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Anthrax in der Wurst? Behörden warnen vor Corned Beef

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(Foto: picture alliance / dpa)

Bei Rindern wird in einem polnischen Betrieb der Milzbrand-Erreger festgestellt. Dennoch gelangt das Fleisch in den Verlauf und erreicht möglicherweise auch deutsche Discounter. Aldi, Kaufland und Co. haben die Produkte aus dem Sortiment genommen.

Behörden warnen vor dem Verzehr von Corned Beef der Bremer Firma Könecke und Rinderwürste aus Augsburg. Diese Lebensmittel könnten möglicherweise mit Milzbrand verseucht sein, hieß es. Das Unternehmen rief das Corned Beef wegen mikrobiologischer Verunreinigungen zurück. Es sei nicht auszuschließen, dass die in dem Produkt verarbeiteten Rinder an Milzbrand erkrankt gewesen seien, sagte ein Firmensprecher. Bisher hätten Untersuchungen allerdings keinen Hinweise auf einen Befall mit dem Milzbrand-Erreger ergeben, deswegen handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Warnung

Betroffen sind Corned-Beef-Produkte mit den Mindesthaltbarkeitsdaten Dohle 10.11.2014, Penny 08.11.2014, Aldi Nord 09.11.2014, Kaufland unter der Marke Redlefsen 06.11.2014, 07.11.2014, 08.11.2014, 09.11.2014 und unter der Marke Könecke 10.11.2014.

- Die kostenlose Verbraucher-Hotline ist unter 0800 00 05 78 5 zu erreichen.

- Die Regierung von Schwaben bittet betroffene Verbraucher, sich unter einer der folgenden Telefonnummern zu melden: 0821/327-2310 oder 0172/3724555.

Milzbrand (Anthrax) ist eine Krankheit, die von Tieren auf Menschen übertragen werden und im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Nach Angaben des niedersächsischen Verbraucherschutzministeriums ist im konkreten Fall aber nur von einer geringen Gefährdung auszugehen.

Bei den betroffen Produkten des Bremer Unternehmens handelt es sich um "Könecke Deutsches Corned Beef" und "Redlefsen Deutsches Corned Beef", abgepacktes, in Scheiben geschnittenes Fleisch. Sie wurden bei Penny, Aldi Nord, Dohle und Kaufland verkauft und inzwischen aus dem Verkauf genommen. Die Geschäfte nehmen die Produkte auch ohne Kassenbeleg gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurück.

Wegen des Milzbrand-Verdachts wurde auch in Bayern vor dem Verzehr von in Augsburg verkauften Würsten gewarnt. Das Fleisch dieser Würste und des von Könecke hergestellten Corned Beefs stammt möglicherweise aus einem polnischen Betrieb, in dem im September Milzbrand festgestellt worden war. Das Fleisch von zwei geschlachteten Tieren gelangte dennoch in den Verkauf und könnte nach Augsburg und Bremen geliefert worden sein.

Der Regierungsbezirk Schwaben rief dazu auf, die Rinderwürste von mehreren Händlern aus Stadt und Landkreis Augsburg nicht zu essen. "Die Rinderwürste sind möglicherweise bakteriell verunreinigt", hieß es. Kunden, die solche Würste gekauft oder schon gegessen haben, sollen sich bei der Regierungsbehörde melden.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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