Politik

"Nicht mehr in Sicherheit" Le Pen fordert neue Grenzregelungen

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(Foto: dpa)

Nach den Anschlägen von Paris flammt die Debatte um Grenzkontrollen in Europa wieder auf. Der rechtsextreme Front Nationale fordert, dass Frankreich die Hoheit über seine Grenzen wiedererlangen müsse. Einige Länder verstärken die Kontrollen.

Die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen hat nach der Terrorserie in Paris neue Grenzregelungen für das Land gefordert. "Frankreich und die Franzosen sind nicht mehr in Sicherheit", sagte die Chefin des Front National (FN) laut französischen Medien.

Es sei unerlässlich, dass Frankreich die Hoheit über seine Grenzen wiedererlange, so Le Pen. "Ohne Grenzen gibt es weder Schutz noch mögliche Sicherheit", zitiert die Zeitung "Libération" die 47-Jährige.

Die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen, die Präsident François Hollande beschlossen hatte, begrüßte sie. Frankreich müsse wieder aufgerüstet und der islamistische Fundamentalismus vernichtet werden, sagte Le Pen den Berichten zufolge.

Frankreich verstärkt zudem den Schutz seiner Einrichtungen im Ausland. Er habe Maßnahmen zum Schutz von Botschaften, Konsulaten, Auslandsschulen und kulturellen Einrichtungen eingeleitet, teilt Außenminister Laurent Fabius mit.

Länder verschärfen Kontrollen

Auch Deutschland erhöhte nach den Anschlägen die Sicherheitsvorkehrungen. Die Bundespolizei führte bereits in der Nacht wieder Kontrollen an der Grenze zu Frankreich ein. Seit dem Morgen wurden auch die Kontrollen an Flughäfen und in internationalen Zügen verstärkt.

Die Niederlande und Italien verschärften ebenfalls die Kontrollen an ihren Grenzen sowie im Landesinneren. Auch die Niederlande befänden sich im Krieg gegen den IS, sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte. "Der IS ist unser Feind."

Bei den Anschlägen in Paris sind mindestens 128 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.

Quelle: ntv.de, mli/AFP/dpa