Panorama

Einbruch in Grünes Gewölbe Polizei fahndet nach zwei Clan-Mitgliedern

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(Foto: Polizei)

Drei Männer sind bereits festgenommen. Doch von zwei weiteren Verdächtigen im Zusammenhang mit dem spektakulären Juwelenraub im Grünen Gewölbe fehlt noch jede Spur. Nun veröffentlicht die Polizei die Namen und Fotos der Gesuchten.

Nach den Festnahmen im Zusammenhang mit dem Kunstdiebstahl in Dresden fahndet die Polizei mit Haftbefehlen auch im Ausland nach zwei weiteren Verdächtigen. "Die Fahndung läuft international", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Dresden. Bei den Gesuchten handelt es sich nach Angaben des Sprechers um 21 Jahre alte Zwillingsbrüder. Beide gehören zur polizeibekannten arabischstämmigen Remmo-Großfamilie. Ihnen werde schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung vorgeworfen.

Einer der gesuchten Tatverdächtigen ist möglicherweise mit einem Auto auf der Flucht. Die Polizei hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass der Mann mit einem grauen Renault Megane neueren Baujahrs mit dem amtlichen Kennzeichen B-HB 306 unterwegs sein könnte. Sie bittet um weitere Zeugenhinweise zu dem Fahrzeug.

Im Zuge einer großangelegten Razzia in Berlin wurden am Morgen bereits drei Männer festgenommen. Gegen sie liegen inzwischen ebenfalls Haftbefehle vor. Sie gehören derselben Großfamilie an, die auch für andere große Straftaten verantwortlich gemacht wird. Dazu zählt der spektakuläre Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum.

1640 Polizeibeamte im Einsatz

Bei einem der spektakulärsten Einbrüche der vergangenen Jahrzehnte hatten Unbekannte im November 2019 in Dresden aus der berühmten Schatzkammer Grünes Gewölbe Kunstschätze von kaum messbarem Wert gestohlen.

"Es ist auch unser Ziel, nach den entwendeten Juwelen zu suchen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden. Bislang wurden den Angaben zufolge aber keine Kunstschätze gefunden. Gesucht wurden bei dem Einsatz mit 1640 Polizeibeamten aus acht Bundesländern auch mögliche Beweismittel, etwa Speichermedien, Bekleidungsstücke und Werkzeuge.

Wer Angaben zum aktuellen Aufenthaltsort der beiden Männer machen kann, wird gebeten sich an die Polizeidirektion Dresden zu wenden. Die Rufnummer lautet: (0351) 483 2233.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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