Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:53 Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit massiv ein +++

Die tschechische Regierung schränkt die Bewegungsfreiheit der Menschen im Kampf gegen das Coronavirus drastisch ein. Das gibt Ministerpräsident Andrej Babis bekannt. Die Bürger wurden aufgefordert, sich ab Mitternacht zu Montag an ihrem Wohnort aufzuhalten und zwischenmenschliche Kontakte zu vermeiden. Ausnahmen gelten unter anderem für den Weg zur Arbeitsstätte und zurück, die Erledigung dringend notwendiger Besorgungen wie den Einkauf von Lebensmitteln sowie Arztbesuche und Parkspaziergänge.

+++ 23:23 Maas warnt: Rückkehr bei Auslandsreisen gefährdet +++
Außenminister Heiko Maas von der SPD warnt vor Auslandsreisen. "Von nicht notwendigen Reisen in das Ausland raten wir derzeit ab", schreibt Maas. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch."

 

+++ 23:01 VW bereitet teilweisen Produktionsstopp vor +++
Nach der Ausrufung des Notstands in der Slowakei wegen der Coronavirus-Krise will Volkswagen die Produktion in seiner Anlage in der Hauptstadt Bratislava wohl vorübergehend einstellen. Der Autobauer bereite den Schritt am Montag vor, teilt der Chef der slowakischen Gesellschaft mit. In der Slowakei gibt es bislang 61 bestätigte Coronavirus-Fälle.

+++ 22:44 Regierung will mehr Schutzausrüstung produzieren lassen +++
Die Bundesregierung denkt nach Angaben von Vizekanzler Olaf Scholz darüber nach, die Produktion von Schutzausrüstung anzukurbeln. "Wir denken darüber nach, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen", sagt der SPD-Politiker in der ARD. "Wir können noch viel mehr machen", fügt er angesichts des Bedarf an medizinischer Schutzausrüstung hinzu.

+++ 22:27 Slowakei und Serbien rufen Notstand aus +++
Die Slowakei und Serbien rufen wegen der Coronavirus-Krise den Notstand aus. Ab Montagmorgen dürften nur noch Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Banken, Tankstellen und Postämter geöffnet bleiben, teilte der slowakische Ministerpräsident Peter Pellegrini mit. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass das Volkswagen-Werk in der Nähe von Bratislawa die Autoproduktion ab morgen oder den kommenden Tagen einstellen werde. In der Slowakei gibt es bislang 61 bestätigte Coronavirus-Fälle.

+++ 22:19 Dänemark will im Corona-Notfall Großteil der Gehälter zahlen +++
Die dänische Regierung will Beschäftigten, deren Arbeitsplätze wegen der Coronavirus-Krise bedroht sind, finanziell unter die Arme greifen. Der Staat werde unter bestimmten Voraussetzungen vorübergehend 75 Prozent der Gehälter von Beschäftigten im Privatsektor zahlen, wenn ihnen sonst eine Entlassung drohe. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen plädierte in einer Pressekonferenz an die Unternehmen in ihrem Land, Beschäftigten nicht zu kündigen. Zuvor hatte die Regierung mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden verhandelt. Die Hilfen seien auf monatlich umgerechnet rund 3000 Euro pro Beschäftigtem begrenzt und sollten rückwirkend vom 9. März bis zum 9. Juni ausgezahlt werden, teilte das Finanzministerium mit.

+++ 22:07 US-Notenbank Fed senkt Leitzinsen auf fast null Prozent +++
Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Leitzinsen wegen des Coronavirus auf eine Zielspanne von null bis 0,25 Prozent. Das teilte die Notenbank am Abend überraschend mit.

+++ 21:53 Söder: Bayern wird Katastrophenfall ausrufen +++
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder im BR Fernsehen.

+++ 21:45 Auch Griechen applaudieren Ärzten und Pflegern +++
Um Ärzte und Pflegepersonal in ihrem Kampf gegen das Coronavirus aufzumuntern, haben am Abend Tausende Menschen in Athen und anderen Städten Griechenlands etwa fünf Minuten lang applaudiert. In einigen Fällen zündeten die Einwohner auch Feuerwerk, wie das griechische Fernsehen zeigte. Zu der Aktion hatte die Ehefrau des griechischen Regierungschefs Kyriakos Mitsotakis aufgerufen. In den vergangenen Tagen hatten ähnliche Aktionen bereits in Spanien und Italien stattgefunden. In Griechenland sind bis Sonntag nach offiziellen Angaben sechs Menschen am Coronavirus gestorben. 331 Menschen wurden positiv auf das Coronavirus getestet.

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+++ 21:33 Alle Nord- und Ostseeinseln werden für Touristen abgeriegelt +++
Nach Schleswig-Holstein wollen auch die anderen norddeutschen Küstenländer ab Montagmorgen den Zugang für Touristen zu den Inseln in der Nord- und Ostsee unterbinden. Darauf haben sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Ministerpräsident Daniel Günther und Ministerpräsident Stephan Weil verständigt. Die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs wird weiterhin sichergestellt.

+++ 21:13 Wirtschaftsministerium hilft auch Kleinstunternehmen +++
Das Bundeswirtschaftsministerium will auch Kleinstunternehmen Hilfen gewähren. Es gebe bereits Liquiditätshilfen in unbegrenztem Umfang, die allen Firmen zur Verfügung stünden, von Miniunternehmen über Mittelständler bis zu großen Konzernen, sagt eine Sprecherin des Ministeriums. Der Industrieverband DIHK hatte zuvor gefordert, für Selbstständige und Kleinstunternehmen zusätzlich einen Notfallfonds aufzulegen.

+++ 20:58 5400 Infektionen und 127 Todesfälle in Frankreich +++
In Frankreich ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden von 91 auf 127 gestiegen. Das teilte die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages von 4499 auf rund 5400.

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+++ 20:43 RKI erklärt Kalifornien, Washington und New York zu Risikogebieten +++
Das Robert-Koch-Institut hat die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York zu Risikogebieten erklärt. Als besonders betroffen vom Coronavirus gelten außerdem Italien, der Iran, die chinesische Provinz Hubei, die Region Grand Est in Frankreich, das Bundesland Tirol in Österreich, die südkoreanische Provinz Gyeongsangbuk-do und die spanische Stadt Madrid. In Deutschland ist insbesondere der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen betroffen.

