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Bis zu 13,75 Prozent Zinsen Banken kassieren bei Dispo weiter ab

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Spitzenreiter bei den Dispozinsen ist ein Institut aus Oberbayern.

Überziehen Kunden ihre Konten, lassen sich Banken das vorgestreckte Geld weiterhin vergolden. Nach Kritik an heftigen Dispozinsen lassen die Institute allerdings kaum locker. Und nebenher etabliert sich ein weiteres teures Kontenmodell.

Banken bitten ihre Kunden nach wie vor bei Dispozinsen kräftig zur Kasse. Die Zinssätze liegen durchschnittlich bei knapp zehn Prozent und damit nur minimal unter dem Vorjahreswert, wie die "Finanztest" in ihrer September-Ausgabe berichtet. Bei einigen Kreditinstituten werden demnach gar Dispozinsen zwischen 13 und 13,75 Prozent fällig. Spitzenreiter ist die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost mit einem Zinssatz von eben 13,75 Prozent. Bei der geduldeten Überziehung - also ohne das zuvor ein Dispo vereinbart wurde, liegt das Institut mit 18,75 Prozent ebenfalls vorn. Tendenziell am wenigsten müssten Kunden bei Direktbanken ohne eigenes Filialnetz zahlen.

"Finanztest" hatte die Zinssätze von allen 1433 deutschen Banken und Sparkassen ausgewertet. Demnach bieten immer mehr Banken teure Premiumkonten an, für die sie niedrigere Dispozinssätze versprechen. Die Kosten für die Kontoführung seien aber "deutlich höher" als beim Standardkonto. Dabei sei letzteres für viele Kunden die "bessere Wahl". Selbst wer den Dispokredit regelmäßig nutze, zahle beim Premiumkonto oft drauf, heißt es in dem Bericht weiter.

Die Stiftung Warentest bemängelt zudem, dass nicht alle Banken ihre Dispozinssätze im Internet klar verständlich veröffentlichen, obwohl sie dazu gesetzlich verpflichtet sind. 30 Geldhäuser hielten sich laut "Finanztest" nicht daran; ein Kreditinstitut veröffentlichte den Zinssatz gar nicht. Bei 29 sei nicht erkennbar, wie hoch er tatsächlich ausfalle. So verlange eine Volks- und Raiffeisenbank in Bayern je nach Bonität des Kunden 4,75 bis 12,75 Prozent. Wie die Zahlungsfähigkeit eingeschätzt wird, erfahre der Kunde jedoch nicht.

Zum vollständigen Testergebnis gelangen Sie hier.

Quelle: n-tv.de, bdk/AFP

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