune Trondheim mit. Beide befänden sich in Quarantäne. Während die ältere Person leichte Krankheitssymptome zeige, sei das Kind symptomfrei. Ob die beiden auf der "Roald Amundsen" oder einem anderen Hurtigruten-Schiff unterwegs waren, ging aus der Mitteilung der Kommune zwar nicht hervor - der Rundfunksender NRK berichtete jedoch, dass sie Passagiere der "Amundsen" gewesen seien.

+++ 12:07 Schülern in NRW droht Schulverweis bei Maskenpflicht-Verstoß +++
Wenn Schüler in NRW dauerhaft gegen die neue Maskenpflicht verstoßen, können sie auch der Schule verwiesen werden. Darauf hat die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer von der FDP in einem WDR2-Interview hingewiesen. Gebauer sagte dem Sender: "Wenn sich Schülerinnen und Schüler konstant nicht - weder im Unterricht noch auf den anderen Flächen - daran halten, kann das auch mit einem Verweis von der Schule beziehungsweise einem vorübergehenden einhergehen." Gebauer verwies darauf, dass die Maske aus "pädagogisch sinnvollen Gründen" auch zwischendurch abgenommen werden könne. Auch aus medizinischen Gründen. So sei ihr bewusst, dass ein Mund-Nasen-Schutz bei heißem Wetter eine besondere Beeinträchtigung sei. Gebauer verteidigte die Maskenpflicht dennoch: Das derzeitige Infektionsgeschehen in NRW mache sie alternativlos.

+++ 11:17 "Sabotiert": Hausärzte laufen Sturm gegen Söder und Spahn +++
Ein Zusammenschluss von mehr als 60 Hausärzten läuft in einem gemeinsamen offenen Brief Sturm gegen die kostenlosen Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer. In dem Schreiben an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder von der CSU und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU, das der "Merkur" zitiert, beklagen sie, die Maßnahme werde vor allem Hausarztpraxen treffen und diese überfordern, ohne einen klaren Mehrwert zu liefern. Die Ärzte fühlten sich "'von oben' nicht nur nicht unterstützt, sondern sogar sabotiert". Das bayrische Testkonzept sei in der gegenwärtigen Form nicht sinnvoll. Man müsse einen riesigen Andrang von Reiserückkehrern bewältigen, die innerhalb der vorgegebenen 72 Stunden getestet werden wollten, das könne man nicht leisten. Außerdem fördere man damit viele unnötige negative Tests zutage und teste dadurch womöglich an falscher Stelle. Die Zahl der dadurch bislang hervorgebrachten positiven Tests sei "in den meisten uns bekannten Praxen nahezu null."

+++ 10:36 Inzwischen 166 Fälle in Mamminger Konservenfabrik bestätigt +++
Der Corona-Ausbruch im bayrischen Mamming im Landkreis Dingolfing-Landau ist größer als bislang bekannt. Bei einer zweiten Testung wurden nach Auskunft des zuständigen Landratsamtes 166 Infektionen festgestellt, wie die "Passauer Neue Presse" berichtet. Am Wochenende waren dort noch 43 der 600 Mitarbeiter einer Konservenfabrik positiv getestet worden. Alle Saisonarbeiter und festangestellten Mitarbeiter stünden unter Quarantäne, das gelte auch für zwei weitere Standorte des Betriebes.

+++ 10:00 Australische Armee überwacht Quarantäne - Bundesstaat verschärft Strafen +++
Der australische Bundesstaat Victoria hat nach zahlreichen Verstößen gegen Quarantäne-Bestimmungen für Corona-Infizierte die Bußgelder drastisch erhöht. Corona-Infizierte, die zum zweiten Mal gegen die Quarantäne-Regeln verstoßen, müssen künftig mit Strafen von 5000 australischen Dollar (rund 3000 Euro) rechnen - bisher waren es 1652 australische Dollar. Die einzige Ausnahme seien medizinische Notfälle, erklärte der Regierungschef des Bundesstaates, Daniel Andrews. Bei schweren Verstößen müssten sich die Betroffenen sogar vor Gericht verantworten, teilte Andrews mit. In diesem Fall drohten Strafen von bis zu 20.000 australischen Dollar. In Melbourne sollen 500 Soldaten die Behörden bei der Überprüfung der Quarantäne-Bestimmungen unterstützen. Dort gelten eine nächtliche Ausgangssperre und eine Maskenpflicht, zahlreiche Geschäfte dürfen nicht öffnen.