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+++ 20:24 Spahn: Supermärkte, Apotheken und Banken bleiben "auf jeden Fall" offen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat um Verständnis für drastische Maßnahmen geworben, um gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus "das öffentliche Leben herunterzufahren". In der ZDF-Sendung "Berlin direkt" sagte er zu den Schließungen vieler Einrichtungen: "Was ich nicht auschließen kann - dass wir zu weiteren Maßnahmen kommen." Spahn versicherte zugleich: "Supermärkte, Apotheken, Banken - die werden auf jeden Fall auf bleiben, die stellen die Grundversorgung sicher." Der Minister betonte, bei der Coronavirus-Pandemie sei Deutschland noch "relativ am Anfang der Entwicklung". Es werde hierzulande leider auch noch mehr Tote durch die Lungenkrankheit Covid-19 geben.

+++ 20:04 Zahl der Todesopfer in Deutschland steigt auf 12 +++
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts steigt die Zahl der Todesopfer in Folge des Coronavirus in Deutschland auf 12. Die Stadt Düsseldorf teilte mit, dass am Sonntag ein 81-Jähriger starb, der vor einer Woche positiv auf das Virus getestet worden war. Auch Bayern berichtet von einem weiteren Todesfall. Es handele sich um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte.

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+++ 19:39 Irland streicht St. Patrick's Day +++
Trotz des bevorstehenden St. Patrick's Day hat die Regierung in Irland alle Pubs und Bars im Land aufgerufen, bis Ende des Monats zu schließen. Auch private Partys sollten nicht stattfinden, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. In Irland gab es bis Sonntag 129 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen, zwei Menschen sind an Covid-19 gestorben. Gesundheitsminister Simon Harris äußerte sich enttäuscht über Berichte von Covid-19-Parties in Dublin am Wochenende. "Das ist eine sehr ernste Situation, die weltweit viele tausend Leben gekostet hat", sagte er bei einer Pressekonferenz in Dublin. Eigentlich wollte Irland am Dienstag den St. Patrick's Day feiern. Doch die üblichen Paraden wurden allesamt abgesagt.

+++ 19:10 Seehofer zu Grenzschließung: "Nicht zwingende Reisen unterlassen" +++
Nach Dänemark, Österreich, der Schweiz und Frankreich werden ab Montagmorgen auch an der Grenze zu Luxemburg vorübergehende Grenzkontrollen eingeführt. Das sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer bei einer Pressekonferenz. Reisende ohne triftigen Reisegrund dürften dann nicht mehr ein- oder ausreisen. "Wir bitten daher alle Bürgerinnen und Bürger, nicht zwingende Reisen unbedingt zu unterlassen", so Seehofer. Deutsche Staatsbürger hätten aber das Recht, wieder einzureisen, ebenso Berufspendler. Wie lange die Grenzkontrollen gelten, ist noch nicht festgelegt.

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Die Ausbreitung des Virus schreite "schnell und aggressiv" voran, so Seehofer. "Die Lage ist sehr ernst, wir müssen und werden darauf reagieren." Dazu gehöre es auch, die Reisebewegungen einzuschränken und die Infektionskette zu unterbrechen.

+++ 18:55 Zahl der Toten in Italien steigt auf 1809 +++
In Italien ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus auf 1809 gestiegen. Das teilt der Zivilschutz in Rom mit. Allein an diesem Sonntag wurden 368 weitere Todesfälle gemeldet. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages von 21.157 auf 24.747.

+++ 18:34 Queen verlässt Buckingham Palast +++
Auch die Royals sind nicht immun vor dem Coronavirus. Als Vorsichtsmaßnahme verlässt Queen Elizabeth II. den Buckingham Palast deshalb bis auf weiteres. Sie zieht vorläufig ins Schloss Windsor. Die britische Boulevardzeitung "Sun" zitiert einen Insider: "Die Queen hat in der letzten Zeit viele Menschen getroffen. Aber es sind nur noch wenige Wochen bis zu ihrem 94. Geburtstag und ihre Berater glauben, es ist das Beste, sie aus der Schusslinie zu nehmen."

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+++ 18:14 Zahl der Infizierten in Deutschland steigt auf über 5500 +++
In Deutschland sind mittlerweile 5583 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den Daten der Landesämter und Berechnungen von ntv.de hervor. Möglicherweise könnte die Zahl im Laufe des Tages noch steigen, weil aus Baden-Württemberg noch keine aktuellen Zahlen veröffentlicht wurden.

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Vittorio Gregotti

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

+++ 18:05 Architekt Gregotti stirbt nach Corona-Infektion +++
Der renommierte italienische Architekt und Designer Vittorio Gregotti ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus im Alter von 92 Jahren in Mailand gestorben. Das teilten mehrere offizielle Stellen der Stadt Mailand mit. Bekannt geworden war der 1927 geborene Gregotti insbesondere für seine Werke in Mailands Bicocca-Viertel, für das Olympiastadion von Barcelona, das neue Opernhaus in Aix-en-Provence und das Kulturzentrum Belem in Portugal.

+++ 17:43 Ärzteverband warnt vor "Corona-Party" in Schulen +++
Die Landesärztekammer Baden-Württemberg fordert, bereits am Montag die Schulen in dem Bundesland geschlossen zu halten. Man dürfe nicht zulassen, dass noch einmal eine "große Corona-Party" stattfinde, zitieren die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" den Vorstandschef des Ärzteverbands Medi, Werner Baumgärtner. Das sei angesichts der sich rapide beschleunigenden Verbreitung des Erregers unverantwortlich. Die Landesregierung hat die Schließung der Schulen bis nach den Osterferien angeordnet.

+++ 17:19 Grenze nach Dänemark wird Montag geschlossen +++
Deutschland will sein Grenze nach Dänemark am Montag um 8 Uhr schließen. Das habe Bundesinnenminister Horst Seehofer ihm bei einem Telefonat zugesagt, teilte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther in Kiel mit.

+++ 17:17 Hamburg untersagt alle Veranstaltungen +++
Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus werden in Hamburg sämtliche Veranstaltungen untersagt. Dies gelte für alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen unabhängig von der Teilnehmerzahl, teilte der Senat am Sonntag mit.

+++ 17:07 NRW stellt fast alle Freizeit- und Sportangebote ein +++
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Noch am Sonntag sollen durch den Erlass des Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, teilte die Staatskanzlei mit.

+++ 16:53 Kann Deutschland einen "Lockdown" anordnen? +++

+++ 16:35 Kiel riegelt Inseln für Touristen ab +++
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Schleswig-Holstein seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montag früh 6 Uhr für Touristen abriegeln. Das hat die Landesregierung in Kiel beschlossen, wie Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mitteilte.

