Politik

Zwischenfall vor der syrischen Küste Nato bedrängt russischen Flugzeugträger

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Ende Oktober hat Moskau die "Admiral Kusnetsow" von der Nordsee ins Mittelmeer verlegt.

(Foto: AP)

Ende Oktober schickt Russland einen Flottenverband ins Mittelmeer, um mehr Angriffe in Syrien fliegen zu können. Die Nato beobachtet die Schiffe mit Argusaugen. Ein niederländisches U-Boot kommt ihnen nach Angaben aus Moskau jetzt gefährlich nahe.

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Die "Admiral Kusnetsow" ist der einzige Flugzeugträger der russischen Marine.

(Foto: dpa)

Russische Kriegsschiffe haben auf ihrem Weg nach Syrien ein Nato-U-Boot im Mittelmeer abgedrängt. Das niederländische U-Boot sei auf seiner Verfolgungsfahrt dem Schiffsverband gefährlich nahe gekommen, sagte Militärsprecher Igor Konaschenkow am Mittwoch in Moskau. Er warf den Nato-Seemännern vor, unter anderem die russischen Schiffe "Seweromorsk" und "Vizeadmiral Kulakow" ausspioniert zu haben.

Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass wollte das U-Boot aber offenbar den Flugzeugträger "Admiral Kusnetsow" ausspionieren. Zwei Schiffe des Flottenverbands hätten es entdeckt und eine Stunde lang verfolgt. Das Verteidigungsministerium habe den Lauschangriff als "ungeschickt und gefährlich" bezeichnet.

Russland hat im Mittelmeer zahlreiche Schiffe zusammengezogen, darunter mit der "Admiral Kusnetsow" auch den einzigen Flugzeugträger der Marine. Am Dienstag sollten die dort stationierten Kampfjets und die schwer bewaffneten Begleitschiffe erstmals Angriffe auf Stellungen der syrischen Regierungsgegner bei Aleppo durchführen. Angriffe auf den belagerten Ostteil der Stadt waren nach Kreml-Angaben nicht geplant.

Russland ist der wichtigste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Moskau unterstützt seinen Kampf gegen die Rebellen mit Luftangriffen.

Quelle: n-tv.de, chr/rts

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