+++ 09:29 Plötzlicher Teil-Lockdown überrumpelt Philippinen +++
Wegen eines deutlichen Wiederanstiegs der Corona-Infektionsfälle gelten für Millionen Menschen auf den Philippinen ab heute wieder strikte Ausgangsbeschränkungen. In der Hauptstadt Manila und vier angrenzenden Provinzen dürfen die Menschen ihre Häuser nach Vorgabe der Behörden nur noch für notwendige Einkäufe und Sport verlassen. Auch die meisten Geschäfte müssen schließen, Restaurants dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten. Mehr als 27 Millionen Menschen sind von der Regelung betroffen. Die Bevölkerung war nur rund 24 Stunden vor Inkrafttreten über die Auflagen informiert worden. Viele Menschen saßen deshalb in Manila fest und konnten nicht mehr in ihre Heimatstädte zurückkehren, nachdem der öffentliche Verkehr und alle Inlandsflüge eingestellt worden waren.

+++ 08:47 Nur 70 Kreise ohne Neuinfektionen - größte Ausbreitung seit Mai +++
Von den vom RKI ausgewiesenen 400 Kreisen und Kreisfreien Städten in Deutschland (plus die 12 Berliner Bezirke) haben nur noch 70 in den vergangenen sieben Tagen keine Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit verzeichnen mehr als 330 Kreise neu gemeldete Ansteckungen - mehr waren es zuletzt am 21. Mai. Mitte Juni hingegen hatte zeitweise bereits 158 Kreise keine Neuinfektionen innerhalb von sieben Tage gemeldet. Zwar liegt weiterhin nur ein Kreis über der kritischen Schwelle der 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und neben den 70 Kreisen ohne aktuelle neue Fälle weisen weitere 217 Kreise eine Inzidenz von 0 bis 5 Fällen pro 100.000 Einwohner aus. Die Anzahl der Kreise mit Infektionen gilt jedoch als wichtiger Indikator für die Ausbreitung des Virus in der Fläche. Das RKI nennt die Entwicklung in seinem Situationsbericht "beunruhigend".

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+++ 08:13 RKI meldet fast 900 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 211.281 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Morgen im Internet meldete (Datenstand 4.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9156. Aktuell haben 194.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. ntv.de berechnet die Infektionszahlen seit Beginn der Pandemie direkt mit den Angaben der Gesundheitsämter.

+++ 07:35 Studie: Sechs Mal mehr Infektionen in Italien als angenommen +++
Das Coronavirus könnte in Italien einer Studie zufolge sechs Mal stärker verbreitet sein als bekannt. Das Gesundheitsministerium und das Statistikamt Istat veröffentlichten eine Auswertung, nach der knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper gegen das Virus entwickelt haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Laut den von ntv.de zusammengefassten offiziellen Zahlen der italienischen Regierung sind in dem Land bislang nur gut 248.000 Infektionen erfasst, mehr als 35.000 Infizierte starben.

+++ 07:09 UN: Schulschließungen sind "Katastrophe für ganze Generation" +++
Die Vereinten Nationen warnen wegen der Schulschließungen im Kampf gegen das Coronavirus vor einer "Katastrophe für eine ganze Generation". Dass die Schülerinnen und Schüler sicher zurück in den Unterricht gehen könnten, müsse oberste Priorität haben, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres bei der Eröffnung der UN-Kampagne "Save our Future". Mitte Juli seien in rund 160 Ländern die Schulen geschlossen gewesen. Davon sei mehr als eine Milliarde Schüler betroffen. Sobald die erste Übertragung des Coronavirus vor Ort unter Kontrolle sei, müsse es höchste Priorität haben, die Schüler so sicher wie irgend möglich wieder in den Unterricht zu bringen, mahnte er.

+++ 06:29 China erwartet Hunderttausende Besucher zu "Oktoberfest" +++
In China scheint die Corona-Pandemie weitestgehend unter Kontrolle. Davon profitiert nun auch die ostchinesische Stadt Qingdao, wo das größte Bierfest des Landes planmäßig begonnen hat. Bis zum 23. August wollen die Organisatoren wie in jedem Jahr Hunderttausende Besucher auf das Gelände in der ostchinesischen Provinz Shandong locken. Die Veranstalter bezeichnen das Bierfest von Qingdao gerne als "Chinas Oktoberfest". Auf dem Bierfest in Qingdao sollen besondere Regeln gelten. Besucher müssen beim Betreten des Geländes Masken tragen, auch wird die Temperatur gemessen und eine Registrierung verlangt. Angestellte müssen wöchentlich einen Corona-Test machen. Einen negativen Einfluss auf das Interesse der Besucher scheinen die Maßnahmen nicht zu haben: Wie Staatsmedien berichteten, kamen zum Auftakt des Bierfestes sogar mehr Gäste als im vergangenen Jahr.