+++ 16:33 DFB-Länderspiel gegen Spanien abgesagt +++
Das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Spanien am 26. März in Madrid wird abgesagt. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen Sprecher des spanischen Fußballverbandes RFEF. Zuvor war bereits das Spiel gegen Italien am 31. März in Nürnberg abgesagt worden.

+++ 16:29 Lufthansa holt Tausende Urlauber zurück nach Deutschland +++
Mit 15 Sonderflügen will die Lufthansa bis Mittwoch etwa 3000 bis 4000 Urlauber aus der Karibik und von den Kanaren zurück nach Deutschland bringen. Das teilte ein Lufthansa-Sprecher mit. Es handele sich um Menschen, die wegen der Reisebeschränkungen als Folge der Coronavirus-Krise sonst nicht hätten zurückkehren können - Feriengäste von den Inseln und Kreuzfahrtpassagiere. Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen. Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados.

+++ 16:15 Zahl der Todesfälle in Spanien steigt +++
In Spanien ist die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stark angestiegen. Mittlerweile sind dort 288 Menschen an der Erkrankung gestorben – damit hat sich die Zahl der Todesopfer innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt.

+++ 15:57 DIHK fordert Hilfe für Selbstständige und Kleinstfirmen +++
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verlangt Hilfe auch für Selbstständige und Kleinstunternehmen. "Bei diesen Unternehmern fällt der Umsatz über Nacht drastisch, manchmal bis auf Null", sagt DIHK-Chef Eric Schweitzer. Deshalb brauche man für sie schnell einen staatlichen Notfallfonds, der Überbrückungsgeld oder direkte Hilfe zum Lebensunterhalt auszahlt.

+++ 15:36 Klöckner warnt vor Falschmeldungen über Supermarkt-Schließungen+++
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner warnt eindringlich vor Falschmeldungen über angeblich anstehende Supermarkt-Schließungen. "Bitte auf diesen Quatsch nicht reinfallen", schrieb Klöckner auf Twitter. "Im Netz geistert rum, dass die Supermärkte nur noch 2 Tage öffnen würden. Das ist falsch." Auch Gesundheitsminister Jens Spahn hatte bereits vor Falschnachrichten gewarnt – und die Bürger gebeten, diese nicht weiterzuverbreiten.

+++ 15:12 Deutschland schließt morgen Grenzen zu Frankreich, Österreich und Schweiz +++
Informationen aus Regierungskreisen zufolge werden ab dem morgigen Montag die Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz geschlossen. Die Schließung soll um 8 Uhr am Morgen in Kraft treten. Pendler dürften die Grenze aber weiter passieren, auch der freie Warenverkehr soll gesichert bleiben. Laut "Bild"-Zeitung einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans in einer Telefonschalte auf diese Maßnahme.

+++ 15:04 Bayern plant Beschränkungen für Gastronomie und Läden +++
Angesichts der Coronavirus-Krise plant Bayern weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Geplant sind eine weitgehende Schließung von Begegnungsstätten wie etwa von Bars und Schwimmbädern sowie Einschränkungen in der Gastronomie und für Geschäfte. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

+++ 14:39 Über 1000 Schüler müssen in Lüneburg in Quarantäne +++
Nach einer bestätigten Corona-Infektion bei einer Lehrkraft an einem Gymnasium in Lüneburg müssen über 1000 Schüler und rund 100 Lehrer in Quarantäne. Die betroffene Lehrkraft sei zuvor mit einer Schulklasse in Tirol gewesen, teilte die Stadt Lüneburg mit. Aufgrund des großen Kreises von Menschen um die erkrankte Lehrkraft habe das Gesundheitsamt entschieden, die gesamte Belegschaft und alle Schülerinnen und Schüler häuslich zu isolieren. Die Quarantäne gilt - sofern keine Symptome festgestellt werden - bis voraussichtlich zum 25. März.

Unabhängig davon bleibt das Gymnasium wie alle Schulen in Niedersachsen bis zum 18. April 2020 geschlossen. Es könne keine Notbetreuung an der Schule stattfinden, so die Stadt.

+++ 14:26 Verleihung der "Goldenen Himbeere" abgesagt +++
Die Verleihung der Hollywood-Schmähpreise "Goldene Himbeeren" ist aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus abgesagt worden. Da in Los Angeles Veranstaltungsorte mit mehr als 50 Sitzplätzen geschlossen wurden, habe man keinen Austragungsort mehr finden können, hieß es von den Veranstaltern. Die "Razzies" (kurz für Raspberry/Himbeere) wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. "Hoffnungen" auf den unrühmlichen Preis durften sich in diesem Jahr die Mitwirkenden des Filmmusical "Cats", der Komödie "A Madea Family Funeral" und des Action-Streifen "Rambo: Last Blood" machen.

+++ 14:08 Erster Infizierter in der Primera División +++
In der ersten Fußball-Liga Spaniens ist der erste Profi mit dem Coronavirus infiziert. Er sei positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilte der argentinische Abwehrspieler Ezequiel Garay vom FC Valencia auf Instagram mit. Er fühle sich aber gut. "Es ist klar, dass ich das Jahr 2020 mit viel Pech begonnen habe", schrieb er. Der 33 Jahre frühere Nationalspieler war Anfang Februar wegen einer Verletzung am rechten Knie operiert worden. Nach dem Eingriff fällt Garay für den Rest der - vorerst ausgesetzten - Saison der Primera División aus.

+++ 13:40 Macron: "Bin Garant der Gesundheit der Bürger" +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verteidigt die Einschränkungen im Land ebenso wie die dennoch laufenden Kommunalwahlen. "Ich bin der Garant der Gesundheit der Bürger, aber auch der des demokratischen Lebens im Land", sagt er nach seiner Stimmabgabe in Nordfrankreich. "Wir werden die Krise meistern, in dem wir verantwortlich miteinander umgehen."

+++ 13:24 Weiterer Todesfall in Bayern: Mann in Neu-Ulm gestorben +++
In Bayern wird ein weiterer Todesfall durch das Coronavirus gemeldet. Laut bayerischem Gesundheitsministerium handelt es sich um einen über 80-jährigen Mann aus dem Landkreis Neu-Ulm. Insgesamt sind damit zehn Menschen in Deutschland an der Krankheit gestorben.

+++ 13:13 Baden-Württembergs Innenminister will Grenze zu Frankreich schließen +++
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl fordert die Schließung der Grenze zu Frankreich - die Grenzregion Grand Est ist ein vom Robert-Koch-Institut definiertes Risikogebiet. An erster Stelle stehe der Schutz der Bevölkerung vor einer Infektion, sagte der CDU-Politiker. "Die Verbreitung des Virus muss so gut es geht verlangsamt werden. Dazu ist entscheidend wichtig, auch die grenzüberschreitende Ausbreitung bestmöglich zu unterbinden - insbesondere aus Hochrisikogebieten im Ausland."

Die Schließung der Grenze sei eine harte Maßnahme, "die mir als überzeugtem Europäer schwerfällt". Aber sie sei notwendig. Ausnahmen könne es geben, etwa für Warenlieferungen, Pendler in kritischen Infrastrukturen oder auch Pflegekräfte und medizinisches Personal. "Aber im Grundsatz muss gelten: Wer nicht zwingend über die Grenze muss, kommt nicht über die Grenze."

+++ 13:01 Türkei stellt Mekka-Pilger unter Quarantäne +++
In der Türkei müssen sich zahlreiche Menschen in Quarantäne begeben, die von der kleinen islamischen Pilgerfahrt nach Mekka zurückgekehrt sind. Laut Gesundheitsminister Koca würden sie in Studentenwohnheimen in Ankara und Konya isoliert. Sollten Pilger Anzeichen einer Erkrankung haben, würden sie ins Krankenhaus verlegt und getestet. Um wie viele Betroffene es sich handelte, teilte Koca nicht mit.

+++ 12:45 Nike schließt Läden - auch in Europa +++
Der Sportartikelhersteller Nike schließt in Westeuropa, den USA, Australien und Neuseeland ab Montag alle Geschäfte. Das berichtet der Sender CNBC. Dies gelte zunächst bis zum 27. März. Die Angestellten sollten in der Zeit ihren vollen Lohn weiter beziehen, wird eine Sprecherin des Unternehmens zitiert. Geöffnet blieben demnach weiter die Läden in Südkorea, Japan sowie die meisten in China.

+++ 12:21 Deutsche Bahn reduziert Regionalverkehr +++
Die Deutsche Bahn reagiert laut "Spiegel" auf die Schließung der Schulen und Kitas: So erwartet der Konzern, dass viele Mitarbeiter wegen Betreuungsengpässen ausfallen. Ab Dienstag oder Mittwoch solle der Regionalverkehr eingeschränkt werden, Fahrkartenkontrollen sollen weitgehend wegfallen. "Wir wollen auf eine solche Situation gut vorbereitet sein, damit wir auch unter diesen schwierigen Umständen einen kalkulierbaren und stabilen Service anbieten können", zitiert der "Spiegel" einen Bahn-Sprecher.

+++ 12:06 Frankreich fährt Fernverkehr zurück +++
Frankreichs Regierung unternimmt weitere Schritte, um das Coronavirus einzudämmen. Laut Umweltministerin Elisabeth Borne wird der Fernverkehr schrittweise reduziert. Dazu zählten Züge, Busse und Flugzeuge. Fernreisen müssten auf das unbedingt Notwendige begrenzt werden. Es werde aber keinen "brutalen und kompletten" Stopp geben. Am Montag sollen bei der französischen Staatsbahn SNCF sieben von zehn Zügen fahren, bei der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP fahren 80 Prozent der Metros. Der Betrieb soll dann im Laufe der Woche weiter zurückgefahren werden. Die Tankstellen sollen in Betrieb bleiben, es werde keine Benzinknappheit geben, so die französische Regierung.

+++ 11:51 Neunter Todesfall: 86-Jährige in Bayern gestorben +++
In Bayern gibt es einen zweiten Fall eines Patienten, der nach einer Coronavirus-Infektion gestorben ist. Es handelt sich um eine 86-jährige Frau aus einem AWO-Seniorenheim, die am Freitag mit Atemnot in das Kemptener Klinikum eingewiesen wurde. Das Gesundheitsamt Kempten habe das Heim darüber informiert, dass die Erkrankung und der Tod der Frau durch eine Infektion mit dem Virus verursacht wurde, so die AWO Schwaben. Bundesweit sind somit neun Menschen an der Krankheit gestorben.

+++ 11:43 Schulen und Kitas zu - Heil bittet Chefs um großzügige Lösungen +++
Die nächsten Wochen sind Schulen und Kitas im ganzen Land geschlossen. Das stellt manche Familien vor schier unüberwindbare Probleme. Wie sollen Eltern weiter arbeiten und zugleich die Betreuung gewährleisten? Arbeitsminister Hubertus Heil fordert Chefs dazu auf, großzügige Lösungen zu ermöglichen. "Ich bitte Sie angesichts der akuten Lage, gemeinsam mit Ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu pragmatischen, unbürokratischen und einvernehmlichen Lösungen zu kommen, die nicht zu Lohneinbußen führen", appelliert der SPD-Politiker.

Die Möglichkeiten der Lohnfortzahlung im Betreuungsfall sollten großzügig ausgestaltet werden. "In dieser Krise müssen alle zusammenstehen", sagt Heil. Daher bitte er auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: "Nehmen Sie die Möglichkeit wahr, über Zeitausgleiche, etwa Überstundenabbau, oder kurzfristige Inanspruchnahme von Urlaub, die Betreuung ihrer Kinder im Anschluss an die ersten Tage sicherzustellen!"

+++ 11:25 Meiste Deutsche ändern ihr Freizeitverhalten bisher nicht +++

+++ 11:17 Iran verzichtet weiter auf Ausgangssperren +++
Im Iran soll es internationalen Beispielen zum Trotz keine Ausgangssperren geben. Das sagt Präsident Hassan Ruhani: "Es wird im Iran keine Quarantäne geben, weder heute noch während der Neujahrsferien", sagte er im iranischen Staatsfernsehen. Die Neujahrsferien beginnen im Iran am 20. März und dauern bis zum 2. April. Falls eine Quarantäne notwendig werden sollte, werde dies vom Krisenstab in Teheran und nicht außerhalb der Regierung entschieden, so der Präsident. An Ruhanis Krisenpolitik und seiner Weigerung, Ausgangssperren zu verhängen, hatte es Kritik gegeben. Die Zahl der Corona-Toten stieg zuletzt auf 612, die der Infizierten auf 12.729.

+++ 11:06 Belgiens Parteien raufen sich in Coronakrise zusammen +++
In der Coronavirus-Krise kommt Bewegung in die bisher fast aussichtslose Regierungsbildung in Belgien. Vertreter der wichtigsten Parteien, die sich seit der Parlamentswahl im Mai 2019 nicht einigen konnten, berieten bis zum frühen Sonntagmorgen über die Bildung einer Notregierung, wie die Nachrichtenagentur Belga meldet. Die Gespräche sollen an diesem Sonntag fortgesetzt werden. Das Land hat seit einem Koalitionsbruch im Herbst 2018 eine Übergangsregierung ohne Parlamentsmehrheit.