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+++ 05:45 Ärzteverband: Zweite Corona-Welle ist schon da +++
Nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund hat die zweite Corona-Welle Deutschland bereits erfasst. "Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle", sagt die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". Die Krankenhäuser seien darauf vorbereitet, erklärte Johna. Sie mahnte eindringlich, sich weiter an die Regeln zu halten. "Wir alle haben eine Sehnsucht nach Normalität. Aber wir sind eben in einem Zustand, der nicht normal ist", sagt sie. So lange es keine Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19 gebe, müsse die Verbreitung des Virus eingedämmt werden. "Das geht nur über die AHA-Formel - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske – und lokale Quarantäne", betont die Vorsitzende.

+++ 05:29 Ramelow fordert härteres Vorgehen bei Corona-Verstößen +++
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow ruft zu einem konsequenteren Vorgehen bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen während Demonstrationen wie am Samstag in Berlin auf. "Das Versammlungsrecht ist ein viel zu hohes Gut, um eingeschränkt zu werden. Aber die Logik des deutschen Versammlungsrechts ist durchzusetzen, dass der Veranstalter die erteilten Auflagen für die Versammlung erfüllt", sagt Ramelow der "Rheinischen Post". "In dem Moment, da die Auflagen nicht eingehalten wurden, hätte der Veranstalter in Haftung dafür gehen müssen", so Ramelow über die Demonstration in Berlin. Über deren Teilnehmer sagt der Linken-Politiker: "Sie schreien, der Staat nehme ihnen die Freiheit - und dann nehmen sie sich selbst die Freiheit, keine Schutzmasken zu tragen und den Mindestabstand nicht einzuhalten. Und sie nehmen sich das Recht heraus, andere anzustecken."

+++ 05:15 Regeneron-Tierstudie zeigt Wirksamkeit von Wirkstoffkombi +++
Das US-Biotech-Unternehmen Regeneron Pharmaceuticals hat in einer Studie an Tieren die Wirksamkeit einer Antikörper-Kombination zur Behandlung von Coronavirus-Erkrankungen festgestellt. Bei 36 Rhesusaffen und 50 Hamstern habe der Cocktail aus zwei vom Unternehmen entwickelten monoklonalen Antikörpern "die Etablierung einer Virusinfektion fast vollständig blockieren" können, teilt Regeneron mit. Der Wirkstoff-Mix sei laut einer zweiten Studie auch in der Lage, bei Tieren mit einer höheren Viruslast die Infektion zu reduzieren. Die Studie ist bislang nicht von unabhängigen Experten überprüft.

+++ 05:01 Mehr als fünf Millionen Corona-Fälle in Südamerika und der Karibik +++
Die Zahl der Corona-Infektionen in Südamerika und der Karibik ist auf über fünf Millionen gestiegen. Das geht aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervor, die sich auf offizielle Angaben von Regierungen und Behörden stützt. Demnach starben in der Region mehr als 202.000 Menschen an der durch das neuartige Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

+++ 04:47 Bis zu 3000 Euro Geldstrafe für Quarantäne-Verstoß in Australien +++
Der australische Bundesstaat Victoria geht hart gegen Verstöße gegen Corona-Auflagen vor. Wer mit dem Virus infiziert und nicht zu Hause in Quarantäne anzutreffen sei, könne mit bis zu 3000 Euro Bußgeld belangt werden, kündigt der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, an. Die sofort fällige Geldstrafe sei notwendig, da fast ein Drittel der Personen, die sich in Selbstisolation begeben mussten, bei Kontrollbesuchen nicht anzutreffen waren. Victoria meldet 439 neue Coronavirus-Fälle in den vergangenen 24 Stunden.