+++ 10:49 Al-Aksa-Moschee und Felsendom schließen +++
Weitere Einschränkungen in Israel: Sowohl die Al-Aksa-Moschee als auch der Felsendom werden geschlossen, teilen die islamischen religiösen Obrigkeiten mit. Weiter möglich seien Gebete im Außenbereich.

+++ 10:41 Großbritannien plant Schutzisolierung für Senioren +++
Großbritannien plant eine Schutzisolierung von Menschen über 70 Jahren für die Dauer von bis zu vier Monaten. Das Vorhaben sei Teil des Aktionsplans der Regierung und solle in den kommenden Wochen umgesetzt werden, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender Sky News.

+++ 10:30 Österreich geht noch weiter: Versammlungsfreiheit aufgehoben +++
Österreich verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus noch weiter. Bei Twitter kündigt Kanzler Sebastian Kurz an, Versammlungen gänzlich zu verbieten. Zudem wird die Einreise weiter begrenzt. Menschen aus Großbritannien, den Niederlanden, Russland und der Ukraine dürfen nicht mehr ins Land. Mehr dazu hier.

+++ 10:19 Botschaft: Ausreise aus Marokko für Deutsche fast unmöglich +++
Laut Deutscher Botschaft in Rabat ist die Ausreise aus Marokko derzeit fast unmöglich. So ist der Flugverkehr zwischen Deutschland und Marokko seit heute 9 Uhr bis Ende März eingestellt. Auch der Fährverkehr ist außer Betrieb. Frankreichs Präsident Macron hat für seine Staatsbürger schon eine Rückholaktion angekündigt.

+++ 09:57 Rund ein Sechstel aller Berliner Infektionen in Clubs +++
Ist es verhältnismäßig, wegen der Ausbreitung des Coronavirus Bars und Clubs zu schließen? Einen Hinweis auf eine Antwort gibt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci in einem Tweet:

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Seit dem 10. März ist der Petersplatz für Publikum gesperrt. Die Generalaudienzen des Papstes werden - wie dann auch die Osterfeierlichkeiten - im Livestream übertragen.

(Foto: dpa)

+++ 09:20 Osterfeiern im Vatikan finden ohne Besucher statt +++
Das Coronavirus beeinträchtigt auch das Osterfest im Vatikan. So werden die Feiern mit Papst Franziskus um die Kar- und Ostertage in diesem Jahr ohne Besucher stattfinden. Zu den Veranstaltungen gehören auch die traditionelle Fußwaschung am Donnerstag, der "Kreuzweg" am Freitag sowie Messen.

+++ 09:09 Auch Franzosen wählen in Zeiten von Corona +++
Auch im vom Coronavirus besonders betroffenen Frankreich wird heute gewählt. Landesweit sind fast 48 Millionen Wähler aufgerufen, neue Stadt- und Gemeinderäte zu bestimmen. Die Wahllokale sind seit 8.00 Uhr geöffnet. Die Kommunen wurden aufgerufen, älteren Wählern Vorrang einzuräumen, einen Mindestabstand zwischen den Menschen zu garantieren und Desinfektionsgel bereitzustellen.

In Frankreich sind seit Samstagabend Cafés und Restaurants sowie die meisten Geschäfte geschlossen. Ab Montag bleiben zudem alle Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten im Land geschlossen.

+++ 08:57 Ärzte bieten Corona-Selbsttest für Zuhause an +++

+++ 08:47 Südkorea erklärt Provinzen zu "Katastrophenzonen" +++
Die am stärksten von dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie betroffenen Provinzen in Südkorea gelten fortan offiziell als "besondere Katastrophenzonen". Der Schritt von Präsident Moon Jae In bringt mit sich, dass die Regierung 50 Prozent der Sanierungskosten übernehmen kann sowie die Einwohner von Steuern und anderen Zahlungsverpflichtungen entbinden kann.

+++ 08:41 Kann die Fußball-EM noch stattfinden? +++
Die Fußball-EM soll am 12. Juni beginnen. Soll - denn es steht infrage, ob das angesichts der Coronakrise und der vielen Verschiebungen in den europäischen Ligen überhaupt noch klappen kann. Am Dienstag will die Uefa in einer Krisensitzung darüber beraten. Weitere Infos dazu finden Sie hier.

+++ 08:33 Netanjahus Korruptionsprozess wird verschoben +++
Das Coronavirus bringt einen Aufschub im Korruptionsprozess gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Der für Dienstag angesetzte Prozess soll nun am 24. Mai beginnen, teilte das Gericht mit. Israels Justizminister Amir Ochana hatte in der Nacht zunächst für 24 Stunden einen Notstand verhängt. Gerichte sollten nur in besonderen Notfällen aktiv werden. Davon ausgenommen sei das Höchste Gericht.

In dem Prozess geht es um Betrug und Untreue sowie Bestechlichkeit. Netanjahu ist des Verdachts der Beeinflussung von Medien ausgesetzt. Er soll krumme Deals mit Unternehmen abgeschlossen und Luxusgeschenke befreundeter Geschäftsleute im Gegenzug für politische Gefälligkeiten angenommen haben. Der Regierungschef hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.

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Die "Golden Princess" ankert vor Akaroa, einer Hafenstadt auf Neuseelands Südinsel.

(Foto: AP)

+++ 08:14 Tausende dürfen Kreuzfahrtschiff vor Neuseeland nicht verlassen +++
Und wieder ein Kreuzfahrtschiff mit Corona-Verdacht: Die "Golden Princess" liegt vor Neuseeland, 2600 Passsagiere und 1100 Crewmitglieder sind an Bord. Und dort werden sie erst einmal bleiben. Der Schiffsarzt stellt drei Passagiere unter Quarantäne, nachdem einer von ihnen Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigte. Bis das Testergebnis vorliegt, dürfen die Menschen das Schiff nicht verlassen, es liegt im Hafen von Akaroa bei Christchurch.

Die Kreuzfahrtgesellschaft Princess Cruises, zu der die "Golden Princess" gehört, hat alle Kreuzfahrtreisen von 12. März bis 10. Mai abgeblasen. Die Ankündigung betraf Schiffe, die zwischen dem 12. März und dem 10. Mai ablegen sollten. Menschen auf einer Kreuzfahrt, die innerhalb der nächsten fünf Tage enden würden, sollten laut Princess Cruises wie gewohnt weiterfahren. Reisen, die am 17. März noch andauern, würden "an dem für die Gäste günstigsten Ort" enden, hieß es.

+++ 08:01 Infektionsgefahr: Auch Polizisten stehen "in vorderster Reihe" +++
Für einzelne Berufsgruppen bedeutet die Coronakrise eine besondere Belastung - so zum Beispiel auch für Polizisten. Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, sagte der "Welt am Sonntag", die Polizisten in den Bundesländern und die Bundespolizei stünden "in vorderster Reihe", etwa bei den verstärkten Grenzkontrollen oder an Bahnhöfen und Flughäfen.

Die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems sowie der Polizeien der Länder und des Bundes müsse unbedingt gewahrt werden, betonte er. Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in den Reihen der Polizei könnten schnell erhebliche Konsequenzen haben, weil die Beamten oft mit vielen Bürgern und anderen Polizisten Kontakt hätten. Diese müssten dann im Zweifelsfall in Quarantäne.

+++ 07:43 AKK: Bundeswehr steht in Coronakrise bereit +++
Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer sagt die Hilfe der Bundeswehr zu: "Wir planen auf allen Ebenen so, dass wir alle kritischen Bereiche sicher abdecken könnten - auch das, was an Amtshilfe auf uns zukommt", sagt die CDU-Chefin der "Welt am Sonntag". So habe die Bundeswehr gerade auch ihre Reservisten aufgerufen, sich zu melden, um in den Bundeswehrkrankenhäusern mitzuhelfen.

Bereits jetzt leiste die Bundeswehr mit ihrem Beschaffungsamt Amtshilfe für das Bundesgesundheitsministerium, sagte Kramp-Karrenbauer. Die Bundeswehr verhandele, schließe Verträge und beschaffe Atemmasken, Schutzanzüge und Medikamente. "Wir stellen Lagerkapazitäten zur Verfügung, medizinisches Personal zur Verstärkung der zivilen Kräfte und Laborkapazitäten", berichtet die CDU-Chefin.

+++ 07:31 Bewaffnete Polizisten sperren Manila ab +++
Auf den Philippinen setzt die Polizei einen umfassenden Lockdown durch. Die Einsatzkräfte beginnen damit, alle Straßen der 12-Millionen-Einwohner-Hauptstadt Manila abzuriegeln. An den Zufahrtsstraßen stehen nun bewaffnete Polizisten. Inlandsflüge dürfen seit dem Morgen nicht mehr starten und landen. Der ÖPNV wird jedoch aufrecht erhalten. In Manila leben Millionen Menschen in Armut in dicht besiedelten Slums, zudem ist das Gesundheitssystem des südostasiatischen Landes schlecht. Neben der Abriegelung der Hauptstadt wurden auch Schulen geschlossen und Großveranstaltungen verboten.

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Nach Kritik geht Präsident Duterte nun besonders drastisch vor.

(Foto: AP)

Die Philippinen hatten bis vor wenigen Tagen vergleichsweise wenige Coronavirus-Fälle: In den vergangenen Tage verdoppelte sich die Zahl der Infizierten aber auf 111. Zudem meldeten die Behörden bislang acht Todesfälle. Präsident Duterte sah sich daher zuletzt erhöhtem Druck der Behörden und der Öffentlichkeit ausgesetzt, die eine rasante Ausbreitung des Virus fürchten.

+++ 07:16 Australien verordnet Einreisenden 14-tägige Quarantäne +++
Australien verschärft seine Einreisebestimmungen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. Wer in das Land einreist, muss sich 14 Tage lang in Quarantäne begeben, kündigte Premierminister Morrison an. Die Maßnahme gilt ab Mitternacht. Zudem dürfen Kreuzfahrtschiffe für 30 Tage australische Häfen nicht anlaufen.

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Australiens Premier Scott Morrison

(Foto: imago images/AAP)

Australien hat bislang 280 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2, drei Menschen starben infolge der Infektion. An diesem Sonntag sollte in Australien auch die Formel 1 in die neue Saison starten, der Saisonauftakt wurde aber wegen der Coronavirus-Krise abgesagt.

+++ 07:01 Auch das Baltikum riegelt sich ab +++
Auch in den Baltischen Staaten greifen die Regierungen zu drastischen Maßnahmen: Mit Estland und Litauen schließen zwei weitere Länder ihre Grenzen für Ausländer. Für Litauen gilt dies bereits ab heute Mittag um 12 Uhr, für Estland ab kommendem Dienstag. Litauer, die aus dem Ausland kommen, müssen für zwei Wochen in Quarantäne. Lettland kündigte an, ab Montag alle internationalen Flug-, Zug-, Bus- und Fährverbindungen auszusetzen. Mit dem Auto bleiben die Grenzen jedoch passierbar.

+++ 06:42 Bayern wählen - dem Virus zum Trotz +++
Soziale Kontakte minimieren, Menschenansammlungen meiden - dies empfehlen Virologen und die Politik den Bürgern. In Bayern wird heute allerdings in 4000 Kommunen gewählt. Wie geht das zusammen? Ministerpräsident Söder sagt, die nötigen Vorkehrungen seien getroffen. In den Wahllokalen soll es etwa die Möglichkeit geben, auf Desinfektionsmittel zurückzugreifen.

Dennoch: Aus Verunsicherung ist die Zahl der Briefwahlanträge noch einmal nach oben geschnellt. Eine niedrige Wahlbeteiligung ist darüber hinaus denkbar. Größere Wahlpartys wird es wegen der Corona-Krise am Abend nicht geben. Und für die Stichwahlen in zwei Wochen sorgt die Staatsregierung im Übrigen jetzt schon vor: Dafür sollen die Wähler ganz automatisch Briefwahl-Unterlagen per Post zugesandt bekommen.

+++ 06:26 Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Südkorea sinkt leicht +++
Es gibt neue Zahlen aus dem besonders betroffenen Sükorea. Das Land meldet am Samstag 76 neue Infektionen, am Freitag stieg die Zahl noch um 107. Insgesamt haben sich in dem asiatischen Land damit 8162 Menschen Infiziert, 75 Menschen starben daran.