+++ 04:31 Lambrecht spricht sich gegen Verbot von Corona-Demos aus +++
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht spricht sich in der Diskussion um die massenhaften Verstöße gegen Corona-Regeln bei der Berliner Großkundgebung am Wochenende gegen ein Verbot solcher Veranstaltungen aus. "Ich finde es ganz wichtig, dass wieder Demonstrationen stattfinden können und Menschen dort ihre Meinung, auch zur aktuellen Corona-Politik der Bundesregierung, frei und öffentlich äußern können", sagt Lambrecht dem "Spiegel". "Es ist aber verstörend und nicht hinnehmbar, wenn dabei bewusst und provokativ gegen die geltenden Corona-Schutzvorschriften verstoßen wird", fügt die SPD-Politikerin hinzu. Werde gegen Regeln und Auflagen verstoßen, müssten die Vorschriften von den Behörden vor Ort konsequent durchgesetzt werden. Dies gelte "unabhängig davon, welches Ziel die jeweilige Demonstration hat".

+++ 04:07 Lehrergewerkschaft hält Schul-Regelbetrieb für unrealistisch +++
Die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) hält eine Rückkehr zum Regelschulbetrieb für unrealistisch. "Es wird keinen flächendeckenden, vollumfänglichen Regelschulbetrieb wie vor Corona geben", sagt ihr Bundesvorsitzender Udo Beckmann der "Welt". Die Politik habe eine Illusion geweckt und etwas als realisierbar dargestellt, "was selbst bei gleichbleibend niedrigem Infektionsgeschehen nicht umgesetzt werden könnte". Bereits vor der Corona-Krise habe ein akuter Lehrkräftemangel geherrscht, führte Beckmann aus. "Die personellen Ressourcen reichen trotz Einstellung von Seiteneinsteigenden und der Reaktivierung älterer Lehrkräfte aus Pension und Rente nicht aus." Die bisher geplanten Hygienemaßnahmen zum Schuljahresbeginn werden dem VBE-Chef zufolge nicht ausreichen, "wenn die Gesundheit von allen an Schule Beteiligten einem nicht noch größeren Risiko ausgesetzt werden soll".

+++ 03:45 Brasilien: Stabschef Bolsonaros ist mit Coronavirus infiziert +++
Der Stabschef des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, Armeegeneral Walter Souza Braga Netto, ist mit dem Coronavirus infiziert. Ihm gehe es gut und er habe keine Symptome, teilt das Pressebüro mit. Er werde bis zu einem negativen Testergebnis in Isolation bleiben und seine Aufgaben weiterhin ausüben. Vergangene Woche gaben Bolsonaros Frau und ein weiterer Minister eine Coronavirus-Infektion bekannt. Neben Bolsonaro haben sich weitere sieben Minister in Brasilien mit dem Virus infiziert.

+++ 03:27 Weil dämpft Erwartungen bei Corona-Tests +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil warnt davor, sich bei der Pandemiebekämpfung zu sehr auf Corona-Tests zu verlassen. "Ich halte wenig von freiwilligen, kostenlosen Tests für Alle", sagt der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ein negatives Testergebnis könnte zu einem sorglosen Verhalten führen, obwohl das Ergebnis nur eine Momentaufnahme ist." Corona-Tests könnten und dürften "nicht das verantwortungsvolle Verhalten ersetzen", betont Weil. "Der beste Schutz vor einer Ausbreitung des Virus besteht darin, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten - und das gilt auch im Urlaub, denn das Virus macht keinen Urlaub und ist weiterhin sehr ansteckend und gefährlich."

+++ 02:51 GEW kritisiert mangelnde Vorbereitung auf den Schulstart +++
GEW-Chefin Marlis Tepe kritisiert eine mangelnde Vorbereitung der Landesregierungen auf den Schulstart nach den Sommerferien. "Vermutlich wird keine Schule direkt nach den Sommerferien voll umfänglich den Unterricht wieder aufnehmen können. Von Regelunterricht wird nicht die Rede sein können", sagt Tepe der "Rheinischen Post". Der Wunsch, wieder richtig zu unterrichten, dürfe nicht zu Leichtfertigkeit führen. Tepe kritisiert weiter: "Die Landesregierungen versprechen zwar viel - die meisten haben aber vor den Sommerferien keine Konzepte für das Unterrichten unter Corona-Bedingungen vorgelegt, die die Schulleitungen in den Ferien hätten umsetzen können." Tepe fordert einen "tragfähigen Mix aus Präsens- und Fernunterricht". Es sei auch nicht genug im Vorfeld geplant worden - zum Beispiel, wie man mit Reiserückkehrern umgehe.