+++ 05:21 Kanadier sollen Urlaub abbrechen +++
Unter Reisenden ist die Verunsicherung dieser Tage besonders groß. Kommt man überhaupt noch ins Heimatland zurück und wenn ja, wie? Die kanadische Regierung fordert nun alle Kanadier zur vorzeitigen Rückkehr auf. Kanadische Reisende sollten nach Kanada zurückkehren, solange dies noch möglich sei, schrieb Außenminister François-Philippe Champagne bei Twitter. Sein Ministerium verwies auf gestrichene Flüge und kurzfristig verhängte Reisebeschränkungen vieler Länder. Dies könne die Reisepläne kanadischer Reisender durcheinanderbringen und sie zu einem längeren Aufenthalt im Ausland zwingen.

Zuvor hatte schon der Premierminister der Provinz Québec, François Legault, die mehr als 300.000 kanadischen Rentner, die den Winter im Süden der USA verbringen, zur Rückkehr nach Kanada aufgefordert. "An ihrer Stelle würde ich so schnell wie möglich nach Hause kommen", sagte Legault. Einreiseverbote nach dem Vorbild der USA hat Kanada trotz vermehrter Forderungen bisher nicht verhängt.

Kanada meldete zuletzt 252 bestätigte Fälle. Ein Mensch starb an der Infektion mit dem neuen Coronavirus.

+++ 04:38 China meldet nur noch wenige Neuinfektionen +++
China hat die Ausbreitung des Coronavirus inzwischen offenbar im Griff: Die Zahl der Infektionen ist laut offiziellen Angaben erneut nur leicht gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, kamen landesweit 20 Erkrankungen mit der Lungenkrankheit Covid-19 hinzu. 16 der Fälle wurden demnach bei Menschen nachgewiesen, die aus dem Ausland nach China zurückkehrten. Diese Patienten werden als importierte Fälle in der Statistik geführt. Zehn weitere Menschen seien durch das Coronavirus ums Leben gekommen, heißt es weiter.

Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80.844 Menschen in Festlandchina infiziert. Mehr als 65.000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3199 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen. Wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist unklar.

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So sieht es derzeit in vielen Supermärkten aus. Viele Menschen bereiten sich auf eine eventuelle Quarantäne vor.

(Foto: imago images/Eibner)

+++ 04:08 Laschet: "Hamstern ist unsolidarisch" +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ruft angesichts der Corona-Krise zu Rücksichtnahme und Gemeinsinn auf: "Hamstern oder das Stehlen von Desinfektionsmitteln in Krankenhäusern sind unsolidarisch", sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Auch seinen eigenen Verwandten würde er von übertriebenen Vorratskäufen abraten, sagte Laschet. "Kauf was nötig ist, vielleicht auch etwas mehr, um Einkaufsgänge zu reduzieren. Aber keine panischen Hamsterkäufe."

Deutschlands Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sei nicht in Gefahr, die Supermärkte blieben offen. Eindringlich warnte der NRW-Ministerpräsident davor, die Apotheken zu stürmen: "Wenn jeder anfängt, Medikamente zu horten, die er nicht braucht, bricht auch das beste System zusammen."

+++ 03:18 Vorwahlen in Georgia erst im Mai +++
Die Ausbreitung des Coronavirus beeinträchtigt zunehmend den Wahlkampf vor der US-Präsidentschaftswahl im kommenden November: Im US-Bundesstaat Georgia werden die für den 24. März geplanten Vorwahlen der Demokraten und der Republikaner voraussichtlich auf den 19. Mai verschoben. Das gab der Leiter der Wahlbehörde von Georgia, Brad Raffensperger bekannt. Der Bundesstaat Louisiana hatte bereits am Freitag mitgeteilt, Vorwahlen beider Parteien würden nun erst am 20. Juni stattfinden - statt wie geplant am 4. April.

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Temperaturcheck an einem türkisch-syrischen Grenzübergang. Noch hat Syrien keine Infektionsfälle gemeldet.

(Foto: REUTERS)

+++ 02:25 Syrien verschiebt Parlamentswahl +++
Syrien verschiebt wegen der Coronavirus-Pandemie die für April geplante Parlamentswahl um gut fünf Wochen. Die Wahl werde nicht am 13. April, sondern erst am 20. Mai stattfinden, teilte das syrische Präsidialamt mit. Es ist der dritte Urnengang seit dem Beginn des Syrien-Konflikts vor neun Jahren. Abgestimmt wird nur in den Teilen des Landes, die unter Kontrolle der Regierung stehen.

Bisher wurden aus Syrien keine Coronavirus-Fälle gemeldet. Syriens fünf Nachbarländer - der Irak, Israel, Jordanien, der Libanon und die Türkei - haben bereits alle Infektionsfälle verzeichnet. Hilfsorganisation fürchten die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Syrien, vor allen in den umkämpften Gebieten im Nordwesten des Landes. In der Provinz Idlib, wo die medizinische Infrastruktur weitgehend zerstört ist und rund drei Millionen Flüchtlinge leben, ist das Risiko demnach besonders groß.

+++ 01:55 Israel schließt Restaurants, Läden und Kindergärten +++
Auch Israel hat wegen der Coronavirus-Pandemie die Schließung von Restaurants und Einkaufszentren angeordnet. Ab Sonntagmorgen müssten alle Freizeitaktivitäten unterbleiben, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu in einer Fernsehansprache. Nach Angaben der Regierung werden neben Restaurants und Einkaufszentren auch Cafés, Hotel und Fitnessstudios geschlossen. Die bereits am Donnerstag beschlossene Schließung von Schulen wird nun auch auf Kindergärten ausgeweitet.

Verboten sind nun auch Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern. Allen Israelis wird geraten, einen Abstand von zwei Metern zueinander einzuhalten. Um die Aufenthaltsorte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen, will Netanjahu zudem die Nutzung von "Technologien" erlauben, die sonst "im Krieg gegen den Terror genutzt werden". Das Kabinett muss dieser Maßnahme noch zustimmen.

In Israel wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis Samstagabend 193 Coronavirus-Fälle verzeichnet. Im Westjordanland, wo es bislang 38 Ansteckungsfälle gibt, hat die Palästinenserbehörde die Menschen aufgefordert, nicht mehr in Moscheen oder Kirchen, sondern zu Hause zu beten.

+++ 01:30 Trumps Corona-Test ist negativ +++

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Der US-Präsident hatte sich lange geweigert, sich testen zu lassen

(Foto: AP)

US-Präsident Donald Trump ist trotz Kontakten mit mindestens zwei infizierten Menschen nach Angaben des Weißen Hauses negativ auf das Coronavirus getestet worden. In einem vom Weißen Haus am Samstagabend (Ortszeit) verbreiteten Schreiben von Trumps Leibarzt Sean Conley hieß es: "Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist." Trump weise eine Woche nach einem Abendessen mit einer Delegation des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago in Florida keine Symptome auf.

+++ 00:34 Erster Covid-19-Patient der NBA spendet halbe Million +++

Der Center Rudy Gobert (27) von den Utah Jazz ist der erste offiziell bestätigte Covid-19 Patient der NBA. Jetzt kündigt er eine großzügige Geste an: Er will dem Hallen-Personal, dessen Einkommen während der NBA-Pause wegbricht, mehr als eine halbe Million US-Dollar spenden, das sind umgerechnet knapp 450.000 Euro. Das Geld soll sowohl den Angestellten der Vivint Smart Home Arena in Utah zukommen als auch mit dem Virus befassten Sozialdiensten in Utah, Oklahoma City und dem französischen Gesundheitssystem.

Mehr als 800 Angestellte arbeiten nach Jazz-Angaben in Teilzeit bei Veranstaltungen in der Vivint Smart Home Arena. Zuvor hatten schon mehrere andere Profis und Vereine - auch aus weiteren US-Sportarten - Spenden angekündigt.

+++ 23:50 Litauens Regierung beschließt landesweite Quarantäne +++
Das italienische Beispiel macht Schule: Auch in Litauen soll das ganze Land unter Quarantäne gestellt werden. Das hat das Kabinett in Vilnius am Samstagabend beschlossen. Ab Montag müssen sämtliche Geschäfte mit Ausnahmen von Apotheken und Lebensmittelmärkten schließen, öffentliche Veranstaltungen sind untersagt. Zuvor hatte der Baltenstaat bereits wieder feste Grenzkontrollen an seinen EU-Binnengrenzen zu Polen und Lettland eingeführt.

Mit Inkrafttreten der Quarantäne ist es auch verboten, das Land zu verlassen. Umgekehrt ist Ausländern die Einreise verboten - es sei denn, sie arbeiten und leben dauerhaft in Litauen. Ausnahmen gelten auch für Diplomaten und Nato-Personal. Für den Warenverkehr sollen die Grenzen offen bleiben. In Litauen gibt es bislang sieben nachgewiesene Infektionsfälle.

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Minutenlang klatschten die Menschen in Madrid für diejenigen, die in den Krankenhäusern gerade am Limit arbeiten.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

+++ 23:00 Spanier klatschen Krankenhauspersonal Beifall +++
Ab Montag gilt in Spanien eine landesweite Ausgangssperre, viele Bürger bleiben aber schon jetzt freiwillig zu Hause. Am Abend sind Tausende von ihnen an die Fenster oder auf die Balkone gegangen, um sich bei Ärzten, Sanitätern, Krankenpflegern und anderen Helfern mit einer nächtlichen Ovation zu bedanken. In Madrid waren gegen 22 Uhr praktisch in der ganzen Stadt Rufe und minutenlanger Beifall zu hören. Auto- und Busfahrer veranstalten Hup-Konzerte. Der Aufruf zu der Aktion wurde per Whatsapp und über andere Kanäle verbreitet und wurde laut Medienberichten auch in vielen anderen Teilen des Landes befolgt.

Vor allem das Personal in Kliniken und Krankenhäusern behandelt die an Covid-19 erkrankten Menschen unter sehr schweren, oft dramatischen Bedingungen. Nach Italien ist Spanien das von der Krise am stärksten betroffene Land Europas. Am Samstagabend hatten sich bereits mehr als 6000 Menschen mit dem neuartigen Sars-CoV-2-Virus infiziert, es gibt fast 200 Tote zu beklagen.

+++ 22:18 Strobl fordert Kontrollen an Grenze zu Frankreich +++
Zur Eindämmung des Coronavirus dringt Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl weiter auf eine stärkere Überwachung der Grenze zu Frankreich. In einem Schreiben an Bundeskanzlerin Merkel und Bundesinnenminister Seehofer bittet Strobl "dringend" um die Einführung sogenannter notifizierter Grenzkontrollen nach dem Schengener Grenzkodex.

"Mir ist bewusst, dass eine solche Maßnahme in einem vereinten Europa eine schwierige Entscheidung ist", schreibt Strobl. Gerade Baden-Württemberg habe enge Verbindungen zu seinem Nachbarn. "Die weitere Ausbreitung des Coronavirus macht es aber notwendig, dass wir diese Verbindung zumindest vorübergehend stärker kontrollieren, um so das Risiko weiterer Ansteckungen für die Menschen im Grenzraum zu reduzieren." Die französische Region Grand-Est, die an Baden-Württemberg grenzt, ist vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft worden.

+++ 22:04 Hessen verbietet Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern +++
Hessens Landesregierung verbietet Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Alle Museen des Landes werden für das Publikum geschlossen. Die Aufführungen an den hessischen Staatstheatern werden eingestellt. Die Schließungen gelten ab Sonntag bis zum 19. April, heißt es.

+++ 21:47 Airbnb-Kunden können Reisen kostenlos stornieren +++
Eine gute Nachricht für alle, die einen Urlaub geplant haben, nun aber nicht reisen können: Der Apartment-Vermittler Airbnb will von der Coronavirus-Krise betroffenen Reisenden entgegenkommen und für die kommenden Wochen gebuchte Aufenthalte kostenlos stornieren lassen. Airbnb-Reservierungen müssen üblicherweise vorab bezahlt werden, oft wird bestenfalls ein Teil des Betrags zurückerstattet. Für alle Aufenthalte, die bis zum Samstag gebucht wurden und bis zum 14. April beginnen, gelte nun aber eine Sonderregelung, teilt Airbnb mit. Reisen könnten von Vermietern oder Gästen gebührenfrei storniert werden. Die Regelung gilt weltweit. In China allerdings will Airbnb am 1. April wieder zum Normalzustand zurückkehren.

+++ 21:17 Spanien verkündet Notstand - und landesweite Ausgangssperre +++
Spanien schränkt die Bewegungfreiheit seiner Bürger wegen des Coronavirus weitgehend ein. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez verkündet eine landesweite Ausgangsperre als Teil eines 15-tägigen Notstands. Die Corona-Krise erfordere "außerordentliche Entscheidungen", rechtfertigt der Regierungschef die Maßnahme. Nur Wege zur Arbeit und für wirklich notwendige Besorgungen sind den Bürgern demnach noch erlaubt.

Nach Angaben des Senders TVE sind in dem Land 6391 Menschen infiziert, am Freitag waren es noch 4209. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden von 120 auf 195.


Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Epidemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/jog/ftü/dpa/rts/AFP