+++ 02:07 Brasilien meldet mehr als 16.000 Neuinfektionen +++
Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 16.641 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie weitere 561 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Sei Beginn der Pandemie registriert das lateinamerikanische Land mehr als 2,75 Millionen Fälle, die Zahl der Todesopfer steigt offiziellen Angaben zufolge auf 94.665. Brasilien verzeichnet nach den USA den schlimmsten Ausbruch des Virus weltweit.

+++ 01:19 Bär: Corona-Warn-App kommt in fünf weiteren Sprachen +++
Die Corona-Warn-App der Bundesregierung soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. "Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der Entwicklung", sagt Digital-Staatsministerin Dorothee Bär der "Rheinischen Post". Bisher gibt es die App in Deutsch, Englisch und Türkisch. Deutschland habe mit bisher mehr als 16,4 Millionen Nutzern mehr Downloads als ganz Europa mit seinen verschiedenen Apps zusammen. Die Corona-Warn-App sei inzwischen in den App-Stores aller EU-Länder sowie der Türkei, der Schweiz und von Norwegen und Großbritannien freigegeben, so die CSU-Politikerin.

Zu den bisherigen technischen Problemen sagt Bär, bei so großen IT-Projekten werde es immer Nachbesserungen geben müssen. Es habe Beeinträchtigungen bei der Hintergrundaktualisierung der App gegeben. "Deshalb empfehlen wir, die App einmal täglich zu öffnen." Dadurch werde sichergestellt, dass alle Warnmeldungen angezeigt würden.

+++ 00:37 Trump hält Impfstoff "weit vor Ende des Jahres" für möglich +++
US-Präsident Donald Trump geht von einem wirksamen Coronavirus-Impfstoff "weit vor Ende des Jahres aus". Nähere Einzelheiten gibt er auf einer Pressekonferenz zunächst nicht bekannt. Trump drängt weiter auf eine Öffnung der Wirtschaft, da ein "dauerhafter Lockdown" kein "gangbarer Weg vorwärts" sei, um die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen. Andere Länder würden trotz weitreichender Beschränkungen ein Anstieg der Fälle verzeichnen.

+++ 00:05 MLB: Weitere Spiele wegen Corona-Fällen abgesagt +++
In der nordamerikanischen Baseball-Profiliga MLB wird die Luft angesichts zunehmender Coronafälle immer dünner. Nachdem nun bereits 13 Teammitglieder der St. Louis Cardinals positiv getestet worden sind, wurde auch die Vier-Spiele-Serie des Teams gegen die Detroit Tigers vorerst abgesagt. Zuvor waren die vier Cardinals-Partien gegen die Milwaukee Bucks abgesetzt worden. Nur die ersten fünf Spiele konnte die Mannschaft aus Missouri bestreiten. Wann und wie die acht ausgefallenen Begegnungen der Cardinals in der ohnehin knappen und auf 60 Spiele verkürzten Saison nachgeholt werden können, ist offen.

+++ 23:37 US-Lehrer demonstrieren gegen Wiederaufnahme des Unterrichts +++
Lehrer und Angestellte von Schulen in den USA protestieren gegen die geplante Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts. In mehr als 35 Schulbezirken im ganzen Land bilden sie Autokorsos mit aufgemalten Botschaften und verlangen eine Verschiebung der für August und September geplanten Rückkehr in die Klassen. Dies dürfe erst geschehen, wenn die wissenschaftlichen Daten den Schritt unterstützten, erklären die Demonstranten. Präsident Donald Trump fordert eine schnelle Wiederaufnahme des Unterrichts in den Klassenzimmern.

+++ 23:03 Gespräche über neues US-Hilfspaket stehen an +++
Bei den Gesprächen zwischen den Demokraten im US-Kongress und Vertretern des Präsidialamts über ein neues Corona-Hilfspaket sind nach Angaben von Finanzminister Steven Mnuchin gewisse Fortschritte erzielt worden. Es gebe jedoch noch viel zu tun, sagt er nach dem Treffen. Die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, spricht von produktiven Verhandlungen. Die Gespräche sollen am Dienstag fortgesetzt werden.

+++ 22:20 R-Wert liegt bei 1,09 +++
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 3.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,09 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 3.8., 0.00 Uhr, bei 1,00 (Vortag: 1,09). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, bad/ers/dpa/AFP/sid